{"id":10421,"date":"2019-07-28T23:16:38","date_gmt":"2019-07-28T21:16:38","guid":{"rendered":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=10421"},"modified":"2023-08-18T20:39:56","modified_gmt":"2023-08-18T18:39:56","slug":"gardemass-und-radikaler-bauplan-metoko-lengola","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=10421","title":{"rendered":"Gardemass und radikaler Bauplan bei den Lengola"},"content":{"rendered":"<h1>Gardemass und radikaler Bauplan bei den Lengola (?)<\/h1>\n<h3><\/h3>\n<h3>Pakete aus dem Regenwald<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>\u00dcber die Jahre erh\u00e4lt L. immer wieder Pakete von seinen Agenten aus dem Nordosten des Regenwaldgebiets beiderseits des Kongo. Die Objekte sind meist unscheinbar, manche intakt und mit durchdringendem Harzgeruch, manche verdreckt und provisorisch repariert, nie aufgeh\u00fcbscht. Wer wei\u00df, wo sie die letzten Jahrzehnte verbracht haben. \u201eIn den D\u00f6rfern\u201c behauptet L., und das scheint mir plausibel.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3><strong>Mbole, Lengola, Metoko, Jonga, Kumu und andere<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_10427\" style=\"width: 363px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Felix-100-peoples-Metoko-41167.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10427\" class=\"size-medium wp-image-10427\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Felix-100-peoples-Metoko-41167-353x360.jpg\" alt=\"Beleg. Felix - 100 peoples...\" width=\"353\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Felix-100-peoples-Metoko-41167-353x360.jpg 353w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Felix-100-peoples-Metoko-41167-883x900.jpg 883w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Felix-100-peoples-Metoko-41167-624x636.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Felix-100-peoples-Metoko-41167.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10427\" class=\"wp-caption-text\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Felix: 100 Peoples &#8230;. pp. 110\/111<\/span> METOKO<\/strong> : &#8222;Figures have multiple use. 6 : Kasimbi, placed in the initiation hut. 11 : some kalungu janus figures kept by lineage elders, .<\/span>&#8230;&#8220;<\/p><\/div>\n<p>Als Ituri, Maniema und Cuvette steht die Region in den B\u00fcchern. Die Stammesnamen sind beispielsweise Mbole, Lengola, Metoko, Jonga, Komo und andere. Die wissenschaftliche Literatur ist sp\u00e4rlich ges\u00e4t. In den Kunst-Katalogen sind ihre Objekte recht zuf\u00e4llig gestreut. Das daraus resultierende Puzzle von Zuschreibungen und Erkl\u00e4rungen weckt keine Vorstellung eines Regionalstils, geschweige denn seiner Entwicklung im 20. Jahrhunderts. Die \u2013 etwa bei Felix : 100 Peoples &#8230; \u2013 hingeworfenen exotischen Bezeichnungen von Vereinigungen und Objekten bleiben ebenso stumm wie einzelne Stichworte zur traditionellen Verwendung. Da k\u00f6nnte nur Tervuren mit seinem dokumentarischen Schatz weiter helfen, und ein paar Zeitschriftentitel aus der belgischen Kolonialzeit, von denen ich nur hoffen kann, dass meine Bibliothek sie damals abonniert hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Gro\u00dfe Figuren von radikaler Bauart<\/h2>\n<p>Bei verschiedenen Gelegenheiten habe ich ein paar Skulpturen erworben, die durch ihre Gr\u00f6\u00dfe und Eigenart beeindrucken. Ihre Formen sind schlicht zu rechteckigen Bl\u00f6cken gehauen worden. So befremdlich \u201eunafrikanisch\u201c, so \u201emodernistisch\u201c, so \u201etechnisch\u201c diese radikale Bauart zun\u00e4chst wirken mag, sie liegt mitten auf dem Weg eines jeden afrikanischen Figurenschnitzers, der zun\u00e4chst den Stamm mit der Hacke in nach Wunsch proportionierte Quader zurecht schl\u00e4gt, bevor er die Rundungen des K\u00f6rpers herausarbeitet. Und zwar dort, wo er sie braucht. Auch diese drei kantigen K\u00f6rper zeigen unauff\u00e4llige Rundungen, vor allem am Kopf, aber auch an Schultern und in Armbeugen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Nr.1 und Nr.2 bilden ein Paar<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-PaarMG_0324.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10424\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-PaarMG_0324-176x360.jpg\" alt=\"Bilddokument Objekt. 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(auch) Geister abwehren soll, sind wei\u00dfe und rote Tupfen verteilt. Ich nehme an, dass die Harzschicht zur Ausstattung, zur Einkleidung geh\u00f6rte. Auf dem Sockel ziemlich abgerieben. Das gilt f\u00fcr beide Figuren, der Turm ist au\u00dfen st\u00e4rker verkrustet, abgesehen von Stellen zwischen den Beinen und am Hals der 2. <strong>Figur.<\/strong> Mir f\u00e4llt ein, dass der Schnitzer blo\u00df den Rohling geliefert haben und schon die Harzschicht vom Zauberer aufgetragen sein k\u00f6nnte, die farbigen Tupfen ohnehin.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Figur Nr. 1 Der bisexuelle Turm mit vier K\u00f6pfen<\/h3>\n<p>Blockartig, scheinbar kunstlos, auch der Hals nur die Fortsetzung des Torso. Doch sind die Quader au\u00dfen jeweils durch einen Hieb abgerundet, an den Armen st\u00e4rker als an den Beinen. Die Mitte der Figur ist durch die Masse der K\u00f6pfe nach oben verschoben.<\/p>\n<p>Die Frontalansicht wirkt breit, die Seitenansicht aufrecht und \u201astolz\u2019. Das K\u00f6rperschema mit seitlichen Armen und geraden Schultern ist anthropomorph.<\/p>\n<p>Proportionen (vertikal):\u00a0 Runder Sockel: 5,5cm\u00a0 &#8211; Beine, H\u00fcften 21cm &#8211; Torso 22cm &#8211; Hals, K\u00f6pfe 21 cm &#8211;\u00a0 Krone: 10<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/MetokoVierkopf-IMG_0368.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10422\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/MetokoVierkopf-IMG_0368-232x360.jpg\" alt=\"Bilddokumentation. 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Die Gesichter sind ausgesprochen streng, der Blick durch die stilisierten Augenschlitze nach innen gekehrt.<\/p>\n<p>Die &#8211; unten abgeschnittenen &#8211; herzf\u00f6rmigen Gesichter sind nicht schematisiert. Bereits vor dem Harz\u00fcberzug sind zwei Augenbreiten und Mundtypen jeweils auf den Gegenseiten zu erkennen. Nach vorn und hinten sind die M\u00fcnder gespitzt und die Augenschlitze schmaler, die Gesichter wei\u00df; die an der Seite sind rot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Figur Nr. 2\u00a0\u00a0 Der janusk\u00f6pfige Bisexuelle mit gro\u00dfer leerer Mitte<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Die Konzeption ist raffinierter, aber die Botschaft scheint auch eine andere zu sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-m-Kopf.IMG_0370.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10423\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-m-Kopf.IMG_0370-191x360.jpg\" alt=\"Bilddokumentation. 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Die parallelen Doppelstriche, welche die Augen bilden, sind geradezu \u00fcppig, der Mund ganz unten quadratisch und klein (1,5 cm). Das Gesicht auf der weiblichen Seite wirkt feiner. Woran liegt das?<\/p>\n<p>Der Torso \u00fcber dem kr\u00e4ftigen runden Sockel strebt noch lotrecht nach oben, aber der Hals bildet einen unauff\u00e4lligen Winkel, und auf der Ebene des Kinns schaut das M\u00e4nnergesicht etwas nach oben, das Frauengesicht leicht nach unten. Die Krone sitzt naturgem\u00e4\u00df schief dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Die irritierende Zartheit verdankt sich einer abstrahierten Feingliedrigkeit, unauff\u00e4lligen Rundungen und Abschr\u00e4gungen bei klaren Kanten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im <strong>Vergleich zum \u201aTurm\u2019 1<\/strong> sind die Stege, aus denen der in der Mitte leere Torso besteht, noch d\u00fcnner, sogar atemberaubend d\u00fcnn. Die Arme und Beine vertretenden senkrechten Stege sind extrem schmal (3 zu 3,5\/4 cm Tiefe) und wirken abgerundet zart. Kr\u00e4ftig erscheinen demgege\u00fcber der Sockel, der Beckenbereich mit den h\u00e4ngenden Genitalien, der st\u00e4mmige Hals, ein Quader von 5,5 mal 6 cm (Breite zu L\u00e4nge).<\/p>\n<p>Die Krone \u00e4hnelt einem Trichter, ist aber oben geschlossen, flach.<\/p>\n<p>Proportionen (vertikal): Sockel mittig ansteigend bis 6,5 cm, Oberkante H\u00fcfte 17,5, Schulterh\u00f6he 15, Hals 6,5, Kopf 12, Krone 7 = 64,5 (bei 63 H\u00f6he durch Rundungen)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Auch die Figur Nr. 3 hat\u00a0 geradezu \u201apreu\u00dfisches\u2019 Gardemass!<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3.IMG_1375.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-10431\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3.IMG_1375-151x360.jpg\" alt=\"Objektdokumentation. Gv\" width=\"151\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3.IMG_1375-151x360.jpg 151w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3.IMG_1375-377x900.jpg 377w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3.IMG_1375.jpg 419w\" sizes=\"auto, (max-width: 151px) 100vw, 151px\" \/><\/a>Die hochgewachsene m\u00e4nnliche Figur ist 84 cm hoch, erhebt sich auf <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3-R.IMG_1376.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-10432\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3-R.IMG_1376-128x360.jpg\" alt=\"Objektdokumentation .Gv\" width=\"128\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3-R.IMG_1376-128x360.jpg 128w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3-R.IMG_1376-320x900.jpg 320w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Metoko-Nr.3-R.IMG_1376.jpg 418w\" sizes=\"auto, (max-width: 128px) 100vw, 128px\" \/><\/a>einer schmalen Bodenplatte von nur 7 cm St\u00e4rke. Sie steht mit durchgedr\u00fccktem Kreuz wie eine Eins. Sie ist an den Schultern gerade mal 13 cm breit und sogar nur 5 cm tief. Sie wird dominiert vom m\u00e4chtigen Kopf. Der Abstand zwischen Hinterkopf und Stirn ist 13 cm. Das Kinn ist vorgestreckt, der halb geschlossene Blick richtet sich leicht nach oben. Der kleine Mund ist geschlossen. Mitten auf dem Sch\u00e4del sitzt eine M\u00fctze in Form eines umgedrehten Kegelstumpfs.<\/p>\n<p>Der Rumpf besteht formal aus vier S\u00e4ulen, die durch zwei Querstreben auf einem kreisrunden Sockel verbunden sind. Dazwischen formt eine f\u00fcnfte S\u00e4ule von beeindruckender Breite und L\u00e4nge den Hals.<\/p>\n<p>Die Gesamtmasse der Figur nimmt von unten nach oben zu, ebenso werden die Abschnitte von unten nach oben l\u00e4nger. Das sind \u201eafrikanische\u201c Proportionen. Bemerkenswert ist der im Profil sichtbare Spannungsbogen des K\u00f6rpers, bemerkenswert, da der Torso sich aus schlichten Quadern aufbaut. Man m\u00f6chte sagen: \u201eDie Form\u201c besteht vor allem in der Haltung.<\/p>\n<p>Nur das f\u00fcr die Gestalt Wesentliche ist \u2013 andeutungsweise \u2013 ausgearbeitet. Fassen wir zusammen, von oben nach unten:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Kopfbedeckung so abstrakt geformt wie ein ostafrikanischer Fez<\/li>\n<li>Das f\u00fcr die Metoko-Figuren typische herzf\u00f6rmige Gesicht mit abgeschnittenem Kinn,<\/li>\n<li>Plastisch hervortretende Bohnenaugen,<\/li>\n<li>Lange Nase mit schmalem Steg,<\/li>\n<li>Gespitzter Mund durch eine verbreiterte Oberlippenrinne.<\/li>\n<li>Der gesamte Hinterkopf ist leicht gerundet. Er ist durch eine leichte Rinne vom Hals abgesetzt, ohne die kraftvolle Linie des Halses abzuschw\u00e4chen.<\/li>\n<li>Auch in der Frontalansicht geht der Hals direkt in Unterkiefer und Schl\u00e4fen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn bei formalen Reduktionen h\u00e4ufig Arme \u00fcberfl\u00fcssig erscheinen und stattdessen die Kraft der K\u00f6rpermitte dominiert, so ist es hier umgekehrt. Die sich mittig etwas verj\u00fcngenden Arme begrenzen eine leere Mitte von der Breite des Beinabstands. Sie enden gerade an der abgesetzten Hosennaht, wo sie aufsitzen. Das und eine leicht vortretende Schulterpartie suggerieren eine milit\u00e4risch stramme Haltung. Ein Dreieck f\u00fcr das Geschlecht ist in eindeutig abgesetzte schmale Khaki-Shorts eingeschnitten. Folglich steht die Figur wie \u00fcblich \u201ebreitbeinig\u201c vor uns.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Angaben zur Provenienz !\u00a0 &#8211; Zweifel und eine plausible Erkl\u00e4rung<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>L. bietet mir die Figuren 1. und 2. zusammen an und schl\u00e4gt &#8211; wie bei den Schreinfiguren der Yombe fr\u00fcher bereits &#8211; ein kleines Tischchen vor. Den Dorfnamen soll die Zweitfrau des Lieferanten in Kinshasa erfragen.<\/p>\n<p>Email 11.10.2018: <em>Hallo Detlev, das Dorf von Lengola Figuren ist LOSATIKULA.<\/em><\/p>\n<p>Doch wo liegt dieses Dorf? Auf einem Zettel hatte er mir tags zuvor \u201eLengola. Groupement: EPULU. Collectivit\u00e9 Bambesa\u201c aufgeschrieben.<\/p>\n<p>Bei Recherchen mit Google Maps fand ich zwar kein <em>Losatikula<\/em>, wohl aber die beiden \u00fcbergeordneten Verwaltungseinheiten. Sie lagen freilich einige hundert Kilometer n\u00f6rdlich der auf diversen Kartenskizzen markierten Siedlungsgebiete der Lengola, ganz am Nordrand des Regenwaldes an den Ufern des Uele. &#8211; Ich bezweifelte als typischer Mitteleurop\u00e4er die gemachten Angaben als blo\u00dfe Erfindung und lie\u00df die Frage auf sich beruhen.<\/p>\n<p>Wohl zu Unrecht, nachdem ich mir mit Jan Vansina ein Bild des halben Jahrhunderts zwischen 1865 und 1920 mache, von einander folgender Kriege, von Zerst\u00f6rung, Tod und Vertreibung in der Region. Das passierte alles wohlgemerkt\u00a0 lange, bevor 1954 unser Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek das fantastische Okapi aus dem Urwaldidyll \u201eIturi\u201c in den Zoo geholt hat und ich mit &#8222;Okapi&#8220; bei einer Aufnahmepr\u00fcfung gl\u00e4nzen konnte.<\/p>\n<p>Und ob es nun versprengte &#8222;Lengola&#8220; oder &#8222;Metoko&#8220; waren, welche die Figuren dort\u00a0 &#8211; oder vielleicht doch anderswo &#8211; in den letzten Jahrzehnten in Ehren gehalten haben: Was macht das schon f\u00fcr einen Unterschied?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: right;\"><\/h3>\n<div id=\"attachment_10453\" style=\"width: 265px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Congo_concessions-on-map-1890-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10453\" class=\"wp-image-10453\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Congo_concessions-on-map-1890-1-360x324.jpg\" alt=\"doku. wiki\" width=\"255\" height=\"230\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Congo_concessions-on-map-1890-1-360x324.jpg 360w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Congo_concessions-on-map-1890-1-624x562.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Congo_concessions-on-map-1890-1.jpg 694w\" sizes=\"auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10453\" class=\"wp-caption-text\">Congo_concessions on map 1890 wikipedia<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_10448\" style=\"width: 303px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Vansina-Paths-ch.8-p.241-map.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10448\" class=\"wp-image-10448\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Vansina-Paths-ch.8-p.241-map-643x900.jpg\" alt=\"Dokumentation\" width=\"293\" height=\"410\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Vansina-Paths-ch.8-p.241-map-643x900.jpg 643w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Vansina-Paths-ch.8-p.241-map-257x360.jpg 257w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Vansina-Paths-ch.8-p.241-map-624x873.jpg 624w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Vansina-Paths-ch.8-p.241-map.jpg 714w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10448\" class=\"wp-caption-text\">Vansina Paths ch.8 p.241 map\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <span style=\"color: #ff0000;\">Karten anklicken!<\/span><\/p><\/div>\n<p><strong>Jan Vansina<\/strong> ( in \u201c<strong>Paths in the Rainforests \u2013 Toward a History of Political Tradition in Equatorial Africa\u201d, London 1990) betont: <em>Die meisten Geschichtsb\u00fccher verschleiern die Tatsache, dass dessen Eroberung 40 Jahre dauerte.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die historische Karte von Claudine Vansina vermittelt von den Verheerungen zwischen 1865 und 1920 nicht einmal eine Ahnung &#8211; eher noch die daneben abgedruckte grelle Kartenmontage in Wikipedia.<\/p>\n<p>Ich fasse zentrale Passagen aus dem 8. Kapitel zusammen: <strong>\u201cDeath of a Tradition\u201d<\/strong> (239 \u2013 247)<\/p>\n<p>Das<em> Wachstum der industriellen Weltwirtschaft f\u00f6rderte bereits im 19. Jahrhundert eine starke kommerzielle Expansion in das \u00e4quatoriale Afrika. (239) Die meisten Geschichtsb\u00fccher verschleiern die Tatsache, dass die Eroberung 40 Jahre dauerte. Eine Kombination aus Krieg, Zerst\u00f6rung durch Feuer, Krankheit und Hunger t\u00f6tete in diesen Jahrzehnten sch\u00e4tzungsweise die H\u00e4lfte der Gesamtbev\u00f6lkerung. <\/em><\/p>\n<p><em>1865 tauchten r\u00e4uberische Milizen aus dem Sudan auf und setzten sich bis 1885 fest. 1869 gr\u00fcndeten Zanzibari die Station Nyangwe am Lualaba River. Unter dem legend\u00e4ren Tibbu Tip erreichte ihre Eroberung 1887 die T\u00e4ler Uele, Ituri, Upper Lopori und Upper Tshuapa. Sie zwangen die Bev\u00f6lkerung, sich in gro\u00dfen D\u00f6rfern niederzulassen und verhalfen dort den \u201cSultani\u201c, jungen ehrgeizigen M\u00e4nnern zu Macht, denen die traditionellen Eliten wenig entgegenzusetzen hatten, um ein kollektives Gegengewicht zu bewahren. (242) Nach 1890 begannen bedeutende europ\u00e4ische Milit\u00e4reins\u00e4tze und systematische Eroberungen im Regenwald. Vom unbarmherzigen Terror der Gummiunternehmen ging der st\u00e4rkste Impuls zur Gewalt aus. Sie spannten auch die Armee des Staates ein, um den Widerstand der lokalen Bev\u00f6lkerung zu unterdr\u00fccken. Manchmal wurden betr\u00e4chtliche Truppenkontingente eingesetzt. Die Gummikriege dauerten im kongolesischen Teil der Regenw\u00e4lder von 1893 bis etwa 1910.\u00a0 (244)<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eDie Gewalt und v\u00f6llige Zerst\u00f6rungskraft solcher Kolonialkriege werden oft noch immer nicht richtig eingesch\u00e4tzt\u201c, schreibt Vansina. \u201eRoutinem\u00e4\u00dfig wurde Dorf f\u00fcr Dorf niedergebrannt, die Menschen flohen, manchmal jahrelang, in tiefe W\u00e4lder, in denen sie nur die elementarste Schutzh\u00fctten bauten und in hohem Ma\u00dfe von dem abhingen, was sie zum Essen sammeln konnten. W\u00e4hrend der K\u00e4mpfe und unmittelbar danach waren die Verluste unter den Afrikanern hoch, jedoch starben sp\u00e4ter noch mehr an den kombinierten Folgen von Unterern\u00e4hrung, \u00dcberlastung und Epidemien wie Pocken, Masern, Ruhr und vor allem der an Schlafkrankheit. In einigen Bezirken dauerte die Phase der Eroberung Jahre. Der daraus resultierende Tribut an Krieg, Hunger und Krankheit war furchterregend. Die vertrauten alten Lebensweisen kollabierten unter den neuartigen Katastrophen. (244)<\/em><\/p>\n<p><em>Vansina ist aber auch die Verkn\u00fcpfung zur n\u00e4chsten Phase der Kolonisation wichtig: <\/em><\/p>\n<p><em>Die sich unmittelbar anschlie\u00dfende administrative Unterwerfung\u00a0nahm den Afrikanern die M\u00f6glichkeit, eine auf den eigenen Traditionen fu\u00dfende Antwort zu finden, wie das vorher m\u00f6glich gewesen war. Von Anfang an arbeiteten alle Kolonialisten wie selbstverst\u00e4ndlich daran, die fremden b\u00fcrokratischen Praktiken aus Europa im Regenwald zu implementieren, ob es sich nun um die Erbfolge von Chiefs, den gleichen Rechtsstatus unter D\u00f6rflern, Ehegesetz und \u00f6ffentliche Moral oder die Aush\u00f6hlung traditioneller Rechtsverfahren und -grunds\u00e4tze handelte, die danach als \u201aGewohnheitsrecht\u2019 etikettiert wurden. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Mission griff entschlossen zu allen ihr verf\u00fcgbaren Mitteln, um die \u00fcberkommene soziale Hierarchie und ihre Sanktionsgewalt zu schw\u00e4chen oder abzuschaffen, sie trieb die Spaltung der Gemeinschaften voran, insbesondere die Entfremdung der jungen Generation.<\/em><\/p>\n<p><em>Die V\u00f6lker des Regenwalds fingen an, ihr eigenes kulturelles Erbe anzuzweifeln und Teile der fremden Tradition zu anzunehmen. Nur an ihren Sprachen hielten sie fest und damit an manchem \u00e4lteren Inhalt, den die Sprache mit sich schleppte. Und so erlebten sie eine kulturelle Pers\u00f6nlicheitsspaltung.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr Vansina waren die Traditionen der \u00e4quatorialen Gesellschaften Ende der 1920er Jahre nicht mehr als eine konservierte leere H\u00fclle. <\/em>(246-247)<\/p>\n<p>Leider bricht Jan Vansina seine historische Darstellung\u00a0 vor der Widerstandsbewegung <em>Kitawala <\/em>ab, eine fremdenfeindliche vom nahen Weltende beseelte Pfingstkirche,\u00a0 aus den &#8218;Zeugen Jehovas&#8216; Amerikas hervorgegangen. Wie war deren Verh\u00e4ltnis zu den widerst\u00e4ndigen Traditions-Vereinigungen <em>Bukota<\/em> und <em>Bwami<\/em> der traditionellen Eliten und zur 1902 unter den Azande entstandenen Mani-Sekte am Uele-Fluss? In den kommenden Jahrzehnten erfassten spirituelle Bewegungen ganz Zentralafrika und bereitete Kolonialverwaltungen und Katholischer Mission gr\u00f6\u00dfte Sorge. F\u00fcr die neu entstandene Unruhe steht auch Prophet Kimbangu und der Kimbangismus an der Kongo-M\u00fcndung (Kongo und Yombe, LINKS). Und diese Entwicklung hat bis heute nicht aufgeh\u00f6rt. (LINK) &#8211; Vansinas Einsch\u00e4tzung solcher &#8218;hybriden&#8216; religi\u00f6sen Bewegungen im 20. Jahrhundert ist als Krisensymptom wahrscheinlich nicht positiv.<\/p>\n<p>Wenn wir\u00a0 den Blick wieder auf die Skulpturen richten, fragen wir uns: Was bedeutet dieser Hintergrund f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der heute zug\u00e4nglichen Bildwerke aus der Region? In anderen Regionen \u2013 etwa bei den westlichen Pende &#8211; mag ja eine folkloristische S\u00e4kularisierung im Maskenwesen f\u00fcr Entspannung gesorgt und zu formalen Neuentwicklungen gef\u00fchrt haben, wie Zo\u00e9 Strother in entsprechenden Studien zeigt. Doch sie schreibt auch: \u201c<span class=\"tlid-translation translation\" lang=\"de\"><span class=\"\" title=\"\">dass die Maskerade vollst\u00e4ndig aus ihrem urspr\u00fcnglichen rituellen Kontext entfernt wurde und die Skulptur tot ist.\u201d<\/span> <span title=\"\">(&#8222;Suspected in Sorcery&#8220; 1996,73)<\/span><\/span> (<a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/?p=10472\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">LINK)<\/a>, aber die Figuren, von denen ich rede, sind ernst, wahrscheinlich so ernst wie einstmals die \u201etraditionellen\u201c.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Erlaubte Spekulationen<\/h3>\n<h3>&#8230;&#8230; \u00fcber einen Neubeginn in der fig\u00fcrlichen Kunst der Metoko, Lengola &amp; Co.<\/h3>\n<p>F\u00fcr mich verlangt die stilistische Besonderheit der Figuren nach Erkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>Nehmen wir an, den Metoko seien die professionellen Holzhandwerker weggestorben, da w\u00e4re technischer Minimalismus eine pragmatische L\u00f6sung f\u00fcr jeden gewesen, der neue Figuren herstellen sollte, gar noch gro\u00dfe f\u00fcr gemeinschaftliche Zwecke. &#8218;Primitive&#8216; Anmutung war in Zentralafrika kein Hinderungsgrund, man denke an diverse Pf\u00e4hle an sakralen Orten und andere nur rudiment\u00e4r gestaltete Objekte.<\/p>\n<p>Wie die gezeigten Figuren aber zeigen, k\u00f6nnte aus der Not ein Tugend, ein neuer Stil\u00a0 geworden sein, dessen Feinheiten zwar unauff\u00e4llig wirken, aber deshalb nicht unwichtig sind, wie Sie an den Abbidungen bemerken k\u00f6nnen. Eine Sache f\u00fcr professionelle Schnitzer.<\/p>\n<p>Da der milit\u00e4rische Aspekt an den Figuren, besonders Haltung und K\u00f6rperl\u00e4nge, nicht zu leugnen ist, bietet er eine zweite gestalterische Orientierung. Gewiss leisteten nicht nur die Tetela S\u00f6ldnerdienste.<\/p>\n<p>Generell kann aber auch eine moderne Ausstrahlung, welche an die &#8218;Technik&#8216; der Europ\u00e4er und deren Materialien erinnert, gew\u00fcnscht sein. Mir f\u00e4llt spontan die \u00dcbernahme des westlichen Liegestuhlmodell durch H\u00e4uptlinge Zentralafrikas ein oder die \u00e4u\u00dferst beliebte fl\u00e4chige Dekorierung durch Polstern\u00e4gel.<\/p>\n<p>Vor allem ist aber an einen Typ Steckfigur zu erinnern, der die Kunst der benachbarten Lengola in allen m\u00f6glichen Kunstb\u00e4nden repr\u00e4sentiert, ohne dass sein Bau irgendwo kunsthistorisch er\u00f6rtert worden w\u00e4re:\u00a0 Aus jeweils sechs wie oberbayrische Stuhlbeine gedrechselten Stangen von meist sechzig Zentimetern L\u00e4nge entsteht eine oft \u00fcber zwei Meter hohe breitbeinige Figur mit erhobenen Armen. Die Konstruktion ist wenig stabil und kann ihre Zugeh\u00f6rigkeit zur europ\u00e4ischen M\u00f6belfertigung nicht verleugnen. Nur die eingeschnitzten H\u00e4nde, F\u00fc\u00dfe und der plastisch gestaltete Kopf lassen sich als bedeutungsstiftende afrikanische Elemente betrachten. Die Erkl\u00e4rung, die Bestandteile w\u00fcrden zwischen den Zeiten der Verwendung\u00a0 zwischen den Dachsparren von Ritualh\u00fctten gelagert, reicht gewiss nicht aus, um den Einsatz dieser fremden Konstruktion zu erkl\u00e4ren. Ich suche noch das Katalogzitat, dass der Typ erst im 20. Jahrhundert auftauchte.\u00a0 <a href=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/6-teilig.Metoko-IMG_7072.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-10444\" src=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/6-teilig.Metoko-IMG_7072-270x360.jpg\" alt=\"Objektdokumentation. Gv\" width=\"270\" height=\"360\" srcset=\"http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/6-teilig.Metoko-IMG_7072-270x360.jpg 270w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/6-teilig.Metoko-IMG_7072.jpg 675w, http:\/\/detlev.von.graeve.org\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/6-teilig.Metoko-IMG_7072-624x832.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit diesen Spekulationen muss ich Sie heute allein lassen. Hier ist es gerade k\u00fchl.<\/p>\n<p>v. Graeve<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gardemass und radikaler Bauplan bei den Lengola (?) Pakete aus dem Regenwald \u00a0\u00dcber die Jahre erh\u00e4lt L. immer wieder Pakete von seinen Agenten aus dem Nordosten des Regenwaldgebiets beiderseits des Kongo. Die Objekte sind meist unscheinbar, manche intakt und mit durchdringendem Harzgeruch, manche verdreckt und provisorisch repariert, nie aufgeh\u00fcbscht. 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