Category Archives: Achtundsechziger

Kluger Mann, kluger Film – Peter Brückner „aus dem Abseits“

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Wer waren  sie denn – ich nenne nur Marcuse, Dutschke, Krahl, Enzensberger – dieser ganze bunte Haufen selbsternannter Führer, Berater, Kommentatoren, Vorkämpfer und  neu zu entdeckender ‚Väter‘? Man saß ihnen andächtig zu Füßen, so wie das noch üblich war. Erst später hat sich der Nebel gelichtet. Bei mir war die Überraschung groß, wer alles auch unter den Jungen in Amerika gelernt hatte oder im Gegenteil seine DDR-Erfahrungen bearbeitete. Weiterlesen…

ALT-ERNATIVEN : HEINZ SAUER UND ALFRED SCHMIDT

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Ihr Publikum ist  im Durchschnitt so um die Sechzig. Beide sind in ihrem Leben sehr verschiedene Wege gegangen, der Frankfurter Jazz-Saxophonist und der Erbe des Lehrstuhls von Teddy Adorno. Ich begegne ihnen innerhalb weniger Tage, am 13. und 15. Januar 2011.  Weiterlesen…

Ich bin Frankfurter.

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P1170481Bonbonniere

Ich bin Frankfurter. Die angesengte Bonbonniere aus der ausgebombten elterlichen Wohnung (Leerbachstraße) ist mein Bürgerschaftsdokument.

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Theoretisieren. Und wer behält das letzte Wort?

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Am 10. Juli 2010, irgendwo in Frankfurt. Wir lauschen einer lebhaften Diskussion zwischen zwei Grauköpfen.

K

Wo du bereits deine Schwächen eingestanden hast, geh zu dem, was du für deine Stärken hältst: deinem theoretischen Sinn.   Weiterlesen…

1968 – Auch Revolutiönchen fressen ihre Kinder

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27.7.2008

Die kleinen Jakobiner von 1968 haben die studentischen „Massen“ in die Polizeiknüppel getrieben und überhaupt als Rammbock ihrer Utopien verstanden – Man kann das auch in den veröffentlichten Reden Rudi Dutschkes nachlesen, die „damals niemand“ gelesen hat, ich auch nicht.

Ebenso fanatische, aber im Stillen wirkende Leute nutzten wiederum diese ganze Jugendbewegung à la longue als Schlägertruppe und Abrissbirne für störende Traditionalismen. Weiterlesen…

Versäumte Lektionen über „1968“

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 Meine Befragung durch Redakteure der Abiturzeitung 2001 (fiktives Protokoll) :

DvG beunruhigt:  Unsere Lehrer haben ihre Vergangenheit verschwiegen. Sie hatten ihre Gründe. Wollt Ihr mir etwa dasselbe vorwerfen?

 – Na also! Und wie haben Sie mitgemischt? Ziehen Sie Lehren aus „1968“?  Registrieren Sie Wirkungen?   Weiterlesen…

Lehrer erleben 1968 – Interview-Projekt 2001

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                       Marianne von Graeve – Lehrer erleben 1968 

Wenn von den „Achtundsechzigern“ die Rede ist, kommen die Lehrer nicht vor. In Wolfgang Kraushaars neuer Aufsatzsammlung „1968 als Mythos, Chiffre und Zäsur“, werden sie z. B. an einer einzigen Stelle hämisch als Spießer genannt, die Rudi Dutschkes Wort vom „langen Marsch durch die Institutionen“ heute noch ernst nehmen wollen (Kraushaar S.67). In früher erschienen Darstellungen, etwa von Mündemann oder von Bude, ist von allen möglichen Kulturschaffenden, Schriftstellern, Juristen, Verlegern usw. die Rede, aber Lehrer werden nicht erwähnt.

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‚Achtundsechziger‘ – Interview März 2001

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Dies Interview ist im Kontext eines soziologischen Projekts von Marianne von Graeve entstanden. Von Heinz Bude (Das Altern einer Generation, 1995) und anderen Autoren angeregt, befragte sie damals acht Lehrer und Lehrerinnen, welchen Einfluss ‚1968‘ auf ihr Leben und ihre spätere pädagogische Arbeit hatte.

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Dumme Gedanken zu Lehrer Mao

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Rede zum 20. Jubiläum der Gesellschaft für deutsch-chinesische Freundschaft Frankfurt am 18. März 1994

Ich habe für den heutigen Abend alte Texte und Notizen wieder gelesen und stelle fest: meine Überzeugungen und Ansichten von damals erscheinen mir überhaupt nicht peinlich oder lächerlich, sie haben auch heute noch nichts zu tun mit Rotem Osten und Großem Steuermann. Doch sind die siebziger Jahre sehr weit weg, Weiterlesen…