Archiv der Kategorie: KONGO GESCHICHTE

Den ersten Anstoß für die Recherchen gab eine Figurengruppe aus dem Mayumbe-Massiv in der Provinz Bas-Congo der RDC. Dann eine Gruppe Masken der Yaka. So kamen weitere Objekte dazu und immer neue Fragen.
Ich begebe mich also in Bibliotheken und im Netz auf die Suche, mache mir Notizen. Sie sollen von Originalzitaten aus eher abgelegenen Quellen und und von Literaturnachweisen profitieren und nicht irgendeinen ‚süßen Brei’ vorgesetzt bekommen. 8.8.2016/ 20.5.2020

Popular paintings from the Congo on their way to the bin!

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deutsch : June 19, 2020 | dvg (LINK)

PRESENTATION OF MATERIAL AND SIDE VIEW ON JOHANNES FABIAN “REMEMBERING THE PRESENT –  PAINTING AND POPULAR HISTORY IN ZAIRE ”(1996)

When five tattered and dirty canvases appeared at the flea market last year, it was clearly their last stop. The trader didn‘t give up his inflated price; he preferred to use the scraps a few more times for decoration. Now the flea market is dead and the trader is being stuck in Africa. Will that be their end? >>

Populäre Malereien vom Kongo auf dem Weg in die Tonne!

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MATERIALSAMMLUNG MIT SEITENBLICK AUF JOHANNES FABIAN “…. PAINTING AND POPULAR HISTORY IN ZAIRE”(1996)   (auf Englisch: LINK)

ERSTE SZENE, gemalt von “Kiki”:

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Arte-Feature vs. Tervuren – Delcommune vs. Boma – Storms vs. Lusinga

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10. Januar bis 18. Mai 2020

EIN ARTE-FEATURE UNTERNIMMT DIE ‘DEKOLONIALISIERUNG’ DES MUSEUMS IN TERVUREN

Das Tervuren-Museum wurde Ende 2018 nach fünfjährigem Umbau eröffnet. Es war offensichtlich, dass es unter feindlicher Beobachtung stand und den Erfolg seines “Reinigungsprozesses” nachweisen musste.

Im Oktober 2019 sah ich dann einstündiges Feature, das  vom belgischen Fernsehen für ARTE produziert wurde: “Totems und Tabus – Belgiens Kolonialmuseum”. Wer immer das neue Tervuren repräsentieren durfte, demonstrierte eine austarierte neue Eintracht – nicht nur von Flämisch und Wallonisch, um den Werbeeffekt nicht zu untergraben. Ich konnte meinen ersten Eindruck nicht verifizieren, da der Film schnell aus der ARTE-Medienbibliothek verschwand und ich nur ein paar Screenshots aufnehmen konnte. >>

Hans Himmelheber im Kongo (Rietberg) – plus Version en francais

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Upload   7.April, Version francaise (darunter angefügt)  2.Mai 2020

Was kann aus dieser zwiespältigen historischen Figur Himmelheber in einer durch “Kolonialismus”-Debatten bestimmten Zeit noch werden?

Die Frage bildete wohl den unausgesprochenen Hintergrund des Ausstellungsprojekts  „Fiktion Kongo – Kunstwelten zwischen Geschichte und Gegenwart“ im Museum Rietberg in Zürich von November 2019 bis März 2020 (Katalog CHF 49.-)

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depot number EO.0.0.0.7943 from Boma to Tervuren (Review)

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September 7, 2018 | dvg   Original in German (Link)

For those who want to know the whole story, they have BMGN – Low Countries Historical Review, vol.133-2 (2018) pp. 79-90) in their June No. uploaded (LINK). Good to read, vivid, not too long

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“The Whites hold our Spirits !”- Submission, Sorcery and Alienation

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READER  of  three reports  which offer views from additional perspective. They demand and invite to further reflexion. Please, take your time with your own print-outs (9 pp. 97% PC) as I will do.

     Jan Vansina: Paths in the Rainforests (1990) chapter 8 (overview)  
     Pierre Petit: Power and Alienation among the Luba of Katanga (1996)
     Zoé S. Strother: Suspected in sorcery (1996)

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dvg

28. Juli 2019

Gardemass und radikaler Bauplan bei den Metoko

Pakete aus dem Regenwald

 Über die Jahre erhält L. immer wieder Pakete von seinen Agenten aus dem Nordosten des Regenwaldgebiets beiderseits des Kongo. Die Objekte sind meist unscheinbar, manche intakt und mit durchdringendem Harzgeruch, manche verdreckt und provisorisch repariert, nie aufgehübscht. Wer weiß, wo sie die letzten Jahrzehnte verbracht haben. „In den Dörfern“ behauptet L., und das scheint mir plausibel.

Weiterlesen

  Was heißt “LUBA” zu sein – P. Petit vs. F. Neyt

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Bei meinen Recherchen zu einem erworbenen Miniaturhocker “Karyatide” ( Blogbeitrag „Frauen in tragender Stellung“ LINK) hatte die Suche nach ethnischen oder regionalen Merkmalen zunächst erste Priorität. Dann erst fesselten mich die unterschiedlichen Hock-Stellungen der Hocker-Trägerinnen. >>

African Slave Coasts – Brutal Materialism and ‘Traditional Fine Art’.

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Designed 9.5.16 while reading by Wyatt MacGaffey and Kajsar Ekholm Friedman, revised on 5.5.2019

 

I would like to recall a few insights, because Europe’s understanding of the African societies is getting worse, as result of the moralization of ‘political correct’ speech! Compared to that, the attitude of the early sailors was downright open and curious. >>

Ein starker Fetisch in Tervuren – Objekt-Recherche von Maarten Couttenier

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Der Weg des Objekts EO.0.0.0.7943 aus Boma ins belgische Exil

Wer die ganze Story kennen will, für den hat sie BMGN – Low Countries Historical Review,vol.133-2 (2018) pp. 79-90 – in ihrer Juni-Nr. hochgeladen (LINK).   Gut zu lesen, anschaulich, nicht zu lang.

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Das Gesicht des Gendarmen – Yombe Porträtmaske (deutsch/englisch)

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Der Zwischenhändler bietet mir eine starke Porträtmaske an; ich muss immer wieder hinsehen. Sie wirkt bedrohlich, entschlossen, grausam und vor allem hungrig – ein Raubtier namens homo sapiens. >>

Zweiter Blick auf „Kongo – Power and Majesty“

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Der erste Blick liest sich in einer Email vom 15.12.2015 so:

… “Kongo – Power and Majesty” ist eine großartig ausgestattete Neuerscheinung des Metropolitan Musum in NY von 2015, herausgegeben von Alisa Lagamma, über die Kulturgeschichte der Königreiche von Loango und Kongo und ihre Fortwirkung bis heute. >>

Weiterleben am Kongo : Eine ‘moderne Klan-Gesellschaft’

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Noch einmal Kejsa E. Friedman ( Kap. II 1.2.3) : Hoffnungsschimmer nach der Katastrophe

Nach der von  Friedman im Kapitel II 1.2.2 eindrücklich geschilderten Katastrophe für die Völker des Kongo stehen im letzten Drittel – ‚A Modern Clan Society‘ – Sätze, die auch mit der Floskel  ‚Ein Gutes hatte …‘ hätten eingeleitet werden können: >>

Das Gelände im Mayumbe (1900-68)

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Unsere Vorstellung von einem Land wird in heutiger Zeit von Bildern geprägt. Ihr Fehlen wird als bedeutender Mangel empfunden. Sozialwissenschaften im weitesten Sinne unterstützen das Verlangen mit einem starken Argument: Bilder sind Informationen. Die Wende zum 20. Jahrhundert war zumal in Krisengebieten nicht sehr bilderfreudig. Ich suche in alle Richtungen.
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Leopolds ‘Kongo-Freistaat’ – Chronik

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VORREDE  Juli 2016 – Ergänzungen Nov. 2017, Sept. 2018

Ich lese nicht zum ersten Mal von König Leopolds Kongo. Warum tu ich mir das also wieder an? Bereits die Lektüre der knapp gefassten, strukturierten und zurückhaltenden Erzählung der schwedischen Ethnologin Kejsar Engholm Friedman ist auf den entprechenden Seiten kaum zu ertragen, die wenigen kunstlosen Fotos mag man nicht ansehen. >>

Kimbangu – Zweiter Anlauf – Material

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Meinen spontanen Eindruck einer Verwandtschaft mit dem jungen Vorsänger der Gruppe GAEL würden Kimbanguisten mit Sicherheit als Sakrileg betrachten, aber so wird aus dem  ‘fotografischen Schatten’ wenigstens ein lebendiger Mensch. >>

‘Santu Toni’ vom Kongo

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 Der Anlass

Den entscheidenden Impuls, jetzt diese bescheidene Figur vorzustellen, die ich bereits zwanzig Jahre besitze, gibt eine Studie aus dem Jahr 1961. Darin ist nicht nur ein gutes Vergleichsstück abgebildet (1), vor allem erzählt der Autor – Robert L. Wannyn vom (ehemaligen) Musée d’Histoire Naturelle in Paris – interessante Details über seine Sammeltätigkeit vor Ort in den dreißiger Jahren und über die lange Geschichte dieses Figurentyps.

IMG_4074 Toni frontal

 

 

 

(1) R.L.Wannyn,1961,Tf.24

(1) R.L.Wannyn,1961,Tf.24

 

 

 

 

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Kinshasa – Ein Lied für Jesus, zwei, drei …

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1            Alleluia amen   (< Link zu YouTube)   Arr. GAEL music

Die nur auf dieser Version gebotenen Untertitel drucke ich ab, übersetze und kommentiere sie. >>

Léo Bittremieux, Missionar und Forscher

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Pater Léo Bittremieux (1880 – 1946 in Boma) war ein namhafter früher Ethnograph und Linguist im Mayombe und  am Unteren Kongo. >>

Sklaven, Händler und Despoten – Bas Congo im 19. Jh.

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Kongo Slavery Remembered by Themselves’ von Wyatt MacGaffey, erschienen 2008 im The International Journal of African Historical Studies (vol. 41, no.1 2008, pp.55-76) an der Boston University.

Der Titel ‚Sklaverei unter den BaKongo von ihnen selbst erinnert’ könnte historische Erlebnisberichte erwarten lassen, es geht jedoch um den Wandel gesellschaftlicher Strukturen und ihrer sozialen Mechanismen. >>

Erweckungsbewegung 1921 und schwedische Missionare

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Da der Beitrag noch immer regelmäßig aufgesucht wird, habe ich ihn noch einmal redigiert. 1.Okt. 2017

Versuch, die Kimbangu Zeugnisse der Missionare des ‚Svenska Missionsforbundet, SMF’ zu interpretieren

Jean-Luc Vellut, ed. : “Simon Kibangu – 1921:: de la prédication à la déportation – Les Sources” 2vol. , Fontes Historiae Africanae (ARSOM-KAOW), Bruxelles 2005
– Seitenagaben aus dem vol.1

Ich hatte mich gefragt, wieso ausgerechnet schwedische Missionare im Kongo so sehr auf die einheimische Kultur eingingen und die einheimischen Diakone so intensiv einbezogen haben, dass einer von ihnen, Karl Laman, deren traditionelles Wissen auf Kikongo niederschreiben ließ, archivierte und zur Publikation vorbereitete. >>

Mayombe – Paradies mit kleinen Mängeln (1912) (deutsch/englisch)

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Touring C

 

(Vergrößern durch Anklicken!)
 Upload 13. April 2016

PARADIES MIT KLEINEN MÄNGELN

Ich suchte nach Karten des Mayumbe-Gebiets, alten und neuen. Die schönste fand sich im Panorama du Congo – Édité par le Touring Club de Belgique, Bruxelles (o.J., um 1912). >>