{"id":14088,"date":"2022-09-26T12:30:27","date_gmt":"2022-09-26T10:30:27","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=14088"},"modified":"2022-12-17T23:33:43","modified_gmt":"2022-12-17T22:33:43","slug":"3-1-drei-bootsspitzen-tange-der-duala-im-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=14088","title":{"rendered":"(3.1) Drei Bootsspitzen (tange) der Duala im Vergleich &#8211; wei\u00df und luxurierend"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: center;\">Aktuelle Vorbemerkung<\/h4>\n<p>Im Zusammenhang der Recherchen sind beschreibende und er\u00f6rternde Arbeitstexte entstanden, die auf der Plattform zug\u00e4nglich sein sollten, da ich sie auch jetzt nicht in einem &#8218;gro\u00dfen&#8216; Essay vereinigen kann. Bootsspitzen (<em>Tange<\/em>s) und verkleinerte Modelle der Duala-Rennboote sind nicht zuf\u00e4llig Stiefkinder der Forschung. Die allegorischen Darstellungen sind \u00fcberkomplex und sie sind das Ergebnis nicht mehr nachvollziehbarer k\u00fcnstlerischer Entscheidungen. Und wer in der heutigen kulturellen Elite der Duala h\u00e4tte ein Interesse an deren Aufdeckung? Doch n\u00e4her hinzuschauen, kann auf jeden Fall nicht schaden.<!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Im Beitrag (2.4) \u00fcber den &#8222;Wassergeist Antilope&#8220; (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13614\">LINK<\/a>) erz\u00e4hlt Henry Drewal etwas \u00fcber die Tiersymbolik bei den Maskent\u00e4nzen der den Duala benachbarten und kulturell verbundenen Ijebu. Ich greife zur Einstimmung ein paar Textpassagen auf.<\/h4>\n<p>Wilcox best\u00e4tigt Parallelen zu den Wassergeist-Zeremonien bei Gruppen in den beiden Flu\u00dfdeltas und bezieht sich speziell auf diesen Aufsatz \u201e<em>Flaming Crowns, Cooling Waters: Masquerades oft he Ijebu Yoruba<\/em>\u201c(AA. 1986, 32-40).<\/p>\n<p><em><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Tiere als Vertreter diverser Geister<\/strong> <\/span>&#8211; <\/em><span class=\"VIiyi\" lang=\"de\"><span class=\"JLqJ4b\" data-language-for-alternatives=\"de\" data-language-to-translate-into=\"en\" data-phrase-index=\"0\" data-number-of-phrases=\"1\"><em>Auf einer Maske<\/em>\u00a0 <em>windet sich <\/em><\/span><\/span><span class=\"VIiyi\" lang=\"de\"><span class=\"JLqJ4b\" data-language-for-alternatives=\"de\" data-language-to-translate-into=\"en\" data-phrase-index=\"0\" data-number-of-phrases=\"1\"><em>eine Python \u00fcber der Stirn und senkt sich zwischen die zylindrischen Augen . Vor der Schlange ist ein Krokodil und ganz vorn an d<\/em>er Spitze auf manchen Masken ein Vogel. Sie alle sind Anspielungen auf das Reich des Wassers\u201d. <\/span><\/span><span class=\"VIiyi\" lang=\"de\"><span class=\"JLqJ4b\" data-language-for-alternatives=\"de\" data-language-to-translate-into=\"en\" data-phrase-index=\"0\" data-number-of-phrases=\"1\"><em>Die Python gilt als Stammvater der anderen Wassergeister. Das Krokodil ist der W\u00e4chter oder \u201ePolizist\u201c der Geister, und der Vogel ist ein verallgemeinerter Hinweis auf den Fischadler oder Ogolo, einen Vogel, der laut Ijo Botschaften von den Wassermenschen an die Menschen \u00fcbermittelt.<\/em><br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p><span class=\"VIiyi\" lang=\"de\"><span class=\"JLqJ4b\" data-language-for-alternatives=\"de\" data-language-to-translate-into=\"en\" data-phrase-index=\"0\" data-number-of-phrases=\"1\">\u201e<em>Einige Tage sp\u00e4ter kann der aggressive Geist Krokodil erscheinen (Fig..12). Oni, wie er genannt wird, f\u00fchrt einen aktiven Tanz durch den Raum auf und bewegt sich im Takt der Trommeln und der Lieder zu seinen Ehren.<\/em> <\/span><\/span><span class=\"VIiyi\" lang=\"de\"><span class=\"JLqJ4b\" data-language-for-alternatives=\"de\" data-language-to-translate-into=\"en\" data-phrase-index=\"0\" data-number-of-phrases=\"1\"><em>Erneut dominieren V\u00f6gel und Pythons die Darstellung, aber auch Motive aus der Menschenwelt tauchen auf, denn die klingenartige Form erinnert an ein Paddel.<\/em> \u201d<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p><em>Hier sind andere durch Masken repr\u00e4sentierte\u00a0 \u2018Wassertiere\u2019 noch gar nicht erw\u00e4hnt: Fische wie z.B Hai und S\u00e4gefisch, dazu Delfine und Flusspferde und der in der Zwergantilope verk\u00f6rperte Wassergeist.<\/em><\/p>\n<p><span class=\"VIiyi\" lang=\"de\"><span class=\"JLqJ4b\" data-language-for-alternatives=\"de\" data-language-to-translate-into=\"en\" data-phrase-index=\"0\" data-number-of-phrases=\"1\"><em>\u2018Alles\u2019 kann f\u00fcr die Beteiligten symbolische Bedeutung annehmen:\u00a0 T\u00e4nzer der Agbo-Maskerade treten oft zu dritt auf. Dies kann auf die Ijo-Zahlensymbolik zur\u00fcck zu f\u00fchren sein mag, die Drei der M\u00e4nnlichkeit und den Wassergeistern zuordnet.<\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Informationen des smb. zur &#8222;Bootsspitze (tange)&#8220; mit der Depotnummer III C 7029<\/h4>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Angaben zur Herkunft<\/span>:\u00a0 19. Jh. &#8211;\u00a0 Kamerun &#8211;\u00a0 Bucht von Bonny ( ehemals Bucht von Biafra- Duala (Ethnie)<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Material\/Technik<\/span>: Holz, geschnitzt, Textilband, Eisen<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">Ma\u00dfe H\u00f6he x Breite x Tiefe<\/span>: 184 x 170 x 75 cm (Lagerma\u00df auf St\u00e4nder); H\u00f6he x Breite x Tiefe: 109 x 69 x 167 cm<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">\u00dcber den Tange muss das Museum mehr wissen als \u201e19. Jh.\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Fragen: welcher \u201aKing\u2019 ist damit aufgetreten? Bei welcher Gelegenheit hat der <em>tange<\/em> Kamerun verlassen? Warum ist die Herkunftsangabe vage? \u201eKamerun, Duala\u201c<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Wurde er fr\u00fcher publiziert oder jemals in Dahlem ausgestellt?<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_14093\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/1358941_2500x2500-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14093\" class=\"wp-image-14093\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/1358941_2500x2500-1-900x690.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"421\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/1358941_2500x2500-1-900x690.jpg 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/1358941_2500x2500-1-360x276.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/1358941_2500x2500-1-624x478.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/1358941_2500x2500-1.jpg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-14093\" class=\"wp-caption-text\">Herkunft\/Rechte: Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin \/ Hans-Joachim Herkunft \/Rechte: Ethnolog. Museum \/ Staatl. Museen zu Berlin\/Radosuboff (CC BY-NC-SA)<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Versuch der Beschreibung<\/h4>\n<div id=\"attachment_14093\" style=\"width: 180px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/1358941_2500x2500-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14093\" class=\"size-thumbnail wp-image-14093\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/1358941_2500x2500-1-170x150.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-14093\" class=\"wp-caption-text\">(anklicken!)<\/p><\/div>\n<p>Der Tange ist wei\u00df (urspr\u00fcnglich?) mit wohl 6 oder mehr Aufsteckelementen (4 \u201eSzepter\u201c mit anh\u00e4ngenden h\u00f6lzernen Glocken). Er ist mit Symbolen \u00fcberladen. Ein schwer dreidimensional rekonstruierbares Sammelsurium! Von mehreren Originalen? Die \u00fcblichen heraldischen Figuren treten gleich mehrfach auf:<br \/>\n14 M\u00e4nner abwechslungsreich in mit Prestige versehenen Rollen<br \/>\nwahrscheinlich 5 Leoparden (drei sichtbar)<br \/>\n2 Elefanten<br \/>\n2 Cham\u00e4leons<br \/>\nmindestens 5 V\u00f6gel, darunter zwei gro\u00dfe<br \/>\nDie gro\u00dfe Schlange ist nur mit einem kraftlosen Exemplar vertreten. Immerhin die Repr\u00e4sentantin der Wassergeister. Mittag zwei weitere werden festgehalten<br \/>\nDer Mann am Heck h\u00e4lt zwei Seek\u00fche (Delfine?), nein Cham\u00e4leons wegen der nach oben gerollten langen Schw\u00e4nze, an ihren Beinen fest oder : sie sind an seinen Ellbogen befestigt. Sein Brett wird auf dem Kopf getragen von zwei M\u00e4nnern mit abstehenden Ohren.<br \/>\nDavor blickt ein Fischadler (Pelikan) mit Fisch im Schnabel nach vorn<br \/>\nZwei separate (?)* stehende M\u00e4nner rechts und links der Mittelachse mit f\u00e4cherf\u00f6rmigem Kopfputz, zumindest der linke h\u00e4lt zwei Trommelschlegel.<br \/>\nZwischen ihnen lagert ein Leopard mit dickem langem hochgereckten Schweif, vor ihm auf derselben Stange ein kleiner Mann mit gespreizten Beinen, der offenbar einen Speer waagrecht auf dem Kopf tr\u00e4gt. Nicht dass er kackt, sondern in einer Kraftpose steht wie der Elefantent\u00f6ter vor ihm (mit Waffe ? senkrecht) und einem Speer, der einen Elefanten w\u00e4hrend des Kopulierens trifft. Auf dem waagrechten nach hinten gerichteten Speer sitzt ein weiterer Mann mit nach vorn gerichtetem Gewehr.<br \/>\nAuf beiden Seiten sind das vordere und hintere \u201eSzepter\u201c durch eine Stange verbunden. Dazwischen stehen (vorn sichtbar) zwei Leoparden voreinander, die heraldisch gekurvten Schweife erhoben.<br \/>\nDie Mittelachse ist gleichm\u00e4\u00dfig gebogen, von ihr zweigt oben das Bett f\u00fcr die kopulierenden Elefanten ab. Ein kleiner Vogel pickt etwas. Unten h\u00e4ngen in der hinteren H\u00e4lfte drei verbundene gebogene Elemente, davor eine aus 7 Rhomben gebildete Kette. Eine auff\u00e4llig d\u00fcnne wurmartige Schlange zweigt an der Schwanzspitze davon ab. Der Kopf bei\u00dft sich mit dem langen Schnabel eines Pelikanvogels.<br \/>\nVordere \u201aSzepter\u2019 sind schmal: zwei \u201eS\u00e4ulen und Torbogen\u201c tragenden M\u00e4nner ist kaum Platz. Den Stab oben in der Mitte kann ich noch nicht deuten.<br \/>\nIm mittleren steht ein Mann im mit Rosetten geschm\u00fcckten Oval und h\u00e4lt die Seiten auseinander, h\u00e4lt er auch noch zwei Halbkreise bildende Schlangen<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Beobachtungen<\/h4>\n<p>Die Inflation an \u201agro\u00dfen Tieren\u2019, fast ein Anklang an die Arche Noah (\u201epaarweise\u201c)<br \/>\nDie zentrale Bildachse \u00fcberwuchert die Aufsteckelemente, auch das h\u00f6chste am Heck.<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\">Kein Realismus, sondern reine Allegorie, technisch verbunden durch viele banale Hilfskonstruktionen<\/span><br \/>\nMotive herrschaftlicher Kontrolle, zusammengeraffte Embleme (wie eine Kriegserkl\u00e4rung!)<br \/>\nDeko der \u00dcberw\u00e4ltigung nach dem Motto Wir k\u00f6nnen uns alles leisten<br \/>\nKeine Kolonialmotive!<br \/>\n&gt; Die Aufsteckelemente werden sekund\u00e4r, nur zitiert, gestohlen, angeklatscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Enge Verwandtschaft zur\u00a0 fig. 5, der \u201eOriginalfotografie von Herrn Weiler, Kamerun\u201c aus der Brosch\u00fcre von Leo Frobenius (1897)<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_0592.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-14091\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_0592-335x360.jpg\" alt=\"\" width=\"335\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_0592-335x360.jpg 335w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_0592-838x900.jpg 838w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_0592-624x670.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_0592.jpg 1117w\" sizes=\"auto, (max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier (vor 1897) finde ich das Grundmodell f\u00fcr das luxurierende Modell:<br \/>\nBug aus gro\u00dfem Pelikan (oben) und d\u00fcnner Schlange (unten)<br \/>\nLange gebogene und fr\u00fch gespaltene Mittelachse (zweifellos pflanzenartig ausgerollt) , worauf zwei S\u00e4uger kopulieren (als Elefanten unf\u00f6rmig)<br \/>\nIn der Mitte zwei sich aufb\u00e4umende Schlangen (bei Harter (unten) ist es Blattwerk).<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Kann es sein<\/em><em><span style=\"color: #ff0000;\">,<\/span> dass ein f\u00fcr den Typ geltendes Formelement unterschiedlich ausgestaltet wird, etwa als Schlangen \u2013 Wasserpflanze \u2013 anderswo als Delphin (Frobenius) &#8211; oder abstrakt? Die Verwandlungsf\u00e4higkeit dieser Wesen steht doch au\u00dfer Frage.<\/em><\/span><\/p>\n<p>Fortsetzung:\u00a0\u00a0 Zwei nebeneinander hockende M\u00e4nner, hier blo\u00df die H\u00e4nde auf den Oberschenkeln ohne Ber\u00fchrung anderer Figuren (las ich bei Ittmann von Ringk\u00e4mpfen?); der dritte nackte Mann, unterhalb und zwischen den beiden, h\u00e4lt mit diesmal ausgebreiteten Armen die sich aufb\u00e4umenden Schlangen, statt in C 7029 im Szepter zwei B\u00f6gen auf Abstand zu halten. *<br \/>\nAuf einer Darstellungsebene &#8211; bis auf eingesteckte Vogelfl\u00fcgel, einem brezelf\u00f6rmigen Ornament, den seitlichen St\u00fctzen der Befestigung des Tange und einem Zapfen, woran rechtwinklig ein weiteres Teil befestigt w\u00e4re, das schr\u00e4g nach unten gereckte Ruderblatt.<\/p>\n<p><em>* An meinem Modell (1.3) und dem in Chicago (2.1) sind es gefleckte Schlangen, die sich oben in Torb\u00f6gen verwandeln. <span style=\"color: #ff0000;\">Erst das kr\u00f6nende Kreuz dreht die Interpretation um; so k\u00f6nnten die Saugn\u00e4pfe der maritimen Fauna und Flora sich als Baldachin darstellen, und aus den st\u00fctzenden Haltung einer sitzenden Halbfigur (Harter &amp; III C 7029) ein segnender Christus werden.<\/span> Dabei k\u00f6nnte das Kreuz auch nur das kr\u00f6nende \u201aSahneh\u00e4ubchen\u2019 auf traditionellen heraldischen und esoterischen (Jengukult) bilden. <span style=\"color: #ff0000;\">Es gibt wohl viel mehr Wassergeister in den Tange \u2013 auch in meinem &#8211; als gedacht.<\/span><\/em><br \/>\n<em>Gegen\u00fcber Frobenius <span style=\"color: #ff0000;\">kann man<\/span> aufgrund des inzwischen erworbenen Wissens \u00fcber die Gesellschaft und Kulte\u00a0 der Duala <span style=\"color: #ff0000;\">seine allgemeine symbolische Interpretation durch eine vor Ort relevantere ersetzen, die freilich die damals intern g\u00fcltige gar nicht erreichen kann, wegen der auch \u00e4sthetischen Geheimhaltung, Geheimsprache, die alle Kultb\u00fcnde<\/span><\/em><span style=\"color: #ff0000;\"> <em>charakterisiert.<\/em><\/span><\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4>Der wei\u00dfe Tange von 120cm L\u00e4nge aus der Slg. Pierre Harter &#8211; in schlichter, aber eleganter Ausf\u00fchrung!<\/h4>\n<div id=\"attachment_14090\" style=\"width: 560px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Leuzinger-1972-O-8-Schiffsbug-Duala-Kopie-e1664181149477.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14090\" class=\"wp-image-14090\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Leuzinger-1972-O-8-Schiffsbug-Duala-Kopie-e1664181149477-900x555.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"339\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Leuzinger-1972-O-8-Schiffsbug-Duala-Kopie-e1664181149477-900x555.jpg 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Leuzinger-1972-O-8-Schiffsbug-Duala-Kopie-e1664181149477-360x222.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Leuzinger-1972-O-8-Schiffsbug-Duala-Kopie-e1664181149477-624x385.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Leuzinger-1972-O-8-Schiffsbug-Duala-Kopie-e1664181149477.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-14090\" class=\"wp-caption-text\">Elsy Leuzinger : Die Kunst von Schwarz-Afrika (1972) Abb. O 8 Schiffsbug Duala<\/p><\/div>\n<p>Plastische Qualit\u00e4t der Figuren und tragenden Elemente bei beiden, in C7029 blo\u00df zusammengestellt. Die an ihren R\u00e4ndern gekerbte Mittelachse ist kr\u00e4ftig und trifft vorn mit der Energie des b\u00e4uchigen Seevogels und der vom Affen gepieksten Schlange zusammen<br \/>\nJede Figur gibt ihre Schwingung weiter an die n\u00e4chste. Die Komposition strebt von beiden Seiten auf ein Zentrum zu, aber der vordere dreht sich noch einmal zum Bug.<br \/>\nZwei Leoparden rupfen an der mittigen Pflanze. Der linke wird vom Seevogel in den Hals gebissen.<br \/>\nDie betonte Zweidimensionalit\u00e4t des Tange wird von (ehemals) rechtwinklig eingesteckten schmalen Fl\u00fcgeln dynamisiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuelle Vorbemerkung Im Zusammenhang der Recherchen sind beschreibende und er\u00f6rternde Arbeitstexte entstanden, die auf der Plattform zug\u00e4nglich sein sollten, da ich sie auch jetzt nicht in einem &#8218;gro\u00dfen&#8216; Essay vereinigen kann. Bootsspitzen (Tanges) und verkleinerte Modelle der Duala-Rennboote sind nicht zuf\u00e4llig Stiefkinder der Forschung. 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