{"id":924,"date":"2012-12-27T17:17:33","date_gmt":"2012-12-27T16:17:33","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=924"},"modified":"2017-01-07T15:04:55","modified_gmt":"2017-01-07T14:04:55","slug":"popper-versus-wittgenstein-lektuere-tagebuch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=924","title":{"rendered":"Popper versus Wittgenstein   Lekt\u00fcre-Tagebuch"},"content":{"rendered":"<p><b><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/IMG_3601Eidinow1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-962\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/IMG_3601Eidinow1-300x210.jpg\" alt=\"IMG_3601Eidinow1\" width=\"618\" height=\"434\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/IMG_3601Eidinow1-300x210.jpg 300w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/IMG_3601Eidinow1-624x438.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/IMG_3601Eidinow1.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Literatur:<\/b><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">David J.Edmonds\/John W.Eidinow<\/span>: \u201eWie Ludwig Wittgenstein Karl Popper mit dem Feuerhaken drohte \u2013 Eine Ermittlung\u201c, DVA Stuttgart \u2013 M\u00fcnchen 2001<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Matthias Kross<\/span>: \u201eZwischen Logik und Existenzialismus. Flussers Wittgenstein\u201c in \u201eDas Dritte Ufer\u201c (2009) \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<!--more--><br \/>\n<b><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Vorspiel:\u00a0 Das Geheimnis der britischen Liberalit\u00e4t (23.12.12)<\/b><\/p>\n<p><b><br \/>\n<img decoding=\"async\" title=\"Weiterlesen \u2026\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/wordpress\/img\/trans.gif\" alt=\"\" \/><\/b>Das Geheimnis dieser bekannten Gr\u00f6\u00dfe im Reich der nationalen Stereotypen verdankt sich wohl komplement\u00e4rem Klassenbewusstsein, einem penetrant aristokratischen und einem ebenso penetrant proletarischen. Das aristokratische hat sich in der Geschichte als \u00e4u\u00dferst anpassungsf\u00e4hig, aber dominant und einflussreich erwiesen. In der Konstellation Wittgenstein \u2013 Popper gab ersterer den spleenigen Aristokraten, letzterer als Charakter den nicht zu bremsenden Aufsteiger ab. Bryan Magee nannte ihn \u201eSchwei\u00dfbrenner\u201c(165).<\/p>\n<p>Beurteilt nach ihrem Auftreten und ihrer herrischen Ausstrahlung, k\u00f6nnen K\u00f6pfe wie Popper auch in den regul\u00e4ren Adel aufgenommen werden. Die Z\u00f6glinge der Eliten werden bis heute mit feudalem Sadismus geimpft. Auch der englische Spleen hat etwas von dieser speziellen Brutalit\u00e4t wie die Fuchsjagd.<\/p>\n<p>Das rhetorische Duell Wittgensteins mit Popper \u2013 zweier \u00d6sterreicher \u2013 beide mit un\u00fcberh\u00f6rbarem Akzent \u2013 wirft Licht auf eine Geistesaristokratie nach dem Modell des englischen Landadels. So erz\u00e4hlte mir T. erst vor wenigen Jahren von seinen Erfahrungen an der London School\u00a0 of Economics als st\u00f6rrisch anachronistischer akademischer Republik, welche die Unabh\u00e4ngigkeit ihrer Vollb\u00fcrger verteidigte.<\/p>\n<p>Die Debattenkultur, die von England ausgeht, ist eine des Duells, des hoch konventionellen Spiels um Alles, wie Huizinga es beschrieben hat. Nichts ist daran demokratisch bis auf den Machtwechsel \u00fcberhaupt, bis auf das Risiko eines Machtverlusts durch Verlust des Ansehens, Herkunft hin oder her.<\/p>\n<p>Wenn die Ideologie des Nationalsozialismus in England keinen Erfolg hatte, obwohl sie Anh\u00e4nger in den Eliten fand, so wegen seines dr\u00f6gen, die Konkurrenz scheuenden und einer gleichmacherischen B\u00fcrokratie zuarbeitenden Charakters.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Edmonds und Eidinow haben ein dramatisches und tief sch\u00fcrfendes Buch geschrieben. <\/b><\/p>\n<p>Den ersten Eindruck pr\u00e4gt das hochenergetische Zusammenkrachen zweier voll ausgebildeter Platzhirsche im Zeichen einer akademischen Gastfreundschaft, die sich zumindest unter Wittgenstein als hohle Fassade erweist, und zwar durchg\u00e4ngig. (Kapitel \u201eJ\u00fcnger\u201c, S.37ff.) Dann wird mir die ungeheure Wucht seiner Lebensentscheidungen und seines einsiedlerischen in ihm verschlossenen Denkens und Redens bewusst. Zeuge Hijab: \u201eEr war wie eine Atombombe, wie ein Tornado. Die Leute begreifen das einfach nicht.\u201c(21) Seine Bombenkrater deformierten den Campus von Cambridge, dessen Markenzeichen eigentlich die gelassene gegenseitige Toleranz war. Seine \u201eJ\u00fcnger\u201c kleiden sich sogar uniform.<\/p>\n<p>Jetzt muss ich diese Eindr\u00fccke an \u201ePhilosophische Untersuchungen\u201c, erschienen 1953, \u00fcberpr\u00fcfen. Ich stelle erstaunt fest, dass ich das Buch 1966 in Wien las. Damals hatte ich offenbar etwas Sekund\u00e4rliteratur zur Seite. Den Inhalt hat mein Ged\u00e4chtnis v\u00f6llig getilgt. Jetzt bin ich damit in einer halben Stunde fertig. &#8211; An anderer Stelle noch einmal einsetzen?<\/p>\n<p>Ich habe das Gef\u00fchl, mich in einem niedrigen Tunnel bewegt zu haben, in dem man sich in hockender Stellung fortbewegen soll. Es gibt nichts als die S\u00e4tze des Meisters. Schon die Enge macht Angst, er muss gar nicht schlagen.<\/p>\n<p>Er stellt wiederholt sehr abstrakte, unentrinnbare Fragen, die nur er befriedigend beantworten kann, weil er dar\u00fcber Stunden, Tage gebr\u00fctet hat, oder auch er es auch nicht geschafft hat. Den Text etwa ins Englische zu \u00fcbersetzen w\u00e4re dagegen ein Kinderspiel. An seinen hypothetischen Fragen im Text sp\u00fcre ich das (aktuell S.16)<\/p>\n<p>\u201eZeig auf ein St\u00fcck Papier! \u2013 und nun zeig auf seine Form, \u2013 und nun auf seine Farbe, &#8211; nun auf seine Anzahl (das klingt seltsam)! \u2013 Nun, wie hast du es gemacht? \u2013 Du wirst sagen, du habest jedes Mal beim Zeigen etwas anderes \u201a<i>gemeint\u2019<\/i>. \u2013 Und wenn ich frage, wie das vor sich geht, wirst du sagen &#8230;.\u201c<\/p>\n<p>Selbst die hilflosen Versuche des Gegen\u00fcber werden hier <span style=\"text-decoration: underline;\">vor<\/span>geschrieben. Welch einen Mut muss es gekostet haben, auch nur den Vorschlag \u201a<i>gemeint\u2019 <\/i>zu machen! Die Methode hartn\u00e4ckigen Nachfragens wirkt auf Argumentationsketten zersetzend, wof\u00fcr im Buch auch Beispiele genannt werden. Popper lie\u00df sich Wittgensteins\u00a0 Attacken aber nicht gefallen. Das Publikum reagierte entgeistert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Dringend: Die Wittgenstein-Rezeption Vilem Flusser \u00fcberpr\u00fcfen \u00a0\u00a0<\/b><i style=\"font-style: italic;\">25.12..<\/i><\/p>\n<p>Ich befrage den Aufsatz von Matthias Kross: \u201eZwischen Logik und Existenzialismus. Flussers Wittgenstein\u201c. Erste \u00fcberraschende Antwort: \u201eKein Hinweis auf die \u201ePhilosophischen Untersuchungen\u201c &#8211; 1953 erschienen. (89) Und weiter: Er \u201eignorierte geflissentlich alle werkimmanenten Bez\u00fcge und Verwicklungen\u201c. (81) Kross vermutet, \u201edass er glaubte, das Neuartige der Sp\u00e4tphilosophie im Vergleich zum Tractatus vernachl\u00e4ssigen zu d\u00fcrfen.\u201c Deshalb beschr\u00e4nke sich auch seine \u00fcberschwengliche Rezension der \u201ePhilosophischen Bemerkungen\u201ceinzig auf\u00a0 das Vorwort des \u201eauf existenzielle Authentizit\u00e4t gerichteten Denkers\u201c, der bereits im Tractatus gefordert hatte, \u201edie S\u00e4tze des Buches zu \u00fcberwinden und fortzuwerfen, um die Welt richtig zu sehen, indem er sich Schweigen verordnet hatte.\u201c (84)\u00a0 Und Flusser nutze sie eigenn\u00fctzig (90). F\u00fcr ihn m\u00fcssen eben S\u00e4tze der Logik die Leere, das Nichts bedeuten, statt wie f\u00fcr W. allein die M\u00f6glichkeit des Bedeutens \u00fcberhaupt. (91f.) Frage des Laien: Macht das nicht generell mathematische S\u00e4tze aus und solche, die sich nach ihrer Logik entwickeln, ebenso? &#8211; Wieviel Ahnung hatte eigentlich Flusser von Mathematik?<\/p>\n<p>Er konnte sich aber mit W. identifizieren, ein Vorbild im Erneuerer oder vielleicht gr\u00f6\u00dfenwahnsinnigen \u201eZerst\u00f6rer der traditionellen Philosophie\u201c (83) sehen: Auch sein eigenes Werk \u201ebegann aus dem Monolog der philosophierenden Solit\u00fcde zu erwachsen\u201c. (85) Als Sch\u00fcler<i> <\/i>dieser <i>figura gigantesca <\/i>(81) in Cambridge w\u00e4re er ohnehin in hohem Bogen hinausgeflogen.<\/p>\n<p>Jetzt richtet sich mein Blick aber auf die Optik <span style=\"text-decoration: underline;\">vermittelnder<\/span> Sekund\u00e4rliteratur. Wenn ich doch nur \u00fcberwinden k\u00f6nnte, die Forderung, zu den Quellen zu gehen, nicht nur auf Sachverhalte, sondern auch auf deren weitschweifigste Interpreten anzuwenden! F\u00fcr Wittgenstein gilt wohl noch mehr als f\u00fcr Flusser der Erfahrungssatz:\u00a0 Je h\u00f6her die Interpreten problematische Originaltexte \u00fcberfliegen, desto sch\u00f6ner erstrahlen diese. Denn das Original l\u00fcgt nicht wie seine Verd\u00fcnnungen und Verschnitte. Und es zeigt den Gestus des Schreibens und Redens und Auftretens. Jetzt bin ich aber auf den st\u00fcrmischen Karl Popper gespannt, wo der in den mir zug\u00e4nglichen Bereichen seines Denkens einen so banalen Common Sense zu repr\u00e4sentieren scheint.<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Die Revolution\u00e4re im Wiener Kreis\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/b>27.12.<\/p>\n<p>Bin im Wesentlichen durch. Ich sehe den Paradigmenwechsel deutlich vor mir. Bertrand Russell und seine \u201elogischen Atomisten\u201c setzen sich nicht mit \u201eErkenntnistheorien\u201c auseinander, sie beginnen einfach anderswo neu: beim \u201erigorosen Gebrauch logischer Techniken\u201c aus der gerade erfolgreichen Mathematik \u2013 sie sind auch dort noch nicht wirklich erprobt? &#8211; auf die zeitlosen Probleme der Metaphysik (202), zwirbeln ein paar Traditionsf\u00e4den \u00fcber zweihundert Jahre hinweg zu den englischen Empiristen. Das Kapitel \u201eTod in Wien\u201c (S.135ff.) zeigt, wie der Wiener Kreis \u201eheilige K\u00fchle schlachtete\u201c. &#8211; Die Parallele der Klassischen Moderne in der bildenden Kunst gegen\u00fcber dem Akademismus kommt mir in den Sinn. Die klassische Gymnasialbildung scheint auszureichen, um in der verachteten Tradition (Plato, Hegel) Feindbilder auszumachen und anzugreifen, ganz so, wie Feyerabend im Interview des wdr 1993 die <i>Bengel, <\/i>schilderte, die neue Disziplinen gr\u00fcndeten. <i>\u00a0<\/i>L\u00e4cherlich klein und desorganisiert, aber \u00e4u\u00dferst selbstbewusst probierte man Methoden der <i>Verifizierung<\/i> aus, bis man sich verhedderte. Wurschtigkeit, Hemd\u00e4rmeligkeit, mangelnde interne Abstimmung, Intrigen, Platzhirsche, pers\u00f6nliche Abh\u00e4ngigkeiten, Konkurrenzen und Animosit\u00e4ten (sogar milieubegr\u00fcndete), kurzzeitig wirksame Dominanzen \u2013 das typische Verhalten moderner primitiver Horden, und dazu eine gro\u00dfe Schar Jungkademiker als desorientierte Mitl\u00e4ufer im Gefolge. Doch sind nicht <i>Wissenschaft <\/i>\u00a0und <i>Philosophie<\/i> immer schon so menschlich gewesen?<\/p>\n<p>Jedenfalls hat Bertrand Russell in Cambridge am Ende die destruktive Wirkung Wittgensteins auf die Theorieproduktion Bauchschmerzen verursacht. Es kam zum Bruch. Wittgenstein wollte die Philosophie letztlich liquidieren (vgl. 208f.), andere ihr blo\u00df eine methodische Trense ins Maul schieben, etwa Russells \u201elogische Notation\u201c(205) \u2013 nichts schien im nat\u00fcrlicher &#8211; und sie nach Art der Lipizaner zu einer erk\u00fcnstelten Gangart, etwa einem \u201ekomplizierten logischen Dreischritt\u201c (205) veranlassen innerhalb der Arena, die \u201eWelt der Logik\u201c genannt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u201eWittgenstein II\u201c<\/b> predigt das Vertrauen in die Oberfl\u00e4che der Alltagssprache &#8211; \u201ev\u00f6llig funktionst\u00fcchtig\u201c\u00a0 &#8211; wie in den Gebrauch, den die Menschen davon \u201eeingebettet in unserer Lebenspraxis\u201c (208) machen. So sei, sagen die Autoren, der missverst\u00e4ndliche Satz zu verstehen: \u201eWir selbst, nicht die Welt, sind die Herren. Wir k\u00f6nnen mit der Sprache tun, was wir wollen. Wir w\u00e4hlen die Regeln aus und bestimmen, was es hei\u00dft, eine Regel zu befolgen. &#8230;\u201c (208). Die Autoren sprechen von einer art \u201esprachlicher Therapie\u201c. \u201eDer Philosoph behandelt eine Frage; wie eine Krankheit.\u201c (zit. 209) Die Optimierung von Regeln entsprechend den Interessen unserer Lebensformen wird das Programm. Letztbegr\u00fcndungen werden aufgegeben zugunsten des \u201eTrial and Error\u201c (216); ebenso soll \u201eLegitimit\u00e4t nicht mehr unsere Hauptsorge sein\u201c. (216) Die Art der Wahl sei beileibe nicht so wichtig wie die M\u00f6glichkeit der Abwahl. (217) \u2013 Auch das ein Vorteil der Entkopplung von Herrschaft und Sinnstiftung von der Metaphysik. Popper und Russell wurden w\u00fctend. Das Buch bringt das mit deren <span style=\"text-decoration: underline;\">politischer<\/span> Ader in Verbindung. Popper soll sich bei \u201eW.II\u201c\u201eganz entsetzlich\u201c gelangweilt haben.<\/p>\n<p>Kann ich selber nach Jahrzehnten der Freiheit noch ermessen kann, wie gro\u00df dieser Schritt historisch gewesen ist? Diese Leute sahen scharf\u00e4ugig die st\u00e4ndige Versuchung f\u00fcr die Metaphysiker, in eine Legitimierung diktatorischer Macht zu rutschen, sie zu verharmlosen, gar zu besch\u00f6nigen, Rechte wie Linke! Wie hat sich etwa die deutsche Zunft der Berufsphilosophen im Dritten Reich blamiert, von Heidegger bis Liebrucks, Cramer u. Co., und ebenso die auf der Linken, die zu B\u00e4nkels\u00e4ngern des Stalinismus wurden!<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Abspann: Undank! <\/b><\/p>\n<p>Edmonds und Eidinow gehen dem weiteren Schicksal der Rivalen in der Nachwelt nach. Sir Poppers Ruhm sei verblasst, selbst an der LSE (261). Seine politischen Ideen \u201esind mittlerweile Allgemeingut geworden\u201c (260). Mir selber kommen sie banal vor. \u201eGeistige Fragen haben ihre Dringlichkeit verloren\u201c (ebd.), auch das eine Folge des Sieges ihrer intellektuellen Revolution. Wittgenstein heimst als W.I \u2013\u00a0 als Teil der analytischen Philosophie &#8211; und II \u2013 als Guru und Eremit mitten in Cambridge &#8211; gleicherma\u00dfen Nachruhm ein (260ff.). Denn ohne <i>authentische <\/i>Prophetengestalten ist das Leben arm.<\/p>\n<p>Die Analytiker aus Wien haben nicht Recht behalten, blo\u00df in ihren eigenen Augen und denen ihrer J\u00fcnger, aber sie haben unsere Welt ver\u00e4ndert. \u201eLeben ist Probleml\u00f6sen\u201c sagt bekanntlich irgendwo Popper.<\/p>\n<p>Und Flusser? &#8211; Der wollte <i>alle<\/i> <i>Stile<\/i> und hat sich an seine <i>Sagrada Familia<\/i>\u00a0 verloren, als <i>Genie vom Lande <\/i>in einer Epoche der multiplen Kollektive.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0 Literatur: David J.Edmonds\/John W.Eidinow: \u201eWie Ludwig Wittgenstein Karl Popper mit dem Feuerhaken drohte \u2013 Eine Ermittlung\u201c, DVA Stuttgart \u2013 M\u00fcnchen 2001 Matthias Kross: \u201eZwischen Logik und Existenzialismus. 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