…. Das Foto nimmt Leben. Â Â Â Â
Die Zeichnung erweckt zum Leben, und sie verwandelt, Striche und Schraffuren in Konturen und FlĂ€chen und aus deren Verbindung kann der lebendige Eindruck Ausdruck entstehen, und zwar fĂŒr einen kurzen oder lĂ€ngeren Moment. Mit der Gewöhnung des Blicks entweicht oder verblasst er, aber bis zu einem gewissen Grade ist der Prozess reversibel.
Und das Foto? Nimmt es das Leben? Das GerĂŒcht stammt von den Franzosen, aber ist es auch wahr? Keineswegs, was die Seite des Betrachters angeht.
Zeichnung ist von Grund auf Erfindung, es braucht kein Punctum (Barthes) dazu. Im Gegenteil, nach der Natur zu zeichnen, erschwert die Erfindung.
Der DĂŒnkel der Zeichner beruht auf Ăberbetonung und Ausblendung von Aspekten. Sie wollen Schöpfer sein, selbst im Zeichensaal, und das Modell, das sie schlieĂlich bezahlen, schweigt.
Kann man es so sagen: Der Fotograf nimmt weg und gelangt so zur Gestalt, und der Zeichner fĂŒgt zu?
Jeder muss wissen, wann er aufhört. Beim Zeichner ist das oft ein Beratschlagen mit zweifelhaften Beratern, der reine Fotograf entscheidet aus dem Bauch – Der kann oft der besserer Ratgeber sein – Und verschiebt die Diskussion auf spĂ€ter, wo sie keinen Schaden mehr anrichtet.