Archiv der Kategorie: AKS – Der Altkönig ruft seine Kinder

Vor zwei Jahren wollte ich ‚kritische‘ Schulgeschichte in die Öffentlichkeit bringen. Da war ich erst acht Jahre außer Dienst. Die bisher veröffentlichten Dokumente reichen – aus technischen Gründen und Bequemlichkeit – kaum über 1996 zurück. In der letzten Zeit nehme ich – vielleicht wegen des Verlusts lieb gewonnener Kollegen – auch das ’nostalgische‘ Interesse unserer ehemaligen Schüler ernst, die sich sogar über dreißig Jahre hinweg für ‚ihre‘ Schule und ihre Lehrer interessieren. Ihnen möchte ich aus meinem Archiv etwas bieten.
An vier Themen denke ich zunächst (Arbeitstitel):

‚Wir waren die Schönsten‘ – ein paar Lehrerporträts 1976 bis 1996
‚Gv – eine Karriere im Spiegel der Karikatur (Schüler-)‘
‚Unter der Bank, hinter dem Rücken…‘
‚Es gibt ein Leben nach der Schule‘ – Ehemalige schreiben an ihren Lehrer‘

Und ‚Links‘ auf allerlei Jahrgangsseiten! Schickt ruhig welche! 23.8.2016

„Wertes Festkomitee…“ (Jg. 1982) – Toter Briefkasten

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  1. Frankfurt am Main, Juni 2022-06-23

Wertes Festkomitee,

Ich bin erstaunt über euern nostalgischen turn, aber könnte mir vorstellen, am 9. Juli zu kommen.

Freie Kost und Blümchensekt auf dem abgelegenen Sportplatz ‚Schülerwiesen 1’ sind zwar keine nennenswerten Attraktionen. Da haben Kronberger Jahrgänge schon einiges mehr geboten, aber Ihr wart ja ein besonderer Jahrgang: widerborstig im Startbahn-Protest wie im AKS-bashing des ‚Flitztip’. (Habt ihr euch den Laden in der jüngsten Zeit noch einmal angeschaut?) Auch Paul Pfeffer hat gute Erinnerungen an euch, geht aber seit Jahren nicht mehr zu so was hin.

Ich habe keine Lust, euch als Staffage für kollektive Selfies zu dienen, zusammen mit drei anderen alten Hanseln wie beim vorjährigen 40jährigen Jubiläum der 1981er an demselben Ort geschehen. Und das in diesen herausfordernden Zeiten! Es gibt unter intelligenten Menschen nach so vieler Lebenserfahrung genug zu reden.

Ich hielt 1981/82 einen Leistungskurs und einen weiteren Kurs in Politik, bin mit einigen Leuten und der verstorbenen Joyce-Verehrerin Frau Velten auf Kursfahrt ins damals heruntergekommene Dublin geflogen. Die Klippen von Connemara, Investitionsanreize seitens des ‚Entwicklungslandes’ und der Hintergrund der IRA waren Themen. Das Fotoalbum habe ich noch.

Ich kopiere zwei Namenslisten: „Impressum“ und „Kursfahrt“. Wenn sich bis anfang Juli nicht mindestens ein halbes Dutzend/ein paar dieser Leute bei euch angemeldet haben, wird mein Kommen unwahrscheinlich.

Und wer kümmert sich um mich, mit Email und Telefonnummer? So anonym wie eure ‚Einladung’ kam bisher noch keine daher. Wie ist es euch überhaupt gelungen, das Schulsekretariat einzuspannen? Auch das eine Premiere.

Man kann sich darüber hinaus gern individuell mit mir verabreden. Gebt die Email bitte weiter.

Mit freundlichen Grüssen.      Detlev von Graeve

 

 

 

P.S.

Vielleicht interessiert mein Blog – zum Beispiel mit dem Kapitel „Lehrer unterm Altkönig“, einer alternativen Schulgeschichte leider erst in den auf 1982 folgenden fünfundzwanzig Jahren meiner ‚Dienstzeit’: www.detlev.von.graeve.org

 

 

Graeve’s gezeichnete Namensliste „Ethik 9 R/H 2004-5“

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Nach zehn Jahren „Ethik“ in der coolen Sekundarstufe II war das für den alternden Lehrer eine Herausforderung. Religions-Pflichtersatzunterricht! Ich finde aber, die Skizzen transportieren auch etwas von seiner Sympathie für den schon von seiner Zusammensetzung schwierigen Verein. >>

Eure Lehrer – Fotos der Achtziger Jahre (Probelauf)

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Wie Ihr sie kennt? Nicht kennt? Sie auch kennt? Ich dachte mir, was kann ich Besseres anfangen mit gelungenen Schnappschüssen als sie unseren Fans (oder?) vorzuwerfen? Zum Suchen, Raten, Erkennen und Freuen/Ärgern. Die Abgebildeten sollten es gelassen aufnehmen. Schließlich hingen die Fotos alle schon einmal – damals – in der Pausenhalle. >>

Michael Stadtler und Rolf Köhler, die Tröster

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Wie hätten wir Lehrer die AKS über Jahrzehnte ertragen, ohne die Hilfe der beiden? Stadtlers Postwurfsendung von 1985 fiel mir dieser Tage wieder in die Hände – ihr Anlass ist längst gleichgütig. Findet sich doch jederzeit leicht ein neuer Anlass. >>