{"id":12221,"date":"2023-07-18T17:52:53","date_gmt":"2023-07-18T15:52:53","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=12221"},"modified":"2025-10-04T12:09:13","modified_gmt":"2025-10-04T10:09:13","slug":"versuch-mit-hoelzerner-leopardenmaske-der-edo-bini","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=12221","title":{"rendered":"Begegnung mit einer h\u00f6lzernen Leopardenmaske der Edo (Bini). EX"},"content":{"rendered":"<h3><em><span style=\"color: #ff0000;\">&gt;&gt;\u00a0 English <span class=\"VIiyi\" lang=\"en\"><span class=\"JLqJ4b ChMk0b C1N51c\" data-phrase-index=\"0\" data-language-to-translate-into=\"de\" data-language-for-alternatives=\"en\">Summary at the end<\/span><\/span><\/span><\/em><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #ff0000;\">Hochgeladen 25.Oktober 2020, aktualisiert 19.Juli 2023<\/span><\/h4>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Drei Wochen im Oktober\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <em>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"color: #ff0000;\"><span class=\"VIiyi\" lang=\"en\"><span class=\"JLqJ4b ChMk0b C1N51c\" data-phrase-index=\"0\" data-language-to-translate-into=\"de\" data-language-for-alternatives=\"en\"><br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/em><\/h3>\n<p>Mein kongolesischer H\u00e4ndler und Freund auf dem Markt ist immer f\u00fcr \u00dcberraschungen gut. Von dem jungen Mann aus Brazzaville, der ihn gelegentlich mit Objekten \u201eaus dem Norden\u201c, wo die zentralafrikanischen Staaten aufeinandertreffen, versorgt, hat er eine Maske bekommen, die er \u201eim Kongo nie gesehen\u201c hat. Kein Wunder, denn ist zu hundert Prozent ein Leopardenkopf im Stil der <em>Benin-Bronzen<\/em>. Damit h\u00f6ren die Gewissheiten aber bereits auf und die Irrfahrt durch die Fachliteratur beginnt. Der Kopf ist aus Holz.<\/p>\n<div id=\"attachment_12224\" style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Fagg-Nigeria-2000-Jahre-Mu\u0308nchen-196162.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12224\" class=\"wp-image-12224\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Fagg-Nigeria-2000-Jahre-Mu\u0308nchen-196162-170x150.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Fagg-Nigeria-2000-Jahre-Mu\u0308nchen-196162-360x360.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Fagg-Nigeria-2000-Jahre-Mu\u0308nchen-196162-624x624.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Fagg-Nigeria-2000-Jahre-Mu\u0308nchen-196162.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12224\" class=\"wp-caption-text\">Fagg-Nigeria-2000-Jahre-Mu\u0308nchen-1961\/62<\/p><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Bini-Markt-IMG_5963.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-12223\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Bini-Markt-IMG_5963-170x150.jpg\" alt=\"\" width=\"238\" height=\"250\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Bini-Markt-IMG_5963-343x360.jpg 343w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Bini-Markt-IMG_5963-624x654.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Bini-Markt-IMG_5963.jpg 721w\" sizes=\"auto, (max-width: 238px) 100vw, 238px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6><\/h6>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Wer kennt schon Volk und Kultur der <em>Bini<\/em>, die heute von den Yoruba dominiert werden und bereits in der Vergangenheit vom Glanz ihrer Benin-K\u00f6nige v\u00f6llig \u00fcberstrahlt wurden. Die Kultur scheint zudem so vollkommen von bildstarken Kunstb\u00e4nden verschluckt worden zu sein, dass sogar der geografische Ort nicht mehr von Belang ist. Ich jedenfalls habe diese Kultur \u00fcber Jahrzehnte irgendwo in Richtung des Nachbarstaats mit dem offensichtlich gestohlenen Namen \u201e<em>Benin<\/em>\u201c (fr\u00fcher: \u201e<em>Dahomey<\/em>\u201c) im Westen Nigerias verortet und nicht im S\u00fcdosten am Rande des Niger-Deltas und in unmittelbarer Nachbarschaft der <em>Ibo<\/em>-V\u00f6lker.<br \/>\nH\u00f6lzerne kleine Maskengesichter waren mir von den <em>Bini<\/em> bekannt, hatte ich doch selber einmal vor langen Jahren kurz ein pausb\u00e4ckiges unansehnliches Beispiel besessen \u2013 jetzt wei\u00df ich: Modell <em>Ekpo-Kult<\/em>, der den <em>Yoruba<\/em> zugerechnet wird &#8211; und musste mir nachher immer wieder anh\u00f6ren, ich h\u00e4tte ein \u201eseltenes\u201c Exemplar weggegeben.<br \/>\nAber ein gediegenes St\u00fcck Holz, das an die Stelle des Kopfes eines k\u00f6niglichen Leoparden aus Bronze treten k\u00f6nnte, wenn es nicht alle Eigenschaften einer Stirnmaske und etliche Zeichen des Gebrauchs an sich h\u00e4tte?<\/p>\n<p>Der Einwand \u201eExportprodukt\u201c liegt nahe, aber wo sollte es hergestellt worden sein?Zwei sch\u00f6n illustrierte Artikel in <em>African Arts<\/em> portr\u00e4tieren die \u201e<em>Artworker in Benin City<\/em>\u201c, in der \u201e<em>Igun Street<\/em>\u201c, eine \u201e<em>World Heritage Site<\/em>\u201c, wo <em>The Guild of Benin Bronze Casters<\/em> ununterbrochen seit der Zeit der K\u00f6nige die ehrw\u00fcrdige Handwerkskunst pflegt und formal wie thematisch weiterentwickelt. AA spring 2012 (John Ogene), autumn 2012 (Nevadomsky).<\/p>\n<p>Der Kunstethnologe Sylvester Okwunodu Ogbechie, Mitglied der k\u00f6niglichen Familie erw\u00e4hnt, ja verteidigt in \u201e<em>Making History<\/em>\u201c (5 continents, 2011, p.177; <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=3319\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK<\/a> zu meiner Rezension) sogar die Hersteller <em>edoider<\/em> oder <em>beninoider<\/em> Massenware, selbst wenn die Hersteller nicht zur Diaspora geh\u00f6ren, gegen eine voreilige Abwertung als <em>tourist art<\/em>. (p.173ff. (\u201e<em>Discourse of Authenticity<\/em>\u201c, besonders p.177).<\/p>\n<p>Nur von h\u00f6lzernen Masken oder Figuren spricht niemand.<\/p>\n<p>Von Ritualen und festlichen T\u00e4nzen berichtet Charles Gore in \u201e<em>Art, Performance and Ritual in Benin City<\/em>\u201c (Edinburgh University Press 2007). Seine Farbabbildungen zeigen aber nur schwarz oder wei\u00df geschminkte T\u00e4nzer; zwei Einblicke in Priester-Schreine zeigen Bronzefiguren \u2013 auch Leoparden \u2013 und Objekte im Yoruba-Stil, etwa ein Ifa-Orakelbrett.<\/p>\n<div id=\"attachment_12225\" style=\"width: 293px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Benin-fig.7-Ausschnitt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12225\" class=\"size-medium wp-image-12225\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Benin-fig.7-Ausschnitt-283x360.jpg\" alt=\"\" width=\"283\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Benin-fig.7-Ausschnitt-283x360.jpg 283w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Benin-fig.7-Ausschnitt.jpg 549w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12225\" class=\"wp-caption-text\">B. Plankensteiner Benin, fig.7 Foto: Nevadomsky, p.34 (Ausschnitt)<\/p><\/div>\n<p>Die Verbindung von Tanz und Masken wird auch sichtbar im Kontext h\u00f6fischer Zeremonien, so dem \u201e<em>Ague Osa<\/em>\u201c mit dem Auftritt der <em>Oduduwa<\/em>-Masken (Plankensteiner <em>Benin<\/em>, p.34), gewidmet dem <em>Oduduwa<\/em>, dem mythischen Vorfahren der regierenden Dynastie. Seine Repr\u00e4sentanten haben auf dem Foto von 1986\u00a0 menschliche Gesichter, die in ihrer bescheidenen Gr\u00f6\u00dfe und stark gerundeten Form an die traditionellen bronzenen Kriegerk\u00f6pfe erinnern. Und mehr als das: Der Sitz der Maske auf dem Sch\u00e4del \u00fcber dem mit einem Tuch verh\u00fcllten Gesicht. Der Gedanke erscheint mir nicht abwegig: Wenn mehrere T\u00e4nzer gleichzeitig mit diesem Maskentyp auftreten, warum sollte da nicht auch ein \u201aLeopard\u2019 eine Rolle spielen, symbolischer Repr\u00e4sentant k\u00f6niglicher Macht? \u2013 Ich wei\u00df es nicht.<\/p>\n<h3>Beobachtungen am Objekt<\/h3>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: Georgia;\">Eine kaum vereinfachte Version der traditionellen Leopardenk\u00f6pfe. <\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Georgia;\">Dichtes r\u00f6tliches Holz, d\u00fcnnwandig und fehlerfrei gehauen; Die Barthaare und die Umrandung des Mauls sind sogar erhaben, Ohren und die beiden unteren Reissz\u00e4hne wurden vorstehend geschnitzt und sind abgegriffen.\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Georgia;\">Die gro\u00dfen und schr\u00e4gen leicht ge\u00f6ffneten Bohnenaugen unterscheiden sich von denen der Skulpturen, aber ist das nicht <u>auch<\/u> typisch f\u00fcr afrikanische Katzendarstellungen?<br \/>\n<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Georgia;\">Die durch \u201arunde\u2019, aber individuell verschiedene Einbuchtungen erzeugten T\u00fcpfel sind frei, aber nicht nachl\u00e4ssig verteilt. Sie haben meist einen klaren Rand, der nicht schematisch rund und nach innen abgeschr\u00e4gt ist. Ein paar T\u00fcpfel zeigen das Kreuzmuster eines breiten Nagelkopfes.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Georgia;\">Alte Besch\u00e4digungen am rechten Ohr. Breiter Schwundriss unten am Hinterkopf, der unauff\u00e4llig mit harzigem Material geschlossen wurde im Interesse einer weiteren Verwendung.<br \/>\n<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Georgia;\">Die Form ist relativ schmal (27 x 17.5 cm x 15 hoch), also auf dem Sch\u00e4del zu tragen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Georgia;\">Die R\u00e4nder sind leicht gl\u00e4nzend gerieben. Etwa 15 Bohrl\u00f6cher, in gleichm\u00e4\u00dfigem Abstand, kontrolliert aber individuell.<br \/>\n<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<h3>Letzte Notiz vor der R\u00fcckgabe<\/h3>\n<p>&#8211; Konkurrenz der Metallk\u00f6pfe, die jedermann vertraut sind, und sei es den verbreiteten Touristenkopien aus der Handwerkergasse in Benin City<br \/>\n&#8211; Der Aufwand der erhaben geschnitzten Merkmale und der gepunzten Flecken, die vielleicht das Schwarz der Brenneisen angenommen hatten, ebenso wie die Plastizit\u00e4t von Maul und hochstehenden Ohrmuscheln, die dramatische Nasenl\u00f6cher und generell die Oberfl\u00e4chen-Behandlung scheinen f\u00fcr den Auftritt in hellen Tageslicht berechnet, sicher durch Farbpigmente verst\u00e4rkt.<\/p>\n<h3>Abbruch des Experiments.<\/h3>\n<p>Joseph Nevadomsky ist im Januar verstorben, Ogbechie ernsthaft erkrankt, Plankensteiner ist zu besch\u00e4ftigt. Also wieder eine Endlos-Recherche wie beim Bootsmodell der Duala?!\u00a0 (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=11125\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK<\/a>) Ich bin erleichtert, die Fachliteratur nur angelesen zu \u201aFrobenius\u2019 zur\u00fccktragen, zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<h4>24. Oktober. Heute hat mich der Kongo wieder &#8211; Bandundu, Kwango, Yaka, Holo, Kwese und Suku.<\/h4>\n<p>Am Stand ist alles frisch, sonnige Momente, Duft des Strohs, Farbpigmente, die volkst\u00fcmliche Masken gewordenen Gesichter. Nicht das Afrika der Preziosen (wie zur selben Zeit in der Auktion im fernen W\u00fcrzburg), sondern um Sinneseindr\u00fccke, um die Zeichen von Leben und Verg\u00e4nglichkeit erweiterte Dinge. Leider verweht der Duft mit der Zeit.<br \/>\nAls die <em>Bini-<\/em>Maske zwischen den Kongolesen liegt, wirkt ihr Stil fremd. Ich denke, das macht allem das h\u00f6fisch professionelle Metallguss-Modell, welches der geschnitzten Maske zugrunde liegt. Ich schlage spontan vor, sie weiteren Kunden au\u00dferhalb des Marktstandes anzubieten. Mit den besten W\u00fcnschen adieu!<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h4 style=\"text-align: center;\">NACHWORT &#8211; DIE L\u00d6SUNG?\u00a0\u00a0\u00a0 19.7.2023<\/h4>\n<p>Der Sachkenner Joseph Nevadomsky hat wohl vor elf Jahren mit einer ganz unauff\u00e4lligen Bemerkung den L\u00f6sungsansatz geliefert &#8211; in &#8222;<em>Iconoclash or Iconostrain<\/em>&#8220; (Bildersturm oder Stress durch Bilder) <em>african arts vol.45 no.3. pp.14-27:\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;&#8230;The British incursion was just a another bump in the road. Recall Consul General Sir Ralph Moor&#8217;s report on the brass-casters bounce-back a few month after the 1897 incursion. Eweka II had exprience as a brass caster. Akenzua II fostered wood carving and terracottas&#8230;.&#8220; <\/em>(p.19)<\/p>\n<p><span class=\"HwtZe\" lang=\"de\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">deutsch:<\/span><\/span><\/span><em><span class=\"HwtZe\" lang=\"de\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\"> &#8230;Der britische Einmarsch war nur ein weiteres Schlagloch auf dem Weg.<\/span><\/span> <span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">Erinnern Sie sich an den Bericht des Generalkonsuls Sir Ralph Moor \u00fcber das Zur\u00fcckkommen der Messinggie\u00dfer einige Monate nach dem Einfall\u00a0 von 1897.<\/span><\/span> <span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">Eweka II hatte Erfahrung als Messinggie\u00dfer.Oba\u00a0<\/span><\/span> <span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">Akenzua II.<\/span><\/span><\/span><\/em><span class=\"HwtZe\" lang=\"de\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\"> (1933 &#8211; 1979)<\/span><\/span><\/span><em><span class=\"HwtZe\" lang=\"de\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\"> f\u00f6rderte Holzschnitzerei und Terrakotta&#8230;.&#8220;<\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p>Da passt doch alles zusammen: die traditionalistische Konzeption der Maske, die handwerkliche Kunstfertigkeit und der k\u00f6nigliche Impuls des Patrons der Gie\u00dfer und Schnitzer von Benin City.<\/p>\n<p>Frage: Wurde das St\u00fcck gut nachpatiniert oder zeremoniell verwendet?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span class=\"VIiyi\" lang=\"en\"><span class=\"JLqJ4b ChMk0b C1N51c\" data-phrase-index=\"0\" data-language-to-translate-into=\"de\" data-language-for-alternatives=\"en\"><span style=\"color: #ff0000;\">\u00a0Summary<\/span> (<\/span><\/span>Excerpt of the email to S.O., 12.Sept.)<\/h3>\n<p>My trader got the leopard mask from a young man from Brazzaville. I don&#8217;t know where from, he never saw it in the Congo. I immediately associate Benin, Nigeria, the bronze masks and am confirmed at home by Phillips (5.60q) and Roberts (&#8222;Animals &#8230;&#8220; 123. Edo Ivory, 1897). Phillips mentions that ivory and wood carvers worked in a guild and showed less &#8218;decadence&#8216; in the 19th century.<br \/>\nRoberts is only interested in the iconography of the leopard. The admirers of the &#8218;Benin bronzes&#8216; are not interested in the traditional social background of the respective motifs. Behind &#8218;Benin&#8216; they hid the Bini\/Edo people! I remember Kunitzsch&#8217;s remark long years ago that I shouldn&#8217;t have given a puny Bini mask away. They were &#8222;rare&#8220;.<br \/>\nAppearance and condition of the wooden mask indicate use.<br \/>\nOn one hand world-famous royal representational motif , on the other folk craft and the possibility of cultic use.<br \/>\nBut are the Bini or Edo not &#8218;yorubaized&#8216;, for example with their Ibedji? You treted in your study\u00a0 &#8218;Benin&#8216; in the past tense, almost &#8218;archaeological&#8216; &#8211; This mask uses an archaic form! The patination makes it appear like a patinated bronze mask.<br \/>\nAll this makes me curious. As the bronze casting arts and crafts also developed further after 1897, why not folk culture?<br \/>\nI took the piece with me today to examine it.<\/p>\n<p>Laure Meyer, Schwarzafrika 1992 Terrail, p.46f. said: the leopard, as a symbol of Oba, \u201cis everywhere, in bronze or ivory\u201d &#8230; And \u201ctamed leopards took part in Oba&#8217;s pageant every year.\u201d p.50f. no.35. During celebrations, the sculptures were placed on the Oba&#8217;s side, copies from the 19th century.<\/p>\n<p>Description:<br \/>\nDense reddish wood, thin-walled and flawlessly carved; the whiskers and the edge of the mouth are raised, ears and two fangs (lower) protruding (the upper are &#8218;missing&#8216;, also the tongue) and worn. Slight resin odor.<br \/>\nThe large and slanted bean eyes are different from those of the sculptures, but isn&#8217;t that feline?<br \/>\nThe pits created are &#8218;round&#8216; but individually different, they are freely, but not carelessly distributed. They usually have a clear edge, but they are not evenly round and are beveled inward. Ask the restorer! The pits of the two famous sculptures are formed by hammered cartridge cases.<br \/>\nDamage to the right ear and a wide shrinkage crack at the back of the head (with resin) have been repaired.<br \/>\nThe mask is relatively narrow, rather to be worn on the bridge of the nose. The edges of the mask shine 1 cm on the outside and inside, about 15 drill holes.<\/p>\n<p>The object seems to me as an older and well-groomed piece, as an iconographically correct (hatching in the ears and continuous rows of set back teeth not yet mentioned), may be a slightly simplified version of the traditional bronze leopard heads.<br \/>\nWeak casts, made of bronze of course, are offered on the internet (e.g. Pinterest), and certainly also at flea markets. They belong in the history of decadence and modernization of the brass craftsmen&#8217;s guild. (See the two &#8218;African Arts&#8216; essays!)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span class=\"HwtZe\" lang=\"en\" style=\"color: #ff0000;\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">THE SOLUTION?<\/span><\/span> <span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">19.7.2023<\/span><\/span> <\/span><\/p>\n<p><span class=\"HwtZe\" lang=\"en\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">The expert Joseph Nevadomsky probably provided the solution eleven years ago with a very inconspicuous remark &#8211; in &#8222;Iconoclash or Iconostrain&#8220; (iconoclasm or stress through images) african arts vol.45 no.3.<\/span><\/span> <span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">pp.14-27:<\/span><\/span> <\/span><\/p>\n<p><span class=\"HwtZe\" lang=\"en\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">&#8222;<em>The British incursion was just another bump in the road. Recall Consul General Sir Ralph Moor&#8217;s report on the brass-casters bounce-back a few month after the 1897 incursion. Eweka II had exprience as a brass caster. Akenzua II <\/em><span class=\"HwtZe\" lang=\"de\"> (1933 &#8211; 1979)<\/span> <em>fostered wood carving<\/em><\/span><\/span> <span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\"><em>and terracottas&#8230;.<\/em>&#8220; (p.19)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span class=\"HwtZe\" lang=\"en\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">Everything fits together: the traditionalist conception, craftsmanship and the impulse of the royal patron of casters and carvers in Benin City.<\/span><\/span> <span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">Question: Professionally well patinated or used in events, which in turn were held again ?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt;&gt;\u00a0 English Summary at the end Hochgeladen 25.Oktober 2020, aktualisiert 19.Juli 2023 Drei Wochen im Oktober\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mein kongolesischer H\u00e4ndler und Freund auf dem Markt ist immer f\u00fcr \u00dcberraschungen gut. 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