{"id":1918,"date":"2014-02-21T15:42:23","date_gmt":"2014-02-21T14:42:23","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1918"},"modified":"2022-12-17T21:06:01","modified_gmt":"2022-12-17T20:06:01","slug":"flusser-geiles-mash-up-oder-proust","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1918","title":{"rendered":"Flussers \u201aGeiles Mash-up\u2019&#8230; &#8211; Die Tagung am 8.2.14 (Protokoll)"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0\u201aGeiles Mash-up\u2019 oder &#8230;. \u201aProust\u2019 ? \u00a0 Wer ist Vilem Flusser?<\/strong><\/p>\n<p>Ein denkw\u00fcrdiger Moment der Tagung \u00fcber Flusser in Berlin. \u00a0<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Situation <\/span><\/p>\n<p>Am letzten Tag der Konferenz hatte Rainer Guldin in der Aussprache \u00fcber sein Referat \u201aFlusser und Rapoport\u2019\u00a0 gerade seiner Entt\u00e4uschung Ausdruck gegeben, wie wenig Flusser real von Rapoport \u00fcbernommen hatte. Die Lekt\u00fcre zweier von Flusser angegebener Titel hatte nichts gebracht: \u201aDer Berg hatte eine Maus geboren\u2019. Die Komplexit\u00e4t des entscheidungstheoretischen Modells \u2013 insbesondere des \u201enon-zero-game\u201c &#8211; war auf die simple Entgegensetzung \u201eNullsummenspiel\u201c \u2013 \u201ePlussummenspiel \u2013 alle gewinnen\u201c zusammengeschnurrt. Ich monierte die Verarmung und moralisierende Trivialisierung des entscheidungstheoretischen Modells. Mathias Kro\u00df fand es nicht akzeptabel, dass Flusser seine Umformung \u00fcberhaupt mit dem Etikett \u201eRapoport\u201c belegte. Sp\u00e4ter im privaten Gespr\u00e4ch wurde der Vorwurf auch von anderer Seite bekr\u00e4ftigt, dass Flusser \u201aes hier wohl zu weit getrieben\u2019 hatte.<\/p>\n<p>In diese Atmosph\u00e4re platzte der Beitrag einer Studentin wie eine Batterie Knallfr\u00f6sche. Das Plenum reagierte mit Ans\u00e4tzen zum Gel\u00e4chter. Es entstand eine \u201apeinliche\u2019 Situation, obwohl die Wortmeldung als Kompliment gemeint war, wie die Autorin mir gegen\u00fcber sp\u00e4ter klagte. Ich habe die f\u00fcnfmin\u00fctige Tonaufzeichnung der Szene so gut wie mir m\u00f6glich transkribiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">48.Minute)<\/span><\/p>\n<p><i>Ich find die Diskussion gerade total spannend, weil es darum geht: Welches Wissen, welches Selbstverst\u00e4ndnis hat dieser Typ eigentlich? (Gel\u00e4chter) Ja, echt .Also: In Wahrheit hat er mit seiner Art zu arbeiten vorweggenommen, wie heute alle im Internet arbeiten. Er nimmt irgendwelche B\u00fccher, er bl\u00e4ttert sie durch, es liest sie nur halb, er zitiert sie nicht mal, aber er macht ein geiles Mashup draus. (zweifelndes Lachen am Podium) Wenn man\u2019s liest, ist man angeregt und man denkt sich: Wow, was da alles drinnen steckt, und durch die eigenen Dinge, die man abgespeichert hat, \u00fcber die Dinge, die man gelesen oder geh\u00f6rt oder auch mal in Wikipedia gelesen hat, kommt man dazu , dass man ein Weltbild generiert, das ganz anders ist als das was man sonst \u00fcberall hat. Und das ist glaube ich genau dieses Spiel, das hier als Schluss da ist, es ist die Distanz zum Spiel, ihm ist egal, ob es wissenschaftlich ist oder nicht, es geht ihm nicht um die Regeln, es geht ihm darum, dass daraus ein Plussummenspiel wird und er will diese Utopie leben, indem er sie einfach lebt und er sich eben nicht um die Regeln schert. <\/i><\/p>\n<p><i>Und insofern finde ich es total spannend dass wir uns hier mehrere Tage hinsetzen und versuchen, das, was er in seinem, ich sag\u2019 mal: Wahn ( allgemeines Lachen) irgendwie zusammengemischt hat, bevor es das \u00fcberhaupt gab, wieder zur\u00fcck zu fundieren und dann: wo ist denn genau der Wittgenstein genau, was hat er denn da falsch zitiert? Aber das ist eben genau nicht seine Intention, und ich glaube, dass er ein spielerisches Verst\u00e4ndnis von Wissenschaft hat und unbedingt dieses utopische Gef\u00e4lle herstellen m\u00f6chte, um unbedingt ein Plussummenspiel draus zu machen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rainer Guldin antwortete darauf unmittelbar mit einer engagierten Erl\u00e4uterung seiner eigenen Sicht.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">50. Minute<\/span><\/p>\n<p><i>Ja, ich glaube wir d\u00fcrfen Flusser <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht<\/span> von strikt akademischen Begriffen aus messen, das ist falsch. Da sehen wir einmal einen kulturellen Unterschied. Flusser hat in verschiedenen Kulturen\u00a0<\/i><i style=\"font-style: italic;\">gelebt\u00a0<\/i><i>, unter anderem auch in Brasilien, wo die Kreativit\u00e4t eine viel gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt als beispielsweise im deutschen wissenschaftlichen Betrieb. Das muss man schon sehen. Da gibt es schon enorme kulturelle Unterschiede. Ich glaube nicht, dass es mit Redlichkeit zu tun hat. Das Entscheidende ist ja, was dabei herauskommt. Es kommt kein geiles Gemisch heraus, wie Sie sagen, sondern ein hochkomplexes vielschichtiges dauernd sich ver\u00e4nderndes Gedankensystem, das hoch faszinierend ist. Ich habe mich mit\u00a0 Flusser immer besch\u00e4ftigt, als w\u00e4re er ein Schriftsteller Philosoph Wissenschaftler. Ich habe mir nie die Frage gestellt: Ist das jetzt wirklich wissenschaftlich akademisch korrekt, sonst muss man die H\u00e4nde von ihm lassen. Aber der Gewinn ist enorm. Ich muss halt wieder ausholen zu einer Kritik der Akademie, ich bin ja selber Akademiker: Es gibt enorm viele Menschen, die schreiben miserable Texte, die sind zwar wunderbar recherchiert und haben Dutzende von Fu\u00dfnoten, aber sind todlangweilig. Das wird akademisch als positiv sanktioniert. Und die Grundfiguration von Flusser ist: er beschert Zug\u00e4nge, er ist kreativ. Er schreibt nicht ab, sondern \u2013 ich wollte hier darlegen, wie kreativ dieser Mensch schreibt. Es passieren halt Fehler. Das geht uns ja auch so: Wir zitieren falsch oder nicht korrekt oder machen \u00e4hnliche Fehler.\u00a0 Aber aus Fehlern lernt man ja auch. Diese \u00dcbersetzung von \u2019Gospel\u2019 in \u2019Gold\u2019 \u00a0&#8211; <\/i>bei der Wiedergabe eines Buchtitels, DvG &#8211;<i>\u00a0\u00a0ist sehr informativ. Flusser antizipiert eine Art zu denken, die vielen aufst\u00f6\u00dft, aber hier nicht mehr. Ich kann damit leben, denn ich meine, der Gewinn, den man hat von dieser Art zu denken, so hoch ist, dass man auch die Fehler in Kauf nimmt. Ich meine: Diese Texte \u2013 Sie haben sicher Flusser gelesen \u2013 sind fantastische Texte, auch literarisch, stilistisch wunderbare Texte. Es gibt wenig Leute, die so gut Texte schreiben wie er, so viele Sorten von Texten, vom Essay bis zum Traktat. Er beherrscht ja viele Formen, auch halb literarische Texte. Mir geht es nur darum: &#8230;. Es ist faszinierend zu sehen, wie er aufbaut, was aber dabei rauskommt, ist faszinierend. Lesen Sie ihn, wie Sie Musil \/<\/i>?\/<i> \u00a0lesen w\u00fcrden oder Proust, oder&#8230;<\/i><\/p>\n<p>Einwurf\u00a0\u00a0 Hanke<i>: Aber Proust ist er nicht. <\/i><\/p>\n<p>Guldin:<i> Ich meine: der Blick ist entscheidend. Flusser er\u00f6ffnet eine Art des Denkens, die auf der Grenze liegt. Und da sto\u00dfen sich viele dran, sagen: es ist nicht wissenschaftlich genug. Er zitiert nicht oder tut das nicht. Ich meine, dann soll man die H\u00e4nde davon lassen. Aber Flusser er\u00f6ffnet eine Denkweise. Wenn man sich wirklich seri\u00f6s darauf einl\u00e4sst, sieht man, &#8230;.\u00a0dass das, was dabei herauskommt, enorm spannend ist, viel bereichernder als viele Texte , die akademisch wunderbar abgesichert sind und vielleicht unter Umst\u00e4nden Plagiate sind. Also verstehen Sie meine Haltung. Warum besch\u00e4ftige ich mich damit? Ich bin jetzt zwanzig Jahre dabei, fast mehr, und wenn Sie mich fragen, es lohnt sich immer.<\/i><\/p>\n<p><i>Hanke: Das ist ein wunderbares Schlusswort und \u00dcberleitung zu unserer f\u00fcnfzehnmin\u00fctigen Kaffeepause. <\/i>(Heiterkeit, Applaus) (52.50)<i><\/i><\/p>\n<p>Das fand ich eigentlich schade, denn danach kamen in Siegfried Zielinskis Vortrag andere Themen zur Sprache.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Fragen und erste Antworten<\/span><\/p>\n<p>Die eine: Wie weit liegen die Darstellungen wirklich auseinander? Guldin: <i>Flusser antizipiert eine Art zu denken, die vielen aufst\u00f6\u00dft<\/i>. Ja, gerade auch im \u201eUniversum der technischen Bilder\u201c.\u00a0 Mir begegnet mit dieser Neut\u00f6nerin dieser Gestus wieder.<\/p>\n<p>Beim Mittagessen zuvor erkl\u00e4rte eine andere junge Frau ihr Interesse an Flusser mit seinen \u201aFusion\u2019-Qualit\u00e4ten. Sie will den akademischen Raum so bald wie m\u00f6glich wieder verlassen und in den Ausstellungsbereich zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Flusser selber hielt zeitlebens aber auch eine prek\u00e4re Stellung in der akademischen Welt und strebte nach deren Anerkennung, ein Streben, das seine universit\u00e4ren Anh\u00e4nger nun als Auftrag verstehen. Die junge Frau sagte dazu scheinbar verst\u00e4ndnislos:<i> Und insofern finde ich es total spannend, dass wir uns hier mehrere Tage hinsetzen und versuchen, das, was er in seinem \u2013 ich sag\u2019 mal Wahn (Lachen im Publikum) irgendwie zusammengemischt hat, bevor es das \u00fcberhaupt gab, wieder zur\u00fcck zu fundieren und dann: wo ist denn genau der Wittgenstein genau, was hat er denn da falsch zitiert?<\/i><\/p>\n<p>Kann man mit Recht behaupten, die Konferenz habe Flussers Intention authentischer als sie vertreten? An wem h\u00e4tte Flusser selbst mehr Freude gehabt?<\/p>\n<p>Die junge Frau vertritt in meiner Sicht eine k\u00fcnstlerische Position auf der H\u00f6he der technischen M\u00f6glichkeiten und tr\u00e4gt sie ohne erkennbare innere Konflikte vor. Flussers bedeutungsschwere Inhalte scheinen ihr hier jedenfalls egal zu sein. Seine \u2013 auch von Guldin vermittelte &#8211; Methode des \u201aVerschlingens\u2019 und seine Entschiedenheit, <i>ein utopisches Gef\u00e4lle herzustellen<\/i>, was immer das sein mag, faszinieren sie.<\/p>\n<p>Guldin hat demgegen\u00fcber die gr\u00f6\u00dferen Probleme. Seine Position ist auf einem schmalen Grat angesiedelt, weil sie beiden Seiten Flussers gerecht werden will. Guldin <i>nimmt<\/i> Unarten und Entt\u00e4uschungen <i>in Kauf<\/i>, unter dem Diktat, selber wissenschaftlich arbeiten und <i>akademisch<\/i> argumentieren zu m\u00fcssen. Er charakterisiert Flusser als <i>Schriftsteller Philosoph Wissenschaftler<\/i> und sein Werk als <i>hochkomplexes vielschichtiges dauernd sich ver\u00e4nderndes Gedankensystem. <\/i>Guldin hat f\u00fcr sich gekl\u00e4rt, dass bei Flussers Philosophie eigentlich immer das Ganze <span style=\"text-decoration: underline;\">mitgedacht<\/span> werden muss. Das ist aber im modernen akademischen Leben schwer einzul\u00f6sen und in jeder Beziehung kein selbstverst\u00e4ndlicher Anspruch an die Rezeption.<\/p>\n<p>Kann Guldin anderen den behaupteten<i> Gewinn<\/i>\u00a0&#8211; \u00fcber das eindrucksvolle Bekenntnis hinaus &#8211; plausibel machen? Das gelingt wohl leichter unter dem Aspekt einer literaturwissenschaftlichen Interpretation von Flussers <i>Art zu denken <\/i>und zu schreiben. Doch was k\u00f6nnen Historiker, Soziologen, Kulturwissenschaftler mit dessen Denkergebnissen anfangen? Ebenso wird das ph\u00e4nomenologische Interesse &#8211;\u00a0von Flussers Titelgebung geweckt &#8211;\u00a0regelm\u00e4\u00dfig entt\u00e4uscht. Und so h\u00e4ufig gelingt es auch nicht, mehr als oberfl\u00e4chliche oder mehr oder weniger hypothetische Bez\u00fcge zu anderen Denkern herzustellen.\u00a0Schlie\u00dflich bleibt immer noch die \u00e4sthetische Wertung des Literaten, der <i>so viele Textsorten<\/i> beherrschte. Nun, ein jeder liest anders. Und so wie ich darf man wohl nicht lesen. Denn ich habe\u00a0 neuerdings den Eindruck, dass Flusser zu viele Essays irgendwann durch forcierte Theoretisierung &#8218;verdirbt&#8216;.<\/p>\n<p>Mir ist in Guldins Pl\u00e4doyer der Ausdruck, den er auch noch einmal wiederholt, besonders im Ged\u00e4chtnis geblieben:<i> die H\u00e4nde von Flusser lassen.<\/i><\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich ein wohlmeinender Ratschlag, obwohl Flusser gesagt hat: Aus dem Entsetzen kommt der Mensch zum Denken, und Blumenberg: Wer sich \u00fcber den Philosophen, den er liest, nicht \u00e4rgert, hat einen schlechten gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Ein paar Tage sp\u00e4ter<\/span>.<\/p>\n<h6><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/wikipediacommons55dAnatomie_Nicolaes_Tulp.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1950\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/wikipediacommons55dAnatomie_Nicolaes_Tulp-300x224.jpg\" alt=\"wikipedia:commons:5:5d:Anatomie_Nicolaes_Tulp\" width=\"300\" height=\"224\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/wikipediacommons55dAnatomie_Nicolaes_Tulp-300x224.jpg 300w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/wikipediacommons55dAnatomie_Nicolaes_Tulp-1024x767.jpg 1024w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/wikipediacommons55dAnatomie_Nicolaes_Tulp-624x467.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/wikipediacommons55dAnatomie_Nicolaes_Tulp.jpg 1065w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>\u00a0<em>wikipedia\/Rembrandt_Anatomie _Nicolaes_Tulp<\/em><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Worauf geht Rainer Guldin in seiner Antwort nicht ein? Die Diskutantin hat <span style=\"text-decoration: underline;\">das<\/span> Flussersche Spiel (Sprachspiel) keck formuliert, die ansteckende Wirkung auf sich selbst registriert und gibt \u2013 in charmanter Formulierung &#8211; ihrer Verwunderung Ausdruck, dass die illustre Versammlung dar\u00fcber tagelang philologische Sektionen vornimmt \u2013 Ich sehe pl\u00f6tzlich das Bild von Rembrandt vor mir. Tats\u00e4chlich haben die Vortragenden Gebauer, Hanke, Kurbacher, Kro\u00df und sogar Zielinski \u00a0es an den drei Tagen unternommen,\u00a0Flusser nach der Seite der Philosophen weiter zu vernetzen. Dabei \u00a0werden bekanntlich Abgleichungen zu anderen profilierten Pers\u00f6nlichkeiten vorgenommen, die als Solit\u00e4re eigentlich Inbegriff der gerade von Flusser &#8211; nicht erst aus der &#8218;Nachgeschichte&#8216; &#8211; verabschiedeten \u201aAutoren\u2019 sein m\u00fcssen. Sie spiegeln einander und wer will sagen, wer dabei gewonnen oder verloren haben sollte? \u00a0Alle haben sie an Nachruhm gewonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man Titel und Untertitel der Tagung &#8211; \u201eMedien und Spiel \u2013 Medienkultur nach Vilem Flusser\u201c\u00a0<b>&#8211;\u00a0<\/b>w\u00f6rtlich nimmt, m\u00fcssten solche Aspekte eine Nebenrolle spielen. \u00a0Stattdessen spielte die angek\u00fcndigte \u201emathematische Spieltheorie\u201c \u2013 leider bereits bei Flusser \u2013\u00a0eine Nebenrolle. Denn er hat deren Erkenntnispotential jenseits ihrer pragmatischen Zielsetzungen schlicht liegen lassen. Rapoport war ein geistvoller\u00a0und scharfsinniger Mann. \u00a0Auch <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1475\">der strukturierte historische Datenschatz von Jan Huizinga<\/a>, dem man seinen genialen Begriff enteignet hat, wurde hier vergessen. Stattdessen Plato als Spieler, warum nicht, der junge! Doch ohne Scherz: Er wurde nur f\u00fcr die philosophische Mu\u00dfe in Anspruch genommen. Immerhin haben die manchmal lebhaften Diskussionen und nat\u00fcrlich die diversen Begegnungen die Lebendigkeit des Spiels in die Tagung bringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>28.2.2014<\/p>\n<div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u201aGeiles Mash-up\u2019 oder &#8230;. \u201aProust\u2019 ? \u00a0 Wer ist Vilem Flusser? 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