Author Archives: dvg

Die falschen Dinge aus Afrika

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21.5.2017

Ich will heute meine Sammlung gegen bestimmte Ansichten verteidigen. Es geht mir um die Einzigartigkeit von Kunstwerken, die einen Witz haben, der selbst einem Fremden noch zugänglich ist, wenn er sich nur darauf einlässt. Das falsche Gerede darf nicht völlig die Oberhand gewinnen. Weiterlesen…

Edwin Denby tanzt durch Fritz Wiegmanns Leben

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Nachlass wiegmann 9 x 6

Nachlass wiegmann 9 x 6

 

Edition: Random House Apr.1986 Vgl. Link Vgl.

Edition:
Random House Apr.1986
Vgl. Link

 

 

 

 

 

 

Edwin Denby (1903 – 1983)

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Was sind schon Briefe!! Schickt uns Ansichtskarten.

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Vier Briefschlüsse auf dem Rücken von Ansichtskarten mit Motiven aus dem ehemaligen Kaiserpalast.

Vermutete Reihenfolge.

Mich wundert, dass nicht diese Briefe aus China – und weitere – vollständig erhalten sind. Wer hat wohl alles bis auf die benutzten Ansichtskarten weggeworfen?    An den Vorlagen für die Postkartenproduktion von Hartungs hat Wiegmann in Peking übrigens mitgearbeitet. (Mitteilung)
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Wiegmann abseits des „Kunstbetriebs“ NEU

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Im Nachkriegsdeutschland fasste Wiegmann als Künstler nicht Fuß, zumal der Schuldienst eine Menge Kraft kostete. Nach seiner Pensionierung hatte er noch zehn Jahre für eine Malerei  unabhängig vom Zeitgeist. Ob er dabei an die entpflichteten Mandarine des kaiserlichen China dachte?

Eins der Themen für seine Übungen an der Schreibmaschine war „Kunstbetrieb“. Weiterlesen…

Carl Linfert – „Reiz der Dilettantenbilder“ (F.Z.1932)

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Unter den wenigen aufbewahrten Zeitungsartkeln in Wiegmanns Nachlass befindet sich  ein langer Beitrag aus dem Feuilleton der Frankfurter Zeitung vom 15. Januar 1932: „Unterirdische Malerei. Über den Reiz der Dilettantenbilder“ von Carl Linfert (Link). Weiterlesen…

Ce Shaozheng flaniert durchs alte Peking

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Im Urlaub auf der Insel hatte ich amüsante Bücher dabei, unter anderen:

Ce Shaozhen : Flaneur im alten Peking – ein Leben zwischen Kaiserreich und Revolution (Diederichs Verlag 1987, illustrierte gebundene Ausgabe – der beigelegte Stadtplan ist unbrauchbar. Empfehlung: Link). Weiterlesen…

WIEGMANNS UNIVERSITÄTEN

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Den Titel „Meine Universitäten“ kennt man von Maxim Gorkis autobiografischem Roman. Und „Universitäten“ bedeutet hier das Leben oder genauer dessen Stationen jenseits akademischer Ausbildung. Anders als Maxim genoss Fritz Wiegmann als Jugendlicher eine solche Ausbildung, aber was bot sie ihm und in was für einer Zeit?

Die ‚Alte Oper Frankfurt‘ zitiert in im Programmheft zu „Fokus 20er Jahre“ (2017) Carl Zuckmayer: Die Künste blühten wie eine Wiese vorm Schnitt. Daher die tragisch-genialische Anmut, die dieser Epoche eignet.Von diesem kurzen Glück sind wir als Nachgeborene ausgeschlossen. Tragen wir’s mit Fassung.

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Paul Flora Cartoons im Nachlass Wiegmann

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Um die fünfzig  aus der ZEIT zwischen 1965 und 1970 ausgeschnittene Cartoons liegen künftig mit dem Nachlass im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt. Weiterlesen…

Lega – konische Hüte mit Schuppen und Knöpfen

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Pangolin - 18-20 cm Durchm., 18 cm Höhe o. Schweif, 308 g

Pangolin – 18-20 cm Durchm., 18 cm Höhe ohne Schweif, 308 g

Knöpfe - 20,5 x 16,5 cm Durchm., 23 cm o. Schweif, 416 g

Knöpfe – 20,5 x 16,5 cm Durchm., 23 cm o. Schweif, 416 g

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„Die Reise in den Westen“ – Reclams BUCH-RIESE hat Erfolg

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12. August 2017

Ich war enttäuscht. Jetzt habe ich den Band in der Ruhezone eines  bekannten Buchkaufhauses entspannt auf den Knien gehabt und alles war halb so schlimm: Vor allem der Satzspiegel liest sich gut, die Erzählung ohnehin. Sie bleibt natürlich unendlich redundant. ‚Verschlingen und Vergessen‘. Soviel ‚Ruhestand‘ werde ich hoffentlich nie haben. Und kein Krankenlager sollte so lange andauern. Für die unten vorgeschlagene Alternative „Monkeys Pilgerfahrt“  kam ich damals mit zwei Tagen hin. Ob das inzwischen angebotene e-Book  die Lösung ist, möchte ich bezweifeln, und selbst das eB ist sündhaft teuer (um die siebzig). Transparentes Dünndruckpapier ist nicht wirklich ein Unglück. Und schließlich finden sich im Text auch die vermissten Anmerkungen wieder. Wunder der Wahrnehmung!

 

8.März 2017

Im Kinderprogramm KIKA tritt ein extrem dickleibiges und schwerfälliges Riesenschaf auf, in der Herde von „Shaun das Schaf“ (Aardman). Daran erinnert mich die hochgelobte erste vollständige deutsche Übersetzung von (dreimal Trommelwirbel!) „Die Reise in den Westen“, ein maßlos aufgeblasenes Reclamheft von über dreizehnhundert Seiten. Gleich zwei prestigeträchtige Lobeshymnen erschienen an einem Wochenende in FAZ und SZ zur Premiere. Aber über die inneren Werte vergaßen die Rezensenten die äußeren. Es handelt sich schließlich nicht um einen Staubsauger, sondern um ein BUCH. Das ist mir schon deshalb präsent, weil das Werk den Deutschen BUCHpreis erhalten soll. Das munkelten jedenfalls heute die Buchhändler. Weiterlesen…

Maske der Boa mit Flügelohren

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Die Masken der Boa im Westen des Ituri-Waldes waren für mich groteske schwarz-weiße Gesichter mit abstehenden Ringohren. Ihre Abbildung verlieh jedem Bildband afrikanischer Kunst eine heitere Note. Wie viele hatte ich eigentlich gesehen? Als Objekt in meiner Sammlung konnte ich sie mir bisher nicht vorstellen, so wenig wie irgendeine Faschingsmaske. So etwas würde ich nicht an die Wand hängen zwischen die ‚bedeutsamen’ Stücke. Weiterlesen…

Wieder ‚jung‘ in der ‚Jungen Galerie‘ Hamburg 1947

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Zwei kleine Ausstellungsplakate (DIN A 3 und etwas größer) und ein Telegramm von 1947 legen eine Spur nach Hamburg zur ‚Galerie der Jugend’ von Gottfried und Ingeborg Sello. Wiegmann konnte dort ausstellen, und sein Name stand auf den Plakaten

2013 ist beim Ellert & Richter Verlag in Hamburg ein Buch mit Texten des späteren Kunstpublizisten Gottfried Sello erschienen: „Traum ohne Ende – Über die Kunst„. Aus dem schön bebilderten und persönlich gefärbten biografischen Vorwort von Thomas Sello (S. 8 bis 24) beziehe ich die folgenden Informationen und zwei Fotos, eines von Gottfried Sello mit Bernhard Minetti (1948) und eines aus dem Atelier des Malers Skodlerrak (1920-2001) (S. 8/9), der neben Wiegmann auf dem zweiten Plakat genannt wird. Weiterlesen…

Amerika! – John Becker, 520 Madison Avenue N.Y.C.

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Zwei Dokumente im Nachlass belegen konkret Wiegmanns Kontakt mit dem amerikanischen Kunstmarkt für das Jahr 1932, mit Perspektiven für 1933. In dem getippten „Lebenslauf“ steht unter „Ausstellungen meiner Bilder fanden statt“: „1931 und 32 in der Galerie John Becker, Madison Avenue N.Y. city, durch diese Galerie auch auf der Weltausstellung Chicago“.

Beginnen wir mit dem zweiten Dokument, einem Brief. Unter dem Datum des 12. November 1932 erhielt W. einen Brief und einen Scheck von John, dem Leiter der Galerie John Becker in New York.

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Fritz Wiegmann, die Benjamin’s und Fritz Fränkel

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Dies ist der aktualisierte Beitrag vom 25.Juni 2016, übrigens im letzten halben Jahr 100mal aufgesucht

Mieter im Elternhaus Walter Benjamins, Freund der Schwester Dora

 

Magnussen:Benjamin-WohnhausMomme Brodersen, eMail vom 15.4.2012:

Sehr geehrter Herr Graeve, meine Frage nach Fritz Wiegmann steht im Kontext eines geplanten Buches über eine Villa in der Berlin-Grunewalder Delbrückstr., über deren Geschichte und Bewohner. Erbaut wurde diese Villa an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert nach einem Entwurf des Burgenforschers und Architekten Bodo Ebhardt. Ihr erster Besitzer war der Bildhauer Harro Magnussen. Nach dessen Selbstmord erstand der Vater des Schriftstellers Walter Benjamin das Bauwerk, das Mitte der 1930er Jahre dann in einem gewissen Sinne „arisiert“ wurde und im zweiten Weltkrieg den Bomben zum Opfer fiel. Weiterlesen…

Die Internationale Hygiene-Ausstellung in Dresden 1930/31

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Auch hier war Wiegmann wieder politisch und künstlerisch engagiert. In seinem Nachlass findet sich ein Dankschreiben der Leitung mit dem Hinweis auf die knappen Kassen der Institution, sowie eine Ehrenurkunde, von der Art, wie sie bei Sportfesten verteilt wird. Weiterlesen…

Songye Miniatur : ‚Nkishi’ und Sklavin

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 1O.2.17

  Songye Miniatur IMG_8314Beschreibung:

Fetisch (Nkishi): Öffnung im Hinterkopf und im Nabel

Sklavin: auf dem Rücken gebundene Hände – Felix (100 Peoples) erwähnt traditionellen Status des Sklaven. Etwas anderes kann das auch nicht sein.

Schöne Frau: kunstvolle adlige Frisur mit ausrasierter Stirn, gerader und recht langer Hals mit drei Wülsten; die Frau trägt 11 winzige Kupfernägel als Ziernarben: 3 von der Nasenwurzel zum Hinterkopf, 2 auf den Augen, 6 rechts und links an den Schläfen; sie hat ausdrucksvolle Bohnenaugen (Erhebungen plus Nägel) und ein entwaffnendes Lächeln wie ein Smiley. Die Figur blickt den Betrachter direkt an mit hochgezogenen und markierten Augenbrauen und präzisen Augen, das Lächeln vermittelt gelassene Heiterkeit. Sie ist nicht zuletzt hochschwanger mit attraktivem Bauch, Hohlkreuz und Po. Die Haltung ist tadellos. Der Meister tat nichts Überflüssiges: So auch keine Schmucknarben am Rumpf – Klar! Es ist doch eine Songye!

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Ist der Mangbetu-Jüngling nur schön?

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Überblick

Mangbetu-Boy-IMG_8503Die Mangbetu sind berühmt, wegen ihres Stils in Architektur, Mobiliar, Waffen und Werkzeugen, den bekannten Harfen, dekorierten Rindenstoffen, Geschmeide, Körperschmuck bis hin zur Schädel(ver)formung und Verlängerung der Augenlider, Musik und Tanz auf repräsentativen Festen.

Bereits lange in waldreicher Gegend im Nordosten ansässig und ein blühendes Königreich, beeindruckten die Mangbetu den deutschen Forscher Georg Schweinfurth 1870, unter anderem mit der fünfzig Meter breiten Audienzhalle.

Wie sie sich mit den Arabern aus dem Sudan und Sansibarküste arrangierten, weiß ich noch nicht. Jedenfalls verloren sie ihre Macht an die aus dem Nordwesten aggressiv vorstoßenden Azande. Später wurden die Beziehungen so eng, dass sie ihre Künstler austauschten.

Die Figuren sind selten und aus hellem Holz gearbeitet. Der Stil ist geprägt vom Schönheitsideal der Aristokratie und dem Sinn für Dekor. Bereits ihre Behausungen waren mit geometrischen Motiven bemalt.

(nach: Kerchache/Paudrat/Stephan: Die Kunst des schwarzen Afrika, dt. Herder 1989, S.581) Weiterlesen…

Songye – Belande -Luba : ‚Nkishi’ miniature

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Published 14 february 2017

Original Version:  10 february 2017

What kind of figure?

Songye Miniatur IMG_8314Fetish (Nkishi): openings in the back and navel

Slave: her hands bound together – Felix (100 Peoples) mentions the traditional status of slaves.It cannot be someone else.

Beautiful woman: elaborate noble hairstyle with shaved forehead, straight and quite long neck with three rolls; The woman wears 11 tiny copper nails as ornament: 3 from the nose to the back, 2 to the eyes, 6 to the right and left of the temples; she has expressive bean eyes (elevations plus nails) and a disarming smile like a smiley face .She looks directly at the viewer with raised and marked eyebrows and sharp eyes, Her smile conveys serenity.She is very pregnant with an attractive belly, hollow lower back and nice buttocks.The attitude is impeccable. The master did nothing superfluous: no jewels on the fuselage (So sure, that she is Songye!) Weiterlesen…

Vilém Flusser auf einem Wasserbüffel entgegenziehen! Ein Gedankenspiel

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Flusser von China her betrachtet – Kultur der Module –  Totalitarismus – Meisterschaft – Schriftidolatrie ? – Exzentriker von Yangzhou 18.Jh. Weiterlesen…

‚Revolutionäre Tradition‘ westlicher Malerei – Notiz 1936

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5.3.17     Ergänzt durch eine Bemerkung von Ernst H. Gombrich (1993)

Wiegmann sprach in seiner Einführung in die Pekinger Ausstellung von einer “ Tür durch die es möglich ist von westlicher zu östlicher Kunst und vom Osten zum Westen zu springen„!  Auf den zwei Notizzetteln hier versuchte er vor allem, Chinesen die abendländische revolutionäre Tradition zu erklären. Die Faszination, die in diesen Jahrzehnten westliche Moderne in China ausübte, wäre ein triftiges Motiv gewesen, das zu tun.

Gehörten die zwei Blätter zur Vorbereitung seines Auftritts? Sind sie deshalb Fragment geblieben, weil sie ihre Aufgabe der Durcharbeitung erfüllt hatten? Die zweimal erwähnte Figur eines englischen Malers würde zum Publikum der Vernissage passen, auch zu den Lesern des PEIPING CHRONICLE. Die Beispiele ‚ Impressionismus‘ und ‚Expressionismus‘ passen in die Zeit. Und warum sonst hätte er die zwei losen Blätter sonst in seinen Nachlass aufnehmen sollen? Ich kenne bisher keine weiteren Dokumente, in denen er das Thema weiter ausgeführt hätte. Weiterlesen…

TROIS GRANDES STATUES DU MAYOMBE (BAS CONGO) – frz.

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  • Link au text original

25 janvier 2017|dvg

Keller mit Schrein-IMG_2242Le groupe de figures Yombe a initié, il y a un an, le „Projet Congo“ sur ce page Web mais il n’est y pas arrivé ici jusqu’à ce jour.

Je commence par les descriptions de la femme et du chien pour faire regarder les deux de plus près. Je présente des lieux où on trouvent tels groupes de figures, et je vais finir avec quelques réflexions sur la figure mâle.

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GROSSE FIGUREN AUS MAYOMBE (BAS-CONGO)

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Keller mit Schrein-IMG_2242

 

dreiergruppe-img_1798_2Die Gruppe brachte vor einem Jahr das „Kongo-Projekt“ ins Rollen. Sie hat es selber bis heute nicht auf die Seite geschafft. Zum Jahreswechsel nahm ich mir vor, damit zu beginnen. Ich beginne mit Einzelbeschreibungen von Frau und Hund zum genaueren Hinschauen, erzähle etwas über Aufstellungsorte solcher Figurengruppen, stelle ein paar Überlegungen zur männlichen Figur an. Beispiele aus der Fachliteratur für den Stilvergleich.  23.1.2017

 

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Reiter auf Leopard – von den Mbala, Nachbarn der Yaka

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Eine filigrane Doppelfigur, 32 cm hoch. Dunkle, eine an den Kanten rot glänzende Patina auf dichtem Holz. Erhaltungszustand: Gut. Sie war Teil eines Familienschatzes. Ich kann nicht sagen, aus welcher Zeit, weiß nur, dass zuletzt Mobutu (seit 1965) denen, die traditionell über den Boden verfügten, ihr Recht erneuert, modernisiert und damit verfestigt hat. Die bemerkenswerte Resistenz des Objekts gegen das deutsche Raumklima weist aber auf eine frühere Entstehung hin.

Besonderheit: Rechteckige, nicht ohne Spur geöffnete, wieder verschlossene Öffnung auf dem Bauch.

 

Da ich die digitalen Unterlagen verloren habe, will ich es kurz machen. Vielleicht gefällt Ihnen das sogar besser. Weiterlesen…

Rider on leopard – from the Mbala, neighbors of the Yaka

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Published: 17 february 2017

Original version  22 january 2017

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A delicate double figure of a land chief, 32 cm high. Dark patina shining red on the edges, dense wood. Condition: Good. It was part of a family treasure. I cannot say how old, as Mobutu since 1965 has modernized and solidified the rights of those who traditionally possessed the ground. A remarkable resistance to the German climate points to an earlier date of making. Weiterlesen…

Zur Modernisierung der Mbuya-Masken (zentrale Pende)

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Der Zuspruch, den der Artikel seit Januar 2017 gefunden hat, veranlasst mich heute, ihn umzuarbeiten. Denn in letzter Zeit betrachte ich die Maske, die im Mittelpunkt stand, nicht mehr mit Sympathie. Bereits damals fand ich: „Keine Maske nach rigidem Schema. Sie wirft Fragen auf, aber die wären erst einmal zu formulieren“.

Die dafür erarbeiteten allgemeinen Informationen werden nun allein stehen – auch die müssten nun neu durchdacht werden.    3. Juni 2018

Für die Recherche befragte ich vor allem zwei Bücher, die im Abstand von fünfzig Jahren erschienen sind: L. de Sousberghe ART PENDE (1958) und Zoé S.Strother PENDE (5 continents, Mailand 2008).

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BOCCIO CRI-CRI ÀÀLÉ FETISH NKIS(H)I

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Suzanne Preston Blier und David T. Doris  zu einem beziehungsreichen Thema – Kurze Buchvorstellungen –

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Neue und große Yanda-Figur der Azande

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yanda-gross-frontal_img_7733yanda-gross-profil_img_7743_2Die neue Yanda ist groß und kräftig und hat einen ’naturalistischen‘ Gesichtstyp, aber wirkt sehr stark, in ihrer leicht nach vorn gekippten Haltung, durch den auftragenden und umwickelten Nabel, durch kubische kräftige Beine und  zwei von den Ohren hängenden zierlichen Eisenketten mit 8 Gliedern.

Im Februar 2018 eingetauscht gegen eine etwa gleich große, aber formal ungleich radikalere Yanda-Figur.

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Zwei Gesichtsmasken der Mitoko (Metoko)

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  Erste Annäherung, nicht mehr

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Die erste Gesichtsmaske (August 2016)  –  eine Meerkatze?

 

Ein Kasten mit Griff, den sich der Tänzer vor das Gesicht hielt. Aus einem Stück. Höhe: 37 cm (Korpus 29), Breite 35 Br.(Ohren je 3cm) Tiefe bis 17 cm

Routinierte handwerkliche Arbeit: Innen ist der Kasten gleichmäßig als Wanne mit sicheren Axt-Hieben (an den Spuren erkennbar) ausgehöhlt , gleichstarke dünne Wände, leichte Verdickung oben und unten, saubere Übergänge bis an einer kleinen Stelle rechts, wo vielleicht die Nähe zur Schläfe eine Korrektur nicht empfohlen hat. Weiterlesen…

Maske Ituri-Stil Lese/Bira „Leopard“

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Die Wucht diese älteren Maske aus dem Bereich Lese (Stil IX) wirkt sofort, ist aber nicht leichtlese-fenster-img_7887_2 zu  erfassen, weil die gebogene Holzscheibe klein (23.5 cm hoch) und durch den Gebrauch verblasst ist. Sie schreit nicht theatralisch oder doch so leise, dass man es überhören, übersehen kann.

Es würde sich lohnen, sie zu zeichnen. Ich habe versucht, sie halbwegs adäquat zu fotografieren. Das ist nicht einfach, sie ist kein Brett, ihr Bau erinnert an aerodynamische Entwürfe. Wenn sie auf dem Plexiglasständer schräg auf dem Tisch steht, ist sie eindrücklich, auch von der Rückseite, die kleine energiegeladene gebogene Holzscheibe in genau ‚stimmiger‘ Größe mit den verdickten Partien im Stirn- und Nasenbereich, so wie man sie auch in der Hand hält. Ein Leichtgewicht (195 g) und dreidimensional.

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3. Juni 2018  :  Trotz der konstruktiven Qualität habe ich die hölzerne Maske weggegeben. Sie hatte bereits mit dem Stroh viel an Lebendigkeit verloren.  Die untere Zahnreihe ist ausgeschlagen, die Gesichtsbemalung verblasst und fleckig, auch wenn sie noch rekonstruierbar ist. Das Felix-Buch (siehe unten), das ich wegen seiner Bilder erwarb, weckte Wünsche, die nun anderthalb Jahre später mit einer Lieferung – ‚authentisch‘ oder nicht – wirkmächtig erfüllt worden sind.

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Die Indianer dürfen kommen, aber nichts anfassen

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Vor einem Jahr (7.12.2015) machte eine Dokumentation auf 3-SAT die Anstrengungen Berliner Ethnolog(inn)en öffentlich, das Kulturerbe ausgewählter südamerikanischer Indios „ab 2019“ in jeder Hinsicht korrekt für das großartige neue Humboldtforum aufzubereiten. Das Filmteam durfte die Forscher(innen) zu den heiligen Strohhütten der Kogi am Strand von Kolumbien begleiten und ebenso am Gegenbesuch in Berlin teilhaben. Ich fand das Ergebnis so zeittypisch, dass ich gleich diese gallige Notiz verfasste. Inzwischen fand ich auch den Link wieder, und er funktioniert immer noch. Bilden Sie sich selbst ein Urteil.

Am 2.2.17 war der Beitrag schon 37x angeklickt worden. Ich hatte inzwischen auch einen passenden Artikel gelesen, am 4.1. in der FAZ (Seite N3). Der befeuerte schon mit seinem Titel „Asylrecht für die Dinge“ weitere Überlegungen. Ich stelle sie nun auch in den Blog, da meine ursprüngliche Notiz noch immer nachgefragt wird, Ich nehme an, von Studenten für Hausarbeiten. (Link)    18.7.2018 Weiterlesen…

Kongo – Yombe : Ein kleines äußerst lebendiges Szepter

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Ein kleines, äußerst lebendiges Szepter von 30 cm Länge, ein Herrschaftszeichen aus leichtem Holz, bequem zu tragen

Von einem Schmelz wie oft bei Ewe-Ibedji, bloß anderem, ebenso hellem, aber langfaserigem Holz, welches gegen die Faserrichtung das pflegende Öl aufgesaugt hat. Dessen dünne Schicht verliert sich mit belebenden Effekten: Flecken.

Im Vergleich beispielsweise mit einer entsprechenden Doppelfigur der Mbala bei Bwoom ist das bildnerische Thema souverän gelöst. Ich denke schon an moderne Skulpturen der 20er oder 30er Jahre, an die entspannten Tierplastiken von Mataré, sogar an Käthe Kollwitz‘ Zeichnungen von Müttern und Kindern mit runden Köpfen und wunderbar vereinfacht, ( The Mothers, 1919 , 43,5 x 59,1 cm), Gallery St.Etienne). Weiterlesen…

Kongo – Das schon empörend simple Kruzifix

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L 29,5 cm, Br. 14,5 cm; Holmen längs: 5 cm, breit: 4 cm; Dicke 3,5 cm.

neben altrussischem Bronzekreuz

neben einem altrussischen Bronzekreuz

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Haltung und Techniken traditioneller Tuschmalerei – Notiz

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von Wiegmann handschriftlich auf zwei Blättern festgehalten. Beim Abtippen wird der Eindruck unabweisbar, dass Wiegmann einen traditionellen Text, der ihm wohl in englischer Übersetzung vorlag, übernommen hat. Indizien dafür für markiere ich in der Transkription unten mit einem *. Leider hat er nur eine Rohübersetzung verfertigt in ungewohnt holprigen Stil.

Zum Text scheinen mir drei Reproduktionen zu passen, zwei als Fotos, eine als Fotokopie. Wiegmann hat zu einem traditionellen Rollbild (Schwarzweißfoto) Nachzeichnungen gemacht, an denen die ästhetische Norm sich entdecken und veranschaulichen lässt. Hoffentlich können Sie etwas damit anfangen.

 

Haltung, Abläufe und Techniken

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Alter Lehrer, alter Schüler

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Der Adressat des Briefs, Floryan Zgainski,  überlebte Wiegmann um siebenundzwanzig Jahre. Er hob das Blatt sorgsam auf. Ob er die Ratschläge seines Freundes und Lehrers beherzigt hat?  Als langjähriger Spezialist für die Farbreproduktionen des DuMont Kunstbuchverlags Köln hatte er ein gutes Auge. Er malte gern Landschaften bei seinen Aufenthalten  in Oberitalien. Weiterlesen…

Ein naiver Nutzer der Stadtbücherei fragt 2003 ….

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Du hast  doch nichts kapiert! Etwa den Trend der Zeit? Was die Kunden wollen? Wohin die Reise geht?  Wie unsere Institutionen arbeiten? Was erwartest du denn? In welchem Jahrhundert lebst du? Meinst du, alle hätten auf dich gewartet? Wir integrieren doch nicht Leute wie dich! Stell dich erstmal hinten an! Und zwar in der richtigen Schlange! Die Deutschen haben so eigenartige Vorstellungen: Antiquariate, dass ich nicht lache! Was denkst du, wieviel Medien – Bücher, phh!!! – wir täglich verarbeiten, ich meine zusammen mit dem Computer! Warum schreibt Ihr auch soviel? Muss denn jeder Quatsch gedruckt werden? Aber das ist nicht unser Bier!  Meldet euch an, registriert euch und haltet die Klappe, bis wir euch für eine Studie  aktivieren! Wir sind selber nur arme Schweine. Wir kriegen die Titel von höheren Ebenen aufgedrückt. Die Entscheider kennen wir auch nicht. Früher konnten wir noch aussuchen. Und unsere ausgesuchten Bücher wurden auch gelesen. Heute sind wir froh, wenn wir damit nichts zu tun haben. Volksbücherei hieß das früher!  Haha!

Es folgt ein Briefwechsel aus vergangenen Zeiten. Heute sind Stadtbüchereien eher Wärmestuben mit Reiseführern und anderen Ratgebern, Romanen, e-Books, DVDs , CDs. und einem Veranstaltungsprogramm. Unglaublich, was sich alles verändert hat. Ich käme heute nicht mehr auf die Idee, einen solchen Brief zu schreiben. Er war, wie die Antwort der Bibliotheksleiterin zeigt, hoffnungslos altmodisch.      10.12.2016

Aktueller Link : FAZ 5.3.2017   „Der Phantomleser“ von Andrea Diener

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ROMAN Karfreitag, 18.4.03

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Franz hatte noch nie einen Roman gelesen. Jedenfalls wollte er sich an keinen erinnern. …

So oder ähnlich sollte das Buch anfangen, das lauter leichtfertige Ausflüge in die Theorie aufnähme, denen anderswo eine solche Aufnahme verweigert würde. Vermutete er jedenfalls. Man weiß ja nie. Weiterlesen…

Bildungspolitik, ein schlechter Witz

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Erst kam im Dezember 2002 die Schülerzeitung „möeh“ mit ihrem irgendwo geklauten Witz und dann der ‚Pädagogische Tag“ zu „PISA und Lesekompetenz“, zur mangelnden Lesekompetenz, gemeint waren z.B. Telefonbücher und Fahrpläne, der Rest ohnehin. Es war der Moment der Enttarnung der Gängster mit Ärmelschonern in Deutschlands langweiligster Landeshauptstadt. Und der dauerte nicht länger als eine Schrecksekunde. Genießen wir noch einmal den Moment davor! Weiterlesen…

In der „Galerie Kronberg“ im Januar 2001

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Im Januar 2001 bekam Fritz Wiegmann eine kleine Ausstellung zusammen mit seinem Freund, dem Bildhauer Willi Schmidt in den Räumen der genossenschaftlichen Künstlergalerie „Galerie Kronberg“. Es waren Bilder der Dreißiger Jahre oder von ihnen inspirierte Bilder. Die späten Alpenlandschaften blieben außen vor. Das öffentliche Interesse war überschaubar. Weiterlesen…

Widmung des Malers Zhang Da Qian 1937

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Zhang Da Qian

Bei seiner Arbeit für Dubosc begegnete Wiegmann angesehenen Malern wie dem namhaften Traditionalisten Zhang Da Qian. Er war für Dubosc als Kenner der Qianglong-Malerei eine Schlüsselfigur. Erhielt Wiegmann das Albumblatt von Luo Ping etwa durch seine Vermittlung? Weiterlesen…

Das chinesische Jahr – Wiegmann 1936/37

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Der Peiping Chronicle stellt Wiegmann dem Kreis der Ausländer vor

Der Empfang durch den PEIPING CHRONICLE, Sunday February 16, 1936 : Renowned German Portrait Painter In Peiping after Sojourn in Spain  (Zeitungsausschnitt).

Der anonyme Artikel  resümierte den Bildungsgang des Künstlers in einer Weise, die das Publikum  auf seinen ‚personal style‘  neugierig machen musste, um sich schließlich auf seine Porträtkunst zu fokussieren und mit der Erwähnung von ‚many exhibitions in Europe as well two in the United States‘ und Verkäufen an ‚the famous Frank Osborne collection‘ zu schließen. Weiterlesen…

Fortschrittsbericht Wiegmann

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27.10.2016 verfasst, zuletzt am 17.12. 2016 aktualisiert

 

 

Der Künstler, Lehrer und Sammler Fritz Wiegmann hat wenig dafür getan, sein Leben zu dokumentieren. Meine biografische Skizze in ‚Bilder vom Glück‚  (Frankfurt 2002) beruhte vor allem auf persönlichen Erzählungen und schöpfte das mir zugängliche Material fast gänzlich aus. Anfragen von Lesern in  den vergangenen Jahren fügen diesem Bild  jedoch neue Aspekte hinzu oder schaffen einen Kontext für einzelne Fotos, die – selbstverständlich – nicht beschriftet sind.

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Stress mit zwei ‚MaNkishi‘ im Dezember 2015

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5.Dez.

Der Nkishi, der Beschützer der Familie! Bodenständig, robust, zuverlässig. Wie eben Schutzengel nicht nur bei den Songye sind. Keine sensible Natur wie der entnervte Schutzengel in der Erzählung ’Schuld und Sühne’ von Slawomir Mrozek! (‚Der Elefant’, Henssel Verlag, Berlin 1962, S.149-153)

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Wohl kein aus seinem Wirkungsfeld entführter Kerl, aber auch keine graue Ruine. Die Besitzer, inzwischen wohl die Erben, haben ihm den auf dem vorgestreckten Bauch lagernden Medizinsack abgenommen, aber den strammen Rock, die Ohrpinsel, das Haarkleid aus Wildleder sowie das kräftige Antilopenhorn, weiß gesprenkelt, gelassen. Unter den Augen des deutschen Zöllners musste Wa. die (Haare) poils einer von modernen internationalen Abkommen geschützten Meerkatze abschneiden, um damit die Grenze passieren zu können. Zweite ‚Desakralisierung’, diesmal ‚politisch korrekt’. Ist doch nicht untypisch für die uns umgebende Welt! Weiterlesen…

‚Kriemhild‘ vom Lomami – Eine Nkishi der Songye

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Im prallen Leben am 15.11.2016

Im prallen Leben am 15.11.2016

Der exotischen Figur scherzhaft einen Namen geben? Geht das? Ich verweise auf das Vorbild eines Sammlers nepalesischer Wächterfiguren und – der theoretischen Absicherung wegen – auf James Clifford, dessen Ermutigung im Aufsatz „Über das Sammeln von Kunst und Kultur“ (dt. in „Neger im Louvre – Texte zur Kunstethnographie …“, Hrsg. M.Prussat und w.Till, Fundus-Bücher 149) ich noch immer nicht vorgestellt habe. Es geht dort um „Aneignungen persönlicher Art“, damit solche Objekte „wieder zu objets sauvages werden, Quellen der Faszination mit der Kraft zu beunruhigen“.(S.305)

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Die Kraft der Figur im Lederrock (Nkishi, Milembwe – Songye)

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Die  angefügten Abbildungsnummern ( no. ...) verweisen auf die Monografie von Francois Neyt: La redoutable Statuaire Songye d’Afrique Centrale, Fonds Mercator, Antwerpen (5 continents) 2004.

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Nkishi-Figuren der Songye Die Vierseitige und die Zweiseitige

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Ich denke, ich sollte in der nächsten Zeit ein paar Beschreibungen, wie sie bereit liegen, hinaus schicken. Bei dieser Tätigkeit erschließt sich dem Auge und dem Gedächtnis schon so manches Detail. Der Kontext soll nachziehen, das ist auch spannender.

   Rein weiblicher Doppelstempel aus extrem schwerem Holz mit ovaler Schnute

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Der Arm teilt sich doch tatsächlich am Ellenbogen in zwei Richtungen. Die Torsi spiegeln einander ebenso wie die Köpfe, bloß um 90 Grad verdreht. Die Ladung besteht aus einem – mit einem noch kleineren verstärkten – abgebrochenen Hörnchen und zwei schmalen Wülsten, die aussehen wie abgerutschte Bikini-Oberteile. – Ich verjuxe wieder einmal, was für manche relevantere Betrachter bitterernst sein mag.

Augen und die vorgeschobenen Lippen (protruding lips)sind sinnlich, expressiv. Im Lampenlicht zum Beispiel am Schreibtisch gewinnt die Figur noch. Sie ist von der Konzeption her großzügig (plain), aber mit 44 cm auch fast so groß wie die ‚vollständigen‘ Figuren mit Beinen, Füßen und Sockel. Mächtige Volumina. Der Physiognomie nach eine Riesin. Das Gewicht ist phänomenal, fast drei Kilo. – Ich kenne solche Frauen und halte respektvoll Abstand.

Nicht unerhebliche Details: die Länge der Finger, der platte Nabel, das dünne Kinn, die nur unauffälligen Unterschiede zwischen den Gegenseiten.


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Prestige à la Dengese (Ndengese)

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DENGESE Kopf- und Nackenstütze 62 cm (Kopf 12, Hals 4,5, Schaufel 44, alles vorn gemessen)

dengese-quer-img_6707Festes und dichtes Holz. Einige Jahrzehnte verwendet und gepflegt. Dunkle Glanzpatina, gepflegt auch in den schmalen Schwundrissen. Spuren von Abnutzung am unteren Ende, an rechtem Ohr, Nasenspitze und den üblichen Stellen der Unterseite. Der Spiralhals (vier Wülste) scheint die bevorzugte Stelle zum Greifen, auch das Kinn glänzt stärker. Vor dem Verkauf noch einmal gepflegt.

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Eure Lehrer – Fotos der Achtziger Jahre (Probelauf)

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Wie Ihr sie kennt? Nicht kennt? Sie auch kennt? Ich dachte mir, was kann ich Besseres anfangen mit gelungenen Schnappschüssen als sie unseren Fans (oder?) vorzuwerfen? Zum Suchen, Raten, Erkennen und Freuen/Ärgern. Die Abgebildeten sollten es gelassen aufnehmen. Schließlich hingen die Fotos alle schon einmal – damals – in der Pausenhalle. Weiterlesen…

Wiegmanns Kollege Rudolf Ausleger – die Alternative?

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Hat Fritz Wiegmann in seinem Leben die falschen Entscheidungen getroffen?

Kürzlich machte man mich auf die Ebay-Auktion eines kubistischen Bildes von Wiegmann aufmerksam. Es wurde zusammen mit einem von Rudolf Ausleger angeboten, dessen Preis allerdings dreimal so hoch war. Ein Signal?

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Michael Stadtler und Rolf Köhler, die Tröster

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Wie hätten wir Lehrer die AKS über Jahrzehnte ertragen, ohne die Hilfe der beiden? Stadtlers Postwurfsendung von 1985 fiel mir dieser Tage wieder in die Hände – ihr Anlass ist längst gleichgütig. Findet sich doch jederzeit leicht ein neuer Anlass. Weiterlesen…

Walter Felsenstein 70 – Freund und Zeitgenosse (1971)

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Die beiden Zeitungsausschnitte – möglicherweise aus FAZ (Feuilleton) und Frankfurter Neue Presse, um den 31.Mai 1971 – habe ich seit langem, deshalb sind sie ja auch ordentlich vergilbt. Wiegmann schwärmte von der Opernkunst Felsensteins und konnte seine eigene Wertschätzung in den Artikeln wiederfinden. Sie verstanden einander sehr gut. Wiegmann selber inszenierte ein wenig an seiner Schule. Weiterlesen…

‚Lebenslauf‘ Fritz Wiegmann (bis 50er)

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Bei der Suche nach einer festen Anstellung als Zeichenlehrer  unter den Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit hat Fritz Wiegmann einen Lebenslauf verfasst, der im Nachlass erhalten ist und nun im Stadtarchiv Frankfurt lagert. Der  besondere Wert dieses Dokuments besteht in authentischen Daten und Namen, die später im Kreis der Schüler, Freunde und Erben nach Art der stillen Post immer unschärfer und unzuverlässiger wurden. Mein Porträt ist nicht frei davon. Weiterlesen…

Fritz – Ein Jugendbildnis

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jugendbildnis-wiegmann

 

1996 fand Wiegmanns alter Freund ‚Zacke‘ dieses Ölbild auf Karton auf dem Speicher eines anderen Freundes. Ich sah es bei ihm und fotografierte es. Wir waren uns sofort einig, dass es ein Jugendwerk sein müsse. Für uns stellte es zugleich Wiegmanns rebellischen Geist, seine Ambitionen und die empfundene Enge der Provinz rings um den Kirchturm dar. Die Entstehungszeit lässt sich nur vermuten.                 (Zum Vergrößern anklicken!) Weiterlesen…

Im Alter sind es „keine Skizzen!“ (Wiegmann)

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„Keine Skizzen“

Bei alternden Malern ist oft ein Drängen, eine Eile in der Produktion festzustellen (Ticzian Rembrandt). Dieses Drängen führt zum abgekürzten Stil – zu einer Art Stenographie. Wenn Tician die Farbe zu zäh wurde ging er mit den Fingern daran sie zu zerteilen, Rembrandt verdünnt sie zu größerer Flüssigkeit       Dornenkrönung Christi   Rembrandt    Alter Mann (…. Berlin)

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