{"id":14593,"date":"2023-02-09T21:17:11","date_gmt":"2023-02-09T20:17:11","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=14593"},"modified":"2023-02-09T22:42:23","modified_gmt":"2023-02-09T21:42:23","slug":"kiew-ohne-donbass-lebensfaehig-studie-2014-zu-folgen-einer-ukraine-spaltung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=14593","title":{"rendered":"&#8222;Kiew ohne Donbass lebensf\u00e4hig&#8220; ( Studie 2014)"},"content":{"rendered":"<p><em>Im Papierkorb finde ich diesen Ausriss auf der Frankfurter Allgemeinen Zeitung\u00a0 Nr. 100 vom 30. April 2015 wieder, damals auf der Seite 5 zusammengefasst und erg\u00e4nzt. Die\u00a0 Studie der &#8222;Deutschen Beratergruppe bei der ukrainischen Regierung war &#8211; wie lange schon -&#8222;bisher noch unver\u00f6ffentlicht. Die Gruppe wurde &#8222;vom Bundeswirtschaftsmnisterium finanziert&#8220;. Der Zeitungsbericht stammt von &#8222;ul. Kiew, 29. April&#8220;.\u00a0 Ein Faksimile (jpg) folgt unten.<\/em><!--more--><\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\">,,Kiew ohne Donbass lebensfa\u0308hig&#8220;<\/h1>\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<h2>Studie zu wirtschaftlichen Folgen einer Ukraine-Spaltung<\/h2>\n<p>ul. KIEW, 29. Aprll. Die Ukraine ko\u0308nnte den Verlust des von prorussischen Separatisten und russischen Truppen besetzten Industriegebiets Donbass wirtschaftlich ohne gro\u0308\u00dfere Probleme verkraften. In einem Papier der ,,Deutschen Beratergruppe bei der ukrainischen Regierung&#8220; hei\u00dft es, eine Loslo\u0308sung des Donbass werde zwar die ,,Gro\u0308\u00dfe&#8220;, aber ,,nicht unbedingt die Sta\u0308rke der ukrainischen Wirtschaft vermindernl&#8216;. Die Gruppe wird vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert und bera\u0308t die ukrainische Regierung.<br \/>\nIn der bisher unvero\u0308ffentlichten Studie hei\u00dft es, die Exporte der Ukraine wu\u0308rden wegen der gro\u00dfen Rolle der ostukrainischen Metallindustrie im Au\u00dfenhandel zwar im Fall einer Trennung vom Donbass stark zuru\u0308ckgehen und die Wa\u0308hrung w\u00fcrde in der Folge an Wert verlieren. Weil aber andererseits die betra\u0308chtlichen Subventionen der Zentralregierung fu\u0308r die Sozialsysteme und den unrentablen Kohlebergbau im Donbass fortfielen, bringe eine Ablo\u0308sung auch wirtschaftliche Vorteile. In der Studie hei\u00dft es, der Verlust der Region werde f\u00fcr Kiew zwar ,,kurzfristige Probleme&#8220; bringen, die ausla\u0308ndische Hilfe no\u0308tig machen ko\u0308nnten, aber,,gro\u0308\u00dfere Schwierigkeiten sind nicht zu erwarten&#8220;.<br \/>\nDie Untersuchung beruht auf den wirtschaftlichen Daten des Jahres 2013. Die Zersto\u0308rungen infolge der russischen Intervention von 2014 und der ukainischen Gegenschla\u0308ge sind daher noch nicht benicksichtigt. Diese wu\u0308rden die Kosten des Donbass fu\u0308r die restliche Ukraine, die schon vor dem Krieg hoch waren, nach einer theoretischen Ru\u0308ck- kehr in den Staatsverband noch erho\u0308hen, da mittlerweile vermutlich Kriegsscha\u0308den in Milliardenho\u0308he entstanden sind und viele Industrieanlagen und Bergwerke nicht mehr funktionieren. Die Autoren weisen ausdru\u0308cklich darauf hin, dass die Folgen des Kriegs in ihren Kalkulationen nicht eingerechnet worden seien.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der Vorsitzende der Beratergruppe, Ricardo Giucci vom Wirtschaftsforschungsinstitut Berlin Economics, sagte dieser Zeitung allerdings, die Erkenntnisse seines Teams du\u0308rften nicht so verstanden werden, als befu\u0308rworte man etwa eine Abspaltung des Donbass von der Ukraine. Man habe lediglich wirtschaftli- che Fakten dargestellt, die politischen und humanita\u0308ren Probleme einer Trennung stu\u0308nden auf einem anderen Blatt und seien nicht untersucht worden.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Die Ukraine wa\u0308re nach seinenWorten aber gegebenenfalls auch ohne das Donbass wirtschaftlich lebensfa\u0308hig. Die ukrainische Wirtschaft werde zwar,,kleiner, aber nicht schwa\u0308cher&#8220;, sagte Giucci. Der Steuerausfall fu\u0308r Kiew sei unbedeutend, da das Donbass wegen der Mehrwertsteuerbefreiung fu\u0308r Exportgu\u0308ter ohnehin nie viel Steuern u\u0308berwiesen habe. Inlolge einer Trennung wu\u0308rde das Bruttoinlandsprodukt der Ukraine zwar um 8,4 Prozent sinken, die Industrieproduktion sogar um L5 Prozent. Das Haushaltsdefizit, eines der schwersten Probleme der ukrainischen Wirtschaft seit Jahren, wu\u0308rde betra\u0308chtlich zuru\u0308ckgehen. Der Studie zufolge ist auch der Verlust der Kohle und der Metallprodukte aus dem Montanrevier Donbass fu\u0308r die ukrainische Binnenwirtschaft zu verkraften, weil diese Produkte in a\u0308hnlicher Qualita\u0308t auf dem Weltmarkt leicht zu haben seien. Die Kohlefo\u0308rderung im Donbass sei ohnehin nicht wettbewerbsfa\u0308hig. Manche Kraftwerke in der u\u0308brigen Ukraine mu\u0308ssten allerdings auf andere Kohlesorten umgeru\u0308stet werden.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<div>\n<dl id=\"attachment_14594\">\n<dd><em>Wenn ich das heute lese, schwillt mir der Kamm. Aus den Fernsehkan\u00e4len wabern traumatische Bilder, dazwischen die von den Versammlungss\u00e4len der westlichen Welt mit Beifall quittierten st\u00e4ndig neuen Forderungen des kleinen Generals Wolodymyr Selenskyj im Senf-T-Shirt.<\/em><\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p><em>Ich denke nach und bl\u00e4ttere in Wikipedia. Musste Olaf Scholz die Studie kennen. Nicht unbedingt. Er war bis M\u00e4rz 2018 Erster B\u00fcrgermeister in Hamburg und hat sich immerhin 2022 lange Zeit wacker gerschlagen, hat sich von den Bildschirmstrategen als Zauderer beschimpfen lassen. Und die uns\u00e4gliche Ursula von der Leyen, die inzwischen nach der Bundeswehr die Europ\u00e4ische Union gro\u00dfsprecherisch in den Ruin treibt? Sie war sogar seit 2013 und bis 2019 &#8222;Bundesministerin f\u00fcr Verteidigung&#8220;. Seit 2019\u00a0 hei\u00dft das Regierungsprogramm der EU-Kommission Punkt 5: &#8222;Ein st\u00e4rkeres Europa in der Welt &#8211; Festigung der verantwortungsvollen globalen F\u00fchrungsrolle Europas&#8220; ( oder doch der USA?) und der Punkt 6: &#8222;Neuer Schwung f\u00fcr die Demokratie in Europa&#8220;. (Ein Narr, der das nicht t\u00e4glich sp\u00fcrt!) \u00dcber die Luschen im &#8222;Europa-Parlament&#8220; reden wir lieber gar nicht!<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Verantwortungsvoll&#8220; &#8211; Es sind keine dogmatischen &#8222;Pazifisten&#8220;, die sich seit einem Jahr vergeblich \u00f6ffentlich zu Wort melden, mahnen, rechnen, argumentieren. Manche haben nicht nur &#8218;gedient&#8216;, sondern milit\u00e4rische Verantwortung getragen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein Nebensatz im Zeitungsartikel f\u00e4llt mir besonders auf, der Hinweis auf die Datenlage von 2013, das hei\u00dft die Nichtber\u00fccksichtigung der <\/em>&#8222;ukrainischen Gegenschl\u00e4ge&#8220;<em> . <\/em>&#8222;Diese w\u00fcrden die Kosten des Donbass f\u00fcr die restliche Ukraine (&#8230;.) noch erh\u00f6hen, da mittlerweise Kriegssch\u00e4den in Milliardenh\u00f6he entstanden sind (&#8230;.)&#8220;<\/p>\n<p><em>Ich mag mir die menschlichen und materiellen &#8222;<\/em>Kriegssch\u00e4den&#8220;<em>, die f\u00fcr die ganze Ukraine (und Europa) in absehbarer Zeit auflaufen werden, gar nicht vorstellen!\u00a0 Eine Absurdit\u00e4t und ein gro\u00dfer Betrug. Wird noch zu unseren Lebzeiten aufgedeckt werden, was dahinter steckt und wer alles den Schlamassel mit angerichtet hat? Wladimir Putin ist gesetzt, selbstverst\u00e4ndlich.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0*<\/p>\n<div id=\"attachment_14594\" style=\"width: 528px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Kiew-ohne-Donbass.-FAZ-30.4.2015.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14594\" class=\"size-large wp-image-14594\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Kiew-ohne-Donbass.-FAZ-30.4.2015-518x900.jpg\" alt=\"\" width=\"518\" height=\"900\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Kiew-ohne-Donbass.-FAZ-30.4.2015-518x900.jpg 518w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Kiew-ohne-Donbass.-FAZ-30.4.2015-207x360.jpg 207w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Kiew-ohne-Donbass.-FAZ-30.4.2015-624x1084.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Kiew-ohne-Donbass.-FAZ-30.4.2015.jpg 806w\" sizes=\"auto, (max-width: 518px) 100vw, 518px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-14594\" class=\"wp-caption-text\">Studie zu wirtschaftlichen Folgen einer Ukraine-Spaltung&#8220; FAZ Nr. 100 30.4.2015 S.5<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Papierkorb finde ich diesen Ausriss auf der Frankfurter Allgemeinen Zeitung\u00a0 Nr. 100 vom 30. 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