CORONA – ZEITEN

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GENDERN ? GENDERN?????

“Wehrt euch, leistet Widerstand!”  Los tontos, los violines de culo no passarán!

Wer zum x-ten Mal geduldiges Argumentieren im bewährten softlook verlangt : LINK zur NZZ: René Scheu  am 04.10.2019 : “Liebe Sprachbenutzerinnen und Sprachbenutzer: Wie halten Sie es mit der Sexualisierung der Sprache von oben? ….”  und das längs Bekannte zum wiederholten Mal        25.6.2020

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25.6.20                    Lieber Daniel,

Was ist inzwischen alles passiert! Und nächste Woche geht meine liebe Frau ins Krankenhaus. Sie sagt: es ist alles so irreal. Allerdings schließt sie nach fünfunddreißig Jahren auch ihre Logopädie-Praxis mit ihren Kindern, denen sie gerne weiter ins Leben hinein geholfen hätte.
Du musst nicht glauben, ich dächte nicht an dich da im Norden Englands. Im Gegenteil, bei allerlei Gelegenheiten.

Corona hat mich noch mehr vereinsamt, mein hobby, die afrikanische Zeitgeschichte und die vage Hoffnung auf Gesprächspartner in Universität und Museum waren nicht genug. Aber die Sache – Sammlung und Blog ( Look! ) – ist auch mein Eremiten-Gehäus.

Du wirst eine Menge zu tun haben, mit ‘digitalisiertem’ Unterricht. In Deutschland haben Autoren der FAZ schon Bedenken, dass die Leitungen die analoge Präsenzlehre weiter überlasten, ausdünnen und verschwinden lassen wollen. In der Bibliothek, an deren Souterain-Fenster ich bequemerweise anklopfe, weil alle Eingänge bis auf den weit entfernten Haupteingang geschlossen sind, zeigt sich ein halb verschleiertes Zweitsemester und bekennt, dass sie ihre kontaktfreien Aufgabenstellungen nicht wirklich erledigt. Wieviel Studienzeit, wieviel Lebenszeit wird in diesem Semester verschwendet. Zentrale Lösungen sind eben keine, zentrale Anweisungen werden von Dummköpfen exekutiert. (Aber du wirst widersprechen.)
Wie geht es dir? Ich wollte gar nicht schwätzen, ich wollte dir nur ein Lebenszeichen setzen.

Herzliche Grüße

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Brief an einen Studenten (Kulturwissenschaften) im Auszug – 17.6.2020

(….) Häng’ dich nicht an die ‚Befreiungsbewegungen’ unserer Zeit, sie sind infiziert und infiltriert, schau’ wer hier und jetzt kostbare Freiheiten verteidigt, und zwar gegen alle Bannerträger.

Ich fühle mich persönlich und in meiner Werthaltung in Deutschland von Frauenbeauftragten, Klima-, Flüchtlings-, Antisemitismus- und Beauftragten für Selbst-Dekolonisierung beeinträchtigt, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Gibt es schon eine*n Anti-Egoismusbeauftragte*n zur Förderung ausschließlich fremder Interessen durch Gehirnwäsche. Oder nur NGOs?
Das geschieht selbstverständlich nur in einer „Blase“ – das berührt nicht die Geschäfte – aber ungewollte Nebenwirkungen sind schon spürbar, während die versprochenen ‚fortschrittlichen’ Wirkungen als FataMorgana über dem Horizont stehen bleiben. Irre, wie rasch Slogans erfunden werden, etwa „Black Lives Matter“, in Amerika, wo sich Studenten jedesmal vor Begeisterung überschlagen, wenn wieder Präsidentschaftswahlen anstehen. Ich fand ein gutes Interview mit dem – muss man schon hinzufügen – schwarzen Ökonomen Glenn Loury, 68. Gewöhnlich müssen erst Mitglieder der betreffenden Gruppe auftreten und auf vergessene/verschwiegene/nicht gewusste Aspekte hinweisen. In der Regel pochen sie dabei auf Selbstverantwortung und Verzicht auf Selbstmitleid. Es passiert dann leicht, dass sie in der eigenen Gruppe und in einer auf Empathie eingestimmten Öffentlichkeit in Verruf geraten, als ‘fehlgeleitete’ Juden, Frauen, Muslime, Farbige …

In diesem Interview werden auch kritische Nachfragen und sachliche Einwände fruchtbar. (NZZ 6.6.20 Glenn Loury – Rassismus existiert, aber..)

Als komplementärer Beitrag, der Statistiken nicht als gegebene Fakten nimmt,  ist sehr zu empfehlen: Meret Baumann “Warum Schwarze in den USA für das gleiche Delikt öfter verurteilt werden und länger im Gefängnis sitzen als Weisse” (NZZ 20.6.20, LINK)

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12.6. hochgeladen, rückdatiert da  bisher nur 2 Beiträge

AB IN DEN FLIEGER!   (zeitweise auf der Titelseite)

WIR DEUTSCHEN MÜSSEN DAS OPFER BRINGEN, DENN DIE VOLKSWIRTSCHAFTEN DER ZIELLÄNDER DÜRFEN NICHT ZUSAMMENBRECHEN! WENN WIR ALLERDINGS DIE AKTUELLE  ABSTANDSREGEL EINFORDERN, WIRD FÜR DIE  MALLORQUINER UND KANAREN KEIN PLATZ  MEHR SEIN. MÜSSEN WIR UNS DANN FÜR DEUTSCHLAND SCHÄMEN?
WAS HEISST “AKTUELL”?  DIE ÜBLICHEN MASKEN, DURCH DIE WIR DEN BEHÖRDLICHEN VORSCHRIFTEN NACHKOMMEN, SIND LÄNGST ALS PLACEBO ENTTARNT. PSST! AUCH DIE ABSTANDSREGEL (“ZWEI UND ZWEI MACHT DREI”) HILFT NICHT GEGEN DAS NEU ENTDECKTE AEROSOL, NACHDEM KINDER ALS VIRENSCHLEUDERN ENDLICH AUS DEM FOKUS SIND UND WIEDER ZUR SCHULE GEHEN DÜRFEN.      WERDEN DIE JEMALS WIEDER IHRE ‘ANALOGE’ SCHULE SCHWÄNZEN?
UND WAS HILFT? FRISCHE LUFT! DAS PREDIGTEN SCHON UNSERE ELTERN. AN DIE FRISCHE LUFT WOLLEN DOCH AUCH WIR URLAUBER! BLOSS EBEN NICHT HIER. DAS IST JEDENFALLS BESSER ALS IN DIE OPER GEHEN. DENN SINGEN UND SINGEN LASSEN IN GESCHLOSSENEN RÄUMEN, HAT NOCH NIEMANDEM GUT GETAN, SO WENIG WIE GOTTESDIENSTE ÜBER DEM TAUPUNKT. AMEN.
2. JUNI 2020

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Auszug aus einer Ausstellungskritik “Grey is the new pink” (Vorwort 24.5.2020; LINK)

“Nicht erst mit der ‘Pandämie’ wird ein abstrakter Anspruch auf Lebensverlängerung über jedes Maß hinaus stärker im Blick auf die sie finanzierenden Generationen in Zweifel gezogen.  Ihre eigenen  ‘Wertvorstellungen’ politisierend,  haben die ‘uns repräsentierenden’ Eliten das in Selbstermächtigung für unumstößlich erklärt, im Einklang mit  morbiden Staatskirchen und interessierten Wirtschaftszweigen. Die wirtschaftlichen und sozialen Kosten werden nach dem shut-down nicht mehr vernachlässigt werden können. Die uralte Frage nach sinnvollem Leben und würdigem Sterben lässt sich auf Dauer nicht unterdrücken. Wenn mir jemand beiläufig erklärt, dass die über neunzigjährige Mutter “ein wahrer Cyborg” sei, und wenn gleichzeitig Pflegekräfte aus ärmeren Ländern angelockt werden, wenn es an Landärzten und Kinderärzten mangelt und man in vielen Ländern der Welt ohnehin schlechte Karten hat, dann stimmt doch etwas nicht mit der angeblich hohen Moral unseres Gesundheitssystems! Ich möchte heute meine Schicksalsgenossen daran erinnern:  “Das Alter ist die wichtigste Todesursache” (Hausarzt). Und:  “Dass ein Leben ein Recht auf Leben impliziert, ist undurchführbar” (H.Blumenberg “Die Vollzähligkeit der Sterne” 1997, S.95), auch wenn wir das selber gerne hätten.

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