{"id":16114,"date":"2024-11-16T22:18:50","date_gmt":"2024-11-16T21:18:50","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=16114"},"modified":"2024-11-29T17:16:06","modified_gmt":"2024-11-29T16:16:06","slug":"triste-neuinszenierung-des-schauspiels-freie-welt-im-jahr-2023","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=16114","title":{"rendered":"Triste Neuinszenierung des Schauspiels &#8222;Freie Welt&#8220;!"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #ff0000;\">Ein Textentwurf \u00e4lteren Datums bietet doppelten Vorteil: In einer nur zum Schlechteren\u00a0 ver\u00e4nderten Situation spart er Energie, die anderswo besser eingesetzt ist, und l\u00e4sst zum Nachdenken Raum.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 16. November 2024<\/span><\/h4>\n<h3><\/h3>\n<h3>Diese Weltkarte in der NZZ im M\u00e4rz 2023 nach einem Jahr Krieg war eindeutig:<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-16-um-21.53.22.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-16115\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-16-um-21.53.22-900x528.png\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"367\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-16-um-21.53.22-900x528.png 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-16-um-21.53.22-360x211.png 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-16-um-21.53.22-624x366.png 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Bildschirmfoto-2024-11-16-um-21.53.22.png 1526w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><\/p>\n<h4>21.3.23 nachts<\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4><strong>Triste Neuinszenierung des Schauspiels <em>Freie Welt<\/em> im Jahr 2023!\u00a0 <\/strong><strong>\u2013 Oder ist alles eine Frage der Beleuchtungskunst?<\/strong><\/h4>\n<p><strong>USA und Europa sind unwesentlich osterweitert. <\/strong><strong>Aber die USA ist nicht mehr der imposante und spendable Superman<\/strong> <strong>von damals gegen einen totalit\u00e4ren <em>imposteur<\/em> (Hochstapler). <\/strong><\/p>\n<p><strong>Dass die Mehrheit der Menschheit gegen uns war, konnte man erfolgreich verdr\u00e4ngen. Die \u201eVereinten Nationen\u201c waren ein Heimspiel mit dem einzigen Sch\u00f6nheitsfleck des sowjetischen Vetorechts und beiderseits des \u201eEisernen Vorhangs\u201c s\u00e4uberlich verteilten Atombomben. <\/strong>Der europ\u00e4ische Aggressor war eingesch\u00fcchtert und durch Konsum stillgestellt. Auch die zuvor \u00dcberfallenen und zeitweise durch Japan ihrer exotischen Kolonien Beraubten hielten still, aufgrund leerer Hoffnungen. Im Unterschied zum in der \u201eDritten Welt\u201c verbreiteten Elend besa\u00df man einen Sonntagsanzug und paradef\u00e4hige schwere Waffen, manche besa\u00dfen auch Monarch*innen.<\/p>\n<p>Es folgte eine lange Phase nachlassender au\u00dfenpolitischer Spannungen in diesem immer noch \u201erelevanten\u201c Kernbereich der globalen Politik, in den wohlhabensten Mitgliedsl\u00e4ndern genutzt zu politischer Nabelschau, die sich von Grauen erregenden Katastrophen &#8222;fern in der Walachei\u201c nicht irritieren lie\u00dfen. Eine neue noch unverbrauchte Generation besann sich \u201e1968\u201c auf angeblich vernachl\u00e4ssigte \u201eWerte\u201c, die in irgendwelchen \u201einternationalen\u201c Dokumenten versprochen waren, die man nur oberfl\u00e4chlich gelesen hatte und sogleich in rechtliche Anspr\u00fcche verwandelte. Die folgenden Generationen haben sowohl die Werte wie die v\u00f6lkerjuristische Verfahren als erfolgsversprechend \u00fcbernommen und perfektioniert.<\/p>\n<p><strong>Siebzig Jahre sp\u00e4ter <\/strong>\u2013 ein Zeitraum, der die Mindestgr\u00f6\u00dfe einer Behandlung selbst f\u00fcr den hartleibigen Geschichtsunterricht weiterf\u00fchrender Schulen erf\u00fcllt \u2013 <strong>scheint sich die Konstellation zu wiederholen, aber wie?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Immer noch liebt uns niemand von au\u00dferhalb. Selbst die Z\u00f6glinge kolonial und post-kolonial praktizierter Bildungssystem wenden sich gegen uns. <\/strong><\/p>\n<p>Die Menschen des chinesischen Festlandes (\u201eMainland\u201c) waren zu viele, um sie auszurotten oder zu kolonisieren, sie haben sich von der westlichen Dominanz abnabeln k\u00f6nnen, unter Einsatz mehrerer ma\u00dfloser \u201emaoistischer\u201c Autoaggressionen. Sie beharren auf einer, eben <u>ihrer<\/u> Machtelite, die ihr aus dem 19.jahrhundert stammendes westliches <em>Label <\/em>&#8222;Kommunismus&#8220; einfach nicht abstreifen will. Wozu auch?<\/p>\n<p>In der ganzen Welt ist \u201eKommunismus\u201c eine eingef\u00fchrte Handelsmarke. \u201eDie VR China\u201c ist zweifellos die erfolgreichste antikoloniale Revolution. Ihre uralte b\u00fcrokratische Kultur wurde nur zeitweise besch\u00e4digt und dann revolutioniert. Warum sollte der kulturell fundierte \u201eRassismus\u201c der Han-Chinesen anderswo ein Hindernis darstellen? Fremdenfeindlichkeit ist eine globale Realit\u00e4t, vielleicht sogar eine \u201eanthropologische Konstante\u201c. Als bigott werden die angeblich \u201ewertebasierten\u201cEurop\u00e4er und Amerikaner wahrgenommen, die nicht einmal ihren eigenen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen.<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass wir in den letzten sechshundert Jahren <em>Newcomer<\/em> darstellten, die vermeintlich h\u00f6here Zivilisationen allein durch ihre Gier und \u00fcberlegene Waffen \u00fcberrumpelten &#8211; eigentlich unbegreiflich. Unsere eigenen gesellschaftlichen Errungenschaften wurden durch unsere Repr\u00e4sentanten begreiflicherweise nicht vermittelt, die Jesuiten ausgenommen, deren\u00a0<em>know-how<\/em> in Indien und China wahrgenommen und genutzt wurde.<\/p>\n<p><strong>Wer sind wir heute? Wenn wir es recht bedenken, k\u00f6nnen wir uns und unsere Empfindlichkeiten selber nicht ernst nehmen.<\/strong> LTGB konnten bisher unter uns leben. Auch andere Individuen tragen schlie\u00dflich ihr B\u00fcndel durchs Leben. &#8218;Der Sozialstaat&#8216; ist nicht nur eine junge, sondern auch eine zuf\u00e4llige Errungenschaft, nicht unbedingt klug ausgewogen und \u201egerecht\u201c.<\/p>\n<p><strong>Was unterscheidet die vom \u201eWesten\u201c privilegierte <u>Ukraine<\/u> von Syrien, Libanon, Pal\u00e4stina und Irak? Und so weiter. <\/strong>Innergesellschaftlich ist bei uns die Haltung der \u201eWohlt\u00e4tigkeit\u201c h\u00f6chst suspekt \u2013 als Form der Steuervermeidung \u2013 aber im Au\u00dfenverh\u00e4ltnis f\u00fchlen wir uns gezwungen, Zuwanderer aus einer \u201eSeenot\u201c zu retten, in die sie sich selbstverantwortlich gebracht haben. Die Motive und Zw\u00e4nge liegen <u>au\u00dferhalb<\/u> in fremden, wenn auch nicht unverbundenen \u201epostkolonialen\u201c Gesellschaften.<\/p>\n<p>Diese wieder &#8218;Dritte Welt&#8216; \u2013 nun umworben &#8211; ist eine eigene politische Einheit, auch wenn Millionen Menschen aus diesen L\u00e4ndern sich zu uns auf den Weg machen, nur um hier ihre eigenen Lebensperspektiven zu verbessern, die ebenso westlich wie <em>indigen<\/em> zu interpretieren sind. Nat\u00fcrlich wandern sie ins Sozialsystem ein, warum auch nicht? Die biologischen Wurzeln illustriert uns t\u00e4glich doch jeder Naturfilm auf ARTE.<\/p>\n<p>Die Mehrpoligkeit der Welt hat man bei uns blo\u00df positiv, f\u00fcr uns positiv interpretiert, aber sie enth\u00e4lt Wahlm\u00f6glichkeiten, Alternativen auch f\u00fcr die Anderen.<\/p>\n<p>Unsere Propaganda besteht haupts\u00e4chlich aus Verschweigen. Der neue Kalte Krieg hat das Ziel, anderen die Wahlm\u00f6glichkeiten wieder einzuschr\u00e4nken, uns nat\u00fcrlich auch. Aber die Grundsituation hat sich nicht verbessert.<\/p>\n<p>Beispiel in der NZZ 21.3.2023 \u201e<em>Chinesische Propaganda auf Swahili \u2013 wie China den globalen S\u00fcden einnimmt\u201c &#8211; <\/em><em>China ist in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern auf dem Vormarsch. Seine Weltsicht finde dort erstaunlich viel Zuspruch, befand eine neue Studie.\u00a0\u00a0 <\/em>\u00a0\u00a0\u00a0Katrin B\u00fcchenbacher<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Eine weitere Weltkarte &#8211; ein Jahr sp\u00e4ter: &#8222;B\u00fcrgenstock-Konferenz&#8220; (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hochrangige_Konferenz_zum_Frieden_in_der_Ukraine\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK)<\/a> Juni 2024<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_16116\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Buergenstock-Konferenz-UKRAINE-NZZ-2024-07-08.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-16116\" class=\"size-large wp-image-16116\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Buergenstock-Konferenz-UKRAINE-NZZ-2024-07-08-900x491.png\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"341\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Buergenstock-Konferenz-UKRAINE-NZZ-2024-07-08-900x491.png 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Buergenstock-Konferenz-UKRAINE-NZZ-2024-07-08-360x196.png 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Buergenstock-Konferenz-UKRAINE-NZZ-2024-07-08-1536x838.png 1536w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Buergenstock-Konferenz-UKRAINE-NZZ-2024-07-08-2048x1117.png 2048w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Buergenstock-Konferenz-UKRAINE-NZZ-2024-07-08-624x340.png 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-16116\" class=\"wp-caption-text\">Bu\u0308rgenstock-Konferenz UKRAINE NZZ 2024-07-08 &#8211; Bildschirmfoto<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>R\u00dcCKBLICK AUF EINE IDYLLE VON 2020\u00a0 : &#8222;F\u00dcRSORGLICHE POLITIK\u00a0\u00a0 Eine Idylle am 9.9.20&#8220;<\/p>\n<p>Ich sitze auf einem Platz im angesagten Nordend von Frankfurt, betrachte Gott und die Welt. Was k\u00fcmmert mich eigentlich Politik? Ausgerechnet Bundespolitik, Europa- und Weltpolitik? Ich werde sie doch nicht mehr ausbaden m\u00fcssen und vermag ohnehin nichts zu \u00e4ndern. Zugegebenerma\u00dfen kommen schlechte Nachrichten aus allen Richtungen, nur Covid-19 ist bereits endemisch (gleich einheimisch).<\/p>\n<p>Die Gedanken der Passanten scheinen ungetr\u00fcbt, jedenfalls von Politik. Habe ich mich ein Leben lang umsonst aufgeregt? Mit Sechzehn wehrte ich mich noch durch Ironie: \u201eVielleicht existiert Freiheit nur auf Inseln\u201c (Mauerbau Berlin 1961) oder \u201eEs empfiehlt sich einzuschlafen, bevor die Stromversorgung ausf\u00e4llt.\u201c (Sch\u00fclerzeitung 1963)<\/p>\n<p>Doch steter Tropfen h\u00f6hlt den Stein, wie man so sch\u00f6n sagt. Der Lockruf \u201eMehr Demokratie wagen\u201c und die leere Mahnung in der Pausenhalle \u201eOhne permanente Wachsamkeit keine Freiheit\u201c, dazu die Tatsache, dass ich mit dem p\u00e4dagogischen Programm \u201eAlles zu hinterfragen\u201c meinen Lebensunterhalt bestritt, wie es die Mutter eines Sch\u00fclers b\u00fcndig zusammenfasste.<\/p>\n<p>Seien wir doch ehrlich: Wir Deutschen \u2013 auch ich Jahrgang 1944 \u2013 erhielten 1948 eine zweite Chance. Handverlesene Repr\u00e4sentanten durften in enger Abstimmung mit den Westalliierten eine Verfassung (Sprachregelung \u201eGrundgesetz\u201c) niederschreiben, worin sie stellvertretend f\u00fcr ihr Volk von Parias versprachen, k\u00fcnftig ein Leben in der recht verstandenen Freiheit der westlichen Wertordnung zu f\u00fchren. Die ausgehungerte und demoralisierte Bev\u00f6lkerung verzichtete leichten Herzens auf Volksbegehren und Volksentscheid und des Beibehaltung der Todesstrafe, zumal die bald wieder st\u00e4rkste Volkswirtschaft des \u201adunklen Kontinents\u2019 (Mazover) sofort ihre Muskeln zeigte. Auf das bew\u00e4hrte polizeiliche und juristische Personal &#8211; garantiert entnazifiziert &#8211; konnte man sich verlassen. Happyend. \u201eUnd wenn sie nicht gestorben sind &#8230;\u201c. Nat\u00fcrlich sind sie gestorben&#8230;..<\/p>\n<p>(Von einem Zettel abgeschrieben am 3.8.24)<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Textentwurf \u00e4lteren Datums bietet doppelten Vorteil: In einer nur zum Schlechteren\u00a0 ver\u00e4nderten Situation spart er Energie, die anderswo besser eingesetzt ist, und l\u00e4sst zum Nachdenken Raum.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 16. 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