{"id":5059,"date":"2016-07-11T18:01:18","date_gmt":"2016-07-11T17:01:18","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=5059"},"modified":"2021-10-20T17:32:25","modified_gmt":"2021-10-20T15:32:25","slug":"leopolds-kongo-freistaat-chronik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=5059","title":{"rendered":"Leopolds &#8218;Kongo-Freistaat&#8216; &#8211; Chronik"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: center;\">VORREDE\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\"> Juli 2016 &#8211; Erg\u00e4nzungen Nov. 2017, Sept. 2018<br \/>\n<\/span><\/h4>\n<p>Ich lese nicht zum ersten Mal von K\u00f6nig Leopolds Kongo. Warum tu ich mir das also wieder an? Bereits die Lekt\u00fcre der knapp gefassten, strukturierten und zur\u00fcckhaltenden Erz\u00e4hlung der schwedischen Ethnologin Kejsar Engholm Friedman ist auf den entprechenden Seiten kaum zu ertragen, die wenigen kunstlosen Fotos mag man nicht ansehen. <!--more-->Vor dem inneren Auge tauchen die gespeicherten Bilder und Erz\u00e4hlungen aus deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagern auf. Die T\u00e4ter waren \u00fcbrigens in beiden F\u00e4llen Vertreter des \u201aHerrenvolks\u2019 <span style=\"text-decoration: underline;\">und<\/span> verschiedener Kolonialv\u00f6lker, importiert oder lokal rekrutiert. Der naheliegende Verweis auf Kolonialverbrechen der anderen Kolonialm\u00e4chte zieht nicht, soweit er sich auf solche der Eroberung und \u201aBefriedung\u2019, also Kriegsverbrechen bezieht. Was \u00fcber den \u201aKongo Freistaat\u2019 berichtet wird, reicht in eine andere Dimension: systematische Verbrechen gegen die Menschlichkeit. &#8211; <span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;systematisch&#8220; w\u00fcrde ich heute nicht mehr sagen: die Menschenopfern wurden in f\u00fcr uns unfassbarem Ausma\u00df &#8218;billigend in Kauf genommen&#8216;. Man war\u00a0 vor Ort desorganisiert, <\/span><span style=\"color: #ff0000;\">hemmungslos und auf allen Ebenen <\/span><span style=\"color: #ff0000;\">gierig.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>Da aber eine gro\u00dfe gegenseitige Fremdheit dazu kommt, dr\u00e4ngen sich auch Szenen aus Tarkowskis gro\u00dfem Film \u201eAndrej Rubeljow\u201c (1966) auf, worin die Niederwerfung Altrusslands und die Knechtschaft unter den Tartaren (Mongolensturm) Sinnbild werden. Vom Grad der Verw\u00fcstung und vom gewaltigen Aderlass an der Bev\u00f6lkerung her w\u00e4re in Mitteleuropa vielleicht der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg vergleichbar, etwa: \u201eNach den wirtschaftlichen und sozialen Verheerungen ben\u00f6tigten einige vom Krieg betroffene Territorien mehr als ein Jahrhundert, um sich von deren Folgen zu erholen\u201c \u2013 Gilt das nicht in weit h\u00f6herem Ma\u00dfe f\u00fcr Zentralafrika? <span style=\"color: #ff0000;\">Es sieht nicht so aus, als ob eine &#8218;Erholung&#8216; in Sicht w\u00e4re.<\/span><\/p>\n<p>Alles an einer solchen H\u00f6lle, an einem solchen Mahlstrom widerstrebt einer logischen Erz\u00e4hlung, welchen Ansatz wir auch w\u00e4hlen. Im Fall der Studie \u201e<em>Catastrophe and Creation<\/em>\u201c \u00fcberrollt uns die Woge mehrfach, mit jeder neuen thematischen Wendung, jedem neuen \u201aTeufelskreis\u2019. &#8211; Darum muss ein stures chronologisches Gitter das auffangen, was unbedingt erw\u00e4hnt werden muss, um \u00dcberblick zu gewinnen, ohne die Emotion zu eliminieren. Der angemessenen &#8218;Gewichtung&#8216; kann ich nicht so\u00a0 sehr Beachtung schenken.<\/p>\n<p>Anf\u00e4nglich (2015) wollte ich ja nur den Hintergrund der Yombe und Kongo kennenlernen, von denen ich ein paar \u2019Kunst\u2019-Objekte erwarb. Das war in diesem Fall naiv, konnte nicht gut ausgehen. Ein Fetzen Information f\u00fchrte zum n\u00e4chsten, diverse Andeutungen machten neugierig, der Schritt von Kunstkritikern und Kunstwissenschaftlern zu Sozialhistorikern wie MacGaffey war gro\u00df. Dann kamen bereits Zeitzeugen im Spiel, Beobachter, T\u00e4ter oder gleich beides. Bei der vielgestaltigen Rechtfertigungsliteratur der Belgier blieb ich nicht stehen, so am\u00fcsant sie auch zun\u00e4chst war. Und jetzt bin ich hundert Jahre sp\u00e4ter hier im Herz der Finsternis angekommen und wundere mich, wie man als Teil des Kolonialsystems \u00fcberhaupt vor sich und anderen \u201abestehen\u2019 konnte. Als Nachkriegsdeutscher wei\u00df ich nat\u00fcrlich wie: durch Selbstbetrug. An den Opfern dieser Kolonie, an den Menschen war nach 1909 nichts mehr gutzumachen, oder in Nachkriegsdeutsch: <em>wiedergutzumachen<\/em>. Es war wohl so: F\u00fcnfzig Jahre wahrten die belgischen Kolonialherren noch den Schein \u00fcblicher \u201aEntwicklungsbeziehungen\u2019, bevor sie sich 1961 Hals \u00fcber Kopf davonmachten und das Land seinem Schicksal \u00fcberlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Habe ich etwa mit Mac Gaffey, Friedman u.a. an den traditionellen Gesellschaften der Kongo-K\u00fcste die degenerativen Ver\u00e4nderungen seit dem 18. Jahrhundert zu sehr dramatisiert, ja aufgebauscht? Musste sich ein Kongolese in seiner Verzweiflung sp\u00e4ter solche Verh\u00e4ltnisse nicht dringend zur\u00fcckw\u00fcnschen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_5127\" style=\"width: 370px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/caravane-divoirehttp-dmcarc.com114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon104.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5127\" class=\"size-medium wp-image-5127\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/caravane-divoirehttp-dmcarc.com114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon104-360x265.jpg\" alt=\"caravane d'ivoire:http-:dmcarc.com:114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon:104\" width=\"360\" height=\"265\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/caravane-divoirehttp-dmcarc.com114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon104-360x265.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/caravane-divoirehttp-dmcarc.com114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon104.jpg 544w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5127\" class=\"wp-caption-text\">caravane d&#8217;ivoire:http-:dmcarc.com:114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon:104<\/p><\/div>\n<p>Immer wieder tritt in der Erz\u00e4hlung das ungleiche Paar \u201aKautschuk\u2019 und \u201aElfenbein\u2019 auf. Dem wurden Millionen Menschen geopfert. Der Rohstoff der Industrialisierung Latex (seit 1839, Verfahren der Vulkanisierung) hinterl\u00e4sst bei mir ein Gef\u00fchl von Ratlosigkeit, denn der durch Nachfrage befeuerte \u201aKautschukboom\u2019 wurde erst 1920 durch Plantagenproduktion in Asien beendet.<\/p>\n<p>Doch \u201aElfenbein\u2019, wie Gold ein dekorativer und spekulativer Werkstoff, an dem Blut klebt, ist blo\u00df zum Kotzen.<\/p>\n<p>Wir leben ja heute in den Metropolen in der tr\u00fcgerischen Atmosph\u00e4re eines von den gr\u00f6\u00dften Katastrophen und Verwerfungen ungetr\u00fcbten Kunstgenusses. Und blicken mit derselben Abgebr\u00fchtheit auf die Vergangenheit. Da wird leicht das allgemeine V\u00f6lkerschlachten des \u201aWeltkriegs\u2019 1914 \u2013 18 zur Folie f\u00fcr <em>Dada<\/em>, <em>Expressionismus<\/em> oder f\u00fcr blasse K\u00fcnstlerbiografien.<\/p>\n<p>Man sollte die gepflegte Chronologie \u201akongolesischer Kunst\u2019 schlichtweg destruieren, demontieren, vergiften mit dem Gift \u201aunseres\u2019 jugendlichen Imperialismus, der am Kongo zum ersten Mal in gro\u00dfem Ma\u00dfstab zuschlug, um dann im Zwanzigsten Jahrhundert seine breite Brandspur quer durch ganz Europa und den Rest der Welt zu ziehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #333333;\">CHRONIK<\/span><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><em>\u00a0Erg\u00e4nzungen 11.2017, 9. 2018<br \/>\n<\/em><\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>1870er Jahre<\/strong><\/h4>\n<p>Seit anfang der 1870er Jahre bem\u00fchten sich protestantische Missionare, die Bibel in eine Kikongo zu \u00fcbersetzen und ihre Z\u00f6glinge zu alphabetisieren, in einem standardisierten und teilweise europ\u00e4isierten zentralen Dialekt, der gro\u00dfen Einfluss auf deren Sprache und Denken hatte. (P&amp;A 46)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h4><strong>1874<\/strong><\/h4>\n<p>Im November Abreise von Morton Stanley\u2019s Expedition mit 300 Sansibari in Bagamoyo an der ostafrikanischen Gegenk\u00fcste zu Sansibar<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>1876\u00a0\u00a0 <\/strong><\/h4>\n<p>Leopold berief eine internationale Konferenz nach Br\u00fcssel ein. Man gr\u00fcndete die <em>International African Association <\/em>zur Erforschung Zentralafrikas und Ausl\u00f6schung des arabischen Sklavenhandels von Ostafrika aus (F 60-61).<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Erg\u00e4nzung<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Es\u00a0 g\u00e4be dar\u00fcber noch einiges zu sagen. Zum Beispiel wurde der Westzugang zum Kongobecken so interessant, weil der Zugang vom\u00a0 Indischen Ozean aus durch Zanzibar erschlossen und kontrolliert war. Doch das \u00fcberschreitet den von Kejsa-Engholm gew\u00e4hlten Fokus auf die Bakongo an der Kongo-M\u00fcndung.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Der ganze Ostkongo bis westlich des Kongobogens stand damals unter unbestrittener Oberherrschaft des Sultans von Zanzibar. Ohne das Einvernehmen mit und die logistische Unterst\u00fctzung auf den Handelswegen der arabischen Beamten und Kaufleute h\u00e4tten Stanleys Expeditionen gar nicht durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Zahl und Kr\u00e4fte der Araber waren dort n\u00e4chsten zehn Jahre auch noch so \u00fcberlegen, dass Leopold und Stanley ihre zanzibarischen Partner mit gespielter Freundschaft \u00fcber ihre Absicht t\u00e4uschen mussten. Die\u00a0 Sklavenbefreier-Rhetorik Leopolds gegen\u00fcber den konkurrierenden Europ\u00e4ern war von vorneherein verlogener Vorwand, und der betr\u00fcgerisch erworbene internationale\u00a0 Anspruch, das 1885 zugestandene Territorium zu kontrollieren,\u00a0 erst durch den Angriffskrieg 1892-94 zu realisieren, als Zanzibar als britisches Protektorat selber geschw\u00e4cht war.<\/span> <span style=\"color: #ff0000;\">&#8211;\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Quelle: Mwene-Batende: M<em>ouvements messianiques et protestation sociale &#8211; Le cas du Kitawale chez les Kumu du Zaire<\/em>, Facult\u00e9 de Th\u00e9ologie Catholique Kinshasa 1982, pp.86-89 nach Studien von Ceulemans, Hinde, Burdo, Verhaegen, Bibo.<\/span><\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4>1877 Eine \u201abahnbrechende Leistung\u2019<\/h4>\n<p>Morton Stanley durchquerte als erster Europ\u00e4er den Kataraktdistrikt des Kongo und erreichte im April 1877 Boma an der Kongom\u00fcndung. Von nun an erschien eine Erschlie\u00dfung Zentralafrikas auch von der M\u00fcndung aus praktikabel, was die K\u00fcstenv\u00f6lker seit Jahrhunderten im Interesse ihres Handelsmonopols (\u201aFaktoreiensystem\u2019; F 13-56 = <em>Ch. One<\/em>) einhellig und konsequent verhindert hatten. Leopold kontaktierte ihn bereits bei der Ankunft in Marseille im Januar 1878.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>1878 Niedergang des Handels \u00fcber \u201aFaktoreien\u2019<\/h4>\n<p>Die bekannteste Faktorei war die holl\u00e4ndische AHV, seit kurzem NAHV (F 19), sie hatte fast 80 Faktoreien an der K\u00fcste und im Bereich der Kongom\u00fcndung (F 24), sie verlegte 1892 ihren Hauptsitz in den franz\u00f6sischen Kongo nach Brazzaville. (F 70)<\/p>\n<p>Die K\u00f6nige von Boma erh\u00f6hten\u00a0 &#8218;vertragswidrig&#8216; die Z\u00f6lle auf Exporte 1878,<span style=\"color: #ff0000;\"> als D\u00fcrre und eine verheerende Hungersnot sch\u00e4tzungsweise ein Viertel der Bev\u00f6lkerung dahinrafften und die Wohlhabenden verarmen lie\u00dfen. In ihrer Verzweiflung besteuerten die K\u00f6nige von Boma den Handel so hoch, dass er v\u00f6llig verschwand, schreibt MacGaffey (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=4251\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link<\/a>).<\/span> Eine milit\u00e4rische Konfrontation gewannen die Faktoreien Ende des Jahres. (F 18)\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\">Was es damit auf sich hatte, beschreibt Maarten Couttenier in &#8222;EO.0.0.7943&#8243;, auf den Spuren des so etikettierten &#8218;War Fetish&#8220; eines der neun Boma-K\u00f6nige, der dabei vom Faktoristen A. Delcommune und seinen f\u00fcnfzehn afrikanischen S\u00f6ldnern im Wildweststil erbeutet wurde. Der im <em>Low Countries Historical Review <\/em>2018-2,pp. 79-9 publizierte Artikel ist als pdf herunter zu laden (<a href=\"https:\/\/www.bmgn-lchr.nl\/articles\/10.18352\/bmgn-lchr.10553\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link<\/a>). (5.9.2018)<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>1879<\/strong><\/h4>\n<p>Nach vergeblicher Werbung um die Regierung in London trat Stanley in den Dienst Leopolds und seinem <em>Comit\u00e9 d\u2019\u00c9tudes du Haut-Congo<\/em>, rekrutierte erneut Zanzibaris f\u00fcr eine Gro\u00dfexpedition. Am 14. August landete Stanley in Banana (F 18) und begann Ende September von Vivi aus den Landmarsch durch die <em>cataract zone<\/em> (alles: F 61). Er schloss von der K\u00fcste bis ins Innere Vertr\u00e4ge zwischen <em>Congo Association<\/em> und lokalen <em>chiefs<\/em>, die Grundlage f\u00fcr die Grenzziehungen auf der Berliner Konferenz 1884-1885. Bis dahin wurden im Hinterland hunderte weitere Vertr\u00e4ge geschlossen. (F 63)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1881<\/strong><\/p>\n<p>Stanley erreicht den Pool erst im Juli (F 62), da waren beide Ufer bereits vom franz\u00f6sischen Konkurrenten S. de Brazza besetzt (F 62, sp\u00e4ter Landtausch).<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4><strong>1885<\/strong><\/h4>\n<p>Im April \u00fcberlie\u00df das belgische Parlament Leopold den \u201aKongo Freistaat\u2019 (<em>Congo Independent State) <\/em>den 13 europ\u00e4ische Staaten und die USA bereits diplomatisch anerkannt hatten (F 63)<\/p>\n<p>Da Freihandel, gleiche Rechte f\u00fcr alle Europ\u00e4er, freie Religionsaus\u00fcbung (und \u2013verbreitung) und Schutz der Eingeborenen auf der Konferenz zugesichert wurden, schien kein Grund zur Sorge zu bestehen. (F 63)<\/p>\n<p>Der Freistaat erkl\u00e4rte sich zum Eigent\u00fcmer allen herrenlosen (vacant) Landes (F 68)<\/p>\n<p>\u201eBeide Staaten wollten gewiss dauerhaft wirtschaftlichen Nutzen aus ihrer Kolonie ziehen, aber die notwendigen Kosten waren offensichtlich viel zu hoch. Sie investierten sehr wenig in die Infrastruktur und Produktionsentwicklung, konzentrierten ihre Anstrengungen vielmehr auf das Zusammenraffen von Kautschuk, Elfenbein und Agrarprodukten. Zu diesem Zweck \u00fcbergaben sie gro\u00dfe Landfl\u00e4chen an konzessionierte Gesellschaften, dabei war der Kongostaat bis 1908 selbst eine Privatgesellschaft.\u201c (F 58)<\/p>\n<p>Von Beginn an warnten am Kongo <em>wise men<\/em> ihre Leute vor den Folgen; die Angst unter den Eingeborenen war allgemein. (F 57) Die chiefs vor allem im Innern erwarteten aber Vorteile durch direkte Vertr\u00e4ge mit den Wei\u00dfen. Widerstand entwickelte sich\u00a0 allm\u00e4hlich (F 63). wegen sich h\u00e4ufender milit\u00e4rischer Gewaltaus\u00fcbung, die sich vor allem zu anfang auf S\u00f6ldner, zum Beispiel Zanzibari und Haussa (F 73) st\u00fctzte. D\u00f6rfer wurden entv\u00f6lkert oder ausradiert, die Nahrungsmittelproduktion unterbrochen . Die\u00a0 terrorisierte Bev\u00f6lkerung fl\u00fcchtete aus den hochgelegenen gr\u00f6\u00dferen D\u00f6rfen in die bewaldeten ungesunden T\u00e4ler.\u00a0 Die Autorit\u00e4t der <em>chiefs <\/em>wurde unterminiert (F 73).<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4>1888 &#8211; 1894<\/h4>\n<p>Ernsthafter Beginn der Besetzung des Mayombe. Gr\u00f6\u00dfere milit\u00e4rische \u201aProbleme\u2019 mit den Yombe bis 1894 . Auf franz\u00f6sischer Seite waren es die Nsundi. H\u00e4tte man eine Chance gehabt, wenn der Widerstand hartn\u00e4ckiger gewesen w\u00e4re? (F 74)<\/p>\n<h4><strong>\u00a0<\/strong><\/h4>\n<h4><strong>1889<\/strong><\/h4>\n<p>Die Dekrete 7\/25 und 10\/17 verboten Anwohnern und Kaufleuten Elefantenjagd und Sammlung von Kautschuk, belasten den Handel mit prohibitiven Steuern. (F 68)<\/p>\n<p>Dekret \u00fcber die Zwangsverpflichtung von Tr\u00e4gern im BC (Bulletin Officiel 1889; F 77)<\/p>\n<p>Arbeitsdekrete, zeitlich &#8218;passend&#8216; zu einem Dekret gegen den Sklavenhandel.1889 beherbergte Br\u00fcssel eine internationale Konferenz \u00fcber die Unterdr\u00fcckung des Sklavenhandels. \/\/ Kennen wir das nicht aktuell von opportunen Eins\u00e4tzen der Parole \u201aAntiterrorkampf\u2019 seit 2000 ? Gv\/\/<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h4><strong>\u00a01891<\/strong><\/h4>\n<p>&#8218;Leopoldville&#8216; wurde 1881 von Stanley als Handelsposten gegr\u00fcndet, seit 1891-92 als Stadt; die monatlichen Traglasten stiegen damals von 75-100 \u2013 (\u00fcber Vivi) auf 80.000 1893 (Wauters 1899; F 79); 1898 wurde die Eisenbahn zur K\u00fcstenstadt Matadi fertiggestellt. 1923 Verlegung der Hauptstadt des Belgisch-Kongo von Boma nach L\u00e9opoldville (Wiki)<\/p>\n<p>Bis 1890 profitierten auch ausl\u00e4ndische Handelsh\u00e4user vom Durchbruch, etablierten sich sogar am Pool. Die Exporte aus dem Kongo stiegen fast um das Zehnfache (Tabelle F 64), selbst dann weiter, Doch \u201edie \u201aliberal period\u2019 endete 1891 und das \u201aLeopold system\u2019 etablierte sich, und bald war offensichtlich, dass der Kongostaat f\u00fcr Elfenbein und Gummi drauf und dran war, seine eingeborene Bev\u00f6lkerung auszul\u00f6schen.\u201c (F 65) \u201eEs scheint, dass internationaler Protest seinen Niedergang nicht beendete, blo\u00df die Ersch\u00f6pfung der Gummivorr\u00e4te.\u201c (F 65,Harms 1975) Friedman spricht davon, beide Kolonialm\u00e4chte h\u00e4tten bei den Greueltaten voneinander gelernt\u201c. (F 65) Furchtbare Gewaltverbrechen wurden allgemein, Teil des Systems. (F 68)<\/p>\n<p>Durch Geheimdekret wurden Kautschuk und Elfenbein 1891 innerhalb einer \u201a<em>domaine priv\u00e9e<\/em>\u2019, die etwa die H\u00e4lfte des Territoriums der Kolonie umfasste, staatliches Monopol. 1896 kam die \u201a<em>domaine de la couronne<\/em>\u2019 um den Lake Leopold II hinzu.<\/p>\n<p>In diesen zwei Zonen lag der Hauptteil des Reichtums. H\u00e4ndler wurden beim Versuch der Zuwiderhandlung mit dem Straftatbestand \u201aDiebstahl\u2019 bedroht. Den Eingeborenen wurden ihre Eigentumsrechte au\u00dferhalb ihrer D\u00f6rfer und der bewirtschafteten Felder verweigert. Sie hatten nichts mehr, was sie verkaufen konnten. (F 68) Sie wurden als Menschen auf ihre reine Arbeitskraft reduziert, und die nahm man mit Gewalt in Anspruch. (F 69)<\/p>\n<p>Allgemeines Dekret \u00fcber ein <em>more general labor tax system <\/em>(Bulletin Officiel 1891; F 77) : Im Prinzip sollte jede Person\/Eingeborener mindestens vierzig Stunden im Monat f\u00fcr Stra\u00dfen- und Hausbau, Beschaffung von Kautschuk und Feuerholz (!) f\u00fcr die Dampfschiffe arbeiten. Die chiefs waren die Adressaten und waren f\u00fcr die Lieferung verantwortlich. (F 77)<\/p>\n<p>\u2013 Friedman diskutiert im Anschluss an A. J. Wauters (1899) die Frage, wie viele Tr\u00e4ger und Arbeiter aus eigenem Antrieb kamen, weil sie gegen\u00fcber ihren Dorfgenossen \u201areich\u2019 werden konnten, und interpretiert das als Ausdruck und treibende Kraft des Zusammenbruchs der alten Gesellschaft. (F 79)<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4><\/h4>\n<h4><strong>1881 bis 1911 : Entv\u00f6lkerung weiter Landstriche<\/strong>, Ursachen<\/h4>\n<p>Stanleys \u00fcbertriebene Sch\u00e4tzung von 40 Millionen Menschen wurde mit wachsender Erforschung des Landes auf 20 bis 30 Millionen korrigiert. Morel berichtet von einem Zensus im Jahr 1911, dessen allzu peinliches Ergebnis von der belgischen Regierung verheimlicht worden sei: 8,5 Millionen, grob zwei Drittel Bev\u00f6lkerungsverlust. Morel hat die Zahl aus einem britischen Konsularbericht. (Morel 1920, F 81) F\u00fcr 1960\/61 gibt Sautter (1965; F 81) eine durchschnittliche Bev\u00f6lkerungsdichte von 2,4 pro Quadratkilometer an, was bei aller statistischen Unsicherheit f\u00fcr ein Land unter \u00e4hnlichen Bedingungen und Klima sehr niedrig ist. (F 81).<\/p>\n<div id=\"attachment_5128\" style=\"width: 239px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/maladie-du-sommeilhttp-dmcarc.com114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon71.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5128\" class=\"size-medium wp-image-5128\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/maladie-du-sommeilhttp-dmcarc.com114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon71-229x360.jpg\" alt=\"maladie du sommeil:http-:dmcarc.com:114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon:71\" width=\"229\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/maladie-du-sommeilhttp-dmcarc.com114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon71-229x360.jpg 229w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/maladie-du-sommeilhttp-dmcarc.com114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon71.jpg 395w\" sizes=\"auto, (max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5128\" class=\"wp-caption-text\">maladie du sommeil:http-:dmcarc.com:114-cartes-postales-du-congo-offertes-a-la-bnf-par-la-mission-catholique-de-brazzaville-en-1907-bon:71<\/p><\/div>\n<p>Als Ursachen kommen Seuchen in Betracht, gef\u00f6rdert durch die st\u00e4ndigen Kontakte mit Tr\u00e4gern und Soldaten, aber auch die ungesunde Lage der D\u00f6rfer, Ersch\u00f6pfung und st\u00e4ndigen Hunger und biologische Unfruchtbarkeit.<br \/>\nSchlie\u00dflich ist f\u00fcr Friedman auch \u2013 im Anschluss an L\u00e9vi-Strauss in <em>Tristes Tropiques<\/em> und in den Worten von Morel (1904: 242) &#8211; eine psychische Komponente relevant: \u201a<em>The crushing weight of perpetual, remorseless oppression; the gradual elimination of everything in the daily life of the natives which makes that life worth living.<\/em>\u2019 \u201eDas erdr\u00fcckende Gewicht st\u00e4ndiger unbarmherziger Unterdr\u00fcckung; die allm\u00e4hliche Beseitigung aller Dinge im t\u00e4glichen Leben der Eingeborenen, welche dem Leben einen Wert geben.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Ab 1895\u00a0 &#8211;\u00a0 Eine verlogene Kampagne gegen K\u00f6nig Leopold?<\/h4>\n<div id=\"attachment_5142\" style=\"width: 283px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Punch_congo_rubber_cartoon.1906.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5142\" class=\"size-medium wp-image-5142\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Punch_congo_rubber_cartoon.1906-273x360.jpg\" alt=\"Punch_congo_rubber_cartoon.1906\" width=\"273\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Punch_congo_rubber_cartoon.1906-273x360.jpg 273w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Punch_congo_rubber_cartoon.1906.jpg 379w\" sizes=\"auto, (max-width: 273px) 100vw, 273px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5142\" class=\"wp-caption-text\">Punch_congo_rubber_cartoon.1906<\/p><\/div>\n<p>Alarmierende Berichte in ausl\u00e4ndischen Publikationen h\u00e4ufen sich. Ber\u00fchmt wurde Edmund Dene Morel \u201aKing Leopolds Rule in Africa\u2019, Heinemann, London 1904.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das liest sich in <a href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/%C3%89tat_ind%C3%A9pendant_du_Congo\">wikipedia.fr<\/a> &#8211; noch im Juni 2016 &#8211; so: &#8222;<em>Sehr bald, seit den Jahren 1895-1900, musste der Kongo-Freistaat Leopolds II die Schl\u00e4ge einer\u00a0 antikongolesischen Kampagne ertragen, die sich in verschiedenen Stimmen ausdr\u00fcckte. Zweifellos war die von Edmund Dene Morel die lauteste. Morel war ein ehemaliger Angestellter einer Transportgesellschaft aus\u00a0 Liverpool, der Investigationsjournalist geworden war. Er publizierte seine Artikel, Brosch\u00fcren, Pamphlete und sehr zahlreichen B\u00fccher\u00a0 gegen den Kongo-Freistaat mit der Unterst\u00fctzung von Gesch\u00e4ftsleuten, die das Ende von Leopolds Monopol w\u00fcnschten, unter ihnen der Schokoladenmillion\u00e4r William Cadbury.<\/em>&#8220; usw.\u00a0 Der Artikel zeigt mit vielen Details, Zitaten und\u00a0 Belegen professionelle Wikipedia-Qualit\u00e4t, er baut sein Pl\u00e4doyer gar nicht erst auf Leugnung der unbestreitbaren Tatsachen auf, sondern nimmt forsch die Seite der Anklage aufs Korn.\u00a0 Was sie seither vorgebracht hat, soll in einer Masse von &#8218;Fakten&#8216; neutralisiert werden. Joseph Conrad ist 1890 auf Kosten des &#8218;Freistaats&#8216; auf dem Kongo gereist? (Fotounterschrift) &#8211; H\u00e4tte er die Kosten nachtr\u00e4glich erstatten sollen? Die\u00a0 \u00dcberschriften <em><span id=\"La_campagne_contre_l.27.C3.89tat_ind.C3.A9pendant_du_Congo\" class=\"mw-headline\">La campagne contre l&#8217;\u00c9tat ind\u00e9pendant du Congo<\/span><\/em><span id=\"La_campagne_contre_l.27.C3.89tat_ind.C3.A9pendant_du_Congo\" class=\"mw-headline\"> <\/span>und <em><span id=\"Une_.C3.A9motion_internationale\" class=\"mw-headline\">Une<\/span><span id=\"Une_.C3.A9motion_internationale\" class=\"mw-headline\"> \u00e9motion internationale <\/span><\/em><span class=\"mw-headline\"><em>sind <\/em>ebenso typisch wie die W\u00fcrdigung einer amerikanischen Schriftstellerin, Mae French Sheldon, die 1905 eine Konferenz &#8222;zur Verteidigung der Ehre Leopolds&#8220; organisiert hatte. Die offiziellen Namen dieses verbrecherischen Gebildes tr\u00e4gt der Artikel vor sich her wie eine Monstranz. <\/span>Auch der angesehene &#8218;Kongo-Historiker\u00a0 <a title=\"Jules Marchal\" href=\"https:\/\/fr.wikipedia.org\/wiki\/Jules_Marchal\">Jules Marchal<\/a> wird rhetorisch eingebunden, mit seiner &#8222;<em>Einsch\u00e4tzung,\u00a0 dass die Amputation der H\u00e4nde als Beweis der Bestrafung<\/em> (vor Vorgesetzten)\u00a0 <em>von den Belgiern im Westen des Kongo eingef\u00fchrt worden zu sein scheine,, et plus pr\u00e9cis\u00e9ment par Victor Leviez dans le district de l&#8217;\u00e9quateur en novembre 1894. <\/em>Dazu Fotos von Amputierten und das Foto. einer Auspeitschung. &#8211; Der Beitrag &#8211; perfides Machwerk oder eine Kollektivarbeit gebildeter T\u00f6lpel &#8211; sucht den intellektuellen Nahkampf. Wer ist bereit zur Schlammschlacht?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>1910 bis 1921 <\/strong><\/p>\n<p>Periode imperialistischer Konsolidierung, die 1921 mit den Turbulenzen endet, die das Auftreten des (baptistischen Z\u00f6glings und dann) \u201aPropheten\u2019 Simon Kimbangu ausl\u00f6ste. (A&amp;P 46)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>1912<\/strong><\/p>\n<p>Karl Laman ver\u00f6ffentlichte die erste Grammatik der Kikongo-Sprachen. Vor allem verbreitete er im Bas Congo unter \u201eintelligenten sowie des Lesens und Schreibens kundigen Leuten\u201c einen Fragebogen auf Kikongo, der alle Aspekte der Kultur der Kongo, Yobe, Vili, Sunda usw. ansprach. (A&amp;P 46) Die zahlreichen Antworten sind heute eine der wenigen Prim\u00e4rquellen f\u00fcr die Erforschung der seit 1880 zerst\u00f6rten Gesellschaften.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Literatur<\/h2>\n<p><strong><u>\u00a0Friedman<\/u> , Kajsar Ekholm: Catastrophe and Creation \u2013 The Transformation of an African culture, harwood academic publishers chur (etc.) 1991 , ISBN 3-7186-5186-6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0= <span style=\"color: #ff0000;\">(F &#8230;)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>(als Kindle-Edition seit 2014 27,20\u20ac zu erwerben, als Taschenbuch antiquarisch etwa ab 70\u20ac)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>MacGaffey,<\/u> Wyatt: The Eyes of Understanding \u2013 Kongo Minkisi, in Astonishment &amp; Power, National Museum of African Art, Washington D.C. 1993 pp.21-103\u00a0\u00a0 = <span style=\"color: #ff0000;\">(A&amp;P &#8230;)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VORREDE\u00a0 Juli 2016 &#8211; Erg\u00e4nzungen Nov. 2017, Sept. 2018 Ich lese nicht zum ersten Mal von K\u00f6nig Leopolds Kongo. Warum tu ich mir das also wieder an? Bereits die Lekt\u00fcre der knapp gefassten, strukturierten und zur\u00fcckhaltenden Erz\u00e4hlung der schwedischen Ethnologin Kejsar Engholm Friedman ist auf den entprechenden Seiten kaum zu ertragen, die wenigen kunstlosen Fotos [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,251],"tags":[],"class_list":["post-5059","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-frueher","category-kongo-ins-herz-der-finsternis"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5059"}],"version-history":[{"count":19,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5059\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9394,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5059\/revisions\/9394"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}