Archiv des Autors: dvg

Marie-Alain Couturier (*1897) and the destroyed fetishes (1951)

|

May 25, 2016 |GERMAN (LINK) dvg

Brother Couturier regrets the role of the Catholic mission in the destruction of pre-colonial culture, but has more to say. >>

Flusser wäre dieses Jahr Hundert geworden ….. Hausarrest (FS 29)

|

FLUSSER STUDIES 29 (LINK)    ” Part I: Vilém Flusser May 1920 – May 2020 = 19 BEITRÄGE

MEIN IMPULS

Detlev von Graeve
Flusser wäre dieses Jahr Hundert geworden und die Menschen haben Hausarrest

Was ist da angemessen? – Schließlich ist der Jubilar bereits tot; vor vier Jahren begingen wir sei-nen 25. Todestag – Pietät? Äußerungen der Dankbarkeit? Anekdoten? Erinnerungen an voraus weisende Gedanken? Noch eine Ehrung mehr? Vorsichtige Korrekturen? Was kann ich überhaupt den Menschen vermitteln, die wie ich Vilém Flusser wertschätzen, aber vielleicht anders? >>

Die Alten sind nicht so ‘pink’ wie im Weltkulturenmuseum! AKTUELL

|

Veröffentlicht am 9. Dezember 2018       Stand des Nachdenkens am 11. 4. 2020 /24.5.2020

Nachdem ich mich notgedrungen länger mit “Kolonialismus” und “Unser Denken dekolonialisieren” beschäftigt habe, bin ich zu der Ansicht gekommen, dass wir alten Menschen in der Ausstellung echt “kolonisiert werden”. Es ist ja ein Irrtum zu glauben, “Kolonisierung” sei eine klare Sache mit definierter Front. Nein, sie kennt viele Überläufer und Profiteure unter den “Kolonisierten”. Chancen eröffnet sie den einen, nimmt sie anderen. Schon deshalb finden Kurator*innen mühelos Mitmacher, Vorzeige-Individuen, Kreative und heute natürlich Influencer, die Grey ist the New Pink” verkörpern wollen.

So wie es mir und meinesgleichen heute ergeht, so erging es “1968” den Kriegsgenerationen mit der Generation der “Achtundsechziger’. Ihre bitteren und ihre desillusionierenden Erfahrungen konnten sie nicht vermitteln. Und entsprechend ihrer Sozialisation haben sie fast immer geschwiegen. Heute müssen wir das doch nicht.

complex image

Vasiliy_Ryabchenko. Susanna and_ the_elders_1989.jpg

Nicht erst mit der ‘Pandämie’ wird ein abstrakter Anspruch auf Lebensverlängerung über jedes Maß hinaus stärker im Blick auf die sie finanzierenden Generationen in Zweifel gezogen.  Ihre eigenen  ‘Wertvorstellungen’ politisierend,  haben die ‘uns repräsentierenden’ Eliten das in Selbstermächtigug für un umstößlich erklärt, im Einklang mit  morbiden Staatskirchen und interessierten Wirtschaftszweigen. Die wirtschaftlichen und sozialen Kosten werden nach dem shut-down nicht mehr vernachlässigt werden können. Die uralte Frage nach sinnvollem Leben und würdigem Sterben lässt sich auf Dauer nicht unterdrücken. Wenn mir jemand beiläufig erklärt, dass die über neunzigjährige Mutter “ein wahrer Cyborg” sei, und wenn gleichzeitig Pflegekräfte aus ärmeren Ländern angelockt werden, wenn es an Landärzten und Kinderärzten mangelt und man in vielen Ländern der Welt ohnehin schlechte Karten hat, dann stimmt doch etwas nicht mit der angeblich hohen Moral unseres Gesundheitssystems! Ich möchte heute meine Schicksalsgenossen daran erinnern:  “Das Alter ist die wichtigste Todesursache” (Hausarzt). Und:  “Dass ein Leben ein Recht auf Leben impliziert, ist undurchführbar” (H.Blumenberg “Die Vollzähligkeit der Sterne” 1997, S.95), auch wenn wir das selber gerne hätten.

*

In “Grey ist the New Pink” (Link) spendet das Weltkulturenmuseum, Mainhattan mit einem Augenzwinkern Trost.

Dies ist ein Offener Brief an die sprichwörtlichen “schrecklichen Enkel” des Vilém Flusser (Link: S.28/29), die überall das Ruder in die Hand genommen haben. Die setzen sogar eine ethnologische Ausstellung  über die Alten in die Welt und erzählen dabei etwas von ‚Momentaufnahmen des Alterns’.        Links: FAZ.net und SWR

>>

Maquette de Piroque DOUALA – l’Acquisition et cetera…

|

5 avril 2020 | dvg

Dans la version originale allemande, une courte histoire des Douala au Cameroun constitue la première partie, qui touche des aspects très différentes: les conditions naturelles, la situation géopolitique depuis 1500, l’économie des Doula, le statut des esclaves, l’histoire de la colonisation sur les rives du Wouri, le rôle des marchands blancs, missionnaires et représentants de la puissance coloniale depuis 1884, les conséquences de la christianisation et la situation post-coloniale.
J’ai eu moi-même besoin de cette orientation, qui peut toujours être améliorée. Je m’efforce de maintenir l’équidistance de l’historien sans m’impliquer dans le conflit des partis idéologiques. Pour le moment, c’est le LIEN vers la version allemande.    24-05-2020

 

PREMIÈRE VUE

Le modèle de bateau d’un mètre de long, que vous voyez devant un mur blanc lors d’un long voyage avec une destination inconnue, a tout pour plaire. Il s’agit d’une composition en deux parties composée de nombreuses pièces en bois qui ont été assemblées et clouées et qui a environ cent ans. La moitié arrière représente une pirogue (pirogue, canoë, pirogue), qui a toujours été un moyen de transport indispensable dans le delta du Wuri – la moitié avant rappelle le bec du Douala attaché pendant la guerre, le commerce, les courses de bateaux festives, mais est extrêmement agrandi et ” baroque dans le symbolisme. >>

Delcommune vs. Boma – Storms vs. Lusinga (Tervuren, ARTE)

|

18 mai 2020  |  VERSION FRANCAISE  |  Version allemande > LINK

DEUX ASPECTS D’ UNE “ARTE ” RÉPORTAGE  SUR LA «DÉCOLONIALISATION» DU MUSÉE TERVUREN >>

Arte-Feature vs. Tervuren – Delcommune vs. Boma – Storms vs. Lusinga

|

10. Januar bis 18. Mai 2020

EIN ARTE-FEATURE UNTERNIMMT DIE ‘DEKOLONIALISIERUNG’ DES MUSEUMS IN TERVUREN

Das Museum wurde Ende 2018 nach fünfjähriger Rekonstruktion eröffnet. Es war offensichtlich, dass das Tervuren-Museum unter feindlicher politischer Kontrolle stand und den Erfolg eines fünfjährigen “Reinigungsprozesses” nachweisen musste.

Im Oktober 2019 sah ich dann einstündiges Feature, das  vom belgischen Fernsehen für ARTE produziert wurde: “Totems und Tabus – Belgiens Kolonialmuseum”. Wer das neue Tervuren repräsentieren durfte, demonstrierte eine austarierte neue Eintracht – nicht nur von Flämisch und Wallonisch – wohl um den Werbeeffekt nicht zu untergraben. Ich konnte meinen ersten Eindruck nicht verifizieren, da der Film schnell aus der ARTE-Medienbibliothek verschwand und ich nur ein paar Screenshots aufnehmen konnte. >>

Chéri Samba trifft Werke “schöpferischer Ahnen” bei Han Coray

|

In ihrer Ausstellungsrezension von “Fiktion Kongo” machte Maria Becker (NZZ,29.1.20) eigens auf das Bild aufmerksam, das im Katalog die Nr.1 trägt, aber dort unübersetzt allein für sich sprechen muss. In einem handgeschriebenen Text im Bild schildert der Volksmaler aus Kinshasa seine Begegnung  mit traditionellen afrikanischen Holzskulpturen in den Räumen des Völkerkundemuseums der Universität Zürich. >>

Kongolesen in der globalen Kunstwelt – Sandrine Colard („Fiktion Kongo“)

|

 

Wenn Sie für das abschließende Interview nicht mehr Zeit und Lust haben, so weit hinten ab Seite 307 im Katalog “Fiktion Kongo” ( Rietberg Museum Zürich 2019), ändert sich das, wenn Sie erst das auf einen Espresso gekürzte Protokoll gelesen haben! (Kursiv bedeutet wörtliches Zitat) >>

Fotograf Robert Frank – Ein Produkt der Klassiker-Maschine 

|

Tagebuch: 1.1.19      Upload: 2.5.20

Das Biopic, über das er selbst mitbestimmen konnte, ist das Gegenteil von ‚Klassiker’. Man sorgt dafür, dass jedes einzelne Foto vom nächsten verdrängt wird. Wenig Selbstvertrauen. >>

Der Ethnologe als ideeller Faktorist . Streichhölzer

|

Die_Gartenlaube_(1884)_b_613_Faktorei Aquastadt, Cameroon-River

>>

Hans Himmelheber im Kongo (Rietberg) – plus Version en francais

|

Upload   7.April, Version francaise (darunter angefügt)  2.Mai 2020

Was kann aus dieser zwiespältigen historischen Figur Himmelheber in einer durch “Kolonialismus”-Debatten bestimmten Zeit noch werden?

Die Frage bildete wohl den unausgesprochenen Hintergrund des Ausstellungsprojekts  „Fiktion Kongo – Kunstwelten zwischen Geschichte und Gegenwart“ im Museum Rietberg in Zürich von November 2019 bis März 2020 (Katalog CHF 49.-)

>>

Duala (3) – Beschreibung und Deutung des Bootsmodells

|

 

     “Kriegscanoe der Dualla in Kamerun”  1884

Duala_war_canoe 1884,   Scan from Middlemen of the Cameroons Rivers: The Duala and Their Hinterland, c. 1600–c. 1960 by Ralph A. Austen and Jonathan Derrick. Originally from  Die Gartenlaube: Illustriertes Familienblatt, vol. XXXII, no.37 LINK. Based on an original photograph. en.wikipedia  –  Der Holzschnitt illustriert  einen 18-Seitigen Artikel über “Deutschlands Colonialbestrebungen. Deutsche an der Westküste von Afrika,” der kolonialpolitisch bescheiden auftrat und die Bestrebungen vom Handel her schlüssig begründete. >>

‘Fotografen stehlen Seele‘ ? – Das ethnographische Foto

|

A                       19.7.2018            

Ich habe auf academia.edu eine interessante Studie gelesen: Zoé S. Strother. ’A Photograph Steals the Soul’: The History of an Idea.

In: Portraiture and Photography in Africa, ed. John Peffer and Elizabeth Cameron. Bloomington: Indiana University Press,2013,177-212     (Frobenius-Bibliothek :  Af I 2698) >>

Duala (2) : Erwerb und Kontext des Bootsmodells

|

ERSTER EINDRUCK

Das Bootsmodell von einem Meter Länge, das Sie vor einer weißen Wand auf großer Fahrt mit unbekanntem Ziel sehen, hat es in sich. Es ist eine zweigeteilte Komposition aus vielen zusammengesteckten und genagelten hölzernen Teilen und etwa hundert Jahre alt. Die hintere Hälfte stellt eine Piroge (pirogue, canoe, Einbaum) dar, das im Mündungsdelta des Wuri seit jeher unverzichtbare Transportmittel –- die vordere Hälfte erinnert an den bei Krieg, Handel, festlichen Bootsrennen aufgesteckten Schiffsschnabel der Duala, ist aber extrem vergrößert und ‚barock’ in der Symbolik.

Ich suche überall nach einem zweiten Exemplar, bisher vergeblich. >>

Duala in der Geschichte Kameruns – Hintergrund des Bootsmodells (1)

|

Vorbemerkung:

Die Textzusammenstellung erhebt keinen streng wissenschaftlichen Anspruch. Ich habe mich vom erworbenen Objekt aus in verschiedene Themen eingelesen. Je mehr ich las, desto deutlicher traten Lücken und Unstimmigkeiten zwischen den Darstellungen hervor. Außerdem waren Übersetzungen nötig. Inhaltliche Überschneidungen konnte und wollte ich nicht vermeiden. Ich denke: Für das Verständnis eines so interessanten historischen Objekts wie des Modells einer Piroge der Duala, ist ein fehlerhaft gezeichneter Hintergrund besser als gar keiner.

In einem zweiten Beitrag schildere ich den Erwerb und diskutiere Herkunft und Kontext des Bootsmodells (LINK). In einem dritten folgen Objektbeschreibung und Deutungsversuche (LINK). Ein Freund hat vorgeschlagen, mit dem zweiten Beitrag zu beginnen. Warum nicht? >>

„Die ersten Israeli“ lesen, aber auch “Die ethnische Säuberung Palästinas”, jetzt!

|

Upload 20. Juli 2018 +  Erweiterung 15. April 2020

Das  aktuelle “Nationalstaatsgesetz” der Knessetmehrheit empört wieder einmal die zugleich bedingungslosen  und  verfassungstreuen deutschen Freunde des Staates Israel. Typisch für deren extrem verkürzte Sicht auf die 70 Jahre Staatsgeschichte Israels ist der heutige Kommentar in der Süddeutschen Zeitung (SZ.de 19.7.2018) :

>>

“Schweizer Sapeurs” erstürmen die Fiktion des Kongo auf dem Rietberg

|

ACTION!

Vier Schweizer Sapeurs stürmen am 29. Februar 2020 den Rietberg, Schatzkammer der nach Europa entführten Hoch-Kulturgüter. Süffisant und muskulös erobern sie den gepflegten Kunstsaal für sich, außerdem ein Schlagersänger. Man kann sagen: Wenigstens sie haben es in den gesellschaftlichen Olymp geschafft. Fünftausend Meilen weiter südlich treten ihre Brüder (und Schwestern) vor ihre Baracken und Häuser in Kinshasa oder Lumumbashi, hinaus auf die staubige Gasse ihres Viertels, um zu flanieren, als Musiker aufzutreten oder an einem Schönheitswettbewerb teilzunehmen, oder auch nur, um an ‘des Kaisers neue Kleider’ zu kommen. >>

„Wenn es mir doch gruselte….!“ Flusser zum Hundertsten

|

 

Wenn Vilém Flusser schrieb: Wir bauen uns nach Belieben eine Geschichte, wir sind mit unseren Fingerspitzen spielerisch kreativ. Dafür steht uns alles digitalisiert zur Verfügung, was frühere Zivilisationen geschaffen haben, wir brauchen keine Lehrer mehr ….. kam mir das Gruseln.
>>

Wer knackt Vilém Flusser im Interview? Etwa Klaus Nüchtern? Und wozu?

|

EIN EXTRA ZUM 100. GEBURTSTAG

Nach der Veröffentlichung in der Wiener Stadtzeitung „Falter“ 1990 befand Vilém Flusser: “das erste Interview, das mich wirklich wiedergibt.“

 „European Photography“ von Andreas Müller-Pohle veröffentlichte es 1991 als „Vilém Flusser – Ein Gespräch“ ein zweites Mal und setzte den Interviewer Klaus Nüchtern oben auf die Titelseite, dort, wo normalerweise der Autorenname steht.

>>

Was ist gegen den Missionskaufmann Fincke einzuwenden?

|

 

Diese Frage stellte ich mir und meinen Abiturienten bereits in den 1990er Jahren. Der Fachbereichsleiter äußerte zwar Bedenken, aber stellte sich nicht in den Weg und das Kreisschulamt in Bad Homburg gab dem Prüfungsvorschlag sogar gegenüber einem anderen den Vorzug, wenn ich mich recht erinnere.

Damals stand das Thema “Kolonialismus” noch ganz am Rande des Geschichts-Curriculums und war kein Thema der ‘veröffentlichten Meinung’, wie man damals bereits öfter zu differenzieren Anlass hatte . Ich hatte den Text in einer antiquarischen Publikation der “Missionskonferenz des Studentenbundes für Mission in Halle/Saale” (Berlin 1913)  gefunden und auf optimale Prüfungstextlänge gebracht. Die Beiträge vertraten geografisch und thematisch ein breites Spektrum. In Erinnerung sind mir der Vortrag eines Missionars bei den Ewe im heutigen Ghana; der die Mythologie dieses Volkes in Deutsch und Ewe publiziert hatte, sowie der Frau einer Missionars bei den Damara im heutigen Namibia, die ihre Probleme mit der ortsüblichen Hygiene (Verwendung von Kuhmist) und der ‘peinlichen Neugier’ der Frauen schilderte. >>

Ahnenfigur der Mitoko (R.D.C., Region Maniema)

|

 

Radikal in den strengen Proportionen und der Schlichtheit.

Objektdoku

 

Schreinfigur, 56 cm hoch. Oberfläche, Gewicht. Kernholz perfekt gehauen, wenig geglättet. Das Gesicht ist streng, die Haltung aktiv. Der freistehende Bart vor einem senkrechten Brustbereich und die durch einen schmalen Oberkörper (tiefer als breit) deutlich vom Rumpf abstehenden Arme vermitteln ‚reine’ Energie, nicht Muskelstärke wie bei einem jungen Mann (Figur der Lwalwa, Link). >>

Frankfurter Flohmarkt am Nordufer! Bis August ist er ruiniert.

|

Frankfurter Flohmarkt am Nordufer! Sobald wie möglich zurück auf die Südseite, Schaukainkai! Man darf nicht bis August warten. Bis August ist er ruiniert.

Bis  einschliesslich 30. Mai ohnehin abgesagt!    Quelle: frankfurt-tourismus.de (LINK)       20.3.

>>

Falsche Beobachtungen? Dumme Fragen? Unnütze Aufregung?

|

16.1.2020 Leserbrief an die FAZ :  Kritik am Angebot der Rubrik “Natur und Wissenschaft”
Ich lese seit Jahrzehnten die Seiten „N“ und verwandte sie auch gern im Oberstufenunterricht (Ethik). Das lag auch an der Sprachkultur. Im Unterschied zur damaligen FR wurde nicht einfach akademische Essays unbearbeitet über eine oder zwei Druckseiten gekippt, sondern der Kern der jeweiligen Frage fachjournalistisch zubereitet. In den vergangenen Jahren hat sich der Umfang von „NuW“ leider zweimal verringert. Damit muss man leben, aber in der letzten Zeit scheint mir auch der Inhalt immer dünner und in die Abteilung ‚Vermischte Nachrichten’ abzugleiten. Dabei sollte man fordern: Nur noch das Wichtigste!
Zwei Ausgaben sollen meine Kritik illustrieren.
„Kein Ende des Organmangels“ (8.1.20, N2 scheint Bezug zu nehmen auf einen entsprechenden transplantations-lobbyistischen Artikel im Feuilleton ein paar Tage zuvor. Das ist aber keine Debatte. Daneben standen isoliert ein paar Krümel aus der Forschung „Hält dein Seil?“ oder „Vegane Fehlerkultur“. Vielleicht werde ich ja immer dümmer, aber ich fand schon den Titel verdreht: statt einem orientierenden Eingangssatz über den Forschungskontext „Mutation“ das (un)geistvolle Wort ‚vegan’.
Am 31.12.19 wurde schon unter dem sibyllinischen Titel „Kann man politisches Vertrauen bauen“ der „Blockchain“-Experte Jason Potts befragt zu „noch in einer frühen Experimentierphase“ befindlichen Anwendungen der Technologie in der politischen Sphäre. Im Ergebnis, versichert er hemdsärmlig, bekämen Regierungsapparate mehr Freiräume für wesentliche Aufgaben. Kommt dieses „Interview“ nicht zehn Jahre zu früh? Es ist unausgegoren und nutzlos.
Ein drittes Beispiel, meinem Bereich näher liegend: „Papers sind geduldig“. Auch ich bin häufiger „zu Gast“ bei academia.edu (8.1.20 N3). Ich bekomme von deren ‚Algorithmus’ Lesevorschläge aufgrund vorhergehender Downloads. Ich lachte anfangs noch, wenn es gleich ein „bulk“ dreißig angeblich passenden Artikeln aus aller Welt sein sollte, der mir Wochen weiterer Recherchen zu ersparen versprach, aber das wäre dann ja schon kostenpflichtiges „Premium“ gewesen, also harmlos. Und es gibt die Antworttaste mit der Frage: „Ein guter Vorschlag?“, um weitere abzuwehren. W.Kemp spekuliert von „Utopie“ und „vielleicht die reine Digitalität zu fassen“, vom digitalen Unbewussten“, von den ‚Heroen’ W.Benjamin und Mc Luhan und vom „offenem Kunstwerk“. Seine Beispiele sind blutleer, schon weil er nicht Seiten und Namen nennt. Welchen Zeitungsleser soll das Raunen auf der spekulativen Couch interessieren?
Dass „mit relativ wenig Forschung“ auch akzeptable Paper“ erstellt und hier publiziert werden – ein Eindruck, den ich teile – hängt von den Autoren ab, und die kann man kontaktieren und ihnen „folgen“ will oder nicht. Man muss sie ja nicht lesen, wie der Artikel auf N4 („Wie weit darf Verfälschung gehen?“) in vergleichbaren Fällen vorschlägt. Über academia.edu führen viele Wege in die reale Welt wissenschaftlicher Forschung, an Institute und zu lohnendem Austausch mit unterschiedlichen Autoren, zu ‚Grünschnäbeln’ wie zu Experten. Es ist eine „Kontaktseite“. Der beklagte Konformismus der angebotenen „Papers“ hat natürlich mit der ‚personalisierenden’ Orientierung an meinen vorigen Downloads zu tun und mit dem globalisierten Angebot.
Der Konformismus („ziemlich konform“) in den kulturwissenschaftlichen und „sozialpsychologischen“ Sektoren spiegelt in meinen Augen vor allem den Einfluss von Moden, political correctness und zunehmenden Konformismus in der Universitätsausbildung und in den – die raren Jobs anbietenden – Kulturinstitutionen. Beunruhigend an academia.edu finde ich die gefühlt hundert Seiten ihrer zudem fremdsprachlichen Geschäftsbedingungen, die mich von weiteren Uploads abhalten.
Am 16.1. durch Bundestagsbeschluss überholt, darum habe ich den vorbereiteten Leserbrief nicht abgeschickt, doch man wird es wieder versuchen!  –

Zum Artikel „Die geringere Zumutung“ von Philosoph Nikolaus Knoepffler und Chirurg Utz Settmacher Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8.1.2020, S.9 (Feuilleton)

Kurzfassung:

Wir sind hungrig auf Transplantationsorgane und fordern die bequemere „Widerspruchslösung“

Zwei Experten betätigen sich als Propagandisten, um die Leser von weiteren Eingriffen in das Sterben zu überzeugen. Sie behaupten, dass ihr Pool über mehr geeignete Organe verfügen wird, wenn die Duldung einer Entnahme von Organen auch in Deutschland „Normalität“ wird. Dazu versuchen sie, das Problem auf die Frage der „Zumutbarkeit“ der Beschaffung einzuengen. Sie setzen „Duldung“ mit „Spende“ gleich und versprechen zudem einfachere „Angehörigengespräche“, das sei doch für beide Seiten „humaner“. Dabei sind Sorge und Rücksichtnahme auf Patienten und Angehörige im Gesundheitssystem zur Farce geworden. Sie werden in der Praxis kaum vergütet, während immer teurere technische Apparaturen und Anwendungen Geld bringen und das Sozialprodukt mehren.
Zwar wird von den Autoren das „Mephisto“-Urteil des Verfassungsgerichts soweit zitiert, „dass die Menschenwürde nicht mit dem Tod endet“, aber das soll zwar für das „Persönlichkeitsrecht“ eines Verstorbenen gelten, etwa gegenüber einem Biografen, aber nicht für seinen Leib. Denn man konstruiert einen „kategorialen Unterschied zwischen der Würde der Lebenden und der Würde der Toten“. Der eben noch unter uns lebende potentielle „Spender“ wird umstandslos seiner integralen „Menschenwürde“ entkleidet und bekommt eine eingeschränkte „Würde des Leichnams“ übergestreift, flatternd wie ein Patientenkittel. „Der Ganzhirntod ist mit einer inneren Enthauptung vergleichbar.“
Eilfertig betonen die Autoren, es seien „keine Nachteile für die Ablehnenden“ zu erwarten, wo ihre Ablehnung sie dauerhaft im System begleiten wird! Man muss nicht in die VR China schauen, um zu erkennen, was auch in Europa droht.
Und nehmen wir einmal an, von der Angebotsseite her könnten alle Transplantationswünsche erfüllt werden, dann kämen bereits die nächsten systemischen und „ethischen“ Probleme, etwa eine Beschränkung der Empfänger wegen für die Gesamtheit der Versicherten untragbarer Kosten.
Wo es um so persönliche Dinge wie Leben und Sterben in Würde geht, wagen es elitäre Mitglieder akademischer „Ethikzentren“, aus dem juristischen Begriffsreservoir und willfähriger Medizinstatistik sogenannte „Kriterien“ zu destillieren, die anschließend mit staatlicher Sanktionsgewalt versehen werden. Für das breite Publikum werden dreist die – durch häufige Verwendung ausgeleierten – Parolen „Solidarität“ und christliche „Nächstenliebe“ mobilisiert.
Dass nach ihren medizinischen Verbrechen im 20. Jahrhundert – nicht nur in Deutschland – die Mediziner als Berufsgruppe ihren „humanitären“ Anspruch immer noch öffentlich vor sich hertragen dürfen, sehe ich als andauernden Skandal. Ähnliches gilt für ‘die furchtbaren Juristen’ (des ‘Dritten Reichs’ und danach). Damit sollte sich vielleicht der Philosoph und Dekan auch noch einmal beschäftigen. Akademische Historiker sind leider zu diskret.

 

4.1.2020   Wer stoppt die ‘nützlichen Idioten’ einer forcierten Digitalisierung?
Während man den Bürgern noch den Umgang mit Behörden über die App des Smartphone als verlockend darstellt, werden in Hessen getrade mal ein paar Stadtverwaltungen und eine Universität (Gießen) erfolgreich ge’hackt’ und für einige Zeit außer Gefecht gesetzt.
Und wie lautet die Antwort darauf? ‘The Game Must Go On’, also Versprechungen weiterer Aufrüstung und eines  Ausbaus der notorisch unterbesetzten Cybersicherheit. Dabei muss jeder wissen, dass “Wettrüsten” eine schier endlose und immer teurere Spirale in Gang setzt.
Was war so schlimm am Papierverbrauch für den Schriftverkehr mit der Obrigkeit ? Mit dem Wechsel des Mediums haben sich doch nur die Formen der Unterwerfung geändert, oft sogar verschärft.  Auf jeden Fall muss man nach den Profiteuren fragen und nach ihren ‘nützlichen Idioten’ (Lenin) in den Verwaltungen.
Die Perspektiven für den privaten Internetnutzer verfinstern sich. Selber in seinen Aktivitäten immer umfassender durchleuchtet, bleibt er (oder sie) immer häufiger in immer höheren ‘Fire Walls’ und in Bezahlsystemen hängen. Wiederholte Daten-Lecks und immer raffiniertere ‘Viren’ und ‘Trojaner’ lassen Dienstleistungen ausfallen, auf die man sich früher verlassen konnte. Wenn gefälschte Adressen nur noch für Experten erkennbar sind und ein einziger Mausklick bereits Datendiebstahl und Erpressung das Tor öffnet, ist der ‘Nutzer wider Willen’ unübersehbaren Risiken ausgesetzt ( > ein aktueller Link zum Thema ‘Emotet’, hr info ‘netzwelt’-Interview). Sobald man aus dem Netz aussteigt, ist man abgemeldet, kann man sich wohl bald die Kugel geben.

 

WELT-BIODIVERSITÄTS-BERICHT

Kommentar zum Bericht in der FAZ vom Mai 2019 in der Rubrik „Natur und Wissenschaft“
Die Pointe war:
„Die Biodiversitätskonvention (Rio 1992) ist immer im Schatten des Klima-Themas geblieben, mit mäßigem Erfolg …. die Kohlendioxidemissionen wachsen und wachsen. Sie hat bis zu diesem Montag weniger Schlagzeilen gemacht und noch seltener die Mächtigen der Welt beschäftigt. Von der Konvention gegen die Wüstenbildung wissen überhaupt nur Experten.“
Bevor man sich zu den „Auswege(n)“ weiterleiten lässt, empfiehlt es sich innezuhalten und zu fragen:  Was macht den Unterschied für die Menschheit zur früheren Klimageschichte?
Die  Antwort des Autor: „.. der Klimawandel wird uns doppelt und dreifach zusetzen .“ (1.Sp.)
Ja,  wegen der extrem verkleinerten traditionellen „Auswege“ der Wanderung und Flucht:
Für die paar tausend Jahre des Neolithikum galt immerhin, dass zwar ‚Reiche’ in dramatischen oder stillen Katastrophen untergingen, aber Menschen auswandern und irgendwo auf bescheidenem Niveau neu anfangen konnten. Dafür ist künftig kein Platz mehr (Desertifizierung, Überflutungsgebiete…)
Die traditionellen individuellen Chancen der Anpassung sind für das Gros der verstädterten und entwurzelten, in beiden Fällen von hochkomplexen Systemleistungen abhängigen Menschen verschwunden.
Ich nenne als weiteren Grund – wenn es den noch brauchte – die von Kapitalinteressen gesteuerten technologischen Lösungswege.
Die Autoren fordern eine „Rechte-Revolution“ ein, die bewirken soll, dass durch eine echte weiträumige „Renaturierung“ , „Naturschutz“, zugleich der „Klimaschutz“ verbessert wird, weil darin neue CO2-Lager entstehen. Das ist nur theoretisch eine Lösung. Denn sie finden keinen ehrlichen Treuhänder. Sie erkennen darin das „Gefangenendilemma“ der Spieltheorie, kurz gesagt: Den Schaden haben systemisch nicht die Verursacher, die Folgen treffen die Falschen. (4.Spalte)
Das gemeinsame existentielle Interesse, das Gemeinwohl wäre treffend als herrenloses Gut charakterisiert. Was man im ‘finsteren’ Mittelalter „Allmende“ nannte, trug das mittelalterlicher Dorf Verantwortung, und später der Grundherr, der die Bauern daraus vertrieb. Wir suchen vergeblich einen politischen Souverän, wie alle vormodernen Staaten ihn besaßen und dessen Nachruf die bürgerliche Gesellschaft  als „Absolutismus“ oder „Despotie“ systematisch beschädigt hat, zumindest als „Polizeystaat“. Wenn die Fürsten ihre Territorien als eigenen Besitz bewirtschafteten, so waren deren Ressourcen doch nicht als herrenloses Gut schutzlos. Und ihre Stände und Untertanen hatten in Europa genügend Sonderrechte („Privilegien“), um dem „Souverän“ Grenzen zu setzen.
Die zerstrittenen politischen Institutionen von heute treffen ihre Entscheidungen  bedrängt von Tausenden von Lobbyisten. Alarmierte Ökologen träumen da schon verdächtig oft von Erziehungsdiktatur – wie bereits Bahro damals in der DDR. Aber was können Öko-Aktivisten – etwa die Gesundheitsapostel – am ehesten durchsetzen? Die bürokratische Drangsalierung von Bürgern durch Symbolpolitik. Die funktioniert nur mit Duldung oder Rückhalt von gut organisierten Interessengruppen, wenn diese ihre materiellen Interessen oder Ideologien mit dem Gemeinwohl schmücken wollen oder neue Geschäftsideen darin entdecken.
Auf den Abfluss  öffentlicher Gelder wird – entweder lärmend oder unauffällig – so Einfluss genommen, dass sie durch die eigene Tasche fließen. Am proklamierten Erfolg der gemeinsamen Sache ist man desinteressiert, also dass staatliche Förderung von ‘Forschung und Entwicklung’ in hellem Licht dasteht. Eine Unzahl von Studien und Pilotprojekten entstehen aus dieser Mesalliance.

 

18. März 2019 Ein weiterer ohnmächtiger Ausfall des alten ‚Nestbeschmutzers’:
 Die Bürger haben kapituliert.
Und gerade die Bürgerlichen, die Studierten. Sie sind zu zerstreut, um sich für Zusammenhänge zu interessieren. Etwa zwischen ihrem Konsumstil, dem Aufwand, den sie treiben und dem Geiz, dem sie frönen, zwischen ihrem Coffee to go und ihren in Plastik gehüllten Zwergenportionen und dem Müllexport, ihrem Herrenleben und der Sklavenarbeit bei foodora und amazon….
Sie lassen sich von dem Chor der Medien vorgeben, worüber sie sich gerade aufregen. Die Zeitungsleser unter ihnen lesen sie täglich, aber wozu ist das gut, wenn man es gleich wieder vergisst. Da müsste man ja bewusst auswählen, dass man auch Unbequemes zur Kenntnis nimmt, vielleicht sogar gegen die Macht erfolgreicher Formate.
8. Januar 2019 : Mein Feedback zur Abmeldung vom SZ-Newsletter
Sehr geehrte Redaktion,
ich bin 74 Jahre alt, pensionierter, früher engagierter Gymnasiallehrer (Pol,G,Eth,F) und
füttere seit fünf Jahren meinen kulturellen Blog. Soweit zu mir.
Nun zur Abmeldung. FAZ oder SZ kaufe ich mir zweimal die Woche am Kiosk, höre aktuell dlf und lese gern “Newsletter”, vor allem aber auch kürzere wissenschaftliche Artikel. Seit ein paar Wochen parallel “NZZ-am-Morgen”. Ich bin in Versuchung, die digitale NZZ zu abonnieren.
Es mag Zufall sein, dass ich dort mehr substanzielle Artikel angeboten bekam, weniger
Berliner oder Münchner Politklatsch oder Human Interest; Prantls Granteln hatte ich
bereits früher abbestellt.
NZZ- Also weniger Bemühung um Werte-Nachschulung für dickköpfige deutsche und EU-Erwachsene als eine gewisse Distanz zu bundesdeutschen Bauchschmerzen – und vor
allem mehr Analysen. Vielleicht lag’s an den Redakteuren, die allabendlich die Auswahl
trafen.
Konkret konnte ich auch die Themen VR China (und Afrika) vergleichen. Unangenehm ist
mir in Erinnerung “China Mythen statt Wachstum” (5.1.) von Lea Deuber, konventionell
und getränkt mit Ressentiments. Fanden Sie niemanden mit größerer Erfahrung? War ihr
Wirtschaftsjournalismus in Shanghai mit den Themen der ausländischen Investoren
wirklich die passende Qualifikation?
Vielleicht ist Ihnen mein Brief nützlich, sonst eben nicht. Ich bin zugegebenermaßen
enttäuscht. Danke für den Newsletter

Tightly Wrapped Healer (‘Songye’?) on a ‘Soul Journey’

|

A provisional translation from German original (LINK), by DvG

object documentation (c dvg)

Origin ( Songye?) and significance were unknown to the trader. Origin might be of minor relevance, he said.  But the person has a strong charisma, regardless of the feeding marks, so it’s a work of art! Care and abrasion over a long period of time let the undamaged parts of the surface shine discreetly. So it has been a cult object! >>

Totengleich auf der Pritsche – afrikanische Figur (Songye ?)

|

Herkunft (“Songye” ?) und vor allem die Bedeutung waren dem Händler unbekannt. Aber jeden Besucher in meinem Arbeitszimmer zog die Figur an. Der Liegende hat eine starke Ausstrahlung, ungeachtet der Fraßspuren, also ein Kunstwerk! Abrieb und Pflege über lange Zeit lassen die unbeschädigten Flächen diskret glänzen. Also ein Kultobjekt!

 

>>

depot number EO.0.0.0.7943 from Boma to Tervuren (Review)

|

September 7, 2018 | dvg   Original in German (Link)

For those who want to know the whole story, they have BMGN – Low Countries Historical Review, vol.133-2 (2018) pp. 79-90) in their June No. uploaded (LINK). Good to read, vivid, not too long

>>

KULTUR STAAT MINISTER(IN) SUBVENTIONSKULTUR

|

In einem Porträt der Kulturstaatsministerin  –Macht und maximale Verflechtung“ in der SZ vom 26. Oktober 2018 – hat Jörg Häntzschel das fein gesponnene Netz der Hardcore-Politikerin Monika Grütters skizziert. Wie gut, dass ich keine Staatsknete brauche. >>

Drei kleinere Figuren der “Lengola” im Blockstil

|

Objektdoku.Gv

Ein kleines Lengola Figurenpaar  (26,5-27 cm) in der Zusammenschau   1.7.2017

>>

Der freundliche männliche Schutzgeist aus Ubangi (Ngbandi)

|

Hochgeladen am 7. Mai, aktualisiert am 5. Dezember 2019
Von West nach Ost, vom Gebirgsriegel am Atlantik bis zum ostafrikanischen Grabenbruch erstreckt sich nördlich des Kongoflusses zwischen der RDC, Congo-Brazzaville. Zentralafrikanischer Republik und Sudan eine disparate ‚Stilregion’ ohne die üblichen ‚Highlights’, und deshalb ebenso stiefmütterlich behandelt wie lange Zeit Tanzania. Als sich bei mir bereits ein Dutzend ‚schräger’ Figuren und Masken angesammelt hatte, begegnete mir kürzlich das erst 2007 (Grootaers*, Actes Sud, Bruxelles) erschienene Handbuch „Ubangi“. Ich profitiere bereits jetzt davon und freue mich darüber, dass wieder ein großer ‚weißer Fleck’ auf meiner inneren Karte verschwindet.

>>

Figur des mythischen Ahnen und Helden Sètò der Ngbaka (UBANGI)

|

‚Kunstprovinz’ UBANGI

Freund Joe unterschied im Gespräch gestern ‘die afrikanische Ästhetik’ von ‘der europäischen’, blieb aber dabei stehen.

Wir sehen mehr, wenn wir ‚Realismus’ bloß in fremdem Gewand unterstellen. Dafür bieten – anders als ‚reine’ Kompositionen – ‚Kultfiguren’ ideale Ansatzpunkte: die Rolle, die sie eingenommen haben und die Erwartungen und Versprechungen, die mit ihnen verbunden waren (MacGaffey). Um den ‚Realismus’ einer Figur (oder Maske) zu erfassen, muss man sich aber schon für die soziale Welt interessieren, aus der sie kommt. Dann kann die wieder freigesetzte ästhetische Kraft, diese eigentümliche Schönheit auf den Besitzer als Betrachter zurückstrahlen.

Die weite Kunstprovinz nördlich des Kongobogens zwischen Atlantik und Nil macht es uns nicht leicht. Von Kunsthistorikern wurde sie vernachlässigt – mit Ausnahme der Mangbetu und Azande und spezieller Sammelgebiete wie etwa Waffen.  Sie war traditionell Durchzugsgebiet aller möglichen Völker und endete als Flickenteppich kolonialer Grenzregionen. >>

‘Ngakola’ und seine Gattin – Schutzfiguren (Banda, Ubangi)

|

 

(c)   Coll. vG      Provenienz: Wardin Wemba

Objektdoku

Ngakola und Gattin

 

 

 

 

 

 

 

 

>>

„Luba Twins“ – Tabwa, Mambwe – Recherche

|

Zuerst: 5.März 2019 Neubearbeitung 10.Nov.2019

Zwillingskult

 

Maurer&Roberts Tabwa 1985 Map

Weit weniger bekannt als der Kult der Ibedji bei den Yoruba, ist dieser Kult weit verbreitet im Umkreis der zentralafrikanischen Seenplatte, im Kongo, Tanzania und Zambia. Hier wie dort geht es um die Beschwichtigung verstorbener Zwillinge, die wie die eigenen Ahnen, aber in noch stärkeren Maße, Hoffnungen und Befürchtungen auf sich ziehen. Schon die Geburt von Zwillingen ist eigentlich wunderbar, aber bedeutet zugleich ein hohes Risiko für Mutter und Kinder. An der Sorge für den überlebenden Zwilling kann das verstorbene Kind genau ermessen, was ihm selber zusteht, in Gestalt einer kleinen Holzfigur herumgetragen zu werden, oder ersatzweise in einem eigenen kleinen Schrein verwahrt zu werden, angesprochen und gefüttert zu werden. Sonst gerät das überlebende Kind in Todesgefahr.   (frei nach A.F. Roberts 2008) >>

Der Weg des Lehrers – in Karikaturen 1972-2006

|

1972 f. - Berufsschullehrer

1972 f. – Berufsschullehrer

     Veröffentlicht am 5. Sept. 2016 . ultimative Erweiterung  auf 27 Stationen heute, 25. Oktober

Detlev v.Graeve Karikaturen 1972-2000_0001

>>

“Raucherzimmer” und “Lehrerstress” am Ende der alten AKS

|

 

Zeit-Dokument

Borislav Sajtinac “Raucher – Nichtraucher” ZEITmagazin S.6

Google bietet wohl nicht diese Cartoon-Seite, sodass ich sie nicht datieren kann. Das Original hing eines Tages an der Wand der kleinen Raucherecke vom Format eines Eisenbahnabteils im Flur hinter dem Lehrerzimmer und sorgte für Heiterkeit. Vor dem großen Fenster lag ein Innenhof. Von der Stimmung und den Gesprächen in den Großen Pausen her war das unsere beste Zeit. Gern setzten sich auch Nichtraucher dazu. Oberstufenschüler rechneten sich Chancen aus, mit ihren Fragen und Wünschen Gehör zu finden.

Dann aber fühlte sich jemand aus dem Lehrerzimmer von schädlichen Rauchpartikeln gestört, die sich durch die immer wieder geöffnete Tür einschlichen, die Person wandte sich zur Wahrung seiner oder ihrer Persönlichkeitsrechte an die Schulleitung, und da damals der “Datenschutz” gerade neu erfunden worden war, erfuhren wir empörten Raucher nie, wem wir die Vertreibung zu verdanken hatten. Das geschlossene “Raucherzimmer” ein paar Meter weiter markierte den Niedergang. >>

Raum 248 in der AKS – Momente 1996, 1900, 2000, 2001

|

R 248 5.3.1996

Dokument

R 248 v.außen Dez.1999

>>

Reisebilder aus der DDR im Februar 1987. Lesekatalog Blätter 1 – 15

|

7. Okt.2019         Anklicken der Bilder vergrößert sie in zwei Stufen !

Vergangenen Herbst habe ich die 16 Kartons mit den originalen Fotos und einmontierten Texten noch dem „DDR-Museum“ in Berlin angeboten, erfolglos, schon weil die Raumverhältnisse dort das nicht hergeben. Das Museum, eines “der interaktivsten der Welt” (LINK) möchte ich übrigens dringend empfehlen! Bringen Sie Zeit mit!

Falls jemand eine Ausstellungschance sieht: Noch sind die Kartons intakt.

Für den Blog muss der fotokopierte „Lesekatalog“ ausreichen. Der leichteren Ladung wegen habe ich ihn aufgeteilt. Ein paar echte Fotos und farbige Dokumente füge ich gelegentlich hinzu.

I        Dresden Impressionen  –   II Die Pädagogische Provinz   Blätter 1 – 15    

(LINK)  16 – 26  >       III  Seitenblicke auf Urlaub, Kirche und Kunst  und die romantische Winterreise auf der Reichsautobahn

>>

Reisebilder aus der DDR im Februar 1987. Lesekatalog Blätter 16 – 26

|

LINK  zu den Blättern 1 – 15

-16- Urlaub (FDGB) und Kirche

>>

J.P. Dubosc über chinesische ‘Neujahrsbilder’ Typoskript 1950

|

 

Der  befreundete Künstler Fritz Wiegmann (Link) hat mir neben seiner Sammlung an ‘Nianhua’ auch einen kurzen orientierenden Text hinterlassen, den Jean-Pierre Dubosc (Link) um 1950 verfasst und die Romanistin Edith Weyel ins Deutsche übersetzt hat. Nur dieses 6-seitige Typoskript ist in Durchschlägen auf dünnem Papier erhalten – und hier durch 6  PDFs vertreten.

Für zwei Jahrzehnte waren das die einzigen Erläuterungen, welche dem Sammler Wiegmann zur Verfügung standen. Das Thema war in Westdeutschland ganz unbekannt. Die Bundesrepublik hatte mit der VR China keine diplomatischen Beziehungen. Hinter dem ‘Eisernen Vorhang’ waren DDR-Diplomaten (wie Pommernanz-Liedtke) nicht genügend an den religiösen und sozialen Hintergründen chinesischer ‘Volkskunst’  interessiert, und der Sinologe und Anthropologe V.M. Alekseev (+1952, Link) war unerreichbar.

Die im einzelnen beschriebenen Göttergestalten werde ich vielleicht noch durch entsprechende Abbildungen ergänzen. Hier wenigstens ein Verweis auf meinen Beitrag von 2002: Link >>

DAS LACHEN KINSHASAS – Eine postkoloniale Stadt und ihre unsichtbare Architektur. Gedanken beim Lesen

|

FILIP DE BOECK – DAS LACHEN KINSHASAS – Eine postkoloniale Stadt und ihre unsichtbare Architektur. Über Infrastrukturen aus Verfall und Humor, aus Geld, Macht, Mode und Sex (L. I. No.76. S. 38-46) – Meine Notizen vom Juli 2017, erst im Oktober 2019 hochgeladen, von allem Ballast an Details befreit.

 

Ich entdecke den Aufsatz des Anthropologen im großformatigen Magazin „LETTRE INTERNATIONAL“ vom Frühjahr 2007, unter der Rubrik „Das Potential der Städte“. Ich krieche im Schneckentempo über eine große Bleiwüste.

>>

4 Kommentare zu “Die Weissen halten unsere Geister gefangen “

|

Über “Die Weissen halten unsere Geister gefangen “ – Unterwerfung, Magie und Entfremdung  ”

>>

Deutsche Sammler : Ängste – Autoritäten – Allergien

|

Dies ist eine späte Reaktion auf einen Vortrag von Hans-Jürgen Rielau (2008, Link zu „About Africa“) und einen Kommentar von  Ingo Barlovic „Unter Generalverdacht“ in der ZEIT (Nr. 1, 11.1.2019 S. 36)  (LINK)

>>

Lauter Fassaden

|

 

Während einfallslose Medien uns einreden wollen, unsere zahnlose „Bundeswehr“ stelle eine reale Gefahr für unser Überleben dar und beeinträchtige überdies den dringend nötigen Beitrag Deutschlands zur Förderung von Frieden und Menschenrechten in der Welt, während Medien mit Klima (groß) und Mikrofeinstaub (klein) „die deutsche Angst“ noch größer und „deutscher“ reden und damit die letzten ‚wahren Männer’ im Lande der AfD zutreiben, versuchen sie womöglich bloß, ihr Publikum von der ärgerlichen und bitteren Erfahrung ablenken, die jeder alle Tage machen kann, dass Infrastruktur und gesellschaftliche Moral durch Betrug und Heuchelei jeden Tag weiter zerfallen. >>

Begegnung mit der ‚schönen Madeleine’, einer ‘Kifwebe’ bei den östlichen Luba

|

Auf dem Markt

Im Juni bringt der aus dem Kongo zurückgekehrte Wardin Wamba zwei Masken der „weißen Frau“ auf den Markt, die bei Kifwebe-Tänzen der südöstlichen Luba auftreten. >>

“LIVETICKER” DEUTSCHLAND ( Sorry, oft Pause wg. Überlastung )

|

2. August 2018, 21.00

Abendlicher Berufsverkehr.  Urplötzlich der vertraute Klang aus versunkenen Tagen. “Autofahrer, schämt euch!” schallt es ein Dutzend Mal von der Friedberger. Also ein Trupp “Friday for Future”. Ja, so waren die studentischen Aktivisten1968 auch. Kompromisslos naiv. Sie konnten und wollten nicht rechnen, so wie ihr Stammvater Marx wohl auch, bei dem es bekanntlich nicht zum Haushalten reichte. Eine Stimme ragte damals heraus. Ein Student auf dem S-Bahnsteig in Berlin, auf den Fahrplan starrend: “So was schaffen wir nie!” Zwar konnte Mao konnte rechnen, aber auf chinesische Art undauf dem Abakus. Den verstanden wir auch nicht.

“The Whites hold our Spirits !”- Submission, Sorcery and Alienation

|

READER  of  three reports  which offer views from additional perspective. They demand and invite to further reflexion. Please, take your time with your own print-outs (9 pp. 97% PC) as I will do.

     Jan Vansina: Paths in the Rainforests (1990) chapter 8 (overview)  
     Pierre Petit: Power and Alienation among the Luba of Katanga (1996)
     Zoé S. Strother: Suspected in sorcery (1996)

>>

“Die Weissen halten unsere Geister gefangen “ – Unterwerfung, Magie und Entfremdung  

|

Die  drei Berichte korrespondieren miteinander auf überraschende Weise. . Sie fordern zum Zusammendenken auf. Nehmen Sie sich vielleicht mit Ausdrucken (10 S.) Zeit.

  1. Jan Vansina: Paths in the Rainforests (1990) chapter 8     (Überblick)
  2. Pierre Petit: Power and Alienation among the Luba of Katanga (1996)
  3. Zoé S. Strother: Suspected in sorcery (1996)

>>

Bembe (Kivu) Schleichkatze (Hocker) – 7.6.2016, aktualisiert

|

Bembe-IMG_3620Du hast gerade einen anderen Hocker zurück getragen, der dich eins, zwei Tage lang geblendet hat. Den hast du formal bis ins Detail ausgekostet. Und nun triffst du auf einen unbekannten Hocker in Tiergestalt, ‚Bembe’ – die ganz im Osten des Kongo. ‚Chamäleon’ sagt W. Nun gut: ein solides Stück, eine kräftige Gestalt auf vier stämmigen Beinen, eher angespannt als geschmeidig wirkend und ohne den dekorativen Fries wahrscheinlich langweilig. Immerhin sind dir die markanten runden Augen von den ‚Kalunga’-Stülpmasken her bekannt. Man musste dich nur darauf aufmerksam machen. Du bist vorsichtig und machst nur eine Anzahlung. Doch du hattest auch schon Interessanteres.“ >>

dvg

28. Juli 2019

Gardemass und radikaler Bauplan bei den Metoko

Pakete aus dem Regenwald

 Über die Jahre erhält L. immer wieder Pakete von seinen Agenten aus dem Nordosten des Regenwaldgebiets beiderseits des Kongo. Die Objekte sind meist unscheinbar, manche intakt und mit durchdringendem Harzgeruch, manche verdreckt und provisorisch repariert, nie aufgehübscht. Wer weiß, wo sie die letzten Jahrzehnte verbracht haben. „In den Dörfern“ behauptet L., und das scheint mir plausibel.

Weiterlesen

  Was heißt “LUBA” zu sein – P. Petit vs. F. Neyt

|

 

Bei meinen Recherchen zu einem erworbenen Miniaturhocker “Karyatide” ( Blogbeitrag „Frauen in tragender Stellung“ LINK) hatte die Suche nach ethnischen oder regionalen Merkmalen zunächst erste Priorität. Dann erst fesselten mich die unterschiedlichen Hock-Stellungen der Hocker-Trägerinnen. >>

Heimliche Deponien in Deutschen Museen

|

Blick in renommierte Ethnologie-Museen in Deutschland, den ein investigativer Kulturredakteur der Süddeutschen Zeitung mit frechem Blick, Jörg Häntzschel, interessierten Lesern gewährt: Ethnologische Museen Deutschlands: Verseucht, zerfressen, überflutet, SZ vom 9. Juli 2019

>>

EU-Parlament 2019 – „Richtungswahl“ auf der Sandbank NEU

|

NACHSCHLAG 19.6.2019  – TREPPENWITZ – oder ETWAS KORRESPONDENZ

” ….. Wir hoffen, du arbeitest nicht zu sehr heruntergekühlt und kannst ein wenig für dich tun. Und Vögeln wie Insekten lauschen. …..
Jetzt können wir uns wieder von der Europa-Wahl erholen, denn mit dem Gerangel um die Posten will niemand den ‘Souverän’ belästigen.
Ich informiere mich jetzt wieder lieber über Hintergründe im kostenlosen “Leserservice” (Emails zur Auswahl) der Neuen Züricher Zeitung, etwa was die Nachbarn so machen, gestern, wie die Dänemark seine “Ghettos wegplant”.
Bei einer Diskussion fiel mir eine bessere, weil bissigere Alternative zu den europaweiten “Fraktionen” im Europa-Parlament ein: “Nationale” beziehungsweise regionale Fraktionen, die entsprechend den Wahlergebnissen von ihren Wählern ‘zusammengestellt’ würden. Sie hätten nicht mit den Sprachbarrieren (über Dolmetscher oder Pidgin-Englisch) zu kämpfen und kulturelle Gräben zu überspringen. Sie müssten wie in einer nationalen Großen Koalition bereits in ihrem Rahmen Kompromisse finden, wenn sie im großen Chor überhaupt gehört werden wollen.
Sie kämpften auf derselben Ebene wie ihre nationalen Regierungsvertreter im Europäischen Rat  und Ministerrat, könnten z.B. die Haltung ihrer Regierung stützen oder auch desavouieren, beziehungsweise deren Positionswechsel vorbereiten.
Statt der bloß fiktiven ‘Integration’ unwilliger EU-Europäer in einem großen ‘grenzenlosen’ Schein-Parlament würden die Parlamentarier für ihre Wähler wieder sichtbar und greifbar. Die nationalen Parlamente hätten ‘in Brüssel’ parlamentarische Gegenüber, über deren Entscheidungen, eingegangene Kompromisse sie streiten könnten, denen sie aber auch den Rücken stärken könnten.
Regionale Zusammenschlüsse wären in Grenzen frei zu bilden. Sie könnten öfter nahe der ‘Heimat’ tagen. Das Parlamentsplenum wäre ausgereiften Entscheidungen und hervorgehobenen Demonstrationen vorbehalten.
Ich sehe darin neue, in der jetzigen Situation sehr notwendige Reibungsflächen, fruchtbaren Streit, Themen für öffentliche Kontroversen und vor allem Auffrischung für die langweiligen ‘politischen’ Medien heraufziehen.
Und ‘Scheinriesen’ wie die stolzgeschwellten deutschen “Grünen” und andere, die
nur regional punkten konnten, aber “Brüssel” als Hebel nutzen wollen, entstünden erst gar nicht.
‘Brüssel’ und das EU-Parlament haben nichts verstanden; die wollen ‘weiter so’, solange es eben geht.
Punkt.
Es wird warm auf dem Balkon. ….”

 

Funktion: zur Aktualisierung von “WELCHE DER KLEINEN BETRÜGER SOLLEN WIR WÄHLEN?” LINK                                        Stand: 26.5. 0.30

Natürlich bleibt es nicht bei der “FDP“, der Konkurrenten der „Grünen“ für die Mehrheitsbeschaffung. Ich bekam eine bedenkenswerte  Antwort : “Huh, Liberale wählen und feiern gehen klingt ist für mich die Resignation.

Recht so: Einzelne gute Köpfe im Angebot ändern daran auch nichts.

“Die FDP ist die Partei, die am stärksten für all das steht, woran unsere Kultur gerade kollabiert: die aufgeblasene Technologiegläubigkeit, eine weitere Unterhöhlung politischer Macht zugunsten von Großkapitalisten und die Überzeugung, dass beides dann schon irgendwie eine sozial stabile Gesellschaft formen wird (das geht vielleicht, wenn alle in ihrer Zufriedenheitsblase [wahlweise: Fußball, Fernsehserien, Fitnessstudio, um die Welt Jetten, Saufen] ihr Glück finden). Da bevorzuge ich dann doch den politischen Stillstand und schieße meine Stimme in den Wind. (….) “

Ein anderer Gesprächspartner findet, dass ‘die Grünen’ neuerdings mit dem smarten Habeck noch technologiegläubiger als die FDP geworden seien , von der man ja nichts Besseres erwarten könne. Auch ich finde, dass sie damit und in ihrem freischwebenden hedonistischen ‘Alternativ’-Gehabe ihre aufklärerische und orientierende Aufgabe in der Gesellschaft verraten haben.

 

ALSO DEN EIGENEN BLICK WEITER SCHÄRFEN!

Ich habe dieser Tage viel gelesen und Features angeschaut. Auf zwei erfreulich klare Übersichten in ard (wdr?) und 3sat möchte ich näher eingehen. >>

Gastkommentar “Europa” und “EU” – zu “Richtungswahl…..”

|

Autor: Paul Pfeffer am 27.Mai 2019

Der Link zu  “Richtungswahl auf der Sandbank”

 

Kommentar

 

Ich ärgere mich immer, wenn die Begriffe “Europa” und “EU” synonym gebraucht werden. Gerade im abgelaufenen Wahlkampf zur Wahl des Europäischen Parlaments wurde der Unterschied meist unterschlagen. Ich kann aber ein überzeugter (deutscher) Europäer sein und gleichzeitig die EU als Fehlkonstruktion ansehen.

>>

Frauen in tragender Rolle – Karyatidenhocker der ‘Hemba’ oder ‘LUBA'(?)

|

  collection itemcollection item

 

Erstes Zusammentreffen  im November 2018

  –   Eleganz! Anmut! Erotische Energie!

Von W. überraschend auf den Tisch gestellt. Im Gepäck mitgebracht. Für sich selbst reserviert. Passeport, wurde bei der Inthronisation eines Chief in der Hand gehalten.

Ich bin sofort hin und weg. Diese Anmut! Diese erotische Energie! Und für jedes Fluchtgepäck geeignet! >>

WILLKOMMEN BEI DEN SALAMPASU !

|

 

 

 

Der Titel ist reine Ironie. Die Salampasu im Süden der DRC an der Grenze zu Angola haben einen schlechten Ruf. Schließlich konnte ein Mann dort über Jahrhunderte nur als Jäger, Krieger und Kannibale zu Ansehen gelangen. Und die Volksgruppe gab später neugierigen Fremden ungern ihre Familiengeheimnisse preis. >>

Welche der kleinen Betrüger wollen wir wählen?

|

 

K. und ich diskutieren über die Europa-Wahl.

Für mich wäre wichtig: “weniger” Europa, aber auch weniger Beschiss. Die Parteistrategen gehen arbeitsteilig vor, wie sie es in den Koalitionen gelernt haben. Die Grünen  wollen uns Bürger umerziehen (Feinstaub, Diesel und Fahrverbote, willkürlich gesetzte Klimaziele, dazu “open borders” ohne Kenntnis dessen, was nachkommt, Genderisierung der Umgangssprache), die SPD eiert so zwischen Marx und wem auch immer. CDU und CSU verteilen Beruhigungspillen, damit keine Protestwähler zur AfD laufen, welche unentwegt die Große Sturmglocke läutet. 

ABER an die Großen wagen sie sich ALLE nicht – besonders zynisch sind seit jeher Verkehrminister und und Agrarminister der CSU, die anderen wirken eher hilflos. Das Große Kabinett streitet sich um Wölfe, E-Roller, grundlose Grenzwerte, Fahrverbote, … aber wagt sich nicht an die Verursacher des Artensterbens (Konferenz in Paris), darunter auch deutsche Großagrarier, nicht an die Rüstungsproduzenten und die Müllexporteure. Es subventioniert  seit langem die privatwirtschaftlichen Konkurrenten des Güterverkehrs der Bahn, die ihr doch gehört, subventioniert die Konzerne, die ihre Produktionsketten über hundert und mehr Länder verteilen und ständig mehr “Verkehr” produzieren. Von den Profiteuren der chaotischen Steuersysteme nicht zu reden.

Wie bei einem permanenten Debütantinnenball werden von “der Politik” ständig irgendwelche Neuerungen eingeführt, welche die ohnehin ausgedünnten niederen Verwaltungen überfordern und überlasten. Das kann nicht funktionieren! Kein Mensch blickt mehr durch. Jeder schaut wo er bleibt. Rette sich, wer kann. Sankt Florians-Prinzip! Die besten Lösungen werden nicht studiert und übernommen, was ein normaler Mensch erwarten würde. Aber wer sollte sich darum auch kümmern?

Ich entscheide mich wahrscheinlich für die Liberalen und schau’ bei denen lieber gar nicht so genau hin. Sie sind klein, sind Mehrheitsbeschaffer, weil sie anschlussfähig sind und auch in anderen Ländern “die Mitte”  repräsentieren. Was haben wir denn für eine “Wahl”?!  (Seit Jahren)
Wenn wir in derselben Stadt leben würden, könnten wr wenigstens feiern und saufen!

Soweit für heute (Interpretiere die Uhrzeit nicht falsch)    Detlev
>>

African Slave Coasts – Brutal Materialism and ‘Traditional Fine Art’.

|

Designed 9.5.16 while reading by Wyatt MacGaffey and Kajsar Ekholm Friedman, revised on 5.5.2019

 

I would like to recall a few insights, because Europe’s understanding of the African societies is getting worse, as result of the moralization of ‘political correct’ speech! Compared to that, the attitude of the early sailors was downright open and curious. >>

Afrikanische Sklavenküsten – Brutaler Materialismus und verfeinerte Kunst.

|

 Entworfen 9.5.16 während der Lektüre von Wyatt MacGaffey und Kajsar Ekholm  Friedman, überarbeitet am 5.5.2019

Ich will ein paar Einsichten festhalten, denn das Unverständnis in Europa für die fremde afrikanische Gesellschaften wird im Zeichen der Moralisierung der Politikdarstellung immer größer! Dagegen war die Haltung der frühen Seefahrer geradezu offen und neugierig. >>

DIE ZEIT ist ein progressiv geschminktes Lifestyle-Blatt

|

Begegnung mit der ZEIT nach Jahren, doch mit der dritten Nummer, Nr. 15, reicht’s mir.

Die dreißig knisternden Seiten großes dünnes Zeitungsblätter hochzuhalten, ist unbequem und anstrengend. Für die Parkbank oder den Economy- oder Zweite-Klasse-Bahnsitz ist DIE ZEIT zu sperrig, gerade richtig für den Couchtisch – da ist er ja endlich!

>>