Archiv der Kategorie: REISE.BILDER
Modellschule und Musterbetrieb – zwei Welten in der Volkrepublik Polen (Reise 1976)
PERSÖNLICHES VORWORT – 20. NOV. 2023
Ich hatte 1973 mit einer geführten China-Gruppenreise eine dreiwöchige Erfahrung gemacht, war also vertraut mit Selbstdarstellung und Eitelkeiten (nicht nur) autoritärer Staaten.
Die Volksrepublik Polen erschien ohnehin als eine andere Welt, eben europäisch. Die DDR kannte ich noch überhaupt nicht. Das kommunistische Projekt gänzlich abzuschreiben, soweit war ich noch nicht, verhielt mich auch gegenüber China abwartend. „Revisionismus“ war bei mir aber unten durch. Anstatt mich an den Spielräumen der Intelligenz zu freuen, nervten mich die Privilegien der Funktionäre, die uns begegneten. >>
dvg
27. Januar 2024
Reisenotizen zur deutsch-polnischen Geschichte im Jahr 1976
Für den “aks-bericht 1975-76” der Altkönigschule durfte ich als Neuling im Lehrkörper einen persönlichen Reisebericht abliefern, eine Chance, die ich gern nutzte. Ich bewunderte bereits als Schüler Filme, Aphorismen, Erzählungen und Satiren und Karikaturen kritischer Literaten und Künstler in Polen. Das gab eine gute Basis ab für Neugier und Aufmerksamkeit. 1985-1989 benutzte ichdiesen Text neben anderen “Losen Blättern” zur Vorbereitung der Schüler auf die Kursfahrt als Entdeckungsreise.
Das Format ist ein Experiment . Illustrationen sind vorgesehen (von Dias) und eine Kartenskizze der Reiseroute. „Reise.Bilder“ und „Herrliche Zeiten – früher“ sind provisorische Kategorien. „Polen“ soll noch in diesem Jahr 2024 ein eigenes Kapitel bekommen.
Sommer 2023 im Schloss zu Potsdam
Lieber Detlev, ich habe gerade auf deinem Blog gestöbert, aber nichts neues gefunden: Die Zeit macht ja auch sprachlos. Hitze liegt über dem Land, alles sieht aus wie sonst Ende August, Regen gab es seit Wochen nicht. Sonst: ein Hort falscher Erzählungen als sähe man die Wochenschau von 1945. Furchtbar!
Meine Schulreisen nach Polen 1985 bis 1989 – Überblick
Dieser Beitrag könnte zu einem Gerüst werden, um Originaldokumente einzuklinken : Bilder, Texte, Dokumente – als Datei oder Link 10.2.20
Mein Zugang zu Nachkriegspolen
- seit der eigenen Schulzeit (1960) – Literatur siehe: Schülerzeitung ‚mosaik’ Rezension des Satirikers Mrozek + Filme von Wajda, Kawalerowicz, Munk, Polanski u.a. im benachbarten ‚Filmstudio’ der Uni Frankfurt
- Studienreise Lehrer 1976 mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ)
Reisebilder aus der DDR im Februar 1987. Lesekatalog Blätter 1 – 15
7. Okt.2019 Anklicken der Bilder vergrößert sie in zwei Stufen !
Vergangenen Herbst habe ich die 16 Kartons mit den originalen Fotos und einmontierten Texten noch dem „DDR-Museum“ in Berlin angeboten, erfolglos, schon weil die Raumverhältnisse dort das nicht hergeben. Das Museum, eines „der interaktivsten der Welt“ (LINK) möchte ich übrigens dringend empfehlen! Bringen Sie Zeit mit!
Falls jemand eine Ausstellungschance sieht: Noch sind die Kartons intakt.
Für den Blog muss der fotokopierte „Lesekatalog“ ausreichen. Der leichteren Ladung wegen habe ich ihn aufgeteilt. Ein paar echte Fotos und farbige Dokumente füge ich gelegentlich hinzu.
I Dresden Impressionen – II Die Pädagogische Provinz < Blätter 1 – 15
(LINK) 16 – 26 > III Seitenblicke auf Urlaub, Kirche und Kunst und die romantische Winterreise auf der Reichsautobahn
Reisebilder aus der DDR im Februar 1987. Lesekatalog Blätter 16 – 26
Als moderner Candide bei den Senufo. Nachwort 2018 zum Reisebericht
Bericht von der Elfenbeinküste 1985 (5) – Zurück an die Küste
Links: (1) (2) (3) (4)
Die Notizen werden nach drei Wochen dünn, obwohl ich noch einiges erlebe: das Künstlerheim von Djiré Mahé und eine kreative Möbelwerkstatt in Bingerville. Auch den greisen Enzyklopädisten Borremans. Ich genieße den Strand von Grand-Bassam und verliere meine Brille in der Brandung. Ich könnte heiraten. Nein, nicht Assita, die unglückliche Poetin aus Ferké. Ich schaue mir in Abidjan die neueste und größte Kathedrale an und laufe vor der Polizei oder wem auch immer davon, als man mich aus einer Limousine ruft…
Das revolutionäre China in Märchenbildern (1973)
Meine Chinaromantik begann mit den ‚Räubern‘ in der Übersetzung von Franz Kuhn und ging mit Mao unter. Zwei Jahre nach unserem Besuch fiel Tangshan in Trümmer. Die Dynastie Mao hatte verspielt. >>
Bericht von der Elfenbeinküste (3) : Senufo
Im Dorf Poundiou >>
Bericht von der Elfenbeinküste (4) : Zurück!
Zurück in die vertraute Welt der Provinzstädte! >>
Bericht von der Elfenbeinküste 1985 ( I ) Abidjan – Bouna
Vorwort
In China, Kenya, Senegal und Algerien war ich bereits gereist, aber dieses Mal zog ich allein los. Ich fuhr im Juli und August 1985 ohne festen Plan mit Bus und Buschtaxi durch die Elfenbeinküste (Côte d’Ivoire). Ich besuchte niemanden, wurde nirgends erwartet und fühlte mich doch sicher, zumindest außerhalb der Metropole Abidjan. Damals lebte man auf dem flachen Land noch beschaulich. Die Polizei schien der einzige Unsicherheitsfaktor zu sein.
Heute verfolge ich auch mit Interesse, wie der knapp über Vierzigjährige, den man gelegentlich für einen amerikanischen Studenten hielt, auf neue Situationen reagierte, nicht nur die ‚politischen‘ Eindrücke, die mir damals so wichtig waren. >>
Portugal 1975 in der Erinnerung (Skizze)
Re Ex oriente, Minos, 11.5.2013
Lieber Dirk, errichten Sie nur den alten Europäern ihren tumulus*, bevor diese – nicht nur – von der Troika aus ihrem verschatteten Paradies vertrieben werden! Ich war schon Jahre nicht mehr in Lissabon, das letzte Mal kurz nach dem Erdbeben – oder war es ein bloßer Einsturz in der Altstadt?
China 1973 – Streiflichter
Liebe H…. Nun zu deinen Fragen zum Scherenschnitt: Ich fand sie hilfreich und habe sie schon vergangenen Sonntag beantwortet, aber in der Hektik dieser Tage noch nicht abschicken können. >>
BERICHT 1985 (2) Die Geisterseherin von Ferké
BERLIN RELOADED 2010
Berlin in einer gläsernen Fruchtbehälter: unten die Äpfel, oben aber die Zitronen oder Limonen. Ästhetisch ist das ja in Ordnung und praktisch habe ich keine Interessen. Aber warum soll das ein Titel für Berlin sein – für BERLIN RELOADED? Unten die sauren Äpfel und oben die ohnehin sauren Citrusfrüchte?
< BERLIN GIVES A SCARE >
DER SCHRECKEN WÄCHST AUS DER LEEREN MITTE. THRONE SIND ERRICHTET VON ALLER WELT. DIE BAHN HEBT AB AUS SUBTERRANEN SILOS. GESCHICHTE, EIN STÜCK BEMALTER WASCHBETON. DEN BROADWAY HAT NIVEA GESPONSERT. WIR ERREICHEN DIE KATHEDRALE, DAS SAKRALE SONY-CENTER. GEHEN SICHER DANK IN DEN BODEN EINGELASSENER ZEICHEN.
Menschen in der Metro – Berlinmappe 2009
Du glotzt nicht einfach Menschen an, du erfindest Geschichten, die du für wahr hältst. Du beobachtest.
In Berlin hattest du zwei Wochen lang ungelogen zwei oder mehr Stunden täglich Gelegenheit dazu, nur um auf Umwegen von A nach B zu kommen. >>
Stadt der Zeichen (Berlin)
Stadt der symbolischen Befriedigungen, des Voyeurismus, der endlosen Vorlust. Stadt der Drapierungen, der durchsichtigen Täuschung, des Als-ob, der vorgespiegelten Extase, derer, die sich zufrieden stellen und derer auf der Angebotsseite. >>
Deutsche in Ost und West
Reisen in Polen 1985-1989
1985 – In Europa war der Kalte Krieg vorüber, trotz Amerikas Ronald Reagan. In der Sowjetunion war Gorbatschow an der Macht und ließ demonstrativ den Dissidenten Sacharow frei. Die Polen durchlebten seit 1981 wieder eine heroische Epoche ihrer widerständigen Geschichte, doch längst hatte sich der sogenannte „Kriegszustand“ abgekühlt. >>