Category Archives: ISRAEL.Vorsichtshalber.Wieso?

Israel – 70 Jahre 24.5.18

Meine Punkt der Unempfindlichkeit ist erreicht.
Ich sortiere markante Zeitungsartikel und Buchkapitel, die sich in einem halben Jahrhundert angesammelt haben und stelle fest: Alle Arten von Empörungen und Enttäuschungen sind bereits da gewesen. Auch an Beschwörungen wie die der angeblich letzten Chance.
Und was ist über die Jahre geschehen?
Das Schlimmste ist eingetreten, so etwas wie ein Blutrache-Automatismus.
Meine Bilanz in einem Satz:
Unter Menschen der bisherigen Bauart lässt sich ein kolonialistischer Fehlstart wie der des Staates Israel 1948 in Palästina nicht reparieren. Jeder vermeintliche Befreiungsschlag machte die Sache nur schlimmer.
Welche ein Glück für die heutigen Israeli, dass Dauerkonflikte, Niederlagen und Diktaturen ihre Nachbarn und Feinde ebenso demoralisiert haben wie sie.
Und dass die deutsche politische Klasse wider jede politische Vernunft noch immer den Schwanz einzieht oder – wenn Sie lieber wollen – den Nacken beugt vor dem explosiven Zwergstaat. Beste Freunde, dass ich nicht lache! Aber ich will mich nicht mehr aufregen, keine Strohfeuer lodern lassen.
Ich habe aber noch ein paar im digitalen Archiv vergessene Texte gefunden, die schicke ich wenigstens jetzt ins Netz: Sie kommentieren „Auf den Spuren von Moses“, den Kriegsfilm Lebanon“ und „Start-up-Nation Israel“, „Sperrzonen“, „Araber in Israel“ (1965)… Auch Empfehlungen sind dabei. Denn auch Sie haben Besseres zu tun, als sich in den Windungen dieser schier endlosen Konfliktspirale herumzutreiben.

„START UP-NATION ISRAEL“ – Von Israel lernen !?

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Der Beitrag (Juni 2012) erscheint gemeinsam mit weiteren aus den vergangenen zwanzig Jahren, die gerade heute nicht verloren gehen sollen. 25.5.2018

Dan Senor, Saul Singer:

START-UP NATION ISRAEL – Was wir vom innovativsten Land der Welt lernen können (Bestsellerliste Wallstreet Journal 2009, dt. Hanser 2012)

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1999 im SPIEGEL: Zwei jüdische Newyorker und der Staat Israel

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Zwei Texte, über die wir im Unterricht sprachen und die  aus dem Abstand von zwei Jahrzehnten einen eigenen Reiz entwickeln. Schon der Name „Netanyahu“! Es war nicht schwer, im Netz Spuren von Joseph Frager (Link) und Kenneth Bialkin (Link)zu finden. Die Bialkins sind diskreter, eigentlich nur einschlägige Mitgliedschaften.  

Der Beitrag erscheint gemeinsam mit weiteren aus den vergangenen Jahren, die in der jetztigen Situation nicht verloren gehen sollen.   25.5.2018
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„Lebanon“ (Israel 2010) – Ich sehe keine Kriegsfilme. Ausnahme.

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25.5.2018

Der Beitrag (Oktober 2010) erscheint gemeinsam mit weiteren aus den vergangenen zwanzig Jahren, die in der jetztigen Situation nicht verloren gehen sollen.  Ohne Papierabzug wäre er übrigens bereits verloren.

Wenn Sie sich näher über diese israelisch-deutsch-französisch-libanesische Koproduktion von 2009 mit einer Episode aus Israels Libanonkrieg 1982 informieren wollen, hier ist der Link zu Wikipedia. Weiterlesen…

Evergreen: „Sperrzonen – Israels Architektur der Besatzung“ (dt. 2008)

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Zwei viel informativere Beiträge, die ich gleich zu Beginn verlinken möchte:

Eine Rezension vom Mai 2008 im Deutschlandfunk (Link) und ein Interview mit dem Verfasser im Deutschlandfunk Kultur am 29.12.2009 (Link) Weiterlesen…

Sabri Geries – Elie Lobel: Die Araber in Israel (1965) – Zusammenfassung

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Siebzig Jahren nach der Vertreibung tausender Palästinenser aus dem künftigen israelischen Staatsgebiet 1948 und einem halben Jahrhundert Besatzungsregime in der 1967 eroberten Westbank geht leicht vergessen, in welche Lage die im Kernland verbliebenen Palästinenser als Bürger zweiter Klasse im jungen Staat Israel gerieten: in ein System von Paragraphen, das direkt von der britischen Mandatsverwaltung übernommen wurde. Der Autor Geries war ein solcher arabischer Bürger Israels und von Beruf Rechtsanwalt. Die deutsche Ausgabe des Buches erschien 1965 bei Trikont in München.

Zusammenfassung 6.12.1999 für den Unterricht. – Der Beitrag erscheint gemeinsam mit weiteren aus den vergangenen zwanzig Jahren, die in der jetztigen Situation nicht verloren gehen sollen.   25.5.2018 Weiterlesen…

Segev „Die ersten Israeli“ – lesen! (Wieso klickt denn niemand den Artikel??)

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Nur ein paar Leseerfahrungen für Selbstleser

 Tom Segev : Die ersten Israelis – Die Anfänge des jüdischen Staates
Siedler Verlag, Berlin 2008       ISBN 9783886808892

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Persönliche Abrechnung mit dem Alten Testament (AT)

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Der ursprüngliche Beitrag (März 2000) erscheint überarbeitet mit weiteren aus den vergangenen zwanzig Jahren, die in der jetztigen Situation nicht verloren gehen sollen.

„Persönliche Abrechnungen“ sind grundsätzlich ungerecht und tragen wenig zur Wahrheitsfindung bei. Sie spalten, statt zu versöhnen. Ein Thema wie „das Alte Testament“ (AT) ist hoffnungslos überkomplex. Doch gottseidank haben wir noch Redefreiheit, so können bei der Gelegenheit vielleicht andere, unerwartete Wahrheiten zutage treten.

Es existiert im heutigen nach-zionistischen Staat Israel ein synthetischer ’nationaler‘ Gründungsmythos, der  Israel ideologisch aus dem modernen westlichen Politikverständnis heraus katapultiert. Weiterlesen…

ARTE, ZDF und BBC auf den Spuren von Moses (2000)

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Der Beitrag (Januar 2000) erscheint gemeinsam mit weiteren aus den vergangenen zwanzig Jahren, die in der jetztigen Situation nicht verloren gehen sollen.  Ohne Papierabzug wäre er übrigens bereits verloren. Weiterlesen…

Was in Gaza geschieht (Juli 2014)

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Ich kann nicht verhindern, was geschieht, wir können das nicht! Und es wird sich wiederholen. Immer wieder habe ich vergeblich gehofft, dass diesmal der Staat Israel den Bogen überspannt hat, als endlose Besatzungsmacht, als Konfliktpartei, in seiner Selbstverteidigung und Selbstjustiz, habe gehofft, dass dieser Staat in seinem Konfliktverhalten unter internationale Aufsicht gestellt wird, dass vielleicht Blauhelme stabile Demarkationslinien schützen und Israels furchterregender Sicherheitsapparat auf die Ausmaße gestutzt wird, die mit dem Anspruch einer westlichen, also rechtsstaatlichen Demokratie vereinbar wären. Wieviele junge Generationen – Männer wie Frauen – sind bereits von der Logik dieses Besatzungsregimes seit 1967 bereits verschlissen und verroht worden! Weiterlesen…

Rolf Verleger und der Protest (Israel)

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22.7.2014

Das folgende Dokument war das erste, mit dem ich mich in die Arena „ISRAEL“ begab. Ich hatte es vermieden. Und als ich dann eine entsprechende KATEGORIE öffnete, damit man es besser finden könnte, nannte ich ihn ISRAEL VORSICHTSHALBER und stellte ein fiktives Gespräch voran. Das ist vier Jahre später nicht mehr aktuell, schon gar nicht bei einer Achse NETANJAHU – TRUMP. Ich stelle  es also hier ein (Rotdruck) :


Vorsichtshalber was?

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Es ist sinnlos.

Sind vierzig Jahre Geduld nicht genug? Wofür habe ich mich denn bemüht, das was geschehen war und was geschah zu begreifen? 1967 war ich jung. Danach machte ich mir nur noch sehr bescheidene Illusionen. Es waren immer noch welche.

Aber das ist doch vorbei. Sind Sie jetzt nicht Schopenhauerianer?

Sie haben ja Recht: In welche Region der Welt kann man arglos blicken, wenn man nur etwas informiert ist? – Etwas anderes macht mich wütend: der Maulkorb, der gutwilligen Menschen regelmäßig in Deutschland bei Fragen israelischer Politik aufgedrängt wird. Ist Ihnen schon aufgefallen, wie leise und abgewogen Kritik an Israel von seriösen Leuten vorgetragen wird? Manchmal braucht man Übung, um sie überhaupt zu verstehen. Von der anderen Seite wird bedenkenlos ausgeteilt. Aber wir sind nicht in Russland! – Dass ganz schnell der Fokus von der Rede auf ein einzelnes Wort gerichtet, wird, von der Kritik auf den Kritiker, darin steckt Methode. Schauen Sie, auch Rolf Verleger hat keine abseitige Meinungen geäußert, das Gegenteil war der Fall. Wurde er deshalb zum Telefoninterview in aller Herrgottsfrühe gebeten? Die ‚Nachricht‘ war eine andere: ‚Das ehemalige Mitglied des Zentralrats der Juden wendet sich gegen …‘

Und dann hat er Glück gehabt, dass sein Interview keine Folgen hatte?

Als Jude ‚darf‘ er freier darüber sprechen. Sie haben Erfahrung mit Abtrünnigen, Kreisky, Chomsky, Finckelstein … ich kann sie auf die Schnelle gar nicht aufzählen. Für mich als denkender Mensch ohne dieses zweifelhafte Privileg ist auch das ‚Diskriminierung von Juden‘, ‚positive‘ lautet der soziologische Terminus.

Und nun drängen auch Sie in den Westernsaloon, wo bereits die Fäuste und die Stühle fliegen…

Wirklich nicht, aber es sind über die Jahre sehr informative Studien erschienen, gerade auch in Israel, die unserer Öffentlichkeit auch heute nützlich sein können – die Dokumentarfilme oft mit finanziellem Rückhalt in Westeuropa. Ich nenne hier voll Anerkennung ‚Arte‘. Was ich davon kenne, will ich bekannt(er) machen. Der Konflikt wird uns ja noch lange erhalten bleiben. Obwohl, man weiß nie.

Heute in den 10-Uhr-Nachrichten des Deutschlandfunks hörte ich eine kurze Meldung. Die betreffende Nachrichtensendung ist im Netz gespeichert und siehe da, auch das mit „im Deutschlandfunk“ gemeinte Interview, das am selben Tag um zehn vor sieben live per Telefon geführt worden war. Ich sollte wirklich früher aufstehen!          Weiterlesen…