{"id":1759,"date":"2018-05-31T12:52:08","date_gmt":"2018-05-31T10:52:08","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1759"},"modified":"2021-10-26T22:24:24","modified_gmt":"2021-10-26T20:24:24","slug":"archaeologische-offensive-gegen-nok","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1759","title":{"rendered":"Nok &#8211; eine arch\u00e4ologische Offensive (2013)"},"content":{"rendered":"<h6><span style=\"color: #ff0000;\">Upload\u00a0 8.11.2013 (zuletzt aktualisiert am 20.5.2020)<\/span><\/h6>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #808080;\"><strong>\u00a0&#8222;Neue Hochkultur entdeckt&#8220; &#8211; <\/strong><\/span><span style=\"color: #808080;\"><strong>Frontbericht aus der Mitte des Ausgrabungsteams<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_1762\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3488-NOK-FAZ.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1762\" class=\"wp-image-1762\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3488-NOK-FAZ.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3488-NOK-FAZ.jpg 1000w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3488-NOK-FAZ-300x221.jpg 300w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3488-NOK-FAZ-624x461.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1762\" class=\"wp-caption-text\">Museums-Aushang : FAZ 30.10.2013FAZ-Rezension &#8211; Zum Lesen bitte anklicken!<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #808080;\"><strong>Film aus einem untadeligen Grabungscamp<\/strong><\/span><\/h4>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Film im Untergeschoss des Liebig-Hauses zeigt das wissenschaftliche Ritual des eingeflogenen Teams in seinem abgelegenen Camp. Alles strahlt Isolation aus, wie bei jeder anderen fr\u00fch- und vorgeschichtlichen Ausgrabung. Die Untersuchungsschritte folgen abgestimmt und kontrolliert aufeinander wie bei der Diagnostik in einem hochmodernen Krankenhaus. Es entsteht zum Beispiel eine hoch aufl\u00f6sende digitale Karte des Gel\u00e4ndes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #808080;\">Entdeckung genuin afrikanischer Objekte\u00a0<\/span> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Schon beim Hereinkommen finde ich\u00a0 die Objekte &#8218;unbeschreiblich afrikanisch\u2019. Im Sommer las ich Willetts Klassiker \u201eAfrikanische Kunst\u201c (1971-95, dt. 1998). Willett \u00f6ffnet der Vorstellungskraft\u00a0 wie selbstverst\u00e4ndlich einen Weg in die unbekannte Geshichte der noch existierenden afrikanischen Kulturen. Ich komme mit Vorstellungen und Erwartungen in die Ausstellung, z. B. denen, dass V\u00f6lker und Untergruppen sehr unterschiedliche \u00e4sthetische Anspr\u00fcche stellten, dass vom nachl\u00e4ssigen Improvisieren bis zu spezialisiertem Handwerk unter Bauern und Nomaden alles vorgekommen ist, dass handwerkliche Spezialisierung keineswegs von <i>Hochkultur<\/i> abh\u00e4ngig war, und die sich problemlos mit Tauschwirtschaft vertrug. Handwerker wanderten immer schon, arbeiteten auch f\u00fcr andere Ethnien, die unter Umst\u00e4nden auch fremde Figuren oder Masken in ihren Kulten verwendeten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #808080;\"><strong>Die F\u00fchrung <\/strong><strong>ist klassisch &#8218;arch\u00e4ologisch&#8216;<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unsere Autorit\u00e4tsperson kennt zwar Willett, muss aber aus Gr\u00fcnden professioneller Unvoreingenommenheit und aus Respekt vor vorgezeichneten Kompetenzgrenzen auf all das verzichten. Ihr Revier ist die Altersbestimmung. Und sie hat \u201eein paar tausend Fragmente <em>Keramik<\/em> geklebt.\u201c Das nennt man so in Abgrenzung zu Figuren, die <i>Terrakotten<\/i> genannt werden. Die gef\u00fchrte Laienschar will sich naturgem\u00e4\u00df nicht auf das Spezialgebiet der Arch\u00e4ologin beschr\u00e4nken. Was man sich im Team so bei den Funden denke, will sie zwar nicht preisgeben, aber wenigstens die Spitznamen der Figuren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bereits zu Beginn grenzt sie den <em>Arbeitsauftrag von Arch\u00e4ologen<\/em> ab: sich nicht prim\u00e4r f\u00fcr die ber\u00fchmten <i>Terrakotten<\/i> zu interessieren, welche die Begr\u00fcndung f\u00fcr die teuren Forschungen liefern m\u00fcssen, sondern f\u00fcr eine <i>Kultur, Hochkultur<\/i>, von der man <strong><i>nichts<\/i><\/strong> wisse. Das wissenschaftliche Hauptinteresse gilt den Spuren der Eisenherstellung, das ist der strategische Aspekt. Es geht <em>den Arch\u00e4ologen<\/em> darum, \u00a0etablierte Pfeilrichtungen kultureller Einfl\u00fcsse umzukehren, hier: Wer leitet die &#8218;Eisenzeit&#8216; ein. Es geht nicht um h\u00f6her und weiter, aber um <i>fr\u00fcher<\/i>. Wir erleben das Ringen um die <i>Anciennit\u00e4t<\/i>, welche immer noch als Rangabzeichen der <em>Weltkulturen<\/em> funktioniert. Blo\u00dfer Austausch zwischen den Kulturen w\u00e4re das eingesetzte Geld nicht wert. Dabei folgte bisher jeder Hoffnung auf steigende technische Pr\u00e4zision, damit auf steigende Beweiskraft, eine ziemliche Entt\u00e4uschung. Die breite Streuung bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Voraussetzungslose Fremdheit ist wohl der bewusst gew\u00e4hlte Ausgangspunkt. Hier betritt eine frische wissenschaftliche Truppe das Kampfgebiet, gef\u00fchrt vom Geist eines alten Recken namens William Fagg, auf den man aber keine R\u00fccksicht nehmen muss.\u00a0 Durch <i>Trial and Error<\/i> will man sich Einsicht erzwingen. Alle m\u00f6glichen Vermutungen haben sich <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht<\/span> best\u00e4tigt: vor allem die der <i>Hochkultur<\/i>, wenn man darunter Schrift, Hierarchie und Pal\u00e4ste versteht. Nichts von alledem: Da lebten blo\u00df Hirsebauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Mischung von Lehm und Sand &#8222;war mit 75 zu 25% ideal&#8220;? Doch wie viele Generationen brauchen Dorfschmiede, um das herauszufinden? Bestenfalls eine einzige.<\/p>\n<p>Doch ein Befund scheint f\u00fcr das Team unersch\u00fctterlich zu sein: Alle Figuren bis auf eine Handvoll Ausnahmen sollen zerschlagen und verstreut worden sein. Und das soll man glauben? Und es war nicht die Verr\u00fccktheit von eins, zwei Generationen auf einem begrenzten Raum, in dem man zuf\u00e4llig gegraben hat? Eine Systematik? Ein Kult? Was sagen eigentlich die erfahrenen Raubgr\u00e4ber dazu? Die m\u00fcssten doch mehr wissen. Sie waren &#8211; wie die heutigen Hirsebauern &#8211; vor den Arch\u00e4ologen da und werden nach ihnen da sein.<\/p>\n<p>Man erfindet das Rad neu. Man glaubt niemandem erst mal etwas. Etwa Handelsverbindungen durch die Sahara zu den Ph\u00f6nikern oder nach Ober\u00e4gypten? Nein, bis zum Erweis des Gegenteils. Die Sahara sei bereits zu trocken gewesen. &#8218;\u00c4gypten&#8216; geh\u00f6rt ohnehin nicht mehr in den Forschungshorizont. \u00dcberhaupt die leitenden Vorstellungen im Hintergrund: Die Venusmuschel auf dem Vordersch\u00e4del einer Figur erregt Erstaunen, das Meer sei immerhin vierhundert Kilometer entfernt. Und die sollen einen Fernhandel mit Wertgegenst\u00e4nden behindert haben? Man denke nur an die griechischen Exporte tief in den europ\u00e4ischen Kontinent hinein.<\/p>\n<div id=\"attachment_1764\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3527NOK-afrikanisch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1764\" class=\"size-medium wp-image-1764\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3527NOK-afrikanisch-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3527NOK-afrikanisch-225x300.jpg 225w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3527NOK-afrikanisch-624x832.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/IMG_3527NOK-afrikanisch.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1764\" class=\"wp-caption-text\">Augen, Nasenfl\u00fcgel, Lippen, Nabelbruch, Muschel Foto: Pirat<\/p><\/div>\n<p><strong><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;<em>Die besonders ausdrucksstarken Objekte &#8230; stehen in ihren freien Formen der mediterranen Kunst jener Zeit stolz entgegen.<\/em>&#8222;<\/span><span style=\"color: #808080;\"> (Flyer)<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Versucht man etwa an das erfolgreiche Konzept der Vermarktung des <i>Primitivismus<\/i> ( Literatur: Rubin 1985) im 20. Jahrhundert anzukn\u00fcpfen?<\/p>\n<p>Die \u00c4sthetik der Nok-Figuren ist f\u00fcr Europ\u00e4er schr\u00e4g. Darf man den tiefen Graben jetzt nicht mehr sehen? Erst recht nicht als Gef\u00e4lle? W\u00e4re das bereits diskriminierend, also politisch unkorrekt?\u00a0 Sprachlos stehen sich die Figuren des Hellenismus und der Nok-Zeit\u00a0 gegen\u00fcber. Sollen Besucher, die vielleicht vorher nicht einmal gewusst haben, wo Nigeria liegt, etwa allein den Graben \u00fcberspringen?<\/p>\n<p>Entt\u00e4uschung ist vorprogrammiert. Selbst die f\u00fcr mich eigent\u00fcmlichste Eigenheit der <i>Nok-Terrakotten<\/i>, eine verbreitete \u00e4u\u00dferst grobk\u00f6rnige \u2013 <i>gemagerte<\/i> \u2013 Oberfl\u00e4che scheint sich einer banalen chemischen Ursache zu verdanken: dem extrem sauren Boden, in dem sich Knochen schon gar nicht erhalten haben.<\/p>\n<p>Ich sehe bereits unsere vorgeschichtlichen Holzidole und Moorleichen aus J\u00fctland und der L\u00fcneburger Heide in ihren Vitrinen aufstehen und <i>der mediterranen Kunst ihrer Epoche stolz entgegen<\/i> gehen. Warum eigentlich nicht?\u00a0 Die galloromanischen Br\u00fcder und Schwestern in Frankreich gehen ihnen bereits voran. (Mus\u00e9e Arch\u00e9ologique Dijon, 2012).<\/p>\n<p>Heute abend in Frankfurt ignorieren Griechen und \u00c4gypter jedenfalls schweigend die kleinw\u00fcchsigen und ganz sch\u00f6n ramponierten Eindringlinge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #808080;\"><strong>Afrikanisch !<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Apodiktisch ist die Feststellung des emeritierten Ethnologen <strong>Fritz Kramer <\/strong>am Telefon: \u201e<b><i>\u00dcber Nok wissen wir Ethnologen nichts<\/i><\/b>\u201c. Die d\u00fcnnen Spuren im Lehm wecken die tiefsitzende Angst der Wissenschaft vor haltloser Spekulation.<\/p>\n<p>Deshalb geraten die Suchenden wieder in den Arch\u00e4ologiepark f\u00fcr Kinder: <i>Als Adam jagte, Eva spann &#8230;.<\/i> Man hat Lager errichtet, gesammelt, gejagt, gepflanzt, Boote gebaut &#8230; und die Gef\u00e4\u00dfe mit Mustern geschm\u00fcckt. Die ver\u00e4ndern sich \u00fcblicherweise mit der Zeit und helfen uns bei einer Datierung, die mit einer Ungenauigkeit von mehreren Jahrhunderten rechnen muss. Ist aber sowieso egal. Alter tut doch schon gar nichts mehr zur Sache. Den Schauer haben wir doch schon vor drei\u00dfig Jahren erlebt.<\/p>\n<p>Aber fiel den Sommercamp-Arch\u00e4ologen in <strong>Afrika<\/strong>\u00a0 auch nicht mehr dazu ein? Frank Willett und die Kunstethnologen der nigerianischen Schule sind den ortsfremden Arch\u00e4ologen doch entgegengekommen. Afrika ist neugierig auf seine versch\u00fcttete Geschichte. Die Traditionen waren bis vor ganz kurzer Zeit im weiten Hinterland noch lebendig und werden seit hundert Jahre erforscht, beschrieben und dokumentiert. Selbst heute leben noch Zeitzeugen. Schlie\u00dflich die Objekte. Parallelen dr\u00e4ngen sich auf, keineswegs nur einzelne Signale wie die vortretenden gro\u00dfen <i>Yoruba<\/i>-Augen, Proportionen, Schmuck und Schmucknarben, Kopfbedeckungen &#8230;..<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #808080;\">Akademischer Sto\u00dftrupp ins unsichere Hinterland<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Allm\u00e4hlich bekomme ich das Gef\u00fchl, es sei alles so afrikanisch hier und das ganze Sto\u00dftruppunternehmen eine postkoloniale Art, Unruhe zu stiften. Das ist nat\u00fcrlich Unsinn: Die Fremden d\u00fcrfen die Objekte f\u00fcr ihre Ausstellung in Frankfurt \u00fcberhaupt nur ausleihen. &#8218;Fundteilung&#8216; war gestern! Dabei haben Bauern, H\u00e4ndler, H\u00e4uptlinge, internationaler Kunsthandel und Sammler l\u00e4ngst ein profitables Schmugglernetz gekn\u00fcpft. Das Team ist verzweifelt, aber hat nur geringe Hoffnung, die Akteure zu entmutigen. Man ist sogar gezwungen, mit solchen Leuten (nat\u00fcrlich nur wissenschaftlich!) zusammenzuarbeiten. Hinter denen stehen ja auch legitime interessen der Bauern, die in dem Gebiet leben und Angst vor Vertreibung durch die Beh\u00f6rden haben. Arch\u00e4ologie enteignet Siedlungsland.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Staat Nigeria mag vielleicht wirklich aus dem Grabungsprojekt ein Ferment von <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=3319\">dringend ben\u00f6tigtem Patriotismus<\/a> gewinnen, aber ist das so wichtig und \u2013 angesichts des islamisch gepr\u00e4gten Nordens \u00fcberhaupt aussichtsreich? Die UNESCO lassen wir einmal au\u00dfen vor. Wen interessiert das hier? Nicht einmal Reiseveranstalter. Schlie\u00dflich werden nicht Tempel und Pal\u00e4ste, sondern nur Scherben aus dem Boden gezogen und \u2013 meist zu \u00e4sthetisch unbefriedigenden &#8211; Fragmenten gekittet. Sogar Glanzkleber wird verwendet.<\/p>\n<p>2017 wurde das Grabungsprojekt vor Ort &#8222;nach der Entf\u00fchrung von Prof. Breunig und Mitarbeitern&#8220; durch Banditen eingestellt. Einen breiten \u00dcberblick \u00fcber den Stand und Perspektive der Arbeiten bietet der Bericht von IDW-Online vom 05.01.2018: <strong><em>Projekt zur Nok-Kultur geht in die Endrunde<\/em> (<a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news?print=1&amp;id=687088\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>). <\/strong>Der zwischenzeitlich &#8222;gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber in der Umgebung&#8220; zieht sich in den Elfenbeinturm zur\u00fcck. Man muss sich ohnehin auf die wissenschaftliche Arbeit an den massenhaft gesammelten Daten konzentrieren. <strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mehr \u00fcber die Entf\u00fchrung wissen und lese im Bericht\u00a0 vom 27.02.2017 (Autor: Christian Scheh in der <em>Frankfurter Neue Presse<\/em> (<a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/lokales\/frankfurt\/Entfuehrte-Archaeologen-aus-Frankfurt-wieder-frei;art675,2497421\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Link<\/a>) unter anderem:<\/p>\n<p><em>(&#8230;.) Am Mittwochmorgen waren Breunig, Arch\u00e4ologe der Frankfurter Goethe-Uni, und sein Mitarbeiter Johannes Behringer nahe dem nigerianischen Dorf Jenjela von bewaffneten M\u00e4nnern entf\u00fchrt worden. Zwei Dorfbewohner wurden erschossen. Das Bangen um das Leben der Forscher dauerte dreieinhalb Tage. Wie Usman Aliyu, Polizeisprecher des nigerianischen Bundesstaats Kaduna, gestern mitteilte, wurden die Arch\u00e4ologen am Samstagabend im Ort Katari freigelassen, der an der Schnellstra\u00dfe n\u00f6rdlich der Hauptstadt Abuja liegt. Die beiden Wissenschaftler seien k\u00f6rperlich unversehrt. Ob ein L\u00f6segeld bezahlt wurde, ist unklar. In ausl\u00e4ndischen Medien war nach der Entf\u00fchrung von einer Forderung in H\u00f6he von 60 Millionen Naira (etwa 185 000 Euro) die Rede gewesen. Diese Summe soll dem Aufseher der Ausgrabungsst\u00e4tte, auf der Breunig und Behringer arbeiteten, telefonisch genannt worden sein. Lokalpolitiker Shehu Musa Tafa wurde mit den Worten zitiert, dass die Entf\u00fchrer f\u00fcr den Fall, dass sich die Polizei n\u00e4here, mit dem Tod der deutschen Arch\u00e4ologen gedroht h\u00e4tten. Spezialeinheiten und -ermittler suchten die Umgebung von Jenjela trotzdem nach den Entf\u00fchrten ab. (&#8230;)\u00a0 Entf\u00fchrungen sind in dem westafrikanischen Land keine Seltenheit. Organisierte Banden verschleppen immer wieder Menschen, um Geld zu erpressen. Nach der Zahlung werden die Entf\u00fchrten oft wieder freigelassen.Offiziell zahlt der deutsche Staat kein L\u00f6segeld. Es soll aber immer wieder \u201eDeals\u201c geben, nach denen doch Geld flie\u00dft, zum Beispiel als Entwicklungshilfe getarnt.<\/em><\/p>\n<p>Was f\u00fcr die Experten den verst\u00f6renden Einbruch afrikanischer Gegenwart in ihre beh\u00fctete Forschungsinsel bedeutete,\u00a0 verhie\u00df f\u00fcr die Banditen, woher sie sich auch immer rekrutierten, lohnende Beute.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #808080;\"><strong>21.2.14<\/strong>\u00a0\u00a0 <\/span><strong><span style=\"color: #808080;\">Leser empfiehlt den Katalog<\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Sehr geehrte Redaktion, die Reportage kann ich nicht beurteilen, der anschlie\u00dfende Kommentar ist aber unakzeptabel. Man hat die die lasche Moral von Bloggern \u00fcbernommen, keine Sorgfalt walten lassen und beispielsweise die sorgf\u00e4ltigen und alle Aspekte behutsam abw\u00e4genden Beitr\u00e4ge des Katalogs schlichtweg ignoriert. War Ihnen der Preis von 39 \u20ac zu hoch oder nahmen Sie sich blo\u00df nicht die Zeit? Dringend ans Herz legen m\u00f6chte ich dem Redakteur Peter Breunigs &#8222;Gedanken zum Zweck der Nok-Skulpturen&#8220;, wenn er schon keine Zeit f\u00fcr die \u00fcbrigen aufbringt.<\/em><br \/>\n<em> MfG \u00a0F.0.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Upload\u00a0 8.11.2013 (zuletzt aktualisiert am 20.5.2020) \u00a0&#8222;Neue Hochkultur entdeckt&#8220; &#8211; Frontbericht aus der Mitte des Ausgrabungsteams<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[216],"tags":[],"class_list":["post-1759","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-afrikanische-aesthetik"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1759"}],"version-history":[{"count":43,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1759\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11704,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1759\/revisions\/11704"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}