Archiv der Kategorie: „WIE GEHT’S UNS DENN HEUTE?“

Die meisten Dummheiten verdienen nicht mehr als zwei SĂ€tze, mehr ist eigentlich Luxus. Es klappt nicht, aber ich gebe mir MĂŒhe.

Wie erzählt man Afrika? – Das Thema entdĂ€monisieren! Aber radikal.

|

Ich beschrĂ€nke mich auf Andreas Kilbs Beobachtungen an „Planet Afrika“ und entdecke eine  intelligente Ausstellungsmethode fĂŒr magere Zeiten – sie haben lĂ€ngst begonnen! –  in seiner Doppelrezension aus Berlin.

Planet Afrika. James-Simon-Galerie, Museumsinsel Berlin, bis 24. April 2025.

Geschichte(n) Tansanias. Humboldt Forum, seit 29. November. Jeweils kein Katalog!

>>

Aber das Team Xi Jin-ping ist besser. (Tagebuch 6.10.24)

|

Musk ist kein Sonderling. Sondern ein Stratege. Aber das Team Xi Jin-ping ist besser.

Das chinesische Staatsmodell, in Jahrtausenden entwickelt und mit dem Bolschewismus modernisiert, verfĂŒgt ĂŒber die Eiserne Klammer, die noch die Ă€ußerste Dynamik zeitweise schockgefrieren kann. Der ganze Rest, „das Volk“, scheint im „Rebellischen Affen“ des Volksromans verkörpert, der von der Zaubermacht des ‚Buddhisten’, des ‚Mönchs’ gefĂŒgig gemacht und mit elektronischem Zaumzeug gesteuert wird. >>

Seltene Erden machen mich traurig. Und wie schrieb schon Hans Blumenberg?

|

„Seltene Erden – Die dunkle Seite der Hightech-Metalle“ – Eines dieser Features, die uns noch ‚aufklĂ€ren‘ sollen. Man glaubt es nicht: Es ist bereits 10 Jahre alt. Damals entstand auch mein Kommentar.

Christian Schidlowski,52′, 2013. Ausgestrahlt am 16. Januar 2014 im ZDF,

Offizielle Zusammenfassung (LINK): >>

Triste Neuinszenierung des Schauspiels „Freie Welt“!

|

Ein Textentwurf Àlteren Datums bietet doppelten Vorteil: In einer nur zum Schlechteren  verÀnderten Situation spart er Energie, die anderswo besser eingesetzt ist, und lÀsst zum Nachdenken Raum.       16. November 2024

Diese Weltkarte in der NZZ im MĂ€rz 2023 nach einem Jahr Krieg war eindeutig:

21.3.23 nachts

>>

Virologen, DĂ€monologen, Wirologen, Wirrologen (2020-24)

|

Angesichts der Aussicht, dass Zauberlehrlinge in Berlin sich nach Weihnachten wieder frech als KrisenbewÀltiger zur Wahl stellen, ein bisher ungedrucktes Zeugnis aus meinem ersten Corona-Jahr; Sehen Sie selbst, was daraus aktualisiert werden kann. 16.11.24 >>

VON ZBIGNIEW HERBERT ABGESCHRIEBEN

|

 

„Orden des weißen Adlers“, das höchste Ehrenzeichen der Dritten Republik Polen , der Ersten Republik Polen, des Herzogtums Warschau, Kongresspolens (bis 1831) und der Zweiten Republik Polen (1918–1945).“ 2007 posthum

>>

Fetisch / nkisi – Homöopathie – Placebo-Forschung (dt./engl.)

|

15.12.22

In einem frĂŒheren Blog zitiere ich MacGaffey’s Schilderung des Arbeitsgebiets der Heiler unter den Bakongo und wie sie mit ihren Hilfsobjekten,  den „minkisi“ arbeiten. (LINK zu „Wyatt MacGaffey ĂŒber “Minkisi” von der Loango-KĂŒste. Deutsch“)

„Wer heilt hat Recht“?  – Aber was heißt denn ‚Heilung’? –  Überall in der Welt konkurrieren Therapeuten um mögliche Klienten und um die Anerkennung seitens sozialer und politischer Instanzen, und  sie polemisieren gegeneinander.

 „HR 2  Kultur“ in der Reihe „DER TAG“ am 14.12.22 :

„Homöopathie – die Macht der KĂŒgelchen“

Die Anmoderation sagt:

Die Homöopathie ist beliebt, obwohl ihre Wirksamkeit nicht belegt ist, jedenfalls nicht ĂŒber den Placeboeffekt hinaus. Aber vielleicht reicht der ja auch schon: Heilt bei Homöopathie der Glaube? Homöopathie – Humbug oder Heilung? DarĂŒber sprechen wir unter anderem mit Dr. Uwe Friedrich, Homöopath, Dr. Christian LĂŒbbers, Homöopathie-Kritiker, und Prof. Dr. Stefan Schmidt, Placebo-Forscher. >>

Niklas Luhmann „Ökologische Kommunikation“ (1986 !) – Empfehlung.

|

„Ökologische Kommunikation . Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische GefĂ€hrdungen einstellen?“  Westdt. Verlag 1986, nach der 3.Auflage 1990 ISBN 3-531-11775-0 Momentan ab 19€ (nach Just Books) zu haben. >>

Deutscher Literatur-Ignorant erfĂ€hrt ĂŒber Houellebecq von Frankreichs „Unterwerfung“

|

…. aus einem Exemplar aus dem Modernen Antiquariat

„Soumission“ Flammarion 2015 – Deutsch: Hardcover Dumont Buchverlag  2015 (4.Aufl.)

>>

Erlebnisse eines Tagelöhners in Berlin – Gastbeitrag

|

___________________________________

Erlebnisse eines Tagelöhners

I – Kuba, mon ChĂ©ri   (Nov. 2021)

Das liege doch in Schwaben, erwidert Alejandro auf meine Auskunft, dass ich aus Freiburg komme. Angestachelt setze ich zu einer Grundsatzrede ĂŒber das VerhĂ€ltnis von Badnern und Schwaben an. Doch Alejandro beschwichtigt mich sofort und versichert mir, dass er mich nur Ă€rgern wollte, denn er wisse genau, dass Freiburg in Baden liege und was dies in Bezug auf Schwaben bedeute. Ich bin beeindruckt, denn fĂŒr meine bisherigen GesprĂ€chspartner in Berlin entsprach alles, was sĂŒdlich von Kassel liegt Bayern. Noch viel mehr beeindruckt bin ich jedoch, da Alejandro aus Kuba kommt und erst seit ein paar Jahren in Berlin lebt.

Wir beide sind die nĂ€chsten Tage fĂŒr die Einlasskontrolle eines Luxusmode-Outlets zustĂ€ndig, denn es ist „Black Week“ – d.h. die Woche des Black Friday (amerikanischer Konsumfeiertag) und es wird ein großer Andrang erwartet. >>

Die „Frankfurter Allgemeine“ fetzen : Drei Monate an einem Nachmittag – ein Überblick

|

Geschrieben am 29. Aug. 2021 – veröffentlicht am 9. Nov. 2021 –  aktualisiert am 15. Dez. 2021

Die FAZ fetzen 

 BILANZ: DIE „FRANKFURTER ALLGEMEINE“ IST EINE ZEITUNG FÜR DEUTSCHLAND, FÜR DEN TAG UND NICHT MEHR. JEDE SOZIALE ELITE HAT DIE PRESSE, DIE SIE VERDIENT. >>

Schöne Aussicht vom Loft des VITRA Hauses in Weil am Rhein

|

6.10.21

Das Haus mit Ausblicken in die Natur nach  drei Seiten, heute noch gesteigert durch ein Lichttheater – geniales Ambiente fĂŒr eine altbackene ‚Moderne’.  Viel dummes Zeugs fĂŒr Neureiche in aller Welt. Im ‚Loft’ haben importierte Designer eine „Wohnwelt gegen den Lockdown“ zusammengestellt, als ob solch ein Lockdown fĂŒr Reiche von Bedeutung wĂ€re. >>

Die „alte“ Bundesrepublik oder wie ĂŒbernimmt man politische Verantwortung?

|

Quelle: NZZ „Der andere Blick“ 17. August 2021, 18:01   gujer@email.nzz.ch

Autor: Alexander Kissler, Redaktor der «Neuen ZĂŒrcher Zeitung» in Berlin

Titel: „Das Afghanistan-Debakel beendet die Ära Merkel“

>>

Systematische Verdummung oder effektiveres Lernen dank Corona ?

|

Wachsende Formalisierung der Online-Ausbildung ( Peter Serdyukov)

Originaltitel:  „ACADEMIA Letters : A Growing Formalization of Contemporary Online Education“

>>

CORONA-FIEBER DIE ERSTE STAFFEL 01-23….

|

Seit 20.5.2020 erschienen

Mit  Nr. 23.  endet die Numerierung von „Corona-Fieber“, worin ich die Glossen auf der Titelseite geparkt hatte und begann einen neuen Versuch mit der Kategorie „Notierte Zitate“. Sie soll Zeit sparen und Verdopplungen vermeiden, damit nicht Alles gleich einem abgrĂŒndigen Vergessen zum Opfer fĂ€llt.    16.10.2021

 

 23. 9.2021

Ein bedenkenswerter Satz im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen – ard 23.9. “Schlussrunde..” – Topjournalistin Tina Hassel sagt bei ihrer Frage nach “Wunschpartnern” der “Spitzenkandidaten” sinngemĂ€ĂŸ Folgendes : “Frau Weidel, Sie können sich jetzt entspannt zurĂŒcklehnen, mit Ihnen will ja keiner koalieren.”  Noch dem letzten WahlbĂŒrger in Deutschland ist das klar! Hassel freut sich vielleicht ĂŒber einen Erfolg, der auch der ihre ist, aber im Grunde ist die Situation peinlich. Alice Weidel lĂ€chelt verstĂ€ndnisvoll.

23.

„Mehr Verrisse braucht das Land!“

Mit diesem Titel in der NZZ (31.7.21 Feuilleton) spricht mir Rainer Moritz aus der Seele. Ich fĂŒhle mich manchmal – nicht nur, wenn ich als „Kunstkommissar“ unterwegs bin – als notorischer Nörgler missverstanden. Der Artikel behandelt klugerweise nur „Literaturkritik“, aber trifft damit eine Stimmung in der Kulturwelt, in der sich selbst ‚konstruktive‘ Kritik zu verbieten scheint. Ein Zitat zur Einstimmung (LINK):

Unter dem unzweideutigen Titel «Lauter Verrisse» veröffentlichte Marcel Reich-Ranicki 1970 ein gutes Dutzend seiner wenig wohlwollenden Rezensionen in Buchform (….) in einem einleitenden Essay gab sich der spĂ€ter als «Literaturpapst» in die Geschichte eingegangene Kritiker alle MĂŒhe zu begrĂŒnden, warum sein Metier ohne saftige Verrisse sinnlos sei. Ein halbes Jahrhundert ist seitdem vergangen, und von der anregenden Kultur des kraftvollen Verrisses ist fast nichts mehr geblieben. Die Literaturkritik, die einst wie ein Tiger sprang, ist als zahmer Bettvorleger gelandet. Wo vernichtende Rezensionen – etwa zu GĂŒnter Grass’ «Ein weites Feld» – frĂŒher zu heftigen Kontroversen fĂŒhrten und dazu zwangen, ĂŒber literaturkritische MassstĂ€be nachzudenken, waltet inzwischen ein Kuschelkurs. (….)

22

  9. Juli 2021   Neidvoll und schadenfroh

Lieber Detlev, am Samstag geniesse ich noch den jamon iberico und sol-y-sombra in Espana. Afrikaner gibts auch hier: sie laufen den Strand ab und bieten billige indische TĂŒcher an. Also erst in 2 Wochen wird ein Flohmarktbesuch möglich sein. Herzlich – H.-J.

 

Wenn er GlĂŒck hat, schrammt er nĂ€chste Woche an der QuarantĂ€ne vorbei. Wir wollen doch alle nur noch weg, ‚die GrĂŒnen‘ voran!  – Vierzig Kommentare zur Baerlauch gelesen, bin völlig fertig, Ein Link hat Suchtpotential: „PUBLICO„. Die Frage: „Warum findet sie ĂŒberhaupt WĂ€hler? Weil sie einen bestimmten Typus verkörpert, und zwar makellos.“   9.7.21

21

„22.6.21 – Mail an hr info : Sprachkultur und Symbolpolitik in der Nachrichtensendung

noch separat  (LINK) – spontan als Hörerbrief geschrieben, bin gespannt ob jemand antwortet.

 

20

Reinhard K. Sprenger

«Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche einmal, zu schlafen, wenn eine MĂŒcke im Raum ist.» Ein tibetisches Sinnbild. Es lĂ€sst sich ĂŒbertragen auf die Gegenwartsdebatten, die von minoritĂ€ren Interpretationseliten beherrscht werden. Diese Minderheiten kommen richtungspolitisch von rechts oder von links, begrĂŒnden sich mit IdentitĂ€t oder Religion oder Nation oder Menschenrechten, mit Hautfarbe, Rasse oder Geschlecht, mit Werten, Natur oder Sprache. Bekenntnisvirtuos belehren sie die Mehrheit darĂŒber, welchen Partikularinteressen nunmehr allgemeine Geltung zu verschaffen sei und was man sagen oder tun dĂŒrfe. Und was nicht. Die FĂ€higkeit dieser ebenso lautstarken wie zum Teil winzigen Minderheiten, der Restgesellschaft ihre Denk- und Sprechmuster aufzuzwingen, ist aufmerksamkeitsökonomisch so erfolgreich, dass sie sogar zur «gefĂŒhlten» Mehrheit wird. Voraussetzung fĂŒr diese Aufmerksamkeit ist nicht Leistung, sondern Benachteiligung. DafĂŒr wird die Welt eingeteilt in Opfer und TĂ€ter. Um zum Opferklub zu gehören, muss man nicht diskriminiert werden, es reicht, sich diskriminiert zu fĂŒhlen oder sich moralisch zu mandatieren, im Namen von Opfern zu sprechen. Historisches oder strukturelles Unrecht wird dramatisiert, weil nur das Zugang zu den grossmedialen Sprachrohren garantiert, die wiederum das WertverstĂ€ndnis der Gesellschaft neu organisieren. Aus dieser Opferposition fordert man Rettung oder Wiedergutmachung. Um die kulturkĂ€mpferischen Anspruchskollektive milde zu stimmen, wedeln die wirklichen oder gefĂŒhlten TĂ€ter mit Tugenden. In den Verlautbarungen der Wirtschaft wabert es nur so von Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, Werten, Ökologie und Verantwortung. Unternehmen grĂŒnden sich neu als NaturschutzbĂŒnde und vermarkten ihre Produkte als den moralisch besseren Konsum  …………..“

>>

Sprachkultur und  Symbolpolitik in der Nachrichtensendung

|

22.6.21    Mail an hr info >>

Diskriminierungsfrei und gesetzestreu

|

Voreiliges Pamphlet anlÀsslich meiner Pensionierung im Mai 2009

Hochgeladen 19.6.2021

26.5.09 „Pensionierung“

Ich komme direkt aus drei Jahren „Vorruhestand“ an die Altkönigschule gefahren, um bei dem mir unbekannten Schulleiter meine Urkunde abzuholen. Habe viele Kollegen getroffen. Die erinnern mich an die „Titanic, die unter Dampf unterging“ oder eher noch an eine „unsinkbare Titanic“. Die alten Kollegen wĂŒrde ich allesamt in Pension schicken, sie tun mir einfach leid. Der „Altbau“ sieht aus wie die Bronx, das dĂŒrfte nicht hingenommen werden. Johnny Kumar („möeh“- Redakteur) ist mir sympathisch.

*

„Diskriminierungsfreiheit“ und „Gesetzestreue“ sind Eckwerte des Systems, weil Erfolgsvoraussetzung fĂŒr die Durchsetzung des glĂ€sernen Menschen. Sie werden in der westlichen Welt momentan durchgesetzt, als ob ein Plan dahinter wĂ€re. >>

Ruth KlĂŒger weiter …. und dann?

|

Ruth KlĂŒger ist am 2. Oktober 2020 in Kalifornien gestorben. Als Literaturwissenschftlerin und Autorin wird sie in Nachrufen erinnert, vor allem aber als Holocaust-Überlebende, eine immer seltener werdende Menschengattung. Als solche durfte sie im Januar 2016 als Festrednerin im Deutschen Bundestag zum 71. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau nicht nur ihr Leid von damals schildern, sondern sich auch vor der gegenĂŒber FlĂŒchtlingen herrschenden deutschen Willkommenskultur verbeugen . (LINK FAZ Nachruf 7.10.) Das war sicher eine gelungene Gedenkfeier. Ob sie auch in frĂŒheren Jahren wohl bereit gewesen wĂ€re, an dem Ritual der neuerdings immer gedenkwĂŒtigeren politischen Klasse in Deutschland eine tragende Rolle zu ĂŒbernehmen??

Ich möchte anlĂ€sslich ihres Todes mit achtundachtzig Jahren noch einmal auf ihre BĂŒcher aufmerksam machen.  18.November 2020  (UrsprĂŒnglicher Upload am 22.August 2014)

*

Ruth KlĂŒger – Weiter leben und dann?

„unterwegs verloren – Erinnerungen“, Zsolnay Verlag, Wien 2008

 

Ich werde einige Szenen in  „Weiter leben – eine Jugend“ (Wallstein Verlag, Göttingen 1992) nie vergessen. Die DreizehnjĂ€hrige mit der Mutter auf dem Treck von Auschwitz-Birkenau nach Deutschland, Niederbayern 1945. In seiner ‚banalen‘ BrutalitĂ€t staubtrocken geschildert im Stil eines Grimmelshausen. Sie war das Kind, das spĂ€t in die Katastrophe geboren wurde, aber nicht spĂ€t genug. Sie wurde FlĂŒchtlingskind und dann Jugendliche in den USA.

Ich gebe zu, ich mag sie.Sie liest Texte reflektiert und perspektivisch, Ă€hnlich wie ich (ich benutze hier ihre Formulierung,188). Sie schreibt mit Herzblut und Selbstironie. Genau wie man die KlĂŒger kennt, wie sie redet. Mich interessiert, was aus ihr nach ihrer Jugend wurde , daher lese ich die Fortsetzung von 2008, „unterwegs verloren – Erinnerungen“. >>

Ausgegraben: „Wieder eine Medizin-Dokumentation!“ (2015)

|

Hochgeladen am 25. Juni 2015 und nur 23 x abgerufen, aber heute gleich 2x!

18.6.15: Wieder eine Medizin-Dokumentation gesehen, auf 3-sat, also nicht irgendeine. Thema: Cholesterin und Herzinfarkt. Prophylaxe – ein Kommentar

>>

Jens Spahn ist eine Gefahr fĂŒr zentrale Persönlichkeitsrechte.

|

Steht das Recht auf Leiden und Dahinvegetieren ĂŒber dem Recht auf Leben in WĂŒrde?

 

Jens Spahn pfuscht gewerbsmĂ€ĂŸig am offenen Herzen unserer Freiheit. Man vergisst die Details zu schnell, wenn man sie in den Medien ĂŒberhaupt mitbekommt. Er will als entscheidungsstarker und zukunftsorientierter Nachwuchsstar in der aufgeweichten CDU Karriere machen und reitet aktuell die seuchenpolitischen Welle. Ich kann darin seine frech ins Amt getragenen privaten Wertentscheidungen, wofĂŒr er nicht berufen wurde, von robuster BeschrĂ€nktheit, LobbytĂ€tigkeit und Ehrgeiz nicht trennen.

Da ich mich nicht als „Aktivist“ verstehe, begnĂŒge ich mich mit 6 aktuellen FĂ€llen und einzelnen LINKS aus der Unmenge vorhandener Belege!

>>

CentiÚme anniversaire de Vilém Flusser / 100th anniversary of Vilém Flusser

|

A la fĂȘtĂ© du centiĂšme anniversaire de VilĂ©m Flusser tout le monde est assignĂ© Ă  rĂ©sidence

(Écrit fin du Mars 2020 pour FLUSSER STUDIES 29 MAY 2020 (LIEN) , traduction 1er juin par l’auteur)

 

Vilem_Flusser_1940., fr.wikipedia.org (LIEN))

Qu’est-ce qui est appropriĂ© dans une telle annĂ©e de commĂ©moration? – Il y a seulement quatre ans que nous avons cĂ©lĂ©brĂ© le 25e anniversaire de sa mort – Expression de gratitude? Anecdotes? Souvenir de pensĂ©es avantgardistes? Un autre honneur? Retouches discrĂštes? Que peux-je transmettre aux personnes qui, comme moi, apprĂ©cient VilĂ©m Flusser, mais diffĂ©remment?
Quiconque meurt coĂŻncide avec son Ă©poque hors-jeu. La façon dont Flusser „peut vivre dans la mĂ©moire des autres“ (citation sur un CD) dĂ©pend de nous. Et de notre situation dans laquelle on nous demande d’Ă©crire quelque chose. Êtes-vous comme moi habituellement avec votre tĂȘte ailleurs? Êtes-vous affaissĂ© dans vos devoirs acadĂ©miques? Critiquez-vous actuellement une autre vision de Flusser ou dĂ©veloppez-vous une nouvelle perspective? >>

„Wenn es mir doch gruselte….!“ Flusser zum Hundertsten

|

 

Wenn VilĂ©m Flusser schrieb: Wir bauen uns nach Belieben eine Geschichte, wir sind mit unseren Fingerspitzen spielerisch kreativ. DafĂŒr steht uns alles digitalisiert zur VerfĂŒgung, was frĂŒhere Zivilisationen geschaffen haben, wir brauchen keine Lehrer mehr ….. kam mir das Gruseln.
>>

Frankfurter Flohmarkt am Nordufer! Inzwischen ist er ruiniert.

|

„Frankfurter Flohmarkt am Nordufer! Sobald wie möglich zurĂŒck auf die SĂŒdseite, Schaukainkai! Man darf nicht bis August warten. Bis August ist er ruiniert.“ schrieb ich im Januar an dieser Stelle. Heute wird nur noch der  – frĂŒher alternierend veranstaltete –  Billigmarkt im Ostend (Lindleystraße) vierzehntĂ€gig* fortgefĂŒhrt, und das mit ‚Corona‘-EinschrĂ€nkungen, die auswĂ€rtige HĂ€ndler nur abschrecken können: persönliche Anmeldung wĂ€hrend der BĂŒrozeiten (Dienstag und Donnerstag) vor Ort und das zu jedem Termin einzeln. (nĂ€chster Termin: 24.10.)

Ich bin pessimistisch angesichts der ĂŒber den Innenstadt-Verkehr zerstrittenen Römer-Fraktionen.    12.10.20

>>

Falsche Beobachtungen? Dumme Fragen? UnnĂŒtze Aufregung? Leserbriefe e.t.c.

|

16.1.2020 Leserbrief an die FAZ :  Kritik am Angebot der Rubrik „Natur und Wissenschaft“
Ich lese seit Jahrzehnten die Seiten „N“ und verwandte sie auch gern im Oberstufenunterricht (Ethik). Das lag auch an der Sprachkultur. Im Unterschied zur damaligen FR wurde nicht einfach akademische Essays unbearbeitet über eine oder zwei Druckseiten gekippt, sondern der Kern der jeweiligen Frage fachjournalistisch zubereitet. In den vergangenen Jahren hat sich der Umfang von „NuW“ leider zweimal verringert. Damit muss man leben, aber in der letzten Zeit scheint mir auch der Inhalt immer dünner und in die Abteilung ‚Vermischte Nachrichten’ abzugleiten. Dabei sollte man fordern: Nur noch das Wichtigste!
Zwei Ausgaben sollen meine Kritik illustrieren.
„Kein Ende des Organmangels“ (8.1.20, N2 scheint Bezug zu nehmen auf einen entsprechenden transplantations-lobbyistischen Artikel im Feuilleton ein paar Tage zuvor. Das ist aber keine Debatte. Daneben standen isoliert ein paar Krümel aus der Forschung „Hält dein Seil?“ oder „Vegane Fehlerkultur“.
Am 31.12.19 wurde schon unter dem sibyllinischen Titel „Kann man politisches Vertrauen bauen“ der „Blockchain“-Experte Jason Potts befragt zu „noch in einer frühen Experimentierphase“ befindlichen Anwendungen der Technologie in der politischen Sphäre. Im Ergebnis, versichert er hemdsärmlig, bekämen Regierungsapparate mehr Freiräume für wesentliche Aufgaben. Kommt dieses „Interview“ nicht zehn Jahre zu früh? Es ist unausgegoren und nutzlos.
Ein drittes Beispiel, meinem Bereich näher liegend: „Papers sind geduldig“. Auch ich bin häufiger „zu Gast“ bei academia.edu (8.1.20 N3). Ich bekomme von deren ‚Algorithmus’ Lesevorschläge aufgrund vorhergehender Downloads. Ich lachte anfangs noch, wenn es gleich ein „bulk“ dreißig angeblich passenden Artikeln aus aller Welt sein sollte, der mir Wochen weiterer Recherchen zu ersparen versprach, aber das wäre dann ja schon kostenpflichtiges „Premium“ gewesen, also harmlos. Und es gibt die Antworttaste mit der Frage: „Ein guter Vorschlag?“, um weitere abzuwehren. W.Kemp spekuliert von „Utopie“ und „vielleicht die reine Digitalität zu fassen“, vom digitalen Unbewussten“, von den ‚Heroen’ W.Benjamin und Mc Luhan und vom „offenem Kunstwerk“. Seine Beispiele sind blutleer, schon weil er nicht Seiten und Namen nennt. Welchen Zeitungsleser soll das Raunen auf der spekulativen Couch interessieren?
Dass „mit relativ wenig Forschung“ auch akzeptable Paper“ erstellt und hier publiziert werden – ein Eindruck, den ich teile – hängt von den Autoren ab, und die kann man kontaktieren und ihnen „folgen“ will oder nicht. Man muss sie ja nicht lesen, wie der Artikel auf N4 („Wie weit darf Verfälschung gehen?“) in vergleichbaren Fällen vorschlägt. Über academia.edu führen viele Wege in die reale Welt wissenschaftlicher Forschung, an Institute und zu lohnendem Austausch mit unterschiedlichen Autoren, zu ‚Grünschnäbeln’ wie zu Experten. Es ist eine „Kontaktseite“. Der beklagte Konformismus der angebotenen „Papers“ hat natürlich mit der ‚personalisierenden’ Orientierung an meinen vorigen Downloads zu tun und mit dem globalisierten Angebot.
Der Konformismus („ziemlich konform“) in den kulturwissenschaftlichen und „sozialpsychologischen“ Sektoren spiegelt in meinen Augen vor allem den Einfluss von Moden, political correctness und zunehmenden Konformismus in der Universitätsausbildung und in den – die raren Jobs anbietenden – Kulturinstitutionen. Beunruhigend an academia.edu finde ich die gefühlt hundert Seiten ihrer zudem fremdsprachlichen Geschäftsbedingungen, die mich von weiteren Uploads abhalten.

 

Der folgende Leserbrief war am 16.1. durch Bundestagsbeschluss ĂŒberholt, darum habe ich ihn nicht abgeschickt, doch man wird es wieder versuchen!  

Zum Artikel „Die geringere Zumutung“ von Philosoph Nikolaus Knoepffler und Chirurg Utz Settmacher Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8.1.2020, S.9 (Feuilleton)

Kurzfassung:  Wir sind hungrig auf Transplantationsorgane und fordern die bequemere „Widerspruchslösung“

Zwei Experten betĂ€tigen sich als Propagandisten, um die Leser von weiteren Eingriffen in das Sterben zu ĂŒberzeugen. Sie behaupten, dass ihr Pool ĂŒber mehr geeignete Organe verfĂŒgen wird, wenn die Duldung einer Entnahme von Organen auch in Deutschland „NormalitĂ€t“ wird. Dazu versuchen sie, das Problem auf die Frage der „Zumutbarkeit“ der Beschaffung einzuengen. Sie setzen „Duldung“ mit „Spende“ gleich und versprechen zudem einfachere „AngehörigengesprĂ€che“, das sei doch fĂŒr beide Seiten „humaner“. Dabei sind Sorge und RĂŒcksichtnahme auf Patienten und Angehörige im Gesundheitssystem zur Farce geworden. Sie werden in der Praxis kaum vergĂŒtet, wĂ€hrend immer teurere technische Apparaturen und Anwendungen Geld bringen und das Sozialprodukt mehren.
Zwar wird von den Autoren das „Mephisto“-Urteil des Verfassungsgerichts soweit zitiert, „dass die MenschenwĂŒrde nicht mit dem Tod endet“, aber das soll nur fĂŒr das „Persönlichkeitsrecht“ eines Verstorbenen gelten, etwa gegenĂŒber einem Biografen, aber nicht fĂŒr seinen Leib. Denn man konstruiert einen „kategorialen Unterschied zwischen der WĂŒrde der Lebenden und der WĂŒrde der Toten“. Der eben noch unter uns lebende potentielle „Spender“ wird umstandslos seiner integralen „MenschenwĂŒrde“ entkleidet und bekommt eine eingeschrĂ€nkte „WĂŒrde des Leichnams“ ĂŒbergestreift, flatternd wie ein Patientenkittel. „Der Ganzhirntod ist mit einer inneren Enthauptung vergleichbar.“
Eilfertig betonen die Autoren, es seien „keine Nachteile fĂŒr die Ablehnenden“ zu erwarten, wo ihre Ablehnung sie dauerhaft im System begleiten wird! Man muss nicht in die VR China schauen, um zu erkennen, was auch in Europa droht.
Und nehmen wir einmal an, von der Angebotsseite her könnten alle TransplantationswĂŒnsche erfĂŒllt werden, dann kĂ€men bereits die nĂ€chsten systemischen und „ethischen“ Probleme, etwa eine BeschrĂ€nkung der EmpfĂ€nger wegen fĂŒr die Gesamtheit der Versicherten untragbarer Kosten.
Wo es um so persönliche Dinge wie Leben und Sterben in WĂŒrde geht, wagen es elitĂ€re Mitglieder akademischer „Ethikzentren“, aus  juristischem Begriffsreservoir plus willfĂ€hriger Medizinstatistik sogenannte „Kriterien“ zu destillieren, die anschließend mit staatlicher Sanktionsgewalt versehen werden sollen. FĂŒr das breite Publikum werden dreist die  ausgeleierten Parolen „SolidaritĂ€t“ und christliche „NĂ€chstenliebe“ mobilisiert.
Ein andauernder Skandal ist, dass die Mediziner als Berufsgruppe nach den medizinischen Verbrechen im 20. Jahrhundert  immer noch öffentlich einen „humanitĂ€ren“ Anspruch vor sich hertragen dĂŒrfen. Ähnliches gilt fĂŒr ‚die furchtbaren Juristen‘ (des ‚Dritten Reichs‘ und danach). Damit sollte sich vielleicht der Philosoph und Dekan auch noch einmal beschĂ€ftigen. Akademische Historiker sind leider zu diskret.

 

4.1.2020   Wer stoppt die ’nĂŒtzlichen Idioten‘ einer forcierten Digitalisierung?

WĂ€hrend man den BĂŒrgern noch den Umgang mit Behörden ĂŒber die App des Smartphone als verlockend darstellt, werden in Hessen getrade mal ein paar Stadtverwaltungen und eine UniversitĂ€t (Gießen) erfolgreich ge’hackt‘ und fĂŒr einige Zeit außer Gefecht gesetzt.
Und wie lautet die Antwort darauf? ‚The Game Must Go On‘, also Versprechungen weiterer AufrĂŒstung und eines  Ausbaus der notorisch unterbesetzten Cybersicherheit. Dabei muss jeder wissen, dass „WettrĂŒsten“ eine schier endlose und immer teurere Spirale in Gang setzt.
Was war so schlimm am Papierverbrauch fĂŒr den Schriftverkehr mit der Obrigkeit ? Mit dem Wechsel des Mediums haben sich doch nur die Formen der Unterwerfung geĂ€ndert, oft sogar verschĂ€rft.  Auf jeden Fall muss man nach den Profiteuren fragen und nach ihren ’nĂŒtzlichen Idioten‘ (Lenin) in den Verwaltungen.
Die Perspektiven fĂŒr den privaten Internetnutzer verfinstern sich. Selber in seinen AktivitĂ€ten immer umfassender durchleuchtet, bleibt er (oder sie) immer hĂ€ufiger in immer höheren ‚Fire Walls‘ und in Bezahlsystemen hĂ€ngen. Wiederholte Daten-Lecks und immer raffiniertere ‚Viren‘ und ‚Trojaner‘ lassen Dienstleistungen ausfallen, auf die man sich frĂŒher verlassen konnte. Wenn gefĂ€lschte Adressen nur noch fĂŒr Experten erkennbar sind und ein einziger Mausklick bereits Datendiebstahl und Erpressung das Tor öffnet, ist der ‚Nutzer wider Willen‘ unĂŒbersehbaren Risiken ausgesetzt ( > ein aktueller Link zum Thema ‚Emotet‘ in „hr info ’netzwelt‘-Interview“ unter der Suchfunktion, 28.5.20). Sobald man aus dem Netz aussteigt, ist man abgemeldet, kann man sich wohl bald die Kugel geben.

 

WELT-BIODIVERSITÄTS-BERICHT

Kommentar zum Bericht in der FAZ vom Mai 2019 in der Rubrik „Natur und Wissenschaft“
Die Pointe war:
„Die BiodiversitĂ€tskonvention (Rio 1992) ist immer im Schatten des Klima-Themas geblieben, mit mĂ€ĂŸigem Erfolg …. die Kohlendioxidemissionen wachsen und wachsen. Sie hat bis zu diesem Montag weniger Schlagzeilen gemacht und noch seltener die MĂ€chtigen der Welt beschĂ€ftigt. Von der Konvention gegen die WĂŒstenbildung wissen ĂŒberhaupt nur Experten.“
Bevor man sich zu den „Auswege(n)“ weiterleiten lĂ€sst, empfiehlt es sich innezuhalten und zu fragen:  Was macht den Unterschied fĂŒr die Menschheit zur frĂŒheren Klimageschichte?
Die  Antwort des Autor: „.. der Klimawandel wird uns doppelt und dreifach zusetzen .“ (1.Sp.)
Ja,  wegen der extrem verkleinerten traditionellen „Auswege“ der Wanderung und Flucht:
FĂŒr die paar tausend Jahre des Neolithikum galt immerhin, dass zwar ‚Reiche’ in dramatischen oder stillen Katastrophen untergingen, aber Menschen auswandern und irgendwo auf bescheidenem Niveau neu anfangen konnten. DafĂŒr ist kĂŒnftig kein Platz mehr (Desertifizierung, Überflutungsgebiete…)
Die traditionellen individuellen Chancen der Anpassung sind fĂŒr das Gros der verstĂ€dterten und entwurzelten, in beiden FĂ€llen von hochkomplexen Systemleistungen abhĂ€ngigen Menschen verschwunden.
Ich nenne als weiteren Grund – wenn es den noch brauchte – die von Kapitalinteressen gesteuerten technologischen Lösungswege.
Die Autoren fordern eine „Rechte-Revolution“ ein, die bewirken soll, dass durch eine echte weitrĂ€umige „Renaturierung“ , „Naturschutz“, zugleich der „Klimaschutz“ verbessert wird, weil darin neue CO2-Lager entstehen. Das ist nur theoretisch eine Lösung. Denn sie finden keinen ehrlichen TreuhĂ€nder. Sie erkennen darin das „Gefangenendilemma“ der Spieltheorie, kurz gesagt: Den Schaden haben systemisch nicht die Verursacher, die Folgen treffen die Falschen. (4.Spalte)
Das gemeinsame existentielle Interesse, das Gemeinwohl wĂ€re treffend als herrenloses Gut charakterisiert. Was man im ‚finsteren‘ Mittelalter „Allmende“ nannte, trug das mittelalterlicher Dorf Verantwortung, und spĂ€ter der Grundherr, der die Bauern daraus vertrieb. Wir suchen vergeblich einen politischen SouverĂ€n, wie alle vormodernen Staaten ihn besaßen und dessen Nachruf die bĂŒrgerliche Gesellschaft  als „Absolutismus“ oder „Despotie“ systematisch beschĂ€digt hat, zumindest als „Polizeystaat“. Wenn die FĂŒrsten ihre Territorien als eigenen Besitz bewirtschafteten, so waren deren Ressourcen doch nicht als herrenloses Gut schutzlos. Und ihre StĂ€nde und Untertanen hatten in Europa genĂŒgend Sonderrechte („Privilegien“), um dem „SouverĂ€n“ Grenzen zu setzen.
Die zerstrittenen politischen Institutionen von heute treffen ihre Entscheidungen  bedrĂ€ngt von Tausenden von Lobbyisten. Alarmierte Ökologen trĂ€umen da schon verdĂ€chtig oft von Erziehungsdiktatur – wie bereits Bahro damals in der DDR. Aber was können Öko-Aktivisten – etwa die Gesundheitsapostel – am ehesten durchsetzen? Die bĂŒrokratische Drangsalierung von BĂŒrgern durch Symbolpolitik. Die funktioniert nur mit Duldung oder RĂŒckhalt von gut organisierten Interessengruppen, wenn diese ihre materiellen Interessen oder Ideologien mit dem Gemeinwohl schmĂŒcken wollen oder neue GeschĂ€ftsideen darin entdecken.
Auf den Abfluss  öffentlicher Gelder wird – entweder lĂ€rmend oder unauffĂ€llig – so Einfluss genommen, dass sie durch die eigene Tasche fließen. Am proklamierten Erfolg der gemeinsamen Sache ist man desinteressiert, also dass staatliche Förderung von ‚Forschung und Entwicklung‘ in hellem Licht dasteht. Eine Unzahl von Studien und Pilotprojekten entstehen aus dieser Mesalliance.
18. MĂ€rz 2019 Ein weiterer ohnmĂ€chtiger Ausfall des alten ‚Nestbeschmutzers’:
 Die BĂŒrger haben kapituliert.
Und gerade die BĂŒrgerlichen, die Studierten. Sie sind zu zerstreut, um sich fĂŒr ZusammenhĂ€nge zu interessieren. Etwa zwischen ihrem Konsumstil, dem Aufwand, den sie treiben und dem Geiz, dem sie frönen, zwischen ihrem Coffee to go und ihren in Plastik gehĂŒllten Zwergenportionen und dem MĂŒllexport, ihrem Herrenleben und der Sklavenarbeit bei foodora und amazon….
Sie lassen sich von dem Chor der Medien vorgeben, worĂŒber sie sich gerade aufregen. Die Zeitungsleser unter ihnen lesen sie tĂ€glich, aber wozu ist das gut, wenn man es gleich wieder vergisst. Da mĂŒsste man ja bewusst auswĂ€hlen, dass man auch Unbequemes zur Kenntnis nimmt, vielleicht sogar gegen die Macht erfolgreicher Formate.
8. Januar 2019 : Mein Feedback zur Abmeldung vom SZ-Newsletter
Sehr geehrte Redaktion,
ich bin 74 Jahre alt, pensionierter, früher engagierter Gymnasiallehrer (Pol,G,Eth,F) und
füttere seit fünf Jahren meinen kulturellen Blog. Soweit zu mir.
Nun zur Abmeldung. FAZ oder SZ kaufe ich mir zweimal die Woche am Kiosk, höre aktuell dlf und lese gern „Newsletter“, vor allem aber auch kürzere wissenschaftliche Artikel. Seit ein paar Wochen parallel „NZZ-am-Morgen“. Ich bin in Versuchung, die digitale NZZ zu abonnieren.
Es mag Zufall sein, dass ich dort mehr substanzielle Artikel angeboten bekam, weniger
Berliner oder Münchner Politklatsch oder Human Interest; Prantls Granteln hatte ich
bereits früher abbestellt.
NZZ- Also weniger BemĂŒhung um Werte-Nachschulung für dickköpfige deutsche und EU-Erwachsene als eine gewisse Distanz zu bundesdeutschen Bauchschmerzen – und vor
allem mehr Analysen. Vielleicht lag’s an den Redakteuren, die allabendlich die Auswahl
trafen.
Konkret konnte ich auch die Themen VR China (und Afrika) vergleichen. Unangenehm ist
mir in Erinnerung „China Mythen statt Wachstum“ (5.1.) von Lea Deuber, konventionell
und getrĂ€nkt mit Ressentiments. Fanden Sie niemanden mit grĂ¶ĂŸerer Erfahrung? War ihr
Wirtschaftsjournalismus in Shanghai mit den Themen der auslÀndischen Investoren
wirklich die passende Qualifikation?
Vielleicht ist Ihnen mein Brief nützlich, sonst eben nicht. Ich bin zugegebenermaßen
enttĂ€uscht. Danke für den Newsletter

KULTUR STAAT MINISTER(IN) SUBVENTIONSKULTUR

|

In einem PortrĂ€t der Kulturstaatsministerin  – „Macht und maximale Verflechtung“ in der SZ vom 26. Oktober 2018 – hat Jörg HĂ€ntzschel das fein gesponnene Netz der Hardcore-Politikerin Monika GrĂŒtters skizziert. Wie gut, dass ich keine Staatsknete brauche. >>

Lauter Fassaden

|

 

WĂ€hrend einfallslose Medien uns einreden wollen, unsere zahnlose „Bundeswehr“ stelle eine reale Gefahr fĂŒr unser Überleben dar und beeintrĂ€chtige ĂŒberdies den dringend nötigen Beitrag Deutschlands zur Förderung von Frieden und Menschenrechten in der Welt, wĂ€hrend Medien mit Klima (groß) und Mikrofeinstaub (klein) „die deutsche Angst“ noch grĂ¶ĂŸer und „deutscher“ reden und damit die letzten ‚wahren MĂ€nner’ im Lande der AfD zutreiben, versuchen sie womöglich bloß, ihr Publikum von der Ă€rgerlichen und bitteren Erfahrung ablenken, die jeder alle Tage machen kann, dass Infrastruktur und gesellschaftliche Moral durch Betrug und Heuchelei jeden Tag weiter zerfallen. >>

„LIVETICKER“ DEUTSCHLAND ( Sorry, oft Pause wg. Überlastung )

|

2. August 2018, 21.00

Abendlicher Berufsverkehr.  Urplötzlich der vertraute Klang aus versunkenen Tagen. „Autofahrer, schĂ€mt euch!“ schallt es ein Dutzend Mal von der Friedberger. Also ein Trupp „Friday for Future“. Ja, so waren die studentischen Aktivisten1968 auch. Kompromisslos naiv. Sie konnten und wollten nicht rechnen, so wie ihr Stammvater Marx wohl auch, bei dem es bekanntlich nicht zum Haushalten reichte. Eine Stimme ragte damals heraus. Ein Student auf dem S-Bahnsteig in Berlin, auf den Fahrplan starrend: „So was schaffen wir nie!“ Zwar konnte Mao konnte rechnen, aber auf chinesische Art undauf dem Abakus. Den verstanden wir auch nicht.

EU-Parlament 2019 – „Richtungswahl“ auf der Sandbank NEU

|

NACHSCHLAG 19.6.2019  – TREPPENWITZ – oder ETWAS KORRESPONDENZ

“ ….. Wir hoffen, du arbeitest nicht zu sehr heruntergekĂŒhlt und kannst ein wenig fĂŒr dich tun. Und Vögeln wie Insekten lauschen. …..
Jetzt können wir uns wieder von der Europa-Wahl erholen, denn mit dem Gerangel um die Posten will niemand den ‚SouverĂ€n‘ belĂ€stigen.
Ich informiere mich jetzt wieder lieber ĂŒber HintergrĂŒnde im kostenlosen „Leserservice“ (Emails zur Auswahl) der Neuen ZĂŒricher Zeitung, etwa was die Nachbarn so machen, gestern, wie die DĂ€nemark seine „Ghettos wegplant“.
Bei einer Diskussion fiel mir eine bessere, weil bissigere Alternative zu den europaweiten „Fraktionen“ im Europa-Parlament ein: „Nationale“ beziehungsweise regionale Fraktionen, die entsprechend den Wahlergebnissen von ihren WĂ€hlern ‚zusammengestellt‘ wĂŒrden. Sie hĂ€tten nicht mit den Sprachbarrieren (ĂŒber Dolmetscher oder Pidgin-Englisch) zu kĂ€mpfen und kulturelle GrĂ€ben zu ĂŒberspringen. Sie mĂŒssten wie in einer nationalen Großen Koalition bereits in ihrem Rahmen Kompromisse finden, wenn sie im großen Chor ĂŒberhaupt gehört werden wollen.
Sie kĂ€mpften auf derselben Ebene wie ihre nationalen Regierungsvertreter im EuropĂ€ischen Rat  und Ministerrat, könnten z.B. die Haltung ihrer Regierung stĂŒtzen oder auch desavouieren, beziehungsweise deren Positionswechsel vorbereiten.
Statt der bloß fiktiven ‚Integration‘ unwilliger EU-EuropĂ€er in einem großen ‚grenzenlosen‘ Schein-Parlament wĂŒrden die Parlamentarier fĂŒr ihre WĂ€hler wieder sichtbar und greifbar. Die nationalen Parlamente hĂ€tten ‚in BrĂŒssel‘ parlamentarische GegenĂŒber, ĂŒber deren Entscheidungen, eingegangene Kompromisse sie streiten könnten, denen sie aber auch den RĂŒcken stĂ€rken könnten.
Regionale ZusammenschlĂŒsse wĂ€ren in Grenzen frei zu bilden. Sie könnten öfter nahe der ‚Heimat‘ tagen. Das Parlamentsplenum wĂ€re ausgereiften Entscheidungen und hervorgehobenen Demonstrationen vorbehalten.
Ich sehe darin neue, in der jetzigen Situation sehr notwendige ReibungsflĂ€chen, fruchtbaren Streit, Themen fĂŒr öffentliche Kontroversen und vor allem Auffrischung fĂŒr die langweiligen ‚politischen‘ Medien heraufziehen.
Und ‚Scheinriesen‘ wie die stolzgeschwellten deutschen „GrĂŒnen“ und andere, die
nur regional punkten konnten, aber „BrĂŒssel“ als Hebel nutzen wollen, entstĂŒnden erst gar nicht.
‚BrĂŒssel‘ und das EU-Parlament haben nichts verstanden; die wollen ‚weiter so‘, solange es eben geht.
Punkt.
Es wird warm auf dem Balkon. ….“

 

Funktion: zur Aktualisierung von „WELCHE DER KLEINEN BETRÜGER SOLLEN WIR WÄHLEN?“ LINK                                        Stand: 26.5. 0.30

NatĂŒrlich bleibt es nicht bei der “FDP“, der Konkurrenten der „GrĂŒnen“ fĂŒr die Mehrheitsbeschaffung. Ich bekam eine bedenkenswerte  Antwort : „Huh, Liberale wĂ€hlen und feiern gehen klingt ist fĂŒr mich die Resignation.

Recht so: Einzelne gute Köpfe im Angebot Àndern daran auch nichts.

„Die FDP ist die Partei, die am stĂ€rksten fĂŒr all das steht, woran unsere Kultur gerade kollabiert: die aufgeblasene TechnologieglĂ€ubigkeit, eine weitere Unterhöhlung politischer Macht zugunsten von Großkapitalisten und die Überzeugung, dass beides dann schon irgendwie eine sozial stabile Gesellschaft formen wird (das geht vielleicht, wenn alle in ihrer Zufriedenheitsblase [wahlweise: Fußball, Fernsehserien, Fitnessstudio, um die Welt Jetten, Saufen] ihr GlĂŒck finden). Da bevorzuge ich dann doch den politischen Stillstand und schieße meine Stimme in den Wind. (….) „

Ein anderer GesprĂ€chspartner findet, dass ‚die GrĂŒnen‘ neuerdings mit dem smarten Habeck noch technologieglĂ€ubiger als die FDP geworden seien , von der man ja nichts Besseres erwarten könne. Auch ich finde, dass sie damit und in ihrem freischwebenden hedonistischen ‚Alternativ‘-Gehabe ihre aufklĂ€rerische und orientierende Aufgabe in der Gesellschaft verraten haben.

 

ALSO DEN EIGENEN BLICK WEITER SCHÄRFEN!

Ich habe dieser Tage viel gelesen und Features angeschaut. Auf zwei erfreulich klare Übersichten in ard (wdr?) und 3sat möchte ich nĂ€her eingehen. >>

Gastkommentar „Europa“ und „EU“ – zu „Richtungswahl…..“

|

Autor: Paul Pfeffer am 27.Mai 2019

Der Link zu  „Richtungswahl auf der Sandbank“

 

Kommentar

 

Ich Ă€rgere mich immer, wenn die Begriffe „Europa“ und „EU“ synonym gebraucht werden. Gerade im abgelaufenen Wahlkampf zur Wahl des EuropĂ€ischen Parlaments wurde der Unterschied meist unterschlagen. Ich kann aber ein ĂŒberzeugter (deutscher) EuropĂ€er sein und gleichzeitig die EU als Fehlkonstruktion ansehen.

>>

Welche der kleinen BetrĂŒger wollen wir wĂ€hlen?

|

 

K. und ich diskutieren ĂŒber die Europa-Wahl.

FĂŒr mich wĂ€re wichtig: „weniger“ Europa, aber auch weniger Beschiss. Die Parteistrategen gehen arbeitsteilig vor, wie sie es in den Koalitionen gelernt haben. Die GrĂŒnen  wollen uns BĂŒrger umerziehen (Feinstaub, Diesel und Fahrverbote, willkĂŒrlich gesetzte Klimaziele, dazu „open borders“ ohne Kenntnis dessen, was nachkommt, Genderisierung der Umgangssprache), die SPD eiert so zwischen Marx und wem auch immer. CDU und CSU verteilen Beruhigungspillen, damit keine ProtestwĂ€hler zur AfD laufen, welche unentwegt die Große Sturmglocke lĂ€utet. 

ABER an die Großen wagen sie sich ALLE nicht – besonders zynisch sind seit jeher Verkehrminister und und Agrarminister der CSU, die anderen wirken eher hilflos. Das Große Kabinett streitet sich um Wölfe, E-Roller, grundlose Grenzwerte, Fahrverbote, … aber wagt sich nicht an die Verursacher des Artensterbens (Konferenz in Paris), darunter auch deutsche Großagrarier, nicht an die RĂŒstungsproduzenten und die MĂŒllexporteure. Es subventioniert  seit langem die privatwirtschaftlichen Konkurrenten des GĂŒterverkehrs der Bahn, die ihr doch gehört, subventioniert die Konzerne, die ihre Produktionsketten ĂŒber hundert und mehr LĂ€nder verteilen und stĂ€ndig mehr „Verkehr“ produzieren. Von den Profiteuren der chaotischen Steuersysteme nicht zu reden.

Wie bei einem permanenten DebĂŒtantinnenball werden von „der Politik“ stĂ€ndig irgendwelche Neuerungen eingefĂŒhrt, welche die ohnehin ausgedĂŒnnten niederen Verwaltungen ĂŒberfordern und ĂŒberlasten. Das kann nicht funktionieren! Kein Mensch blickt mehr durch. Jeder schaut wo er bleibt. Rette sich, wer kann. Sankt Florians-Prinzip! Die besten Lösungen werden nicht studiert und ĂŒbernommen, was ein normaler Mensch erwarten wĂŒrde. Aber wer sollte sich darum auch kĂŒmmern?

Ich entscheide mich wahrscheinlich fĂŒr die Liberalen und schau‘ bei denen lieber gar nicht so genau hin. Sie sind klein, sind Mehrheitsbeschaffer, weil sie anschlussfĂ€hig sind und auch in anderen LĂ€ndern „die Mitte“  reprĂ€sentieren. Was haben wir denn fĂŒr eine „Wahl“?!  (Seit Jahren)
Wenn wir in derselben Stadt leben wĂŒrden, könnten wr wenigstens feiern und saufen!

Soweit fĂŒr heute (Interpretiere die Uhrzeit nicht falsch)    Detlev
>>

DIE ZEIT ist ein progressiv geschminktes Lifestyle-Blatt

|

Begegnung mit der ZEIT nach Jahren, doch mit der dritten Nummer, Nr. 15, reicht’s mir.

Die dreißig knisternden Seiten großes dĂŒnnes ZeitungsblĂ€tter hochzuhalten, ist unbequem und anstrengend. FĂŒr die Parkbank oder den Economy- oder Zweite-Klasse-Bahnsitz ist DIE ZEIT zu sperrig, gerade richtig fĂŒr den Couchtisch – da ist er ja endlich!

>>

Das MAK K Frankfurt – 6 Jahre am Puls der Zeit sind genug

|

Die Wolken ziehen flott ĂŒber Frankfurt hinweg, es regnet selten. Wozu auch?

Sechs Jahre habe ich mich gegrĂ€mt ĂŒber den massiven Substanzverlust im ehemaligen Museum fĂŒr Kunsthandwerk. Was fĂŒr ein gediegener Name, und so prĂ€zise!

Erst kamen Jahre der Bausanierung, dann die Kulturrevolution K, die die SĂ€le leerfegte. >>

„Verantwortung Europas in der Welt“ – Bloss Feuilleton!

|

Sigmar Gabriel, Wolfgang Ischinger, Christoph von Marschall schreiben in der FAZ (8.9.2018 Nr.209 S.11). SIE MÜSSEN DIE LIBERALE ORDNUNG SCHÜTZEN – Die Alternative zum Weltuntergang heißt Verantwortung, nicht Raushalten. Sie antworten Peter Gauweiler („Die Kreuzritter der Moderne“ FAZ 25.8.2018)
Vergessen Sie diese „Debatte“ ! FĂŒr mich ist sie bereits gestorben. Die offenen Links hielten gerade mal drei Tage. Neues Spiel, neuer Hype. Nur nicht aufregen.: ‚Berlin‘ bereitet sich  auf eine lauwarme ‚Interventions‘-Beteiligung in Syrien vor. Das Argumentationsbesteck wird bereits öffentlich desinfiziert.
Hat Trump den wunderbaren Deutschen im Weigerungsfall exorbitanten Strafzöllen gedroht oder will man bloß mitspielen?  Man sieht sich wieder in fĂŒnf Jahren bei der Investigativ-Dokumentation.      16.9.18

Ach was. Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ‚Syrien‘ liegt.  (Vier Wochen spĂ€ter)

>>

Ein Jahrhundert nach Alekseev – Der ‚alte Greis’ China wird jung, der Westen altert.

|

9.7.18 – 9.9.2018
Alekseevs Reisetagebuch von 1907 (Link) macht dem Leser die Probleme Chinas in ihrer ganzen Tiefe bewusst, mehr als Thoralf Kleins Quellenstudie (Link) aus der Perspektive der geistig beschrÀnkten Basler Mission das kann. Denn auf dem Land ging das elende Leben ja irgendwie weiter, wie bereits seit Jahrhunderten.
Nach Alekseevs EindrĂŒcken und GesprĂ€chen 1907 zwischen Peking, Schantung und Sian erschienen Chinas Probleme unlösbar. Wo sollte man ĂŒberhaupt anfangen? >>

„START UP-NATION ISRAEL“ – Von Israel lernen !?

|

Der Beitrag (Juni 2012) erscheint gemeinsam mit weiteren aus den vergangenen zwanzig Jahren, die gerade heute nicht verloren gehen sollen. 25.5.2018

Dan Senor, Saul Singer:

START-UP NATION ISRAEL – Was wir vom innovativsten Land der Welt lernen können (Bestsellerliste Wallstreet Journal 2009, dt. Hanser 2012)

>>

Museumsneubau in Frankfurt – Verblendungen statt Waschbeton.

|

Das umgebaute Historische Museum Frankfurt in post-faschistischem-proto-chinesischem Deutschland-Stil toppt noch die AltstadtĂŒberbauung vor dem Dom – ihrerseits finsteres Mittelalter, mit den Mitteln deutscher BaumĂ€rkte ins Werk gesetzt.

12.Feb.2018 - GegenĂŒber das einzige Fachwerkhaus - Haus Wertheym - das den Altstadtbrand 1944 ĂŒberstand.

12.Feb.2018 – GegenĂŒber das einzige Fachwerkhaus – Haus Wertheym – das den Altstadtbrand 1944 ĂŒberstand. ( Fotos Gv. Anklicken!)

>>

Eins, zwei, drei, ich twitter‘ mich frei – aktuell

|

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Menge ’schlechter‘ Nachrichten, die ĂŒber ‚QualitĂ€tsmedien‘, also ‚gute‘, aus der realen Welt in meinen geruhsamen Alltag stĂŒrmen, ist gerademal ĂŒberwĂ€ltigend, ich brauche eine Winterpause. Stattdessen möchte ich Ihnen meinen Afrika-Blog empfehlen; da sind wenigstens noch ein paar Entdeckungen zu machen, zwar auch in der ‚realen Welt‘, aber ebenso an Ă€sthetischen Objekten. Bei schlechtem Wetter können die BeitrĂ€ge vielleicht sogar einen Museumsbesuch ersetzen.

Alles Gute fĂŒr 2018 ! Und melden Sie sich doch einmal!         Ihr Detlev von Graeve

>>

Die Gespenster meiner (akademischen) Jugend

|

Tagebuch:  29.11.2017   zu FAZ

 

Die LektĂŒre des emeritierten Germanisten, dem die wachsende Unduldsamkeit an der UniversitĂ€t alte Verletzungen wieder aufreißt, die er als junger Dozent im Göttingen der Siebziger Jahre erlitt. >>

Warum bin ich bloß in die Hauptstadt gefahren? Notizen

|

Ein separater Text zu  „Kunst aus Afrika im Bode-Museum – Unvergleichlich“ ist erschienen und bei Google bereits auf S. 3 vorgerĂŒckt. Link.

Samstag, den 28. Oktober

Erst einmal der letzte Eindruck,  eine unauflösliche Verbindung von Barbarei und Kultur

 PIRANESI „I CARCERI“  IM BERLINER HAUPTBAHNHOF

>>

Ein naiver Nutzer der StadtbĂŒcherei fragt 2003 ….

|

Du hast  doch nichts kapiert! Etwa den Trend der Zeit? Was die Kunden wollen? Wohin die Reise geht?  Wie unsere Institutionen arbeiten? Was erwartest du denn? In welchem Jahrhundert lebst du? Meinst du, alle hĂ€tten auf dich gewartet? Wir integrieren doch nicht Leute wie dich! Stell dich erstmal hinten an! Und zwar in der richtigen Schlange! Die Deutschen haben so eigenartige Vorstellungen: Antiquariate, dass ich nicht lache! Was denkst du, wieviel Medien – BĂŒcher, phh!!! – wir tĂ€glich verarbeiten, ich meine zusammen mit dem Computer! Warum schreibt Ihr auch soviel? Muss denn jeder Quatsch gedruckt werden? Aber das ist nicht unser Bier!  Meldet euch an, registriert euch und haltet die Klappe, bis wir euch fĂŒr eine Studie  aktivieren! Wir sind selber nur arme Schweine. Wir kriegen die Titel von höheren Ebenen aufgedrĂŒckt. Die Entscheider kennen wir auch nicht. FrĂŒher konnten wir noch aussuchen. Und unsere ausgesuchten BĂŒcher wurden auch gelesen. Heute sind wir froh, wenn wir damit nichts zu tun haben. VolksbĂŒcherei hieß das frĂŒher!  Haha!

Es folgt ein Briefwechsel aus vergangenen Zeiten. Heute sind StadtbĂŒchereien eher WĂ€rmestuben mit ReisefĂŒhrern und anderen Ratgebern, Romanen, e-Books, DVDs , CDs. und einem Veranstaltungsprogramm. Unglaublich, was sich alles verĂ€ndert hat. Ich kĂ€me heute nicht mehr auf die Idee, einen solchen Brief zu schreiben. Er war, wie die Antwort der Bibliotheksleiterin zeigt, hoffnungslos altmodisch.      10.12.2016

Aktueller Link : FAZ 5.3.2017   „Der Phantomleser“ von Andrea Diener

>>

ROMAN Karfreitag, 18.4.03

|

Franz hatte noch nie einen Roman gelesen. Jedenfalls wollte er sich an keinen erinnern. …

So oder Ă€hnlich sollte das Buch anfangen, das lauter leichtfertige AusflĂŒge in die Theorie aufnĂ€hme, denen anderswo eine solche Aufnahme verweigert wĂŒrde. Vermutete er jedenfalls. Man weiß ja nie. >>

‚512 Aufrufe in einer Woche’ – Danksagung

|

Und zweihundert Besucher! Gestern hat jeder im Schnitt sogar fĂŒnf Seiten aufgerufen. Wenn ich meine eigene Tagesadresse ermittle und entsprechend abziehe, bleiben noch eine Menge ĂŒbrig. >>

Diese EM 2016 ist gelaufen, aber auch abgehakt?

|

Wie viel meines monatlichen Fernsehbeitrags haben sie dafĂŒr ausgegeben, die HĂ€lfte?

Dummerweise hatte ich die Gesichter von Löw, von Schweinsteiger und den anderen Rekonvaleszenten schon vorher ĂŒber, auch ‚Poldi‘. Was interessiert mich, welches ‚persönliche’ statistische Karriereziel sie noch erreichen? Andere interessiert es aber wohl. Ich sollte noch einmal  Studie ‚Über die amerikanische Demokratie’ des Grafen Tocqueville lesen, um zu begreifen, wie randstĂ€ndig ich bin, fast schon dissident. >>

BREXIT – Die ersten sind draußen! Dann rĂŒckt H.VĂ©drine die Sache zurecht

|

 

Begeisterung. Zugleich das GefĂŒhl, eingesperrt zu sein. Bin selber ĂŒber meine Emotion ĂŒberrascht. Endlich ein krĂ€ftiger Impuls. Die Politik ist zurĂŒck! Seit 1989 zum ersten Mal! >>

Jede Spende hilft, aber mir gebbe nix!

|

Jede Spende hilft! Dem Spender, der vermittelnden Institution/Firma und dem oder den Adressaten. >>

MĂ€ngelexemplar, Investitionsstau, Drogen

|

Hochnebel – du hĂ€ltst es fĂŒr die Grenzen des Himmels. – Wollte ich titeln, aber soll ich das, was mich ankotzt, auch noch zelebrieren? Da mĂŒsste ich ja religiös sein. Es bleibt also bei drei Glossen! 24.2.15 >>

NetzbĂŒrger – sich mit Netzen plagend

|

Man hat mich zum Privatmann erzogen. Das gerade vergangene Dritte Reich wirkte in der Diskretion der Lehrer nach und, im heimischen Wohnzimmer, in den mahnenden Gesten der ‚Drei weisen Affen’: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen.  >>

Noch einmal „Das Netz“ – nun als Buch !

|

Tagebuch einer LektĂŒre von „Psychologie der modernen Linken“.

Ted Kaczynski hat bekanntlich durch seine Briefbomben an akademische Vertreter des militÀrisch-industriellen Komplexes die Publikation seines zeitkritischen Manifests in der Washington Post erpresst. Was steckt in dem Text?    >>

Auf einer Couch zum Thema Irakkrieg (MĂ€rz 2003)

|

SV COUCH Irak 2003 1200

30.3.2003  Ich bin von der SV nicht aufs Podium gebeten worden. Macht nichts. Meine Couch ist bequemer….  Hier mein Beitrag.             v.Graeve >>

Vor dem Irakkrieg 2003 – MagendrĂŒcken

|

Eintragung  5.MÀrz 2003

MagendrĂŒcken, woher auch immer, vielleicht von den ungewohnten Kapern im Quark bei Scholzes, oder vom Geburtstag (wirklich?)  oder etwa von einer  ausgereiften politischen Weltkrise. Ein halbes Jahr Politisierung zeigt Wirkung. Ungewöhnlich klar und angeschlagen Zugleich erfahren wir Kriegsgegner etwas ĂŒber uns selber, etwa beim Gedanken: In solchen Zeiten ist die kleinere Wohnung die bessere, zumal, wenn sie einen Balkon hat. >>

William R.Pitt und Scott Ritter: KRIEG GEGEN DEN IRAK (2002)

|

Flugblatt, nach dem 25.1.2003 an der Altkönigschule verteilt:

Werbung fĂŒr ein außergewöhnliches Buch >>