Jede Spende hilft, aber mir gebbe nix!

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Jede Spende hilft! Dem Spender, der vermittelnden Institution/Firma und dem oder den Adressaten.
Wir rechnen falsch, wenn wir von der Spendensumme ausgehen und die Verwaltungskosten als eine lĂ€stige und nicht ganz gerechtfertigte GrĂ¶ĂŸe betrachten. Ein deutsches SchnĂ€ppchen-Problem? (NatĂŒrlich darf man Hilfswerke kontrollieren – lassen! Schon wieder!)
Die Spende ist ein Dienstleistungsprodukt All inclusive. Wir brauchen nur eine Überweisung tĂ€tigen, vielleicht bereits per Knopfdruck auf dem Smartphone. Der Rest hat von alleine zu gehen, ohne dass wir die Couch verlassen. Die Dienstleister machen uns unterschiedliche Angebote, die uns mehr oder weniger behagen, sie wecken Phantasien, verwandeln z.B. das GefĂŒhl menschlicher Anteilnahme in eine Teilhabe an einem Projekt, auf das wir stolz sein können. Sie nennen Namen, je nach Angebot sogar die von Individuen. Auf der unsichtbaren RĂŒckseite der Veranstaltung setzen die Firmen Menschen ein, selbstverstĂ€ndlich bezahlte ArbeitskrĂ€fte, Helfer, die manchmal anderswo gescheitert sind, aber wohl meist sich selbst ausbeuten, die manchmal unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit sich schwierigen, ja traumatisierenden Situationen aussetzen.
Es gibt spartanische und opulente, um nicht zu sagen kulinarische Angebote. Irgendwie hÀngt das auch mit dem Betrag zusammen, der bei den Adressaten ankommen soll. Wir haben die Wahl.        21.April 2015