Archiv für den Monat: Mai 2020

Marie-Alain Couturier (*1897) and the destroyed fetishes (1951)

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May 25, 2016 |GERMAN (LINK) dvg

Brother Couturier regrets the role of the Catholic mission in the destruction of pre-colonial culture, but has more to say. >>

Flusser wäre dieses Jahr Hundert geworden ….. Hausarrest (FS 29)

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FLUSSER STUDIES 29 (LINK)    ” Part I: Vilém Flusser May 1920 – May 2020 = 19 BEITRÄGE

MEIN IMPULS

Detlev von Graeve
Flusser wäre dieses Jahr Hundert geworden und die Menschen haben Hausarrest

Was ist da angemessen? – Schließlich ist der Jubilar bereits tot; vor vier Jahren begingen wir seinen 25. Todestag – Pietät? Äußerungen der Dankbarkeit? Anekdoten? Erinnerungen an voraus weisende Gedanken? Noch eine Ehrung mehr? Vorsichtige Korrekturen? Was kann ich überhaupt den Menschen vermitteln, die wie ich Vilém Flusser wertschätzen, aber vielleicht anders? >>

Die Alten sind nicht so ‘pink’ wie im Weltkulturenmuseum! AKTUELL

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Veröffentlicht am 9. Dezember 2018       Stand des Nachdenkens am 11. 4. 2020 /24.5.2020

Nachdem ich mich notgedrungen länger mit “Kolonialismus” und “Unser Denken dekolonialisieren” beschäftigt habe, bin ich zu der Ansicht gekommen, dass wir alten Menschen in der Ausstellung echt “kolonisiert werden”. Es ist ja ein Irrtum zu glauben, “Kolonisierung” sei eine klare Sache mit definierter Front. Nein, sie kennt viele Überläufer und Profiteure unter den “Kolonisierten”. Chancen eröffnet sie den einen, nimmt sie anderen. Schon deshalb finden Kurator*innen mühelos Mitmacher, Vorzeige-Individuen, Kreative und heute natürlich Influencer, die Grey ist the New Pink” verkörpern wollen.

So wie es mir und meinesgleichen heute ergeht, so erging es “1968” den Kriegsgenerationen mit der Generation der “Achtundsechziger’. Ihre bitteren und ihre desillusionierenden Erfahrungen konnten sie nicht vermitteln. Und entsprechend ihrer Sozialisation haben sie fast immer geschwiegen. Heute müssen wir das doch nicht.

complex image

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Nicht erst mit der ‘Pandämie’ wird ein abstrakter Anspruch auf Lebensverlängerung über jedes Maß hinaus stärker im Blick auf die sie finanzierenden Generationen in Zweifel gezogen.  Ihre eigenen  ‘Wertvorstellungen’ politisierend,  haben die ‘uns repräsentierenden’ Eliten das in Selbstermächtigug für un umstößlich erklärt, im Einklang mit  morbiden Staatskirchen und interessierten Wirtschaftszweigen. Die wirtschaftlichen und sozialen Kosten werden nach dem shut-down nicht mehr vernachlässigt werden können. Die uralte Frage nach sinnvollem Leben und würdigem Sterben lässt sich auf Dauer nicht unterdrücken. Wenn mir jemand beiläufig erklärt, dass die über neunzigjährige Mutter “ein wahrer Cyborg” sei, und wenn gleichzeitig Pflegekräfte aus ärmeren Ländern angelockt werden, wenn es an Landärzten und Kinderärzten mangelt und man in vielen Ländern der Welt ohnehin schlechte Karten hat, dann stimmt doch etwas nicht mit der angeblich hohen Moral unseres Gesundheitssystems! Ich möchte heute meine Schicksalsgenossen daran erinnern:  “Das Alter ist die wichtigste Todesursache” (Hausarzt). Und:  “Dass ein Leben ein Recht auf Leben impliziert, ist undurchführbar” (H.Blumenberg “Die Vollzähligkeit der Sterne” 1997, S.95), auch wenn wir das selber gerne hätten.

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In “Grey ist the New Pink” (Link) spendet das Weltkulturenmuseum, Mainhattan mit einem Augenzwinkern Trost.

Dies ist ein Offener Brief an die sprichwörtlichen “schrecklichen Enkel” des Vilém Flusser (Link: S.28/29), die überall das Ruder in die Hand genommen haben. Die setzen sogar eine ethnologische Ausstellung  über die Alten in die Welt und erzählen dabei etwas von ‚Momentaufnahmen des Alterns’.        Links: FAZ.net und SWR

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Maquette de Piroque DOUALA – l’Acquisition et cetera…

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5 avril 2020 | dvg

Dans la version originale allemande, une courte histoire des Douala au Cameroun constitue la première partie, qui touche des aspects très différentes: les conditions naturelles, la situation géopolitique depuis 1500, l’économie des Doula, le statut des esclaves, l’histoire de la colonisation sur les rives du Wouri, le rôle des marchands blancs, missionnaires et représentants de la puissance coloniale depuis 1884, les conséquences de la christianisation et la situation post-coloniale.
J’ai eu moi-même besoin de cette orientation, qui peut toujours être améliorée. Je m’efforce de maintenir l’équidistance de l’historien sans m’impliquer dans le conflit des partis idéologiques. Pour le moment, c’est le LIEN vers la version allemande.    24-05-2020

 

PREMIÈRE VUE

Le modèle de bateau d’un mètre de long, que vous voyez devant un mur blanc lors d’un long voyage avec une destination inconnue, a tout pour plaire. Il s’agit d’une composition en deux parties composée de nombreuses pièces en bois qui ont été assemblées et clouées et qui a environ cent ans. La moitié arrière représente une pirogue (pirogue, canoë, pirogue), qui a toujours été un moyen de transport indispensable dans le delta du Wuri – la moitié avant rappelle le bec du Douala attaché pendant la guerre, le commerce, les courses de bateaux festives, mais est extrêmement agrandi et ” baroque dans le symbolisme. >>

Delcommune vs. Boma – Storms vs. Lusinga (Tervuren, ARTE)

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18 mai 2020  |  VERSION FRANCAISE  |  Version allemande > LINK

DEUX ASPECTS D’ UNE “ARTE ” RÉPORTAGE  SUR LA «DÉCOLONIALISATION» DU MUSÉE TERVUREN >>

Arte-Feature vs. Tervuren – Delcommune vs. Boma – Storms vs. Lusinga

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10. Januar bis 18. Mai 2020

EIN ARTE-FEATURE UNTERNIMMT DIE ‘DEKOLONIALISIERUNG’ DES MUSEUMS IN TERVUREN

Das Museum wurde Ende 2018 nach fünfjähriger Rekonstruktion eröffnet. Es war offensichtlich, dass das Tervuren-Museum unter feindlicher politischer Kontrolle stand und den Erfolg eines fünfjährigen “Reinigungsprozesses” nachweisen musste.

Im Oktober 2019 sah ich dann einstündiges Feature, das  vom belgischen Fernsehen für ARTE produziert wurde: “Totems und Tabus – Belgiens Kolonialmuseum”. Wer das neue Tervuren repräsentieren durfte, demonstrierte eine austarierte neue Eintracht – nicht nur von Flämisch und Wallonisch – wohl um den Werbeeffekt nicht zu untergraben. Ich konnte meinen ersten Eindruck nicht verifizieren, da der Film schnell aus der ARTE-Medienbibliothek verschwand und ich nur ein paar Screenshots aufnehmen konnte. >>

Chéri Samba trifft Werke “schöpferischer Ahnen” bei Han Coray

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In ihrer Ausstellungsrezension von “Fiktion Kongo” machte Maria Becker (NZZ,29.1.20) eigens auf das Bild aufmerksam, das im Katalog die Nr.1 trägt, aber dort unübersetzt allein für sich sprechen muss. In einem handgeschriebenen Text im Bild schildert der Volksmaler aus Kinshasa seine Begegnung  mit traditionellen afrikanischen Holzskulpturen in den Räumen des Völkerkundemuseums der Universität Zürich. >>

Kongolesen in der globalen Kunstwelt – Sandrine Colard („Fiktion Kongo“)

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Wenn Sie für das abschließende Interview nicht mehr Zeit und Lust haben, so weit hinten ab Seite 307 im Katalog “Fiktion Kongo” ( Rietberg Museum Zürich 2019), ändert sich das, wenn Sie erst das auf einen Espresso gekürzte Protokoll gelesen haben! (Kursiv bedeutet wörtliches Zitat) >>

Fotograf Robert Frank – Ein Produkt der Klassiker-Maschine 

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Tagebuch: 1.1.19      Upload: 2.5.20

Das Biopic, über das er selbst mitbestimmen konnte, ist das Gegenteil von ‚Klassiker’. Man sorgt dafür, dass jedes einzelne Foto vom nächsten verdrängt wird. Wenig Selbstvertrauen. >>

Der Ethnologe als ideeller Faktorist . Streichhölzer

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Die_Gartenlaube_(1884)_b_613_Faktorei Aquastadt, Cameroon-River

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Hans Himmelheber im Kongo (Rietberg) – plus Version en francais

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Upload   7.April, Version francaise (darunter angefügt)  2.Mai 2020

Was kann aus dieser zwiespältigen historischen Figur Himmelheber in einer durch “Kolonialismus”-Debatten bestimmten Zeit noch werden?

Die Frage bildete wohl den unausgesprochenen Hintergrund des Ausstellungsprojekts  „Fiktion Kongo – Kunstwelten zwischen Geschichte und Gegenwart“ im Museum Rietberg in Zürich von November 2019 bis März 2020 (Katalog CHF 49.-)

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Duala (3) – Beschreibung und Deutung des Bootsmodells

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      “Kriegscanoe der Dualla in Kamerun”  1884

 aus: Die Gartenlaube: Illustriertes Familienblatt, vol. XXXII, no.37 LINK. Based on an original photograph. en.wikipedia

Der Holzschnitt illustriert  einen 18-Seitigen Artikel über “Deutschlands Colonialbestrebungen. Deutsche an der Westküste von Afrika,” der kolonialpolitisch bescheiden auftrat und die Bestrebungen vom Handel her schlüssig begründete. >>