{"id":13015,"date":"2021-07-20T09:49:27","date_gmt":"2021-07-20T07:49:27","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13015"},"modified":"2024-04-08T22:33:32","modified_gmt":"2024-04-08T20:33:32","slug":"duala-kanus-und-ihre-geschichten-1925-transatlantischer-deal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13015","title":{"rendered":"Duala-Kanus und ihre Geschichten : Transatlantischer Deal 1925 (2.1)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>DAS DUALA-PROJEKT &#8211; ZWEITE STAFFEL :\u00a0 Geschichte und Schicksal der Bootsmodelle und ihrer Sammler<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><em>Field Museum of Natural History \u2014\u00a0 Jan Kleyman \u2014 Baron v.d. Heydt \u2014 J.F.G.Umlauff \u2014 <\/em><span class=\"VIiyi\" lang=\"en\"><span class=\"JLqJ4b ChMk0b\" data-language-for-alternatives=\"en\" data-language-to-translate-into=\"de\" data-phrase-index=\"0\"><em>Weltmarkt f\u00fcr Ethnographica<\/em><br \/>\n<\/span><\/span><\/span><!--more--><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>Vorwort<\/strong><\/span><\/h2>\n<div id=\"attachment_13023\" style=\"width: 332px\" class=\"wp-caption alignright\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/IMG_3992.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13023\" class=\"wp-image-13023\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/IMG_3992-360x240.jpg\" alt=\"\" width=\"322\" height=\"214\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/IMG_3992-360x240.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/IMG_3992-900x599.jpg 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/IMG_3992-624x416.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/IMG_3992.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13023\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #000000;\">c v.Graeve 2019<\/span><\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Die Geschichte meines Kanu-Modells ist Ihnen aus Blog zwei (<a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=11125\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a>) bekannt. Ich habe noch einen Schnappschuss von der \u00dcbergabe anzubieten. Zur Legende des Verk\u00e4ufers wird ganz am Schluss noch etwas anzumerken sein.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Auf\u00a0 der Spur der siebenundzwanzig Boote, die Leo Frobenius 1897 dokumentierte, hatten meine Anfragen in ganz Europa und den USA gute Resonanz und ich wusste erst einmal nicht, wie ich die \u00fcber drei\u00dfig dokumentierten Modelle miteinander in Beziehung setzen und vergleichen sollte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Inzwischen sind mir sogar drei weitere Bootsmodelle mit <u>demselben<\/u> schm\u00fcckenden Bugaufsatz meines Bootsmodells begegnet. Zwei sind in amerikanischen Museen gelandet, eins auch bei einem modernen Privatsammler . Ich nahm mir vor, alle vier zusammen zu behandeln, aber schon die erste \u201aObjektbiografie\u2019 kommt anderswo an als geplant. Sie hat sich in eine Milieuschilderung verwandelt und schl\u00e4gt einen Bogen vom <em>Field-Museum of Natural History<\/em> in Chicago \u00fcber einen transatlantischen Deal aus zu zwei Gro\u00dfakteuren im Deutschen Reich: J.F.G. Umlauff in Hamburg und Baron von der Heydt. <!--more-->Und sie l\u00e4sst sich nicht wirklich auf das betreffende Objekt fokussieren. \u2013 Auf vergleichende Betrachtungen m\u00fcssen Sie noch warten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Das <em>Field Museum of Natural History<\/em> in Chicago (<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.fieldmuseum.org\/about\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a>)<br \/>\n<\/strong><\/span><\/h3>\n<div id=\"attachment_13022\" style=\"width: 180px\" class=\"wp-caption alignright\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Field_fg01-wikimedia.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13022\" class=\"size-thumbnail wp-image-13022\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Field_fg01-wikimedia-170x150.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13022\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #000000;\">Field_fg01-wikimedia<\/span><\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das <em>Field Museum of Natural History <\/em>in Chicago wurde als\u00a0 Nachfolger \u00a0 des Publikumsmagneten <em>World&#8217;s Columbian Exposition <\/em>von 1892-93 geplant &#8211; der Weltausstellung zum 400. Jahr der &#8222;Entdeckung Amerikas&#8220;. Nach dem ersten Gro\u00dfspender, dem Kaufhausk\u00f6nig\u00a0 Marshall Field, wurde es benannnt. Der erste (nur inoffizielle) Kurator f\u00fcr Anthropologie war Franz Boas, der\u00a0 Amerikas Anthropologie professionalisierte. \u00dcbrigens eine interessante deutsch-amerikanische Biografie! (<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Boas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a>) Das Museum verf\u00fcgt \u00fcber bedeutende Sammlungen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ende Februar 2021 wies mich der angeschriebene Museumskurator auf ein imposantes Bootsmodell von weit \u00fcber zwei Metern L\u00e4nge hin (Zugangs-Karte A no. 1608). Er beantwortete mir Fragen, gab wertvolle Hinweise und und stellte ein paar aufschlussreiche Dokumente zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_13021\" style=\"width: 620px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Fieldmuseum.org_.-Douala-model.A100852-e1626281421222.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13021\" class=\"wp-image-13021\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Fieldmuseum.org_.-Douala-model.A100852-360x73.jpg\" alt=\"Doku ID\" width=\"610\" height=\"124\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13021\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #000000;\">The Fieldmuseum. Douala model. Cat.No. A100852 photo no&#8230;.. photographer &#8230;.<br \/><\/span><\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das gro\u00dfe Bootsmodell gelangte als Teil einer fast <u>zweitausend<\/u> Objekte umfassenden Sammlung von Kamerun-Kunst 1925 in den Besitz des Field<em>&#8211;<\/em>Museums \u00dcber diesen gro\u00dfen Ankauf schickt mir der Kurator Christopher Philipp aussagekr\u00e4ftige Dokumente. Selbstverst\u00e4ndlich w\u00e4re diese Transaktion allein schon ein unersch\u00f6pfliches Forschungsfeld und ist bisher unbefriedigend dokumentiert.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Der Ankauf im Sommer 1925 geht z\u00fcgig vonstatten.<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich \u00fcbersetze aus dem Brief von Jan Kleykamp Galleries, New York vom <strong>16. Juni 1925<\/strong> an Stanley Field:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Heute habe ich den Transport der Kamerun-Sammlung veranlasst, die Fracht ist bezahlt. Herr Laufer teilte mir mit, dass Sie die Sammlung in Ihrem Institut pr\u00fcfen wollen, unter der Bedingung, im Fall einer etwaigen R\u00fccksendung deren Kosten zu \u00fcbernehmen.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Ich musste mit meinem Partner in Holland die Sammlung kaufen, zusammen mit einer sehr sch\u00f6nen Kollektion chinesischer und japanischer Malereien, und da ich mich auf fr\u00fche chinesische Kunst spezialisiere, bin ich daran interessiert, die Sammlung so rasch wie m\u00f6glich wegzugeben, weswegen ich Ihrem Institut die niedrige Angebot von drei\u00dfigtausend Dollar f\u00fcr fast zweitausend St\u00fccken mache. Das deckt kaum meinen Einkaufspreis und die bisher entstandenen Unkosten. <\/em>Kleykamp bietet Ratenzahlung an und bittet um eine m\u00f6glichst rasche Entscheidung, da andere Institute interessiert sein k\u00f6nnten, auch wenn er bisher keinem Fotos gezeigt habe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der damalige <em>Curator of Anthropology<\/em> Dr. B. Laufer schreibt bereits am <strong>23. Juni<\/strong> (jpg 4785) am Kleykamp (in \u00dcbersetzung) :<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Ich bemerke, dass acht Bildtafeln der Original-Alben Umlauffs mit diversen Objektfotografien in den beiden Alben ausgeschnitten sind, die Ihre Kamerun-Sammlung illustrieren. <\/em>Er z\u00e4hlt 14 fehlende Nummern auf &#8211; zwischen Tafel 36 und 109 &#8211; und f\u00e4hrt fort: <em>Es sieht so aus, dass der urspr\u00fcngliche Eigent\u00fcmer ausgerechnet die besten Exemplare herausgepickt und behalten hat. Ob das Umlauff oder Baron von der Heydt oder sonst wer getan hat, wei\u00df ich nat\u00fcrlich nicht. Ich bitte Sie, das herauszufinden und und auf die R\u00fcckgabe dieser 14 Objekte zu dringen. Es w\u00e4re doch schade, wenn die Sammlung auf diese Art verdorben w\u00fcrde. <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Ich m\u00f6chte Ihre Aufmerksamkeit noch auf ein anderes Thema lenken. Im Vorwort zu seinem Album erkl\u00e4rt Umlauff, dass die sehr detaillierte Originalliste der Sammlung und 600 Fotografien, die vom Sammler (collector) Schroeder in Afrika aufgenommen wurden, dem Erwerber der Sammlung kostenfrei \u00fcbergeben w\u00fcrden. Sie sollten darauf sehen, dass Sie beides erhalten, weil es mir beim Katalogisieren und Etikettieren der Sammlung von unsch\u00e4tzbarem Wert sein w\u00fcrde. Yours very sincerely\u00a0 B. Lauffer\u201c<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>14. Juli<\/strong> antwortet J.C.F. Umlauff, der Sohn des Inhabers Heinrich Umlauff aus Hamburg:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Sehr geehrter Herr Doctor ! Im Auftrage des Herrn von der Heydt, Zandvoort, sandte ich Ihnen heute per D.Deutschland eine Kiste enthaltend 540 photographische Platten. Liste \u00fcber die einzelnen Aufnahmen liegt bei. Mit vorz\u00fcglicher Hochachtung <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>He is sending a box with 540 photographic plates. These are sent at the request of Baron v. Heydt, Zandvoort. A list is with them\u00a0\u00a0 signed J.G.F.Umlauff<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>27.Juli <\/strong>adressiert der Kurator B. Laufer eine Empfehlung an den leitenden Direktor des Field-Museum D.C.Davies. Er r\u00fchmt den Kulturraum Kamerun, der die h\u00f6chste Entwicklung der <em>Negro art<\/em> repr\u00e4sentiere und manche Affinit\u00e4t zur Kunst des alten Benin und der des Sudan aufweise, die im Museum gut vertreten seien. <em>Die Bronzeg\u00fcsse dieser Gruppe rivalisieren mit denen von Benin und ihre Holzschnitzereien sind wahrscheinlich die besten in Afrika. Viele von ihnen sind Bauteile der H\u00e4user von H\u00e4uptlingen wie T\u00fcr- und Fensterrahmen&#8230; Die einzelnen Objekte sind alle gut definiert nach Ort und tribe und zweifellos wurden sie mit Intelligenz und gutem Urteilsverm\u00f6gen gesammelt. Es ist eine sehr feine Sammlung von gro\u00dfem wissenschaftlichen Interesse und k\u00fcnstlerischem Wert.<\/em> (S.2) <em>Anders als die eher zuf\u00e4llig zusammengekommenen Erwerbungen bietet sie das akkurate und vollst\u00e4ndige Bild einer wohldefinierten Kulturprovinz und illustriert lebendig die kunstwerblichen (industrial arts) Errungenschaften des Negers. Au\u00dferhalb Berlins gibt es wohl keine zweite Sammlung dieser Art.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am <strong>7. August<\/strong> <strong>1925 <\/strong>ist bereits der Zugang der <em>etwa 1950 <\/em>Objekte eingetragen. Der Kaufpreis betr\u00e4gt $ 27.000 ; die Fotos sind noch nicht eingetroffen und werden angemahnt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Unbeachtet, unbemerkt<br \/>\n<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">In der F\u00fclle aufgez\u00e4hlter Dinge fehlt \u00fcberraschenderweise das gro\u00dfe, mit zweimeterneunzig eigentlich un\u00fcbersehbare Bootsmodell der Duala, das heute als Attraktion gilt. Damals war es wohl nicht \u201eauthentisch\u201c genug, als Kameruner Exportprodukt anr\u00fcchig.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Auch auf der mir vorliegenden Zugangskarte <em>No.1608 <\/em>vom<em> Aug.7 1925, signed B. Laufer \u2013 <\/em>ist das Boot nicht erw\u00e4hnt, auch nicht in deren summarisch verk\u00fcrzten Objektliste. <em>&#8230; musical instruments, tobacco pipes, baskets&#8230;.<\/em> ja! Bootmodell? Nein!\u00a0 Es ist blo\u00df eine Nummer irgendwo zwischen den <em>Catalogue Numbers <\/em>174051 und 175823. Die mitgeschickte fast leere Objektkarte datiert aus den 1950er Jahren.<\/span><\/p>\n<h4><span style=\"color: #000000;\">Dann geht es aufw\u00e4rts: <\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">1968 wird die No. 175469 laut Konservatorenbericht vier Wochen lang aufwendig restauriert.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_13017\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bildschirmfoto-2021-07-14-um-17.18.03.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13017\" class=\"wp-image-13017\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bildschirmfoto-2021-07-14-um-17.18.03-360x358.png\" alt=\"Information\" width=\"260\" height=\"259\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bildschirmfoto-2021-07-14-um-17.18.03-360x358.png 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Bildschirmfoto-2021-07-14-um-17.18.03.png 460w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13017\" class=\"wp-caption-text\">NYTimes Obituary 2015 Screenshot &#8211; Anklicken!<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das geschieht auf Veranlassung von <strong>Leon Siroto<\/strong>, 1965-70 <em>Assistant Curator African ethnology <\/em>(<em>Fieldiana anthropology<\/em> 2003, p.260. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Vor allem der Bug hat es n\u00f6tig: <em>Alle Oberfl\u00e4chen sehr schmutzig, <\/em><em>Bug gebrochen und schlecht repariert (Kleber, N\u00e4gel, zusammengeschraubt, \u00fcbermalt), Holz durch Holzk\u00e4fer besch\u00e4digt&#8230;.<\/em> fehlende Elemente m\u00fcssen ersetzt, Fremdstoffe entfernt,ein Bereich rekonstruiert und Bugelemente gesichert werden. (in Auswahl \u00fcbersetzt). &#8211; Ich sehe nun die faszinierende Fernwirkung des langen Bootsk\u00f6rpers und seiner Figuren mit anderen Augen und kann mir den weniger &#8218;frischen&#8216; Zustand des Bootsschmucks erkl\u00e4ren. Vielleicht geh\u00f6ren die beiden Teile urspr\u00fcnglich gar nicht zusammen. Sie sind wie \u00fcblich ja blo\u00df durch Riemen und Stift verbunden.\u00a0\u00a0 <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bei der gro\u00dfen <strong>Ausstellung &#8222;The Art of Cameroon&#8220;<\/strong> schafft es das Boot zwar nicht auf den Titel, aber u.a. auf die Seite Drei des Katalogs.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_13020\" style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Smithonian-1984-Art-of-Cameroun-scaled-e1626281194828.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13020\" class=\"wp-image-13020\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Smithonian-1984-Art-of-Cameroun-247x360.jpg\" alt=\"Doku\" width=\"220\" height=\"320\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13020\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #000000;\">Smithonian Exposition 1984 Art of Cameroun Title<br \/><\/span><\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_13019\" style=\"width: 245px\" class=\"wp-caption alignright\"><a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Smithonian-1984-Art-of-.Fig_.Content-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13019\" class=\"wp-image-13019\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Smithonian-1984-Art-of-.Fig_.Content-264x360.jpg\" alt=\"Doku\" width=\"235\" height=\"320\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13019\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #000000;\">Smithonian 1984 &#8218;The Art of Cameroon&#8216; p.3<\/span><\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die Reizworte \u201e<em>Benin Bronzen<\/em>\u201c und \u201eBerlin\u201c<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bei der Erw\u00e4hnung von Berlin und von Benin im Zusammenhang mit Bauteilen aus H\u00e4uptlingsresidenzen der K\u00f6nigreiche im Kameruner Grasland regt sich bei mir zum ersten Mal in der bisher so \u201acleanen\u2019 internationalen Sph\u00e4re wieder die Frage nach den konkreten Erwerbsaktivit\u00e4ten der Firmen Umlauff, Hagenbeck u.a. in der Kolonialzeit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Field-Museumskurator Philipp hat zu einem zweiten Bootsmodell (Catalog number 28504), das von Rosalinde Wilcox erw\u00e4hnt wird (2002, African Arts t.35, p.49) die Information, es sei Teil der <em>Hagenbeck-Sammlung gewesen, welche direkt nach der Schlie\u00dfung der Columbus gewidmeten Weltausstellung 1893<\/em> (in Chicago) <em>in das Museum gekommen sei<\/em>. (Mail am 27.2.21) Und in seiner Mail vom 1.3.21 erg\u00e4nzt er: <em>Das Museum verf\u00fcgt \u00fcber umfangreiche Best\u00e4nde sowohl an Hagenbeck-Material (entstanden aus der Weltausstellung 1893 &#8211; wie das andere Kanumodell) als auch umfangreiche nicht mit Kleykamp verbundene Beziehungen zu J.F.C. Umlauff. <\/em>(\u00dcbersetzungen)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u201eJ<em>an Kleyman Asian Collection<\/em>\u201c und Dr. Berthold Laufer<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Jan Kleymans in derselben Transaktion erworbene chinesische und japanische Malereien gehen an das Art Institute of Chicago<strong>(AIC), <\/strong>das seit der <em>World&#8217;s Columbian Exposition <\/em>von 1892-93 \u00fcber ein repr\u00e4sentatives Ausstellungsgeb\u00e4ude verf\u00fcgt- (<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.artic.edu\/departments\/PC-7\/arts-of-asia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK)<\/a> . Die <em>Kleyman Collection<\/em> wird bereits ab 15. Dezember 1925 einen Monat lang gezeigt, eingeleitet von Berthold Laufer (1874-1934). (<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/www.si.edu\/object\/siris_sil_860081\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a>)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Kurator Philipp (Mail 1.3.21): <em>Laufer war ein langj\u00e4hriger Kurator f\u00fcr das Field Museum, der fast seine ganze Karriere hier arbeitete. Er war spezialisiert auf Asiatica und das ist wahrscheinlich seine Verbindung zu Kleykamps Sammlung von Malereien im AIC. Er ist verantwortlich f\u00fcr die gro\u00dfen China-Best\u00e4nde , um die wir uns in Chicago k\u00fcmmern.<\/em>(\u00dcbersetzt)<\/span><\/p>\n<p><strong>8.4.24\u00a0<\/strong> <strong>Dr. Berthold Laufer<\/strong> taucht in einem en-wikipedia-Beitrag \u00fcber den international operierenden <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/C._T._Loo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Asiatica-Kunsth\u00e4ndler C.T.Loo<\/a> als einer von dessen Katalogautoren auf. Er hat auch einen eigenen <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Berthold_Laufer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">en.wiki-Beitrag<\/a> mit Fotoportr\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Baron Eduard von der Heydt (1882 \u2013 1964)<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u00a0<\/strong>Ausz\u00fcge aus dem Wikipedia-Beitrag (Stand 24.12.2020, abgerufen 13.7.2021, <a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eduard_von_der_Heydt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a>)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Er war Bankier vor 1914 in New York und London, Diplomat, Kunstsammler und M\u00e4zen, kaufte1926 den Monte Verit\u00e0 bei Ascona im Schweizer Kanton Tessin und machte ihn zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt, begann in den zwanziger Jahren asiatische und afrikanische Kunst zu sammeln, ausgehend vom Gedanken der <\/em>ars una<em>: Kunst sei nicht national oder regional beschr\u00e4nkt, sondern bilde ein grunds\u00e4tzlich einheitliches menschliches Gesamtwerk. Er baute eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Privatsammlungen chinesischer und indischer Kunst auf, wobei er zahlreiche Werke als Leihgaben Museen \u00fcberlie\u00df. Als Monarchist und Nationalkonservativer wurde er 1933 Mitglied der NSDAP, Er erwarb die Schweizer Staatsb\u00fcrgerschaft 1937, diente im Zweiten Weltkrieg in der Schweiz als Banker Hitlerdeutschland. Die US-Regierung konfiszierte 1948 alle amerikanischen Bankguthaben und Verm\u00f6genswerte von der Heydts in den USA. 1946 \u00fcbergab von der Heydt seine ostasiatische Kunstsammlung der Stadt Z\u00fcrich als Grundstock f\u00fcr das Museum Rietberg. Das Museum Rietberg hat seit 2008 die 1600 Objekte der Sammlung von der Heydt auf ihre Provenienz \u00fcberpr\u00fcft, um NS-Raubkunst ausfindig zu machen. Als Ergebnis dieser \u00dcberpr\u00fcfung wurden 2010 f\u00fcr vier Kunstwerke Entsch\u00e4digungen an die Erben gezahlt.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00dcbrigens trat <span class=\"VIiyi\" lang=\"en\"><span class=\"JLqJ4b ChMk0b\" data-language-for-alternatives=\"en\" data-language-to-translate-into=\"de\" data-phrase-index=\"0\">Baron Heydt in fr\u00fcheren Blog-Beitr\u00e4gen einmal als privilegierter Kunde von Charles Ratton auf <a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=9476\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Link)<\/a> ein anderes Mal als Mentor von Werner Muensterberger (<a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1926\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Link)<\/a>.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Die Firma J.F.G.Umlauff in Hamburg <\/strong><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Eine sorgf\u00e4ltige Literatur- und Akten-Studie von <strong>Hilke Thode-Aurora<\/strong> unter dem Titel \u201e<strong><em>Die Familie Umlauff und ihre Firmen \u2013 Ethnographica-H\u00e4ndler in Hamburg<\/em><\/strong>\u201c (<em>mitteilungen aus dem museum f\u00fcr v\u00f6lkerkunde hamburg, neue folge band 22<\/em>, 1992, 143-158) bringt Licht in die komplizierten famili\u00e4ren und unternehmerischen Verbindungen und erl\u00e4utert die Gesch\u00e4ftspolitik. Ich zitiere zusammenfassend daraus. Zur Veranschaulichung \u00fcbernehme ich vier Reproduktionen aus der Studie von <strong>Britta Lange: <em>Echt, Unecht, Lebensecht. Menschenbilder im Umlauf<\/em> (<\/strong>Kadmos Verlag, Berlin 2006). Britta Lange durchleuchtet die damals herrschenden Vorstellungen von &#8222;Authentizit\u00e4t&#8220;, die Darstellung von Mensch und Tier, die Museologie, Feindbilder und die Filmindustrie.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wir sehen nun den Deal mit Galerie und Museum in Amerika\u00a0 im gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang, der Gesch\u00e4ftspartner in Hamburg, der Firma, die wenigstens bis 1914\u00a0 wie eine Spinne im Zentrum des Welthandelsnetzes mit Ethnographica sa\u00df. Zugleich wird die damalige Symbiose von wissenschaftlichen, schaustellergewerblischen und propagandistischen Bed\u00fcrfnissen sp\u00fcrbar.<\/span><\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Firmengeschichte<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Gr\u00fcnder der ersten Firma unter dem Namen Umlauff, die mit Ethnographica handelte, war <strong>Johann Friedrich Gustav (J.F.G.) Umlauff (1833-1889)<\/strong>, der als junger Mann zur See fuhr, 1863 eine Schwester des Tierh\u00e4ndlers <strong>Carl Hagenbeck<\/strong> heiratete und 1868 in Hamburg eine Firma mit dem Namen<em> \u201eNaturalienhandlung, Muschelwaaren-Fabrik, verbunden mit einem Zoologisch-Ethnographischen Museum\u201c <\/em>gr\u00fcndete. Das Familienunternehmen wuchs und zog wiederholt um. <em>Hatte die Firma bisher ihre Best\u00e4nde anscheinend haupts\u00e4chlich von den Hamburg anlaufenden Schiffen bezogen, so ging man jetzt <\/em>(1873) <em>dazu \u00fcber, ausreisende Seeleute, Sammler, H\u00e4ndler usw. gezielt zu beauftragen. <\/em>(S.145) Nach seinem Tod ende 1889 f\u00fchrte seine Witwe die Firma unter Mithilfe Carl Hagenbeck und ihres \u00e4ltesten Sohnes Heinrich (1869-1925) weiter. Die mitarbeitenden Kinder spezialisierten sich, der junge Heinrich auf Ethnologica, aber er war auch <em>der eigentliche Chef. <\/em>In \u201e<strong>Umlauff\u2019s Weltmuseum<\/strong>\u201c entwickelte er eine besondere Spezialit\u00e4t der Firma: <em>sogenannte <strong>zoologische-biologische oder auch ethnographische Gruppen,<\/strong> d.h. aus lebensgro\u00dfen Puppen,<\/em> <em>Ethnographica und ausgestopften Tieren zusammengestellte Szenen; die <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-58-Umlauff-1889.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-13033\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-58-Umlauff-1889-360x290.jpg\" alt=\"dok.\" width=\"300\" height=\"242\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-58-Umlauff-1889-360x290.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-58-Umlauff-1889-900x726.jpg 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-58-Umlauff-1889-624x503.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-58-Umlauff-1889.jpg 999w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Figuren wurden anhand von Fotos und Gipsabg\u00fcssen modelliert. Au\u00dferdem gab es vom Gr\u00fcndungsjahr an V\u00f6lkerschauen zu sehen. <\/em>(147) Nach den Gesch\u00e4ftsb\u00fcchern <em>reichte die <strong>Bandbreite der gehandelten Artikel<\/strong> von den erw\u00e4hnten Zoologica, Konchilien<\/em> <em>und Ethnographica in verschiedenster Gr\u00f6\u00dfe, Beschaffenheit und Anzahl bis zu Anthropologica aller Art (Sch\u00e4del, Knochen, Gehirne und F\u00f6ten in Spiritus). Das bedeutet, da\u00df au\u00dfer Pflanzen einfach alles, was ein Reisender aus einem fernen Land mitbrachte, von der Firma Umlauff aufgekauft und weiterver\u00e4u\u00dfert werden konnte; h\u00e4ufig auch lebende Tiere, die dann an die Firma Hagenbeck weitergegeben wurden oder, wenn sie wie in vielen F\u00e4llen eine Reise nicht \u00fcberlebten, sowieso von der zoologischen Abteilung verwertet wurden. Die Abnehmer dieser diversen Dinge waren Museen und wissenschaftlichen Institute der entsprechenden Fachrichtungen sowie Privatsammler in aller Welt, bis hin zum damaligen Dalai Lama. Ein weiterer Reklame- und Erwerbszweig der Firma war das <strong>Ausrichten oder mindestens Beschicken von Ausstellungen<\/strong> zu den verschiedensten Themen.<\/em>(147\/8)<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_13032\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-154-Umlauff-Kirgisenjurte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13032\" class=\"wp-image-13032\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-154-Umlauff-Kirgisenjurte-900x721.jpg\" alt=\"\" width=\"520\" height=\"416\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-154-Umlauff-Kirgisenjurte-900x721.jpg 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-154-Umlauff-Kirgisenjurte-360x288.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-154-Umlauff-Kirgisenjurte-624x500.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-154-Umlauff-Kirgisenjurte.jpg 999w\" sizes=\"auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13032\" class=\"wp-caption-text\">B.Lange-2004 p.154 Umlauff&#8217;s\u00a0\u00a0 Kirgische Jurte mit reicher Ausstattung<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Thode-Arora zitiert einen Brief von Heinrich Umlauff an Graf Linden in Stuttgart 1897:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u201c<em>Das Museum Umlauff<\/em> <em>&#8230; l\u00e4sst die Ethnographica theils durch eigene Reisende unter gro\u00dfen Kosten sammeln, theils erwirbt es dieselbenvon glegentlichen Sammlern, oder auf Auctionen im In- und Auslande, oder durch Ankauf von Privatsammlungen\u201c <\/em>(148)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>Gesch\u00e4ftsgrunds\u00e4tze<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Sammlungen wurden zwar vorzugsweise nicht auseinandergerissen, sondern nur geschlossen abgegeben, denn gut dokumentierte St\u00fccke erh\u00f6hten nat\u00fcrlich ihren Wert. Bei Objekten, die in gro\u00dfer Menge vorhanden waren, nahm man es allerdings nicht so genau;so entfernte man von einer Reihe von Mumien die Schmuckst\u00fccke, bevor sie an Museen oder auch Schausteller weiterverkauft wurden. Einige von ihnen wurden auch von den Pr\u00e4paratoren mit Affenh\u00e4nden und Fischhaut versehen, \u00fcbermodelliert und als \u201eSeejungfrauen\u201c ebenfalls an Schausteller verkauft. <\/em>(150) <em>Heinrich Umlauff stellte auch leihweise in Museen ethnographische Gruppen auf, die er sp\u00e4ter an diese oder andere Interessenten zu verkaufen hoffte. <\/em>(149)<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_13036\" style=\"width: 270px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-52-Umlauff-Samoaner-1902.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13036\" class=\"wp-image-13036\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-52-Umlauff-Samoaner-1902-360x334.jpg\" alt=\"\" width=\"260\" height=\"242\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-52-Umlauff-Samoaner-1902-360x334.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-52-Umlauff-Samoaner-1902-624x580.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-52-Umlauff-Samoaner-1902.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13036\" class=\"wp-caption-text\">B.Lange-2004-S. 52 1902 angebotene Samoa Puppen<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Eine wichtige Aktion war der Verkauf von zwei <strong>Maori-Versammlungsh\u00e4usern<\/strong>. Das erste bot Umlauff zwischen 1902 bis 1905 wiederholt dem Linden-Museum in Stuttgart an, zuerst f\u00fcr 30.000 Mark, sp\u00e4ter f\u00fcr 22.000 Mark. <em>Obwohl er schlie\u00dflich dem Leipziger Museum daf\u00fcr zugestand, scheint es sich um das Versammlungshaus zu handeln, das heute im Field Museum in Chicago steht.<\/em> (150) (Sidney M.) <em>Mead zitiert ein 1902 ver\u00f6ffentlichtes Heft, das offenbar das Haus in Chicago beschreibt. <\/em>(151<em>) <\/em>F\u00fcr das zweite, das vom Hamburgischen Museum f\u00fcr V\u00f6lkerkunde im M\u00e4rz 1907 erworben wurde, verlangte Heinrich Umlauff 35.000 Mark. W\u00e4hrend der monatelangen Verhandlungen \u2013 auch \u00fcber die Ratenzahlungen &#8211; lag es im Hamburger Freihafen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>\u00a0<\/em><em>Aus der Korrespondenz <\/em>(zwischen Umlauff und dem Hamburger Museums f\u00fcr V\u00f6lkerkunde) <em>geht hervor, da\u00df die Herausgabe von Dubletten von Seiten des<\/em> <em>Museums oft dazu diente, f\u00e4llige Rechnungen bei der Firma Umlauff zu begleichen. Vor 1914 kn\u00fcpfte <\/em>(Direktor) <em>Thilenius die Bedingung daran, solche St\u00fccke au\u00dferhalb Europas oder zumindest Deutschlands zu verkaufen, auf jeden Fall aber nicht an das Berliner Museum, sicherlich vor dem Hintergrund seiner Bevorzugung beim Erwerb ethnologischer Objekte von Kolonialbeamten. <\/em>(151)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Anpassung an die Krise<\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Der erste Weltkrieg brachte Absatzschwierigkeiten. Heinrich Umlauff beschickte jetzt \u201e<strong>Kriegs- und Beuteausstellungen\u201c<\/strong>; seine modellierten Gruppen zeigten keine fremden V\u00f6lker mehr, sondern Soldaten mit Waffen. (151) <\/em><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_13034\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-220-Ausstattung-Umlauff-Azteken.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13034\" class=\"wp-image-13034\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-220-Ausstattung-Umlauff-Azteken-360x322.jpg\" alt=\"doku\" width=\"300\" height=\"268\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-220-Ausstattung-Umlauff-Azteken-360x322.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-220-Ausstattung-Umlauff-Azteken-900x805.jpg 900w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-220-Ausstattung-Umlauff-Azteken-624x558.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/B.Lange-2004-220-Ausstattung-Umlauff-Azteken.jpg 999w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13034\" class=\"wp-caption-text\">Ausstattung Umlauff Azteken-Film<\/p><\/div>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Als weiteres Gesch\u00e4ftsfeld kam ab 1918 die <strong>Ausstattung von exotischen Spielfilmen<\/strong> vor allem der Ufa Film-A.G. hinzu. Sein Bruder Johannes stattete 1921 ebenfalls Filme wie Joe Mays <em>Das indische Grabmal <\/em>nach dem Roman von Thea v. Harbou aus, \u00fcbrigens mit 395 Leihgaben, die er vom <strong>Hamburgischen Museum f\u00fcr V\u00f6lkerkunde<\/strong> erbat. (152) Museumsdirektor Hellwig argumentierte: \u201e<em>Wir halten es unsererseits f\u00fcr erfreulich, wenn die Filmgesellschaften um eine sorgf\u00e4ltige originalgetreue Ausstattung ihrer Vorf\u00fchrungen bem\u00fcht sind &#8230;. auf der anderen Seite aber m\u00fcssen wir das Risiko bedenken, welches unsere Best\u00e4nde laufen, da die ausgeliehenen Gegenst\u00e4nde nach monatelanger Abwesenheit und \u00f6fterem Gebrauch unm\u00f6glich wieder im gleichen, jetzigen Zustande uns zur\u00fcckgeliefert werden k\u00f6nnen..<\/em>.\u201c <em>Er schlie\u00dft die Bitte um eine Extra-Anweisung an, falls der Film Erfolg haben sollte. <\/em><strong>Koch-Gr\u00fcnberg<\/strong> vom Linden-Museum lehnte 1917 Umlauff gegen\u00fcber eine entsprechende Bitte ab: \u201e<em>Ein Film wird aber noch lange nicht dadurch wissenschaftlich, da\u00df man etwa Filmschauspieler oder Hamburger Hafenarbeiter mit echten Kost\u00fcmen beh\u00e4ngt. Damit wird man \u201a100 tausenden\u2019 nicht eine \u201aBelehrung\u2019 geben, sondern wird sie nur t\u00e4uschen und falsche Eindr\u00fccke erwecken. \u2013 Freilich gehen unsere Begriffe bez\u00fcglich \u201aKitsch\u2019 weit auseinander.<\/em>\u201c(153)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Das Jahr 1925 f\u00fcr die Firma J.F.G Umlauf <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Heinrich Umlaufs pl\u00f6tzlicher <strong>Tod am 22. Dezember 1925<\/strong> (<a style=\"color: #000000;\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinrich_Umlauff\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a>)\u00a0 markiert den Niedergang der Firma, die <em>bald darauf verschuldet <\/em><em>w<\/em>ar. <em>Ihr Objektbestand umfa\u00dfte damals ca. 24.900 Nummern im Wert von 202.293 Mark, wie aus einer Sch\u00e4tzung von <\/em>(Museumsdirektor)<em> Thilenius hervorgeht. <\/em>(12.2.1926)<em>. Thilenius beurteilte die Sammlungen als von meist durchschnittlicher bis zum Teil sehr guter und im Wert steigender Art&#8230;. Auf Grund der Geldknappheit habe er Herrn Umlauff geraten, sein Prinzip, nur geschlossene Sammlungen zu verkaufen, aufzugeben, denn so k\u00f6nnten zun\u00e4chst \u201eDubletten\u201c ver\u00e4u\u00dfert und eine gr\u00f6\u00dfere Klientel erschlossen werden; au\u00dferdem schaffe es Platz in den Lagerr\u00e4umen&#8230;. Man soll Umlauff Zeit lassen und m\u00f6gliche K\u00e4ufer direkt anschreiben. Er sei bereit, auch seine pers\u00f6nlichen Beziehungen daf\u00fcr einzusetzen. <\/em>(15.2.1926)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Obwohl laut Briefkopf Umlauffs Witwe (Anita) die Eigent\u00fcmerin des Unternehmens geworden war, sind die Briefe<\/em> <em>in dieser Zeit fast alle an ihren \u00e4ltesten Sohn gerichtet, der \u2013 passend zum Firmennamen \u2013<strong> wieder<\/strong> auf <strong>Johann Friedrich Gustav<\/strong> getauft worden war<\/em>. (154) Er machte sich <em>irgendwann zwischen 1928 und 1930<\/em> selbst\u00e4ndig. <em>Bis zu seinem Tode 1942 geh\u00f6rte das Hamburger Museum f\u00fcr V\u00f6lkerkunde zu seinen Kunden, <\/em>wegen der angespannten Finanzlage der Stadt <em>oft wieder durch Tausch<\/em>. (154)&#8230;.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><em>Wie eingangs schon erw\u00e4hnt, l\u00e4sst die Quellensituation zu den f\u00fcr die V\u00f6lkerkunde interessanten Aktivit\u00e4ten der verschiedenen Umlauff-Firmen durchaus zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, besonders was die \u201eBl\u00fctezeit\u201c unter Heinrich Umlauffs Leitung betrifft.<\/em> (155)<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>&#8211;\u00a0 <\/strong><\/span><strong><span style=\"color: #ff0000;\">Ende des ersten Teils &#8211;<\/span><br \/>\n<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Was diese Recherchen in meinem Kopf ver\u00e4ndert haben, kann ich noch nicht absehen, bis auf die Einsicht, wie tr\u00fcb die Quellen wohl aller um die Jahrhundertwende anschwellenden\u00a0 Museumssammlungen waren. Die Firma Umlauff akzentuiert dabei die gewerbliche, die kommerzielle Seite ihrer Erwerbungen. Zu e<span class=\"VIiyi\" lang=\"de\"><span class=\"JLqJ4b\" data-language-for-alternatives=\"de\" data-language-to-translate-into=\"en\" data-phrase-index=\"0\">rkennen, dass Dinge voller Bedeutung als Waren in gro\u00dfen Sammeltanks gelandet sind &#8211;<\/span><\/span> vielleicht mit einem Etikett um den Hals &#8211; und ganz nach Kalkulation des H\u00e4ndlers oder Bedarf der K\u00e4ufer neu zusammengestellt wurden, nimmt der Provenienzforschung jede hoffnungsvolle Perspektive. Es geht ja nicht nur um <em>Carl Hagenbeck<\/em> oder<em> J.F.G. Umlauff<\/em>; dasselbe machte ja in den zwanziger Jahren <em>Paul Guillaume<\/em> in Paris (<a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=11324\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a> &#8211; dort der lohnende Verweis auf die Analyse der <em>Sammlung Coray <\/em>von Andreas Schlothauer in \u201cKunst &amp; kontext\u201d 1\/2016 (<a style=\"color: #000000;\" href=\"http:\/\/kk11_coray_sammlung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LINK<\/a>). Und wer sonst alles noch? <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Stand die &#8218;moderne&#8216; Produktion von anonymer &#8218;Handelsware&#8216; etwa moralisch h\u00f6her als die staatlich veranlasste Wegnahme von autochtonen Kulturg\u00fctern?<\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0 <\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\">Weitere Erwerbsgeschichten folgen<\/span><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DAS DUALA-PROJEKT &#8211; ZWEITE STAFFEL :\u00a0 Geschichte und Schicksal der Bootsmodelle und ihrer Sammler Field Museum of Natural History \u2014\u00a0 Jan Kleyman \u2014 Baron v.d. Heydt \u2014 J.F.G.Umlauff \u2014 Weltmarkt f\u00fcr Ethnographica<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[254,215],"tags":[],"class_list":["post-13015","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-duala-projekt-ab-2-1","category-museen-und-fremdes-kulturerbe"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13015","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13015"}],"version-history":[{"count":21,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13015\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15811,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13015\/revisions\/15811"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13015"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13015"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13015"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}