Archiv fĂŒr den Monat: April 2020

‘Fotografen stehlen Seele‘ ? – Ethnographisches Foto und PortrĂ€tfoto

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Hochgeladen: 19.7.2018, aktualisiert 13.7. 2022 (Anlass Rietberg-Ausstellung)           

Ich habe auf academia.edu eine interessante Studie gelesen: ZoĂ© S. Strother. ’A Photograph Steals the Soul’: The History of an Idea.

In: Portraiture and Photography in Africa, ed. John Peffer and Elizabeth Cameron. Bloomington: Indiana University Press,2013,177-212     (Frobenius-Bibliothek :  Af I 2698) >>

Duala (1.2) : Erwerb und Kontext des Bootsmodells

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ERSTER EINDRUCK

Das Bootsmodell von einem Meter LĂ€nge, das Sie vor einer weißen Wand auf großer Fahrt mit unbekanntem Ziel sehen, hat es in sich. Es ist eine zweigeteilte Komposition aus vielen zusammengesteckten und genagelten hölzernen Teilen und etwa hundert Jahre alt. Die hintere HĂ€lfte stellt eine Piroge (pirogue, canoe, Einbaum) dar, das im MĂŒndungsdelta des Wuri seit jeher unverzichtbare Transportmittel –- die vordere HĂ€lfte erinnert an den bei Krieg, Handel, festlichen Bootsrennen aufgesteckten Schiffsschnabel der Duala, ist aber extrem vergrĂ¶ĂŸert und ‚barock’ in der Symbolik.

Ich suche ĂŒberall nach einem zweiten Exemplar, bisher vergeblich. >>

Duala in der Geschichte Kameruns – Hintergrund des Bootsmodells (1.1)

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Stand: 7.8.2020                                       Vorbemerkung:

Die Textzusammenstellung erhebt keinen streng wissenschaftlichen Anspruch. Ich habe mich vom erworbenen Objekt aus in verschiedene Themen eingelesen. Je mehr ich las, desto deutlicher traten LĂŒcken und Unstimmigkeiten zwischen den Darstellungen hervor. Außerdem waren Übersetzungen nötig. Inhaltliche Überschneidungen konnte und wollte ich nicht vermeiden. Ich denke: FĂŒr das VerstĂ€ndnis eines so interessanten historischen Objekts wie des Modells einer Piroge der Duala, ist ein fehlerhaft gezeichneter Hintergrund besser als gar keiner.

In einem zweiten Beitrag schildere ich den Erwerb und diskutiere Herkunft und Kontext des Bootsmodells (LINK). In einem dritten folgen Objektbeschreibung und Deutungsversuche (LINK). Ein Freund hat vorgeschlagen, mit dem zweiten Beitrag zu beginnen. Warum nicht? >>

„Die ersten Israeli“ lesen, aber auch „Die ethnische SĂ€uberung PalĂ€stinas“, jetzt!

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Upload 20. Juli 2018 +  ErgÀnzung 15. April 2020 (LINK)

Das  aktuelle „Nationalstaatsgesetz“ der Knessetmehrheit empört wieder einmal die zugleich bedingungslosen  und  verfassungstreuen deutschen Freunde des Staates Israel. Typisch fĂŒr deren extrem verkĂŒrzte Sicht auf die 70 Jahre Staatsgeschichte Israels ist der heutige Kommentar in der SĂŒddeutschen Zeitung (SZ.de 19.7.2018) :

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„Die ethnische SĂ€uberung PalĂ€stinas“ 1948 (Historiker Ilan Pappe)

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2020, am 15. April :   WĂ€hlerschaft und politische Klasse in diesem skandalösen Kleinstaat scheinen unfĂ€hig zur Regierungsbildung. Ihrem unverwĂŒstichen ReprĂ€sentanten droht wieder einmal eine Anklage wegen Korruption. Aber ist das ĂŒberhaupt politisch von Bedeutung?

Nein, sagte vor ĂŒber zehn Jahren bereits Ilan Pappe in „Die ethnische SĂ€uberung PalĂ€stinas“ (2006 London, dt. bei Zweitausendeins 2007)

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„Schweizer Sapeurs“ erstĂŒrmen die Fiktion des Kongo auf dem Rietberg

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ACTION!

Vier Schweizer Sapeurs stĂŒrmen am 29. Februar 2020 den Rietberg, Schatzkammer der nach Europa entfĂŒhrten Hoch-KulturgĂŒter. SĂŒffisant und muskulös erobern sie den gepflegten Kunstsaal fĂŒr sich, außerdem ein SchlagersĂ€nger. Man kann sagen: Wenigstens sie haben es in den gesellschaftlichen Olymp geschafft. FĂŒnftausend Meilen weiter sĂŒdlich treten ihre BrĂŒder (und Schwestern) vor ihre Baracken und HĂ€user in Kinshasa oder Lumumbashi, hinaus auf die staubige Gasse ihres Viertels, um zu flanieren, als Musiker aufzutreten oder an einem Schönheitswettbewerb teilzunehmen, oder auch nur, um an ‚des Kaisers neue Kleider‘ zu kommen. >>

„Wenn es mir doch gruselte….!“ Flusser zum Hundertsten

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Wenn VilĂ©m Flusser schrieb: Wir bauen uns nach Belieben eine Geschichte, wir sind mit unseren Fingerspitzen spielerisch kreativ. DafĂŒr steht uns alles digitalisiert zur VerfĂŒgung, was frĂŒhere Zivilisationen geschaffen haben, wir brauchen keine Lehrer mehr ….. kam mir das Gruseln.
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