{"id":9194,"date":"2018-07-18T16:35:39","date_gmt":"2018-07-18T14:35:39","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=9194"},"modified":"2024-02-11T21:15:07","modified_gmt":"2024-02-11T20:15:07","slug":"asylrecht-fuer-die-dinge-nicht-ohne-dingasylfunktion-des-museums","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=9194","title":{"rendered":"Asyl Museum? &#8211; Nachdenken \u00fcber das  &#8218;Dingasyl&#8216;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #000000;\">\u00a0Von der tief sch\u00fcrfenden Tagung \u201e<em>Philosophie des Museums<\/em>\u201c im November 2017 am Bode-Museum zu Berlin (<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.portalkunstgeschichte.de\/meldung\/tagung__philosophie_des_museums__vom_10__bis_12__november_2016_in_berlin-7553.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>) erfuhr ich erst durch den Artikel von Stefan Laube &#8222;<em>Asylrecht f\u00fcr die Dinge &#8211; Berlin: Ans\u00e4tze einer Museumsphilosophie vor dem Hintergrund des Humboldtforums<\/em>&#8220; (FAZ, 4. Januar 2017,\u00a0N3), worin die <em>Kogi<\/em>-Indianer namentlich erw\u00e4hnt wurden. Hinweis auf<\/span><span style=\"color: #000000;\"> meine Glosse \u201eDie Indianer d\u00fcrfen kommen, aber nichts anfassen\u201c im <\/span><span style=\"color: #000000;\">Dezember 2016 <\/span><span style=\"color: #000000;\">(<a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=6404\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>) <\/span><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Weitere \u00dcberlegungen w\u00e4ren liegen geblieben, wenn das Thema nicht unver\u00e4ndert aktuell w\u00e4re, was mir zahlreiche Clics auf meine Glosse zeigen, ich nehme an, von Studenten f\u00fcr Hausarbeiten.\u00a0\u00a0Ich bitte Stefan Laube um Verst\u00e4ndnis, dass ich seinen engagierten Essay hier blo\u00df als Zitatengeber benutze.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 18.7.2018<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aus der Zusammenfassung von Stefan Laube geht nicht hervor, wie stark sich die Diskussion\u00a0 auf \u201eethnographische Objekte\u201c in \u201eV\u00f6lkerkunde\u201c- oder \u201eWeltkulturen\u201c-Museen fokussierte, doch erscheinen sie bei denen in radikaler Form. Seine Bilanz:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>&#8222;Tenor der Tagung blieb ein abendl\u00e4ndisches Verst\u00e4ndnis von Museum. Der Blick in andere Kulturen, die nicht in diesem Ma\u00dfe vom technologischen Fortschrittsparadigma gepr\u00e4gt sind, fehlte. <em>Gewisse mit Wirkmacht aufgeladene Dinge, wie die Masken der Kogi-Indianer aus Kolumbien, empfinden ihr Dasein in den Best\u00e4nden der Staatlichen Museen Berlin keineswegs als befreiend, sondern als Kerker, so die \u00dcberzeugung von heute lebenden Angeh\u00f6rigen dieser Ethnie.<\/em><\/em> <em>Die R\u00fcckgabe der Masken verweigert die Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz auf Grundlage eines allenfalls formal korrekten Kaufvertrags. Gl\u00fccklich die Besitzenden, die &#8217;shared heritage&#8216; nennen k\u00f6nnen, was sie behalten.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>&#8222;Asylrecht f\u00fcr die Dinge&#8220; &#8211; so einleuchtend das f\u00fcr unsere europ\u00e4ischen Ohren heute klingen mag, erscheint damit als Euphemismus, als Verschleierung eines Interessenstandpunkts, n\u00e4mlich unsere spezifische &#8222;Gestaltungspraxis des Sammelns&#8220; guten Gewissens beibehalten zu d\u00fcrfen, die wir mit dem europ\u00e4ischen Imperialismus vor \u00fcber hundert Jahren ihren direkten Zugriff auf den ganzen Globus erweiterten. <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Okay, in der Sache nichts Neues, aber ich will mich auf den genialen Diplomatenkniff \u201eAsyl f\u00fcr Dinge\u201c einlassen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Asyl, also Flucht ? Nein Deportation. Dinge werden deportiert, fl\u00fcchten nicht, werden weggetragen, h\u00f6chstens in einer Babyklappe abgelegt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Schauen wir uns an, wie das entsprechende \u201eAsylrecht\u201c ausgestaltet ist. Wir bemerken, dass es\u00a0 am ehesten noch dem Verh\u00e4ltnis zu &#8222;unbegleiteten Kindern&#8220; vergleichbar ist, denen von Amts wegen sogleich Vorm\u00fcnder bestellt werden. Und da &#8222;Dinge&#8220; niemals erwachsen werden, auf Dauer. Wo wir bereits beim Jugendamt sind,\u00a0 k\u00f6nnte man bei Museen eher an Waisenh\u00e4user oder Pflegeeltern denken, wenn Kinder verlassen sind oder Eltern versagen. &#8211; In diese Richtung zielt vielleicht die &#8222;<em>Dingasylfunktion des Museums<\/em>\u201c im Tagungsbeitrag von <u>Reinhold Schm\u00fccker<\/u>. <em>Dingasylfunktion &#8211; <\/em>Wenn es erst einmal entziffert ist, spricht es sich problemlos aus, h\u00e4tte also das Zeug zum Modewort!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Deren Begr\u00fcndung referiert Laube so: &#8222;<em>Dinge werden vor Zerst\u00f6rung gesch\u00fctzt, sie werden gehegt und gepflegt. Geschultes Aufsichtspersonal sorgt f\u00fcr respektvollen Abstand zum Objekt.<\/em>&#8222;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">&#8218;<em>Hege und Pflege&#8216; <\/em>beschreiben einen Idealfall sogar in reichen L\u00e4ndern nicht nur f\u00fcr Kinder, auch f\u00fcr Dinge. Und wenn die Indios von der kolumbianischen Atlantikk\u00fcste, die <em><u>Kogi<\/u><\/em> von &#8222;<em>Kerker<\/em>&#8220; sprechen, muss ich daran denken, was Desinfektion, Reinigung und Aufbewahrung im besten Fall aus den &#8222;<em>Dingen im Museum<\/em>&#8220; machen. Denn &#8222;<em>die Rolle von Zeugen, die bei bestimmten Ereignissen der Vergangenheit nicht nur dabei waren, sondern auch von diesen Ereignissen Kunde geben<\/em>&#8220; beschr\u00e4nkt sich f\u00fcr die Dinge auf seltene Momente zwischen unendlich langen Zeiten im Depot.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das, was ich im Laufe der Jahre \u00fcber Erwerb, Lagerung und Pr\u00e4sentation von Museumsobjekten erfahren habe, nimmt jede Illusion. Mehr oder weniger anonym gelangten sie in die Sammlungen. Die meisten Objekte erhielten zu keinem Zeitpunkt so viel Aufmerksamkeit wie ein beliebiges Sammlerst\u00fcck es erwarten kann. Sie wurden mehrfach, aber unzureichend registriert, mit einer ID-Nummer versehen, abgestellt und in den Regalen vergessen. <\/span><span style=\"color: #000000;\">Von Anfang an <\/span><span style=\"color: #000000;\">musste die schiere Anzahl jeden Verwalter erschlagen. Die Menschen, die sie in ihrer Obhut hatten, hatten im Normalfall mit ihrer Erwerbung nichts zu tun, kannten die Welt ihrer Herkunft nicht aus eigener Anschauung. Das war und ist auch heute nicht ihre Qualifikation, heute im Zeichen ausufernder Arbeitsteilung weniger denn je.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Inzwischen bin ich jedem Museum dankbar \u00fcber jeden Impuls zu ihrer W\u00fcrdigung. Sogar meine fr\u00fcheren Vorbehalte (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=155\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>) gegen die Praxis des &#8218;Weltkulturenmuseums&#8216; in Frankfurt, die ohnehin unbesch\u00e4ftigten St\u00fccke zeitweise K\u00fcnstler zur \u201a<em>Kommunikation auffordern\u2019 <\/em>zu lassen \u2013 nat\u00fcrlich mit konservatorischen Vorkehrungen \u2013 schmelzen zusammen. Hauptsache, sie bekommen \u00fcberhaupt Besuch. Und lieber von Dingfetischisten als von Begriffsfetischisten. Was soll das schon bringen, wenn abstrakt die Forderung erhoben wird, die <em>Polyvalenz der Objekte, ihre Mehrdeutigkeit per se auszuhalten? Die Banalit\u00e4t der Bildunterschriften <\/em>kommt wohl weniger von <em>Taxonomien, <\/em>sondern von mangelnder Erfahrung, fehlender \u00dcberlieferung und vor allem von chronischem Zeitmangel. Das Personal wird systematisch (Stichwort: Personaleinsparung) \u00fcberfordert, Museen erinnern in der Hinsicht an Containerschiffe, die von immer weniger Personal, bunt zusammengew\u00fcrfelt, gesteuert werden. Der Kapit\u00e4n \u2013 m\u00f6glichst ein unter <em>Museologen <\/em>profilierter Name &#8211; soll f\u00fcr die Au\u00dfenwelt wie auch immer sicherstellen, dass sie auf Erfolgskurs bleiben und nicht scheitern.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Mein Standpunkt in der Frage wird unsicher. Ich verteidigte den status quo gegen Restitutionsforderungen, von Erben, die durch das b\u00fcrgerliche Erbrecht erbberechtigt sind. Etwa von nationalistischen Politikern \u00fcberall in der Welt, die ihre Herrschaft durch einheimische &#8218;traditionelle Kultur&#8216; ausschm\u00fccken wollen. Aber ehrlich, geht uns das in jedem Fall etwas an? Ich kann inzwischen pragmatischen Verhandlungsl\u00f6sungen etwas abgewinnen, denn ich bin gegen sekund\u00e4re Fetischisierung der Museumsobjekte, ihre Verwandlung im Museum durch \u201e<em>Verkl\u00e4rung des Gew\u00f6hnlichen<\/em>\u201c (Danto).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wozu dient denn die \u00f6ffentliche Verf\u00fcgungsmacht \u00fcber Kulturzeugnisse?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201aWeltkulturen\u2019-Museen zum Beispiel stehen mitten im Leben, haben Altlasten zu tragen. Sie pr\u00e4sentieren ungetrennt Beutegut und Handelsware: zusammengerafft, aus Nachl\u00e4ssen, aus Tausch, einzelnen Ank\u00e4ufen. Die Aufnahme der Objekte ins Museum hatte verschiedene Anl\u00e4sse und Motive, nicht nur die der Rettung bedrohter Kulturg\u00fcter:<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\">die politischen Motive der Bestrafung (Strafexpeditionen), der symbolischen Entmachtung (Insignien), der Besch\u00e4mung und Diffamierung (Fetische), der Legitimation europ\u00e4ischer Beherrschung durch Beweismaterial f\u00fcr Primitivit\u00e4t und Barbarei,<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">den Propagandawert, zur Rechtfertigung der get\u00e4tigten Investitionen und zur Popularisierung der Erweiterung des bisherigen Gebiets der Staatst\u00e4tigkeit, zur Werbung und zur n\u00fctzlichen Unterhaltung<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">die Gewinnung von Forschungsmaterial f\u00fcr die \u201ainstitutionalisierte Neugier\u2019 (Blumenberg) moderner Disziplinen, von der Biometrie bis zur Kulturkreislehre.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Solche Motive wandeln sich historisch. Wer w\u00fcrde heute in Deutschland staatliche \u201aKuriosit\u00e4tenkabinette\u2019 oder \u201aKolonialmuseen\u2019 errichten?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es gab im europ\u00e4ischen Mittelalter erbitterten Streit um \u201eReliquien\u201c \u2013 wundert\u00e4tige \u00dcberbleibsel von \u201aheiligen\u2019 Menschen oder ihnen zugeschriebene Objekte. Interessant war der strategische Aspekt: die Lenkung der Pilgerstr\u00f6me. Heute geht der Trend in dieselbe Richtung, das ist die wahre Banalisierung von Museumsobjekten. Besuchermassen sind gew\u00fcnscht. Was tut\u2019s, dass sie in professionell abgedunkelten G\u00e4ngen von den <em>authentischen Dingen im Raum<\/em> weniger mitbekommen als vor einem beliebigen Bildschirm? Die (Be)Deutung kommt ja aus dem Kopfh\u00f6rer.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wenn Danto\u00a0 sagt:<em> Sobald wir uns auf einen Gegenstand beziehen und \u00fcber ihn sprechen, ist er kein blo\u00dfes Objekt mehr. Das Museum ist gef\u00fcllt mit Dingen, die zur Kommunikation auffordern <\/em>(Wortlaut Laube), blendet er zu vieles aus.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Erstens den isolierenden Kontext. Meinen Freund Heinz beispielsweise <em>fordert<\/em> jedes <em>Objekt<\/em> sogar auf Flohm\u00e4rkten unter freiem Himmel <em>zur Kommunikation auf<\/em>. Er erkennt sie sogleich: das Messer, das Schreib- oder K\u00fcchenger\u00e4t, den G\u00fcrtel, den Briefbeschwerer, den dekorativen Nippes&#8230;. Ich folge ihm stets atemlos an die Markttische.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Das<\/em> <em>blo\u00dfe Objekt <\/em>ist ein Konstrukt der Theorie, etwa der von Kunstphilosoph Arthur C. Danto &#8211; ich werde ihn nicht lesen. Auch <em><span style=\"text-decoration: underline;\">das<\/span> Museum<\/em> gibt es ja gar nicht, h\u00f6chstens in Form einer Holding wie \u201e<em>Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz<\/em>\u201c. Historische Museumsgr\u00fcnder haben Museen konkrete Aufgaben gestellt. Der Gegenstand <em>der Kommunikation <\/em>war damit bereits eingegrenzt. Der Satz: <em>Das Museum ist gef\u00fcllt mit Dingen, die zur Kommunikation auffordern <\/em>ist ja nachvollziehbar, aber h\u00e4tte den Menschen im Vorleben <em>des Objekts <\/em>geradezu l\u00e4cherlich geklungen, weil das bereits in der Herstellung, aber sp\u00e4testens in der praktischen Funktion beziehungsweise beigelegten Bedeutung der Dinge gekl\u00e4rt war.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Alles Nachtasyle!\u00a0 <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es gibt bis heute genug \u201eMuseen unbegriffener Dinge\u201c oder genauer \u201eMuseen unbegriffener Dinge, die da nicht hingeh\u00f6ren\u201c, jedenfalls nicht auf Dauer, sondern nur um eine \u00dcbergangssituation zu \u00fcberbr\u00fccken, bis gute Gr\u00fcnde f\u00fcr ein <em>Asyl<\/em> nicht mehr bestehen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der Zwischenzeit g\u00e4be es lohnende Aufgaben f\u00fcr leidenschaftliche Museums-Philosophen: sich nachdr\u00fccklich f\u00fcr die Aufstockung eines anst\u00e4ndig bezahlten Fachpersonals einzusetzen, sowie f\u00fcr die \u2013 mit Steuermitteln zu bew\u00e4ltigende &#8211; wirkliche \u00d6ffnung in die umgebende Gesellschaft samt Beratung ethnischer Minderheiten und Betreuung von Sammlern, und vor allem anzuschreiben gegen den etablierten globalisierten Ausstellungszirkus. Das Engagement sollte im Nebenamt erfolgen. Keine neuen Lehrst\u00fchle und Ausbildungsg\u00e4nge f\u00fcr <em>Museumsphilosophie<\/em>! Keine Absicherung durch einen <em>philosophischen<\/em> Betonsarkophag \u00fcber <em>dem<\/em> <em>Museum<\/em>!<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Eingest\u00e4ndnis und Widerruf<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich selber kann etwa fl\u00fcchtigem oder deportiertem Kulturgut materiell keine besonderen Bedingungen anbieten: Das \u201eRaumklima\u201c wechselt mit der Jahreszeit, vor allem der Heizperiode, in der Luft schwebt Staub. Ich d\u00fcrfte mich \u00fcber den Lichteinfall bei sch\u00f6nem Wetter gar nicht freuen. Ich fasse die Objekte st\u00e4ndig an. Ich wei\u00df gar nicht mehr, wo ich die vom Museum geschenkten wei\u00dfen Handschuhe habe. Ich habe immerhin ein paar Dutzend Objekten ein paar Wochen Kuraufenthalt in einer gro\u00dfen Stickstoffkammer spendiert &#8211; Es bestand in zwei F\u00e4llen aber dringender Anlass. Die eine oder andere professionelle Kleinreparatur ist nicht der Rede wert. &#8211; Wenn solche Mi\u00dfst\u00e4nde aber als Normalfall \u00f6ffentlich w\u00fcrden, drohte uns in absehbarer Zeit in Deutschland eine Kulturguthalter-Lizenz mit vorg\u00e4ngiger Pr\u00fcfung. Also, ich habe nichts gesagt.<\/span><\/p>\n<p>18.7.2018 (Stand 11.2.2024)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Von der tief sch\u00fcrfenden Tagung \u201ePhilosophie des Museums\u201c im November 2017 am Bode-Museum zu Berlin (Link) erfuhr ich erst durch den Artikel von Stefan Laube &#8222;Asylrecht f\u00fcr die Dinge &#8211; Berlin: Ans\u00e4tze einer Museumsphilosophie vor dem Hintergrund des Humboldtforums&#8220; (FAZ, 4. Januar 2017,\u00a0N3), worin die Kogi-Indianer namentlich erw\u00e4hnt wurden. 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