Themen-Archiv: CHINA 1936 (F.WIEGMANN)

J.P. Dubosc über chinesische ‘Neujahrsbilder’ Typoskript 1950

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Der  befreundete Künstler Fritz Wiegmann (Link) hat mir neben seiner Sammlung an ‘Nianhua’ auch einen kurzen orientierenden Text hinterlassen, den Jean-Pierre Dubosc (Link) um 1950 verfasst und die Romanistin Edith Weyel ins Deutsche übersetzt hat. Nur dieses 6-seitige Typoskript ist in Durchschlägen auf dünnem Papier erhalten – und hier durch 6  PDFs vertreten.

Für zwei Jahrzehnte waren das die einzigen Erläuterungen, welche dem Sammler Wiegmann zur Verfügung standen. Das Thema war in Westdeutschland ganz unbekannt. Die Bundesrepublik hatte mit der VR China keine diplomatischen Beziehungen. Hinter dem ‘Eisernen Vorhang’ waren DDR-Diplomaten (wie Pommernanz-Liedtke) nicht genügend an den religiösen und sozialen Hintergründen chinesischer ‘Volkskunst’  interessiert, und der Sinologe und Anthropologe V.M. Alekseev (+1952, Link) war unerreichbar.

Die im einzelnen beschriebenen Göttergestalten werde ich vielleicht noch durch entsprechende Abbildungen ergänzen. Hier wenigstens ein Verweis auf meinen Beitrag von 2002: Link >>

Chinesische Resonanz auf Wiegmanns Bilder

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EINTRÄGE IM GÄSTEBUCH 20. BIS 27. DEZEMBER 1936 –

DIE BEILIEGENDEN ÜBERSETZUNGEN CHINESISCHER KOMMENTARE >>

Was sind schon Briefe!! Schickt uns Ansichtskarten.

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Vier Briefschlüsse auf dem Rücken von Ansichtskarten mit Motiven aus dem ehemaligen Kaiserpalast.

Vermutete Reihenfolge.

Mich wundert, dass nicht diese Briefe aus China – und weitere – vollständig erhalten sind. Wer hat wohl alles bis auf die benutzten Ansichtskarten weggeworfen?    An den Vorlagen für die Postkartenproduktion von Hartungs hat Wiegmann in Peking übrigens mitgearbeitet. (Mitteilung)
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Ce Shaozheng flaniert durchs alte Peking

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Im Urlaub auf der Insel hatte ich amüsante Bücher dabei, unter anderen:

Ce Shaozhen : Flaneur im alten Peking – ein Leben zwischen Kaiserreich und Revolution (Diederichs Verlag 1987, illustrierte gebundene Ausgabe – der beigelegte Stadtplan ist unbrauchbar. Empfehlung: Link). >>

‘Revolutionäre Tradition’ westlicher Malerei – Notiz 1936

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5.3.17     Ergänzt durch eine Bemerkung von Ernst H. Gombrich (1993)

Wiegmann sprach in seiner Einführung in die Pekinger Ausstellung von einer ” Tür durch die es möglich ist von westlicher zu östlicher Kunst und vom Osten zum Westen zu springen“!  Auf den zwei Notizzetteln hier versuchte er vor allem, Chinesen die abendländische revolutionäre Tradition zu erklären. Die Faszination, die in diesen Jahrzehnten westliche Moderne in China ausübte, wäre ein triftiges Motiv gewesen, das zu tun.

Gehörten die zwei Blätter zur Vorbereitung seines Auftritts? Sind sie deshalb Fragment geblieben, weil sie ihre Aufgabe der Durcharbeitung erfüllt hatten? Die zweimal erwähnte Figur eines englischen Malers würde zum Publikum der Vernissage passen, auch zu den Lesern des PEIPING CHRONICLE. Die Beispiele ‘ Impressionismus’ und ‘Expressionismus’ passen in die Zeit. Und warum sonst hätte er die zwei losen Blätter sonst in seinen Nachlass aufnehmen sollen? Ich kenne bisher keine weiteren Dokumente, in denen er das Thema weiter ausgeführt hätte. >>

Haltung und Techniken traditioneller Tuschmalerei – Notiz

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von Wiegmann handschriftlich auf zwei Blättern festgehalten. Beim Abtippen wird der Eindruck unabweisbar, dass Wiegmann einen traditionellen Text, der ihm wohl in englischer Übersetzung vorlag, übernommen hat. Indizien dafür für markiere ich in der Transkription unten mit einem *. Leider hat er nur eine Rohübersetzung verfertigt in ungewohnt holprigen Stil.

Zum Text scheinen mir drei Reproduktionen zu passen, zwei als Fotos, eine als Fotokopie. Wiegmann hat zu einem traditionellen Rollbild (Schwarzweißfoto) Nachzeichnungen gemacht, an denen die ästhetische Norm sich entdecken und veranschaulichen lässt. Hoffentlich können Sie etwas damit anfangen.

 

Haltung, Abläufe und Techniken

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Das chinesische Jahr – Wiegmann 1936/37

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Der Peiping Chronicle stellt Wiegmann dem Kreis der Ausländer vor

Der Empfang durch den PEIPING CHRONICLE, Sunday February 16, 1936 : Renowned German Portrait Painter In Peiping after Sojourn in Spain  (Zeitungsausschnitt).

Der anonyme Artikel  resümierte den Bildungsgang des Künstlers in einer Weise, die das Publikum  auf seinen ‘personal style’  neugierig machen musste, um sich schließlich auf seine Porträtkunst zu fokussieren und mit der Erwähnung von ‘many exhibitions in Europe as well two in the United States’ und Verkäufen an ‘the famous Frank Osborne collection’ zu schließen. >>

Ausstellung in der Nationalbibliothek Peiping 1936

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Obwohl sie nur in einem repräsentativen Saal vom 20. bis 27. Dezember offen war und neunzehn Arbeiten zeigte – überwiegend Stilleben, Figuren und Blüten, sonst zwei Porträts und drei Landschaften – fand sie große Resonanz. >>

Wanderer im Mondlicht – Notizblatt

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Handschrift auf blauem Luftpostpapier der LEGATION DE FRANCE   (im Besitz des Instituts für Stadtgeschichte Ffm., Transkription Gv) >>

Pekinger Notizzettel (1936)

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Vier Tage in Peiping im Jahr1936,  auf Luftpostpapier (im Besitz des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt/Main, Transkription Gv. ) >>

‘Wang Lu Tai’ (Wang Yuanqi, XVII) von F.W.

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'Wang Yuan-ch'i - 17. Jht.' - auf dem Rücken des Papierabzugs (Wgm.)

‘Wang Yuan-ch’i – 17. Jht.’ – auf dem Rücken von Wiegmanns Handabzugs                   2X KLICKEN UND WANDERN!

Unbetiteltes handschriftliches und undatiertes (1936?) Vortrags(?)-Manuskript im Stadtarchiv Frankfurt/M; Transkription Gv, Rechtschreibung beibehalten

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Hedda Hammer Fritz Wiegmann + China Landschaft Fotografie

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wiegmann-peking-fotos-1936-6x6_0001  Bäume vor den Stadtmauern

 wiegmann-peking-fotos-1936-6x6_0002Peiping An der Stadtmauer im Winter 1936-37

Peiping  Winter 1936-37

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Zhang Da Qian und Wiegmann 1936

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Die Fotokarte mit Widmung

Bei seiner Arbeit für Dubosc begegnete Wiegmann angesehenen Malern wie dem namhaften Traditionalisten Zhang Da Qian. Er war für Dubosc als Kenner der Qianglong-Malerei eine Schlüsselfigur. Erhielt Wiegmann das Albumblatt von Luo Ping etwa durch seine Vermittlung? >>

‘Theater in Liulichang’ – Peking 1936

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Undatiertes Manuskript von Fritz Wiegmann, worin er seine Erfahrungen mit dem chinesischen Kunsthandel 1936 humoristisch verarbeitet – im Besitz des Instituts für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main, Transkription D.v.G.

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DER SPATZ Tuschzeichnung von Ch’en Po-yang (XVI) (F.W.)

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Ch'en Po-yang XVI Spatz

Ch’en Po-yang, XVI (1483 – 1544), Zuschreibung auf dem Rücken eines alten Originalabzugs von Fritz Wiegmann – Transkription des Textes „Spatz“  von Wiegmann nach undatierter Handschrift im Besitz des Instituts für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main
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Naive Begeisterung oder aufgeklärte Indifferenz?

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Wer will eigentlich den Künstlern zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts ihre Begeisterung für exotische Kunst verübeln? Ich bin drauf und dran, es zu tun. Gerade rechtzeitig erinnere ich mich an die eigene, vom Maler Wiegmann in den Sechziger und Siebziger Jahren vermittelte Begeisterung für die farbigen Holzschnitte Chinas – mit breitem Pinsel bemalt oder von mehreren Platten gedruckt . >>

Wer realisiert endlich ‘Peking 1920-1950’ ?

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 Ausstellungsprojekt, entworfen im Blick auf das MAK-Frankfurt im März 2006 !  >>

‘Glück in zwei Welten’ – Fritz Wiegmann

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Annäherung an den Künstler und Sammler Fritz Wiegmann, der mir China zwischen 1969 und 1973 nahegebracht hat. Für das Katalogbuch der Ausstellung:  „Bilder vom Glück – Chinesische populäre Grafik aus dem 20. Jahrhundert“, Museum der Weltkulturen Galerie 37, Frankfurt am Main 2002 habe ich eine biografische Skizze unter dem Titel ‘Glück in zwei Welten. Annäherung an den Künstler und Sammler Fritz Wiegmann’ verfasst.       Manuskripttext ohne Illustrationen.

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