{"id":1979,"date":"2003-11-27T19:19:19","date_gmt":"2003-11-27T18:19:19","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1979"},"modified":"2014-03-15T19:40:33","modified_gmt":"2014-03-15T18:40:33","slug":"60-statt-schnittchen-entwurf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1979","title":{"rendered":"60, statt Schnittchen (Entwurf)"},"content":{"rendered":"<p><b><span class=\"Apple-style-span\" style=\"font-weight: normal;\">Liebe Kolleginnen und Kolleginnen. An Schnittchen zu meinem 60. haben Sie doch nie geglaubt. <!--more-->Ich hab doch nie Einen ausgegeben &#8211; ausgenommen zu meiner 2. Hochzeit 1990.\u00a0Aber ich bin eine <i>Institution<\/i> und damit zum Handeln verpflichtet.\u00a0Was ich Ihnen heute schenke, kommt von Herzen, und ich will es gelegentlich auch gerne wieder tun, vielleicht mit Anderen zusammen, die Lust haben, zu provozieren.\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>300 Euro, auf die \u201eprimitive\u201c ( = normale ) Art am Tresen mich \u201efeiern\u201c lassen? 10E pro Jahr an der AKS &#8230;&#8230;. oder fast<\/p>\n<p>Freitag, 5.3. nach der 6.Std.: \u00a0Sekt \u201ef\u00fcr Raucher und ihre Freunde\u201c im Raucherzimmer ?\u00a0Oder bei \u201emir\u201c in R 248 ( doppelt affrontig! )<\/p>\n<p>Mit 60 eine belebende Publikation!\u00a0Ich komme drauf, als mir mein Werbeblatt f\u00fcr die Kollegen 2002 \/\/ <em>Ausstellung &#8222;Bilder vom Gl\u00fcck&#8220; im Museum der Weltkulturen, Frankfurt \/\/\u00a0<\/em>in die H\u00e4nde ger\u00e4t: \u00a0So nett und erfolglos habe ich geworben! Nichts diesen Leuten!<\/p>\n<p>Was ist mit Paul? auch 60, auch im M\u00e4rz?\u00a0Und dann gibt es so einen wie den Abraham&#8230;\u00a0 also Offene T\u00fcr, oben! Kl\u00e4ren, wer kommt.<\/p>\n<p>Ich bestimme, bin Geburtstagskind, nicht wer anders.<\/p>\n<p>In gut zwei Jahren verlasse ich die AKS, und nach genau drei\u00dfig Jahren. In Richtung einer fiktiven Beurlaubung, aber ich kann nicht garantieren, jemals den Schritt oder Blick zur\u00fcck zu wenden an den Ort meiner Dienstzeit. Die AKS war mir vor allem\u00a0 Schnittpunkt der verschiedensten Existenzen aller Jahrg\u00e4nge. Der hallenartige Bau war geradezu ideal f\u00fcr eine solche Bestimmung. Nur dass mir mit den Jahren auffiel: es war eine weltl\u00e4ufige Bahnhofshalle ohne die richtigen Zugverbindungen, die blieben mir immer zu lokal.<\/p>\n<p>Seien Sie nachsichtig: Authentische \u201e68\u201cer\u00a0 k\u00f6nnen den Platz ihres Mitwirkens nicht ohne Ressentiments verlassen.\u00a0Jetzt aber ist der Zeitpunkt, die letzte Chance, auch die Br\u00fccke zwischen den Lehrergenerationen zu schlagen, solange die Pfeiler stehen. Aus eigens\u00fcchtigen Motiven will ich in dem Bem\u00fchen vorangehen.<\/p>\n<p><b>Sp\u00e4ter:<\/b> Aber ich mag sie nicht. Ich absentier\u00b4 mich wirklich von ihnen, die mich an ihnen\u00a0 keinen vitalen Impuls der Revolte sehen lie\u00dfen, es sei denn die klawickschen oder Neumannschen\u00a0 Hysterien! Dieses Kollegium war immer provinziell und ist immer vor der Dienstordnung eingeknickt. Vielleicht hatte ich gerade deswegen meinen Unterschlupf , aber das \u00e4ndert meine Gef\u00fchle nicht.\u00a0 Ich habe noch drei Monate Zeit, um eine austarierte Botschaft zu entwickeln, aber drunter geht es nicht. Bin ich diese D\u00fcrrenmattsche Alte Dame? Sie haben mich ertragen und mir manchmal Beifall gespendet, trotz der Ressentiments.<\/p>\n<p>\u00dcber eine Schwelle m\u00fcssen sie gehn: ins LZ komme ich nicht. Postf\u00e4cher, Mitteilungsbuch\u00a0und die beliebige Pausenkonferenz\u00a0 gelten nicht mehr. Eine Spende wie Kw dr\u00fccke ich auch nicht ab.\u00a0 Wenn ich ein Blatt mache, gehen die restlichen Exemplare an meine Sch\u00fcler; der Sekt zur\u00fcck in den Keller. Verabschieden m\u00f6gen sie mich auf ihre Art.\u00a0 Bei Begr\u00e4bnissen pflegt die Leich\u00b4 ja auch nicht mitzubestimmen.\u00a0 Dann mag ich spenden wie jeder Andere auch.<\/p>\n<p>Gv an der AKS &#8211; ein produktives Missverst\u00e4ndnis, und mehr als eines! \u00a0 Dankbar sein, sie mobben mich nicht. \u00a0 27.11.03<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Kolleginnen und Kolleginnen. 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