Begeisterung. Zugleich das Gefühl, eingesperrt zu sein. Bin selber über meine Emotion überrascht. Endlich ein kräftiger Impuls. Die Politik ist zurück! Seit 1989 zum ersten Mal! >>
Begeisterung. Zugleich das Gefühl, eingesperrt zu sein. Bin selber über meine Emotion überrascht. Endlich ein kräftiger Impuls. Die Politik ist zurück! Seit 1989 zum ersten Mal! >>
Meine Chinaromantik begann mit den ‚Räubern‘ in der Übersetzung von Franz Kuhn und ging mit Mao unter. Zwei Jahre nach unserem Besuch fiel Tangshan in Trümmer. Die Dynastie Mao hatte verspielt. >>
Den Film anthropologisch lesen. Yasujirô Ozu verweigert uns jede Innensicht. Äußerungen darf man kein Vertrauen schenken. Auch die Undurchdringlichkeit der komplexen Lage für den ausgeschlossenen Beobachter gehört dazu. Also Hinschauen, hinhören und kombinieren. Wir müssen wir uns an das gegebene Informationsmaterial halten, wie KK wiederholt betont. Zeit hat der Zuschauer reichlich. >>
Klarstellung
In jeder Sammlung gibt es Stücke, die seit Jahren auf der Abschussliste stehen oder solche, deren Historie und emotionale Bindung ihren materiell vorhandenen Körper überwuchern, >>
Sie soll laut Händler eine ‚Eule’ darstellen (58 cm, Vogelkopf 18 cm hoch).
22.12.16 In meinen ersten Aufzeichnungen finde ich sie unter ‚Yaka oder Mbala‘. Noch einmal genauer betrachten! Die Augen aller drei hier behandelten ‚Yaka‘-Masken sind verschieden, und diese hat spitze Bohnenaugen mit ganz schmalen Schlitzen in der Mitte, ein kleines schmales Mündchen. Und ihr gebogener Schnabel eines Raubvogels ähnelt der ‚Adlernase‘ eines Mbala chief (Reiterfigur). Warum also nicht ‚Bwala‘? Sie sind doch Nachbarn. (Mehr findet sich weiter unten bei den Maskentypen)
(8.2. Forts.) Wegen des Griffs denke ich zunächst an ein zusätzliches Utensil neben den ‚richtigen’ Tanzmasken, nun sehe ich in einem Jugendbuch ‚Afrikanische Masken – Der Tanz der Tiere’ von Prestel, Reihe Abenteuer Kunst’ 1997, S.14 und 15, eine solche Maske in der Hand einer Frau (aus: Himmelheber 1938/39), erfahre, dass sie der Tänzer mit dem Holzgriff während des Auftritts vor dem Kopf hält.
‚Kunst‘ und ‚Fetisch‘ Alles eins? – Bedeutung und Ästhetik in der Kongo-Kunst. >>
M.-A.Couturier : SACRED ART, Ausgewählte Texte, 1983 Menil Foundation Inc., amerikanische Ausgabe 1989 University of Texas Press, Austin.
Frère Couturier bedauert den Anteil der katholischen Mission an der Zerstörung vorkolonialer Kultur, aber hat mehr zu sagen. (2 Seiten Text in Englisch)
Theodore Trefon* : Reinventing Order in the Congo – How People Respond to State Failure in Kinshasa; ZED-Books London – FOUNTAIN Publishers Kampala 2004, 222 pp. / lieferbar als Download (Kindle Edition) für 18€
Empfehlung und Textprobe Les mamans manoeuvres – crafty port traders
Ich hatte ein 130-Seiten Dossier aus dem Jahr 2003 zunächst beiseite gelegt, doch die von der Organisation ruralcongo.cd als pdf ins Netz gestellte Dokumentation schildert die Lage in deutlicher Sprache und detailliert. Sie bezieht sich auf die ganze – erst 2015 aufgeteilte – Provinz Bandundu, wovon der Verwaltungsbezirk Popokabana an der Grenze zu Angola nicht einmal 4 % der Fläche ausmacht und überdies einer der rückständigsten ist. Umso niederschmetternder sind die Feststellungen. >>
Erzählung seiner Frau Genevieve : AU TERRITOIRE DE POPOKABAKA – KWANGO – http://www.congo1960.be/WS2009GenevieveRyckmans-Nr127.html >>
Kwango, République Démocratique Congo
Hurra, ‚Provenienz’! – Yaka, RDC, province Kwango’, territoire Popokabaka, secteur Lufuna , groupement…. – Ich habe eine Adresse erhalten! Nun darf ich Erfahrungen mit abweichenden Schreibweisen und der Welt der Landkarten machen. Auf den hybriden Satellitenkarten lassen sich bei Google-Map und Cartes Michelin auf dem Desktop Bäume zählen, Lichtungen und Flußufer absuchen, aber Ortsnamen sind spärlich gesät. Die Kriterien bleiben undurchsichtig. Bei Michelin sind mehr Ortsnamen zu lesen als bei Google, dafür sperrt man den Zoom bei 1:100.000. Doch bei aller kleinlichen Kritik, die leicht herzustellenden Luftbilder beeindrucken!
Die ‚Demokratische Republik Kongo‘ (RDC) ist ein krasser Fall. Nach ihren katastrophalen Anfängen (1960/61) ging es über die dreißigjährige Diktatur Mobutus nur in eine Richtung, Richtung Zerfall. Und die Metropole Kinshasa wuchs in der Zeit auf schon zehn Millionen Menschen.
In der Ausstellung zitierte ich auf der Tafel zu ‚Mamiwata’ den amerikanischen Ethnologen B. Jewsiewicki (Mamiwata, 129). >>
Pater Léo Bittremieux (1880 – 1946 in Boma) war ein namhafter früher Ethnograph und Linguist im Mayombe und am Unteren Kongo. >>
‚Kongo Slavery Remembered by Themselves’ von Wyatt MacGaffey, erschienen 2008 im The International Journal of African Historical Studies (vol. 41, no.1 2008, pp.55-76) an der Boston University.
Der Titel ‚Sklaverei unter den BaKongo von ihnen selbst erinnert’ könnte historische Erlebnisberichte erwarten lassen, es geht jedoch um den Wandel gesellschaftlicher Strukturen und ihrer sozialen Mechanismen. >>
Da der Beitrag noch immer regelmäßig aufgesucht wird, habe ich ihn noch einmal redigiert. 1.Okt. 2017
Jean-Luc Vellut, ed. : „Simon Kibangu – 1921:: de la prédication à la déportation – Les Sources“ 2vol. , Fontes Historiae Africanae (ARSOM-KAOW), Bruxelles 2005
– Seitenagaben aus dem vol.1
Ich hatte mich gefragt, wieso ausgerechnet schwedische Missionare im Kongo so sehr auf die einheimische Kultur eingingen und die einheimischen Diakone so intensiv einbezogen haben, dass einer von ihnen, Karl Laman, deren traditionelles Wissen auf Kikongo niederschreiben ließ, archivierte und zur Publikation vorbereitete. >>
Ich suchte nach Karten des Mayumbe-Gebiets, alten und neuen. Die schönste fand sich im Panorama du Congo – Édité par le Touring Club de Belgique, Bruxelles (o.J., um 1912). >>
Wer will eigentlich den Künstlern zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts ihre Begeisterung für exotische Kunst verübeln? Ich bin drauf und dran, es zu tun. Gerade rechtzeitig erinnere ich mich an die eigene, vom Maler Wiegmann in den Sechziger und Siebziger Jahren vermittelte Begeisterung für die farbigen Holzschnitte Chinas – mit breitem Pinsel bemalt oder von mehreren Platten gedruckt . >>
Z.S. Strother, “ A la Recherche de l’Afrique dans Negerplastik de Carl Einstein „ , Gradhiva 14-2011, 30-55, mis en ligne le 30 novembre 2014 URL: http://gradhiva.revues.org/2130 – an electronic publication of the Museum Quai Branly , Paris . The American original is also available on the net under the title: Looking for Africa in Carl Einstein’s Negro Sculpture . >>
Z.S. Strother, ‚A la Recherche de l’Afrique dans Negerplastik de Carl Einstein’, Gradhiva 14-2011, 30-55, mis en ligne le 30 novembre 2014 URL: http://gradhiva.revues.org/2130 – eine elektronische Publikation des Museums Quai Branly, Paris. Auch die amerikanische Originalfassung steht im Netz unter dem Titel: Looking for Africa in Carl Einstein’s Negerplastik.
Es ist ein Gemeinplatz, dass jüngere handwerkliche Produkte aus Afrika – vor allem für Schmuck, Fest und Kult – mit früher entstandenen qualitativ nicht mithalten können, dass sie an handwerklicher Qualität wie an ästhetischer Kraft verloren haben. Für die Lega im Osten des Kongo habe ich das bei Daniel Biebuyk gelesen. >>
Ach so, Luba Kifwebe, die runden, die kennen wir schon! rufen die Voreiligen. – Nicht ganz! sage ich jetzt, nachdem ich in ein paar Büchern nachgeschaut habe: >>
Was war noch der Kern des maoistischen Programms? Die Auferstehung des Chinesischen Reichs durch innere Einigung, Spaltung unter den Feinden (Kriegskunst des Sunzu) und radikale Modernisierung (überholen ohne einzuholen). >>
Anlass für diese bescheidene Bestandsaufnahme ist eine Examensarbeit in Philosophie, die ein Freund vor Jahren über Jacques Derrida und Vilém Flusser unter dem prätentiösen Titel Die Schrift im Zeitalter der technischen Bilder verfasste. In meinen Augen haben die beteiligten Philosophen wieder einmal – natürlich mit Absicht – die Erwartungen enttäuscht, die schlichte Pragmatiker an so große Köpfe zu richten pflegen. Schauen wir also einmal genauer hin! >>
‚ASAFO’ ist eine Organisation auf der Basis von Kompanien, in denen die wehrfähigen Männer der Fanti zusammengefasst sind. Die Einheiten unterscheiden sich durch ihre Flaggen, Embleme, Schutzgötter, Trommeln, Begrüßungsformeln, Namen und die verwendeten Farben.Ich spreche von Dingen, auf die Verlass ist, die wir wenigstens im Prinzip zu durchschauen vermögen, wenn wir uns nur Mühe geben und andere bemühen. >>
Im Dezember 1987 lud die Junge Union des Hochtaunuskreises zu einem Vortrag mit Film nach Usingen ein. Der Vortragende war ein ansässiger Arzt, der jahrelang in seinem Urlaub nach Afghanistan flog, um dort auf dem flachen Land medizinisch zu helfen. Er wollte damit auch sicher gehen, dass die Hilfsgüter bei den Menschen ankamen. >>
Eine ganz unerhebliche persönliche Frage zu Beginn: War mein Philosophen suchen ein neu aufgelegter Jugendtraum oder immer schon ein Missverständnis? >>
Die ästhetischen Lektionen in diesem Buch werden ergänzt durch die Wiederentdeckung des lettischen Künstlers Vladimir Markov (1877-1914) aus der Zeit der Russischen Avantgarde, Vorläufer dieser Fotografie.
Thompson, Jerry L. und Susan Vogel : Close-up. Lessons in the art of seeing African sculpture from an American collection and the Horstmann collection Catalogue by Anne D’Alleva. New York: Center for African Art, 1990. 194 S. Mit zahlr. auch farb. Abb. Broschiert. ISBN 0945802080 ROT warnt vor Ungereimtheiten bei den Seitenangaben. Jan.2019
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Naturgewalten und Magie – aus Sicht lokaler Hilfsgeister
Der Essay von Freddy Langer in der FAZ vom 30.4.2015 „Doch am Ende ist der Mensch nur ein Insekt“ (Nepal-Am Ende… Mensch…Insekt (pdf) von der faznet-Seite kopiert) hat mich gepackt. >>
Meisterkurs an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/Main am 14.-16.4.2015 Kleiner Saal >>
Die folgenden Überlegungen zu den berühmten Masken der Songye im Kongo fußen auf Interpretationen von Dunja Hersak, Leo Felix und Beobachtungen am Objekt.
Kifwebe gleich Extravaganz
Wir alle kennen sie: Sie überbieten sich mit abenteuerlichen steilen Kämmen, glotzenden Stielaugen und Saugrüsseln wie von einem anderen Stern. Sie sind mit abenteuerlichen Kanälen völlig überzogen oder prunken maskulin mit Flächen in Signalfarben. Sie wachsen womöglich aus einem Geflecht frischen Raffias hervor…. >>
Was ist das Geheimnis des Erfolgs derart anämischer Kunst? Ist Lega nur eine Legende des Kunstmarktes?
schrieb Hermann Lübbe 1974 zur öffentlichen Erregung über ‚die Rahmenrichtlinien‘! >>