Category Archives: HERRLICHE ZEITEN – FRÜHER

Heidenmission? Lieber nicht! Hilft nichts!

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Verfasst  29.6./5.9./ 10.10./17.10. 2018

Literatur

  1. Thoralf Klein: Die Basler Mission in Guangdong (Südchina) 1859-1931, ERGA Bd.3, iudicium München 2002, 48 €
  2. Josef Franz Thiel: Jahre im Kongo – Missionar und Ethnologe bei den Bayansi, Otto Lembeck Frankfurt/M 2001  (augenblicklich um 100€)
  3. Johannes Harnischfeger: Demokratisierung und islamisches Recht – Der Scharia-Konflikt in Nigeria, Studien HSFK Band 51, Campus Frankfurt/Main 2006

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Ein Jahrhundert nach Alekseev – Der ‚alte Greis’ China wird jung, der Westen altert.

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9.7.18 – 9.9.2018
Alekseevs Reisetagebuch von 1907 (Link) macht dem Leser die Probleme Chinas in ihrer ganzen Tiefe bewusst, mehr als Thoralf Kleins Quellenstudie (Link) aus der Perspektive der geistig beschränkten Basler Mission das kann. Denn auf dem Land ging das elende Leben ja irgendwie weiter, wie bereits seit Jahrhunderten.
Nach Alekseevs Eindrücken und Gesprächen 1907 zwischen Peking, Schantung und Sian erschienen Chinas Probleme unlösbar. Wo sollte man überhaupt anfangen? Weiterlesen…

Aus den Kolonien in die Heimat / Deux cartes postales du Maghreb

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Wozu hat man sie denn solange aufbewahrt, doch nicht etwa, um ungelesen in einer Sammelbox zu verschwinden? Der Trödler im Burgund liefert anrührende Schlaglichter auf die Akteure des französischen Kolonialismus, etwa so:

 

Orléansville – Le nouveau Pont sur le Chélif

Orléansville – Le nouveau Pont sur le Chélif

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Eindrücke vom Schwälmer Dorfmuseum, 34637 Holzburg

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Wir waren zu Pfingsten 2018 da. Hier geht’s zur Homepage (Link)

 

Eine umgebaute Scheune !

 

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Das fällt  gar nicht auf wegen authentischer Bauteile  aus abgebrochenen Bauernhäusern, ganz im Unterschied zu ‘modernen’ Museums-Einbauten wie im Historischen Museum, Frankfurt. (Link) Weiterlesen…

Persönliche Abrechnung mit dem Alten Testament (AT)

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Der ursprüngliche Beitrag (März 2000) erscheint überarbeitet mit weiteren aus den vergangenen zwanzig Jahren, die in der jetztigen Situation nicht verloren gehen sollen.

“Persönliche Abrechnungen” sind grundsätzlich ungerecht und tragen wenig zur Wahrheitsfindung bei. Sie spalten, statt zu versöhnen. Ein Thema wie “das Alte Testament” (AT) ist hoffnungslos überkomplex. Doch gottseidank haben wir noch Redefreiheit, so können bei der Gelegenheit vielleicht andere, unerwartete Wahrheiten zutage treten.

Es existiert im heutigen nach-zionistischen Staat Israel ein synthetischer ‘nationaler’ Gründungsmythos, der  Israel ideologisch aus dem modernen westlichen Politikverständnis heraus katapultiert. Weiterlesen…

Wer war Dr. Robert Fließ (1895-1970) ?

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Bereits, als ich im Januar Robert Fließ als Rezensenten von “Gesunde Nerven” (Link und 2. Link), der psychohygienischen Ausstellung im Gesundheitshaus Kreuzberg, Berlin 1929, im Netz suchte, merkte ich, dass er im Schatten seines berühmten und exzentrischen Vaters, dem Mitstreiter Sigmund Freuds, völlig zu verschwinden droht. Dabei wurde er bereits als Kind Opfer des Forschungsdrangs seiner Umgebung und schließlich sogar selber Analytiker. Wenn Sie  selber “Robert” suchen, werden Sie bemerken, wie sehr “Wilhelm” ihn verdrängt.
Was ich damals fand, verschwand aber wieder in einem Anhang zum Beitrag. Es bleibt dort stehen, ich kopple es aber  – hoffentlich besser sichtbar –  als Beitrag zur Biografie von Robert Fließ aus.

Robert Fließ  publizierte am 23.11.1929 in der Vossischen Zeitung eine  Rezension.

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            Sie gefiel mir sehr und ich fragte mich:  Wer war Dr. Robert Fließ?

Ein Studierender gleichen Namens am Berliner Psychoanalytischen Institut wird als „fellow student“ zum Beispiel von Erich Fromm und René Spitz genannt. (The Annual of Psychoanalysis, V.32;  editors: Jerome A. Winer, James W. Anderson, Routledge 2013, Link) . Ein unfertiger en-wikipedia-Artikel (Link) belässt Robert im Schatten seines berühmten Vaters Dr. Wilhelm Fliess, dem engen Freund und Vertrauten von Sigmund Freund. Freud führte z.B. mit seiner Hilfe seine Selbstanalyse durch, die Familien hielten engen Kontakt – bis 1903, als sich die Väter zerstritten.

Einen völlig anderen Zugang bietet  die als pdf erschienene Studie von Lawrence Ginsberg in der Web-Publikation „internationalpsychoanalysis.net“. Es handelt sich um eine für Laien sperrige Zusammenstellung aus verschiedenen Quellen auf 42 Seiten: Kontakte, Zitate und Versuche zur Bewertung, für weitere biografische Forschung bereit gestellt. (Link)

Der Titel „ROBERT W. FLIESS (1895-1970): A Beneficiary and/or Forsaken Casualty of Classic Freudianism? “ – auf deutsch: Nutznießer und/oder verwahrlostes Opfer des klassischen Freudianismus?“ 

Nach der Lektüre möchte ich salopp umformulieren: Ein Heranwachsender inmitten der wilden Jahre der Psychoanalyse, natürlich Opfer einer Umgebung, wie sie Eva Weissweiler in „Die Freuds – Biographie einer Familie“ (2006) detailliert beschrieben hat: verknüpft mit der ‚feudalen‘  Familienstruktur des wilhelminischen Bürgertums eine verantwortungslose Ausforschung der eigenen Kinder aus wissenschaftlicher Neugier, missbrauchtes Vertrauen, die Vermengung privater Beziehungen und Freundschaften mit Theoriestreit und Konkurrenz….Der Autor empfiehlt am Ende seines kurzen Vorworts explizit: Future biographers are likely to reconsider progressions through his professional career as a reputed survivor of child-abuse and/or parricidal-like phantasies. (2) deutsch: „Künftige Biografen werden wahrscheinlich die durch seine Berufskarriere bewirkten Fortschritte Roberts als Überlebender zu vermutenden Kindesmissbrauchs und / oder vatermörderischen Phantasien überdenken“.

Ich stelle im Folgenden bezeichnende Zitate aus den ersten 12 Seiten  zusammen:

Elenore (1974), in an earlier account, portrayed her long-deceased father-in-law as “…charming to patients and acquaintances” while “a tyrant at home.” (6)

By 1982, Elenore (Fließ, Roberts Ehefrau) came to allude about Robert’s early family life as having included “a forbidding father, a subservient mother and meals with the servants“. Eine mochte ihn besonders und kochte seine Leibspeisen.

Elenore (1982, op. cit.) was not known to have ever met Ida Fliess, whom she termed “a Viennese heiress, daughter of a cultured family…an accomplished amateur pianist…gracious hostess” who led a salon in Berlin frequented by musicians, artists and literary figures (8)

In the Fliess’s ‘family myth,’ Freud was known as Robert’s ‘Uncle Doctor’. (3)

Fliess kept a daily record book in which he recorded his firstborn son’s (Robert) every maturation milestone, affliction, and trace of sexual activity’….(4)

We may never become privy (eingeweiht) to whatever childhood and adolescent traumata or abuse Robert may have been exposed to at the hands of either parent. (12

A ‘LONER’ – Robert: “It has taken me time to recognize my isolation as another blessing: I had never to please anyone and have been undisturbed in listening to my own ‘critical institution’…” (5)

Robert leistete im Ersten Weltkrieg vier Jahre Frontdienst, erlitt durch eine ‚Kriegsneurose‘ (shell shock) eine Beeinträchtigung des Gedächtnisses und einen tic bei Belastungsstress. (13) Er studierte anschließend Medizin und war Assistent an der Charité. Er kehrte in die Große Familie zurück. Er wurde selber Psychoanalytiker und begann 1927 die Ausbildung mit der Lehranalyse. Dann – er war 33, starb sein Vater 1928. Damals sprach er auch mit ‚Onkel Doktor‘ Freud über ihn.

Robert’s formal psychoanalytic training began at the Berlin Psychoanalytic Institute shortly after founder Abraham’s early death (1927):“…Karen Horney was there and Ernst Simmel. Ferenczi would have put in guest appearances. But more than lectures, however, what the student groupwould remember was the “Kinder Seminars…” (E. Fliess, 1974, p. 14). (13)

Robert was 37-years of age when he graduated (1932) from the Berlin Psychoanalytic Institute. According to a later account of his wife, he had been employed as: “a medical journalist³ for the foremost Berlin daily.

Diese ‚führende Berliner Tageszeitung‘ war die ‚Vossische Zeitung‘!  Nun erklärt sich der wie eine Fanfare schmetternde Satz mtten in der Ausstellungsrezension:

Und was sagen die Kinder dazu? Man will sie hören. Man hat sie zeichnen lassen. Der Studienreferendar Dr. Fritz (sic!) hat sie zeichnen lassen, die Dreizehnjährigen. Thema: „Erziehungsfehler unserer Eltern“ Ausführung: Sechs reizende Bilder, sämtlich mit Unterschrift. …“ Es lohnt sich, aufmerksam  weiter zu lesen.

Robert wusste, wovon er sprach. Hier ging es um viel mehr als die seelische Not im bedauernswerten Proletariat!  Fast vierzig Jahre später wurde – in Westdeutschland – ‚das Kind‘ wiederentdeckt, zusammen mit den Theorien der Weimarer Zeit. Heute befinden wir uns mitten in irgendeiner Phase einer globalen Erziehungsrevolution. Gut? Ja und Nein. Umwälzung? Aber ja! ‚Psychische Gesundheit‘?  Wohl kaum!

 

So viel für heute! Die fehlenden Übersetzungen folgen vielleicht wirklich noch. 22.5.18

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Das war das 20. Jahrhundert zwischen Kwilu und Kasai – Die PENDE

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Quelle : Z.S.Strother “Inventing Masks – Agency and History in the Art of the Central Pende“, The University of Chicago Press, 1998, cloth & Paperback, xxvii und 348 pp., reich illustriert, Index, im Netz etwa ab 40€

Einleitung

Ausgangspunkt und Ziel der Studie von Zoé Strother

Die Studie erforscht Geschichte und Prozess der Erfindung, Innovation in den Maskeraden und erzählt wie beiläufig die Erfahrung der Pende mit der kolonialen Unterwerfung im 20. Jahrhundert. Weiterlesen…

Paul Flora Cartoons im Nachlass Wiegmann

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Um die fünfzig  aus der ZEIT zwischen 1965 und 1970 ausgeschnittene Cartoons liegen künftig mit dem Nachlass im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt. Weiterlesen…

Wieder ‘jung’ in der ‘Jungen Galerie’ Hamburg 1947

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Zwei kleine Ausstellungsplakate (DIN A 3 und etwas größer) und ein Telegramm von 1947 legen eine Spur nach Hamburg zur ‚Galerie der Jugend’ von Gottfried und Ingeborg Sello. Wiegmann konnte dort ausstellen, und sein Name stand auf den Plakaten

2013 ist beim Ellert & Richter Verlag in Hamburg ein Buch mit Texten des späteren Kunstpublizisten Gottfried Sello erschienen: “Traum ohne Ende – Über die Kunst“. Aus dem schön bebilderten und persönlich gefärbten biografischen Vorwort von Thomas Sello (S. 8 bis 24) beziehe ich die folgenden Informationen und zwei Fotos, eines von Gottfried Sello mit Bernhard Minetti (1948) und eines aus dem Atelier des Malers Skodlerrak (1920-2001) (S. 8/9), der neben Wiegmann auf dem zweiten Plakat genannt wird. Weiterlesen…

Fritz Wiegmann, die Benjamin’s und Fritz Fränkel

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Dies ist der aktualisierte Beitrag vom 25.Juni 2016, übrigens im letzten halben Jahr 100mal aufgesucht

Mieter im Elternhaus Walter Benjamins, Freund der Schwester Dora

 

Magnussen:Benjamin-WohnhausMomme Brodersen, eMail vom 15.4.2012:

Sehr geehrter Herr Graeve, meine Frage nach Fritz Wiegmann steht im Kontext eines geplanten Buches über eine Villa in der Berlin-Grunewalder Delbrückstr., über deren Geschichte und Bewohner. Erbaut wurde diese Villa an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert nach einem Entwurf des Burgenforschers und Architekten Bodo Ebhardt. Ihr erster Besitzer war der Bildhauer Harro Magnussen. Nach dessen Selbstmord erstand der Vater des Schriftstellers Walter Benjamin das Bauwerk, das Mitte der 1930er Jahre dann in einem gewissen Sinne „arisiert“ wurde und im zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer fiel. Weiterlesen…

Bildungspolitik, ein schlechter Witz

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Erst kam im Dezember 2002 die Schülerzeitung “möeh” mit ihrem irgendwo geklauten Witz und dann der ‘Pädagogische Tag” zu “PISA und Lesekompetenz”, zur mangelnden Lesekompetenz, gemeint waren z.B. Telefonbücher und Fahrpläne, der Rest ohnehin. Es war der Moment der Enttarnung der Gängster mit Ärmelschonern in Deutschlands langweiligster Landeshauptstadt. Und der dauerte nicht länger als eine Schrecksekunde. Genießen wir noch einmal den Moment davor! Weiterlesen…

Ausstellung ‘Gesunde Nerven’ Berlin 1929

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Wiegmanns Engagement in der Ausstellung ‚’Gesunde Nerven’ des Gesundheitshauses Kreuzberg (Dr.Bejach) 1929

Dietlinde Peters hat vor ein paar Jahren ein kleines, lesenswertes Büchlein über den Berliner Stadtarzt und Sozialmediziner Curt Bejach veröffentlicht. (Rezension taz 2010) Ich glaube, er war ein Bekannter von Dora Benjamin und wohl auch ihres Bruders, des kommunistischen Arztes Georg Benjamin. (….)   eMail Momme Brodersen 23.12.14

"Gesunde Ne Kopie Weiterlesen…

Erich Wolters in Paris – ‘Schreibübungen’ Wiegmanns

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Erich Wolters ist mir von kleinen Fotos auf einem ausgeschnittenen Albumblatt namentlich bekannt. Im Konvolut des Stadtarchivs Frankfurt finde ich nun vier undatierte ‘Schreibübungen’ Wiegmanns  auf der Schreibmaschine, wahrscheinlich während der Erholung von seiner schweren Erkrankung 1962 entstanden. Sie erzählen von Erich Wolters und unbeschwerten Aufenthalten in Paris, so als ob Wiegmann dem einschlägigen Ruf der Metropole zwischen den Weltkriegen mit weiteren Facetten huldigen wollte. Hier tritt auch bereits Jean-Pierre Dubosc in Erscheinung, der als Diplomat Frankreichs Wiegmann 1936 nach ‘Peiping’  einlädt. Weiterlesen…

Kluger Mann, kluger Film – Peter Brückner “aus dem Abseits”

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Wer waren  sie denn – ich nenne nur Marcuse, Dutschke, Krahl, Enzensberger – dieser ganze bunte Haufen selbsternannter Führer, Berater, Kommentatoren, Vorkämpfer und  neu zu entdeckender ‘Väter’? Man saß ihnen andächtig zu Füßen, so wie das noch üblich war. Erst später hat sich der Nebel gelichtet. Bei mir war die Überraschung groß, wer alles auch unter den Jungen in Amerika gelernt hatte oder im Gegenteil seine DDR-Erfahrungen bearbeitete. Weiterlesen…

Leopolds ‘Kongo-Freistaat’ – Chronik

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VORREDE  Juli 2016 – Ergänzungen Nov. 2017, Sept. 2018

Ich lese nicht zum ersten Mal von König Leopolds Kongo. Warum tu ich mir das also wieder an? Bereits die Lektüre der knapp gefassten, strukturierten und zurückhaltenden Erzählung der schwedischen Ethnologin Kejsar Engholm Friedman ist auf den entprechenden Seiten kaum zu ertragen, die wenigen kunstlosen Fotos mag man nicht ansehen. Weiterlesen…

Conrad v. Hötzendorf, Sozialdarwinist ?

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Unvermutete Wiederentdeckung meiner Seminararbeit vom Sommer 1966 am Institut für Zeitgeschichte in Wien

 Am 2015-02-06 00:46, schrieb Graeve, Detlev von: Sehr geehrter Herr Professor Kronenbitter, heute stoße ich zu meiner großen Überraschung auf die Erwähnung meiner Seminararbeit zu Conrad von Hötzendorf, die ich im Sommer 1966 als Gaststudent an der Universität Wien verfasst und  seither nicht mehr gelesen habe. Leider erlaubt Google-Books keinen Blick auf die Seiten 137 (und  561) von ‘Krieg im Frieden’. Die angezeigten Fußnoten machen mich aber neugierig, in welchem Sinne meine Arbeit Eingang in Ihre Habilitatonsschrift gefunden hat.

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H.-G. Gadamer im Dritten Reich

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„Ihr habt, scheint mir, zweimal versagt, nicht nur unter Hitler, sondern vor allem danach.“ (Hannah Arendt 1965 an Benno von Wiese)

„Platonische Gewalt – Gadamers politische Hermeneutik der NS-Zeit“ von Teresa Orosco (Argument Verlag 1995). Weiterlesen…

Fritz Kramer: Bikini (1946 – 2000)

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Bikini – Atomares Testgebiet im Pazifik/ WAT380-Taschenbuch, Berlin 2000 / Meine Kunden-Rezension bei Amazon 20.10.2013

Dies ist eine Neuausgabe ohne das übrige Autorenkollektiv der achtziger Jahre. Es geht um die amerikanischen Atombombenversuche zu Beginn des Kalten Krieges auf den Marshallinseln und die Verarbeitung der damit verbundenen traumatischen Erfahrungen durch die Bewohner, Weiterlesen…

Portugal 1975 in der Erinnerung (Skizze)

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Re Ex oriente, Minos, 11.5.2013

Lieber Dirk, errichten Sie nur den alten Europäern ihren tumulus*, bevor diese – nicht nur – von der Troika aus ihrem verschatteten Paradies vertrieben werden! Ich war schon Jahre nicht mehr in Lissabon, das letzte Mal kurz nach dem Erdbeben – oder war es ein bloßer Einsturz in der Altstadt?

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ALT-ERNATIVEN : HEINZ SAUER UND ALFRED SCHMIDT

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Ihr Publikum ist  im Durchschnitt so um die Sechzig. Beide sind in ihrem Leben sehr verschiedene Wege gegangen, der Frankfurter Jazz-Saxophonist und der Erbe des Lehrstuhls von Teddy Adorno. Ich begegne ihnen innerhalb weniger Tage, am 13. und 15. Januar 2011.  Weiterlesen…

Ich bin Frankfurter.

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P1170481Bonbonniere

Ich bin Frankfurter. Die angesengte Bonbonniere aus der ausgebombten elterlichen Wohnung (Leerbachstraße) ist mein Bürgerschaftsdokument.

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Der Zeitzeuge ist ein Schamane. (Skizze)

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Der Schamane reist auf eine Anforderung aus seiner Gemeinde hin in einem Ritual in die entfernte Welt der abgeschiedenen Geister. Er versetzt sich dafür in Trance. Die Abläufe und – so welche gesprochen werden – die Worte sind weitgehend festgelegt. Weiterlesen…

1968 – Auch Revolutiönchen fressen ihre Kinder

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27.7.2008

Die kleinen Jakobiner von 1968 haben die studentischen „Massen“ in die Polizeiknüppel getrieben und überhaupt als Rammbock ihrer Utopien verstanden – Man kann das auch in den veröffentlichten Reden Rudi Dutschkes nachlesen, die „damals niemand“ gelesen hat, ich auch nicht.

Ebenso fanatische, aber im Stillen wirkende Leute nutzten wiederum diese ganze Jugendbewegung à la longue als Schlägertruppe und Abrissbirne für störende Traditionalismen. Weiterlesen…

„DAS NETZ“ von Lutz Dammbeck (UNA-Bomber)

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 Ein Film und ein Schlüsselerlebnis

 Zur Erinnerung: „Der sogenannte Unabomber Theodore Kaczynski (*1942) verübte über 17 Jahre hinweg Briefbombenanschläge auf Wissenschaftler. Der Film begibt sich auf die Suche nach den Motiven des Täters und beleuchtet die gesellschaftlicen Einflüsse, die auf Kaczynskis Generation wirkten.“ ( arte-Magazin 6/o6 )

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Ausgerechnet TRAUMFABRIK KOMMUNISMUS (Schirn Kunsthalle)

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UdSSR als Freakshow in der Schirn für sieben Euro wie auf dem Rummelplatz.

Die Eingangsinszenierung  ist genial, sie erschlägt: Roter Teppich. Gruftig, sage ich spontan. Und das war noch vor kurzem der Raum von Matisses farbigem Blätter-Altar!

Eins folgt dem Anderen im Schirn-Karussell. Die Besucher gehen stumm herum, wenn sie nicht eine vorgestanzte Nische zum Absitzen nutzen.  Weiterlesen…

Wettbewerb der Diktatoren : Franco gegen Pinochet

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Franco der Vollstrecker, der Kreuzzügler, der Terminator der spanischen Rechten, der das  Blutvergießen (sagt Brenan!) ein für alle Mal beenden wollte, die ewigen Feinde ausrotten wollte. Kalten Blutes. Konsequenter Erbe der beklagenswerten politischen Kultur des Landes. Weiterlesen…

‘Glück in zwei Welten’ – Fritz Wiegmann

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Annäherung an den Künstler und Sammler Fritz Wiegmann, der mir China zwischen 1969 und 1973 nahegebracht hat. Für das Katalogbuch der Ausstellung:  „Bilder vom Glück – Chinesische populäre Grafik aus dem 20. Jahrhundert“, Museum der Weltkulturen Galerie 37, Frankfurt am Main 2002 habe ich eine biografische Skizze unter dem Titel ‘Glück in zwei Welten. Annäherung an den Künstler und Sammler Fritz Wiegmann’ verfasst.       Manuskripttext ohne Illustrationen.

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Postwurf betr. ‘Körperwelten’ (von Hagen)

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ANYTHING GOES:  PLASTINAT … and more

Liebe Kollegen, als ich durch Schüler von der Wiederholung des Mannheim-Ausflugs erfuhr, kam mir allmählich Ärger hoch: Ich hatte  gehofft, am kommenden Pädagogischen Tag  Biologen, Sport-, Kunst- und  Ethik-Lehrer darüber diskutieren zu sehen. Ohne eigene „Erfahrung“ vor Ort wäre ich ja davon ausgeschlossen gewesen.   Weiterlesen…

„Auschwitz“-Gedenktag an der Schule?

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Paper “für die nächste Fachkonferenz Gemeinschaftskunde”    Stand: 28.1.97

Meine kontroverse Position inhaltlich vorstellen: Ich bin gegen eine Gedenk-Veranstaltung, weil sie Zwängen unterliegt, die dem Fachunterricht fremd  sind, indem sie die Verarbeitungsformen einengen. Weiterlesen…

Dumme Gedanken zu Lehrer Mao

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Rede zum 20. Jubiläum der Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft Frankfurt am 18. März 1994

Ich habe für den heutigen Abend alte Texte und Notizen wieder gelesen und stelle fest: meine Überzeugungen und Ansichten von damals erscheinen mir überhaupt nicht peinlich oder lächerlich, sie haben auch heute noch nichts zu tun mit Rotem Osten und Großem Steuermann. Doch sind die siebziger Jahre sehr weit weg, Weiterlesen…

Arbeitsklima an der Altkönigschule 1982 (Pf)

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Es ist ein Dokument des Unbehagens über die geistigen Enge und die Restriktionen der Schulleitung und gleichzeitig ein Dokument innerschulischer Diplomatie. Die Personalversammlung hat stattgefunden, es wurde diskutiert…  Geändert hat sich wenig, weil die Mehrheit der Kollegen Bildungsbuchhalter und Unterrichtsbeamte waren und bleiben wollten. – Ich habe die Rechtschreibung angepasst.      Herzlich, Paul       10.2.2015 Weiterlesen…