Category Archives: OBJEKTE AUS DER MITTE AFRIKAS

– „SOLLTEN SIE NICHT OHNE DIE UMWEGE DIREKT IHRE ERGEBNISSE PRÄSENTIEREN? “

– „TUT MIR LEID, ZEHN MINUTEN MÜSSEN SIE OPFERN! ERST MIT DER ABFOLGE VON BEOBACHTUNGEN, VERGLEICHEN, FRAGEN UND ANTWORTEN – NICHT ZU VERGESSEN EMOTIONEN – SEHEN SIE DIE FIGUREN UND MASKEN IN EINEM SCHÄRFEREN UND VIELLEICHT NEUEN LICHT! VERSCHIEDENE ILLUSTRATIONEN UNTERSTÜTZEN SIE DABEI. – FÜR IHRE FRAGEN UND KOMMENTARE MACHEN SIE MEHR GEBRAUCH VON DER „KONTAKT“-SEITE !“

– „I WOULD PREFER TO BE OFFERED DIRECTLY YOUR RESULTS WITHOUT THE LONG WAY ROUND?“

– „SORRY, YOU MAY HAVE TO SPEND TEN MINUTES. WITH ALL THESE OBSERVATIONS, FINDINGS, QUESTIONS AND ANSWERS – WITH CHANGING EMOTIONS – THE FIGURE OR MASK WILL STAND IN FULL LIGHT BEFORE YOU. VARIOUS ILLUSTRATIONS BELONG TO THE ESSAY. PLEASE, MAKE USE OF THE „CONTACT“ PAGE FOR YOUR QUESTIONS AND COMMENTS! “

An expressive Mbangu Mask, Central Pende

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Translated from the German Original (Link)

 26cm high (visible 23) , 17.5 cm wide, 460g

26cm high (visible 23) , 17.5 cm wide, 460g – Click to enlarge the icons

 

 

The mask is sweepingly generalized, inside coarse, but functional, e.g. with its wide channel between the eye openings. My face fits in perfectly, the view slightly downward is good. The edges are slightly rounded and show some shine. Willy knows the wood from Pende masks,

The front of the mask shows no superfluous cut or smoothing. So the the area covered by the cap was treated only with the chisel. On the black right side, slight blade marks give additional dynamics to the surfaces.

From the beginning I associate the performance of an excited dancer who is set to play the role of the cursed but militant man. Weiterlesen…

Eigenwillige ‚Mbangu‘ Maske der Pende

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Die Maske

H 26 , vorn sichtbar nur 23 cm Breite bis 17.5 Tiefe bis 10 cm

(8564)  26  cm hoch, vorn sichtbar, 23 cm Breite 17.5 , Tiefe bis 10 cm

Ein dickes Brett, nach Händler W. ‚das richtige Holz’, großzügig gehauen, innen grob, aber funktional geglättet, so funktional wie die breite Rinne zwischen den Augenöffnungen. Auch Fläche und Lage des Mundes passen zur Trageposition. Mein Gesicht passt perfekt in die Höhlung. Die Sicht leicht nach unten ist ausreichend gut. Die hinteren Kanten sind leicht gerundet und zeigen etwas Glanz.

Auch vorn zeigt die Maske keinen überflüssigen Schnitt, keine unnötige Glättung, die unter der Kappe verdeckte Fläche zum Beispiel nur mit dem Beitel beschlagen.

Auf der schwarzen rechten Seite geben leichte Messerspuren den Flächen zusätzlich Dynamik. Technisch wirkt die Maske wie ein radikaler ungeduldiger Tänzer. Weiterlesen…

Lwalwa – Figur eines jungen Tänzers

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BEGEGNUNG

Der Flohmarkt ist dieses Jahr eine Herausforderung. Die von weither anreisenden Händler haben mein Mitgefühl. Doch diese Figur lohnt die Mühen. Die Verortung bei den Lwalwa durch ein stiltypisches Kennzeichen ist nur eine komfortable Zugabe. Ihre Ausstrahlung entsteht aus der Kraft männlicher Jugend wie aus der künstlerischen Umsetzung. Der Federschmuck tut ein Übriges. Der Körper spricht seine eigene Sprache; über und über rot gefärbt muss er unwiderstehlich gewesen sein.

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Im Korb des Bwami-Bundes (Lega) : Old Man „Kakulu“

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Wichtige Ergänzung 21.2.2018 unten   

    30.9.2017            Erste Beschreibung einer ‚hermetischen‘ Figur

Lega-OldMan-neu.R25.5 cm hoch, treffsicher geschnitzt, gepflegt, wie zu einem Kiesel gerundet. Die Figur fasst sich gut an. Er riecht dezent rauchig. Die Glättung hat nicht alle Holzfehler und ‚Schnitzer’ verschwinden lassen. Optisch matter Glanz, haptisch gebremste Glätte. Alle Ansichten, auch die Dreiviertelansicht sind ausgewogen komponiert, am meisten Spannung baut noch die Rückansicht gegen die anderen Ansichten auf, die im Gegenlicht auf den Umriss reduziert einem Scherenschnitt gleicht. Weiterlesen…

Kopffüssler – LEGA , woher sonst?

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BEGEGNUNG

Ich griff am Stand zuletzt nach dem dunkel überkrusteten ‚Klotz’,  um ihn zu Hause auszuprobieren. Und jetzt stelle ich ihn bereits vor. Weiterlesen…

Kuyu Tanzstäbe im Factory Outlet 1927

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MIT NEUEN ERGÄNZUNGEN zum Text vom 3.Mai 2016, plus LINK ZU 2 MODERNEN STÄBEN

Keith Nicklin (African Arts vol.17, no.1, Nov.1983) lässt Major P.H.G. Powell-Cotton erzählen, wie ein halbes Dutzend Tanzstäbe vom Kuyu-Fluss aus dem damals französischen Kongo nach England kamen. Im Winter 1926/27 jagte er dort den Gorilla und seltene Antilopen für sein eben gegründetes Privatmuseum, aber auch, was man Curiosa zu nennen pflegte. Die Gegend am Kuyufluss ist flach, sumpfig. Er reiste mit einem Einbaum. Aber hören wir den Text der Sammlungsliste im Original:

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Eigenes und Fremdes an Masken der Luluwa-Kasai

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Höhe 36 cm, Breite 26 cm, Tiefe 17  cm,  Provenienz:  Luluwa (Mitteilung des Händlers)

THE LAST TWO CHAPTERS – Symbolism &  Provisional Results – ARE TRANSLATED AT THE BOTTOM 11.2.18

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Dies wird keine Liebeserklärung. Dazu ist die Maske zu groß und hat einen eher spröden Charme. Unverwechselbar auch nicht wie die kleinen Schutzfiguren der Luluwa. Doch sie strahlt Kraft aus, und nicht nur ihre Bemalung macht neugierig. Ich stöbere in meiner kleinen Handbibliothek. Der noch am selben Tag angefangene Literaturbericht wird immer komplexer.  Ich muss alle Fragerichtungen offen halten. Eine robuste Gliederung thematisiert drei Themen: ÜBERBLICK, VERGLEICHSOBJEKTE (MASKEN) und DIE SYMBOLIK DER BEMALUNG

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‚Luba-Zoo‘ – Hüte dich vor der Eule!

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Begegnung am 19.8.2017

Eine Maske muss Ausstrahlung haben. Authentizität und Alter genügen nicht. Der Zustand muss noch den Genuss der ästhetischen Qualität(en) erlauben.

Zuhause angekommen, vertrieb die Eule augenblicklich eine schwächelnde Pende-Maske von ihrem angestammten Platz und degradierte die Luba-Vogelmaske, die bereits vor zwei Monaten von einer ehrenvollen Erwähnung im Blog (Link)  in den Rücktausch unter ‚Wert‘ abgestürzt war.

Was macht ihre Kraft aus? Es ist der Realismus des Kopfs in den Proportionen auf der Basis des runden Maskentyps der östlichen Luba.

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Skeptische Klienten, konkurrierende Wahrsager (Pende)

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 Zoe S. Strother : Smells and Bells – the Role of Skepticism in Pende Divination

(Gerüche und Glockenklang – Die Rolle des Skeptizismus in der Wahrsagepraxis der Pende)

in: Insight and Artistry in African Divination, ed. John Pemberton III, Smithonian Institution Press Washington 2000, p.99 – 115 – erweitert um Aspekte aus Strother : „Inventing Masks“, 1998 (LINK) Weiterlesen…

Ich entdecke Giacomettis ‚Stehende’ in afrikanischer Stimmung. Und Matisse!

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Frau für Venedig IV, 1956, NGMB95/2000, Museum Berggruen, Berlin am 24.10.2017

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Die Macht einer ‚Polio‘-Puppe (Pende) NEU

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Die Begegnung

 

Pende-Polio-Flohmarkt6.Mai 2017

Auf dem Markt begegne ich einer starken Figur, dem klassischen afrikanischen Krüppel,  nicht einmal auf einem der Klapptische, sondern auf einer einfachen Decke am Boden, erschreckend naturalistisch, die eigene Erlebnisse in Erinnerung ruft, zugleich gute klassische Pende-Schnitzerei. Weiterlesen…

Im Korb des ‚Bwami‘-Bundes ( Lega ) : Der Schiedsrichter

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 Ein  Würdenträger erinnert im Ritual an seinen Autoritätanspruch

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Die Experten scheinen sich über den Figurentyp einig:

Liz Cameron übernimmt 2013 – in „Secrets d’IvoireMusée du Quai Branly 2013, p.162 zu ill.141-142 , u. Anm.37 – Daniel Biebuyck’s Interpretation von 1973 in „Lega Culture“ pl.66:

Figuren mit einem oder zwei erhobenen Armen illustrieren das  das Vorrecht der Würdenträger im kindi-Rang, als Schiedsrichter bei Streitigkeiten und Familienfehden zu wirken. Sie heißenKasungalala(Cameron: ‚kasangala’) und der zugehörige Sinnspruch (aphorism) lautet: Weiterlesen…

Im Korb des ‚Bwami‘-Bundes ( Lega ) : Die unwürdige Gattin

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Neue Bilanz am Ende! 21.11.17

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Im Café hatten wir zwei Lega-Figuren vor uns stehen. Neben einer minimalistischen ‚Figur mit erhobenem Arm’ gleicher Höhe (30cm) wirkte die janusköpfige Frau allmählich ‚konventionell’. Im Lampenlicht am Schreibtisch gewann sie ihre eigene Ausstrahlung zurück und hat sie seither überall behauptet. Weiterlesen…

Das war das 20. Jahrhundert zwischen Kwilu und Kasai – Die PENDE

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Quelle : Z.S.Strother “Inventing Masks – Agency and History in the Art of the Central Pende“, The University of Chicago Press, 1998, cloth & Paperback, xxvii und 348 pp., reich illustriert, Index, im Netz etwa ab 40€

Einleitung

Ausgangspunkt und Ziel der Studie von Zoé Strother

Die Studie erforscht Geschichte und Prozess der Erfindung, Innovation in den Maskeraden und erzählt wie beiläufig die Erfahrung der Pende mit der kolonialen Unterwerfung im 20. Jahrhundert. Weiterlesen…

Willst du wirklich wieder eine Ambete-Wächterfigur ?

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Eine Figur der Ambete aus dem Gabun? Wirklich, nachdem du mit der letzten vor zwei Jahren so eine Pleite erlebt hast? So dachte ich wieder. Doch es gab gewichtige und sichtbare Gegenargumente, eins davon bezog sich  auf die „Maske der Aduma à la Jawlensky“ (Link). Ich habe sie hier bereits besprochen. Es wäre nicht schlecht, den Beitrag zuerst zu lesen. Denn vielleicht ist ja auch der Wächter halb oder ganz ein „Aduma“! Vor zwei Jahren behandelte ich die schreckliche Erfahrung als Tragikomödie in einer meiner „Geschichten ums Sammeln“(Link). Das Schlimmste ist für mich noch heute meine anfängliche Begeisterung, auch wenn inzwischen ist viel Wasser den Main hinunter geflossen ist.
Ich erzähle die alte Geschichte hier noch einmal. Weiterlesen…

Figur und Schildkröten-Hocker, Tansania – Mbugu ?

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Seit Samstag glaube ich zu wissen, dass die beiden zusammengehören. Ich habe keinen direkten Beweis, aber starke Indizien. Doch der Reihe nach. Die Figur erwarb ich vor nicht ganz zwei Jahren bei demselben Händler. Weiterlesen…

Die falschen Dinge aus Afrika

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21.5.2017

Ich will heute meine Sammlung gegen bestimmte Ansichten verteidigen. Es geht mir um die Einzigartigkeit von Kunstwerken, die einen Witz haben, der selbst einem Fremden noch zugänglich ist, wenn er sich nur darauf einlässt. Das falsche Gerede darf nicht völlig die Oberhand gewinnen. Weiterlesen…

Lega – konische Hüte mit Schuppen und Knöpfen

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Pangolin - 18-20 cm Durchm., 18 cm Höhe o. Schweif, 308 g

Pangolin – 18-20 cm Durchm., 18 cm Höhe ohne Schweif, 308 g

Knöpfe - 20,5 x 16,5 cm Durchm., 23 cm o. Schweif, 416 g

Knöpfe – 20,5 x 16,5 cm Durchm., 23 cm o. Schweif, 416 g

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Maske der Boa mit Flügelohren

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Die Masken der Boa im Westen des Ituri-Waldes waren für mich groteske schwarz-weiße Gesichter mit abstehenden Ringohren. Ihre Abbildung verlieh jedem Bildband afrikanischer Kunst eine heitere Note. Wie viele hatte ich eigentlich gesehen? Als Objekt in meiner Sammlung konnte ich sie mir bisher nicht vorstellen, so wenig wie irgendeine Faschingsmaske. So etwas würde ich nicht an die Wand hängen zwischen die ‚bedeutsamen’ Stücke. Weiterlesen…

Songye Miniatur : ‚Nkishi’ und Sklavin

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 1O.2.17

  Songye Miniatur IMG_8314Beschreibung:

Fetisch (Nkishi): Öffnung im Hinterkopf und im Nabel

Sklavin: auf dem Rücken gebundene Hände – Felix (100 Peoples) erwähnt traditionellen Status des Sklaven. Etwas anderes kann das auch nicht sein.

Schöne Frau: kunstvolle adlige Frisur mit ausrasierter Stirn, gerader und recht langer Hals mit drei Wülsten; die Frau trägt 11 winzige Kupfernägel als Ziernarben: 3 von der Nasenwurzel zum Hinterkopf, 2 auf den Augen, 6 rechts und links an den Schläfen; sie hat ausdrucksvolle Bohnenaugen (Erhebungen plus Nägel) und ein entwaffnendes Lächeln wie ein Smiley. Die Figur blickt den Betrachter direkt an mit hochgezogenen und markierten Augenbrauen und präzisen Augen, das Lächeln vermittelt gelassene Heiterkeit. Sie ist nicht zuletzt hochschwanger mit attraktivem Bauch, Hohlkreuz und Po. Die Haltung ist tadellos. Der Meister tat nichts Überflüssiges: So auch keine Schmucknarben am Rumpf – Klar! Es ist doch eine Songye!

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Ist der Mangbetu-Jüngling nur schön?

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Überblick

Mangbetu-Boy-IMG_8503Die Mangbetu sind berühmt, wegen ihres Stils in Architektur, Mobiliar, Waffen und Werkzeugen, den bekannten Harfen, dekorierten Rindenstoffen, Geschmeide, Körperschmuck bis hin zur Schädel(ver)formung und Verlängerung der Augenlider, Musik und Tanz auf repräsentativen Festen.

Bereits lange in waldreicher Gegend im Nordosten ansässig und ein blühendes Königreich, beeindruckten die Mangbetu den deutschen Forscher Georg Schweinfurth 1870, unter anderem mit der fünfzig Meter breiten Audienzhalle.

Wie sie sich mit den Arabern aus dem Sudan und Sansibarküste arrangierten, weiß ich noch nicht. Jedenfalls verloren sie ihre Macht an die aus dem Nordwesten aggressiv vorstoßenden Azande. Später wurden die Beziehungen so eng, dass sie ihre Künstler austauschten.

Die Figuren sind selten und aus hellem Holz gearbeitet. Der Stil ist geprägt vom Schönheitsideal der Aristokratie und dem Sinn für Dekor. Bereits ihre Behausungen waren mit geometrischen Motiven bemalt.

(nach: Kerchache/Paudrat/Stephan: Die Kunst des schwarzen Afrika, dt. Herder 1989, S.581) Weiterlesen…

Songye – Belande -Luba : ‚Nkishi’ miniature

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Published 14 february 2017

Original Version:  10 february 2017

What kind of figure?

Songye Miniatur IMG_8314Fetish (Nkishi): openings in the back and navel

Slave: her hands bound together – Felix (100 Peoples) mentions the traditional status of slaves.It cannot be someone else.

Beautiful woman: elaborate noble hairstyle with shaved forehead, straight and quite long neck with three rolls; The woman wears 11 tiny copper nails as ornament: 3 from the nose to the back, 2 to the eyes, 6 to the right and left of the temples; she has expressive bean eyes (elevations plus nails) and a disarming smile like a smiley face .She looks directly at the viewer with raised and marked eyebrows and sharp eyes, Her smile conveys serenity.She is very pregnant with an attractive belly, hollow lower back and nice buttocks.The attitude is impeccable. The master did nothing superfluous: no jewels on the fuselage (So sure, that she is Songye!) Weiterlesen…

TROIS GRANDES STATUES DU MAYOMBE (BAS CONGO) – frz.

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  • Link au text original

25 janvier 2017|dvg

Keller mit Schrein-IMG_2242Le groupe de figures Yombe a initié, il y a un an, le „Projet Congo“ sur ce page Web mais il n’est y pas arrivé ici jusqu’à ce jour.

Je commence par les descriptions de la femme et du chien pour faire regarder les deux de plus près. Je présente des lieux où on trouvent tels groupes de figures, et je vais finir avec quelques réflexions sur la figure mâle.

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GROSSE FIGUREN AUS MAYOMBE (BAS-CONGO)

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Keller mit Schrein-IMG_2242

 

dreiergruppe-img_1798_2Die Gruppe brachte vor einem Jahr das „Kongo-Projekt“ ins Rollen. Sie hat es selber bis heute nicht auf die Seite geschafft. Zum Jahreswechsel nahm ich mir vor, damit zu beginnen. Ich beginne mit Einzelbeschreibungen von Frau und Hund zum genaueren Hinschauen, erzähle etwas über Aufstellungsorte solcher Figurengruppen, stelle ein paar Überlegungen zur männlichen Figur an. Beispiele aus der Fachliteratur für den Stilvergleich.  23.1.2017

 

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Reiter auf Leopard – von den Mbala, Nachbarn der Yaka

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Eine filigrane Doppelfigur, 32 cm hoch. Dunkle, eine an den Kanten rot glänzende Patina auf dichtem Holz. Erhaltungszustand: Gut. Sie war Teil eines Familienschatzes. Ich kann nicht sagen, aus welcher Zeit, weiß nur, dass zuletzt Mobutu (seit 1965) denen, die traditionell über den Boden verfügten, ihr Recht erneuert, modernisiert und damit verfestigt hat. Die bemerkenswerte Resistenz des Objekts gegen das deutsche Raumklima weist aber auf eine frühere Entstehung hin.

Besonderheit: Rechteckige, nicht ohne Spur geöffnete, wieder verschlossene Öffnung auf dem Bauch.

 

Da ich die digitalen Unterlagen verloren habe, will ich es kurz machen. Vielleicht gefällt Ihnen das sogar besser. Weiterlesen…

Rider on leopard – from the Mbala, neighbors of the Yaka

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Published: 17 february 2017

Original version  22 january 2017

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A delicate double figure of a land chief, 32 cm high. Dark patina shining red on the edges, dense wood. Condition: Good. It was part of a family treasure. I cannot say how old, as Mobutu since 1965 has modernized and solidified the rights of those who traditionally possessed the ground. A remarkable resistance to the German climate points to an earlier date of making. Weiterlesen…

Zur Modernisierung der Mbuya-Masken (zentrale Pende)

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Der Zuspruch, den der Artikel seit Januar 2017 gefunden hat, veranlasst mich heute, ihn umzuarbeiten. Denn in letzter Zeit betrachte ich die Maske, die im Mittelpunkt stand, nicht mehr mit Sympathie. Bereits damals fand ich: „Keine Maske nach rigidem Schema. Sie wirft Fragen auf, aber die wären erst einmal zu formulieren“.

Die dafür erarbeiteten allgemeinen Informationen werden nun allein stehen – auch die müssten nun neu durchdacht werden.    3. Juni 2018

Für die Recherche befragte ich vor allem zwei Bücher, die im Abstand von fünfzig Jahren erschienen sind: L. de Sousberghe ART PENDE (1958) und Zoé S.Strother PENDE (5 continents, Mailand 2008).

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Neue und große Yanda-Figur der Azande

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yanda-gross-frontal_img_7733yanda-gross-profil_img_7743_2Die neue Yanda ist groß und kräftig und hat einen ’naturalistischen‘ Gesichtstyp, aber wirkt sehr stark, in ihrer leicht nach vorn gekippten Haltung, durch den auftragenden und umwickelten Nabel, durch kubische kräftige Beine und  zwei von den Ohren hängenden zierlichen Eisenketten mit 8 Gliedern.

Im Februar 2018 eingetauscht gegen eine etwa gleich große, aber formal ungleich radikalere Yanda-Figur.

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Zwei Gesichtsmasken der Mitoko (Metoko)

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  Erste Annäherung, nicht mehr

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Die erste Gesichtsmaske (August 2016)  –  eine Meerkatze?

 

Ein Kasten mit Griff, den sich der Tänzer vor das Gesicht hielt. Aus einem Stück. Höhe: 37 cm (Korpus 29), Breite 35 Br.(Ohren je 3cm) Tiefe bis 17 cm

Routinierte handwerkliche Arbeit: Innen ist der Kasten gleichmäßig als Wanne mit sicheren Axt-Hieben (an den Spuren erkennbar) ausgehöhlt , gleichstarke dünne Wände, leichte Verdickung oben und unten, saubere Übergänge bis an einer kleinen Stelle rechts, wo vielleicht die Nähe zur Schläfe eine Korrektur nicht empfohlen hat. Weiterlesen…

Maske Ituri-Stil Lese/Bira „Leopard“

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Die Wucht diese älteren Maske aus dem Bereich Lese (Stil IX) wirkt sofort, ist aber nicht leichtlese-fenster-img_7887_2 zu  erfassen, weil die gebogene Holzscheibe klein (23.5 cm hoch) und durch den Gebrauch verblasst ist. Sie schreit nicht theatralisch oder doch so leise, dass man es überhören, übersehen kann.

Es würde sich lohnen, sie zu zeichnen. Ich habe versucht, sie halbwegs adäquat zu fotografieren. Das ist nicht einfach, sie ist kein Brett, ihr Bau erinnert an aerodynamische Entwürfe. Wenn sie auf dem Plexiglasständer schräg auf dem Tisch steht, ist sie eindrücklich, auch von der Rückseite, die kleine energiegeladene gebogene Holzscheibe in genau ‚stimmiger‘ Größe mit den verdickten Partien im Stirn- und Nasenbereich, so wie man sie auch in der Hand hält. Ein Leichtgewicht (195 g) und dreidimensional.

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3. Juni 2018  :  Trotz der konstruktiven Qualität habe ich die hölzerne Maske weggegeben. Sie hatte bereits mit dem Stroh viel an Lebendigkeit verloren.  Die untere Zahnreihe ist ausgeschlagen, die Gesichtsbemalung verblasst und fleckig, auch wenn sie noch rekonstruierbar ist. Das Felix-Buch (siehe unten), das ich wegen seiner Bilder erwarb, weckte Wünsche, die nun anderthalb Jahre später mit einer Lieferung – ‚authentisch‘ oder nicht – wirkmächtig erfüllt worden sind.

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Kongo – Yombe : Ein kleines äußerst lebendiges Szepter

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Ein kleines, äußerst lebendiges Szepter von 30 cm Länge, ein Herrschaftszeichen aus leichtem Holz, bequem zu tragen

Von einem Schmelz wie oft bei Ewe-Ibedji, bloß anderem, ebenso hellem, aber langfaserigem Holz, welches gegen die Faserrichtung das pflegende Öl aufgesaugt hat. Dessen dünne Schicht verliert sich mit belebenden Effekten: Flecken.

Im Vergleich beispielsweise mit einer entsprechenden Doppelfigur der Mbala bei Bwoom ist das bildnerische Thema souverän gelöst. Ich denke schon an moderne Skulpturen der 20er oder 30er Jahre, an die entspannten Tierplastiken von Mataré, sogar an Käthe Kollwitz‘ Zeichnungen von Müttern und Kindern mit runden Köpfen und wunderbar vereinfacht, ( The Mothers, 1919 , 43,5 x 59,1 cm), Gallery St.Etienne). Weiterlesen…

Kongo – Das schon empörend simple Kruzifix

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L 29,5 cm, Br. 14,5 cm; Holmen längs: 5 cm, breit: 4 cm; Dicke 3,5 cm.

neben altrussischem Bronzekreuz

neben einem altrussischen Bronzekreuz

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Stress mit zwei ‚MaNkishi‘ im Dezember 2015

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5.Dez.

Der Nkishi, der Beschützer der Familie! Bodenständig, robust, zuverlässig. Wie eben Schutzengel nicht nur bei den Songye sind. Keine sensible Natur wie der entnervte Schutzengel in der Erzählung ’Schuld und Sühne’ von Slawomir Mrozek! (‚Der Elefant’, Henssel Verlag, Berlin 1962, S.149-153)

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Wohl kein aus seinem Wirkungsfeld entführter Kerl, aber auch keine graue Ruine. Die Besitzer, inzwischen wohl die Erben, haben ihm den auf dem vorgestreckten Bauch lagernden Medizinsack abgenommen, aber den strammen Rock, die Ohrpinsel, das Haarkleid aus Wildleder sowie das kräftige Antilopenhorn, weiß gesprenkelt, gelassen. Unter den Augen des deutschen Zöllners musste Wa. die (Haare) poils einer von modernen internationalen Abkommen geschützten Meerkatze abschneiden, um damit die Grenze passieren zu können. Zweite ‚Desakralisierung’, diesmal ‚politisch korrekt’. Ist doch nicht untypisch für die uns umgebende Welt! Weiterlesen…

‚Kriemhild‘ vom Lomami – Eine Nkishi der Songye

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Im prallen Leben am 15.11.2016

Im prallen Leben am 15.11.2016

Der exotischen Figur scherzhaft einen Namen geben? Geht das? Ich verweise auf das Vorbild eines Sammlers nepalesischer Wächterfiguren und – der theoretischen Absicherung wegen – auf James Clifford, dessen Ermutigung im Aufsatz „Über das Sammeln von Kunst und Kultur“ (dt. in „Neger im Louvre – Texte zur Kunstethnographie …“, Hrsg. M.Prussat und w.Till, Fundus-Bücher 149) ich noch immer nicht vorgestellt habe. Es geht dort um „Aneignungen persönlicher Art“, damit solche Objekte „wieder zu objets sauvages werden, Quellen der Faszination mit der Kraft zu beunruhigen“.(S.305)

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Die Kraft der Figur im Lederrock (Nkishi, Milembwe – Songye)

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Die  angefügten Abbildungsnummern ( no. ...) verweisen auf die Monografie von Francois Neyt: La redoutable Statuaire Songye d’Afrique Centrale, Fonds Mercator, Antwerpen (5 continents) 2004.

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Nkishi-Figuren der Songye Die Vierseitige und die Zweiseitige

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Ich denke, ich sollte in der nächsten Zeit ein paar Beschreibungen, wie sie bereit liegen, hinaus schicken. Bei dieser Tätigkeit erschließt sich dem Auge und dem Gedächtnis schon so manches Detail. Der Kontext soll nachziehen, das ist auch spannender.

   Rein weiblicher Doppelstempel aus extrem schwerem Holz mit ovaler Schnute

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Der Arm teilt sich doch tatsächlich am Ellenbogen in zwei Richtungen. Die Torsi spiegeln einander ebenso wie die Köpfe, bloß um 90 Grad verdreht. Die Ladung besteht aus einem – mit einem noch kleineren verstärkten – abgebrochenen Hörnchen und zwei schmalen Wülsten, die aussehen wie abgerutschte Bikini-Oberteile. – Ich verjuxe wieder einmal, was für manche relevantere Betrachter bitterernst sein mag.

Augen und die vorgeschobenen Lippen (protruding lips)sind sinnlich, expressiv. Im Lampenlicht zum Beispiel am Schreibtisch gewinnt die Figur noch. Sie ist von der Konzeption her großzügig (plain), aber mit 44 cm auch fast so groß wie die ‚vollständigen‘ Figuren mit Beinen, Füßen und Sockel. Mächtige Volumina. Der Physiognomie nach eine Riesin. Das Gewicht ist phänomenal, fast drei Kilo. – Ich kenne solche Frauen und halte respektvoll Abstand.

Nicht unerhebliche Details: die Länge der Finger, der platte Nabel, das dünne Kinn, die nur unauffälligen Unterschiede zwischen den Gegenseiten.


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Prestige à la Dengese (Ndengese)

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DENGESE Kopf- und Nackenstütze 62 cm (Kopf 12, Hals 4,5, Schaufel 44, alles vorn gemessen)

dengese-quer-img_6707Festes und dichtes Holz. Einige Jahrzehnte verwendet und gepflegt. Dunkle Glanzpatina, gepflegt auch in den schmalen Schwundrissen. Spuren von Abnutzung am unteren Ende, an rechtem Ohr, Nasenspitze und den üblichen Stellen der Unterseite. Der Spiralhals (vier Wülste) scheint die bevorzugte Stelle zum Greifen, auch das Kinn glänzt stärker. Vor dem Verkauf noch einmal gepflegt.

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Nkanu (Yaka) Pfosten

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Kambandzia-Pfosten 51,5 cm hoch, Nkanu bzw. Westliche oder Nördliche Yaka   

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Bourgeois XXVIII 1

Bourgeois XXVIII 1

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Bembe (Kivu) Kalunga-Figur

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IMG_7208 Kalunga

Es hat zwei Gründe, dass ich den vor einem Jahr erworbenen Januskopf jetzt in den Blog aufnehme:

1. Ich kann auf inzwischen mit dem Hocker der Alunga-Gesellschaft gemachten Erfahrung zurückgreifen. Meine dem Artikel von D.B. Biebuyck „Bembe Art“ (A.A. vol.5 No.3, 1972) entnommene Bilanz vom 8.6.2016 „(Bembe (Kivu) Schleichkatze (Hocker)“ sah so aus, dass die Schablone vom kulturell homogenen ‚Stamm‘ sich völlig auflöst. Weiterlesen…

‚Santu Toni‘ vom Kongo

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 Der Anlass

Den entscheidenden Impuls, jetzt diese bescheidene Figur vorzustellen, die ich bereits zwanzig Jahre besitze, gibt eine Studie aus dem Jahr 1961. Darin ist nicht nur ein gutes Vergleichsstück abgebildet (1), vor allem erzählt der Autor – Robert L. Wannyn vom (ehemaligen) Musée d’Histoire Naturelle in Paris – interessante Details über seine Sammeltätigkeit vor Ort in den dreißiger Jahren und über die lange Geschichte dieses Figurentyps.

IMG_4074 Toni frontal


 

 

(1) R.L.Wannyn,1961,Tf.24

(1) R.L.Wannyn,1961,Tf.24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Yombé Stab ‚Maternité 44 cm – Herzklopfen

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14.5.2016

IMG_3508_2Faszination und die Angst, einem getürkten Exportprodukt aufzusitzen. Gut, dass ich jetzt niederschreibe, was mir durch den Kopf geht: Auch bei den Kongo wurden Skulpturen beim Handwerker bestellt oder gar auf dem Markt gekauft. Und die Verwendung in der Repräsentation war auch nicht gerade ‚heilig’. Ich denke an den Bedarf der vielen Mutteronkel und –brüder oder der Häuptlinge in der Gegend. Auch im 20.Jahrhundert.

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Yombe-Nkisi – 15 cm hoher Holztorso

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IMG_3498Druckempfehlung 92%   Bilder anklicken! 

An die Beschreibung der anthropomorphe male figurine machte ich mich am 13.6.16 nach einigem Zögern. Da wollte ich das Figürchen bereits wieder in Tausch geben: Eine Miniatur mit kurzem Hals, Kopf und einer eckigen Kappe (‚Fez’), zwischen Torso und Ruine oszillierend. Ich nehme momentan an, die Halbfigur sei Bestandteil eines Medizinpakets.

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Bembe (Kivu) Schleichkatze (Hocker) – Arbeitsbericht

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Bembe-IMG_3620Du hast gerade einen anderen Hocker zurück getragen, der dich eins, zwei Tage lang geblendet hat. Den hast du formal bis ins Detail ausgekostet. Und nun triffst du auf einen unbekannten Hocker in Tiergestalt, ‚Bembe’ – die ganz im Osten des Kongo. ‚Chamäleon’ sagt W. Nun gut: ein solides Stück, eine kräftige Gestalt auf vier stämmigen Beinen, eher angespannt als geschmeidig wirkend und ohne den dekorativen Fries wahrscheinlich langweilig. Immerhin sind dir die markanten runden Augen von den ‚Kalunga’-Stülpmasken her bekannt. Man musste dich nur darauf aufmerksam machen. Du bist vorsichtig und machst nur eine Anzahlung. Doch du hattest auch schon Interessanteres.“ Weiterlesen…

Yaka – Drei Masken für festliche Auftritte

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Yaka Maske 1 IMG_2025

 

 

 

8.2.16 Die erste Maske.

Sie soll laut Händler eine ‚Eule’ darstellen (58 cm, Vogelkopf 18 cm hoch).

 

22.12.16  In meinen ersten Aufzeichnungen finde ich sie unter ‚Yaka oder Mbala‘. Noch einmal genauer betrachten! Die Augen aller drei hier behandelten ‚Yaka‘-Masken sind verschieden, und diese hat spitze Bohnenaugen mit ganz schmalen Schlitzen in der Mitte, ein kleines schmales Mündchen. Und ihr gebogener Schnabel eines Raubvogels ähnelt der ‚Adlernase‘ eines Mbala chief (Reiterfigur). Warum also  nicht ‚Bwala‘? Sie sind doch Nachbarn. (Mehr findet sich weiter unten bei den Maskentypen)

 

(8.2. Forts.) Wegen des Griffs denke ich zunächst an ein zusätzliches Utensil neben den ‚richtigen’ Tanzmasken, nun sehe ich in einem Jugendbuch ‚Afrikanische Masken – Der Tanz der Tiere’ von Prestel, Reihe Abenteuer Kunst’ 1997, S.14 und 15, eine solche Maske in der Hand einer Frau (aus: Himmelheber 1938/39), erfahre, dass sie der Tänzer mit dem Holzgriff während des Auftritts vor dem Kopf hält.

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Wyatt MacGaffey und die ‚Fetische‘ im Exil

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 ‚Kunst‘ und ‚Fetisch‘ Alles eins? – Bedeutung und Ästhetik in der Kongo-Kunst. Weiterlesen…

Zwei moderne Tanzstäbe der Kuyu, Kongobecken

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mit deutschen Krähenfedern, Juli 2016

Kuyu mit deutschen Krähenfedern, Juli 2016

Ich möchte heute zwei unspektakuläre und dabei unbekannte afrikanische Objekte vorstellen, aus dem Zwischenreich afrikanischer Kunst, das der Kunsthandel noch meidet. Es geht um kreative und zeitgemäße Gestaltungen figürlicher Kunst. Solche werden auf Teilgebieten schon beachtet, etwa bei dem ‚Geistgatten’ der Baule und anderen ‚Colon’-Figuren, beim ‚Mamiwata’-Kult und im Rahmen westafrikanischer städtischer Populärkultur überhaupt. Dem Artikel voraus ging ‚Kuyu Tanzstäbe im Factory Outlet 1927‚   16.4.-6.5.2016

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Drei runde Kifwebe der Luba (plus eine)

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Ach so, Luba Kifwebe, die runden, die kennen wir schon! rufen die Voreiligen. – Nicht ganz! sage ich jetzt, nachdem ich in ein paar Büchern nachgeschaut habe: Weiterlesen…

Kriterien – Über eine Maske der Chokwe

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Seit Monaten schleiche ich um die Maske herum, und um deren Fotos, und lege sie dann zurück.

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Hässliches Entlein unter Kifwebe Masken

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Die folgenden Überlegungen zu den berühmten Masken der Songye im Kongo fußen auf Interpretationen von Dunja Hersak, Leo Felix und Beobachtungen am Objekt.

Kifwebe gleich Extravaganz

Wir alle kennen sie: Sie überbieten sich mit abenteuerlichen steilen Kämmen, glotzenden Stielaugen und Saugrüsseln wie von einem anderen Stern. Sie sind mit abenteuerlichen Kanälen völlig überzogen oder prunken maskulin mit Flächen in Signalfarben. Sie wachsen womöglich aus einem Geflecht frischen Raffias hervor…. Weiterlesen…

Mit Figuren der Lega im Sinkflug

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Was ist das Geheimnis des Erfolgs derart anämischer Kunst? Ist Lega nur eine Legende des Kunstmarktes?

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Yombé Mutterschaft – Stockaufsatz? Nein.

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Gesamteindruck: Ein gedrungenes Figürchen. gut anzufassen.  Wenig Details. 17 cm hoch, 5,5 tief, 6cm breit.     

Für die aktuelle Beurteilung steht der Nachtrag vom 12.4.2016!     (10.2.2018)

Ich möchte das Figürchen keineswegs schön reden, schöner als es ist. Vor einem Jahr wo_die_wilden_kerle_wohnenwar es sozusagen eine Eintrittskarte in die Welt der Kongo und ein Exerzitium im Labyrinth der Stilanalyse an der Hand von Raoul Lehuard. Jetzt könnte ich gut auf beides verzichten, aber so klein und zart das Figürchen ist – unter den späteren Erwerbungen scheint es genau dahin geraten zu sein, wo nach  Maurice Sendak die wilden Kerle wohnen.

Hartnäckig behauptet es seinen Stammplatz im Regal.

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