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(3.1) Drei Bootsspitzen (tange) der Duala im Vergleich

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Aktuelle Vorbemerkung

Im Zusammenhang der Recherchen sind beschreibende und erörternde Arbeitstexte entstanden, die auf der Plattform zugänglich sein sollten, da ich sie auch jetzt nicht in einem Essay vereinigen kann. Bootsspitzen (Tanges) und verkleinerte Modelle der Duala-Rennboote sind nicht zufällig Stiefkinder der Forschung. Die allegorischen Darstellungen sind überkomplex und Ergebnis nicht mehr nachvollziehbarer künstlerischer Entscheidungen. Und wer in der heutigen kulturellen Elite der Duala hätte ein Interesse an deren Aufdeckung? Doch näher hinzuschauen, kann auf jeden Fall nicht schaden.

 

Im Beitrag (2.4) über den “Wassergeist Antilope” (LINK) erzählt Henry Drewal etwas über die Tiersymbolik bei den Maskentänzen der den Duala benachbarten und kulturell verbundenen Ijebu. Ich greife zur Einstimmung ein paar Textpassagen auf.

Wilcox bestätigt Parallelen zu den Wassergeist-Zeremonien bei Gruppen in den beiden Flußdeltas und bezieht sich speziell auf diesen Aufsatz „Flaming Crowns, Cooling Waters: Masquerades oft he Ijebu Yoruba“(AA. 1986, 32-40).

Tiere als Vertreter diverser Geister Auf einer Maske  windet sich eine Python über der Stirn und senkt sich zwischen die zylindrischen Augen . Vor der Schlange ist ein Krokodil und ganz vorn an der Spitze auf manchen Masken ein Vogel. Sie alle sind Anspielungen auf das Reich des Wassers”. Die Python gilt als Stammvater der anderen Wassergeister. Das Krokodil ist der Wächter oder „Polizist“ der Geister, und der Vogel ist ein verallgemeinerter Hinweis auf den Fischadler oder Ogolo, einen Vogel, der laut Ijo Botschaften von den Wassermenschen an die Menschen übermittelt.

Einige Tage später kann der aggressive Geist Krokodil erscheinen (Fig..12). Oni, wie er genannt wird, führt einen aktiven Tanz durch den Raum auf und bewegt sich im Takt der Trommeln und der Lieder zu seinen Ehren. Erneut dominieren Vögel und Pythons die Darstellung, aber auch Motive aus der Menschenwelt tauchen auf, denn die klingenartige Form erinnert an ein Paddel.

Hier sind andere durch Masken repräsentierte  ‘Wassertiere’ noch gar nicht erwähnt: Fische wie z.B Hai und Sägefisch, dazu Delfine und Flusspferde und der in der Zwergantilope verkörperte Wassergeist.

‘Alles’ kann für die Beteiligten symbolische Bedeutung annehmen:  Tänzer der Agbo-Maskerade treten oft zu dritt auf. Dies kann auf die Ijo-Zahlensymbolik zurück zu führen sein mag, die Drei der Männlichkeit und den Wassergeistern zuordnet.

 

Informationen des smb. zur “Bootsspitze (tange)” mit der Depotnummer III C 7029

 

Angaben zur Herkunft:  19. Jh. –  Kamerun –  Bucht von Bonny ( ehemals Bucht von Biafra- Duala (Ethnie)

Material/Technik: Holz, geschnitzt, Textilband, Eisen

Maße Höhe x Breite x Tiefe: 184 x 170 x 75 cm (Lagermaß auf Ständer); Höhe x Breite x Tiefe: 109 x 69 x 167 cm

Über den Tange muss das Museum mehr wissen als „19. Jh.“
Fragen: welcher ‚King’ ist damit aufgetreten? Bei welcher Gelegenheit hat der tange Kamerun verlassen? Warum ist die Herkunftsangabe vage? „Kamerun, Duala“
Wurde er früher publiziert oder jemals in Dahlem ausgestellt?

 

Herkunft/Rechte: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin / Hans-Joachim Herkunft /Rechte: Ethnolog. Museum / Staatl. Museen zu Berlin/Radosuboff (CC BY-NC-SA)

 

Versuch der Beschreibung

(anklicken!)

Der Tange ist weiß (ursprünglich?) mit wohl 6 oder mehr Aufsteckelementen (4 „Szepter“ mit anhängenden hölzernen Glocken). Er ist mit Symbolen überladen. Ein schwer dreidimensional rekonstruierbares Sammelsurium! Von mehreren Originalen? Die üblichen heraldischen Figuren treten gleich mehrfach auf:
14 Männer abwechslungsreich in mit Prestige versehenen Rollen
wahrscheinlich 5 Leoparden (drei sichtbar)
2 Elefanten
2 Chamäleons
mindestens 5 Vögel, darunter zwei große
Die große Schlange ist nur mit einem kraftlosen Exemplar vertreten. Immerhin die Repräsentantin der Wassergeister. Mittag zwei weitere werden festgehalten
Der Mann am Heck hält zwei Seekühe (Delfine?), nein Chamäleons wegen der nach oben gerollten langen Schwänze, an ihren Beinen fest oder : sie sind an seinen Ellbogen befestigt. Sein Brett wird auf dem Kopf getragen von zwei Männern mit abstehenden Ohren.
Davor blickt ein Fischadler (Pelikan) mit Fisch im Schnabel nach vorn
Zwei separate (?)* stehende Männer rechts und links der Mittelachse mit fächerförmigem Kopfputz, zumindest der linke hält zwei Trommelschlegel.
Zwischen ihnen lagert ein Leopard mit dickem langem hochgereckten Schweif, vor ihm auf derselben Stange ein kleiner Mann mit gespreizten Beinen, der offenbar einen Speer waagrecht auf dem Kopf trägt. Nicht dass er kackt, sondern in einer Kraftpose steht wie der Elefantentöter vor ihm (mit Waffe ? senkrecht) und einem Speer, der einen Elefanten während des Kopulierens trifft. Auf dem waagrechten nach hinten gerichteten Speer sitzt ein weiterer Mann mit nach vorn gerichtetem Gewehr.
Auf beiden Seiten sind das vordere und hintere „Szepter“ durch eine Stange verbunden. Dazwischen stehen (vorn sichtbar) zwei Leoparden voreinander, die heraldisch gekurvten Schweife erhoben.
Die Mittelachse ist gleichmäßig gebogen, von ihr zweigt oben das Bett für die kopulierenden Elefanten ab. Ein kleiner Vogel pickt etwas. Unten hängen in der hinteren Hälfte drei verbundene gebogene Elemente, davor eine aus 7 Rhomben gebildete Kette. Eine auffällig dünne wurmartige Schlange zweigt an der Schwanzspitze davon ab. Der Kopf beißt sich mit dem langen Schnabel eines Pelikanvogels.
Vordere ‚Szepter’ sind schmal: zwei „Säulen und Torbogen“ tragenden Männer ist kaum Platz. Den Stab oben in der Mitte kann ich noch nicht deuten.
Im mittleren steht ein Mann im mit Rosetten geschmückten Oval und hält die Seiten auseinander, hält er auch noch zwei Halbkreise bildende Schlangen

Beobachtungen

Die Inflation an ‚großen Tieren’, fast ein Anklang an die Arche Noah („paarweise“)
Die zentrale Bildachse überwuchert die Aufsteckelemente, auch das höchste am Heck.
Kein Realismus, sondern reine Allegorie, technisch verbunden durch viele banale Hilfskonstruktionen
Motive herrschaftlicher Kontrolle, zusammengeraffte Embleme (wie eine Kriegserklärung!)
Deko der Überwältigung nach dem Motto Wir können uns alles leisten
Keine Kolonialmotive!
> Die Aufsteckelemente werden sekundär, nur zitiert, gestohlen, angeklatscht.

 

Enge Verwandtschaft zur  fig. 5, der „Originalfotografie von Herrn Weiler, Kamerun“ aus der Broschüre von Leo Frobenius (1897)

 

Hier (vor 1897) finde ich das Grundmodell für das luxurierende Modell:
Bug aus großem Pelikan (oben) und dünner Schlange (unten)
Lange gebogene und früh gespaltene Mittelachse (zweifellos pflanzenartig ausgerollt) , worauf zwei Säuger kopulieren (als Elefanten unförmig)
In der Mitte zwei sich aufbäumende Schlangen (bei Harter (unten) ist es Blattwerk).

Kann es sein, dass ein für den Typ geltendes Formelement unterschiedlich ausgestaltet wird, etwa als Schlangen – Wasserpflanze – anderswo als Delphin (Frobenius) – oder abstrakt? Die Verwandlungsfähigkeit dieser Wesen steht doch außer Frage.

Fortsetzung:   Zwei nebeneinander hockende Männer, hier bloß die Hände auf den Oberschenkeln ohne Berührung anderer Figuren (las ich bei Ittmann von Ringkämpfen?); der dritte nackte Mann, unterhalb und zwischen den beiden, hält mit diesmal ausgebreiteten Armen die sich aufbäumenden Schlangen, statt in C 7029 im Szepter zwei Bögen auf Abstand zu halten. *
Auf einer Darstellungsebene – bis auf eingesteckte Vogelflügel, einem brezelförmigen Ornament, den seitlichen Stützen der Befestigung des Tange und einem Zapfen, woran rechtwinklig ein weiteres Teil befestigt wäre, das schräg nach unten gereckte Ruderblatt.

* An meinem Modell (1.3) und dem in Chicago (2.1) sind es gefleckte Schlangen, die sich oben in Torbögen verwandeln. Erst das krönende Kreuz dreht die Interpretation um; so könnten die Saugnäpfe der maritimen Fauna und Flora sich als Baldachin darstellen, und aus den stützenden Haltung einer sitzenden Halbfigur (Harter & III C 7029) ein segnender Christus werden. Dabei könnte das Kreuz auch nur das krönende ‚Sahnehäubchen’ auf traditionellen heraldischen und esoterischen (Jengukult) bilden. Es gibt wohl viel mehr Wassergeister in den Tange – auch in meinem – als gedacht.
Gegenüber Frobenius kann man aufgrund des inzwischen erworbenen Wissens über die Gesellschaft und Kulte  der Duala seine allgemeine symbolische Interpretation durch eine vor Ort relevantere ersetzen, die freilich die damals intern gültige gar nicht erreichen kann, wegen der auch ästhetischen Geheimhaltung, Geheimsprache, die alle Kultbünde charakterisiert.

Der weiße Tange von 120cm Länge aus der Slg. Pierre Harter – in schlichter, aber eleganter Ausführung!

Elsy Leuzinger : Die Kunst von Schwarz-Afrika (1972) Abb. O 8 Schiffsbug Duala

Plastische Qualität der Figuren und tragenden Elemente bei beiden, in C7029 bloß zusammengestellt. Die an ihren Rändern gekerbte Mittelachse ist kräftig und trifft vorn mit der Energie des bäuchigen Seevogels und der vom Affen gepieksten Schlange zusammen
Jede Figur gibt ihre Schwingung weiter an die nächste. Die Komposition strebt von beiden Seiten auf ein Zentrum zu, aber der vordere dreht sich noch einmal zum Bug.
Zwei Leoparden rupfen an der mittigen Pflanze. Der linke wird vom Seevogel in den Hals gebissen.
Die betonte Zweidimensionalität des Tange wird von (ehemals) rechtwinklig eingesteckten schmalen Flügeln dynamisiert.

 

Pende Dance Mask ‘Tundu’ (?) with a Thick Lip – Email + deutsch

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Dear Zoé,

Maybe the email will bring  a little variety in your stressful academic day.

‘Tundu’ on the left side

After a few random and bulky mask offers, it’s the first piece that can at least dialogue with my red mask made by “Mashini Gitshiola” (LINK to “Beautiful Dancer of the Eighties”)

 

It wears well, is light (260g), smooth on the inside, a little shiny in the center. Her cap also fits me well and her fine whiskers are braided from the ends of the textile. >>

‘Medizinerblick’ auf Figuren des Kameruner Graslands (Bamileke)

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c DvG

Mein Vater war ein kunstferner Mediziner der Nachkriegszeit. Manchmal kommen mir bei afrikanischen Figuren seine staubtrockenen Kunstbetrachtungen wieder in den Sinn, zum Beispiel bei den hochgerühmten Karyatidenhockern der Luba mit knienden Frauen. In diesem Fall scheint das medizinisch orientierte Buch “Heil- und Körperkunst in Afrika” aus dem Linden-Museum ihm Recht zu geben. Der Feststellung einer “Geburtshaltung” hat meines Wissens kein Kunsthistoriker widersprochen, man redet nur nicht darüber außer in metaphorischer Umschreibung  (Neyt und “höfische Norm” LINK).

Bei dem kleinen hölzernen Charmeur aus Kamerun sind grotesk übertriebene körperliche Eigenheiten nicht zu übersehen. Wieder konsultiere ich Hermann Forkls Buch. Die persönliche Kontaktaufnahme mit dem Gelehrten im Ruhestand versemmele ich leider durch Ungeschick. So bleiben meine Fragen unbeantwortet bis das Archiv der “Basler Mission” mich zu dem mittlerweile hochbetagten Missionar im Ruhestand Dr. h.c. Hans Knöpfli vermittelt, der lange Jahre unter den Menschen im Kameruner Grasland gelebt und gearbeitet hat.   19.9.2022 >>

H. Schmantoffs Gedanken mit Theweleit zu “Leutnant von Wiese” (Rafai 1911)

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Zwei Gedanken zu Detlev von Graeves „Fünf Blogbeiträge“ im „Projekt Rafai & Leutnant von Wiese (Ubangi 1911)  – Email am 1.8.2022, 19 Uhr23 von Arnaud: „Nun ja“ – Wie es ihm gefällt”

Nicht nur ein Kommentar! Zugleich ein Gastbeitrag. Und so muss ich ihn vorstellen – Gv 18.8.22

 

 DIE INTERVENTION

Die Zusammenstellung der fünf Beiträge, laut Datierung in unregelmäßiger Folge vom 22. Juli 21 bis zum 17. Juni 2022, kommt wie bei von Graeve gewohnt, materialreich und unprätentiös daher. Die Texte gleichen Arbeitsnotizen und das ist gut so. Leser wie ich, die keine Sammler oder Wissenschaftler sind und naturgemäß von der Materie keine Ahnung haben, werden nicht abgeschreckt.  5/5)

Ein Autor erzählt von einem Kauf. Er hat eine Figur erworben, „starkes Mädchen mit großen Augen“. Wir sehen sie auf dem Foto. Und begleiten den Käufer bei seinen Recherchen nach der Provenienz. (LINK) >>

Fortschrittsberichte zu Wiegmann 2016 bis 2022

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27.10.2016 verfasst,  Mai 2020, Juli und anfang August 2022 aktualisiert. 

 

Der Künstler, Lehrer und Sammler Fritz Wiegmann hat wenig dafür getan, sein Leben zu dokumentieren. Meine biografische Skizze in ‘Bilder vom Glück‘  (Frankfurt 2002) beruhte vor allem auf persönlichen Erzählungen und schöpfte das mir zugängliche Material fast gänzlich aus. Anfragen von Lesern in  den vergangenen Jahren fügen diesem Bild  jedoch neue Aspekte hinzu oder schaffen einen Kontext für einzelne Fotos, die – selbstverständlich – nicht beschriftet sind.

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Encounter with ‘Belle Madeleine’, a ‘Kifwebe’ among the south-eastern Luba

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German original, uploaded:   |

On the market

In June 2019, Wardin Wamba, after his annual return from Congo, launches two “white woman” masks of the kind used in kifwebe dances in south-east Luba.  At first I do not notice the special quality of the version of a mature woman, because of a fresh and oversized bushy beard made of raffia straw. Later, Wardin bravely cuts it off, and the mask instantly transforms into a slender, well-proportioned mask body of the kind pleasing to the eye and depicted in Felix (“Luba Zoo,” see below). So, on the first occasion, I only acquire the version of a young girl who populates the world of traditional Luba female sculpture, one has to say ‘adultimately’. It is a typical dance mask: light, rubbed to a shine internally through the chin and skullcap of a slim dancer, with a view through three openings, and up to the top of the elaborate coiffure many practical drilled holes on three levels for fastening the costume. Wardin’s comment that the ‘Belle Madeleine’ mask appeared with the popular animal masks and his reference to “books and the internet” made me search Google Search and found what I was looking for. Here I quote a number from the random offer at ‘Google Images for …’, where my uploads also appear – always without being asked: >>

ZEITREISE AN DIE KAMERUN-KÜSTE AUF EINEM ALTEN BOOTSMODELL

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Den Artikel schrieb ich auf Einladung von „KOSMOPOLIS – INTERKULTURELLES MAGAZIN AUS BERLIN“ (LINK zu de.wikipedia) für die Nr. 41-42/2022 Jubiläumsausgabe 1997-2022 Thema : „ZU NEUEN UFERN“.

Der Text (ebd. S. 47-55), eignet sich als Überblick und Einführung in die verschiedenen Themen des „DUALA PROJEKTS“ .
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“What is on the pictures in the archive?” (Anthropology) plus “The Future is Blinking”

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First uploaded: May 28 to July 19, 2018   (Link to the German original); Reference to “The Future is Blinking” July 13, 2022 >>

‘Mbangu’ Mask of the Pende. (Excerpt in English)

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26cm high (visible 23) ,
17.5 cm wide, 460g

The mask

A thick board, according to Händler W. “the good wood”, generously hewn, roughly smoothed on the inside, but functionally smoothed, as functional as the wide groove between the eye openings. The area and position of the mouth also correspond to the carrying position. My face fits perfectly in the cavity. The slightly downward view is good enough. The back edges are slightly rounded and show some shine. The face of the mask also has no superfluous cutting, no unnecessary smoothing, the area covered under the cap, for example, can only be put on with a scissor. On the black right side, slight knife marks give the surfaces additional dynamics. Technically, the mask resembles a radical impatient dancer.

The context of the Mbangu mask

In his small but rich exhibition catalog “To Cure and Protect” (Berg en Dal,HerremanTo Cure and Protect no.11.no 1999) Frank Herreman presents three Mbangu. I reproduce here a relatively sober mask and translate the associated commentary, which of course leaves a few questions unanswered: “You play as a highly respected hunter who has been stricken with facial paralysis. this mask shows how even the most respected and upright member of the congregation can be unexpectedly stricken with illness. In this case, the Pende believe that the individual has been bewitched by a jealous rival. In the show, Mbangu dances with an array of characters, from clown to magician to whore. These masks teach the public about the rewards of good behavior and the pitfalls of morally weak people. The black and white alludes to the scars of a person who has fallen into the fire due to epilepsy or some other medical condition.” (Herreman to Strother)

Strother ‘Pende’ (2008) Fig. 18 “Masterpieces of Central Africa” ​​explains the performance in an object description: The Mbangu dances to the song “We are watching (unable to help), the wizards have bewitched him”. The Mbangu carries a backpack from which protrudes an arrow, a sign of the invisible projectiles of the sorcerers who hit the victim “unexpectedly”. The dancer imitates evasive and defensive movements, if he does not even use a bow and arrow himself. (p.159 to n°46 (Z.S.S.)) Zoé S. Strother, in “Inventing Masks – Agency and History in the Art of the Central Pende” (1998), gives another explanation, which makes the grotesque face of the mask and its reception with contempt and mockery by the public more plausible: if it’s around an asocial witcher who has lost control of his magical power: “Mbangu mocked the dangerous consequences of failure to control power to discourage the continuation of antisocial witchcraft” (297) Such a sinister theme, however, conflicted with the trend towards a masquerade that wanted to emphasize community and joy: a masquerade tradition emphasizing community and joy (297). So an ambiguous number. And sometimes the laughter got stuck in people’s throats. However, as social tensions increased, harmful magic increased. The capitalist economy since the colonial era has greatly upset the traditional rules of give and take between parents. If necessary, the elderly extorted money and labor from younger family members with the help of criminal witchcraft. The young people developed a strong feeling that they were exploiting them. Even in Kinshasa, they were not immune to the claims of their “uncles”. (297/98). New songs and new masks were specially invented to criticize him, and they had more or less success from 1953 to the 1980s (297-298). At the end, Strother writes elsewhere (see original quote below), “Mbangu was quite a rare mask when/since (since) I was there.” In the Bandundu region, so many people suffered from malnutrition that masked dances had not taken place since the 1990s.”

A vital interpretation of the type of mask

The guy is cast in the role of the cursed but combative man. The public expects a disfigured grimace. It also invites the sculptor to charge, cite various characteristics, caricature instead of realism. Here, on the other hand, we encounter a remarkably individual face. Not a standard nose, but a nasal bone that’s been broken relatively far down. The man received a punch, perhaps the cause of the downturned tip of the nose lies elsewhere. One often sees mouths set so grotesquely askew that unilateral facial paralysis cannot produce. And they are then an unmistakable sign in the lower half of the face. The clinical form of the disfigurement is not really fixed for the mask type. Here the lips are carved extremely wide and protruding, incidentally in harmony with the bridges of the typical eyebrows and the equally thick rims of the eyes. The mouth is reminiscent of operated upper lips (cleft palate). The mouth has become a funnel, screaming and attracting as much attention as the expressive eyes do. The face mask already embodies the narrative of the dance. Further indicators are unnecessary; it doesn’t need any conventional ingredients like pockmarks, prominent forehead bulges or crooked eyes. The conspicuously small ear cups make constructive sense: We see the face as it would appear through a wide-angle lens: the close is too big, the far too small. We know this as an unpleasant side effect of effective digital cameras.

Assessments

I come back once more to the crudeness of the technical design. I learned from Zoé Strother (particularly in “Inventing Masks”, University of Chicago Press 1998 – Link) that dancers must work together as clients and craftsmen. And that prominent carvers demand prices that exceed the possibilities of dancers who have not yet established themselves. Who came together in this case? Or even more radical: Did the young man carve the thing himself? Or a friend who learned the trade from kibitzers alone? Or did it have to be quick? Zoé tells the story of a talented newcomer who made a song out of his frustration, secretly performed it to his friends and developed a dance with them, and improvised his face mask with the simplest of means in his first performance. And then I look again at the mask lying on the floor and say to myself: that wasn’t a beginner! And as the layers of kaolin repeatedly painted over show, it has stood the test of time over the years. The raffia surroundings should have been renewed. The wood is intact, but the smell has almost completely disappeared.

What said Zoé Strother?

The carver of 8564 is having fun. That isn’t to say that people wouldn’t laugh to see it and enjoy a mocking performance of Mbangu. However, the market is flooded with Mbangu types because we foreigners like it so much. Mbangu has been a pretty rare mask since I was there. There’s been so much malnutrition in the Bandundu that people haven’t been dancing masks much since 1990. ” (eMail am 29. Mai 2018)
German::Der Schnitzer  von  (Bild) 8564 hat Spass. Das heißt nicht, dass auch die Leute nicht lachen, wenn sie die Maske sehen und dass sie nicht eine Performance voll Hohn und Spott genießen. Jedoch ist der Markt mit Mbangu überflutet, weil wir Ausländer den Typ so mögen. Mbangu war eine ziemlich seltene Maske, als/seit ich dort war. In der Bandundu Region sind so viele Leute unterernährt gewesen, dass man seit 1990 nicht mehr viel Maskentänze veranstaltete .

Let’s take a look at the glory days of ‘authentic’ provenance:

Strother emphasizes the fact “that the 20th century Pende sculptor has always been fully integrated into the world market. Its production belonged to a mixed economy, with works intended for both Pende connoisseurs and anonymous foreign dealers.” “Gabama a Gingungu and the Secret History of Twentieth-Century Art”, African Arts. Spring 1999, pp. 19-31: p.29) She has noticed that the legendary ethnographers Leo Frobenius (1904) and Emil Torday (1909) acquired Pende objects before they even set foot on their territory. Torday bought from the Compagnie du Kasai headquarters in Dima/Bandundu, at least 575 kilometers downstream on the banks of the Kasai River. “Pende masks circulated as commodities with standardized prices.” (30) European commissions for masks enabled distinguished sculptors to ‘professionalize’ themselves, earning a modest living from this alone. As is well known, the Belgians had instituted a money economy, collecting what they called “taxes” and what the Pende called “tributes”. (28)

Ukrainekrieg, etwas mit Geschmäckle – Gastbeitrag aus der “geschmackstablette” Berlin

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LINK: https://www.geschmackstablette.de/2022/05/16/der-alte/#more-33567  

Tags: Ukraine / Verschwörungstheorien

 

Ein paar Seiten Literatur (16. Mai 2022 von GMZ )

 

 DER ALTE

Das Bild wollte nicht aus dem Kopf. War es der alte, arm wirkende Mann mit der struppigen, dünnen schwarzen Hündin, der sich neben mich an den Tisch gesetzt hatte? Ja, ich hätte mir das Gespräch verbitten können, aber irgendwie war es nicht dazu gekommen, vielleicht weil ich im Herzen nachgiebig bin und manchmal wie ein Opfer wirke. Hätte ich mich ich überhaupt dem aussetzen dürfen, schalt ich mich?

Es war ein alter Mann, dessen schlecht rasierte Bartstoppeln Gleichgültigkeit, einen blinden Badezimmerspiegel oder abgeschabte Rasierklingen verrieten, vielleicht spielte auch alles zusammen. Die Hände des Alten waren ungepflegt, die Fingernägel hatten leicht schwarze Ränder. Vielleicht war die Hündin die einzige, die diesen altem Mann noch freiwillig Wärme gab, auch wenn sie, nachdem sie an dem Alten hochgesprungen war, immer wieder mit ihrer Schnauze an den Rucksack stiess, in dem offenbar die Hundekekse untergebracht waren.

Man dürfe einem Hund nicht verbieten seinen Herrn abzulecken, entgegnete der Alte, weil man dann ihm verbiete, seine Liebe zu zeigen.

Mich ekelte etwas. Hunde sind doch Tiere mit eigenwilligem Geruch.

Es sei vielleicht der letzte Frühsommer, der hier noch so schön sei, sagte der Alte. War es Mitgefühl, was mich dazu verleitet hatte, mich nach der Gesundheit des Wanderers zu erkundigen? Nichts Schlimmes außer dem Alter, sagte der Alte. Aber die Zeit sei böse. Man sähe was für eine Schlächterei sich in der Ukraine abspiele. Man solle doch einfach aufgeben.

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Stephen O. Murray on “The Ethnoromantic Temptation” (1981) – Review

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Kind of Review : “The Scientist and the Irrational – Volume I – Contributions from Ethnology and Anthropology” (1981)  Edited by Hans Peter Duerr” ​​- The title is still appealing.

Translation : November 8, 2021 | dvg   Review written in German : 11.1.2020 (LINK)

Sorry, German is essential for this book and the essay reviewed. By the way, I know and appreciate a lot of Anthropology books that have not been translated into English and are not available digitally.

In autumn 2019, while rummaging through an antiquarian bookshop, I came across two thick paperbacks that were published by Syndikat in Frankfurt forty years ago (1981). But as a high school teacher, I looked in a different direction. Its soiled cover still exudes some of its former elegance – bold colored frontispiece surrounded by white. Inside, there is bold black printing in a reader-friendly size, in complete contrast to Suhrkamp’s scientific paperbacks!

The 690 pages are about “Years of Apprenticeship”, “Shamans, Witches, Ethnographers”, “… “What the Professor Didn’t Say”, “The Description of the Stranger in Science”, “Irrational in Science – Lifelong”, ” Religion of the People and Religion of the Scholars” and much more. A whole volume of “Ethnology and Anthropology”!

“The Ethnoromantic Temptation” (p.377ff.) left the strongest impression on me on nine printed pages by Stephen O. Murray (*1950 in St.Paul, Minnessota, including “The Scientistic Reception of Castaneda” 1979). I am uploading my reading notes and subjective conclusions from autumn 2019 today. I hope the messages from Murray & Co get through to you anyway. >>

MON VOYAGE DANS LE TEMPS À DOUALA EN PIROGUE MAQUETTE

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 J’avais écrit cet article à l’invitation de “KOSMOPOLIS – INTERKULTURELLES MAGAZIN AUS BERLIN” pour le numéro anniversaire n°41-42/2022 “1997-2022” (LIEN à de.wikipediaVous trouvez le texte traduit en bas de page). Sujet : « ZU NEUEN UFERN » (« VERS RIVAGES NOUVELLES »).

Mon texte, publié aux pages 47-55 du magazine, convient comme aperçu et introduction aux différents sujets de mon “PROJET DUALA 2017 -22” (LIEN). L’originale en Allemand (LIEN).

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MY TIME JOURNEY TO THE CAMEROON COAST ON AN OLD MODEL BOAT

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I wrote this article at the invitation of “KOSMOPOLIS – INTERKULTURELLE MAGAZINE FROM BERLIN” (LINK to de.wikipedia. You find the text translated at the bottom of the page) for the No. 41-42/2022 anniversary issue 1997-2022 Subject: “ZU NEUEN UFERN” (‘TRAVELS TO FOREIGN SHORES’)

My text, published there a few days ago pp. 47-55), is suitable as overview and introduction to the various topics of the “DUALA PROJECT 2017-22” (LINK), to the Original  pages in German (LINK) >>

Im Tropenfieber : Walther von Wiese und Kaiserswaldau (Rafai 5/5)

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Upload: 9. Juni 2021. Überarbeitung: 20. Juni 2022

 

Johannes Fabian hat für seine Studie “Im Tropenfieber” (2001) die Reiseberichte verschiedener  v o r-kolonialer Afrikaforscher systematisch gelesen. Ich profitierte von mancher Bemerkung, hatte aber nicht die Energie zur Einarbeitung. Die folgenden Zitate aus dem Kapitel XI, dem “Epilog”, belegen:  Wieses Bericht hätte perfekt zu Fabians ‘Ahnengalerie’ gepasst. Auch hier lässt sich der „Mythos der Afrikaforschung“ durchgängig „mit konkreten spezifischen Informationen konfrontieren, die in denselben Quellen enthalten waren, welche diesen Mythos ausagierten und nährten.“ (365) Auch sein Zeugnis enthält reichlich Material für eine  unaufgeregte “Gegengeschichte“, welche den Blick für unterschiedliche Perspektiven öffnet, methodisch historische Zeugnisse hinterfragt und sie  ‘gegen den Strich zu lesen’ unternimmt.

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„Zeitmarken“ der Nuba – F. Kramer und G.Marx wurden Zeugen der verlorenen „Feste von Dimodonko“

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 Fritz W.Kramer und Gertraud Marx : ‚Zeitmarken – die Feste von Dimodonko’ in der Reihe ‚Sudanesische Marginalien’ im Trickster Verlag, 189 Seiten, München 1993

Upload: 22.Aug. 2015 – überarbeitet 14. Mai 2022

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Die „Petite Messe Solennelle“ von Rossini verführt zur „Unterwerfung“

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Der Hochschulchor der HfMDK führt am 26.1.2022 in der lutherischen Wartburgkirche in Frankfurt „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini (1792-1868) auf. Und in meinem Kopf rumoren das Motiv „Unterwerfung“ von Houellebecq und der Name “Puccini”. Was für ein Mangel an Bildung!

Im Faltblatt druckt man den Text Latein und Deutsch. Das wie in Stein gemeißelte Kirchenlatein erscheint zunächst irritierend kurz, bevor man darin die Vorlage für einen ausgiebigen Belcanto erkennt, in der Oper gewöhnlich als Übertitel projiziert.

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Deutscher Literatur-Ignorant erfährt über Houellebecq von Frankreichs “Unterwerfung”

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…. aus einem Exemplar aus dem Modernen Antiquariat

“Soumission” Flammarion 2015 – Deutsch: Hardcover Dumont Buchverlag  2015 (4.Aufl.)

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Die ‘Heldensagen’ des Ryszard Kapuscinski, verraten vom ‘Judas’ Artur Domosławski

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Nachwort 11. Mai

Mir war nicht so klar, welches Ansehen der Reporter Kapuscinski noch heute genießt. Natürlich konserviert das Netz noch die ersten Abwehrreflexe der Fans als taufrisch,  z.B. Peter Münder für CulturMag (LINK). Dafür ist das Enthüllungsbuch bereits bei medimops  im Billigkarton gelandet. Je nach persönlicher Vorliebe kann man zeitlos von der Empörung über Relotius 2017 zur Begeisterung über Kapuszinski wechseln. Doch “Jahrhundertreporter” und Märchenerzähler waren beide. Was mich beunruhigt, ist der leichtfertigen Umgang mit Domosławski  Anspruch auf “Wahrheit”. Dass die Witwe Kapuszinskis, die ihre Leidensfähigkeit nicht umsonst  bewiesen hatte, Einspruch erhob, war legitim, aber die Absolution Kapuscinskis durch eine unbeteiligte internationale Lesergemeinde, die sich viel auf ihre angebliche Wahrheitsliebe einbildet?  Hat Artur Domosławski nur für eine verstreute Minderheit ohne Einfluss seine immense Arbeit geleistet und im zerstrittenen Polen seinen Ruf riskiert? Es sieht so aus, dass “Wahrheit” sch….egal ist.

30.5.22

Der Umgang mit den Geheimdiensten war auch in der Biografie Thema, aber nur als subjektive Drohkulisse im komfortablen Ruhestand des Reporters. Vor dem aktuellen Hintergrund des Ukraine-Krieges kann ich das nicht mehr so harmlos abtun. Auch auf der Ebene der Medien wird gekämpft, mit Desinformation über das Geschehen, ständiger propagandistischen Mobilisierung der eigenen Reihen und mit dem Versuch der Demoralisierung der Feinde.  Die Frage lässt mich nicht los: Wozu bekam dieser ‘unbezähmbare’ Ryszard Kapuscinski so umstandslos die gewünschten Reisepässe und Devisen? Er war als – im besten Fall – leicht entflammbarer Draufgänger mit kommunistischer Allgemeinbildung  der ideale Mann für die  damaligen Stellvertreterkriege. Und er ‘lieferte’, auch wenn er manchmal frei konfabulierte.

*

 Das Porträtfoto auf dem Schutzumschlag – natürlich undatiert – ließ mich während der ganzen Lektüre nicht los. Hunderte Male schaute ich es an, auch angesichts von über sechshundert gelesenen Seiten ungewöhnlich.

Irgendwann gelangen mir systematische Notizen in der Muße eines Inselurlaubs, dann wieder wollte ich bloß ein paar ‚vernichtende’ Zeugenaussagen abschreiben und zusammenstellen. Zu solchem Aufwand fehlte mir am Ende der Antrieb. Es gibt Wichtigeres. Und ich nehme an, dass mein Publikum Ryszard Kapuscinski längst auf die eine oder andere Weise zu kennen meint und sich die Biografie bei Interesse beschaffen kann. Drei Links stelle ich am Ende zusammen.

Artur Domosławski: Ryszard Kapuściński. Leben und Wahrheit eines Jahrhundertreporters. Deutsch 2014, Rotbuch, Berlin. 704 S., 29,95 €.

 Gliederung:

  • Das Buch
  • Defizite von Kapuscinski
  • Überraschung! Dieser unaktuelle Autor ist eine aktuelle Gefahr
  • Was seine Texte an „Afrika“ vermitteln
  • Bilanz (23.4.22)
  • Etwa eine „Hagiographie! -Warum nicht? (29.4.22)
  • Domoslawskis Rückzug vor der „politischen Biografie“
  • Judas, die Figur
  • Notwendige Ergänzung 1.Mai 2022 : Der „Claas Relotius“-Skandal 2017
  • Links

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Fritz Wiegmann Porträts amerikanischer Soldaten – Leroy Schauder Juli 1945

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DIE ENGLISCHE VERSION ENTHÄLT AUCH DIE ORIGINALZITATE DER AMERIKANISCHEN SEITEN (LINK), DIE DEUTSCHE NUR ÜBERSETZUNGEN (Gv)

Dok

Leroy Schauder 1945 Private Collection, United States

Sechsundsiebzig Jahre nach der Entstehung des Porträts beauftragt eine amerikanische Familie die David Barnett Kunstgalerie (LINK: davidbarnettgallery.com), etwas über das in Familienbesitz befindliche Bild in Erfahrung zu bringen. Die Signatur “Wiegmann” führt den Manager für Bewertungen und Recherche Cameron Quade auf meine Webseite. >>

Fritz Wiegmann Portraits of American G.I.s – Leroy Schauder July 1945

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Dok

Leroy Schauder 1945 Private Collection, United States

Seventy-six years after the portrait was created, an American family commissions the David Barnett Art Gallery (LINK) to find out about a family portrait. The signature “Wiegmann” leads their Manager of Appraisals and Research Cameron Quade to my website. >>

Filip De Boeck erzählt die verborgene Geschichte Kinshasas (2005)

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Filip De Boeck, F. & M.-F. Plissart :Kinshasa – Tales of the Invisible City and the Second World” Einleitung zum gleichnamigen Buch im Ludion Verlag Gent / Königliches Museum für Zentralafrika Tervuren. 288 S. (2004/5).

Die von Academia angebotene deutsche Fassung habe ich am englischen Original korrigiert. Die Literaturangaben fehlen auch dort. Kürzungen, Raffungen und Zwischenüberschriften dieser Textfassung sind von mir.  Meine deutsche Übersetzung  richtet sich an interessierte Laien.  Die roten Ziffern beziehen sich auf die entsprechenden Seiten des Originals (S.13 – 61). Der LINK zum englischen Text HIER. Das ganze Buch ist momentan als Printversion etwa ab 25 € zu haben. De Boeck schickte mir am 5.4. eine Mail mit der französischer Textfassung ( KINSHASA.FR.pp.9-53.pdf ).

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Georg Waldaus Bootsmodell und Gottlob Walkers Feldfoto (2.6)

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Ursprünglich war das Thema in den Blog über “drei junge Männer an der Kamerunküste zwischen 1882 und 1919” (2.5) (LINK) eingefügt. Doch es widerstrebte mir die ganze Zeit über, die triviale Erwerbung eines so konventionellen Produkts mit den dramatischen und tragischen Ereignissen in Verbindung zu setzen. Dafür können jetzt weitere Objekte und Zusammenhänge einbezogen werden. 30.3.2022 >>

Erlebnisse eines Tagelöhners in Berlin – Gastbeitrag

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Erlebnisse eines Tagelöhners

I – Kuba, mon Chéri   (Nov. 2021)

Das liege doch in Schwaben, erwidert Alejandro auf meine Auskunft, dass ich aus Freiburg komme. Angestachelt setze ich zu einer Grundsatzrede über das Verhältnis von Badnern und Schwaben an. Doch Alejandro beschwichtigt mich sofort und versichert mir, dass er mich nur ärgern wollte, denn er wisse genau, dass Freiburg in Baden liege und was dies in Bezug auf Schwaben bedeute. Ich bin beeindruckt, denn für meine bisherigen Gesprächspartner in Berlin entsprach alles, was südlich von Kassel liegt Bayern. Noch viel mehr beeindruckt bin ich jedoch, da Alejandro aus Kuba kommt und erst seit ein paar Jahren in Berlin lebt.

Wir beide sind die nächsten Tage für die Einlasskontrolle eines Luxusmode-Outlets zuständig, denn es ist „Black Week“ – d.h. die Woche des Black Friday (amerikanischer Konsumfeiertag) und es wird ein großer Andrang erwartet. >>

Drei junge Männer an der Kamerunküste zwischen 1882 und 1919 – und die Bakwiri (2.5)

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Themen: „Wildwest“ in Kamerun, die drei Abenteurer Knutson, Waldau und Szcolz Rogoczinski, betrügerischer Landraub um 1890 mittels Scheinverträgen und Gewalt, Plantagenwirtschaft zwischen Victoria (Limbe) und Buea (Bild, Besitzverteilung um 1900), Starke negative Nachwirkungen auf die Bakwiri bis heute.   

Die Vorstellung des von Georg Waldau an der Kamerunküste erworbenen Bootsmodells habe ich auf einen neuen Beitrag (2.6) verschoben (LINK). Sie passt nicht zu den hier geschilderten Ereignissen. 30.3.2022

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DUALA-PROJEKT : INHALTVERZEICHNIS

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T H E M E N S T I C H W  O R TE

STAND  15.2.2022

ERSTE STAFFEL

1.1

Duala in der Geschichte Kameruns – Hintergrund des Bootsmodells

Hochgeladen 21. April 2020 – LINK  /?p11099 – Druck 84% /etwa 15 S.
  • Übersichtskarte 1888
  • Mangroven-Delta von Duala und seine Ökonomie bis ins 19.Jh (Daus „Banlieu“)
  • Sklavenhandel im südwestlichen Kamerun (Paideuma)
  • Politische und soziale Entwicklungen bei den Duala (en.wikipedia)
  • Soziologie der christlichen Mission unter den Duala (de Rosny, Bureau)
  • Siedlungsstruktur von Cameroon-Stadt (Daus), die Hulks und Villen
  • Duala-Aristokratie in der deutschen Kolonie 1884 bis 1914
  • Blick auf die anderen Völker in der Kolonie, Privilegien der Duala
  • Kirche und Gesellschaft (Pallotiner) (Bureau)
  • Kolonialstadt-Konflikt mit Duala King Manga Bell
  • Bamileke (de Rosny), Deutschlandbild nach 1920, „Dechristianisiertes „ Christentum und Wiederentdeckung unsichtbarer Mächte, Sawa-Identität
  • Literatur
  • Leserbrief (Heinrich Lübke)

1.2

Erwerb und Kontext des Bootsmodells

Hochgeladen25. April 2020 –  LINK  /?p11203 – Druck 6 – 8 S.
  • Erster Eindruck, Tastende Suche, Erste Orientierung (Kéczkésy)
  • vom Modell aus dem Tropenmuseum Amsterdam, vom Kanonenboot SMS Olga
  • Eine schöne Legende erreicht mich aus Kamerun – Provenienz (Maurice)
  • … und wird weiter ausgesponnen zur Kanonade gegenüber Jebale Dez. 1884
  • Die Flussinsel Jébalé (Reportage Josiane Kouagheu 2014), Besuch eines Dorfes in Bonabery, Douala
  • Die Bewohner von Jébalé und die Wassergeister (mengu jengu) , Gerüchte über Jébalé (de Rosny)

1.3

Bootsmodell – Beschreibung und Deutung

Hochgeladen 1. Mai 2020 – LINK  /?p11203 – Druck: 92 % etwa 13 S.

  • Holzstich eines repräsentativen Kanu 1884 (Gartenlaube)
  • Bootsmodell um 1900 im Landesmuseum Hannover ( Abb. Katalog heikles Erbe no.147) . Erwerbsfrage .
  • Hypothese: „… von der konservativen Duala-Peripherie“ – Bezug zu Nachbarn am Abo-Fluss (Abb. Keczkésy 1982, no.248)
  • Zwei heraldische Bootsschnäbel (tange) im Museum Fünf Kontinente, Müchen
  • Vergleich der Macht-Geste der ausgebreiteten Arme, Abb. Werbeprospekt (de Rosny.) und Modernes Kunstwerk (Pascal Martine Tayou),
  • Mein Bootsmodell: Interpretation des ‚Sklaven’ in der Mitte – Frage nach den Wassergeistern mengu – Interpretation der zusätzlichen Aufbauten : Schiffsrumpf und Tympanon, Kirchenportale, Uniformierte (Häuptlinge), Feldzeichen mit ‚Weihekreuzen’ – Der kurze (60% der Gesamtlänge) Bootskörper – Hypothese zur Verwendung: Auftritt eines traditionellen Dorfchefs, möglicherweise am Ngondo-Fest

Diese Darstellung ist in sich geschlossen und inhaltlich akzeptabel. Korrekturen daran werde ich in der DRITTEN STAFFEL vornehmen.

 

1.4

„Virtuelle Reise ins Niger-Delta“

Hochgeladen + LINK  3.April 2021 – Druck: etwa 10 S.
    • 1:    Briefwechsel (Duncan Caldwell) Über mein zweites und Duncans (mit tange) Bootsmodell
    • Mit Rosalinde Wilcox ins Niger-Delta (AA t 35-1,2002)
    • Übersichtskarte (Westermann), Victoria (Foto)
    • Douala oderDuala als Schreibweisen
    • Überblick über kommerzielle und kulturelle Verbindungen und vorkoloniale Netzwerke ungeachtet politischer Grenzen
    • Ijebu-Yoruba – Respekt vor der Wasserwelt u. Kooperation mit Kalabari-Ijaw
    • Kanus und Menschen im Niger-Delta Ways of the Rivers, 2002; Drewal: MamiWata 2008, Roger de la Burde:Ijebu-Ekine-Kult AA 7-1, 1973, ….(wg. Abb-)
    • Beispiele afrikanischer Boote und Bootsmodelle für Kult, Fest, Alltag und Export :Altägypten, Urhobo-Totenboot als Aufsatzmaske (Perkins Urhobo2004), Ijo Flussaltar, Urhobo Festboot, Ogoni ‚häusliche Harmonie’ Aufsatzmaske, Parodie und Possenspiel, höfisches Handwerk (Benin) Die Weißen (Thomas Ono) aktuelles Angebot (Salif M.)

1.5

„Afrikanische Ausländer“ in Kamerun

Hochgeladen + LINK  3. April 2021 – Druck: etwa 10 S.
      • Veränderung der Zusammensetzung der Bevölkerung an der Kamerunküste seit dem 19. Jahrhundert (Wilcox: „Transactions and Cultural Interactions…“
      • Landnahme, koloniale und postkoloniale Grenzverschiebungen zwischen Kamerun und Nigeria, Konflikt um die Bakassi- Halbinsel mit Efik-Bevölkerung seit den 1980er Jahren.

1.6

Kamerun – Vom Treuhänder in die Unterentwicklung geführt

Hochgeladen + LINK : 24.Mai 2021 – Druck: 88 % etwa 8 S.
    • Unabhängigkeitsbewegung der UPC ab 1947 und ihre Unterdrückung,
    • Scheinselbständigkeit der „République Cameroun 1960 im Kontext
    • Beitritt von „Southern Cameroons“ 1960, Verfassungskonstruktion mit der Forderung der Koexistenz zweier europäischer Rechtsordnungen und Bildungssysteme, Situation der Sprachen im Vielvölkerstaat
    • Zwei Diktatoren, zwei Epochen
    • Frankreichs Afrikapolitik seit 1960, das System Jacques Foccard (El-Houssein-Aw, Akouegnon)
    • Literaturliste:  zu Zeitgeschichte, Verträge, Sprachen, Bildungssystem und  Rechtssystemen

 

ZWEITE STAFFEL

< Duala-Kanus und ihre Geschichten > 

2.1

Ein transatlantischer Deal – Eine Fallgeschichte 1925 und ihre Akteure

Hochgeladen  + LINK : 17. Juli 2021 – Druck: etwa 90% 9 S.
  • Dokumentierte Chronik des Ankaufs : Field Museum of Natural History (Chicago), Jan Kleykamp, Baron v. d. Heydt, Firma J.F.G Umlauff
  • und die weitere Objektgeschichte 1925-1984 (Field Museum)
  • Der Sammler Eduard von der Heydt (wikipedia)
  • Die internationalen Geschäfte der Firma Hamburg (H.Thode-Aurora, Britta Lange)      9 S.

 

2.2

Zwei Sammler nach 2000 Owen D. Mort (USA) und Alain Veyret (Frankreich

 Hochgeladen + LINK : 25. September 2021– Druck:  bei 94%  etwa 6 S.
  • Das Snite-Museum of Art on the University of Notre Dame, South Bend, Indiana
  • Sammlerporträt von Owen D. Mort (+ 2012) (Elizabeth Gron Morton, Dimensions of Power 2018)
  • Alain Veyret (1947-2021) – Zeitungsverleger, Politiker, Sammler und Aufklärer  – Nachruf
  • Alain Veyret’s Interview an der „Mieux Vivre Expo“ („Besser leben Expo“) im „Parc des Expositions de la Haute Savoie“ 2013

 

2.3

Das Bootsmodell in Krakau (Polen) und der Sammler Sczolz-Rogozinski  (mit Gastbeitrag)

 Hochgeladen + LINK : 28.September 2021

  •  Notiz zur Neuorganisation
  • ( Neu bearbeiteter) Zwischenbericht zu bisherigen Ergebnissen des Blog-Projekts
  • Der Originalbeitrag des Kurators Jacek Kukuczka in der Email vom 19.2.2021
  • Ankündigung weiterer Informationen zum Sammler

2.4

“Antilope” (Field Museum) und “Arche Noah” (Peabody Essex Museum), Sammler Weld

         Hochgeladen+ LINK : 15. Februar 2022

  • Wassergeist “Antilope” auf einem Bootsmodell der Weltausstellung Chicago 1893
  • Vielfalt der lokalen Maskeraden der Ijebu (Nigeria) in Ablauf und Stil der Masken
  • Waagrecht getragen – Warum?
  • Tiere als symbolische Vertreter diverser Geister
  • Das Beispiel des in der Zwergantilope verkörperten Wassergeistes
  • ( “Arche Noah” ca.1805 – Charles G. Weld – Spekulationen zum Bootsschnabel (tange) ist in Arbeit)

2.5

Drei junge Männer an der Kamerunküste zwischen 1882 und 1919 – und die Seite der Bakwiri

Hochgeladen  + LINK :     |

Themen:

  • „Wildwest“ in Kamerun
  • die drei Abenteurer Knutson, Waldau und Szcolz Rogoczinski
  • betrügerischer Landraub um 1890 mittels Scheinverträgen und Gewalt,
  • Plantagenwirtschaft zwischen Victoria (Limbe) und Buea (Bild, Besitzverteilung um 1900),
  • „Nachwirkungen“ auf die Bakwiri bis heute. (Heiko Möhle: “Eine endlose Geschichte – Nachwirkungen des Deutschen Kolonialismus in Kamerun” (freiburg-postkolonial.de LINK)
     

2.6

Das von Georg Waldau erworbene ‘Duala’- Bootsmodell und vergleichbare Exemplare

Hochgeladen +  LINK:    |

Ursprünglich war dies Thema in den Blog über “drei junge Männer an der Kamerunküste zwischen 1882 und 1919” (2.5) (LINK) eingefügt. Doch es widerstrebte mir die ganze Zeit über, die triviale Erwerbung eines so konventionellen Produkts mit den dramatischen und tragischen Geschehnissen in Verbindung zu setzen. Dafür können jetzt Objekte und Zusammenhänge einbezogen werden.

 

 

 

 

Ungewöhnliche Bootsmodelle vom Field Museum und Peabody Essex : “Agira” und “Arche” (2.4)

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Unsere “Virtuelle Reise ins Niger-Delta” (Blog 1.4 LINK zu 1.4) hat uns bereits über Rosalinde G. Wilcox und dem Sammelband “Ways of the Rivers” (UCLA 2002)   mit “Menschen im Niger-Delta”, besonders Ijo und Ijebu, und deren festlichen Wassergeist-Kulten bekannt gemacht. Nicht mit den verbreiteten Kulten der “Mami Wata” verwechseln! (Blog LINK).

Zwei ausgefallene Bootsmodelle führen erneut zu den kulturellen Verbindungen zwischen den zwei Flussdeltas.  Als Provenienz bietet sich “Duala” an, weil sie über einen hölzernen Bootsschnabel (tange) verfügen, aber Duncans Modell in (Blog 1.4)  hat uns gezeigt, dass die gesamte Küste – von den Ijo und den Ijebu-Yoruba im Niger-Delta über die Stadt Calabar bis zum Wuri-Delta in Kamerun – in Frage kommt . Dort  hießen die entsprechenden Wassergeister “jengu” (Blog 1.2 LINK) >>

Schön wie die Sünde – Meine Kinderbücher “Der schwarze Jumbo”

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Hochgeladen: 17. Apr. 2021, am 21. Jan. 2022 ergänzt um 2 Kommentare und eng.wikipedia

Bei dem Klima wachsender Intoleranz in der westlichen Welt juckt es mich in den Fingern, meine alten ‘unkorrekten’ oder einfach irritierenden Kinderbücher ins Netz zu stellen. Ich beginne mit……

 

 “DER SCHWARZE JUMBO”     (1948)

>>

Afrika in Berlin – aktuelle Schlossführung durch GMZ (Gast)

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GMZ betreibt die literarisch–fotografische Webseite “Geschmackstablette – Kunst und Karma” (LINK). (Warum gerade ‘Karma’? Vielleicht sollte ich ihn einfach ‘mal fragen.) Die Beiträge über Berlin und seine Eindrücke vom Besuch des Humboldtforum sollten nicht nur die Brüder Alexander und Wilhelm möglichst bald lesen!   Gv

>>

Die “Frankfurter Allgemeine” fetzen : Drei Monate an einem Nachmittag – ein Überblick

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Geschrieben am 29. Aug. 2021 – veröffentlicht am 9. Nov. 2021 –  aktualisiert am 15. Dez. 2021

Die FAZ fetzen 

 BILANZ: DIE “FRANKFURTER ALLGEMEINE” IST EINE ZEITUNG FÜR DEUTSCHLAND, FÜR DEN TAG UND NICHT MEHR. JEDE SOZIALE ELITE HAT DIE PRESSE, DIE SIE VERDIENT. >>

Zur Person -Walther von Wiese und Kaiserswaldau (1879 -1945) (2/5)

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  • hochgeladen am 8. Juni 2021  Aktueller Stand:  Zwei Kommentare bis zum 9. Dezember 2021    

     MOMENTAUFNAHME

Ein französischer Kolonialoffizier, Capitaine Devaux, trifft den Zweiunddreißigjährigen  am 24. Februar 1911 in einem Dorf am Ubangi.

Band 1 der 2-bändigen Ausgabe.: offiz. Porträt

Ich stieg herab und ein schöner großer Junge in Felduniform kam mir entgegen und präsentierte sich militärisch im Deutschen Stil, die Hacken zusammenschlagend: Leutnant von Wies (sic!), Adjutant von Herzog Adolf-Friedrich von Mecklenburg-Schwerin. (…) Zwischen Soldaten konnte der Abend nur in einem sehr interessanten Gespräch gut verlaufen. Aus den Geschichten, die Leutnant von Wies uns erzählte, wurden wir auf seine bemerkenswerte Informiertheit aufmerksam, wie zuletzt in einem Interview. Herr von Wies konnte seine sehr genaue Einschätzung des Wertes eines unserer Posten abgeben, da von ihm wie von allen anderen Mitgliedern der Mission die beste und vollständigste Bestandsaufnahme unseres Kongo vorgenommen wurde. Als die deutsche Regierung über die Berichte von der Mission des Herzogs von Mecklenburg erfuhr, konnte sie den “Panther” nach Agadir schicken, weil sie besser als wir wusste, was unser Kongo wert war und welche Teile als erste abzutrennen wären. >>

Der Wissenschaftler und das Irrationale – Erster Band – Beiträge aus Ethnologie und Anthropologie” (1981)- Review

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Verfasst : 11.1.2020

Beim Stöbern in einem fremden Antiquariat stoße ich im Herbst 2019 auf zwei dicke Paperbacks, die vor vierzig Jahren (1981) bei Syndikat in Frankfurt verlegt wurden. Da blickte ich aber als Gymnasiallehrer in eine andere Richtung. Ihr angeschmutzter Umschlag strahlt noch immer etwas von seiner früheren Eleganz aus – freches farbiges Titelbild von Weiß umgeben. Im Innern herrscht kräftige Druckschwärze in lesefreundlicher Größe, ganz im Unterschied zu Suhrkamps wissenschaftlichen Taschenbüchern!

“Der Wissenschaftler und das Irrationale – Erster Band – Beiträge aus Ethnologie und Anthropologie Herausgegeben von Hans Peter Duerr” so lockt der Titel noch immer.

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Der Maler Siegfried Klapper in Wildeshausen

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Am 8. August 2021 erhält der Beitrag von 2017 (LINK) folgenden KOMMENTAR  von Henning Hopf :

“Ich kannte Siegfried Klapper als er noch in Wildeshausen (LINK) wohnte und in der Heemstrasse unser Nachbar war. Ich habe ihn später noch einmal in Lich besucht. Ich habe einige Bilder von ihm und weiß, wo weitere sind.”

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Als Lombi identifiziert ? – Recherche in Richtung Lengola, Metoko und Jonga

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Lengola - Jonga >>

Schöne Aussicht vom Loft des VITRA Hauses in Weil am Rhein

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6.10.21

Das Haus mit Ausblicken in die Natur nach  drei Seiten, heute noch gesteigert durch ein Lichttheater – geniales Ambiente für eine altbackene ‚Moderne’.  Viel dummes Zeugs für Neureiche in aller Welt. Im ‚Loft’ haben importierte Designer eine “Wohnwelt gegen den Lockdown” zusammengestellt, als ob solch ein Lockdown für Reiche von Bedeutung wäre. >>

Duala Kanus und ihre Geschichten (2.3) – Das Bootsmodell aus Krakau (Polen)

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aktualisiert 9.2. 2022

KONTEXT

Im Zuge der Weiterentwicklung des Blog-Projekts erhält der Beitrag „Duala Bootsmodelle – Gehandelt, deponiert, zerstört, vergessen, wiederentdeckt”  eine neue Zuordnung und wird zum dritten Beitrag DER ZWEITEN STAFFEL “DUALA KANUS UND IHRE GESCHICHTEN”. (2.3)

Bei einigen Objekten habe ich relativ viel über die Sammler erfahren, über die Kolonialgeschichte und das Schicksal von Individuen, und über den Kunstmarkt damals und heute. Das alles war Thema seit ab Sommer letzten Jahres.

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(9) Duala Model Boats – Traded, stored, damaged, forgotten, rediscovered

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Updates and additions January 8, 2022

1. Work report        2. Case study (Kraków, Poland)

One trendy keyword you may expect  in the headline is missing: „stolen“. And another keyword: „Saved“. >>

Duala-Model Boats … (8): African Art Collectors Owen D. Mort jr. (USA) and Alain Veyret (France)

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Revised 26.9.2021 – Original in German:

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On the trails of the twenty-seven model boats Leo Frobenius presented in 1897, my inquiries were well received throughout Europe and the USA. In the meantime I have come across the boat beak (‘tange’) of my boat – described in post (2/3) – on three more models. Two of them are now in museums, two with modern private collectors.

Post (7a) put us back in the year 1925 and we were able to follow a boat model from J.F.G. Umlauff Company in Hamburg to the Field Museum of Natural History in Chicago. We even met the legendary art collector Baron von der Heydt.

The other three canoe models have only reached Europe or America in the last two decades. There is some evidence that they were brought directly from Cameroon. My acquisition history was told in post (2/3).

Owen D. Mort Jr. and Alain Veyret deserve particular interest with their biographies, which are typical for many collectors. >>

Duala-Boote … (2.2): Zwei moderne Sammler – Owen D. Mort Jr. (USA) und Alain Veyret (F)

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  Auf der Spur der siebenundzwanzig Boote, die Leo Frobenius 1897 dokumentierte, hatten meine Anfragen in ganz Europa und den USA gute Resonanz. Inzwischen ist mir der im Beitrag (1.3) bereits beschriebene Bootsschnabel (‘tange’) meines Bootsmodells noch an drei weiteren begegnet. Zwei davon befinden sich heute in Museen, zwei bei modernen Privatsammlern.

Die ‚Objektbiografie’ im  Beitrag (2.1) versetzte uns ins Jahr 1925 und wir konnten mit dem Bootsmodell von der Firma J.F.G. Umlauff in Hamburg um die halbe Welt zum Field-Museum of Natural History in Chicago reisen,  und wir bekamen sogar mit dem legendären Kunstsammler Baron von der Heydt zu tun. >>

Erinnerung an die Trumpwahl 2016 – Torheit oder Weisheit des Chronisten

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5.11.2016  :  Dämmerung über den USA

Dann eben Trump. Wenn integre intelligente Präsidenten kaum etwas für die Menschen bewirken. >>

Braucht Afrika noch Löwen oder Waldelefanten? (deutsch/englisch)

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Das Muster des Naturschutzes in Zentralafrika scheitert gerade”  – Bericht von einer Expertentagung in Yaoundé/Kamerun, von Eric Njono Nana

The pattern of conservation in Central Africa is failing: an analysis of the current situation“Academia Letters, Article 3349 by Eric Njono Nana >>

SAIGON 1975 – KABUL 2021 in Ken Burns und Lynn Novick : „Vietnam“

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Ken Burns und Lynn Novick „Vietnam“    9-teilige Dokumentar-Serie je 53’ USA 2017

Drei Abende lang ausgestrahlt in ARTE vom 10. bis 12. August  – In der ARTE-Mediathek verfügbar bis 5. Februar 2022 (LINK)

Drei von neun Stunden angeschaut, keineswegs traumatisiert. Die berüchtigten Aufnahmen angeblich „nicht für Kinder und Jugendliche geeignet“, laden zum Hinschauen ein, entsprechende haben sich vor einem halben Jahrhundert meiner Generation ins Gedächtnis eingebrannt. Die neun Folgen geben Gelegenheit zu erneuter Begegnung und aktueller Einordnung. >>

CORONA-FIEBER DIE ERSTE STAFFEL 01-23….

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Seit 20.5.2020 erschienen

Mit  Nr. 23.  endet die Numerierung von “Corona-Fieber”, worin ich die Glossen auf der Titelseite geparkt hatte und begann einen neuen Versuch mit der Kategorie “Notierte Zitate”. Sie soll Zeit sparen und Verdopplungen vermeiden, damit nicht Alles gleich einem abgründigen Vergessen zum Opfer fällt.    16.10.2021

 

 23. 9.2021

Ein bedenkenswerter Satz im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen – ard 23.9. “Schlussrunde..”Topjournalistin Tina Hassel sagt bei ihrer Frage nach “Wunschpartnern” der “Spitzenkandidaten” sinngemäß Folgendes : “Frau Weidel, Sie können sich jetzt entspannt zurücklehnen, mit Ihnen will ja keiner koalieren.”  Noch dem letzten Wahlbürger in Deutschland ist das klar! Hassel freut sich vielleicht über einen Erfolg, der auch der ihre ist, aber im Grunde ist die Situation peinlich. Alice Weidel lächelt verständnisvoll.

23.

“Mehr Verrisse braucht das Land!”

Mit diesem Titel in der NZZ (31.7.21 Feuilleton) spricht mir Rainer Moritz aus der Seele. Ich fühle mich manchmal – nicht nur, wenn ich als “Kunstkommissar” unterwegs bin – als notorischer Nörgler missverstanden. Der Artikel behandelt klugerweise nur “Literaturkritik”, aber trifft damit eine Stimmung in der Kulturwelt, in der sich selbst ‘konstruktive’ Kritik zu verbieten scheint. Ein Zitat zur Einstimmung (LINK):

Unter dem unzweideutigen Titel «Lauter Verrisse» veröffentlichte Marcel Reich-Ranicki 1970 ein gutes Dutzend seiner wenig wohlwollenden Rezensionen in Buchform (….) in einem einleitenden Essay gab sich der später als «Literaturpapst» in die Geschichte eingegangene Kritiker alle Mühe zu begründen, warum sein Metier ohne saftige Verrisse sinnlos sei. Ein halbes Jahrhundert ist seitdem vergangen, und von der anregenden Kultur des kraftvollen Verrisses ist fast nichts mehr geblieben. Die Literaturkritik, die einst wie ein Tiger sprang, ist als zahmer Bettvorleger gelandet. Wo vernichtende Rezensionen – etwa zu Günter Grass’ «Ein weites Feld» – früher zu heftigen Kontroversen führten und dazu zwangen, über literaturkritische Massstäbe nachzudenken, waltet inzwischen ein Kuschelkurs. (….)

22

  9. Juli 2021   Neidvoll und schadenfroh

Lieber Detlev, am Samstag geniesse ich noch den jamon iberico und sol-y-sombra in Espana. Afrikaner gibts auch hier: sie laufen den Strand ab und bieten billige indische Tücher an. Also erst in 2 Wochen wird ein Flohmarktbesuch möglich sein. Herzlich – H.-J.

 

Wenn er Glück hat, schrammt er nächste Woche an der Quarantäne vorbei. Wir wollen doch alle nur noch weg, ‘die Grünen’ voran!  – Vierzig Kommentare zur Baerlauch gelesen, bin völlig fertig, Ein Link hat Suchtpotential: “PUBLICO“. Die Frage: “Warum findet sie überhaupt Wähler? Weil sie einen bestimmten Typus verkörpert, und zwar makellos.”   9.7.21

21

“22.6.21 – Mail an hr info : Sprachkultur und Symbolpolitik in der Nachrichtensendung

noch separat  (LINK) – spontan als Hörerbrief geschrieben, bin gespannt ob jemand antwortet.

 

20

Reinhard K. Sprenger

«Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche einmal, zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.» Ein tibetisches Sinnbild. Es lässt sich übertragen auf die Gegenwartsdebatten, die von minoritären Interpretationseliten beherrscht werden. Diese Minderheiten kommen richtungspolitisch von rechts oder von links, begründen sich mit Identität oder Religion oder Nation oder Menschenrechten, mit Hautfarbe, Rasse oder Geschlecht, mit Werten, Natur oder Sprache. Bekenntnisvirtuos belehren sie die Mehrheit darüber, welchen Partikularinteressen nunmehr allgemeine Geltung zu verschaffen sei und was man sagen oder tun dürfe. Und was nicht. Die Fähigkeit dieser ebenso lautstarken wie zum Teil winzigen Minderheiten, der Restgesellschaft ihre Denk- und Sprechmuster aufzuzwingen, ist aufmerksamkeitsökonomisch so erfolgreich, dass sie sogar zur «gefühlten» Mehrheit wird. Voraussetzung für diese Aufmerksamkeit ist nicht Leistung, sondern Benachteiligung. Dafür wird die Welt eingeteilt in Opfer und Täter. Um zum Opferklub zu gehören, muss man nicht diskriminiert werden, es reicht, sich diskriminiert zu fühlen oder sich moralisch zu mandatieren, im Namen von Opfern zu sprechen. Historisches oder strukturelles Unrecht wird dramatisiert, weil nur das Zugang zu den grossmedialen Sprachrohren garantiert, die wiederum das Wertverständnis der Gesellschaft neu organisieren. Aus dieser Opferposition fordert man Rettung oder Wiedergutmachung. Um die kulturkämpferischen Anspruchskollektive milde zu stimmen, wedeln die wirklichen oder gefühlten Täter mit Tugenden. In den Verlautbarungen der Wirtschaft wabert es nur so von Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, Werten, Ökologie und Verantwortung. Unternehmen gründen sich neu als Naturschutzbünde und vermarkten ihre Produkte als den moralisch besseren Konsum  …………..”

>>

Drei Figuren im “Stil” der “Kontaktzone” der Azande (1/5)

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Den ersten Entwurf habe ich am 6. Januar 2021 veröffentlicht und mehrfach aktualisiert. Er wurde bis heute 120 x aufgerufen. In der Zwischenzeit sind weitere Beiträge dazugekommen:

  • zum Sammler der zwei wichtigen Vergleichsstücke, dem Leutnant  Walter von Wiese und Kaiserswaldau: (2) Zur Person  (LINK),
  • Zu der Expedition 1911 und zu den Verhältnissen an der Grenze zwischen den von Frankreich, von Belgien und  Großbritannien besetzten Gebieten : (3) Im zweiten ‘Herz der Finsternis” (LINK ) und (4) : Drei Sultanate der Azande (LINK).

Die  Beiträge nutzen v.Wieses Reisebericht und konfrontieren ihn mit anderen Informationen zu den europäischen Kolonialeroberungen in Zentralafrika . >>

Duala-Kanus und ihre Geschichten : Transatlantischer Deal 1925 (2.1)

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DAS DUALA-PROJEKT – ZWEITE STAFFEL :  Geschichte und Schicksal der Bootsmodelle und ihrer Sammler

Field Museum of Natural History —  Jan Kleyman — Baron v.d. Heydt — J.F.G.Umlauff — Weltmarkt für Ethnographica
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Duala Canoes and their Story – A transatlantic Deal 1925

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Field Museum of Natural History —  Jan Kleyman — Baron v.d. Heydt — J.F.G.Umlauff — World market for ethnographics

Foreword

c v.Graeve 2019

You know the story of my canoe model from blog two (LINK: “My Special Duala War Canoe Model”). I still have a snapshot of the handover to offer.

On the trail of the twenty-seven boats Leo Frobenius documented in 1897, my inquiries all over Europe and the USA had a good response and at first I did not know how to handle more than thirty documented models. >>

Zweites ‘Herz der Finsternis’ – Frankreichs Äquatorialafrika 1911 (3/5)

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Hochgeladen 9. Juni 2021 – Stand 5.Juli

Nach der Aufteilung der Expedition und seinem Abschied von Herzog zu Mecklenburg am 1. Februar 1911 in Fort Lamy (dem heutigen Djamena/Tschad) reist v.Wiese auf der kolonialen „Hauptroute“ zurück in den Süden zum Kongobecken. Damit beginnt seine eigene Reiseerzählung – im „Tagebuch“ ebenso wie im 1.Band von „Vom Kongo zum Niger und Nil“ 3. Kapitel. Er hat den Auftrag, drei bedeutende “Sultanate” der Azande am Mbomu in Augenschein zu nehmen. Am ersten, dem  “Sultanat Bangassu” lassen sich die Themen “Pazifizierung” und “Konzessionsgesellschaften” gut exemplifizieren. Der Vergleich von Bangassu, Rafai und Semio erfolgt in 4/5. (LINK)

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Sunday Talk on Tribal Art Collecting

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Sunday, 4th July 2021 – The dialogue follows an addition to my “Salampasu” blog (LINK)

S.D.

I’d be very curious to know more about your tribal art collecting.   Are you just African or do you do oceanic as well? Are you a systematic collector or an opportunist like myself? Where do you look for your pieces and how has that changed over the years?

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WILLKOMMEN BEI DEN SALAMPASU ! aktuell

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Hochgeladen 15. Mai 2019

 

 

 

Der Titel ist reine Ironie. Die Salampasu im Süden der DRC an der Grenze zu Angola haben einen schlechten Ruf. Schließlich konnte ein Mann dort über Jahrhunderte nur als Jäger, Krieger und Kannibale zu Ansehen gelangen. Und die Volksgruppe gab später neugierigen Fremden ungern ihre Familiengeheimnisse preis. >>

Sprachkultur und  Symbolpolitik in der Nachrichtensendung

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22.6.21    Mail an hr info >>

Drei Sultane der Azande im direkten Vergleich 1911 (4/5)

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Hochgeladen am 11.Juni 2021 – Stand: 21. Juli
v.Wiese hat den Auftrag, drei bedeutende “Sultanate” den Mbomu aufwärts zu visitieren, ein jedes mit eigenem Profil. Ihre Schilderung dominiert die Reiseerzählung – im „Tagebuch“ ebenso wie im 1.Band von „Vom Kongo zum Niger und Nil“ 3. Kapitel. 
Die Völker-Karte von V.Wiese und Kaiserswaldau hat eine bemerkenswerte Besonderheit, die im Feld oben rechts ausdrücklich vermerkt ist: “Auf dem westlichen Teil der Karte sind die Völkergruppen durch farbige Flächen, aif dem östlichen Teile hingegen die politischen Gebiete der Sultanate durch Randkolorit bezeichnet.” – Eine geniale Idee, um die para-staatliche Rolle der drei Sultanate, ihren despotischen Charakter und die ‘Nivellierung’ der von ihnen Unterworfenen auszudrücken. >>

Diskriminierungsfrei und gesetzestreu

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Voreiliges Pamphlet anlässlich meiner Pensionierung im Mai 2009

Hochgeladen 19.6.2021

26.5.09 „Pensionierung“

Ich komme direkt aus drei Jahren „Vorruhestand“ an die Altkönigschule gefahren, um bei dem mir unbekannten Schulleiter meine Urkunde abzuholen. Habe viele Kollegen getroffen. Die erinnern mich an die „Titanic, die unter Dampf unterging“ oder eher noch an eine „unsinkbare Titanic“. Die alten Kollegen würde ich allesamt in Pension schicken, sie tun mir einfach leid. Der „Altbau“ sieht aus wie die Bronx, das dürfte nicht hingenommen werden. Johnny Kumar (“möeh”- Redakteur) ist mir sympathisch.

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„Diskriminierungsfreiheit“ und „Gesetzestreue“ sind Eckwerte des Systems, weil Erfolgsvoraussetzung für die Durchsetzung des gläsernen Menschen. Sie werden in der westlichen Welt momentan durchgesetzt, als ob ein Plan dahinter wäre. >>

E/F1.6 Cameroun, plumé par la France / Cameroon, managed by France

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ORIGINAL : “DUALA” (6) : Kamerun – Vom Treuhänder in die Unterentwicklung geführt – DEUTSCH (24.5.2021)  (LINK)

Preface

Admittedly, I have a hard time with the political chapters (5) and (6) of this blog. A broad topic that can hardly be seen through from the outside, and which can make you angry or depressed, depending on your point of view. What I, as a contemporary of the 20th century, had noticed from the colonialism of Europe – especially France – shows its ugly face again in the current long-term consequences. Hence the sarcastic headline.

Certes, j’ai du mal avec les chapitres politiques (5) et (6) de ce blog. Un sujet large que l’on ne voit guère de l’extérieur, et qui peut vous mettre en colère ou déprimé, selon votre point de vue. Ce que moi, en tant que contemporain du XXe siècle, avais remarqué du colonialisme de l’Europe – en particulier de la France – montre à nouveau sa grimace dans les conséquences actuelles à long terme. D’où le titre sarcastique. >>

Haben die Afrikaner ihre Bewegungsfreiheit verloren – JA und NEIN

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Zwei Blicke auf John Iliffe : Geschichte Afrikas(1997)

(Cambridge 1995, C.H.Beck  München 1997,2000)      Upload 13.3.2019; kontrolliert 4.5.21

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“Hommage aux anciens créateurs” (Chéri Samba) – version 1994 et à suivre

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Publié le 2 sept. 2020

LIEN à la version actuelle en allemand             LIEN au premier Blog sur la peinture de 1999 .

Actuellement au Quai Branly dans “EX AFRICA”

JUILLET 2020

Une deuxième version du sujet apparaît dans le catalogue de l’exposition «Neue Kunst aus Afrika» de la «Haus der Kulturen der Welt» à Berlin, avec la date 1994.

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«Douala»(F/E 5): «Étrangers africains» / “African Foreigners”

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L’expression «étrangers africains», qui fait référence aux «Africains» en «Afrique», peut être irritante au début, mais elle décrit le sort d’un nombre infini de personnes en Afrique post-coloniale, pas seulement les réfugiés. Voyons comment les délimitations coloniales et postcoloniales, mais aussi les systèmes juridiques importés, ont créé de nouvelles injustices dans la région des deltas fluviaux communicants.

The phrase “African foreigners”, which refers to “Africans” in “Africa”, may be irritating at first, but it describes the plight of an endless number of people in post-colonial Africa, not just refugees. Let us see how colonial and postcolonial boundaries, but also imported legal systems, created new injustices in the region of the communicating river deltas.  >>

“Duala Kanu” (1.5) : “Afrikanische Ausländer” an Kameruns Küste

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„Afrikanische Ausländer“ – der Ausdruck mag, auf ‘Afrikaner’ in ‘Afrika’ gemünzt, im ersten Moment irritieren, aber er bezeichnet die Situation unendlich vieler Menschen, ja ganzer Völker im postkolonialen Afrika, und nicht nur die von Flüchtlingen. Schauen wir uns an, wie koloniale und postkoloniale Grenzziehungen, aber auch importierte ‘Rechtsordnungen’ in der Region der kommunizierenden Flussdeltas  neues Unrecht geschaffen haben. >>

„WE COME AS FRIENDS“ (Südsudan) – Vorstellung der neuen Kolonialisten

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Bildschirmfoto 2018-11-06

 

Vor zwei Jahren hochgeladen (genau am 6.11.2018) und inzwischen 8x aufgerufen! Eine Schande!

Das sollte sich die verspielte post-koloniale Wohlstandsblase zu Gemüte führen, und andere Features der Art, von denen es noch genügend gibt!

# Zweiter Versuch am 24.4. 2021 #

 

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Mischa Hedingers „African Mirror“ – postkolonial

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RENÉ GARDI (1909-2000)

Zwanzig Jahre nach seinem Tod – eben erst war er zur Würde eines dieser langweiligen Straßennamen gekommen, sechzig Jahre nach seinen Kinofilmen und fünfundsiebzig Jahre nach seinem Scheitern als Pädagoge, wurde ‘die Legende’ durch einen Dokumentarfilm ins grelle Licht gezerrt und musste mit umfangreichen Archivalien gegen sich selbst aussagen. Der Coup, der nur im Archiv und am Schneidetisch  gelandet wurde, muss dem Regisseur Hedinger elegant gelungen sein, denn die Liste der absolvierten Festivals ist lang. (LINK). >>

Zeichen, die leben : Inoue Yu-Ichi

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Doku

“Yu-Ichi HIN” Info-Flyer S.4

 

Die Technik ist unerheblich“, sagt Inoue Yu-Ichi am Schluss. Doch das  auf der breiten Basis einer Zeichenschrift, ihrer Traditionen >>