{"id":1068,"date":"2012-10-21T15:15:45","date_gmt":"2012-10-21T14:15:45","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1068"},"modified":"2013-11-27T15:45:51","modified_gmt":"2013-11-27T14:45:51","slug":"etwas-munition-fuer-die-letzten-beiden-kapitel-novemberdezember","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=1068","title":{"rendered":"Etwas Munition f\u00fcr die Kapitel 11 und 12 (Nov\/Dez)"},"content":{"rendered":"<p><b>\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>V<\/b>erfasst im Cafe \u201eMoksha\u201c, Sonntag, den 9.9.; Bearbeitung 21.10.2012<\/p>\n<p>Im vorletzten\u00a0<b>11. Kapitel<\/b>, \u201eWillensbejahung und Willensaufhebung\u201c, vergegenw\u00e4rtigt uns Urs App noch einmal den bisher gegangenen Weg. Seine Darstellung bietet immerhin Diskussionsstoff.\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>Im Kontext der\u00a0<i>Willensaufhebung\u00a0<\/i>schreibt Schopenhauer: \u201e<em>In seltenen F\u00e4llen entsteht ohne \u00e4u\u00dferen Anlass ein Begehren, freiwillig vom Lebenwollen zu lassen<\/em>\u201c (190). Den \u201e<i>Selbstmord<\/i>\u201c (kursiv im Original) kritisiert er dabei als\u00a0<i>zu kurz<\/i>\u00a0greifenden Erl\u00f6sungsversuch. Er vermischt in seiner Argumentation individuelle und universelle Ebene. Ein\u00a0 gr\u00f6\u00dfenwahnsinniges\u00a0 Motiv (S.190f.) f\u00fcr den Freitod?<\/p>\n<p>Auch bei der Abwertung des zeitweiligen \u201eKunst- und Musikerlebnisses\u201c (S.193) hat Schopenhauer seine Prinzipien im Blick. Oder etwa ein esoterisch gestimmtes Publikum mit Hang zur schw\u00e4rmerischen Vergeistigung? Immerhin treten Zacharias Werner und Madame Guyon aus dem 2.Kapitel wieder auf, werden als verl\u00e4ssliche Zeugen gew\u00fcrdigt. Es geht um ein \u201e<i>Aufgeben des Ichs im Sinne von Zacharias Werner und Madame Guyon<\/i>\u201c, nicht nur um sein \u201e<i>zeitweiliges Vergessen<\/i>\u201c(194). Wenn Hegel diesen \u201eseligsten Zustand\u201c als &gt;orientalischen&gt; Zustand, \u201eals stupiden Zustand auffasste\u201c, sollte man das nicht gleich abtun (S.191).<\/p>\n<p>Zacharias Werner war der Thesen-Dramatiker aus dem 2. Kapitel. Ich erinnere mich: Unser Germanist Rothe st\u00f6hnte auf in Erinnerung an eine lange zur\u00fcckliegende Lekt\u00fcre!\u00a0Ist meine Sicht der Dinge zu eng, unangemessen? Man wird dem st\u00fcrmischen jungen, in Dresden sozusagen eingekapselten Mann die schw\u00e4rmerische Weltanschauung und den unbedingten Willen zum System vielleicht nachsehen.<\/p>\n<p>In der dann folgenden philosophischen Verpackung wird Liebe zur \u201eGesinnung\u201c (192).\u00a0Wo ist die spontane Empfindung von Mitleid aus Schopenhauers Mitleidsethik, wo die unvergessliche Szene des Barmherzigen Samariter? Stattdessen Heiligenlegenden!<\/p>\n<p>Es ist wohl noch eine Wegstrecke bis \u201e\u00dcber die Grundlage der Moral\u201c (1839).\u00a0Schopenhauer reift in seinem Werk. Es ist von Liebe \u2013 \u201e<em>alle \u00e4chte Liebe ist Mitleid<\/em>\u201c \u2013 die Rede, aber es geht auch darin um die Verankerung des philosophischen Systems mittels einer Erkenntnis-Methode: \u201eDiese Gesinnung entspringt aus dem Durchschauen des\u00a0<i>principii individuationis<\/i>\u201c. \u201e<em>Eben daher auch braucht er nicht selbst das Leiden zu erfahren, da er sich den Schmerz der ganzen Welt zueigne<\/em>t\u201c (#584). &#8211;\u00a0Wie gut, dass die letzten Dinge 1814 dem gesunden jungen Mann in seinem trockenen Quartier einer ruhigen komfortablen Provinzstadt zufallen, kaum ein Jahr, nachdem in Europa ein furchtbarer Krieg zu Ende gegangen ist.<\/p>\n<p>Auf\u00a0 S.192 holt App \u201e<i>Madame Guyons Autobiografie<\/i>\u201c wieder. Schopenhauer hat 1817 deren Lekt\u00fcre wiederholt. Sein ungewohnt nachsichtiges Urteil zitiert App: \u201e<i>Jeder Edelgesinnte wird indem er diese wahrhaft heilige Frau kennen lernt, den tiefen Aberglauben in dem ihre Vernunft befangen war, \u00fcbersehn, als eine zuf\u00e4llige Beimischung<\/i>\u201c (#676) Dar\u00fcber w\u00fcsste ich gern mehr. Was hie\u00df\u00a0<i>kennen lernen<\/i>? Worin bestand ihr\u00a0<i>Aberglauben<\/i>? Ob wir uns solcher Nachsicht anschlie\u00dfen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Vielleicht hilft\u00a0<i>Googeln<\/i>\u00a0bei der Entscheidung. Es handelte sich bei dieser Mystikerin (1648 \u2013 1717) um eine beg\u00fcterte Witwe (1676) von Stand, die eigentlich Nonne hatte werden wollen und bereits fr\u00fch erfolgreiche Erbauungsliteratur verfasste. Sie hatte nach 1676 Einfluss auf h\u00f6chste Kreise Hof von Versailles unter Ludwig dem Vierzehnten, in einem ebenso intriganten wie bigotten Milieu. Die Spitzen der katholischen Kirche Frankreichs, mit der sie sich wegen ihres \u201eQuietismus\u201c (siehe unten!) \u00fcberwarf, nutzten ihre Verbindungen bei Hofe , um sie f\u00fcr einige Jahre in\u00a0 Kl\u00f6stern und\u00a0 speziell f\u00fcr den Adel reservierten Festungen internieren zu lassen. \u201eNach ihrer Freilassung zog sie sich zur\u00fcck zu einem ihrer S\u00f6hne in Diziers bei Blois.\u00a0Hier verbrachte sie die letzten Jahre ihres Lebens, nur noch brieflich mit ihrer wachsenden Anh\u00e4ngerschaft verbunden, die sie nicht zuletzt in protestantischen Kreisen in England und in Deutschland fand\u201c, so der Wikipedia-Autor. Schopenhauer kannte ein (\u00fcberschaubares) h\u00f6fisches Milieu von Weimar und er hatte seine schriftstellernde Mutter vor Augen, aber die Herzenserg\u00fcsse der frommen Dame vom Format eines\u00a0<i>Sektengr\u00fcnders<\/i>, passten so gut auf seine theoretischen Bed\u00fcrfnisse!\u00a0<i>Google<\/i>\u00a0bietet eine Schrift in der deutschen \u00dcbersetzung aus dem 18.Jh.. Ich zitiere eine Titelseite:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG-Mme-Guyon.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1195\" alt=\"IMG-Mme Guyon\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG-Mme-Guyon-195x300.jpg\" width=\"195\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG-Mme-Guyon-195x300.jpg 195w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG-Mme-Guyon-624x960.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/IMG-Mme-Guyon.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 195px) 100vw, 195px\" \/><\/a>Naturgem\u00e4\u00df bezieht Schopenhauer seine Heiligenlegenden von\u00a0<i>Printmedien<\/i>, im Fall der Mme Guyon sogar im klassischen Format der Selbststilisierung, der Autobiografie. Es ist nicht die Begegnung mit einem lebendigen Menschen, der eine \u00fcberpr\u00fcfbare reale Erfahrung geboten h\u00e4tte. In solchem Mediengebrauch ist Schopenhauer fast unser Zeitgenosse, wie Henning Ritter im Essay \u201e<i>Der Augenblick der humanen Empfindung<\/i>\u201c (FAZ, 27.9.2003,Nr.225,S.39 ) zeigt. Der Untertitel \u201e<i>Grausame Taten betrachten: Das neunzehnte Jahrhundert erfindet eine Religion des Mitleids mit Leiden in der Ferne<\/i>\u201c verweist auf ein zentrales Feld des schopenhauerschen Denkens.<\/p>\n<p>\u201e<i>Vom Lebenwollen zu lassen<\/i>\u201c \u2013 F\u00fcr diesen\u00a0<i>Pol<\/i>\u00a0von \u201eSchopenhauers Kompass\u201c habe ich j\u00fcngst ein Beispiel von weniger zwiesp\u00e4ltiger Qualit\u00e4t gefunden: den buddhistischen M\u00f6nch\u00a0<i>Deng Kuan<\/i>, Warum traue ich in diesem Fall meinem Gew\u00e4hrsmann, Liao Yiwu? Ich kenne ihn als einen Autor, der kein Blatt vor den Mund nimmt. Er protokolliert die Begegnung in einem ganzen sozialen Panorama des zeitgen\u00f6ssischen China:\u00a0<i>\u201eFr\u00e4ulein Hallo und der Bauernkaiser \u2013 Chinas Gesellschaft von unten\u201c (S.Fischer Verlag 2009).\u00a0<\/i>Doch warum halte ich den hundertj\u00e4hrigen M\u00f6nch Deng f\u00fcr einen\u00a0<i>Heiligen<\/i>? In dem Buch steht nichts davon.<\/p>\n<p>Unter Maos Herrschaft macht er Qualen biblischen Ausma\u00dfes durch und bewahrt darin eine nicht nachvollziehbare Festigkeit. Wo er der \u00dcbermacht nachgibt, verliert er nicht seinen inneren Kompass. Dass nach alledem der \u00f6rtliche Parteichef regelm\u00e4\u00dfig die wenigen Einnahmen des Klosters erpresst, kommentiert er mit dem Satz: \u201e<i>Wenn der Rachen von einem Gierhals nicht zu gro\u00df ist, kann ich ihn doch stopfen<\/i>\u201c und auf die Frage, wie so das zerst\u00f6rte Kloster aufgebaut werden soll: \u201e<i>Ach, was geht, das geht<\/i>.\u201c (ebd.155)\u00a0Hierin und in seinen \u00dcberzeugungen ist er kontr\u00e4r zur normalen Welt, aber er diagnostiziert sie n\u00fcchtern. Er schw\u00e4rmt nicht, er doziert nicht. Er hat nach eigener Aussage \u201ekeine Lehrschrift zustande gebracht\u201c. Als Landkind und hat er erst im Kloster seinen Bildungsweg begonnen. \u00dcberdies ist er schon als Hundertj\u00e4hriger fast\u00a0<i>ein Heiliger<\/i>. Also ein sehr fremder Mensch, kein Seelenf\u00e4nger! Schopenhauer h\u00e4tte seine Freude an ihm, an seinen buddhistischen \u00dcberzeugungen und an seinem exemplarischen Fall. Und f\u00fcr die These einer\u00a0\u00a0<i>H\u00f6lle auf Erden<\/i>, kenne ich kein schlagenderes Beispiel.<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>Das Schlusskapitel \u201ePerspektiven\u201c (201 ff.)<\/b><\/p>\n<p>Je n\u00e4her Urs App dem fertigen Hauptwerk Schopenhauers kommt, desto bekannter kommt einem alles vor. Jetzt h\u00e4lt er noch den Fachkollegen, die schlie\u00dflich seine wichtigen direkten Adressaten sind, ihre Vers\u00e4umnisse vor. Wie gut, dass er sich das so lange aufgespart hat! Wieviel akademisches W\u00e4schewaschen ist uns erspart geblieben. Man versteht aber, warum die Studie ein wissenschaftliches\u00a0<i>Buch<\/i>\u00a0werden musste, eben um das n\u00f6tige Gewicht in die Waagschale zu werfen f\u00fcr eine Neuorientierung (206ff.), einen Paradigmenwechsel in der Schopenhauer-.Rezeption.<\/p>\n<p>Ein weiteres Thema ist die unter Fachleuten verbreitete These, die \u201eindische Inspiration\u201c Schopenhauers sei durch die \u00dcbersetzer \u201evergiftet\u201c (208f.) worden.\u00a0Haben sie deshalb bis heute einen Bogen um das\u00a0<i>Oupnek\u2019hat<\/i>\u00a0gemacht oder nicht vielmehr, weil sie davor zur\u00fcckschreckten, Schopenhauer unlesbares Lieblingsbuch zu schultern? (Ich will\u2019s auch nicht im Original lesen).<\/p>\n<p>App hat auch Recht gegen\u00fcber dem verbreiteten\u00a0<i>Authentizit\u00e4tswahn<\/i>, aber das ist ein weites Feld. In diesem Kontext bringt er auf S. 210 ein Zitat, das er meines Erachtens inhaltlich nicht gen\u00fcgend auslotet: \u00dcber die Direkt\u00fcbersetzungen urteilte Schopenhauer: \u201e<i>Alles ist modern, leer, fade, sinnarm und occidentalisch:<\/i>\u00a0<i>es ist europ\u00e4isiert, anglisiert, franz\u00f6sirt, oder gar (was das \u00c4rgste) deutsch verschwebelt und vernebelt \u2026\u201c\u00a0<\/i>\u00a0Also:\u00a0<i>Modern\u00a0<\/i>gleich\u00a0<i>leer<\/i>\u00a0gleich<i>\u00a0authentisch?\u00a0<\/i>Ich w\u00fcrde das gern besser verstehen! Schade, dass wir den Professor Hans Blumenberg (+ 1996) nicht mehr fragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Am Schluss (211) reitet App eine kurze Attacke gegen eine \u201epsychologisierende\u201c Deutung des angeblichen \u201ePessimismus\u201c. Er selber erkl\u00e4rt ihn als gegens\u00e4tzliche Position zu Leibniz (212) und r\u00fcckt ihn in eine \u2013 von allen Heiligen und Unheiligen \u2013 ferne Sph\u00e4re akademischer Doktrinen. Mit dem Hinweis auf die Haltung \u201edes Buddhismus\u201c, dessen \u201eLeidensrealismus\u201c, dr\u00fcckt er sich um eine differenzierte Antwort. Der ganze auf zweihundert Seiten ausgebreitete\u00a0<i>Bildungsroman<\/i>\u00a0des jungen Schopenhauer verlangt eine andere Sprache daf\u00fcr.<\/p>\n<p><b>wikipedia: \u00a0<\/b><b>Quietismus<\/b>\u00a0(von lat.\u00a0<i>quietus<\/i>, \u201eruhig\u201c) bezeichnet eine Sonderform der<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Christliche_Mystik\">christlichen Mystik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Theologie\">Theologie<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Askese\">Askese<\/a>. Der Quietismus hat seine Wurzeln im<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Katholisch\">katholischen<\/a>\u00a0Bereich, wurde jedoch vom\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kirchliches_Lehramt\">Lehramt<\/a>\u00a0als\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Irrlehre\">Irrlehre<\/a>\u00a0und falsche Form der Lebensf\u00fchrung verworfen.\u00a0Kernaussage ist, dass der Mensch zun\u00e4chst sein Ich v\u00f6llig aufgeben und an Gott \u00fcbergeben m\u00fcsse, um danach in v\u00f6lliger Ruhe und\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gleichmut\">Gleichmut<\/a>zu leben. Sobald dieser Zustand im inneren Gebet, in der\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kontemplation\">Schau Gottes<\/a>\u00a0erreicht ist, werden \u00e4u\u00dfere asketische Praktiken eher hinderlich. Der\u00a0<i>Quietismus des Gebetes<\/i>lehnt daher das m\u00fcndliche\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gebet\">Gebet<\/a>, den Empfang der\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sakrament\">Sakramente<\/a>, \u00fcberhaupt alle \u00e4u\u00dferlichen religi\u00f6sen Formen ab, der\u00a0<i>Quietismus des Lebens<\/i>\u00a0zudem die Bedeutung des\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tugend\">Tugendstrebens<\/a>\u00a0und des Kampfes gegen die S\u00fcnde (Askese).\u00a0Wichtige Vertreter sind u.\u00a0a.\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=J._Falconi_de_Bustamante&amp;action=edit&amp;redlink=1\">J. Falconi de Bustamante<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Francois_Malaval&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Francois Malaval<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Miguel_de_Molinos\">Miguel de Molinos<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jeanne_Marie_Guyon_du_Chesnoy\">Madame Guyon<\/a>. Der franz\u00f6sische Erzbischof\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fran%C3%A7ois_F%C3%A9nelon\">Fran\u00e7ois F\u00e9nelon<\/a>\u00a0bereinigte die Lehre von Inhalten, die sich gegen eine moralische Lebensf\u00fchrung aussprachen und sprach sich v.\u00a0a. f\u00fcr eine selbstlose Liebe aus. Doch weil er damit in einen\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rigorismus\">Rigorismus<\/a>\u00a0verfiel, verwarf das Lehramt unter Papst\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Innozenz_XII.\">Innozenz XII.<\/a>\u00a01699 seine Aussagen als<i>Semiquietismus<\/i>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 Verfasst im Cafe \u201eMoksha\u201c, Sonntag, den 9.9.; Bearbeitung 21.10.2012 Im vorletzten\u00a011. Kapitel, \u201eWillensbejahung und Willensaufhebung\u201c, vergegenw\u00e4rtigt uns Urs App noch einmal den bisher gegangenen Weg. 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