Category Archives: WIR LEBEN IN HERRLICHEN ZEITEN!

Unterthema: CHINA ODER DOCH NUR PROJEKTION?

J.P. Dubosc über chinesische ‘Neujahrsbilder’ Typoskript 1950Über Bruce Gilley reden oder lieber über Xi Jinping?Welche Distanz zu China suchen? – über Reisen, Kaiser Kangxi und Hans JonasEin Jahrhundert nach Alekseev – Der ‚alte Greis’ China wird jung, der Westen altert.V.M. Alekseev : Register für die ersten hundert Seiten von “China 1907”V. M. Alekseev – Versöhnung von Sinologie und Ethnologie‘Ich habe keine Feinde, ich kenne keinen Hass’ – Gefällt Ihnen der Satz?„Wechselblicke zwischen China und Europa 1669-1907“ – nur ‚Chinoiserie‘„Die Reise in den Westen“ – Reclams BUCH-RIESE hat ErfolgVilém Flusser auf einem Wasserbüffel entgegenziehen! Ein Gedankenspiel‘Theater in Liulichang’ – Peking 1936DER SPATZ Tuschzeichnung von Ch’en Po-yang (XVI) (F.W.)Das revolutionäre China in Märchenbildern (1973)Naive Begeisterung oder aufgeklärte Indifferenz?VR China – Ein Staat als Global Player„China, die neue Supermacht“ auf ARTEChina 1994: Rock der AvantgardeMenschenrechte in China? Ja, sagt Harro v. Senger.Liao Yi-wu – Der Weg ist zu weit. 9.2.2013Liao Yi-wu’s literarische Interviews – eine VorredeAuf dem ‘Treidelpfad’ des HumanismusAngebot für die Lounge des MAK‘Fräulein Hallo und der Bauernkaiser’ (Liao Yiwu)Neid des Mandarin / HöhlengleichnisDer Maulkorb ‘sho-pen-hao-er’Für mich sind ‘chinesische Dinge’ …China 1973 – StreiflichterHerrschaftsmethoden – Lehrstück des Insiders Liu BinyanDie Philosophie des MetzgersAlte Liebe rostet nicht


Unterthema: EIN STAPEL KLAPPSTÜHLE

DAS LACHEN KINSHASAS – Eine postkoloniale Stadt und ihre unsichtbare Architektur. Gedanken beim LesenLauter Fassaden in Deutschland – Unmoral und Unkultur“LIVETICKER” DEUTSCHLAND ( Sorry, oft Pause wg. Überlastung )EU-Parlament 2019 – „Richtungswahl“ auf der Sandbank NEUGastkommentar “Europa” und “EU” – zu “Richtungswahl…..”Welche der kleinen Betrüger wollen wir wählen?DIE ZEIT ist bloß ein progressiv geschminktes Lifestyle-BlattDas MAK K Frankfurt – 6 Jahre am Puls der Zeit sind genug“Verantwortung Europas in der Welt” – Bloss Feuilleton!Ein Jahrhundert nach Alekseev – Der ‚alte Greis’ China wird jung, der Westen altert.„START UP-NATION ISRAEL“ – Von Israel lernen !?Museumsneubau in Frankfurt – Verblendungen statt Waschbeton.Eins, zwei, drei, ich twitter’ mich frei – aktuellWarum bin ich bloß in die Hauptstadt gefahren? NotizenDie Indianer dürfen kommen, aber nichts anfassenEin naiver Nutzer der Stadtbücherei fragt 2003 ….ROMAN Karfreitag, 18.4.03‚512 Aufrufe in einer Woche’ – DanksagungDiese EM 2016 ist gelaufen, aber auch abgehakt?BREXIT – Die ersten sind draußen! Dann rückt H.Védrine die Sache zurechtWieder eine Medizin-Dokumentation!Jede Spende hilft, aber mir gebbe nix!Mängelexemplar, Investitionsstau, DrogenNetzbürger – sich mit Netzen plagendNoch einmal “Das Netz” – nun als Buch !Auf einer Couch zum Thema Irakkrieg (März 2003)Vor dem Irakkrieg 2003 – MagendrückenWilliam R.Pitt und Scott Ritter: KRIEG GEGEN DEN IRAK (2002)


Unterthema: HERRLICHE ZEITEN - FRÜHER

Reisebilder aus der DDR im Februar 1987. Lesekatalog Blätter 1 – 15Reisebilder aus der DDR im Februar 1987. Lesekatalog Blätter 16 – 26Vorbild für ‘politisch denkende’ Menschen? Althistoriker Christian Meier! Wirklich?Afrika – Ein Kontinent hat die Bewegungsfreiheit verloren – JA und NEINALTER-NATIVEN : HEINZ SAUER UND ALFRED SCHMIDTNigeria in der Falle der Kolonialgeschichte – nach Johannes Harnischfeger (2006)Heidenmission? Lieber nicht! Hilft nichts!Ein Jahrhundert nach Alekseev – Der ‚alte Greis’ China wird jung, der Westen altert.Aus den Kolonien in die Heimat / Deux cartes postales du MaghrebEindrücke vom Schwälmer Dorfmuseum, 34637 HolzburgPersönliche Abrechnung mit dem Alten Testament (AT)Wer war Dr. Robert Fließ (1895-1970) ?Das war das 20. Jahrhundert zwischen Kwilu und Kasai – Die PENDEPaul Flora Cartoons im Nachlass WiegmannWieder ‘jung’ in der ‘Jungen Galerie’ Hamburg 1947Fritz Wiegmann, die Benjamin’s und Fritz FränkelBildungspolitik, ein schlechter WitzAusstellung ‘Gesunde Nerven’ Berlin 1929Erich Wolters in Paris – ‘Schreibübungen’ WiegmannsKluger Mann, kluger Film – Peter Brückner “aus dem Abseits”Leopolds ‘Kongo-Freistaat’ – ChronikConrad v. Hötzendorf, Sozialdarwinist ?H.-G. Gadamer im Dritten ReichFritz Kramer: Bikini (1946 – 2000)Portugal 1975 in der Erinnerung (Skizze)Ich bin Frankfurter.Der Zeitzeuge ist ein Schamane. (Skizze)1968 – Auch Revolutiönchen fressen ihre Kinder„DAS NETZ“ von Lutz Dammbeck (UNA-Bomber)Ausgerechnet TRAUMFABRIK KOMMUNISMUS (Schirn Kunsthalle)


Unterthema: ISRAEL

Historisches Bewusstsein wäre nützlich – gerade jetzt „Die ersten Israeli“ – lesen!„START UP-NATION ISRAEL“ – Von Israel lernen !?1999 im SPIEGEL: Zwei jüdische Newyorker und der Staat Israel“Lebanon” (Israel 2010) – Ich sehe keine Kriegsfilme. Ausnahme.Evergreen: “Sperrzonen – Israels Architektur der Besatzung” (dt. 2008)Sabri Geries – Elie Lobel: Die Araber in Israel (1965) – ZusammenfassungPersönliche Abrechnung mit dem Alten Testament (AT)ARTE, ZDF und BBC auf den Spuren von Moses (2000)Was in Gaza geschieht (Juli 2014)Rolf Verleger und der Protest (Israel)


Über “Die Weissen halten unsere Geister gefangen “: 4 Kommentare

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Über “Die Weissen halten unsere Geister gefangen “ – Unterwerfung, Magie und Entfremdung  ”

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Lauter Fassaden in Deutschland – Unmoral und Unkultur

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Während einfallslose Medien uns einreden wollen, unsere zahnlose „Bundeswehr“ stelle eine reale Gefahr für unser Überleben dar und beeinträchtige überdies den dringend nötigen Beitrag Deutschlands zur Förderung von Frieden und Menschenrechten in der Welt, während Medien mit Klima (groß) und Mikrofeinstaub (klein) „die deutsche Angst“ noch größer und „deutscher“ reden und damit die letzten ‚wahren Männer’ im Lande der AfD zutreiben, versuchen sie womöglich bloß, ihr Publikum von der ärgerlichen und bitteren Erfahrung ablenken, die jeder alle Tage machen kann, dass Infrastruktur und gesellschaftliche Moral durch Betrug und Heuchelei jeden Tag weiter zerfallen. Weiterlesen…

“LIVETICKER” DEUTSCHLAND ( Sorry, oft Pause wg. Überlastung )

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2. August 2018, 21.00

Abendlicher Berufsverkehr.  Urplötzlich der vertraute Klang aus versunkenen Tagen. “Autofahrer, schämt euch!” schallt es ein Dutzend Mal von der Friedberger. Also ein Trupp “Friday for Future”. Ja, so waren die studentischen Aktivisten1968 auch. Kompromisslos naiv. Sie konnten und wollten nicht rechnen, so wie ihr Stammvater Marx wohl auch, bei dem es bekanntlich nicht zum Haushalten reichte. Eine Stimme ragte damals heraus. Ein Student auf dem S-Bahnsteig in Berlin, auf den Fahrplan starrend: “So was schaffen wir nie!” Zwar konnte Mao konnte rechnen, aber auf chinesische Art undauf dem Abakus. Den verstanden wir auch nicht.

EU-Parlament 2019 – „Richtungswahl“ auf der Sandbank NEU

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NACHSCHLAG 19.6.2019  – TREPPENWITZ – oder ETWAS KORRESPONDENZ

” ….. Wir hoffen, du arbeitest nicht zu sehr heruntergekühlt und kannst ein wenig für dich tun. Und Vögeln wie Insekten lauschen. …..
Jetzt können wir uns wieder von der Europa-Wahl erholen, denn mit dem Gerangel um die Posten will niemand den ‘Souverän’ belästigen.
Ich informiere mich jetzt wieder lieber über Hintergründe im kostenlosen “Leserservice” (Emails zur Auswahl) der Neuen Züricher Zeitung, etwa was die Nachbarn so machen, gestern, wie die Dänemark seine “Ghettos wegplant”.
Bei einer Diskussion fiel mir eine bessere, weil bissigere Alternative zu den europaweiten “Fraktionen” im Europa-Parlament ein: “Nationale” beziehungsweise regionale Fraktionen, die entsprechend den Wahlergebnissen von ihren Wählern ‘zusammengestellt’ würden. Sie hätten nicht mit den Sprachbarrieren (über Dolmetscher oder Pidgin-Englisch) zu kämpfen und kulturelle Gräben zu überspringen. Sie müssten wie in einer nationalen Großen Koalition bereits in ihrem Rahmen Kompromisse finden, wenn sie im großen Chor überhaupt gehört werden wollen.
Sie kämpften auf derselben Ebene wie ihre nationalen Regierungsvertreter im Europäischen Rat  und Ministerrat, könnten z.B. die Haltung ihrer Regierung stützen oder auch desavouieren, beziehungsweise deren Positionswechsel vorbereiten.
Statt der bloß fiktiven ‘Integration’ unwilliger EU-Europäer in einem großen ‘grenzenlosen’ Schein-Parlament würden die Parlamentarier für ihre Wähler wieder sichtbar und greifbar. Die nationalen Parlamente hätten ‘in Brüssel’ parlamentarische Gegenüber, über deren Entscheidungen, eingegangene Kompromisse sie streiten könnten, denen sie aber auch den Rücken stärken könnten.
Regionale Zusammenschlüsse wären in Grenzen frei zu bilden. Sie könnten öfter nahe der ‘Heimat’ tagen. Das Parlamentsplenum wäre ausgereiften Entscheidungen und hervorgehobenen Demonstrationen vorbehalten.
Ich sehe darin neue, in der jetzigen Situation sehr notwendige Reibungsflächen, fruchtbaren Streit, Themen für öffentliche Kontroversen und vor allem Auffrischung für die langweiligen ‘politischen’ Medien heraufziehen.
Und ‘Scheinriesen’ wie die stolzgeschwellten deutschen “Grünen” und andere, die
nur regional punkten konnten, aber “Brüssel” als Hebel nutzen wollen, entstünden erst gar nicht.
‘Brüssel’ und das EU-Parlament haben nichts verstanden; die wollen ‘weiter so’, solange es eben geht.
Punkt.
Es wird warm auf dem Balkon. ….”

 

Funktion: zur Aktualisierung von “WELCHE DER KLEINEN BETRÜGER SOLLEN WIR WÄHLEN?” LINK                                        Stand: 26.5. 0.30

Natürlich bleibt es nicht bei der “FDP“, der Konkurrenten der „Grünen“ für die Mehrheitsbeschaffung. Ich bekam eine bedenkenswerte  Antwort : “Huh, Liberale wählen und feiern gehen klingt ist für mich die Resignation.

Recht so: Einzelne gute Köpfe im Angebot ändern daran auch nichts.

“Die FDP ist die Partei, die am stärksten für all das steht, woran unsere Kultur gerade kollabiert: die aufgeblasene Technologiegläubigkeit, eine weitere Unterhöhlung politischer Macht zugunsten von Großkapitalisten und die Überzeugung, dass beides dann schon irgendwie eine sozial stabile Gesellschaft formen wird (das geht vielleicht, wenn alle in ihrer Zufriedenheitsblase [wahlweise: Fußball, Fernsehserien, Fitnessstudio, um die Welt Jetten, Saufen] ihr Glück finden). Da bevorzuge ich dann doch den politischen Stillstand und schieße meine Stimme in den Wind. (….) “

Ein anderer Gesprächspartner findet, dass ‘die Grünen’ neuerdings mit dem smarten Habeck noch technologiegläubiger als die FDP geworden seien , von der man ja nichts Besseres erwarten könne. Auch ich finde, dass sie damit und in ihrem freischwebenden hedonistischen ‘Alternativ’-Gehabe ihre aufklärerische und orientierende Aufgabe in der Gesellschaft verraten haben.

 

ALSO DEN EIGENEN BLICK WEITER SCHÄRFEN!

Ich habe dieser Tage viel gelesen und Features angeschaut. Auf zwei erfreulich klare Übersichten in ard (wdr?) und 3sat möchte ich näher eingehen. Weiterlesen…

Welche der kleinen Betrüger wollen wir wählen?

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K. und ich diskutieren über die Europa-Wahl.

Für mich wäre wichtig: “weniger” Europa, aber auch weniger Beschiss. Die Parteistrategen gehen arbeitsteilig vor, wie sie es in den Koalitionen gelernt haben. Die Grünen  wollen uns Bürger umerziehen (Feinstaub, Diesel und Fahrverbote, willkürlich gesetzte Klimaziele, dazu “open borders” ohne Kenntnis dessen, was nachkommt, Genderisierung der Umgangssprache), die SPD eiert so zwischen Marx und wem auch immer. CDU und CSU verteilen Beruhigungspillen, damit keine Protestwähler zur AfD laufen, welche unentwegt die Große Sturmglocke läutet. 

ABER an die Großen wagen sie sich ALLE nicht – besonders zynisch sind seit jeher Verkehrminister und und Agrarminister der CSU, die anderen wirken eher hilflos. Das Große Kabinett streitet sich um Wölfe, E-Roller, grundlose Grenzwerte, Fahrverbote, … aber wagt sich nicht an die Verursacher des Artensterbens (Konferenz in Paris), darunter auch deutsche Großagrarier, nicht an die Rüstungsproduzenten und die Müllexporteure. Es subventioniert  seit langem die privatwirtschaftlichen Konkurrenten des Güterverkehrs der Bahn, die ihr doch gehört, subventioniert die Konzerne, die ihre Produktionsketten über hundert und mehr Länder verteilen und ständig mehr “Verkehr” produzieren. Von den Profiteuren der chaotischen Steuersysteme nicht zu reden.

Wie bei einem permanenten Debütantinnenball werden von “der Politik” ständig irgendwelche Neuerungen eingeführt, welche die ohnehin ausgedünnten niederen Verwaltungen überfordern und überlasten. Das kann nicht funktionieren! Kein Mensch blickt mehr durch. Jeder schaut wo er bleibt. Rette sich, wer kann. Sankt Florians-Prinzip! Die besten Lösungen werden nicht studiert und übernommen, was ein normaler Mensch erwarten würde. Aber wer sollte sich darum auch kümmern?

Ich entscheide mich wahrscheinlich für die Liberalen und schau’ bei denen lieber gar nicht so genau hin. Sie sind klein, sind Mehrheitsbeschaffer, weil sie anschlussfähig sind und auch in anderen Ländern “die Mitte”  repräsentieren. Was haben wir denn für eine “Wahl”?!  (Seit Jahren)
Wenn wir in derselben Stadt leben würden, könnten wr wenigstens feiern und saufen!

Soweit für heute (Interpretiere die Uhrzeit nicht falsch)    Detlev
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DIE ZEIT ist bloß ein progressiv geschminktes Lifestyle-Blatt

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Begegnung mit der ZEIT nach Jahren, doch mit der dritten Nummer, Nr. 15, reicht’s mir.

Die dreißig knisternden Seiten großes dünnes Zeitungsblätter hochzuhalten, ist unbequem und anstrengend. Für die Parkbank oder den Economy- oder Zweite-Klasse-Bahnsitz ist DIE ZEIT zu sperrig, gerade richtig für den Couchtisch – da ist er ja endlich!

Schon am Briefkasten fallen zwei geheftete Extreme heraus : ein Heft ‚Design’ und eins ‚Chrismon’ mit Blumenbukett in Kreuzform („und doch ist die Auferstehung schwer zu begreifen“), im Innern das ewiges Wohlbefinden signalisierende Lächeln von Bedford-Strohm. (S.10), dazu reichlich Lufthansa- und Wein-Werbung und solche für SOS-Kinderdörfer.

Üblicherweise wendet man ein, an ein Wochenblatt müsse man andere Erwartungen stellen als an eine Tageszeitung, und bei einem Wochenendblatt sei noch etwas Unterhaltung zuzugeben.

Damit gebe ich mich nicht zufrieden. Denn bei der ZEIT ist das politisches Programm, ein Stillhalteprogramm für gut situierte, wenn auch leicht beunruhigte Zeitgenossen.

Bei der ZEIT können die Leser für fünf Euro die Woche lernen, was sie an der Glotze bereits perfekt beherrschen sollten, sich emotional in jedermanns Befindlichkeit hineinzuversetzen. Da bleibt man nie allein in einer Schmuddelecke oder Sackgasse.

Und es ist ein Durchhalteprogramm der besonderen Art: sich die gute Laune nicht verderben zu lassen, egal was kommt.

Interview, Jammern auf hohem Niveau, Meinung und Gegenmeinung, Blicke durch die Panoramabrille und liebevoll geschilderte Details – alles in entspannter Umgangssprache, wenn nicht bereits einfachem Deutsch. Nicht Konzentration, nur Geduld ist gefordert, bis der Erzählfaden eben an sein Ende gekommen ist.

Die regelmäßig wiederholte Lektüre kann als therapeutische Übung zu endloser Geduld verhelfen, zur Tugend des gleichmütigen, aber auch neugierigen Aussitzens und Zuschauens, eine Tugend, die bereits seit Jahrzehnten den deutschen ‚Souverän’ lähmt.

Sie meinen vielleicht, mit der „Kraft der Strasse“ werbe DIEse ZEIT-Nummer für ‚das Aufstehen!’ Missverständnis: Sie sollen sitzenbleiben und denen zuschauen, die auf den Bildschirmen in mundgerechten Bewegungsausschnitten gezeigt werden und darüber mit der ZEIT müßige (überflüssige) Betrachtungen anstellen.

Kostproben

  • Titelthema: Die Kraft der Strasse … Ist das der Beginn einer neuen politischen Ära?

  • Sie lassen uns echt alt aussehen, schreibt Claudia, wir Dreißigjährigen haben politisch nichts erreicht. Jetzt zeigen uns die Kinder mit ihren Klimaprotesten, wofür wir hätten kämpfen sollen

  • Protest braucht ein Gesicht – Jürgen Trittin hat das Auf und Ab von Protestbewegungen miterlebt. Was ist heute anders als damals?  Haben sie dich sediert, Jürgen?

  • Der Missbrauch ist normal – Fans feiern Popstars, selbst dann, wenn sie als sexuelle Gewalttäter gelten. Daran hat auch #MeToo nichts geändert.

  • Mit dem Willen zum Schmerz – …der nächste Pop-Superstar  – geboren 2001

  • Zum Wohl – Emanzipation darf keine Pause machen – auch wenn manchen das Tempo zu hoch ist. Eine Replik…

  • Die beste Zeit ein Mann zu sein! Die Männlichkeit sei in der Krise, heißt es. Dabei gab es nie mehr Freiheit, sich selbst zu erfinden – nicht nur als Vater

  • Stinkt so schön nach Schweiß – Wie ein deutscher Baumarkt die asiatische Welt verärgert.

  • “Lang Lang – Lieblingswerke der Klaviergeschichte..“ (Anzeige)

  • Ich trage billig! ….. Unsere Autorin… hat keine Lust, sich dafür zu schämen.

  • Ein Stempel für die Liebe – ….. für die Mitarbeiter der Ausländerbehörde ist dieser Job ein Grenzgang

  • Hot Dog – Es gibt Gerichte, die um die Welt gehen. Wir reisen dorthin, wo sie herkommen…

  • Die Obersalzberg-Clique …. Hitlers Ersatzfamilie …

  • ………

  • ………

  • …………………………………. Sorry ich bin darüber eingeschlafen

 

 

Vorbild für ‘politisch denkende’ Menschen? Althistoriker Christian Meier! Wirklich?

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Zu seinem 90. Geburtstag organisierte das Feuilleton in der FAZ ein Interview unter dem Titel “Weil wir Anarchiker waren”. Gesprächsführung: Jürgen Kaube, Simon Strauß.

Im Netz ist es für Nichtabonnenten bezahlbar herunterzuladen (LINK), ich zitiere aus der Printausgabe vom 16. Februar 2019 aus der “Fortsetzung der Seite 11” auf Seite 13.

Nein, das reicht nicht! Weiterlesen…

Afrika – Ein Kontinent hat die Bewegungsfreiheit verloren – JA und NEIN

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Zwei Blicke auf:  John Iliffe : Geschichte Afrikas (Cambridge 1995, C.H.Beck 1997,2000)

John Iliffe Geschichte Afrikas CHBeck S.8 und 9

EIN KONTINENT HAT DIE BEWEGUNGSFREIHEIT VERLOREN, OHNE RUHE ZU FINDEN

Geschrieben am 8.5.2018.

Ich lese mich in eine Geschichte Afrikas ein (John Iliffe: Geschichte Afrikas. Cambridge 1995, dt.2000) und gerate auf der ersten Seite an ein Zitat David Livingstones: Die Untertanen entzogen sich dem Zugriff eines tyrannischen Oberhaupts durch Abwanderung in die benachbarten Länder. „Das ist hierzulande, wo Flüchtlinge niemals zurückkehren, die allgemein übliche Art, Tyrannenherrschaft zu beseitigen. Der derzeitige Casembe ist sehr arm.“ (141)

Till Förster schildert im Aufsatz (LINK zum Blog-Kommentar) sogar noch aktuelle Fälle der Abwanderung und wendet sie gegen das übliche Bild des allmächtigen kolonialen und nachkolonialen Staats.

Doch gibt es für dieses Bild nicht gewichtige Gründe?

1     Die kolonialen Grenzziehungen, welche im Prinzip lückenlos die Geltung fremder ‚Rechtsordnungen’ ermöglichen, aber doch nur so weit, wie die Kräfte des Eroberers reichen.

2     Im Innern die Kooperation von lizensierten Wirtschaftsunternehmen mit der Verwaltung.

3       Das gewaltige Machtgefälle zwischen Kolonial- und Staatsapparat und den ‚Eingeborenen’. Wann konnte je eine traditionelle Oberherrschaft (‚Reich’) Repression so gebündelt einsetzen, notfalls auf Kredit, moderne Geldquellen im Hintergrund?

Die Menschen flüchten noch immer und mehr denn je vor Krieg, Unterdrückung und Verarmung, aber sie werden heute von internationalen ‚Hilfsorganisationen’ in Empfang genommen und mit Vorliebe in Lager gesperrt und ‚versorgt’, damit sie das Gastland nicht auch noch, oder noch zusätzlich destabilisieren.

Die Fixierung der Untertanen am jeweiligen Ort, auf den Status quo also, war ebenso Teil der ‚Befriedungspolitik’ wie ihre planmäßigen Umsiedlungen.

Die Synthetisierung diverser ethnischer Identitäten hat im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelt und sich dabei mit nostalgischer Geschichtsklitterung zu Herrschafts- und Territorialansprüchen verbunden. Tribaler Chauvinismus wurde zum rhetorischen Mittel der Innenpolitiker.

Sie sollte aber auch Basis für eine wirtschaftliche und soziale ‚Entwicklung’ sein, für den Ausbau von Infrastruktur, von Medizin und Familienplanung, von Bildung und Erziehung sowie moderner Arbeitsplätze nicht nur Rohstoffausbeutung, so etwas wie eine abhängige Industrialisierung mit Wissenstransfer. Mit dem Abbruch der Kolonialisierung 1957-60 konnten sich die Europäer jeder Verantwortung entledigen und sich allein auf Erhaltung und Ausbau der für die Ausbeutung notwendigen Strukturen konzentrieren. Darüber hinaus blieb ‚Entwicklungshilfe’ eine PR-Agentur zur Beruhigung der heimischen Öffentlichkeit.

Alle vom Kolonialismus angestoßenen Entwicklungen sind aus dem Ruder gelaufen. Aus den ‚offenen Adern’ Afrikas strömen nicht nur Rohstoffe und Profite, sondern auch Menschen, Flüchtlinge geheißen. Ich weiß nicht, was bei weitergeführter Kolonisation aus dem Projekt geworden wäre. Familienplanung wäre sicher Teil gewesen. In Zentralafrika vegetieren die Dörfer vor sich hin. Ohne den Verdienst der Landflüchtigen – und der Flüchtlingen außer Landes würden sie verhungern. Die Metropolen platzen aus allen Nähten und verkommen zu einem Patchwork an Slums.

Die europäischen Verfassungsprinzipien wurden nach Afrika verpflanzt. Für die überforderten Regierenden verlockend waren der Anspruch auf Souveränität auf einem prinzipiell unverletzbaren Territorium (‚territoriale Integrität’), die Einführung der Staatsbürgerschaft – die bereits in Europa die Menschen im 20. Jahrhundert nicht vor Despoten und völliger Entrechtung bewahrt hat – und das Prinzip des staatlichen Gewaltmonopols, das die Selbstverteidigung von vorneherein kriminalisiert – die hartleibigen USA-Bürger ausgenommen.

„Staatsbürgerschaft“ ist meist eine sehr einseitige Sache. Was steht schrankenlosen Zugriffsrechten und Ausschlußrechten gegen „Ausländer“, „Staatenlose“ an Gewinn gegenüber? Ein von den Behörden zu erbittender „Reisepass“ und ähnliche Gnadenerweise eines korrupten Polizeistaates etwa? Da können Nepotismus und ‚Korruption’ zu den einzigen akzeptablen Lösungswegen werden.

Was zeigen die Wahlen, die in Europa so aufmerksam ‚beobachtet’ werden? In welchen Staaten und wann gelingen sie überhaupt, diese Musterbeispiele von „nation building“?

‚Politische Parteien’ müssen einfach ‘ethnozentrische’ Wahlvereine sein. Man muss seine Sache schon in der Metropole vertreten, wenn man nicht übergangen werden will. Die beklagte Klientelpolitik ist die selbstverständlichste Sache der Welt. Mit allen Zeichen der Ungleichheit. (Die südamerikanische Anekdote: mit dem Bus zum Wahllokal, aber zu Fuß zurück). Die Institutionen sind Clearingstellen. Es geht um weitreichende Entscheidungen wie Provinzgrenzen und Personalfragen, jedenfalls um viel Geld und sogar um räumlich entfernte Bevölkerungsgruppen, mit denen man früher nichts zu tun hatte, auch wenn man vielleicht durch eine Handelskette verbunden war.

Die ständige Vermehrung der politischen und bürokratischen Posten wurde schon lange beklagt. Was bleibt anderes als Proporz denn übrig? Die Alternative heißt Abspaltung und Bürgerkrieg.

Solange es ums Verteilen geht, lässt sich vielleicht noch ein Kompromiss aushandeln, aber wenn es um eine ‚nationale Haltung der Demokratischen Republik Kongo’ gegenüber etwa Tansania, Uganda, … oder Angola geht?

Wanderungen – durch  Verdrängung oder als Reaktion auf drohende Verarmung oder sich auftuende Chancen – , sowie Verträge und Kriege waren immer die unfriedliche Normalität Afrikas.

Afrika hat nun aber mehr als ein Jahrhundert einer bürokratischen Kartierung und Parzellierung, von ethnischen zerstrittenen neuen Identitäten, auferlegten fremden Begriffen und Konzepten hinter sich, dazu massive äußere Eingriffe aller Art, die – wie etwa die Kolonialmedizin – nicht zu einem guten Ende geführt wurden oder immer nur dem fremden Interesse dienten, den Ländern durch Übertölpelung (Bergbau, Nestlé, …) oder Verlockung einheimischer Eliten als vorteilhaft verkauft wurden.

Fortschritte gibt es wie seit jeher durch individuelle Aktivität; doch viele initiative Leute resignieren aber nach der Rückkehr in ihre Heimat. Die in den elenden Verhältnissen Zurückgebliebenen bremsen auch die Migranten in der Diaspora, halten sie mit permanenten materiellen Forderungen fest. Der Heimatersatz ‚Diaspora’ erschwert selbst noch die Integration in die ‚Gelobten Länder’.

HINTER DIE BILANZ GEHÖRT EIN FRAGEZEICHEN.  SCHREIBEN WIR DIE GESCHICHTE AFRIKAS WEITER!

Ausgerechnet das Zehnte Kapitel von „Geschichte Afrikas“: “Auswirkungen des Kolonialismus 1918 – 1950“ und der Unterabschnitt „Bildung und Religion“ – auf nur zehn Druckseiten – zeigt uns, wie sich die Geschichtsschreibung  Afrikas beleben und aufhellen lässt. Sie richtet unseren Blick auf eine vielfältige Dynamik und weist auf das für den Kontinent spezielle Potential dieser Epoche – und lässt uns nach Entsprechendem heute Ausschau halten.

Wie gelingt es Iliffe, trotz eines extrem weit gespannten Rahmens Phrasen zu vermeiden? Ein Vergleich mag das Verfahren veranschaulichen. Jeder kennt den Blick aus dem Flugzeug bei leicht bewölktem Himmel. Gerade im Frühjahr ist oft die Sicht zwischen den Wolkenfetzen detailreich und konturiert. Bei Iliffe erhalten unzählige Detailinformationen Kontur, ohne den Eindruck zu erwecken, ‚die ganze Wahrheit’ zu repräsentieren. Die zahlreichen Blindstellen sind dem Bewusstsein stets präsent. Als begabter Erzähler nutzt er Überspitzungen, vermag aber auch noch die disparatesten Einzelfälle miteinander ins Gespräch zu bringen.

Wo immer ich über Vorwissen zur Kolonialepoche verfüge, registriere ich sachlich gebotene Zwischentöne oder Korrekturen am Gesamtbild. Dazu reichen schon kurze einzelne Sätze oder einzelne statistische Zahlen. Ein Beispiel:

Der islamische Norden Nigerias, den ich bei Harnischfeger kennenlernen durfte (LINK): „….Dennoch erlegte Lugard den nichtislamischen Völkern die islamische Herrschaft der Fulbe auf.“ (Iliffe 306). Der Passus zum resultierenden Bildungsnotstand lautet: „wohingegen in ganz Nordnigeria 1951 nur ein einziger Schüler (ein Christ) einen Abschluss vorweisen konnte.“ (ebd. 300).

Zuweilen muss man das bittere Bewusstsein späteren Scheiterns einfach ausblenden, um aus dem Olymp der Neunmalklugen auf die Ebene der handelnden Menschen abzusteigen, um ihnen an ihrem konkreten Ort zu begegnen, ihrer Selbstwahrnehmung, den sich ihnen bietenden Chancen, ihren Enttäuschungen und Scheitern, ebenso wie der Umorientierung.

Es war schon bitter, wenn etwa die Kolonialmacht befand: “Keine Eliten, keine Probleme“ (Rhodesien, Belgisch- Kongo – 300), aber anderswo in Afrika existierten schon Universitäten. „Die regionalen Unterschiede waren enorm und blieben lange bestehen.“ (300) Immerhin „förderte Bildung in Afrika zu dieser Zeit – anders als in Indien – eher die Durchlässigkeit der Gesellschaft, statt alte Privilegien zu festigen.“ (300). „Lesen und Schreiben besaßen dieselbe Faszination wie zu jenen Zeiten, als sie das Monopol der Muslime gewesen waren, brachten aber auch materielle Vorteile (…) und verschafften Zugang zu Aufklärung und Macht, von denen die Ungebildeten, wie sie selbst wussten, ausgeschlossen waren.“ (301)

Dann ist von Zeitungsgründungen die Rede, von politischen Klubs, der Rolle der europäschen Mission. „Die enge Verbindung mit Alphabetisierung und Bildung verliehen dem Christentum in der Frühphase der Kolonialzeit neue Attraktivität. Erstmals wurde die afrikanische Kirche eine Kirche der Jugend. (…) Da die polygynen Gesellschaften Afrikas die Jugend unterdrückt hatten*, stellte nun das Christentum eine Revolte der Jugend gegen die ältere Generation dar, vergleichbar der Annahme des Kommunismus im Asien des 20. Jahrhunderts.“ (302; *z.B. der LINK zu MacGaffey, 2008). Natürlich ist die explodierende Ausbreitung afrikanischer ‚Freikirchen’ differenziert und übersichtlich Thema.

Sind die sich abzeichnenden Tendenzen in den zeitgenössischen Afrika-Wissenschaften dem Erscheinen solcher Bücher förderlich, die unser Verständnis ebenso disziplinieren wie befreien können?

Ich glaube kaum, wenn nicht Menschen mehrerer Disziplinen engagiert zusammenwirken. Jede von ihnen ist in der Gefahr, durch mehr Desselben (Watzlawik) ihre Horizonte zuzustellen.

Vorsichtshalber. Zögern Sie nicht, nach diesem Buch zu greifen, solange es noch auf dem Markt ist.

 

 

 

 

 

 

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In tiefster ARTE-Nacht: Der Traum vom perfekten Tropenholz

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Im ARTE 3.3.2019 Nachtprogramm :  CONGO – GORILLASCHUTZ MIT KETTENSÄGE    55′ WDR/ARTE

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Geschminktes Mali – mein Blues bei „Mali Blues“ (Lutz Gregor 2017)

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Filmkritik

Die ersten sechzig Minuten   (Geschrieben am 13.8.2017)

 

Ein Geschenk also. Der Schenkende hatte keine Chance, die DVD–Verpackung steckt voller kleiner Lügen. (LINK), ( L. Gregor LINK) Weiterlesen…

Francfort sur Main. Brocante en 2019 – Illumination spontanée du Moine

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Écrit le 12.2., rédigé le 8.3.2019  (2nd version d’un Allemand)   Original allemand :LINK

 

La pièce devant moi serait-il authentique? Incroyable.
Je ne comprends toujours pas le marché mondial. Comment les biens matériels peuvent-ils migrer si indétectables? La richesse, incroyablement concentrée dans notre région, les suce irrésistiblement.

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Alles gut. Restitution? Ja bitte!

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Win-Win

Paris London

Berlin und Benin

 

Ich habe es in der New York Times gelesen und im Guardian: Jede Beunruhigung von Museen und Bürgern durch die Kulturgüter-Rückgabe-Debatte ist gegenstandslos! Weiterlesen…

Die Alten sind nicht so ‘pink’ wie im Weltkulturenmuseum!

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In “Grey ist the New Pink” (Link) spendet das Weltkulturenmuseum, Mainhattan mit einem Augenzwinkern Trost.

Dies ist ein Offener Brief an die sprichwörtlichen “schrecklichen Enkel” des Vilém Flusser (Link: S.28/29), die überall das Ruder in die Hand genommen haben. Die setzen sogar eine ethnologische Ausstellung  über die Alten in die Welt und erzählen dabei etwas von ‚Momentaufnahmen des Alterns’.        Links: FAZ.net und SWR

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Nigeria in der Falle der Kolonialgeschichte – nach Johannes Harnischfeger (2006)

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95% = 6 S.

Demokratisierung und Islamisches Recht“ : Johannes Harnischfeger analysierte 2006 nicht nur den „Scharia-Konflikt in Nigeria“ 2002

Kursiv gedruckte Wörter und Sätze sind Originalzitate aus der Studie

Die Studie ist zu Recht in der Reihe „Studien des Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung“ (Band 51, im Campus-Verlag) erschienen und nicht in einer Reihe der Afrikanistik oder Ethnologie, auch wenn sie detailliert und anschaulich Verhältnisse und Historie vor allem des postkolonialen Staates Nigeria schildert.

Sie regt zu grundsätzlichen Fragen an – zur Sicherheitslage wie zur Innenpolitik – und sollte vor allem der ‚linken’ politischen Öffentlichkeit in Deutschland zu denken geben. Man denke nur nicht, dass alles halb so schlimm sei, da der „Scharia-Konflikt“ nun bereits sechzehn Jahre alt ist und das System „Nigeria“ immer noch recht und schlecht funktioniert!

Trotz klarer Struktur, allein aufgrund seiner Fülle an Informationen, lassen sich die einzelnen Aspekte der Problematik kaum isolieren. Ich habe drei Themen ‘filettieren’ können: 1. Die historische Islamisierung der Region ist bereits im Netz (in ‚Heidenmission’, Link), 2. die kolonialen Wurzeln des aktuellen politischen Grundkonflikts, 3. die Übertragung der Überlegungen Harnischfegers auf Europa  und seine Probleme mit dem Islam. Weiterlesen…

“Verantwortung Europas in der Welt” – Bloss Feuilleton!

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Sigmar Gabriel, Wolfgang Ischinger, Christoph von Marschall schreiben in der FAZ (8.9.2018 Nr.209 S.11). SIE MÜSSEN DIE LIBERALE ORDNUNG SCHÜTZEN – Die Alternative zum Weltuntergang heißt Verantwortung, nicht Raushalten. Sie antworten Peter Gauweiler (“Die Kreuzritter der Moderne” FAZ 25.8.2018)
Vergessen Sie diese “Debatte” ! Für mich ist sie bereits gestorben. Die offenen Links hielten gerade mal drei Tage. Neues Spiel, neuer Hype. Nur nicht aufregen.: ‘Berlin’ bereitet sich  auf eine lauwarme ‘Interventions’-Beteiligung in Syrien vor. Das Argumentationsbesteck wird bereits öffentlich desinfiziert.
Hat Trump den wunderbaren Deutschen im Weigerungsfall exorbitanten Strafzöllen gedroht oder will man bloß mitspielen?  Man sieht sich wieder in fünf Jahren bei der Investigativ-Dokumentation.      16.9.18

Ach was. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ‘Syrien’ liegt.  (Vier Wochen später)

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Dank Gottes Hilfe auf der Insel Lampedusa gelandet (Fuocoammare)

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Fuocoammare” , ein Dokumentarfilm von Gianfranco Rosi (I/F 2016), wurde in ARTE am 5.September gezeigt. Er wird erst einmal nicht wiederholt. (offizieller Trailer Link). Es werden aber DVD und Streaming angeboten.

 Ich gebe nur eine Szene wieder, eigentlich nur den Text dieser Szene – zunächst als deutschen Untertitel. Er sollte aber bald ersetzt werden durch die direkte Transkription des nigerianischen Englisch. Die Szene erschien mir als am ehesten greifbarer Moment, bei anderen verschlägt es mir die Sprache. Meine Gedanken sind noch nicht klar, aber sie drehen sich um eine Umkehrung der Perspektive. Lassen auch Sie die Worte erst einmal auf sich wirken!

Fünfzigste Filmminute. Abend im Internierungslager. Der junge Wortführer einer Gruppe von Nigerianern legt im Predigerton Zeugnis ab. Die Gruppe unterlegt seine epische Erzählung mit einer Litanei in der Muttersprache, gegen Ende der Schilderung Rufe und immer lebhafter im Ton:

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Museumsneubau in Frankfurt – Verblendungen statt Waschbeton.

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Das umgebaute Historische Museum Frankfurt in post-faschistischem-proto-chinesischem Deutschland-Stil toppt noch die Altstadtüberbauung vor dem Dom – ihrerseits finsteres Mittelalter, mit den Mitteln deutscher Baumärkte ins Werk gesetzt.

12.Feb.2018 - Gegenüber das einzige Fachwerkhaus - Haus Wertheym - das den Altstadtbrand 1944 überstand.

12.Feb.2018 – Gegenüber das einzige Fachwerkhaus – Haus Wertheym – das den Altstadtbrand 1944 überstand. ( Fotos Gv. Anklicken!)

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Arzt in Afghanistan 1987 (Vortrag)

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Im Dezember 1987 lud die Junge Union des Hochtaunuskreises zu einem Vortrag mit Film nach Usingen ein. Der Vortragende war ein ansässiger Arzt, der jahrelang in seinem Urlaub nach Afghanistan flog, um dort auf dem flachen Land medizinisch zu helfen. Er wollte damit auch sicher gehen, dass die Hilfsgüter bei den Menschen ankamen. Weiterlesen…

Erdbeben in Nepal

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Naturgewalten und Magie  – aus Sicht lokaler Hilfsgeister

 

Der Essay von Freddy Langer in der FAZ vom 30.4.2015 „Doch am Ende ist der Mensch nur ein Insekt“ (Nepal-Am Ende… Mensch…Insekt (pdf) von der faznet-Seite kopiert) hat mich gepackt. Weiterlesen…