{"id":12307,"date":"2020-12-20T01:21:57","date_gmt":"2020-12-20T00:21:57","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=12307"},"modified":"2024-03-06T22:03:23","modified_gmt":"2024-03-06T21:03:23","slug":"bedrohungsgefuehle-und-gestaltungszuversicht-zwei-positionen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=12307","title":{"rendered":"&#8222;Bedrohungsgef\u00fchle und Gestaltungszuversicht&#8220; &#8211; Zwei Positionen"},"content":{"rendered":"<p>Von einem\u00a0 Freund in Halle hatte ich lange nichts mehr geh\u00f6rt oder gelesen. Als ich ihn vor zwei Wochen anrief, gab er mir den Hinweis auf seinen Essay zum Thema &#8222;Corona&#8220;, den die Kultur-Webseite von VERDI\u00a0 bereits im Mai ver\u00f6ffentlicht hatte.<\/p>\n<p>Vom Einstieg und vielen Beobachtungen war ich begeistert. Aber der Essay schien mir zu lang, ich hatte noch keine Zeit. Die \u00dcberschrift machte mich auch neugierig: &#8222;Panzer zu Krankenwagen &#8211; Bedrohungsgef\u00fchle und Gestaltungszuversicht &#8211; ein Essay&#8220;. Heute nahm ich mir Zeit. Da reizte mich darin manches zum Widerspruch.<\/p>\n<p>Aber urteilen Sie selbst . Das erste Drittel des Textes liefere ich hier frei haus. Wenn sie ihn zu Ende lesen wollen, m\u00fcssen Sie sich schon verlinken.\u00a0 Denn hier folgt auf das Drittel\u00a0 mein Kommentar.<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/kuk.verdi.de\/literatur\/\">http:\/\/kuk.verdi.de\/literatur\/<\/a><\/li>\n<li>4.Mai 2020<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Panzer zu Krankenwagen &#8211; <\/strong><strong>Bedrohungsgef\u00fchle und Gestaltungszuversicht \u2013 Ein Essay von Christoph Kuhn<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h4><em>Neulich dachte ich an einen Winter meiner Kindheit in den sechziger Jahren in Dresden, als die Familie zu f\u00fcnft nur eines der beheizbaren Zimmer bewohnen konnte. F\u00fcr uns Kinder spannend, f\u00fcr die Eltern be\u00e4ngstigend: Es w\u00fcrde wohl noch l\u00e4ngere Zeit kalt bleiben, und die Kohlen gingen zur Neige. Vielleicht war der Ausnahmezustand nur regional begrenzt, offiziell gab es dar\u00fcber keine Informationen.<\/em><\/h4>\n<h4><em>In der DDR ist immer irgendetwas knapp gewesen, aber existenziell wichtige Dinge waren meist bald wieder vorhanden, auch weil sie aus einheimischer Produktion stammten. Kommt es heutzutage zu Engp\u00e4ssen bei Medikamenten oder anderen t\u00e4glich ben\u00f6tigten Dingen, liegt das an \u201eausgelagerter\u201c Produktion, an Lieferketten, die bis in fern\u00f6stliche Regionen reichen und instabil werden k\u00f6nnen \u2013 was besonders in Krisenzeiten prek\u00e4r ist.<\/em><\/h4>\n<h4><em>Als Krisen wurden Ausnahmezust\u00e4nde in der DDR nicht bezeichnet. Krisen waren politisch, extern, spielten sich anderswo ab, tangierten den Alltag kaum, beispielsweise die Kuba-, sp\u00e4ter die Falklandkrise. Im Zweiten Weltkrieg, w\u00e4hrend des Mauerbaus, nach dem GAU in Tschernobyl \u2013 sprach man da von Krise, hatten wir ein \u201eKrisengef\u00fchl\u201c?<\/em><\/h4>\n<h4><em>Vergleiche mit vergangenen Zeiten und anderen politischen Systemen sind nat\u00fcrlich gewagt. Doch wenn aktuell vom \u201eHerunterfahren des gesellschaftlichen Lebens\u201c die Rede ist, zeigt sich, wie viel komplexer und damit fragiler, abh\u00e4ngiger und verwundbarer unsere Gesellschaft geworden ist; wie kompliziert und damit (vor allem auf wirtschaftlicher Ebene) unvorhersehbar folgenreich \u2013 aber nat\u00fcrlich dennoch ohne Alternative \u2013 ein \u201eHerunterfahren\u201c ist. Ebenso wird das Wieder-Hochfahren nicht problemlos von statten gehen.<\/em><\/h4>\n<h4><em>Die Coronakrise ruft \u2013 mehr als die Euro- oder Klimakrise \u2013 Gef\u00fchle der Bedrohung und Angst hervor, die sich in der Gesellschaft \u201eansteckend\u201c ausbreiten. Sie r\u00fcckt uns direkt auf den Leib. Jeder will sich und seinen Angeh\u00f6rigen die neue unbekannte Krankheit ersparen. Hauptsache Gesundheit! lautet schon immer der h\u00e4ufigste Wunsch.<\/em><\/h4>\n<h4><em>Das Interesse an Informationen \u00fcber Covid-19 ist gro\u00df und wird auf allen Kan\u00e4len bedient. St\u00fcndlich ver\u00e4ndern sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die daraus entstehenden Konsequenzen. Gleichzeitig verst\u00e4rken die Nachrichten auch die \u00c4ngste, wenn die rasch um sich greifende Pandemie, als Seuche, gr\u00f6\u00dfte Gefahr seit Jahrzehnten f\u00fcr die Gesellschaft, die Menschheit, eingeordnet, wenn sie mit Sars, Ebola und der Spanischen Grippe verglichen wird und Anlass gibt, an die Pest zu erinnern; wenn die Bundeskanzlerin in Ihrer ersten Sonderansprache von einer schweren Pr\u00fcfung spricht, von der gr\u00f6\u00dften Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg, die unsere Vorstellung von Normalit\u00e4t infrage stellt; wenn wir Begriffe h\u00f6ren wie Bew\u00e4hrungs- und Belastungsprobe, heilsamer Schock, Stresstest f\u00fcr die Gesellschaft, absolutes Novum, historischer Markstein \u2026<\/em><\/h4>\n<h4><em>Verglichen mit der Klimakrise h\u00f6rt die Politik der meisten Staaten besser auf Expertenmeinungen, auf Forschungsergebnisse, und die Verantwortlichen reagieren vielgestaltig und relativ schnell: Dann muss es ja wirklich schlimm sein, sagen wir uns. (Wir kennen zudem eher die politische Funktionslogik: reagieren auf entstandene Umst\u00e4nde statt vorausschauend zu agieren. An Warnungen fehlte es nicht, und die WHO hat fr\u00fch von einer Pandemie gesprochen.)<\/em><\/h4>\n<h4><em>Einerseits beruhigen nicht-pharmazeutische Interventionen, also eilige drastische Schutzvorkehrungen zur Verlangsamung der Virusausbreitung: Grenzkontrolle, Streichung von Fl\u00fcgen, Verbot \u00f6ffentlicher Veranstaltungen, Schlie\u00dfung von Schulen und Freizeiteinrichtungen, Einschr\u00e4nkung der Bewegungsfreiheit, Ausgangssperre, Ausrufung des Katastrophenfalls, des Ausnahme-, Alarm- oder Notstandsfalls, Mundschutzpflicht \u2026 Andererseits w\u00e4chst die Bef\u00fcrchtung, selber diese Krankheit zu kriegen \u2013 oder eine andere schwere, bei der einem dann nicht genug Hilfe zuteil wird, wenn sogar das Krankenhauswesen \u00fcberfordert sein k\u00f6nnte.<\/em><\/h4>\n<h4><em>Bedrohlich sind zudem die Epiph\u00e4nomene: fehlende Schutzkleidung und -masken, der Mangel an Lebensmitteln wegen Hamsterk\u00e4ufen. Und immer noch kursierende Verschw\u00f6rungstheorien: Das Virus wurde in amerikanischen, chinesischen oder russischen Biowaffenlabors erzeugt; es dient als Brandbeschleuniger einer baldigen Revolution, die Ma\u00dfregeln sollen das Volk auf einen Systemwechsel vorbereiten usw. \u2013 apokalyptische Fake News, welche Menschen, die sich unkritisch informieren, zu falschem Verhalten verleiten und bei ihnen zus\u00e4tzlich Angst sch\u00fcren. Voraussetzung f\u00fcr richtige Information ist die Wahl seri\u00f6ser Medien, gepr\u00fcfter Quellen. Faktencheck.<\/em><\/h4>\n<h4><em>An manchem Morgen wache ich mit dem Gedanken an Corona auf. Die Nachrichten beginnen mit dem Top-Thema, die Zeitungen sind davon voll, das Internet auch; in die Suchmaschine gebe ich nur \u201eCo\u201c ein, und es wird (gleich nach \u201eCommerzbank\u201c und \u201eKohlenstoffmonoxid\u201c) zu \u201eCoronavirus\u201c erg\u00e4nzt; seit Wochen enth\u00e4lt jede dritte Email die Absage eines Projekts, einer Veranstaltung oder Zusammenkunft \u2026<\/em><\/h4>\n<h4><em>Unser Blick droht sich zu verengen. Fehlt uns nicht jetzt besonders in der \u201eglobalisierten Welt\u201c der Weitblick, der uns bescheidener, geduldiger, dankbarer machen k\u00f6nnte, der uns aber auch \u00fcberfordert? Welche Probleme, Konflikte und Katastrophen finden au\u00dfer Sars-CoV-2 noch ausreichend Beachtung? Die Not, der Hunger in vielen afrikanischen L\u00e4ndern, z.B. in Burkina Faso; in S\u00fcdamerika, z.B. in Venezuela; das Fl\u00fcchtlingselend auf Lesbos; der Krieg in Syrien; die Zerst\u00f6rung des Regenwalds, \u00fcberhaupt die \u00f6kologische Krise und die der wachsenden \u00f6konomischen Ungleichheit.<\/em><\/h4>\n<h4><em>Wie luxuri\u00f6s unser Leben ist, zeigt sich auch daran, dass hier Corona als Thema Nummer eins gilt. In armen L\u00e4ndern wird es als weniger real und pr\u00e4sent empfunden; die Sorge um Wasser und Lebensmittel und die Angst vor Terror \u00fcberwiegt dort; die Viruserkrankung kommt zu all dem hinzu.<\/em><\/h4>\n<h4><em>Welche gravierenden politischen Ma\u00dfnahmen sind auf die \u00f6kologische Krise \u2013 die seit einem halben Jahrhundert andauert \u2013 im Unterschied zur aktuellen erfolgt? Der Weltklimarat IPCC forderte schon vor Jahren \u201erasche, weitreichende, beispiellose Ver\u00e4nderungen in s\u00e4mtlichen Bereichen der Gesellschaft.\u201c Haben wir das erlebt? Auf wen und auf welche Interessen wurde und wird mit \u00fcbereinstimmender Ignoranz allzu gro\u00dfe R\u00fccksicht genommen? (Bei den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern erleben wir ja gerade eine ausreichende Akzeptanz der meisten Ge- und Verbote; die Leute h\u00f6ren auf die Beh\u00f6rden. Auch in der Vergangenheit wurden Einschr\u00e4nkungen ohne Proteste hingenommen, zum Beispiel das Rauchverbot oder das Tempolimit auf Autobahnen in fast allen L\u00e4ndern der Welt.)<\/em><\/h4>\n<h4><em>Doch diese \u00f6kologische Krise ist f\u00fcr die meisten Menschen der n\u00f6rdlichen Hemisph\u00e4re ein noch viel zu abstraktes, noch zu wenig erkennbares Ph\u00e4nomen \u2013 die Auswirkungen liegen f\u00fcr uns hier noch zu sehr in der Zukunft. Voraussagen der Wissenschaft sind das eine, sie zu verinnerlichen und in Ma\u00dfnahmen, bzw. Gewohnheiten umzusetzen etwas anderes. Der April mag noch so sommerlich, das Missverh\u00e4ltnis zwischen Sonnenschein und Regen noch so gro\u00df sein \u2013 ohne Arg wird von sch\u00f6nem Wetter geredet. Solange Tempolimits nicht gesetzt sind, wird gerast; solange benzinbetriebene Laubgebl\u00e4se nicht verboten sind, wird mit ihnen umhergelaufen; solange Heizpilze nicht verp\u00f6nt sind, sitzen Menschen unter ihnen; solange Plastikverpackungen nicht unzul\u00e4ssig sind, werden sie mitgekauft \u2013 die Liste lie\u00dfe sich lange fortsetzen.<\/em><\/h4>\n<h4><em>Noch sind die Prognosen zur Entwicklung und zu den Folgen der Coronakrise spekulativ. Bez\u00fcglich der Klimakatastrophe ist die Faktenlage klarer, das Szenario deutlicher vorhersehbar. Wird die Zahl der Toten durch das Virus Covid 19 an die Zahl derer heranreichen, die weltweit durch D\u00fcrre, Hitze und \u00dcberschwemmungen sterben? (Die Weltgesundheitsorganisation gibt sie mit j\u00e4hrlich 150.000 an \u2013 Tendenz steigend.) Aber z\u00e4hlt das und gilt dieser Vergleich? Das eine ist Wetter, das andere Krankheit \u2013 wir sind schnell bereit, hausgemachte mit h\u00f6herer Gewalt zu verwechseln. Wir erschrecken vor den Bildern aus norditalienischen Krankenh\u00e4usern, vor den Leichentransporten in Milit\u00e4rfahrzeugen, vor der steil ansteigenden Kurve infizierter Menschen. Der Tod r\u00fcckt ins Bewusstsein. So nah, konkret und existenziell bedrohlich ist uns die Ver\u00e4nderung des Klimas noch l\u00e4ngst nicht. <\/em>(&#8230;&#8230;)\u00a0\u00a0 (<a href=\"http:\/\/kuk.verdi.de\/literatur\/panzer-zu-krankenwagen-6769\/\">LINK<\/a>)<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">KOMMENTAR\u00a0 20.12.2020\u00a0 &#8211; SP\u00c4T IST HIER NICHT ZU SP\u00c4T<\/p>\n<p>Lieber Christoph,<\/p>\n<p>Furioser Beginn, atemberaubender Zeithorizont zwischen Gestern und Heute! Und der ist mein Thema mit fast Siebenundsiebzig!<\/p>\n<p>Aber auf der zweiten Seite &#8211; meines vierseitigen Ausdrucks &#8211; machst du ein zweites Fass auf, ohne dass ich das Gef\u00fchl bekomme, es geh\u00f6re hier wirklich dazu: &#8222;Klima&#8220;. Zumal kein frischer L\u00f6sungsansatz sichtbar wird. Das wird bereits an der Sorgfalt erkennbar, mit der du den Zeigefinger verh\u00fcllst: \u201eAuf wen und auf welche Interessen wurde und wird mit \u00fcbereinstimmender Ignoranz allzu gro\u00dfe R\u00fccksicht genommen?\u201c<\/p>\n<p>Ja, welche \u201egravierenden politischen Ma\u00dfnahmen\u201c aus Berlin, Br\u00fcssel und so weiter kommen denn nicht regelm\u00e4\u00dfig bis zur Unkenntlichkeit ver\u00e4ndert an? Noch die erfolgreichsten werden &#8211; wenn nicht schlicht umgangen &#8211; gleich zu neuen Gesch\u00e4ftsmodellen mit unabsehbaren sozialen, wirtschaftlichen, politischen Kollateralsch\u00e4den.<\/p>\n<p>Meine \u00dcberlegungen versinken im Morast der medialen Bilder, der \u00fcberreichlichen Statistiken, der Kommunikationsstrategien. Wer kann die noch \u00fcberpr\u00fcfen, geschweige denn durchschauen? Auch wenn einmal im Monat ein Beispiel von investigativem Journalismus irgendwo im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen sein Minderheitspublikum piekst.<\/p>\n<p>Ich rate, das Gro\u00dfe Ganze erst einmal stehen zu lassen &#8211; meinetwegen in\u00a0 \u201airrationalem\u2019 Gottvertrauen &#8211; und den Blick auf die N\u00e4he zu fixieren.<\/p>\n<p>Nicht blo\u00df sind \u201edie meisten Menschen\u201c\u00a0 heillos \u00fcberfordert von \u201eviel zu abstrakten&#8220;, \u201ezu wenig erkennbaren Ph\u00e4nomenen\u201c. Wir alle sind es! Jeden Tag geben Politiker davon Beispiele, ebenso wie die sogenannten Wirtschaftslenker, wenn sie uns nicht mit ihren sorgsam gew\u00e4hlten Worten einwickeln, einlullen. Nicht so schwierig, wenn man bedenkt, \u201ewie luxuri\u00f6s unser Leben ist\u201c .<\/p>\n<p>Mich erschrecken inzwischen ein wachsendes Labyrinth b\u00fcrokratischer Regelungen, eine Flut von Verlautbarungen, die gewaltige Geldvermehrung beim &#8218;Staat&#8216;, die gigantische Logistik globalen Ma\u00dfstabs, die verschleierte Unterbrechung ohnehin mangelhafter Bildungsprozesse (Schulen), die Macht\u00fcbernahme digitaler Diener (\u201eAlexa, f\u00fchr&#8216; den Hund aus!\u201c), die Gew\u00f6hnung an Verbote generell, die Ausbreitung einer politischen Haltung unserer Repr\u00e4sentanten, die sich weniger um die tats\u00e4chliche Umsetzung von Gesetzen k\u00fcmmern \u2013 die ohnehin oft absehbar scheitert (Symbolpolitik) \u2013 sondern um die moralische Ert\u00fcchtigung der Menschen in diesem Lande.<\/p>\n<p>&#8222;Wir&#8220;\u00a0 gehorchen? Wer gehorcht? Die \u00c4lteren mehr als die J\u00fcngeren? Geborene Optimisten, Dickk\u00f6pfe, leidenschaftliche oder dreiste Zeitgenossen weniger als eingesch\u00fcchterte, kranke oder depressive,\u00a0 als vernunftgesteuerte Rationale oder Asketen, Intelligentere mehr als Dumme (oder umgekehrt) &#8230; ? Und warum? Welche Rolle spielen der Blick \u00fcber die Schulter oder die Angst? Oder der Blockwarttyp, der uns anschnauzt?<\/p>\n<p>\u201eDie Welt nach Corona\u201c wird keine andere sein, jedenfalls nicht besser. \u201eDie Ver\u00e4nderung des westlichen Lebensstil\u201c wird materiell das Heer &#8217;sozialer Verlierer&#8216; betreffen. Und Zahl und Art der Verbote und der cleveren Umgehungen, also die Art der Doppelmoral wird sich \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Du wirst den Kopf sch\u00fctteln. Kann aus so negativen Vorstellungen irgend etwas Gutes entstehen?<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich!<\/p>\n<p>Besser geht immer!\u00a0 Was sagte noch Dr. Faust \u00fcber den Teufel ?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von einem\u00a0 Freund in Halle hatte ich lange nichts mehr geh\u00f6rt oder gelesen. Als ich ihn vor zwei Wochen anrief, gab er mir den Hinweis auf seinen Essay zum Thema &#8222;Corona&#8220;, den die Kultur-Webseite von VERDI\u00a0 bereits im Mai ver\u00f6ffentlicht hatte. Vom Einstieg und vielen Beobachtungen war ich begeistert. 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