Archiv der Kategorie: VON DEN LUBA (LUALABA) BIS SANSIBAR

Ahnenfigur der Mitoko (R.D.C., Region Maniema)

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Radikal in den strengen Proportionen und der Schlichtheit.

Objektdoku

 

Schreinfigur, 56 cm hoch. Oberfläche, Gewicht. Kernholz perfekt gehauen, wenig geglättet. Das Gesicht ist streng, die Haltung aktiv. Der freistehende Bart vor einem senkrechten Brustbereich und die durch einen schmalen Oberkörper (tiefer als breit) deutlich vom Rumpf abstehenden Arme vermitteln ‚reine’ Energie, nicht Muskelstärke wie bei einem jungen Mann (Figur der Lwalwa, Link). >>

Drei kleinere Figuren der “Lengola” im Blockstil

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Objektdoku.Gv

Ein kleines Lengola Figurenpaar  (26,5-27 cm) in der Zusammenschau   1.7.2017

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„Luba Twins“ – Tabwa, Mambwe – Recherche

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Zuerst: 5.März 2019 Neubearbeitung 10.Nov.2019

Zwillingskult

 

Maurer&Roberts Tabwa 1985 Map

Weit weniger bekannt als der Kult der Ibedji bei den Yoruba, ist dieser Kult weit verbreitet im Umkreis der zentralafrikanischen Seenplatte, im Kongo, Tanzania und Zambia. Hier wie dort geht es um die Beschwichtigung verstorbener Zwillinge, die wie die eigenen Ahnen, aber in noch stärkeren Maße, Hoffnungen und Befürchtungen auf sich ziehen. Schon die Geburt von Zwillingen ist eigentlich wunderbar, aber bedeutet zugleich ein hohes Risiko für Mutter und Kinder. An der Sorge für den überlebenden Zwilling kann das verstorbene Kind genau ermessen, was ihm selber zusteht, in Gestalt einer kleinen Holzfigur herumgetragen zu werden, oder ersatzweise in einem eigenen kleinen Schrein verwahrt zu werden, angesprochen und gefüttert zu werden. Sonst gerät das überlebende Kind in Todesgefahr.   (frei nach A.F. Roberts 2008) >>

Begegnung mit der ‚schönen Madeleine’, einer ‘Kifwebe’ bei den östlichen Luba

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Auf dem Markt

Im Juni bringt der aus dem Kongo zurückgekehrte Wardin Wamba zwei Masken der „weißen Frau“ auf den Markt, die bei Kifwebe-Tänzen der südöstlichen Luba auftreten. >>

Bembe (Kivu) Schleichkatze (Hocker) – 7.6.2016, aktualisiert

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Bembe-IMG_3620Du hast gerade einen anderen Hocker zurück getragen, der dich eins, zwei Tage lang geblendet hat. Den hast du formal bis ins Detail ausgekostet. Und nun triffst du auf einen unbekannten Hocker in Tiergestalt, ‚Bembe’ – die ganz im Osten des Kongo. ‚Chamäleon’ sagt W. Nun gut: ein solides Stück, eine kräftige Gestalt auf vier stämmigen Beinen, eher angespannt als geschmeidig wirkend und ohne den dekorativen Fries wahrscheinlich langweilig. Immerhin sind dir die markanten runden Augen von den ‚Kalunga’-Stülpmasken her bekannt. Man musste dich nur darauf aufmerksam machen. Du bist vorsichtig und machst nur eine Anzahlung. Doch du hattest auch schon Interessanteres.“ >>

dvg

28. Juli 2019

Gardemass und radikaler Bauplan bei den Metoko

Pakete aus dem Regenwald

 Über die Jahre erhält L. immer wieder Pakete von seinen Agenten aus dem Nordosten des Regenwaldgebiets beiderseits des Kongo. Die Objekte sind meist unscheinbar, manche intakt und mit durchdringendem Harzgeruch, manche verdreckt und provisorisch repariert, nie aufgehübscht. Wer weiß, wo sie die letzten Jahrzehnte verbracht haben. „In den Dörfern“ behauptet L., und das scheint mir plausibel.

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Frauen in tragender Rolle – Karyatidenhocker der ‘Hemba’ oder ‘LUBA'(?)

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Erstes Zusammentreffen  im November 2018

  –   Eleganz! Anmut! Erotische Energie!

Von W. überraschend auf den Tisch gestellt. Im Gepäck mitgebracht. Für sich selbst reserviert. Passeport, wurde bei der Inthronisation eines Chief in der Hand gehalten.

Ich bin sofort hin und weg. Diese Anmut! Diese erotische Energie! Und für jedes Fluchtgepäck geeignet! >>

Vorsicht! Mbole-Hocker mit Nebenwirkungen

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Erwerb

Warum habe ich guten Gewissens nach dem grauen Stück gegriffen, wo doch die Bodenplatte zuletzt noch einmal feucht geworden war?

In der Ahnung eines eigenen Stils? Schließlich leben die Mbole in drei räumlich getrennten Milieus! Das könnte ich noch undeutlich erinnert haben.

Oder wegen des spürbaren ästhetischen Potentials, besonders der betonten Kantigkeit an den Gliedern der vier Figuren? Die wird durch eingeschnittene Rillen an den Augenbrauenbögen (an einer Figur abgewetzt) und auf den traditionell verdrehten Armen eigens betont. >>

Notiz zu Figuren der Pere (Maniema,RDC)

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Die neue Pere-Figur ist gar nicht zu vergleichen mit der braven Zwillings-Doppelfigur! Oder doch? Beide sind auf ihre Art dynamisch!

Die Jagdfigur der Männer (Felix, 100 Peoples…) ist natürlich stärker im Gebrauch verkrustet als die ‚häusliche’ Zwillingsfigur. Sie ist zupackender, energisch nach vorn gebeugt mit großen Händen und entschlossenem Gesicht.

Nackenmuskel und straffer Po kommen zur Geltung. Hals und Nacken sind kräftig, die Vorwärtsneigung ist die eines Boxers, die Füße sind groß und geben festen Stand, die Hände gewaltig und schützend vor die Brust gehalten, Die Gestalt ist stämmig, die Glieder kräftiger als beim Paar und das Kinn erhoben. Eine Kraftfigur!

Die Farbschichten sind schwer zu trennen. Da ist das an vielen Stellen aufgerissene Weiß. In der Schicht darüber scheint auch Rot eine Rolle zu spielen, als Farbtupfer oder durchgehend?

Zwischen den Beinen findet sich auch eine Spur von Hühnerflaum. >>

‘Luba-Zoo’ – Hüte dich vor der Eule!

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IMG_2341-Luba-Eule IMG_2285Luba-Eule

 

 

 

 

 

 

 

 

  – Blog vom 7.12.2017, aktualisiert am 18.10.2018

Die Begegnung am 19.8.2017

Eine Maske muss Ausstrahlung haben. Authentizität und Alter genügen nicht. Der Zustand muss noch den Genuss der ästhetischen Qualität(en) erlauben.

Zuhause angekommen, vertrieb die Eule augenblicklich eine schwächelnde Pende-Maske von ihrem angestammten Platz und degradierte die Luba-Vogelmaske, die bereits vor zwei Monaten von einer ehrenvollen Erwähnung im Blog (Link)  in den Rücktausch unter ‘Wert’ abgestürzt war.

Was macht ihre Kraft aus? Es ist der Realismus des Kopfs in den Proportionen auf der Basis des runden Maskentyps der östlichen Luba.

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Eine arme Mbole-Figur inmitten Europas ‘sakraler Kunst’

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Gefühle im Widerstreit

Sie hat mich gleich am Stand überzeugt, bei allen Vorbehalten, die ich gegen den Figurentyp hege. Überraschenderweise wirkte sie auf mich vom Gesicht her. Es hat einen weichen Ausdruck, was doch (als ‘Modernismus’) alarmieren sollte.

‚Seele’ sollte man bei dieser zur Warnung gezeigten Darstellung eines Gehängten am wenigsten erwarten! Die ‚afrikanische Ästhetik ist in solchen Dingen äußerst lakonisch. Doch deshalb ist noch nicht Schematismus gefordert, zumal bei einer erzieherischen Figur. Auch sind die Gestaltung des Themas durch den Schnitzer und die kultische Verwendung nicht dasselbe. Manche Künstler legen mehr hinein als sie müssten.

Ich konnte und kann nicht eine verbotene Zutat erkennen! Keine naturalistische Dramatisierung.

Das ist ja kein Abbild eines in Wirklichkeit Gehängten, sondern die Metapher einer Botschaft, hier einer moralischen Mahnung. Der Körper der Figur weckt bei mir altem Lutheraner das Bild eines starken Kruzifix’. Äußerste Konzentration bei erheblicher Größe (84 cm). Gehe ich fehl, wenn ich Trauer, Reue, Bedauern in den Gesichtszügen lese? >>

Im Korb des Bwami-Bundes (Lega) : Old Man “Kakulu”

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Wichtige Ergänzung 21.2.2018 unten   

    30.9.2017            Erste Beschreibung einer ‘hermetischen’ Figur

Lega-OldMan-neu.R25.5 cm hoch, treffsicher geschnitzt, gepflegt, wie zu einem Kiesel gerundet. Die Figur fasst sich gut an. Er riecht dezent rauchig. Die Glättung hat nicht alle Holzfehler und ‚Schnitzer’ verschwinden lassen. Optisch matter Glanz, haptisch gebremste Glätte. Alle Ansichten, auch die Dreiviertelansicht sind ausgewogen komponiert, am meisten Spannung baut noch die Rückansicht gegen die anderen Ansichten auf, die im Gegenlicht auf den Umriss reduziert einem Scherenschnitt gleicht. >>

Kopffüssler – LEGA , woher sonst?

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BEGEGNUNG

Ich griff am Stand zuletzt nach dem dunkel überkrusteten ‚Klotz’,  um ihn zu Hause auszuprobieren. Und jetzt stelle ich ihn bereits vor. >>

Im Korb des ‘Bwami’-Bundes ( Lega ) : Der Schiedsrichter

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 Ein  Würdenträger erinnert im Ritual an seinen Autoritätanspruch

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Die Experten scheinen sich über den Figurentyp einig:

Liz Cameron übernimmt 2013 – in „Secrets d’IvoireMusée du Quai Branly 2013, p.162 zu ill.141-142 , u. Anm.37 – Daniel Biebuyck’s Interpretation von 1973 in „Lega Culture“ pl.66:

Figuren mit einem oder zwei erhobenen Armen illustrieren das  das Vorrecht der Würdenträger im kindi-Rang, als Schiedsrichter bei Streitigkeiten und Familienfehden zu wirken. Sie heißenKasungalala(Cameron: ‚kasangala’) und der zugehörige Sinnspruch (aphorism) lautet: >>

Im Korb des ‘Bwami’-Bundes ( Lega ) : Die unwürdige Gattin

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Neue Bilanz am Ende! 21.11.17

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Im Café hatten wir zwei Lega-Figuren vor uns stehen. Neben einer minimalistischen ‚Figur mit erhobenem Arm’ gleicher Höhe (30cm) wirkte die janusköpfige Frau allmählich ‚konventionell’. Im Lampenlicht am Schreibtisch gewann sie ihre eigene Ausstrahlung zurück und hat sie seither überall behauptet. >>

Figur und Schildkröten-Hocker, Tansania – Mbugu ?

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Seit Samstag glaube ich zu wissen, dass die beiden zusammengehören. Ich habe keinen direkten Beweis, aber starke Indizien. Doch der Reihe nach. Die Figur erwarb ich vor nicht ganz zwei Jahren bei demselben Händler. >>

Zwei Gesichtsmasken der Mitoko (Metoko)

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  Erste Annäherung, nicht mehr

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Die erste Gesichtsmaske (August 2016)  –  eine Meerkatze?

 

Ein Kasten mit Griff, den sich der Tänzer vor das Gesicht hielt. Aus einem Stück. Höhe: 37 cm (Korpus 29), Breite 35 Br.(Ohren je 3cm) Tiefe bis 17 cm

Routinierte handwerkliche Arbeit: Innen ist der Kasten gleichmäßig als Wanne mit sicheren Axt-Hieben (an den Spuren erkennbar) ausgehöhlt , gleichstarke dünne Wände, leichte Verdickung oben und unten, saubere Übergänge bis an einer kleinen Stelle rechts, wo vielleicht die Nähe zur Schläfe eine Korrektur nicht empfohlen hat. >>

EX Maske Ituri-Stil Lese/Bira „Leopard“

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Die Wucht diese älteren Maske aus dem Bereich Lese (Stil IX) wirkt sofort, ist aber nicht leichtlese-fenster-img_7887_2 zu  erfassen, weil die gebogene Holzscheibe klein (23.5 cm hoch) und durch den Gebrauch verblasst ist. Sie schreit nicht theatralisch oder doch so leise, dass man es überhören, übersehen kann.

Es würde sich lohnen, sie zu zeichnen. Ich habe versucht, sie halbwegs adäquat zu fotografieren. Das ist nicht einfach, sie ist kein Brett, ihr Bau erinnert an aerodynamische Entwürfe. Wenn sie auf dem Plexiglasständer schräg auf dem Tisch steht, ist sie eindrücklich, auch von der Rückseite, die kleine energiegeladene gebogene Holzscheibe in genau ‘stimmiger’ Größe mit den verdickten Partien im Stirn- und Nasenbereich, so wie man sie auch in der Hand hält. Ein Leichtgewicht (195 g) und dreidimensional.

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Bembe (Kivu) Kalunga-Figur

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IMG_7208 Kalunga

Es hat zwei Gründe, dass ich den vor einem Jahr erworbenen Januskopf jetzt in den Blog aufnehme:

1. Ich kann auf inzwischen mit dem Hocker der Alunga-Gesellschaft gemachten Erfahrung zurückgreifen. Meine dem Artikel von D.B. Biebuyck „Bembe Art“ (A.A. vol.5 No.3, 1972) entnommene Bilanz vom 8.6.2016 „(Bembe (Kivu) Schleichkatze (Hocker)“ sah so aus, dass die Schablone vom kulturell homogenen ‘Stamm’ sich völlig auflöst. >>

Drei runde Kifwebe der Luba (plus eine)

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Ach so, Luba Kifwebe, die runden, die kennen wir schon! rufen die Voreiligen. – Nicht ganz! sage ich jetzt, nachdem ich in ein paar Büchern nachgeschaut habe: >>

Mit Figuren der Lega im Sinkflug

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Was ist das Geheimnis des Erfolgs derart anämischer Kunst? Ist Lega nur eine Legende des Kunstmarktes?

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