Kunst – Warnung vor einer Baustelle!

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Betrifft: Kunstbegriff im 20. Jahrhundert

Ich möchte nicht in die Weihnachtspause gehen, ohne einen Bauzaun aufzustellen, der alles bisher von mir ĂŒber Kunst Gesagte unter Vorbehalt stellt.

Die zufĂ€llige Begegnung mit einer Streitschrift von 1970 – JĂŒrgen Claus : Expansion der Kunst, Reihe rowohlts deutsche Enzyklopedie 334/335 – macht mir schlagartig klar, dass ich mich nicht lĂ€nger an einzelnen Partnern Flussers in den bildenden KĂŒnsten in zufĂ€lliger Reihenfolge abarbeiten darf, sondern einen Überblick in der Frage gewinnen muss:

Was ist ‚Kunst’ im 20. Jahrhundert und worauf bezieht sich Flusser?

Die Frage  muss sich allgemein beantworten lassen. Jeweils auf etwa die in den Flusser Studies angebotenen KĂŒnstlerpersönlichkeiten und deren ‚Werke’ zu reagieren, hat etwas von einem Kampf gegen WindmĂŒhlenflĂŒgel: Deren Provokation und meine ‚kritische’ Reaktion wiederholen sich mit schöner RegelmĂ€ĂŸigkeit, ob sie nun MĂŒller-Pohle oder Fontcuberta oder anders heißen.

Rainer Guldin hat mir gegenĂŒber einmal den Verdacht geĂ€ußert, ich idealisiere, damals war es VilĂ©m Flusser. Etwas könnte dran sein, zum Beispiel im Fall ‚der Kunst’. Gerade habe ich die Äußerungen Witold Gombrowiczs zur Nachkriegskunst nach Jahren wieder ‚abgesegnet’. Er sprach von ‚der Kunst’, die ‚ihre’ Widerstandskraft verloren habe. Von welcher Kunst?

Da zeigen sich schmerzlich die BeschrĂ€nkungen des Kunstliebhabers, die natĂŒrlich nicht von ungefĂ€hr kommen: Kunsthistoriker steuern Ausstellungsprojekte zwar im Hintergrund, aber man tut alles, um den Blick der Besucher auf die jeweiligen Biografien und Resultate zu fokussieren. Dasselbe geschieht in KunstbĂŒchern. Die Kunst-BeitrĂ€ge in den Flusser Studies haben in der Regel schon genug damit zu tun, die kĂŒrzeste Linie zwischen dem KĂŒnstler und unserem Theoretiker zu ziehen. Auch sie verengen den Blick. Das ist hier kein Vorwurf.

Ich versuche nun in drei abenteuerlichen Schritten den Abgrund der Frage: Was ist Kunst im 20.Jahrhundert und was fĂŒr Flusser auf BehelfsbrĂŒcken ĂŒberqueren, der erste ist eine Programmschrift, die beiden folgenden theoretisch und methodische orientierte kunsthistorische AufsĂ€tze, der Einfachheit halber im Netz gesucht.

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Am Anfang steht die Provokation von „Expansion der Kunst – Action, Environment, Kybernetik, Technik, Urbanistik“. Der Buchtitel ist in Wagnermeiers Auswahlliste von Flussers Reisebibliothek nicht verzeichnet, aber könnte nach Erscheinungsdatum und -ort (1970 in Grassi’s Reihe rde) und seiner Tendenz sogar eine frĂŒhe deutsche Inspirationsquelle Flussers – warum nicht fĂŒr die Biennale 1971 in Sao Paulo? – gewesen sein.

Das Buch gibt sich revolutionĂ€r, als tĂ€tigen Beitrag zur – bisher beeintrĂ€chtigten – Expansion, und ist entsprechend aufgemacht. Es beginnt mit drei Thesen.

„1. These: Öffentlichkeit der Kunst“, beginnend mit der „Misere unserer Kunstakademien“ und dem „UngenĂŒgen an den vorhandenen Kommunikationsformen der Kunst“. Der Autor hat „in erster Linie alle im Auge, die an unseren Kunstschulen, Akademien oder anderen AusbildungsstĂ€tten die ĂŒberkommenen KanĂ€le der Wissensvermittlung aufsprengen wollen. Die nach neuen Inhalten und damit auch nach neuen Formen der Vermittlung verlangen.“ „Kunst ist heute universal (…). Um ihre UniversalitĂ€t durchzusetzen und zu behaupten, braucht sie eine informierte Öffentlichkeit. Öffentlichkeit wird aber nicht erreicht durch elitĂ€re Vortragszyklen, nicht nur und nicht primĂ€r durch die >Öffentlichkeit der Museen<, nicht durch Kommunikationsmedien in beschrĂ€nkter Auflage. Öffentlichkeit ist die Zielprojektion von zwei Seiten her: von der Seite des Herstellers und von der Seite des Betrachters/Akteurs her. Dazwischen schieben sich Medien und Instanzen,die diese Öffentlichkeit entweder fördern oder sie hintanhalten“(10/11) Claus nennt als Beispiel „die Eigentumsideologie“, konkret „eine Batterie von Strafbefehlen“, die auf den niedergehe, „der eine expandierende Kunst im urbanen Raum angeht“ (11)

„2.These: Die Interdependenz des Individuellen und des Öffentlichen“    …..

„Die Zukunft des Menschen wird eine stĂ€dtische, eine urbane Zukunft sein. (12) In der Tat . beeinflusst die Umwelt, die sich der Mensch gibt, nicht ganz entscheidend den Menschen selbst?(13) Die Explosion der Weltbevölkerung ist nur zusammen mit der Habitat-Industrie zu lösen (13) Die neue Interdependenz schließt also eine ÜberprĂŒfung der Systeme urbanen Wohnens, urbanen Verkehrs, urbanen Austauschs, urbaner Kommunikation ein. (14) Der ausgesprochene Individualist (…)ist keineswegs der mögliche oder tatsĂ€chliche Feind jeder kollektiven Revolution, wie man bisher annahm, sondern der nicht wegzudenkende Kern der Revolution. (14) RevolutionĂ€re werden sich immer darin von Schafen unterscheiden, dass sie vor allen anderen Entscheidungen fĂ€llen und Risiken eingehen. Das Wort ‚Avantgarde’ hat keinen anderen Sinn als diesen. (14-15 zit. Alain Jouffroy)

3. These: Korrespondenzsystem Kunst“ ….

Es gibt keine Zukunft fĂŒr eine Automatisierung und Maschinisierung der Kunst. Denn es geht nicht darum, daß Kunstherstellung, daß die Erfahrung der KreativitĂ€t dem Menschen abgenommen wird. (125) Wir reden nicht von Gesamtkunstwerk. (15). Als Korrespondenzsystem mit dem Wissen unserer Zeit und dem Menschen unserer Zeit arbeitet die Kunst ‚Alternativmodelle’ heraus. (16) Das bedeutet, aus dem vorhandenen Regelkreis der Kunstkommunikation auszubrechen und die Kunst dagegen als <organisierendes Prinzip der zwischenmenschlichen Beziehungen zu begrĂŒnden>.(16)Es ist der intellektuelle Mut der die UniversalitĂ€t der Kunst begreift. (17) Er bekĂ€mpft das Resignative, den Emotionalismus, den Subjektivismus – hĂ€ĂŸliche und umstĂ€ndliche Worte fĂŒr eine hĂ€ĂŸliche und umstĂ€ndliche Sache – mit denen heute wiederum zur Flucht geblasen wird. In Resignation einer Welt gegenĂŒber, die er nicht mehr <im Griff> hat, bohrt sich ein Teil der KĂŒnstler wieder ins Genre ein. (17)GegenĂŒber dem sublimen Faschismus der – wissenschaftlich-militĂ€risch- industriellen – Machtkartelle bezieht er Position in den Vor- und SchreibergĂ€rten, getreu Voltaires SprĂŒchlein <mais il faut cultiver notre jardin>. (18)

Der Ton des MĂŒnchner Medien-KĂŒnstlers Claus hĂ€tte Flusser sicher gefallen, ebenso wie die im Buch vorgestellten Mitstreiter: AgitationskĂŒnstler, KĂŒnstler in Laser und Holographie, Georaum, in spontaner Architektur, Kunst via Computer oder Expansion des Films oder in der Habitat-Industrie. Möglichen Kontakten wĂ€re ggf. nachzugehen.

Im Schlusskapitel „4. Kybernetik der Interpretation“ (136-146) mit den Unterabschnitten „Kunst als Lernsituation“, „Wie Informationen verarbeitet werden“, „Kunst ist Teil der Biokybernetik“ und â€žĂŒber LernrĂ€ume“ wird das Programm weiter entwickelt in Richtung Kybernetik, Biokybernetik, Physiologie und –psychologie (142) digitale Informationsverarbeitung, Medienwissenschaften, optimistisch, sowohl was deren KapazitĂ€ten als auch deren Eigeninteressen wie Perspektiven angeht. Man will den Tiger reiten. Die neue Kunst-Wissenschaft wird in die Biokybernetik eingegliedert.

Man braucht diesen RĂŒckhalt auch gegen den Hass der Traditionalisten, sogar der Kunsterzieher. Als Partner der progressiven, entwicklungsfreudigen Kreise (144) kommt jeder in Frage, der Tatsachen schaffen kann. BeifĂ€llig wird festgestellt: Computerfirmen erwerben in den USA Schulbuchverlage! (143) Die ‚Erziehungsindustrie’ von der Buckminster Fuller spricht, ist auf dem Weg, die erste unter den großen Weltindustrien zu werden. (143)

Claus betrachtet die Expansion der Kunst als ‚links’, wenn er (138) einer öffentlichen Kunst die Aufgabe stellt, fĂŒr ihr Teil jeder Klassenbildung entgegenzuwirken. Der Geltungsbereich der Kunstfreiheit soll expandieren. Aus einem defensiven wird ein aggressiver Begriff. Eine Diktatur der KĂŒnstler/Architekten/Urbanisten (12) , der Instruktionspsychologen im BĂŒndnis mit oder im Dienste der fortgeschrittensten Sektoren des Großkapitals zeichnet sich ab.

Flusser kann zufrieden sein mit dieser Kunstrichtung, die Grenzen zwischen wissenschaftlichen und kĂŒnstlerischen Labors fallen – aus Sicht der KĂŒnstler jedenfalls –  aber mich macht sie als aggressive Doktrin einfach wĂŒtend. Das ist der SperrmĂŒll in den Museen der Gegenwartskunst oder bemitleidenswerte Schaustellerei bei Events auf Straßen und PlĂ€tzen! Nach der ersten Aufwallung falle ich in ein Loch. Ich weiß nichts. Was mĂŒsste ich jetzt wissen? Wie groß war eigentlich der Einfluss der USA auf die verschiedenen Sektoren der Intelligenz seit den Kriegen? Und hatte nicht im ‚braunen’ Europa der berĂŒchtigte ‚Akademismus’ der Jahrhundertwende wieder zwölf Jahre Oberwasser gehabt?

Gibt es eine brauchbare Kunstgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts als Sozial-, MentalitĂ€ts- und Wirtschaftgeschichte, in der sich die unĂŒbersichtliche und konfliktbeladene Lage von Kunst und KĂŒnstlern im 20. Jahrhundert ein StĂŒck weit entwirrt?

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Claus hatte noch propagiert: Kunstwerk und Lehrmaschine werden im Sinne Mac Luhans  zu Synonymen.  Hier wird nicht ein Objekt zur Meditation geschaffen, nicht ein <schönes> Objekt. (a.a.O. 137) Sehr bald findet sich im Netz ein abstrakter Standpunkt jenseits der Agitation, der Aspekt der „Rahmung“ im weitesten Sinne von ‚Kunst’. Andreas Mertin im Magazin fĂŒr Theologie und Ästhetik 32/2004 (www.theomag.de/32/am133.htm) erinnert an eine Tatsache: Wann immer man einem Werk der Bildenden Kunst begegnet, findet diese Begegnung in einem bestimmten, weitgehend definierbaren und rekonstruierbaren Rahmen statt. Wer etwa die aktuelle Ausstellung von SARKIS – DIE 148 IKONAS im Museum Kunst Palast in DĂŒsseldorf aufsucht, weiß durch die Rahmung eines Kunstmuseums von vorneherein, dass er keinen Ikonen im klassischen religiösen Sinne begegnen kann. Ein Kunstmuseum soll ja gerade die religiöse Rezeption von kĂŒnstlerischen Werken verhindern und deren Ă€sthetische Erschließung forcieren. Und mit Erich Franz („Das offene Bild“, MĂŒnster 1992) nennt er zwei revolutionĂ€re BrĂŒche, die beide auch als Voraussetzung fĂŒr Flussers Kunstauffassung zentral geworden sind. In der ersten JahrhunderthĂ€lfte Abbruch der Beziehung der Kunst auf außerĂ€sthetische GegenstĂ€nde: „Man sah also im Bild nicht mehr Menschen, Landschaften, Dinge, gebildet mit Farben, FlĂ€chen und Linien, sondern man sah: Farben, FlĂ€chen und Linien, anhand von Menschen, Landschaften und Dingen in der FlĂ€che organisiert.“ (E.F.)

Den zweiten revolutionĂ€ren Umbruch stellt die Zerstörung, die Öffnung des Rahmens dar.

„Wie zuvor die bildnerischen Mittel gegenĂŒber dem Gegenstand selbstĂ€ndig wurden, zeigen sich nun die kĂŒnstlerischen unabhĂ€ngig gegenĂŒber dem Werk.“ (E.F.) Und er folgert: Kunst des spĂ€ten 20. Jahrhunderts ist in einem mehrfachen Sinne rahmenlos, sie ist den Rahmen los. ‚Anything Goes’, (Feyerabend) zum ersten Mal in der Geschichte. Die Aufmerksamkeit verlagert sich auf das, was Claus im Begriff der Vermittlung fasst.

Mertin fragt in seinem theologischen Medium: Kann es ĂŒberhaupt eine religiöse Rahmung nach dem Durchgang durch die Avantgarden des 20 Jahrhunderts geben? Sind wir nicht von diesen Traditionen unendlich weit entfernt? Seine Antwort ist allgemein: dass es zu jedem Kunstwerk verschiedene Rahmungen gibt, politische, religiöse, kunsthistorische,, Ă€sthetische und natĂŒrlich noch viele andere. Und vermutlich hat jede dieser Rahmungen ihre eigene PlausibilitĂ€t und Logik. Er nennt als Beispiel die Einrichtung in ZĂŒrich eines ersten frei zugĂ€nglichen Museums mit den Altar- und Kultbildern, die man im Rahmen des reformierten Bildersturms aus den Kirchen entfernt hatte, 166 Jahre vor der Öffnung des Louvre. 

In Gegenrichtung hĂ€tten sich aber gerade die bedeutenden KĂŒnstler des 20. Jahrhunderts wie Malewitsch mit seinem schwarzen Quadrat oder Marcel Duchamps mit seinen Readymades am PhĂ€nomen der Ikone und der Ikonostase abgearbeitet. In der Kunst des 20. Jahrhunderts seien sie aber vor allem eines: subjektiv, idiosynchratisch, privat oder geradezu intim.

 

Was ist nun anders?

Das kann ich mit dem Psychotherapeuten Watzlawik am Beispiel einer erfolgreich behandelten Klientin erklÀren: Die Schwiegermutter hat sich nicht geÀndert, aber ich sehe sie jetzt anders.

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Der auch im Ganzen lesenswerte Vortrag von Peter H.Feist bei einer ‚multidisziplinĂ€ren Zusammenkunft’ der Leibniz-SocietĂ€t am 16.10.1997: ‚Plastik im 20. Jahrhundert – Probleme der Darstellung ihrer Geschichte’ rĂŒckt zunĂ€chst theoretische und methodische Gesichtspunkte in den Vordergrund: ‚Grundlegend sind die umfassenden VorgĂ€nge der ökonomischen, sozialen , kulturellen Geschichte. Sie erzeugen die KrĂ€ftekonstellationen, die Konfliktsituationen und nicht zuletzt das sehr wirksame geistige Klima, in denen selbstverstĂ€ndlich auch die Kunstproduzenten leben und handeln.’ (59/60) Erfolg und Ausbreitung einer kĂŒnstlerischen kĂŒnstlerischen Neuerung oder Richtung hĂ€ngen stark von Politik und Macht ab. Benachteiligte Kunstkonzepte, die sich nur ungenĂŒgend erproben können, werden aber leicht schwĂ€cher, und die erfolgreichen beherrschen auch die die Wertungskriterien, gegen die schwer anzukommen ist.’ (61) Weitere Feststellungen, die in der Kunstwissenschaft noch zu wenig berĂŒcksichtigt seien: ‚In jedem Kunstprodukt sind Merkmale gebĂŒndelt, die verschieden alt sind.’ (ebd., George Kubler) und vor allem: die Feststellung, wann und warum sich eine Neuerung, die anfangs immer nur die Sache eines Einzelnen oder ganz weniger war, in der Konkurrenz mit anderen Gestaltungsweisen in einiger Breite durchgesetzt hat und damit erst zu etwas kulturell ‚Zeittypischen’ wird. Das noch immer vorherrschende ‚avantgardistische’ Kunstgeschichtsbild ist verzeichnet. Es nimmt das erste Auftreten von ‚modernen’ Erfindungen bereits fĂŒr deren Sieg und ignoriert die ungemeine Bedeutung all dessen, was als ‚Überholtes’ oder fĂŒr ĂŒberholt ErklĂ€rtes daneben weiter besteht und ideell wie kunstpraktisch noch in die Breite wirkt. (61/62)   Feist_Plastik_Vortrag_1997

 

Am anderen Ufer.

Ob Sie es glauben oder nicht, diese generellen Feststellungen vertreiben mir den Pulverdampf ĂŒber dem ideologischen Schlachtfeld, sie ordnen den Blick, indem sie entspannte Distanz gegenĂŒber dem Geschrei von Propagandisten im Namen der Kunst, Lobbyisten und Utopisten erlauben. Sie provozieren neue Fragen. 

Flusser hat fĂŒr bestimmte Fraktionen der Kunst Partei genommen. Wer sagt denn, dass er der Kunst hĂ€tte gerecht werden mĂŒssen? Als Kunsttheoretiker? Er hat die Bezeichnung fĂŒr sich abgelehnt. Doch mit der Parteinahme zeigt er auch auf seine eigenen Illusionen und fixen Ideen. Sollte er in der Zukunft damit wirklich erfolgreich sein,  wĂŒrde ich auf Feists Anregung hin fragen: warum sich seine kommunikologischen Ideen, eine Neuerung, die anfangs immer nur die Sache eines Einzelnen oder ganz weniger war, in der Konkurrenz mit anderen Gestaltungsweisen in einiger Breite durchgesetzt haben. FĂŒr die achtziger Jahre ist das schon jetzt nicht schwer.

Der von Marcel Marburger und anderen immer wieder ins Feld gefĂŒhrte ‚kĂŒnstlerische’ Charakter seiner Schriften schĂŒtzt ihn – entgegen der von den Autoren beabsichtigten Entlastung – nicht vor wissenschaftlicher Untersuchung seiner in theoretischem Stil vorgetragenen Doktrinen. Wird der Verweis auf  seine RĂŒckzugspositionen der Ironie und des Entwurfs- und Impulscharakters ihm auf Dauer Schutz bieten? Anreger zu sein ist eine zeitgebundene Rolle.

16.12.2013

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