Das chinesische Jahr – Wiegmann 1936/37

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Der Peiping Chronicle stellt Wiegmann dem Kreis der Ausländer vor

Der Empfang durch den PEIPING CHRONICLE, Sunday February 16, 1936 : Renowned German Portrait Painter In Peiping after Sojourn in Spain  (Zeitungsausschnitt).

Der anonyme Artikel  resümierte den Bildungsgang des Künstlers in einer Weise, die das Publikum  auf seinen ‘personal style’  neugierig machen musste, um sich schließlich auf seine Porträtkunst zu fokussieren und mit der Erwähnung von ‘many exhibitions in Europe as well two in the United States’ und Verkäufen an ‘the famous Frank Osborne collection’ zu schließen.

Die Rückseite des Zeitungsausschnitts vermittelt in ihrer Zufälligkeit eine Collage der heilen Welt der Ausländer in Peiping kurz vor der japanischen Invasion.

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Wohnung nehmen in Peiping

Die Einliegerwohnung im Anwesen des Botschaftsrats Jean-Pierre Dubosc. Abzüge von den erhaltenen Negativen)

Wiegmann Foto Wohnung 1936

 

Anschließender Raum mit He-He-Doppelfigur

Anschließender Raum mit He-He-Doppelfigur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der angesagte Ort des Kunsterwerbs in Peking war (und ist) die Liulichang-Straße. Wiegmann hat eine humoristische Skizze über Rituale und Stimmung verfasst, “Theater in der Liulichang” die er auch in seinen Erzählungen als beträchtliche persönliche Herausforderung darstellte.

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Tagebuchnotiz, geschrieben an einem Monatsanfang 1936, aber welchem?

 

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 Eine Widmung des Malers Zhang Da Qian anfang 1937

 

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Der unwürdige Nachfolger – Brief vom 12.12.1938

Wiegmann hat unter seinen Papieren einen Brief aufgehoben, der Rätsel aufgibt. Erstens ist keine weitere Korrespondenz mit Peking erhalten. Zweitens der Schreiber unbekannt, denn das zweite Blatt mit Gruß und Namen fehlt. Er ist fast zwei Jahre nach seinem Weggang aus Peking verfasst und enthält nichts als Nichtigkeiten. In seiner Banalität straft er alle düsteren Prophezeiungen Lügen. Lebt der Schreiber doch wie die Made im Speck.

Gibt dieser Brief Wiegmann den entscheidenden Impuls, sich 1939 noch einmal um Ausreise nach Ostasien zu bemühen? (Lebenslauf)

Stilistisch ist der Brief ein zeitloser Klassiker in gleich mehreren Disziplinen: der Verwendung konventioneller Floskeln, in touristischer Dickfelligkeit und untergründiger Häme gegen den Abwesenden, dessen Platz er einnimmt. Das alles ist mir sogar eine Transkription wert. (folgt!)

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