Archiv der Kategorie: KULTUREN, ERBEN, DENKMALSTURZ

NEU: NIGERIA HAT IN DER SCHRÄGEN CLAUDIA ROTH SEINE EXEKUTORIN GEFUNDEN: FAZ 12.1.22 S.9 “Benin-Bronzen nach Nigeria – Claudia Roth treibt Rückgabe voran – Mitteilung nach einer Vidiokonferenz mit vierzig (!)Vertretern deutscher Museumseinrichtungen am Dienstag (….)

KLARSTELLUNGEN – die vom 6. Mai 2021

Ich hab’s schon früher gesagt:  Weg mit dem polierten ‘Blech’ nach ‘Benin’ und mit dem  genagelten Holz weg nach Abomey (Fon) oder nach Boma am Kongo (LINK : http://detlev.von.graeve.org/?p=9414)!
Mögen die Eliten Afrikas damit glücklich werden oder sich weiter zerstreiten!

An dem Blech aus Benin klebt reichlich Blut, wenn auch von ‘königlichen’ Menschenopfern. Die emeritierte Ethnologin B.Hauser-Schäublin erinnert in einem Beitrag der FAZ (16.3.21, S.14) daran. Das ist nur überraschend, wenn man nicht bereits weiß, dass die notorischen Sklavenhändlerdynastien Westafrikas die Vergewaltigung ihrer Nachbarn festlich inszenierten. (Link zur Moral an der Kongomündung: http://detlev.von.graeve.org/?p=4251)

Das hauptstädtische Schmierentheater und die eilfertigen Tunnelblick-Kommentare in ‘Kulturkanälen’ sind für mich das Ärgernis, was immer an Kalkül dahinter stehen mag.  Sind deutsche Kulturpolitikerinnen und Museumsdirektorinnen, die sich über britische “Strafexpedition” und “Plünderung” ereifern, über die Vorgeschichte 1897 informiert, die schon damals kurzsichtige Ermordung einer britischen diplomatischen Delegation und ihrer -zig schwarzen Träger?  Oder andererseits über die bald danach wieder anlaufende kunsthandwerkliche Produktion in Benin City unter dem erneuerten Königtum, im zwanzigsten Jahrhundert natürlich für den Markt, wofür auch sonst? (LINK : http://detlev.von.graeve.org/?p=3319)

Unterthema: "Fiktion Kongo" RIETBERG 2019-20

“Hommage aux anciens créateurs” (Chéri Samba) – version 1994 et à suivreWas sind eigentlich die “Sapeurs” im Kongo? Zur Erstfassung 1994 von “Hommage aux… Créateurs” (Chéri Samba) und weiterenChéri Samba rend hommage «aux anciens créateurs» et à Han CorayChéri Samba trifft Werke “schöpferischer Ahnen” bei Han CorayKongolesen in der globalen Kunstwelt – Sandrine Colard („Fiktion Kongo“)Hans Himmelheber im Kongo (Rietberg) – plus Version en francais“Schweizer Sapeurs” erstürmen die Fiktion des Kongo auf dem Rietberg‘Sapeurs’ und ‘Designermode’ im Kongo als Problem der Theorie


Unterthema: BERLIN & HUMBOLDTFORUM

Afrika in Berlin – aktuelle Schlossführung durch GMZ (Gast)Bei BERGGRUEN : „Afrikanische Werke“ in U-HaftRestitution? Disput vor Benin-Bronze im Bode-MuseumAsylrecht für die Dinge? – Nicht ohne Dingasylfunktion des Museums!“Unvergleichlich” – erzwungene Nachbarschaft im Bode-MuseumDie Indianer dürfen kommen, aber nichts anfassen (Kogi)‘Making History’ – Eine Fanfare! (Ogbechie & Benin) – aktuell!Alte Nationalgalerie – Streit in der Halle über ‘Ahnenbilder’ und ‘Tiki’ der Maori


Unterthema: PARIS & QUAI BRANLY

“Tausend Augen, aber kein Blickkontakt ” im “Quai Branly” 2019Charles Ratton et la Question de «Provenance»Charles Ratton – schlechte und gute Provenienz im KunsthandelAfrika in Paris : Louvre und Quai Branly. 2009 ist aktuellPICASSO ENTDECKT AFRIKA ‘BRUT’ IM TROCADÉRO 1907


Duala-Kanus und ihre Geschichten : Transatlantischer Deal 1925 (7)

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Das Duala-Projekt – Neue Folge – Geschichte und Schicksal der Bootsmodelle u.s.w.

Field Museum of Natural History —  Jan Kleyman — Baron v.d. Heydt — J.F.G.Umlauff — Weltmarkt für Ethnographica
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Duala Canoes and their Story – A transatlantic Deal 1925

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Field Museum of Natural History —  Jan Kleyman — Baron v.d. Heydt — J.F.G.Umlauff — World market for ethnographics

Foreword

c v.Graeve 2019

You know the story of my canoe model from blog two (LINK: “My Special Duala War Canoe Model”). I still have a snapshot of the handover to offer.

On the trail of the twenty-seven boats Leo Frobenius documented in 1897, my inquiries all over Europe and the USA had a good response and at first I did not know how to handle more than thirty documented models. >>

Mischa Hedingers „African Mirror“ – postkolonial

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RENÉ GARDI (1909-2000)

Zwanzig Jahre nach seinem Tod – eben erst war er zur Würde eines dieser langweiligen Straßennamen gekommen, sechzig Jahre nach seinen Kinofilmen und fünfundsiebzig Jahre nach seinem Scheitern als Pädagoge, wurde ‘die Legende’ durch einen Dokumentarfilm ins grelle Licht gezerrt und musste mit umfangreichen Archivalien gegen sich selbst aussagen. Der Coup, der nur im Archiv und am Schneidetisch  gelandet wurde, muss dem Regisseur Hedinger elegant gelungen sein, denn die Liste der absolvierten Festivals ist lang. (LINK). >>

‘Making History – African Collectors and the Canon…”) Review

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German original: August 27, 2015 plus Supplement Sept. 03,2018  (LINK); revised translation November 13,2020

Some Nigerian entrepreneurs in Lagos collect works of art from African culturesDue to their geographic location, their collections do not have access to the international cartel of influential museums, auction houses and collectors. The art historian Sylvester O. Ogbechie presents the collection of Feti Akinsanya as representative.

Sylvester Okwonudu Ogbechie: ‘Making History – African Collectors and the Canon of African Art’: The Femi Akinsanya African Art Collection. (Five Continents 2011)

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Nächtliche Gedanken: Wozu überhaupt Kritik an den alten Völkerkundemuseen? 

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Sie haben doch Ausstellungen auf den Weg gebracht, didaktisch wertvoll! Das Publikum war weder schulisch besonders vorgebildet, noch anspruchsvoll. Dafür brauchte man nicht die –zigtausend Asservate in den Depots! Um deren geheime Botschaften kümmerte sich die Kulturpolitik sowieso nicht. Was darin ’rüberkommen sollte, hing von anderen Kriterien ab. >>

Marie-Alain Couturier (*1897) and the destroyed fetishes (1951)

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May 25, 2016 |GERMAN (LINK) dvg

Brother Couturier regrets the role of the Catholic mission in the destruction of pre-colonial culture, but has more to say. >>

Hans Himmelheber im Kongo (Rietberg) – plus Version en francais

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Upload   7.April, Version francaise (darunter angefügt)  2.Mai 2020

Was kann aus dieser zwiespältigen historischen Figur Himmelheber in einer durch “Kolonialismus”-Debatten bestimmten Zeit noch werden?

Die Frage bildete wohl den unausgesprochenen Hintergrund des Ausstellungsprojekts  „Fiktion Kongo – Kunstwelten zwischen Geschichte und Gegenwart“ im Museum Rietberg in Zürich von November 2019 bis März 2020 (Katalog CHF 49.-)

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Deutsche Sammler : Ängste – Autoritäten – Allergien

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Dies ist eine späte Reaktion auf einen Vortrag von Hans-Jürgen Rielau (2008, Link zu „About Africa“) und einen Kommentar von  Ingo Barlovic „Unter Generalverdacht“ in der ZEIT (Nr. 1, 11.1.2019 S. 36)  (LINK)

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Heimliche Deponien in Deutschen Museen

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Blick in renommierte Ethnologie-Museen in Deutschland, den ein investigativer Kulturredakteur der Süddeutschen Zeitung mit frechem Blick, Jörg Häntzschel, interessierten Lesern gewährt: Ethnologische Museen Deutschlands: Verseucht, zerfressen, überflutet, SZ vom 9. Juli 2019

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African Slave Coasts – Brutal Materialism and ‘Traditional Fine Art’.

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Designed 9.5.16 while reading by Wyatt MacGaffey and Kajsar Ekholm Friedman, revised on 5.5.2019

 

I would like to recall a few insights, because Europe’s understanding of the African societies is getting worse, as result of the moralization of ‘political correct’ speech! Compared to that, the attitude of the early sailors was downright open and curious. >>

Afrikanische Sklavenküsten – Brutaler Materialismus und verfeinerte Kunst.

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 Entworfen 9.5.16 während der Lektüre von Wyatt MacGaffey und Kajsar Ekholm  Friedman, überarbeitet am 5.5.2019

Ich will ein paar Einsichten festhalten, denn das Unverständnis in Europa für die fremde afrikanische Gesellschaften wird im Zeichen der Moralisierung der Politikdarstellung immer größer! Dagegen war die Haltung der frühen Seefahrer geradezu offen und neugierig. >>

Flohmarkt ‚Museumsufer’ 2019 – Spontane Erleuchtung des Mönchs

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Verfasst am 12.2./ Zuletzt redigiert am 28.4.2019 – Die  fortgeschriebene Version auf Französisch: LINK       Eine Eilmeldung vom 26.1.2020 hat sich mit ‘Corona’ erledigt (Link) >>

Alles gut. Restitution? Ja bitte!

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Win-Win  Paris London  Berlin und Benin

 Ich habe es in der New York Times gelesen und im Guardian: Jede Beunruhigung von Museen und Bürgern durch die Kulturgüter-Rückgabe-Debatte ist gegenstandslos! >>

Charles Ratton – schlechte und gute Provenienz im Kunsthandel

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Zu einem Aspekt der Laborausstellung im Weltkulturenmuseum, Frankfurt/Main

Am Ende des Beitrags:  Rattons Rolle bei der “aufgeschobene(n) Entdeckung von Kuyu-Objekten”aus Kongo-Brazzaville.

 

 Die verschiedenen Stimmen, in der Reihenfolge ihres ersten Auftritts :

  • Gesammelt Gekauft Geraubt – eine Laborausstellung 2018 im Weltkulturenmuseum, Frankfurt am Main, 15.8. 2018 bis 1.9.2019 (Link)

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Marie-Alain Couturier (1897– 1954) und die zerstörten Fetische

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M.-A.Couturier : SACRED ART, Ausgewählte Texte, 1983 Menil Foundation Inc., amerikanische Ausgabe 1989 University of Texas Press, Austin.

Frère Couturier bedauert den Anteil der katholischen Mission an der Zerstörung vorkolonialer Kultur, aber hat mehr zu sagen. (2 Seiten Text in Englisch)


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‚A Conservator’s View of African Sculpture’ und der gewöhnliche Sammler

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Zum Beitrag von Leslie Bone: On and Below the Surface – A Conservator’s View of African Sculpture in Masterworks of African Figurative Sculpture, Embodiments (The Richard H. Scheller Collection) , Fine Arts Museum of San Francisco 2015 >>

‘Making History’ – Eine Fanfare! (Ogbechie & Benin) – aktuell!

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Sylvester Okwonudu Ogbechie: ‚Making History – African Collectors and the Canon of African Art’ (Five Continents 2011) – Ergänzungen 3.9.2018 und 10.6.2021 am Ende >>

Objekt Atlas – Feldforschung im Museum. Manöverkritik

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 Die Zeichen der Zeit 

Vor Weihnachten lag „Die Geschichte der Welt in 100 Objekten“ von Neil McGregor (British Museum/BBC) in den Buchhandlungen. Die Aneignung von Kultur(en) durch das Publikum der Museen tritt immer mehr in den Vordergrund. Das MAK Frankfurt zeigt eine neue Wertschätzung für den Sammler – nicht erst bei den „Chinesischen Dingen[1]. Mit der Museumspädagogik, mit den Kindern, hat es vor Jahren begonnen. Jetzt treten im Weltkulturenmuseum-„Labor“ Künstler in Aktion, die Gourmets u.s.w. folgen. >>

Eine Lanze für René Gardi, Reiseschriftsteller!

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Dokumentation und Erörterung von drei Internetquellen zum Lebenswerk, anlässlich seines Todes im Jahr 2000 und des hundertsten Geburtstag im März 2009 – verfasst von April 2009 bis Dezember 2014

Eine aktuelle Stellungnahme zum Film von Hedinger (2019) im April 2021 (LINK)

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