{"id":11004,"date":"2020-05-02T10:40:44","date_gmt":"2020-05-02T08:40:44","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=11004"},"modified":"2021-10-23T14:51:45","modified_gmt":"2021-10-23T12:51:45","slug":"laesst-sich-hans-himmelheber-in-der-postkolonial-gepraegten-gegenwart-etablieren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=11004","title":{"rendered":"Hans Himmelheber im Kongo (Rietberg) &#8211; plus Version en francais"},"content":{"rendered":"<h4>Upload\u00a0\u00a0 7.April, Version francaise (darunter angef\u00fcgt)\u00a0 2.Mai 2020<\/h4>\n<h4>Was kann aus dieser zwiesp\u00e4ltigen historischen Figur Himmelheber in einer durch &#8222;Kolonialismus&#8220;-Debatten bestimmten Zeit noch werden?<\/h4>\n<h4><span style=\"color: #333333;\"><strong>Die Frage bildete wohl den unausgesprochenen Hintergrund des Ausstellungsprojekts\u00a0 \u201e<em>Fiktion Kongo \u2013 Kunstwelten zwischen Geschichte und Gegenwart<\/em>\u201c im Museum Rietberg in Z\u00fcrich von November 2019 bis M\u00e4rz 2020 (Katalog CHF 49.-)<br \/>\n<\/strong><\/span><\/h4>\n<p><!--more--><\/p>\n<h4>F\u00fcr Himmelhebers Aufenthalt\u00a0 1938\/1939 in Belgisch-Kongo w\u00fcrde ich zun\u00e4chst die im Katalog gew\u00e4hlte Reihenfolge umdrehen:\u00a0 <strong>statt \u201e<em>Forschen, Fotografieren, Kunst erwerben<\/em><\/strong><strong>\u201c<\/strong>\u00a0 <strong>richtiger:\u00a0 <em>\u201a<\/em>Kunst erwerben, Fotografieren*, Forschen<em>\u2019<\/em><\/strong> &#8211; was immer \u201eForschen\u201c in diesem Kontext hei\u00dfen konnte.<\/h4>\n<p>* Nachtrag 22.10.21. Der &#8222;Duala&#8220;-<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=13015\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag (7)<\/a> \u00fcber einen Gro\u00dfdeal der Firma J.F.G Umlauff erh\u00f6hten Feldfotos bereits zur Jahrhundertwende den Handelswert der exotischen Ware.<\/p>\n<h4>Neben der Pr\u00e4sentation der von Himmelhebers Erben gestifteten Objekte beleuchten Ausstellung\u00a0 und Katalog\u00a0 die Aspekte seiner Reise, der Erwerbungen und seines Fotografierens im kolonialen Kongo. Ein dritter Schwerpunkt besteht darin, dies alles von modernen Kongolesen wiederum k\u00fcnstlerisch reflektieren zu lassen und dar\u00fcber zu sprechen. Das Forschungsprojekt \u201eNachlass Hans Himmelheber\u201c selbst steht noch am Anfang.<\/h4>\n<h4 style=\"text-align: center;\">*<\/h4>\n<p>Unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg war der junge Himmelheber haupts\u00e4chlich im Auftrag von prominenten Kunsth\u00e4ndlern in New York und Paris (Charles Ratton, <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=9345\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK<\/a>), aber auch f\u00fcr das Museum f\u00fcr V\u00f6lkerkunde, Basel in Zentralafrika unterwegs. Im Katalog \u201eFiktion Kongo\u201c hat man das n\u00fcchtern kommerzielle Unternehmen des Newcomers zu einem schwergewichtigen und bunten Kunstbuch aufbereitet, bedauerlicherweise mit \u00e4u\u00dferst gebremster Abbildungsqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mir hat noch w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre des Katalogs eine Audiodatei der Webseite <a href=\"http:\/\/www.about-africa.de\">www.about-africa.de<\/a> den Blick gesch\u00e4rft. Auf der Fr\u00fchjahrstagung 2008 der \u201aVereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur\u2019\u00a0 hat Bernhard Gardi Hans Himmelhebers Korrespondenz mit dem Museum der Kulturen Basel humorvoll referiert und kommentiert, wobei er immer wieder den befreundeten Kollegen Eberhard Fischer, Stiefsohn Himmelhebers, direkt ansprach. Die Tonaufzeichnung wird f\u00fcnfzig Minuten lang nicht langweilig, denn die Sprache der S\u00f6hne ber\u00fchmter V\u00e4ter erzeugt viel gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he als die wissenschaftlich neutralisierte Sprache, welche die Generation der Enkel sich angew\u00f6hnen muss. (<a href=\"https:\/\/www.about-africa.de\/hans-ulrike-himmelheber\/98-himmelhebers-sammlung-museum-kulturen-basel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK<\/a>, auch zum Manuskript)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><strong>Was die Objekte angeht, <\/strong>war Hans Himmelheber e<strong>ine Elster<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Hans Himmelheber fand im Kongo kurz vor dem Krieg einen reich gedeckten Gabentisch vor. \u201e<em>Und so kamen von morgens bis abends die sch\u00f6nsten Sachen an<\/em>\u201c (Zitat 39) Die in jenen Jahren \u201aendlich\u2019 konsolidierte Kolonialverwaltung hatte ein reiches Angebot geschaffen mit der landesweiten Belastung der l\u00e4ngst verarmten Landbev\u00f6lkerung durch die Kopfsteuer, sofern nicht direkter Druck und andere Gr\u00fcnde ins Spiel kamen. \u201e<em>Als Kunsth\u00e4ndler steht Himmelheber au\u00dferhalb<\/em>\u201c des Geschehens, schreibt Sinzo Aanza. Wenn er vom \u201e<em>Ende der Unterwerfung unter die traditionelle Macht<\/em>\u201c spricht, deren \u201e<em>Macht- und Schutzfiguren &#8230;.von heute auf morgen als Ramsch galten<\/em>\u201c (223) denke ich, der Kongolese und politische K\u00fcnstler \u00fcbertreibt hier die Effekte der S\u00e4kularisierung bewusst.<\/p>\n<p>Wenig wert war die Versicherung Himmelhebers, das \u201e<em>Alter\u201c<\/em> der Objekte sei ihm <em>\u201enicht das Wichtigste<\/em>\u201c gewesen. Denn er spricht auch von hinhaltendem Widerstand widerspenstiger Besitzer gew\u00fcnschter Objekte\u00a0 (46-47), und dass er &#8211; immer unter Zeitdruck arbeitend &#8211; dar\u00fcber ver\u00e4rgert war. Hinter ihm warteten bereits Konkurrenten (47-48). Nicht einmal zum Feilschen konnte oder wollte er sich auf die Menschen in der erzwungenen Rolle von Verk\u00e4ufern einlassen. Selber ein Agent des Kunstkapitals, engagierte er Unteragenten, um rasch zu Schn\u00e4ppchen zu kommen, Dolmetscher sowieso. (43) Die Autorin des Beitrags\u00a0 &#8211; Michaela Oberhofer &#8211; l\u00e4sst uns dar\u00fcber nicht im Unklaren:<\/p>\n<p>\u201e<em>Mitte M\u00e4rz (1938) schickte Hans Himmelheber laut Tagebuch 1736 Objekte verpackt in 18 gro\u00dfe Kisten &#8230;.. Richtung Europa. Obwohl in seinen Notizen sp\u00e4ter nicht mehr aufgelistet, ist davon auszugehen, dass Himmelheber im Kongo w\u00e4hrend etwas mehr als einem Jahr mindestens 2500 bis 3000 Artfakte f\u00fcr sich und seine Auftraggeber erwarb. Da sich sein Aufenthalt l\u00e4nger als geplant hinzog, geriet er immer wieder in Geldnot und bat seine Auftraggeber brieflich um Vorschuss. Diese hatten hohe Erwartungen an ihn und setzten ihn auch mit deutlichen Worten unter Druck. &#8230; Charles Ratton etwa &#8230;<\/em>\u201c (39)<\/p>\n<h1><strong>\u00a0<\/strong><\/h1>\n<p><strong>Wird die Entt\u00e4uschung gemildert durch <\/strong><strong>bisher unver\u00f6ffentlichte Fotos des begabten Fotografen? <\/strong><\/p>\n<p>Zwei Editionen aus Basel (&#8222;Baule&#8220;, &#8222;Kongo 1938\/39&#8220;) hatten entsprechende Erwartungen geweckt.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.299-Gebracht.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-11009\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.299-Gebracht-360x273.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"188\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.299-Gebracht-360x273.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.299-Gebracht-624x473.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.299-Gebracht.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/a>Sicher nicht mit schr\u00e4gen Fotos wie \u201c<em>Die Kraftfigur wird herangetragen<\/em>\u201c (S.93 und 222)? Sie sollte wohl den naheliegenden Verdacht heimlichen Wegschaffens widerlegen. Und damit auch die Kunden in Europa und Amerika entlasten. Ich wei\u00df nicht: Ist es die arrangierte Perspektive vom Autodach oder eine groteske Situation, die &#8222;<em>betroffen&#8220;<\/em> macht, ausdr\u00fccklich den K\u00fcnstler Sinzo Aanza\u00a0 (223).<\/p>\n<p>Zwei Fotos von gesammelten Objekten erinnern nicht nur \u00e4sthetisch an die Inszenierung einer \u201afeudalen\u2019 Jagdstrecke. In diesem Fall wollte Himmelheber den zust\u00e4ndigen Kolonialbeh\u00f6rden einen \u00dcberblick erlauben, damit sie dem deutschen Staatsb\u00fcrger im Jahr 1939 &#8211; vielleicht unter Auflagen &#8211; die Ausfuhrerlaubnis erteilten. \u00dcberwindung oder Umgehung von Zollkontrollen sind ja seit einem Jahrhundert die Hauptprobleme des Kulturexports aus Afrika.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.110-Kauf.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-11022\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.110-Kauf-360x240.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"213\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.110-Kauf-360x240.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.110-Kauf-624x416.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.110-Kauf.jpg 799w\" sizes=\"auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a>Auch eine kolonial-patriarchalische Selbstinszenierung Himmelhebers als Erwerber haben die Herausgeberinnen dankenswerterweise einbezogen unter dem Titel: \u201e<em>Die Chefin, die Kunst und die Fotografie<\/em>\u201c (91, Abb. 110): Ich zeige nur ein Foto, aber die angeblich selbstbewusste Verk\u00e4uferin in der gestellten Szene wird bezeichnenderweise mit einer M\u00fcnze abgefunden.<\/p>\n<p>Und die Spielereien mit abstrakten Formen im <em>Tipoy<\/em> (Abb. 42, 43) ? Derartige &#8218;Kunst&#8216; hat jeder von uns schon irgendwann im Urlaub gemacht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.14-Yaka-Beach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-11008\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.14-Yaka-Beach-360x252.jpg\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"189\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.14-Yaka-Beach-360x252.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.14-Yaka-Beach-624x437.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/FK-Abb.14-Yaka-Beach.jpg 799w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a>Wie der Fremde halbnackt mit erworbener Kraftfigur (Yaka) eine &#8218;Beach&#8216;-Idylle auf einem afrikanischen Dorfplatz 1938 abgab, wird f\u00fcr die Dorfbewohner wieder eine f\u00fcr &#8218;Wei\u00dfe&#8216; typische Missachtung guter Sitten gewesen sein (Abb. 14).<\/p>\n<p>Wenn Sie im Katalog (S.166 ff.) zum Kapitel &#8222;<em>Sapeurs <\/em>damals und heute in der Fotografie&#8220; kommen, f\u00e4llt Ihnen vielleicht auf, wie w\u00fcrdevoll ein <em>Chief<\/em> damals\u00a0 seine (v)erdiente &#8218;Uniform&#8216; trug (Abb. 224). Auch der belgische Geistliche (Abb. 114) vor Himmelhebers havariertem Chevrolet war korrekt gekleidet. Erst die von Yves Sambu in den Armenvierteln von Kinshasa inszenierten modernen <em>Sapeurs <\/em><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=5133\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK<\/a>, S.172) changieren in meinen Augen zwischen exzentrischem Spektakel und scharfer politischer Karikatur. Warum auch immer, ich mag diese Gegen\u00fcberstellung nicht, noch weniger, wenn ich mir die &#8222;<em>schweizer Sapeurs&#8220; <\/em>im Video anschaue: 29.2.20 (<a href=\"https:\/\/rietberg.ch\/ausstellungen\/fiktionkongo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK<\/a>) Das ganze Thema finde ich sozusagen &#8218;halbseiden&#8216;. (Beitrag folgt.<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=11046\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK<\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">Das Beispiel \u201e<em>Auto und Kunst\u201c<\/em><\/h4>\n<p>Obwohl der Katalog die Verwendung des \u201e<em>Tipoy<\/em>\u201c, der S\u00e4nfte, hervorhebt \u2013 mit einem \u201aGeschm\u00e4ckle\u2019 von feudalen Verh\u00e4ltnissen &#8211; ist im Grunde der \u201e<em>Chevrolet<\/em>\u201c das Super-Tipoy.<\/p>\n<p>Denn hier treten zur traditionellen Bedeutung von Herrschaft die Tr\u00e4ume der Einheimischen von Moderne, von Luxus, Bequemlichkeit und Mobilit\u00e4t hinzu ( Lit.: <em>Jan Bart et al.: The Speed of Change \u2013 Motor Vehicles and People in Afrika 1890-2000<\/em>). Physische Plackerei war auch mit dem \u201eChevrolet\u201c, dem Autotransport, verbunden, sogar in verst\u00e4rktem Ma\u00df: Nicht nur Stra\u00dfen mussten in Zwangsarbeit gebaut und erhalten werden, auch h\u00e4ufige Havarien, wie die auf Abb.114 dokumentierte, f\u00fchrten zu schlecht oder nicht bezahlten Arbeitseins\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Schnappsch\u00fcsse von Einheimischen im Rahmen des Autofensters, ohne auszusteigen, markieren soziale Distanz. Erst recht, wenn wir die Besonderheiten dieses Genres ber\u00fccksichtigen, also wer in diesem Rahmen alles aufzutauchen pflegt: Bettler, fliegende H\u00e4ndler, Stra\u00dfenhuren &#8230;. und in der Gegenrichtung: die M\u00e4chtigen, Popstars, Promis&#8230;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.103-Ku\u0308hlerhaube.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-11010\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.103-Ku\u0308hlerhaube-239x360.jpg\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.103-Ku\u0308hlerhaube-239x360.jpg 239w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.103-Ku\u0308hlerhaube.jpg 531w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Inszenierung eines Luluwa-Hocker-Ahnen auf dem Autodach (Abb. 104)<\/p>\n<p>oder hier einer Pende-Kraftfigur auf der K\u00fchlerhaube (&lt; Abb.103) mit einem jungen Mann, der Trauer oder Nachdenklichkeit ausstrahlt, das wirkt auf der Symbol-Ebene frivol. Hier geht es nicht um \u201aneutrale\u2019 Stellfl\u00e4chen, die man etwa in beengten Lagern oder auf Flohm\u00e4rkten kaum findet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6><\/h6>\n<p style=\"text-align: left;\">Und so wirkt auf mich auch die Pende-Maskengestalt, die zusammen mit drei Freunden durch die <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.102-Maske-Autotu\u0308r.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-11011\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.102-Maske-Autotu\u0308r-360x252.jpg\" alt=\"\" width=\"270\" height=\"189\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.102-Maske-Autotu\u0308r-360x252.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.102-Maske-Autotu\u0308r-624x436.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Abb.102-Maske-Autotu\u0308r.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a>offene Wagent\u00fcr ins Innere blickt. Die \u00fcbliche Schwermut dieses Maskengesichts reizte den Fotografen offensichtlich in ihrem Kontext von Unterwerfung, Abschied und Entf\u00fchrung. So etwas kennen wir aus dem Repertoire engagierter Kriegsfotografen. Blo\u00df war hier der Fotograf selber der T\u00e4ter, wenn nicht K\u00e4ufer und Entf\u00fchrer dieser Maske, so in einem gleich gelagerten Fall (Abb.101, Sammlungsobjekt).<\/p>\n<h6><\/h6>\n<p>\u201e<em>Der Chevrolet im Graben, die Figur im Fokus<\/em>\u201c (94, Abb. 114): Die oben erw\u00e4hnte \u201agro\u00dfe Kraftfigur\u2019, die ehemalige Schutzfigur eines ganzen Dorfes, wird anl\u00e4sslich einer Autopanne als Troph\u00e4e mitten auf die Piste gestellt, so wie ihre Vorg\u00e4nger als Postkartenmotive um die Jahrhundertwende vor die H\u00fctten.<\/p>\n<p>In Himmelhebers Tageb\u00fcchern vermute ich noch Hinweise auf Himmelhebers Eigenwahrnehmung als Fotograf; das einzige Faksimile im Katalog macht wenig Hoffnung. Die Kuratorin Nanina Gujer behandelt vor allem die seinen Stil\u00a0 pr\u00e4genden Vorbilder, vor allem &#8222;Bildreportagen \u00fcber fremde V\u00f6lker&#8220; in zeitgen\u00f6ssischen illustrierten Zeitschriften. (58)<\/p>\n<p>Hans Himmelhebers wissenschaftliche Leistungen 1938\/39\u00a0 bestanden in Erwerb,\u00a0 Reise-Notizen und Bilddokumentation.\u00a0 Sein pers\u00f6nlicher Hintergrund (Banklehre) und seine jugendliche Energie bei\u00a0 der Entwicklung des ungew\u00f6hnlichen Gesch\u00e4ftsfeldes lassen auch nichts anderes erwarten.\u00a0 Der gro\u00dfe Druck, dem er als Freelancer in den H\u00e4nden ausgebuffter, vernetzter oder institutionell abgesicherter Gesch\u00e4ftspartner ausgesetzt war, kann Verst\u00e4ndnis und Sympathien f\u00fcr ihn wecken. Doch wird das in einem &#8218;postkolonial&#8216; aufgeladenen geistigen Klima z\u00e4hlen?\u00a0 Ohne Vermittlungsstrategien funktioniert das nicht.<\/p>\n<p>Junge K\u00fcnstler aus dem Kongo und der Diaspora (in der Schweiz) haben an Ausstellung und Beiprogramm mitgewirkt. Geben sie uns Europ\u00e4ern damit\u00a0 zu verstehen: Auf ihn kommt es gar nicht mehr an? &#8211; Was denn sonst? Denn diese Leute haben eigene Gesch\u00e4ftsinteressen, etwa die &#8222;Schweizer sapeurs&#8220; (LINK), man sehe nur ins Internet. Das ist aber ein eigenes Thema.<\/p>\n<p>Im Kongo hat die Kunsthistorikerin Sandrine Colard\u00a0 beobachtet (Interview, 312), dass das Problem des &#8222;Kolonialismus&#8220;\u00a0 dort ambivalent (wegen Mobutus <em>authenticit\u00e9-<\/em>Kampagnen) und &#8222;in anderer Gestalt&#8220; auftritt als unter den Migranten in Europa.<\/p>\n<p>Ich finde: Man sollte den damals jungen Himmelheber zumindest nicht strenger beurteilen als seine durch ihren Kultstatus heute unangreifbaren Auftraggeber, die sich nicht einmal im <em>Tipoy<\/em> durchsch\u00fctteln lassen mussten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>POSTSCIPTUM\u00a0 am\u00a0 4. Juli 2020<\/h4>\n<p>Von den \u00fcber die drei Beitr\u00e4ge informierten Kuratorinnen haben ich keine R\u00fcckmeldung. Warum? Wird nur noch mit strategisch Partnern geredet? Haben wir nicht gleichlaufende Interessen? Wer liest schon Kataloge?\u00a0 Ich finde: Jeder sachliche Kommentar ist besser als keiner.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ff0000;\">Version en francais par l\u2019auteur 2.5.2020<\/span><\/h3>\n<p>(&#8230;&#8230;)<\/p>\n<p>Pour le s\u00e9jour de Himmelheber au Congo belge en 1938\/1939, je voudrais d&#8217;abord inverser l&#8217;ordre s\u00e9lectionn\u00e9 dans le catalogue: au lieu de &#8222;rechercher, photographier, acqu\u00e9rir de l&#8217;art&#8220; plus correctement: &#8222;acqu\u00e9rir de l&#8217;art, photographier, rechercher&#8220; &#8211; tout ce que &#8222;rechercher&#8220; pourrait signifier dans ce contexte .<\/p>\n<p>Outre la pr\u00e9sentation des objets offerts par la famille de Himmelheber, l&#8217;exposition et le catalogue mettent en lumi\u00e8re des aspects de son parcours, de ses acquisitions et de sa photographie au Congo colonial. Un troisi\u00e8me objectif est de permettre \u00e0 tout cela d&#8217;\u00eatre discut\u00e9 par les Congolais contemporains. Le projet de recherche &#8222;La succession de Hans Himmelheber&#8220; lui-m\u00eame est encore au d\u00e9but.<\/p>\n<p>Imm\u00e9diatement avant la Seconde Guerre mondiale, le jeune Himmelheber a \u00e9t\u00e9 principalement contr\u00f4l\u00e9 en Afrique centrale par d&#8217;\u00e9minents marchands d&#8217;art \u00e0 New York et Paris (Charles Ratton, <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=9476\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK<\/a>), mais aussi le Mus\u00e9 d&#8216; Ethnologie de B\u00e2le. L\u2019operation commerciale a \u00e9t\u00e9 transform\u00e9e en \u00abFiction Congo\u00bb, un livre d&#8217;art lourd et color\u00e9, malheureusement avec une qualit\u00e9 d&#8217;image faible.<\/p>\n<p>Un fichier audio du site <a href=\"http:\/\/www.about-africa.de\">www.about-africa.de<\/a> m&#8217;a sensibilis\u00e9 pour la lecture du catalogue. Lors de la conf\u00e9rence du printemps 2008 de l&#8217;Association des amis de la culture africaine, Bernhard Gardi a donn\u00e9 une conf\u00e9rence plein d\u2019humour en commentant la correspondance de Hans Himmelheber avec le Mus\u00e9 d&#8216; Ethnologie de B\u00e2le. Il s&#8217;adresse\u00a0 \u00e0 plusieurs reprises directement \u00e0 son ami Eberhard Fischer, beau-fils de Himmelheber. Pendant cinquante minutes l&#8217;enregistrement sonore ne devient jamais ennuyeux, car ces fils de p\u00e8res c\u00e9l\u00e8bres cr\u00e9ent une intimit\u00e9. Le style scientifiquement neutralis\u00e9e \u00e0 laquelle la g\u00e9n\u00e9ration des petits-enfants doit s&#8217;habituer n\u2019y arrive pas . (LIEN, \u00e9galement au manuscrit de Bernard Gardi)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>En ce qui concerne les objets, Hans Himmelheber \u00e9tait une \u00ab\u00a0pie\u00a0\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Hans Himmelheber a trouv\u00e9 au Congo une table cadeau richement dress\u00e9e. \u00abEt donc les plus belles choses sont arriv\u00e9es du matin au soir\u00bb (citation 39) L&#8217;administration coloniale, qui s\u2019\u00e9tait consolid\u00e9e les ann\u00e9es trente, avait cr\u00e9\u00e9 une situation favorable pour des acqu\u00e9reurs, dans une population rurale appauvrie par la taxe et autres moyens. &#8222;En tant que marchand d&#8217;art, Himmelheber est en dehors de l&#8217;action&#8220;, \u00e9crit le congolais Sinzo Aanza. Il parle de la &#8222;fin de la soumission au pouvoir traditionnel&#8220;, dont &#8222;le pouvoir et les figures protectrices &#8230; \u00e9taient per\u00e7us comme des ordures du jour au lendemain&#8220; (223). Je pense que l\u2019artiste exag\u00e8re d\u00e9lib\u00e9r\u00e9ment ici.<\/p>\n<p>L&#8217;assurance de Himmelheber que \u00abl&#8217;\u00e2ge\u00bb des objets n&#8217;\u00e9tait \u00abpas la chose la plus importante\u00bb est une phrase n\u00e9gligeable. Parce qu&#8217;il parle \u00e9galement d\u2019une r\u00e9sistance des propri\u00e9taires r\u00e9calcitrants des objets d\u00e9sir\u00e9s (46-47), et il \u00e9tait toujours boulevers\u00e9 \u00e0 ce sujet, travaillant sous la pression du temps. Des concurrents (47-48) attendaient d\u00e9j\u00e0 derri\u00e8re lui. Il ne pouvait (ou ne voulait) m\u00eame pas marchander avec des gens. En tant qu&#8217;agent, il a embauch\u00e9 des sous-agents pour obtenir rapidement de bonnes choses, avait des interpr\u00e8tes de toute fa\u00e7on. (43) L&#8217;auteur de l&#8217;article &#8211; Michaela Oberhofer &#8211; ne nous laisse pas dans le noir:<\/p>\n<p>\u00ab<em>\u00c0 mi-mars (1938), selon son journal, Hans Himmelheber a envoy\u00e9 1736 objets emball\u00e9s dans 18 grandes bo\u00eetes\u2026 en Europe. Bien que plus tard sans traces dans ses notes, on peut supposer que Himmelheber au Congo a acquis au moins 2500 \u00e0 3000 artefacts pour lui et ses clients sur une p\u00e9riode d&#8217;un peu plus d&#8217;un an. Comme son s\u00e9jour a dur\u00e9 plus longtemps que pr\u00e9vu, il a eu \u00e0 plusieurs reprises besoin d&#8217;argent et a demand\u00e9 par \u00e9crit \u00e0 ses clients de lui verser une avance. Ils esp\u00e9raient beaucoup de lui et l&#8217;ont mis sous pression avec des mots clairs. \u2026 Charles Ratton, par exemple\u2026 <\/em>\u00bb(39)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>La d\u00e9ception sera-t-elle att\u00e9nu\u00e9e par des photos in\u00e9dites du talentueux photographe?<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Deux \u00e9ditions b\u00e2loises (\u00abBaule\u00bb, \u00abKongo 1938\/39\u00bb) avaient suscit\u00e9 tels espoirs .<\/p>\n<p>Certainement pas avec des photos \u00e9tranges comme &#8222;La figurine de puissance est apport\u00e9e&#8220; (p.93 et \u200b222). Voulait-il r\u00e9j\u00e9ter le soup\u00e7on \u00e9vident de retrait secret ? Et ainsi laver \u00e9galement ses clients en Europe et en Am\u00e9rique? Je ne sais pas: La photo \u00e9tait-elle arrang\u00e9e &#8211; vue du toit de la voiture- ou documentait-elle une situation grotesque qui \u00abconsterne\u00bb, comme le dit express\u00e9ment l&#8217;artiste Sinzo Aanza (223)?<\/p>\n<p>Deux photos dune collecte d&#8217;objets rappellent la mise en sc\u00e8ne d&#8217;un parcours de chasse \u00abf\u00e9odal\u00bb. Ici Himmelheber voulait donner aux autorit\u00e9s coloniales une vue d&#8217;ensemble pour avoir une licence d&#8217;exportation. Il \u00e9tait citoyen allemand en 1939 ! Surmonter ou contourner les contr\u00f4les douaniers est le principal probl\u00e8me d&#8216; exportation culturelle d&#8217;Afrique depuis un si\u00e8cle.<\/p>\n<p>Les \u00e9diteurs ont \u00e9galement gracieusement inclus une auto-portrait patriarchale de Himmelheber en tant qu&#8217;acheteur devant une vendeuse \u00ab fi\u00e8re \u00bb: &#8222;La patronne, l&#8217;art et la photographie&#8220; (91, Fig. 110). De mani\u00e8re significative, elle est \u2018indemnis\u00e9e\u2019 avec une pi\u00e8ce de monnaie.<\/p>\n<p>Et les gadgets aux formes abstraites pris dans le tipoy (Fig.42, 43) ? Nous ont produit tous ce genre d&#8217;art \u00e0 un moment donn\u00e9 en vacances.<\/p>\n<p>L\u2019\u00e9tranger &#8211; \u00e0 moiti\u00e9 nue avec une figure \u00ab f\u00e9tiche \u00bb acquise \u00e0 c\u00f4t\u00e9 &#8211; transfert une idylle de \u00abplage\u00bb sur une place de village Yaka. Un m\u00e9pris pour les bonnes mani\u00e8res locales, typiques des \u00abblancs\u00bb (Fig. 14). Si vous arrivez au chapitre \u00abSapeurs d&#8217;hier et d\u2019aujourd&#8217;hui en photographie\u00bb du catalogue (p.166 et suiv.), vous remarquerez peut-\u00eatre \u00e0 quel point un chef portait gracieusement son \u00abuniforme\u00bb \u00e0 l&#8217;\u00e9poque (fig. 224). Le pasteur belge (Fig. 114) devant la Chevrolet endommag\u00e9e est habill\u00e9 correctement \u00e9galement. Seuls les \u2018sapeurs\u2019 (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/The_Language_of_Identity_-_Les_Sapeur.pdf\">LINK<\/a>) modernes (p.172) mis en sc\u00e8ne par Yves Sambu dans les quartiers pauvres de Kinshasa oscillent entre spectacle excentrique et caricature politique pointue. Quelle que soit la raison, je n&#8217;aime pas la juxtaposition.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: center;\">&#8222;Voiture et Art&#8220; par exemple<\/h4>\n<p>Bien que le catalogue souligne l&#8217;utilisation du \u00abtipoy\u00bb et son \u00abgo\u00fbt\u00bb f\u00e9odale &#8211; la \u00abChevrolet\u00bb est fondamentalement le super-tipoy.<\/p>\n<p>Parce qu&#8217;ici, les r\u00eaves des habitants &#8211; de modernit\u00e9, luxe, du confort et de la mobilit\u00e9 &#8211; s&#8217;ajoutent au sens traditionnel de la domination (Voir: Jan Bart et al.: <em>The Speed of Change &#8211; MotorVehicles and People in Africa<\/em> 1890-2000). Naturellement, a corv\u00e9e physique \u00e9tait \u00e9galement associ\u00e9e \u00e0 la &#8222;Chevrolet&#8220;, dans une plus large mesure encore: les routes devaient \u00eatre construites et entretenues dans le cadre du travail forc\u00e9, et des pannes fr\u00e9quents, &#8211; tels que celui document\u00e9 sur la figure 114 &#8211; conduisaient \u00e0 un travail m\u00e9diocre ou non r\u00e9mun\u00e9r\u00e9 .<br \/>\nLes photos des individus locaux sans sortir de la voiture marquent la distance sociale. Surtout si l&#8217;on prend en compte les particularit\u00e9s de ce genre: mendiants, marchands volants, putes de rue d\u2019une c\u00f4t\u00e9\u2026. et en sens inverse: les chefs, les \u2018stars\u2019 de la pop, les c\u00e9l\u00e9brit\u00e9s\u2026.<\/p>\n<p>La mise en sc\u00e8ne d&#8217;un anc\u00eatre Luluwa sur le toit de la voiture (Fig.104) ou une figure de puissance Pende sur le capot du radiateur (&lt; Fig.103) avec un jeune homme qui respire la tristesse ou la r\u00e9flexion<\/p>\n<p>Elle me semble frivole au niveau symbolique. Il ne s&#8217;agit pas de places de stationnement \u00abneutres\u00bb.<\/p>\n<p>Comment la forme du masque Pende fonctionne pour moi, qui, avec trois amis, regarde \u00e0 l&#8217;int\u00e9rieur par la porti\u00e8re ouverte ? &#8211; La tristesse habituelle de ce visage de masque a \u00e9videmment s\u00e9duit le photographe dans un contexte de soumission, de l&#8217;adieu et de l&#8217;enl\u00e8vement. Nous connaissons telles sc\u00e8nes du r\u00e9pertoire des photographes d\u00e9vou\u00e9s de guerre. Mais ici le photographe lui-m\u00eame \u00e9tait le coupable, l&#8217;acheteur et le ravisseur de ce masque, au moins dans un cas similaire (Fig. 101, objet de la collection).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8222;La Chevrolet dans le foss\u00e9, la figure en focus&#8220; (94, Fig. 114):<\/p>\n<p>La &#8222;grande figure de puissance&#8220; mentionn\u00e9e ci-dessus, l&#8217;ancienne figure protectrice d&#8217;un village entier, pendant &#8218;une panne de voiture elle est plac\u00e9e sur la piste et photographi\u00e9e comme une troph\u00e9e, comparable aux motifs de cartes postales devant les cabanes au tournant du si\u00e8cle.<\/p>\n<p>Dans les journaux intimes des traces d\u2019une vue plus sensible en tant que photographe\u00a0? Le seul fac-simil\u00e9 dans le catalogue donne peu d&#8217;espoir.<\/p>\n<p>La conservatrice Nanina Gujer s&#8217;occupe principalement des mod\u00e8les pour le style de Himmelheber. C\u2019\u00e9taient notamment \u00ables reportages d&#8217;images sur les \u00e9trangers\u00bb r\u00e9pandu dans les illustr\u00e9s.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>*<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Les r\u00e9alisations acad\u00e9miques de Hans Himmelheber en 1938\/39 consistaient en l&#8217;acquisition, les notes de voyage et la documentation d&#8217;images. Sa carri\u00e8re personnelle (apprentissage bancaire) et son \u00e9nergie montr\u00e9e dans ce secteur d&#8217;activit\u00e9 atypique peuvaient expliquer la conception \u2018robuste\u2019. Le stress auquel il \u00e9tait expos\u00e9 par les partenaires commerciaux plus forts peut susciter sympathie pour ce jeune homme. Mais cela comptera-t-il dans un climat mental charg\u00e9 de \u00abpostcolonial\u00bb? Cela ne fonctionne pas sans strat\u00e9gies de m\u00e9diation du Mus\u00e9e.<\/p>\n<p>De jeunes artistes du Congo et de la diaspora (en Suisse) ont particip\u00e9 \u00e0 l&#8217;exposition et au programme d&#8217;accompagnement.\u00a0 Une d\u00e9monstration que le profiteur du colonialisme n&#8217;a plus d&#8217;importance? Ces personnes, n\u2019ont ils\/elles leurs propres int\u00e9r\u00eats de carri\u00e8re? Pour les \u00absapeurs suisses\u00bb, il faut voir l&#8217;Internet.<br \/>\nL&#8217;historienne de l&#8217;art Sandrine Colard a observ\u00e9 au Congo, (entretien, p.312) que le probl\u00e8me du \u00abcolonialisme\u00bb s&#8217;y pose de mani\u00e8re ambigu\u00eb &#8211; \u00e0 cause des campagnes <em>d&#8217;authenticit\u00e9<\/em> de Mobutu &#8211; et \u00absous une forme diff\u00e9rente\u00bb que celle des migrants en Europe.<\/p>\n<p>Mon opinion: Ne pas juger moralement ce jeune pousseur si ses clients sont &#8218;tabou&#8216; en raison de leur \u2018statut de culte\u2019. Ils n&#8217;\u00e9taient jamais secou\u00e9s dans un tipoy de brousse !<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Upload\u00a0\u00a0 7.April, Version francaise (darunter angef\u00fcgt)\u00a0 2.Mai 2020 Was kann aus dieser zwiesp\u00e4ltigen historischen Figur Himmelheber in einer durch &#8222;Kolonialismus&#8220;-Debatten bestimmten Zeit noch werden? Die Frage bildete wohl den unausgesprochenen Hintergrund des Ausstellungsprojekts\u00a0 \u201eFiktion Kongo \u2013 Kunstwelten zwischen Geschichte und Gegenwart\u201c im Museum Rietberg in Z\u00fcrich von November 2019 bis M\u00e4rz 2020 (Katalog CHF 49.-)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[218,206,251,215],"tags":[],"class_list":["post-11004","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fiktion-kongo-rietberg-2019-20","category-translations-traductions","category-kongo-ins-herz-der-finsternis","category-museen-und-fremdes-kulturerbe"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11004"}],"version-history":[{"count":34,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11004\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13470,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11004\/revisions\/13470"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}