{"id":1874,"date":"2014-01-28T18:50:31","date_gmt":"2014-01-28T17:50:31","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1874"},"modified":"2016-10-07T16:10:06","modified_gmt":"2016-10-07T15:10:06","slug":"theorie-fiktion-kunst","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1874","title":{"rendered":"Flusser endlich als K\u00fcnstler nehmen!"},"content":{"rendered":"<p>Versuch, eine Demarkationslinie zwischen der Realit\u00e4tswahrnehmung Flussers und seinem Reich der\u00a0&#8218;Fiktion&#8216; <i>z<\/i>u ziehen &#8211; \u00a0im Gespr\u00e4ch mit Florian R\u00f6tzer (Oktober 1991) und im Essay &#8218;Sich selbst sterben sehen&#8216;.<i><i><!--more--><\/i><\/i><\/p>\n<p><i><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG-Touch\u00e9-4050.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1875\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG-Touch\u00e9-4050-300x150.jpg\" alt=\"IMG Touch\u00e9 4050\" width=\"300\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG-Touch\u00e9-4050-300x150.jpg 300w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG-Touch\u00e9-4050-624x312.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG-Touch\u00e9-4050.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><i>\u201eKleine, du hast nichts verstanden!\u201c \u00a0\u00a0<\/i><\/i><\/p>\n<p><i><i>So w\u00fcrde\u00a0<\/i><\/i><i style=\"font-style: italic;\"><i style=\"font-style: italic;\">Vil\u00e9m Flusser titeln. <\/i><\/i><i><i>(Gustavo Bernardo: fs 11) &#8211; <\/i>Cartoon 4050 aus : Tom Touch\u00e9 4001-4500, Copyright Thomas K\u00f6rner 2007. <\/i>Link: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/wahrheit\/bei-tom\/\">http:\/\/www.taz.de\/1\/wahrheit\/bei-tom\/<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist verschiedentlich vorgeschlagen worden, unter anderem von Marcel Marburger, Vil\u00e9m Flusser als K\u00fcnstler zu betrachten. Ich m\u00f6chte die Idee aufnehmen, nicht als \u00e4u\u00dferste R\u00fcckzugsstellung aus der akademischen Debatte, sondern als Ausgangspunkt f\u00fcr unbelastete Untersuchungen. Wozu denn entt\u00e4uschte Kritiken und Vorw\u00fcrfe? Er war <span style=\"text-decoration: underline;\">als<\/span> Philosoph K\u00fcnstler, nichts anderes. Was ich als \u201aDoktrin\u2019 kritisierte,\u00a0 ist Programm, ist Konzept.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin in letzter Zeit ein wenig seinen Verweisen auf und Anleihen bei den \u201aZukunftswissenschaften\u2019 nachgegangen: Kybernetik, Astrophysik (\u201aEntropie\u2019), Informatik und mathematische Spieltheorie. Sie liefern ihm Material zu seinem theoretischen Werk \u2013 Bauteile und Argumente , mehr nicht \u2013 das ist mein Eindruck, und ich hoffe, auf der Tagung mehr Klarheit dar\u00fcber zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es schleicht sich angesichts der von Flusser verbauten Materialien leicht der falsche Eindruck ein, dass er Erkenntnis nach Art moderner Wissenschaften gewinnen wollte. Er selber hat aber h\u00e4ufig genug gegen sie polemisiert, \u00fcber ihre Sinn-Leere gespottet und seinen <i>existenzphilosophischen <\/i>und <i>ontologischen<\/i> Standpunkt &#8211; selbstredend \u00fcber dem <i>Abgrund<\/i>, der <i>Bodenlosigkeit &#8211;<\/i>\u00a0behauptet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elisabeth Neswald hat 1998 \u2013 W. Iser folgend &#8211; den Status seiner Texte pr\u00e4gnant beschrieben als \u201aFiktionen mit hohem Anteil an Imagin\u00e4rem in Spannung mit der au\u00dfertextlichen Wirklichkeit als au\u00dfertextuelle Welt\u2019, wobei \u201asich das Reale als die Vielfalt der Diskurse bestimmt, denen die Weltzuwendung des Autors durch den Text gilt.\u2019 (,Medien-Theologie\u2019, S.4)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Theorien waren sein pers\u00f6nliches Lebenswerk, er hat an ihnen gearbeitet wie ein Komponist an einem Zyklus. Seit dem 18. Jh. war es f\u00fcr Philosophen nicht\u00a0 ungew\u00f6hnlich, Theoriengeb\u00e4ude zu errichten. Hegel und sein einsamer Widersacher Schopenhauer opferten ihr Leben ihrer Gesamtschau. Dann traten selbstbewusste literarische Philosophen auf den Plan.\u00a0Flussers Theoriegeb\u00e4ude habe ich bereits fr\u00fcher mit der \u201aSagrada Famiglia\u2019 von Gaud\u00ed\u00a0 verglichen, als Projekt, das \u2013 schon ganz im Sinne des 20.Jh. &#8211; \u00fcberhaupt nicht zu vollenden ist, ohne es v\u00f6llig zu entstellen &#8211; was dort gerade geschieht unter Zuhilfenahme von Gro\u00dfrechnern. Nur <span style=\"text-decoration: underline;\">er<\/span> kannte die vielen geheimen internen Verweise und Bez\u00fcge. \u00dcber die Jahre hat er abwechselnd und parallel an den verschiedenen Baustellen gearbeitet, deren Pl\u00e4ne nur in seinem Kopf existierten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach seinem Unfalltod im Herbst 1991 \u00fcberlebte &#8218;das Werk&#8216; als Baustelle im Wissen der Witwe und enger Freunde.\u00a0Nun wird es in jahrelanger Arbeit und unter \u00dcberwindung der von ihm aufgestellten Fallen, eingebauten Tapetent\u00fcren und Scheint\u00fcren nach M\u00f6glichkeit akademisch rekonstruiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Eine Welt au\u00dferhalb der Theorie ? Im Interview !<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein K\u00fcnstler wird in der Regel die Welt von seinem Werk und die allt\u00e4gliche Realit\u00e4t von seinen Fiktionen trennen k\u00f6nnen. In privaten Gespr\u00e4chen kann man das ganz anders beobachten als in \u00a0aufgezeichneten Interviews, die uns &#8218;Nachgeborenen&#8216; bei Flusserzur Verf\u00fcgung stehen. Doch auch hier kann man auf die Vermittlung zwischen dem &#8218;Werk&#8216;, der &#8218;Theorie&#8216; und dem Alltagsbewusstsein des Interviewers und seiner Zuh\u00f6rer oder Leser wenigstens achten. Flussers Gespr\u00e4ch mit dem befreundeten Florian R\u00f6tzer im Oktober 1991 zeigt die Demarkationslinie zum &#8218;Werk&#8216; ungew\u00f6hnlich gut. So macht zu Beginn macht Flusser ein paar Feststellungen, wie ich sie schon gar nicht mehr erwartet hatte. Wieweit das ein taktischer Schritt war, um den Leser bei seinem Alltagsverst\u00e4ndnis \u201aabzuholen\u2019, wie es in der P\u00e4dagogik seit den siebziger Jahren hie\u00df, l\u00e4sst sich kaum beurteilen. Nach etwa einem Viertel des Interviewtextes \u00fcbernimmt jedenfalls Flussers Theoriewerk wieder die Regie mitsamt seinen Fixierungen, Empfindlichkeiten und Feindbildern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich drucke das erste Viertel des Protokolls ungek\u00fcrzt ab, damit die interessanten Aussagen in ihrem Kontext gelesen werden k\u00f6nnen, und numeriere darin die Passagen, die ich anschlie\u00dfend kommentieren m\u00f6chte.\u00a0Der Text ist im Netz zu finden unter dem Titel \u201eN\u00e4chstenliebe im elektronischen Zeitalter\u201c ohne Quellenangabe\u00a0 erschienen (<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/2\/2030\/1.html\">http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/2\/2030\/1.html<\/a>)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Gespr\u00e4chsprotokoll<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>R\u00f6tzer: Sie haben in Ihren B\u00fcchern immer wieder behauptet, da\u00df wir auf der Schwelle zu einer neuen Epoche stehen w\u00fcrden. Sie f\u00fchren das auf die neuen Techniken zur\u00fcck. Es ist sicher der Computer, der im Zentrum der gegenw\u00e4rtigen Ver\u00e4nderungen steht. W\u00fcrden Sie denn sagen, da\u00df man Epochen durch ihre Techniken charakterisieren kann, weswegen man dann auch sagen k\u00f6nnte, es g\u00e4be so etwas oder m\u00fc\u00dfte so etwas geben wie eine Philosophie des Computerzeitalters?<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(1) <\/b>Vilem Flusser: Ich m\u00f6chte das ein wenig pr\u00e4zisieren. Ich bin einverstanden, wenn man von einer Schwelle spricht, sofern man die Schwelle breit genug ansetzt. Sie hat sich bereits in der Mitte des 19.Jahrhunderts gezeigt, und wir werden sie sicher nicht vor der Mitte des 21.Jahrhunderts \u00fcberschreiten. Ich bin auch damit einverstanden, da\u00df Sie den \u00dcbergang auf den technischen Einflu\u00df zur\u00fcckf\u00fchren, allerdings mit der Einschr\u00e4nkung, da\u00df die Technik allein zur Erkl\u00e4rung nicht ausreicht. Die Technik schl\u00e4gt n\u00e4mlich auf das Bewu\u00dftsein zur\u00fcck, in dem die Ver\u00e4nderungen gr\u00f6\u00dfer sind als in der Umwelt.\u00a0 <b>(2)<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(3) <\/b>Jetzt aber zur Frage, ob eine Philosophie des Computerzeitalters gefordert ist. Eine Philosophie der neuen Zeit entsteht von selbst. Nicht nur, weil sich die Themen \u00e4ndern, sondern vor allem, weil sich die Methode des Denkens ver\u00e4ndert. Eine der Charakteristiken des \u00dcbergangs ist, da\u00df wir uns nicht mehr mit kausalen Erkl\u00e4rungen begn\u00fcgen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen die Ph\u00e4nomene als Produkte eines Spiels von Zuf\u00e4llen ansehen, wobei die Zuf\u00e4lle statistisch dazu neigen, notwendig zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Wenn Sie sagen, da\u00df wir nicht mehr kausal erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, hei\u00dft das, wir k\u00f6nnen dies erkenntnistheoretisch nicht mehr, oder k\u00f6nnen wir uns auch als Menschen des Alltags nicht mehr so wie in der Tradition verstehen, sondern sind dazu gen\u00f6tigt, uns etwa aus der Perspektive der Wahrscheinlichkeitstheorie zu begreifen?<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(4)<\/b> Vilem Flusser: Das, was Sie den Menschen im Alltag nennen, oder das, was man den gesunden Menschenverstand genannt hat, ist das wissenschaftliche Niveau vergangener Jahrhunderte. Wir denken im Alltag so, wie man seit der Renaissance bis zur Aufkl\u00e4rung im elit\u00e4ren Denken gedacht hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(5) <\/b>Der Umbruch, von dem ich gesprochen habe, ist ein elit\u00e4rer Umbruch, der nicht so schnell ins Bewu\u00dftsein der gro\u00dfen Menge dringen wird. Er tr\u00f6pfelt in es ein. Das war schon immer so. Wenn ich sage, da\u00df wir dazu gezwungen sind, die Kategorien unseres Denken umzuformen, dann meine ich, da\u00df wir durch die Wissenschaft und die mit ihr zusammenh\u00e4ngende Spekulation dazu gezwungen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(6) <\/b>Ich bin der \u00dcberzeugung, da\u00df die Wissenschaft und die wissenschaftliche Methode f\u00fcr alle absehbare Zukunft das Paradigma des zivilisierten Denkens bleiben werden. Die Methoden ver\u00e4ndern sich nat\u00fcrlich, aber als wissenschaftliche Methode bleibt sie das Paradigma f\u00fcr alle Methoden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Sie sagen gelegentlich, da\u00df auch die Wissenschaft sich ver\u00e4ndern werde und wieder mehr mit der Kunst verschmelze. Mit dem Computer werden mit bedeutungslosen Elementen, den Pixeln oder Bits, neue Welten entworfen. Das haben Sie in einem Text auch als die Grundverfassung des menschlichen Seins in der Gegenwart beschrieben. Dann aber w\u00e4re es weniger die Wissenschaft, sondern eher der Computer, der das Paradigma f\u00fcr das aktuelle Selbstverst\u00e4ndnis des Menschen ist.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vilem Flusser: Sie haben vorher etwas gefragt, worauf ich noch nicht geantwortet habe, n\u00e4mlich ob die Technik ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Geschichte der Menschheit ist. Ich bin damit einverstanden. (&#8230;.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(7) <\/b>Sie fragten, ob nicht statt der Wissenschaft der Computer als ein Modell der heranbrechenden Zukunft anzusehen sei. Ich kann das nicht so trennen, weil die Technik angewandte Wissenschaft ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie fragten, ob Kunst und Wissenschaft nicht einander n\u00e4herr\u00fcckten. Von dem Wort Kunst war ich nie sehr begeistert. Vielleicht ist die Kunst der Neuzeit von den fr\u00fcheren K\u00fcnsten nur dadurch verschieden, da\u00df sie nicht wissenschaftlich unterbaut war, da\u00df sie sozusagen eine empirische Technik gewesen ist. Das ver\u00e4ndert sich vielleicht jetzt. Vielleicht k\u00f6nnen wir wieder die Kunst als angewandte Wissenschaft oder die Wissenschaft als eine Theorie der Kunst ansehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>In welchem Verh\u00e4ltnis steht denn die Philosophie zu den Wissenschaften? Der Philosoph ist kein Wissenschaftler, er ist auch kein Techniker. Der Philosoph spricht in der Sprache, die man seit 2000 Jahren verwendet. Er kann die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden vielleicht deuten, verallgemeinern oder kritisieren. In Ihren B\u00fcchern sprechen Sie auch immer von der Krise der Linearit\u00e4t, die mit dem Computer und dem digitalen Code einher geht. Die Philosophie ist mit ihrem geschichtlichen Hintergrund ja nun par excellence ein lineares Denken. Wie also verh\u00e4lt sich der Philosoph der Wissenschaft und Technik zur traditionellen argumentativen Philosophie?<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(8) <\/b>Vilem Flusser:\u00a0 (&#8230;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt Leute, insbesondere in den angels\u00e4chsischen Kulturen, die behaupten, da\u00df die Philosophie v\u00f6llig von den verschiedenen Wissenschaften entleert wurde und da\u00df ihr jetzt nichts anderes \u00fcbrigbleibt, als \u00fcber die Wissenschaft, die aus ihr entstanden ist, nachzudenken, da\u00df also die Philosophie nichts anderes sein kann als Wissenschaftskritik. Ich w\u00fcrde nicht soweit gehen. Ich w\u00fcrde sagen, da\u00df es Gebiete gibt, die die Wissenschaft nicht besetzt hat und die von der Wissenschaft per definitionem gar nicht besetzt werden k\u00f6nnen, n\u00e4mlich die Gebiete der Werte. Auf dem Feld der Werte ist die Methode des theoretischen Denkens noch immer g\u00fcltig. Es gibt also zwei Gebiete, f\u00fcr die die Philosophie noch immer kompetent ist: die Kritik der Wissenschaft und die der politischen oder \u00e4sthetischen Werte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">( &#8230;. )<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u00a0<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Die acht Punkte<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(1) <\/b>Ich bin einverstanden, wenn man von einer Schwelle spricht, sofern man die Schwelle breit genug ansetzt. Sie hat sich bereits in der Mitte des 19.Jahrhunderts gezeigt, und wir werden sie sicher nicht <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>&#8230; <\/b>vor der Mitte des 21.Jahrhunderts \u00fcberschreiten.<b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(2) <\/b>da\u00df die Technik allein zur Erkl\u00e4rung nicht ausreicht. Die Technik schl\u00e4gt n\u00e4mlich auf das Bewu\u00dftsein zur\u00fcck, in dem die Ver\u00e4nderungen gr\u00f6\u00dfer sind als in der Umwelt.\u00a0 <b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(3) <\/b>Jetzt aber zur Frage, ob eine Philosophie des Computerzeitalters gefordert ist. Eine Philosophie der neuen Zeit entsteht von selbst.<b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(4) <\/b>Das, was Sie den Menschen im Alltag nennen, oder das, was man den gesunden Menschenverstand genannt hat, ist das wissenschaftliche Niveau vergangener Jahrhunderte. Wir denken im Alltag so, wie man seit der Renaissance bis zur Aufkl\u00e4rung im elit\u00e4ren Denken gedacht hat.<b><\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(5) <\/b>Der Umbruch, von dem ich gesprochen habe, ist ein elit\u00e4rer Umbruch, der nicht so schnell ins Bewu\u00dftsein der gro\u00dfen Menge dringen wird. Er tr\u00f6pfelt in es ein. Das war schon immer so. Wenn ich sage, da\u00df wir dazu gezwungen sind, die Kategorien unseres Denken umzuformen, dann meine ich, da\u00df wir durch die Wissenschaft und die mit ihr zusammenh\u00e4ngende Spekulation dazu gezwungen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(6) <\/b>Ich bin der \u00dcberzeugung, da\u00df die Wissenschaft und die wissenschaftliche Methode f\u00fcr alle absehbare Zukunft das Paradigma des zivilisierten Denkens bleiben werden. Die Methoden ver\u00e4ndern sich nat\u00fcrlich, aber als wissenschaftliche Methode bleibt sie das Paradigma f\u00fcr alle Methoden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(7) <\/b>Sie fragten, ob nicht statt der Wissenschaft der Computer als ein Modell der heranbrechenden Zukunft anzusehen sei. Ich kann das nicht so trennen, weil die Technik angewandte Wissenschaft ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(8)<\/b>&#8230;. Ich w\u00fcrde sagen, da\u00df es Gebiete gibt, die die Wissenschaft nicht besetzt hat und die von der Wissenschaft per definitionem gar nicht besetzt werden k\u00f6nnen, n\u00e4mlich die Gebiete der Werte. Auf dem Feld der Werte ist die Methode des theoretischen Denkens noch immer g\u00fcltig. Es gibt also zwei Gebiete, f\u00fcr die die Philosophie noch immer kompetent ist: die Kritik der Wissenschaft und die der politischen oder \u00e4sthetischen Werte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Mein Kommentar<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alltagsbewusstsein mag f\u00fcr Flusser prim\u00e4r <b>(4)<\/b> eine <i>historische<\/i> Erscheinung gewesen sein, es ist aber auch lingua franca f\u00fcr verschiedene Sichten auf die Welt. So ist es mit der Rede von einer Schwelle von einem ganzen Jahrhundert (Mitte bis Mitte). <b>(1)<\/b> Die Festlegung \u00fcber die Mitte des 21.Jh. hinaus entspannt die philosophische Problematik, ebenso der Hinweis auf die\u00a0 unterschiedliche Dynamik der Ver\u00e4nderungen in Umwelt und Bewusstsein, <b>(2)<\/b>, ein sich entwickelndes \u201eoffenes System\u201c, von dem <span style=\"text-decoration: underline;\">Foerster <\/span>sagt, dass ein Gesamt-Algorithmus \u00fcberhaupt nicht entwickelt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu<b> (3)<\/b>: <i>Die Philosophie des Zeitalters entsteht von selbst<\/i>. Wie sonst? Flusser macht oft Miene, sie aus dem Boden stampfen zu wollen, und dabei w\u00e4re er fast untergegangen, wenn ihn nicht ein paar junge Leute in Kleinverlagen gerettet h\u00e4tten. Philosophie muss sich Zeit nehmen, sie kann es auch, denn sie muss Entscheidungen verantworten. <span style=\"text-decoration: underline;\">Hans Blumenberg<\/span> macht es vor, eingedenk der Metapher Hegels von der \u201aEule der Minerva\u2019. Wenn sich aber Philosophen f\u00fcr \u201aEthikkommissionen\u2019 praktisch in den entsprechenden Apparat einbinden lassen, ist das ethisch auch nicht zu verwerfen, nach dem Vorbild von Theologen, die sich seit jeher der Seelsorge verpflichtet f\u00fchlen. <span style=\"text-decoration: underline;\">Paul Feyerabend <\/span>h\u00e4tte als Konstruktivist\u00a0 und Anarchist nur dann etwas dagegen gehabt, wenn sie ihre jeweiligen Doktrinen \u00fcber andere Wertordnungen triumphieren lassen wollen. Ich neige dazu, diese Leute\u00a0 als \u201aPhilosophen mit akademischem Grad\u2019 zu bezeichnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Beobachter k\u00f6nnen wir die weitere Entwicklung von Philosophie also auch gelassen betrachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu passt auch Flussers Diktum vom <i>elit\u00e4ren Umbruch<\/i>, der <i>in die gro\u00dfe Menge eintr\u00f6pfelt<\/i>. <b>(5)<\/b>\u00a0 Hei\u00dft das doch, dass er zun\u00e4chst ein <i>Umbruch<\/i> in den K\u00f6pfen von <i>Eliten<\/i> ist. Offen bleibt an dieser Stelle, welcher Art sie sind. Zudem ist anzunehmen, dass \u00fcber viele Fragen, die den Charakter des <i>Umbruchs <\/i>betreffen, grunds\u00e4tzlich keine Einigkeit zu erwarten ist. Auch wenn wir mit <b>(6)<\/b> annehmen, dass <i>die Wissenschaft und die wissenschaftliche Methode f\u00fcr absehbare Zukunft das Paradigma des zivilisierten Denkens bleiben werden<\/i>, \u00e4ndert das wenig. Die Geschichte der Wissenschaften ist eine des Streits und der Spaltung der Schulen, deren Beziehung als <i>Dialog<\/i> zu bezeichnen, dar\u00fcber hinweg t\u00e4uscht, welche banalen Kr\u00e4fte unterhalb der Diskursoberfl\u00e4che wirken und die F\u00e4den ziehen. Man mag die einschl\u00e4gigen Studien \u00fcber \u201aParadigmenwechsel\u2019 gar nicht mehr zitieren. Also bis auf weiteres \u2019Business as usual\u2019.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>(7)<\/b> und <b>(8)<\/b> lassen an Einsichten des Kybernetikers Heinz von Foerster denken. Der Computer ist und bleibt <i>angewandte Wissenschaft<\/i>.\u00a0 Und Philosophie <i>Kritik der Wissenschaft<\/i> \u2013 wie distanziert auch immer oder eingebunden oder gar Teil von Fachdisziplinen.\u00a0Das gilt auch f\u00fcr <i>die Werte<\/i>, \u00fcber die wohl ein absoluter Konsens prinzipiell ausgeschlossen ist. Flussers selbst praktiziert die Abwandlung und Umdeutung tragender Begriffe des <i>Humanismus<\/i> (wie er es nennt), etwa Freiheit und Menschenw\u00fcrde, in solche <i>des Computerzeitalters<\/i>. Er scheint Gr\u00fcnde zu haben, unter dem <i>Gebiet der Werte <\/i>nur <i>die politischen und \u00e4sthetischen Werte<\/i> aufzuf\u00fchren. Mich freut aber, dass <i>Politik<\/i> f\u00fcr ihn noch in Form der <i>politischen Werte<\/i> weiter existieren darf. Und dass auch er das Wort im gew\u00f6hnlichen Sprachverst\u00e4ndnis benutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>\u00dcber die Demarkationslinie<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war\u00a0 \u2013 unter Weglassung weniger St\u00f6rungen \u2013 das erste Viertel des Dialogs. Roetzer tritt auf als gelehriger Sch\u00fcler, der die Lehre verinnerlicht hat, und erlaubt Flusser, als Mann mit Augenma\u00df und gesundem Menschenverstand aufzutreten. Der erscheint ein wenig steif, wenn er seine eigenen Thesen mit: \u201eich bin auch damit einverstanden\u201c <b>(1)<\/b> kommentiert. F\u00fcr mich ist der Zukunftshorizont prinzipiell offen, dazu braucht man nicht ausgesprochen konstruktivistisch zu denken. Die Aussagen unter <b>(1)<\/b> bis <b>(8)<\/b> ber\u00fccksichtigen das, wobei Bef\u00fcrchtungen und Hoffnungen immer erlaubt sind und sich begr\u00fcnden lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann \u00fcberschreitet Flusser f\u00fcr diesmal endg\u00fcltig die Linie. Er h\u00e4lt es auf der allt\u00e4glichen Ebene nicht aus. <i>Alltag<\/i> <b>(4)<\/b> ist gleich <i>elit\u00e4res Denken<\/i> <i>bis zur Aufkl\u00e4rung<\/i>. Bei der Alternative will ich gern dabei bleiben, mit solchen Autoren!\u00a0Flusser bleibt nicht bei den Menschen, aber auch nicht an einem Punkt, was er f\u00e4lschlich generalisierend der Interviewsituation zuschreibt. Oberfl\u00e4chlichkeit ist sein Programm. Es ist zwar nichts Relevantes zu erkennen. Dennoch zeigt er eine auff\u00e4llige Hast, <i>Zukunft<\/i>\u00a0 kategorial zu bestimmen. Wird er einmal als exzentrischer Vertreter der \u201aScience Fiction\u2019 gesch\u00e4tzt werden? Der K\u00fcnstler und K\u00fcnder. Nat\u00fcrlich hat er die ganze Zeit immer wieder \u00fcber die Linie gewechselt. Wir haben nur nicht darauf\u00a0 geachtet. So erweitert er die bereits zitierte Bemerkung <b>(5)<\/b> : <i>Wenn ich sage, da\u00df wir dazu gezwungen sind, die Kategorien unseres Denken umzuformen, dann meine ich, da\u00df wir durch die Wissenschaft und die mit ihr zusammenh\u00e4ngende Spekulation dazu gezwungen sind. <\/i>An diesem <i>Zwang<\/i> scheint ihm viel zu liegen. Der Begriff taucht an verschiedenen Stellen auf. Die dynamischen und vielgestaltigen Wissenschaften der Gegenwart werden zu einem idealen Singular zugerichtet, den Flusser wohl mit der Vorstellung unaufhaltsam voranschreitender \u201aNaturwissenschaft\u2019 gleichsetzt. Wenn aber schon deren Arbeitsergebnisse nie <i>zwingend <\/i>sind, ist es <i>die Spekulation<\/i> im nachtheologischen und nachmetaphysischen Zeitalter schon gar nicht. Zumal sie hier als <i>Spekulation <\/i>eines Individuums, das Schule machen will, auftritt. Das wei\u00df er. Damit kokettiert er auch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ironischer Blick auf die eigene Parallelwelt<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wiederholt hat Flusser elegant mit der Demarkationslinie seine Spiele getrieben. Ein Beispiel: Einem Essay des 1991 erstmals erschienenen Buches \u201eNachgeschichte\u201c hat er den anr\u00fcchigen Titel \u201c<i><span style=\"text-decoration: underline;\">Sich selbst sterben sehen<\/span><\/i>\u201d gegeben. (ebd. 162ff.) Hier f\u00fchrt er clownesk ein<i> metaphorisches Sterben<\/i> vor, bei dem die Menschen &#8211; zu ihrem Gl\u00fcck &#8211; unbeschadet weiterleben k\u00f6nnen \u2013 \u00fcbrigens mit allen ihren ungel\u00f6sten Problemen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst spricht er vom <i>Verfall<\/i>, einem <i>Sterbevorgang, und zwar aufgrund von Senilit\u00e4t, nicht von Leiden oder Krieg<\/i> (162), denn es handelt sich um das <i>Sterben der westlichen Zivilisation <\/i>(170), wovon er \u201c<i>keine unvoreingenommene Untersuchung<\/i>\u201d (168) vorzunehmen beabsichtigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Wenn wir mit \u00dcberleben meinen sollten, weiterhin zu atmen, zu essen und zu kopulieren, weiterhin zu denken, zu f\u00fchlen und zu w\u00fcnschen, dann k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich unsere Gesellschaft \u00fcberleben, und das ist der Grund, warum die Rede vom Tod einer Gesellschaft eine metaphorische Weise des Sprechens ist<\/i>. (170) &#8211; Die ver\u00e4chtliche Haltung zu dem, was die ganze menschliche Existenz ausmacht, \u00fcbersehen wir f\u00fcr diesmal wegen der beschwingten Weise, wie Flusser seinen Essay verl\u00e4sst \u2013 <i>weil wir nun wissen, dass Sterben nichts ausmacht<\/i> (171)<i>. <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Philosophisches Kino<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich denke an die Flut verst\u00f6render Horror- und Kriminalfilme, denen sich gegenw\u00e4rtig ein Publikum quer durch alle sozialen Schichten bereitwillig aussetzt, die sogar Gegenstand gehobenen Feuilletons werden. Warum nicht auch unheilsschwangere Utopien?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie erscheinen ja nur auf Projektions-<i>W\u00e4nden<\/i>, den Nachfolgern der H\u00f6hlenwand. (\u201e<i>W\u00e4nde<\/i>\u201d in Dinge und Undinge, 1993, 27-32) <i>Es ist gerade ihre Kahlheit und K\u00e4lte, ihre \u00e4sthetische Neutralit\u00e4t, welche sie bef\u00e4higt, Tr\u00e4ger eines betr\u00e4chtlichen Teils der menschlichen bildenden Phantasie zu werden. Ein gro\u00dfer Teil des menschlichen Willens, der entropischen Tendenz der Natur immer neue Formen aufzwingen, verwirklicht sich (&#8230;) gegen den Hintergrund der kahlen W\u00e4nde. <\/i>(29)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Flussers philosophisches Kino! Ich komme mir manchmal vor, als ob ich in einen Kinosaal oder eine platonische H\u00f6hle hinabsteigen w\u00fcrde, wo Menschen &#8211; gefesselt oder nicht &#8211; gebannt vor flackernden Schatten sitzen, die ein gewandter Schattenspieler Flusser vor ihnen entstehen l\u00e4sst, um sie ihnen im n\u00e4chsten Moment wieder zu entziehen\u2026. Hier erwache ich und kann deshalb nichts weiter berichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Statt eines Schlusses: In der letzten Einstellung von \u201cBlade Runner\u201d (1982), die der Regisseur Ridley Scott bezeichnenderweise nicht autorisierte, entkommt das Protagonistenpaar dem dr\u00e4uenden Nebel, der den ganzen Film beherrscht hat, in eine sonnendurchflutete Landschaft. Das h\u00e4tte ich dem Bullen und der \u201aReplikantin\u2019 gar nicht zugetraut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4. \u2013 28. Januar 2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Versuch, eine Demarkationslinie zwischen der Realit\u00e4tswahrnehmung Flussers und seinem Reich der\u00a0&#8218;Fiktion&#8216; zu ziehen &#8211; \u00a0im Gespr\u00e4ch mit Florian R\u00f6tzer (Oktober 1991) und im Essay &#8218;Sich selbst sterben sehen&#8216;.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10,101],"tags":[],"class_list":["post-1874","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-flusser_vilem-leben","category-flusser-essays"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1874","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1874"}],"version-history":[{"count":22,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1874\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5678,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1874\/revisions\/5678"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1874"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1874"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1874"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}