{"id":13341,"date":"2021-09-28T21:04:56","date_gmt":"2021-09-28T19:04:56","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13341"},"modified":"2024-09-10T00:31:53","modified_gmt":"2024-09-09T22:31:53","slug":"9-duala-bootsmodelle-gehandelt-deponiert-zerstoert-vergessen-wiederentdeckt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13341","title":{"rendered":"Duala Kanus und ihre Geschichten (2.3) \u2013 Das Bootsmodell aus Krakau (Polen)"},"content":{"rendered":"<h4><span style=\"color: #ff0000;\">aktualisiert 9.2. 2022 &#8211; Ern\u00fcchterung in &#8222;Drei junge M\u00e4nner an der Kamerunk\u00fcste&#8220;(<\/span><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13683\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ff0000;\">LINK<\/span><\/a> <span style=\"color: #ff0000;\">zu 2.5)<\/span><\/h4>\n<h4><span style=\"color: #ff0000;\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<h2 style=\"text-align: center;\">KONTEXT<\/h2>\n<p>Im Zuge der Weiterentwicklung des Blog-Projekts erh\u00e4lt der Beitrag \u201e<em>Duala Bootsmodelle \u2013 Gehandelt, deponiert, zerst\u00f6rt, vergessen, wiederentdeckt&#8220;\u00a0 <\/em>eine neue Zuordnung und wird zum dritten Beitrag DER ZWEITEN STAFFEL<em> &#8222;DUALA KANUS UND IHRE GESCHICHTEN&#8220;. <\/em>(2.3)<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Bei einigen Objekten habe ich relativ viel \u00fcber die Sammler erfahren, \u00fcber die Kolonialgeschichte und das Schicksal von Individuen, und \u00fcber den Kunstmarkt damals und heute. Das alles war Thema seit ab Sommer letzten Jahres.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">ZWISCHENBERICHT<\/h3>\n<p>Dies ist eine Neubearbeitung am 8.2.2022<\/p>\n<p>Bootsmodelle und Bugschn\u00e4bel (<em>tange) <\/em> waren fast vierzig Jahre lang bis zum Ersten Weltkrieg eine beliebte Handelsware der Gattung \u201eCuriosa\u201c. Zahlreiche Gesch\u00e4ftsleute, Kolonialisten und Agenten erwarben solche Modelle unterschiedlicher Qualit\u00e4t meist in Duala, um sie an die neu entstandenen V\u00f6lkerkundemuseen in ihres jeweiligen Heimatlandes oder an Gro\u00dfh\u00e4ndler wie H.F.G Umlauff zu verkaufen. (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13015\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK 2.1, bisher (7)<\/a>)<\/p>\n<p>Vor einem Jahr wusste ich noch nicht, wie systematisch und international das Gesch\u00e4ft mit Ethnologica und Curiosa betrieben wurde.<\/p>\n<p>Als Curiosa, als \u201aPortArt\u2019 spielten sie eine bescheidene eher dekorative Rolle, wurden bei Erwerb durch Ethnografische Museen in der Regel schlecht dokumentiert. Man war interessiert an \u201cnicht kontaminierter Kunst\u201c, geschaffen von eindeutig definierten \u201eSt\u00e4mmen\u201c. Die preisliche Aufwertung glaubhaft \u201eauthentischer\u201c ritueller Objekte funktioniert noch heute im Handel mit Ethnografica. \/\/glaubhaft gemachte rituelle Verwendung ist immer noch ein starkes Kriterium f\u00fcr \u201eAuthentizit\u00e4t\u201c, wenn das auch nicht widerspruchsfrei zu verwenden ist.<\/p>\n<p>Das Kamerun-Delta ist seit dreihundert Jahren eine \u201eKontaktzone\u201c, eine Zone intensiven kulturellen und wirtschaftlichen Austauschs. Bereits die \u2018traditionelle\u2019 \u00e4sthetische Kultur der Duala von unterworfenen Nachbarn wie von der K\u00fcstenschiffahrt ins Nigerdelta, wie die Studien von Rosalinde Wilcox zeigen. Siehe:\u00a0 Beitrag \u201cVirtuelle Reise ins Nigerdelta\u201d<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=12458\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(LINK 1.4, bisher 4)<\/a>. Der atlantische Handel florierte seit dem 18. Jahrhundert. Seit 1846 feierten englische und dann deutsche Missionare \u201azivilisatorische Erfolge\u2019. Rituale und deren Objekte wurden allm\u00e4hlich an den Rand und in den Untergrund gedr\u00e4ngt , die ber\u00fchmten Bootsregatten der herrschenden Duala wurden immer politischer und verschwanden unter der deutschen Kolonialherrschaft f\u00fcr drei\u00dfig Jahre v\u00f6llig. (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=11099\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK 1.1<\/a> und <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=11125\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1.2<\/a>)<\/p>\n<p>Der junge Leo Frobenius, damals noch Stubengelehrter, versuchte bereits 1897 in seinem Aufsatz, in den \u201cSchiffsschn\u00e4beln\u201d der Duala-Boote Spuren einer Tradition zu identifizieren\/ isolieren, die mit der Menschheitsgeschichte verbunden war. Ich werde im letzten Beitrag darauf zur\u00fcckkommen. (<em>Frobenius gegen Buchner<\/em>)<\/p>\n<p>Bootsmodelle und tange in Europa und Amerika wurden in den Museumsdepots vergessen. Erst Else Leuzinger 1972 (Die Kunst von Schwarz-Afrika Kat. O8, Coll. P.Harter) und Maria Kecsk\u00e9si 1982 setzten drei Bootsschn\u00e4bel als Schwarz-Wei\u00df-Abbildung in Kataloge. Unter \u201cKamerun\u201d verstand man damals \u201cGrasland\u201d.<\/p>\n<p>Auch in Amerika wurden sie erst ab 1968 aus dem Depot geholt, restauriert und ausgestellt, z. B. im Field Museum 1984 (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13015\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">2.1<\/a>, bisher 7).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hatten Museumsdepots im Zweiten Weltkrieg nicht nur in Deutschland Zerst\u00f6rungen und Verluste erlitten. Die Ordnung ging verloren, manchmal blieben nur farbige Zierteile \u00fcbrig. Auf meine Anfragen hin tauchten aus verschiedenen Depots unbekannte, unscheinbare und vielleicht nie ausgestellte Bootsmodelle auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">DAS BOOTSMODELL AUS KRAKAU (POLEN) UND SAMMLER SCZOLZ-ROGOZINSKI<\/h3>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Autor: Jacek Kukuczka in einer Email vom 19.2.2021<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_13331\" style=\"width: 635px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/18726MEK_nodel-of-Duala-war-canoe_photo-from-exposition-Crossed-gazes.-Africa.-Study_2013_2-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13331\" class=\"size-large wp-image-13331\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/18726MEK_nodel-of-Duala-war-canoe_photo-from-exposition-Crossed-gazes.-Africa.-Study_2013_2-900x316.jpg\" alt=\"Doku\" width=\"625\" height=\"219\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/18726MEK_nodel-of-Duala-war-canoe_photo-from-exposition-Crossed-gazes.-Africa.-Study_2013_2-900x316.jpg 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/18726MEK_nodel-of-Duala-war-canoe_photo-from-exposition-Crossed-gazes.-Africa.-Study_2013_2-360x126.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/18726MEK_nodel-of-Duala-war-canoe_photo-from-exposition-Crossed-gazes.-Africa.-Study_2013_2-1536x539.jpg 1536w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/18726MEK_nodel-of-Duala-war-canoe_photo-from-exposition-Crossed-gazes.-Africa.-Study_2013_2-2048x719.jpg 2048w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/18726MEK_nodel-of-Duala-war-canoe_photo-from-exposition-Crossed-gazes.-Africa.-Study_2013_2-624x219.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13331\" class=\"wp-caption-text\">18726MEK_nodel-of-Duala-war-canoe_photo-from-exposition-Crossed-gazes.-Africa.-Study_2013_2<\/p><\/div>\n<p>Eine schon tragisch zu nennende Objektbiografie erreicht mich im Februar 2021 aus Krakau. Einem der elegantesten Boote im Katalog von Frobenius, der prominent in Farbe abgebildeten Nr. 5., fehlt seit vielleicht einem halben Jahrhundert der Bugschmuck. Der immer noch eindrucksvolle Bootsk\u00f6rper steht \u201akopflos\u2019 in der Ausstellungshalle.<\/p>\n<p>Ein banaler Verlust w\u00e4re nicht ungew\u00f6hnlich, wegen der instabilen Verbindung (Stift und Scheibe). Eine Verantwortung der deutschen Besatzer in Krakau liegt nahe.Der Kurator l\u00e4sst das offen. Eindeutig kritisiert er die Deutschen daf\u00fcr, den Sammler Stefan Szolc-Rogozi\u0144ski, einen polnischen Forschungsreisenden und Patrioten, 1885 aus Kamerun vertrieben (oder vergrault) zu haben. Dessen\u00a0 Portr\u00e4t verbindet der Kurator mit der Objektbiografie. Ich \u00fcbersetze das Schreiben aus dem Englischen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Guten Tag!\u00a0 <\/em><em>Ich best\u00e4tige, dass wir Sammlungen aus Afrika einschlie\u00dflich Kamerun beherbergen. Tats\u00e4chlich ist diese Sammlung die gr\u00f6\u00dfte und \u00e4lteste unter den historischen afrikanischen Sammlungen in polnischen Museen. Sie ist als Sammlung von Stefan Szolc-Rogozi\u0144ski (1861-1896) bekannt. Sie wurde zwischen 1882-1885 in Westafrika von den Kanarischen Inseln und Sierra Leone bis Kamerun gesammelt. Die zweite H\u00e4lfte dieser Sammlung stammt aus den Jahren 1886-90, aus \u00c4quatorial Guinea<\/em><\/p>\n<p><em>Eines der gr\u00f6\u00dften und auch wichtigsten Exponate dieser Sammlung scheint das \u201eModell des Duala-Kriegskanus\/Piroge\u201c (Nr. 18726\/MEK) zu sein. Es ist 241 cm lang, (max) 22 cm breit und etwa 10 cm tief. Das Modell hat 14 Ruderer (fr\u00fcher waren es mehr, aber einige fehlen) mit Rudern. Alle in charakteristischen franz\u00f6sischen(?) M\u00fctzen. Wir kennen weder den genauen Herkunftsort noch die Umst\u00e4nde des Erwerbs des Objekts. Wahrscheinlich k\u00f6nnte es irgendwo in der N\u00e4he von Limbe oder Victoria sein, sowie im Delta des Wuri-Flusses (von Rogozi\u0144ski als Kamerun-Fluss bezeichnet).<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Frobenius-Tf.5.2020-06-14.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13332\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Frobenius-Tf.5.2020-06-14.jpg\" alt=\"\" width=\"565\" height=\"466\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Frobenius-Tf.5.2020-06-14.jpg 565w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Frobenius-Tf.5.2020-06-14-360x297.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 565px) 100vw, 565px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Urspr\u00fcnglich hatte das Modell einen verzierten Schnabel (Tange), aber leider hat dieser Schnabel unsere Zeit nicht \u00fcberlebt (oder er verschwand w\u00e4hrend oder nach dem Zweiten Weltkrieg). Wir haben nur die Illustration aus dem Buch von Leo Frobenius und einige Archivfotos. Leider kennen wir die Gr\u00f6\u00dfen und weitere Details zum Schnabel nicht. Kurz gesagt, wissen wir nur, was wir auf Archivfotos sehen. Nach diesen Fotos und Proportionen sch\u00e4tzen wir, dass dieser Tange etwa 50 cm lang sein k\u00f6nnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Einige Archivfotos wurden vor 1939 gemacht, als sich unser Museum auf dem Wawelh\u00fcgel im Komplex des K\u00f6nigsschlosses in Krakau befand (nach dem Zweiten Weltkrieg befindet sich das Museum im ehemaligen Rathaus im Bezirk Kazimierz). Ich kann noch hinzuf\u00fcgen, dass wir zwei originale Duala-Ruder ( ) mit charakteristischen Bemalungen haben \u2013 die gleichen wie auf der Seite des Bootsmodells.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_13335\" style=\"width: 228px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Stefan-Szolc-Rogozin\u0301ski-1861-1896_II-32590-F_MEK.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13335\" class=\"wp-image-13335\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Stefan-Szolc-Rogozin\u0301ski-1861-1896_II-32590-F_MEK-238x360.jpg\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"330\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13335\" class=\"wp-caption-text\">Stefan Szolc-Rogozin\u0301ski (1861-1896)_II 32590 F_MEK<\/p><\/div>\n<p><em>Als Kontext zum Objekt sollten Sie grundlegende Informationen zum Sammler kennen. Sein Leben war kurz und tragisch. Aber er hatte einen Traum und er hat sich (zumindest teilweise) erf\u00fcllt. Kurz gesagt, Stefan Szolc-Rogozi\u0144ski, war ein Mann, der in Afrika Pech hatte. Er erschien in Kamerun am \u201efalschen Ort zur falschen Zeit\u201c. Als Pole, der B\u00fcrger des Russischen Reiches war, weil Polen im Neunzehnten Jahrhundert als Staat nicht existierte, er versuchte, Afrika, insbesondere Kamerun, f\u00fcr das \u201ezuk\u00fcnftige Polen\u201c zu erkunden. Damals teilten zwei Reiche (das britische und das Deutsche) diesen Teil Afrikas zwischen sich auf und Rogozi\u0144ski sa\u00df zwischen den St\u00fchlen. Er musste verlieren und er hat verloren. Er musste 1885 \u201efliehen\u201c, weil nach 1884 kein Platz mehr f\u00fcr \u201eselbst\u00e4ndige polnische Entdecker\u201c war. Doch er gab nicht auf und kehrte bereits 1886 wieder nach Afrika zur\u00fcck. Diesmal auf Fernando Po (Bioko) in Spanisch-Guinea (Guinea \u00c4quatoriale), wo er sich als Pflanzer versuchte. Die n\u00e4chsten vier Jahre verbrachte er in Afrika, teilweise mit seiner Frau.<\/em><\/p>\n<p><em>Stefan Szolc-Rogozi\u0144ski machte mehrere geographische Entdeckungen, aber er ging nicht in die Geschichte ein, sondern wurde von deutschen Entdeckern und Kolonisatoren aus ihr gel\u00f6scht. Auch in der Ver\u00f6ffentlichung von Leo Frobenius (1897) findet man keine Information \u00fcber ihn oder dar\u00fcber, wer, wann und wie dieses Modell nach Krakau geliefert hat!<\/em><\/p>\n<p><em>Aber Szolc-Rogozi\u0144ski und seine beiden Freunde (Leopold Janikowski und Klemens Tomczek, der 1884 in Afrika starb) leisteten hervorragende Arbeit als \u201eExplorer ohne Unterst\u00fctzung und Regierungsmacht\u201c (im Gegensatz zu Deutschen und Briten). Sie verbrachten fast 3 Jahre auf der kleinen Insel Mondoleh und organisierten mehrere Inlandsexpeditionen, darunter in Kamerun, Gabun und sogar Kongo. Auf diese Weise sammelte Rogozi\u0144ski mehr als 300 Objekte und transportierte sie gl\u00fccklicherweise nach\u2026 Krakau. Warum Krakau in \u00d6sterreich? Weil es eine quasi-freie Stadt war und weil es den Polen erm\u00f6glichte, Kultur und Wissenschaft zu gestalten und zu entwickeln (Krakau war eine halb unabh\u00e4ngige Stadt mit nationalen Freiheiten).<\/em><\/p>\n<p><em>Wie wir heute wissen, war es eine gute Wahl, denn Krakau \u00fcberlebte den Ersten und den Zweiten Weltkrieg. Janikowski hatte \u00fcbrigens weniger Gl\u00fcck \u2013 seine Kamerun- und Gabun-Sammlung wurde durch die deutsche Bombardierung der polnischen Hauptstadt in den ersten Septembertagen 1939 zusammen mit dem gesamten Ethnographischen Museum in Warschau vollst\u00e4ndig niedergebrannt.<\/em><\/p>\n<p><em>Das ist eine kurze Geschichte und ein breiterer Kontext zu unserem Duala-Kriegskanu.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit bestem Gru\u00df, <\/em><em>Jacek Kukuczka, <\/em><\/p>\n<p><em>Kurator f\u00fcr au\u00dfereurop\u00e4ische Sammlungen, <\/em><em>Ethnographisches Museum Seweryn Udziela in Krakau <\/em><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Randbemerkung<\/strong><\/h3>\n<p>Um an der Kameruner K\u00fcste wissenschaftliche Forschung zu betreiben,\u00a0 kam Szolc-Rogozi\u0144ski zur falschen Zeit nach Kamerun. Hatte er Verbindungen nach London, dem gerade ausman\u00f6vrierten Konkurrenten des Deutschen Reiches, wie sein Foto suggeriert?<\/p>\n<p>Eine erste Antwort gibt ein kurzer Eintrag im deutschen Wikipedia (<u><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stefan_Szolc-Rogozi%C5%84ski\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a><\/u>): \u201c<em>Szolc-Rogozi\u0144ski unternahm mehrere Forschungsreisen in das Landesinnere <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kamerun\"><em>Kameruns<\/em><\/a><em>. Durch sogenannte <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schutzvertrag\"><em>Schutzvertr\u00e4ge<\/em><\/a><em> versuchte er die um das heutige <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Limbe_(Kamerun)\"><em>Limbe<\/em><\/a><em> liegende Region zu vergr\u00f6\u00dfern, das von Gro\u00dfbritannien beansprucht wurde, aber 1887 in deutschen Besitz \u00fcberging.<\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stefan_Szolc-Rogozi%C5%84ski#cite_note-1\"><sup>[1]<\/sup><\/a> \u201c.(\u2026.)<\/p>\n<p>Inzwischen habe ich darauf konkretere Antworten in einem weiteren Kontext. Ich will sie nicht an dieser Stelle diskutieren. Der Gastbeitrag vom Februar 2021 soll f\u00fcr sich stehen bleiben. Ich war Jacek Kukuszka vor einem Jahr sehr dankbar f\u00fcr sein pers\u00f6nliches Engagement und der Text beeindruckt mich noch immer.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 9. Februar 2022<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>aktualisiert 9.2. 2022 &#8211; Ern\u00fcchterung in &#8222;Drei junge M\u00e4nner an der Kamerunk\u00fcste&#8220;(LINK zu 2.5) \u00a0 KONTEXT Im Zuge der Weiterentwicklung des Blog-Projekts erh\u00e4lt der Beitrag \u201eDuala Bootsmodelle \u2013 Gehandelt, deponiert, zerst\u00f6rt, vergessen, wiederentdeckt&#8220;\u00a0 eine neue Zuordnung und wird zum dritten Beitrag DER ZWEITEN STAFFEL &#8222;DUALA KANUS UND IHRE GESCHICHTEN&#8220;. (2.3) Bei einigen Objekten habe ich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[254,263],"tags":[],"class_list":["post-13341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-duala-projekt-ab-2-1","category-vr-polen"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13341"}],"version-history":[{"count":16,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16046,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13341\/revisions\/16046"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}