Category Archives: AFRIKANISCHE+KUNST

Unterthema: AFRIKA KunsTraum44 Nov 2015

‘AFRIKA IM KUNSTRAUM’ – RÜCKBLICKKUNSTRAUM 44 ‘AFRIKA’ AUSSTELLUNGZUR EINFÜHRUNG – REDETEXTASAFO – TANZENDE FAHNEN ( GHANA )ADIRE ELEKO (YORUBA)MASKENBÜNDE DER SENUFOMARIONETTEN IN MALIMAMIWATA….. und Fragen des StilsIMMER NEUES BLECHERNES GLÜCKVITRINE AFRIKA


Unterthema: OBJEKTE AUS DER MITTE AFRIKAS

Begegnung mit der ‚schönen Madeleine’, einer ‘Kifwebe’ bei den östlichen LubaBembe (Kivu) Schleichkatze (Hocker) – 7.6.2016, aktualisiertGardemass und radikaler Bauplan bei den MetokoFrauen in tragender Rolle – Karyatidenhocker der ‘Hemba’ (oder ‘LUBA’?)WELCOME TO THE SALAMPASU!WILLKOMMEN BEI DEN SALAMPASU !Der freundliche männliche Schutzgeist aus Ubangi (Ngbandi)African Slave Coasts – Brutal Materialism and Fine Art.Afrikanische Sklavenküsten – Brutaler Materialismus und verfeinerte Kunst.MATALA, schöner Tänzer der achtziger Jahre (Maske,Pende)MATALA: Beautiful Dancer of the Eighties (Mask, Pende)„Luba Twins“, Tabwa, Mambwe, Azande – Sechs Paare und ein Single im Labyrinth der RechercheVorsicht! Mbole-Hocker mit NebenwirkungenNotiz zu Figuren der Pere (Maniema,RDC)‘Luba-Zoo’ – Hüte dich vor der Eule!A Strong Fetish in Tervuren – Review of the Object Research by M. CouttenierEine arme Mbole-Figur inmitten Europas ‘sakraler Kunst’Vielleicht eine Zwillingsstatuette der Mbochi (ex – Kuyu)? (dt./francais)Das Gesicht des Gendarmen – Yombe Porträtmaske (deutsch/englisch)An expressive Mbangu Mask, Central PendeEigenwillige ‘Mbangu’ Maske der PendeLwalwa – danseur du “bangongo”Lwalwa – Figur eines jungen TänzersIm Korb des Bwami-Bundes (Lega) : Old Man “Kakulu”Kopffüssler – LEGA , woher sonst?Kuyu Tanzstäbe im Factory Outlet 1927Eigenes und Fremdes an Masken der Luluwa-KasaiSkeptische Klienten, konkurrierende Wahrsager (Pende)Ich entdecke Giacomettis ‚Stehende’ in afrikanischer Stimmung. Und Matisse!Die Macht einer ‘Polio’-Puppe (Pende) NEU


  Was heißt “LUBA” zu sein – Was der Name gestern und heute bedeutet

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Bei meinen Recherchen zu einem erworbenen Miniaturhocker “Karyatide” ( Blogbeitrag „Frauen in tragender Stellung“ LINK) hatte die Suche nach ethnischen oder regionalen Merkmalen zunächst erste Priorität. Dann erst fesselten mich die unterschiedlichen Hock-Stellungen der Hocker-Trägerinnen. Weiterlesen…

Être “LUBA” – Ce que le nom signifie hier et aujourd’hui

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Dans mes recherches autour d’un tabouret miniature «Karyatide» (Blog en Allemand: “Frauen in tragender Stellung” ; LINK), des divers aspects ont fait surface, surtout celui de caractéristiques ethniques ou régionales supposées.

 

Francois Neyt

C’est tout à fait normal de recontrer la notion « lubaîsé » appliquée aux voisins des ‘Luba’, souvent pour signaliser une domination de leur style royal dans toute la sphère d’influence de l’ancien Royaume des Luba, peut-être censée trop évidente pour la remettre en question. Weiterlesen…

Francfort sur Main. Brocante en 2019 – Illumination spontanée du Moine

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Écrit le 12.2., rédigé le 8.3.2019  (2nd version d’un Allemand)   Original allemand :LINK

 

La pièce devant moi serait-il authentique? Incroyable.
Je ne comprends toujours pas le marché mondial. Comment les biens matériels peuvent-ils migrer si indétectables? La richesse, incroyablement concentrée dans notre région, les suce irrésistiblement.

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Flohmarkt ‚Museumsufer’ 2019 – Spontane Erleuchtung des Mönchs

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Verfasst am 12.2./ Zuletzt redigiert am 28.4.2019 – Eine fortgeschriebene Version auf Französisch: LINK

 

Das angebotene Stück soll echt sein? Das wäre ja unglaublich.
Ich begreife immer noch nicht den Weltmarkt: Wie können materielle Güter so unentdeckt wandern? Der unverständlicherweise in unserer Region konzentrierte Reichtum saugt sie unwiderstehlich an.
Es ist ein Scherz voll Berechtigung, als ich den Frankfurter Flohmarkt als ‚brousse’, als ‚Busch’ bezeichne! Das hat natürlich mit dem mitteleuropäischen Winterwetter zu tun und der Unfähigkeit Frankfurts, eine ganz triviale Markthalle zu organisieren. Die Großmarkthalle musste ‚denkmalgeschützt’ überflüssiger Teil der EZB werden. Ein positiver Einfluss der feinen Frankfurter Kreise auf die Stadtkultur ist für mich nirgends erkennbar. Für den Verlust gibt es keine ‚Trittsteine’ im Pflaster.
Dort am ‚Museumsufer’ hebe ich Kulturgüter buchstäblich vom Boden auf, ohnehin überdrüssig der ewigen und verlogenen Handelsketten des Alltags. Verschwendung, wohin man blickt.
Hier finde ich sie, die Erleuchtung, oft, nachdem der Anlass über Wochen immer wieder auf dem Tisch lag.
Der Eindruck ist unabweisbar, es handelt sich um eine Untergangsszenerie. Ich erwerbe die Dinge zum Spottpreis, und dabei wird es bleiben. Denn wieviel Engagement braucht es , um den fremden Dingen näher zu kommen….
… etwa der Mbole-Frauenfigur, die trotz der konventionell verdrehten Arme – Sie wissen aus Ihren Coffee Table Books warum – sicher auf dem Boden der Tatsachen steht. Sie wurde tausendmal an den Armen gepackt und zurechtgerückt, vielleicht wurde auch ihr Gesicht berührt in nutzloser Hoffnung – „Gebrauchsspuren“. So gründlich würde das nur ein äußerst zynischer Fälscher-Exporteur imitieren.
Wir können uns in Deutschand leisten zu wissen, dass hölzerne Objekte nicht weiterhelfen. Doch die Figur ist so nackt und arglos wie die kleine Schwester von Egon Schiele (Fernseh- Feature, 55′, D 2017: LINK). Die stand ihrem Bruder Modell – in der ‚Spielszene’ von einer überzeugenden Schauspielerin verkörpert – die sich ein Jahrhundert später über die unerwartete Ausstellung ihrer Blöße aufregt.
Ja, die Privatheit. Da machen sich zeitgemäße Berufsethnologen einen Kopf über die öffentliche Zurschaustellung kultischer Geheimnisse noch in ihren bescheidensten Utensilien. Ich sehe in denen lieber Instrumente der Macht und der sozialen Kontrolle. Und Museumsfrauen müssen noch in lebensgroßen Kleiderpuppen Unanständiges erkennen und kustodisch austarieren.
Die Not und die Verzweiflung, aber auch der Einfallsreichtum der Menschen haben ihre eigene Ästhetik. Und die kommt uns auf dem Flohmarkt näher, zusammen mit den alltäglichen Problemen der afrikanischen Zwischenhändler.
Die heutige ethnografische Wahrnehmung ist gefühllos, kalt. Beflissen würde Roland Barthes sie nennen, eben die Wahrnehmung “eines gutwilligen Subjekts unserer Kultur” (LINK , dort gegen Ende: 53). Sie ist so ‚korrekt’, wie die zeitgemäße Etikette es fordert. ‚Respekt’ wird mit der Gießkanne und ohne Berücksichtigung der Nebenwirkungen blind verteilt.
Auf dem Flohmarkt flanieren Tausende, wenigstens bei – zu selten eintretendem – gutem Wetter. Sie glotzen, wie sie im Urlaub auf Sehenswürdigkeiten glotzen, die sie nie begreifen werden. Alles ist so billig und „man gönnt sich ja sonst nichts.“ Über jede Ausnahme vom Ramschpreis schütteln sie den Kopf.
Die Museen nebenan sind in die Defensive geraten. Sie halten ihre Praxis vielleicht für Didaktik, deutsch: ‘Volkserziehung’, aber sie ist keine, sondern Marketing und Kampf um öffentliche und private Ressourcen, also verdeckter Existenzkampf.

 

 

„Luba Twins“, Tabwa, Mambwe, Azande – Sechs Paare und ein Single im Labyrinth der Recherche

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! 500. !

Zwillingskult

 

Maurer&Roberts Tabwa 1985 Map

Weit weniger bekannt als der Kult der Ibedji bei den Yoruba, ist dieser Kult weit verbreitet im Umkreis der zentralafrikanischen Seenplatte, im Kongo, Tanzania und Zambia. Hier wie dort geht es um die Beschwichtigung verstorbener Zwillinge, die wie die eigenen Ahnen, aber in noch stärkeren Maße, Hoffnungen und Befürchtungen auf sich ziehen. Schon die Geburt von Zwillingen ist eigentlich wunderbar, aber bedeutet zugleich ein hohes Risiko für Mutter und Kinder. An der Sorge für den überlebenden Zwilling kann das verstorbene Kind genau ermessen, was ihm selber zusteht, in Gestalt einer kleinen Holzfigur herumgetragen zu werden, oder ersatzweise in einem eigenen kleinen Schrein verwahrt zu werden, angesprochen und gefüttert zu werden. Sonst gerät das überlebende Kind in Todesgefahr.   (frei nach A.F. Roberts 2008) Weiterlesen…

GEIL, DIESE FALLISCHEN MEGALITEN IN ETIOPIEN!

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THEMEN

  • Die schnell langweilende Dokumentation (92 Minuten) – Äthiopiens phallische Megalithen, die ARTE am 2.2.19 ausstrahlte (Verfügbar bis 9.April, LINK) – Bereits die eingesprochene Einleitung lässt erkennen, wohin der Hase läuft.
  • Die Popularisierung archäologischer Forschung (Fernsehen, Ausstellungen)
  •  Ein Forschungsansatz westlicher Archäologen in Afrika und sein Nutzen für die akademische afrikanische Geschichte. Was hat ein Sammler afrikanischer Kunst davon?
  • Verschiedene Kontexte archäologischer Grabungen im postkolonialen Afrika, etwa „Weltkulturerbe“
  • Buchempfehlung : John Iliffe: Geschichte Afrikas. Cambridge 1995, dt.Übersetzung im C.H..Beck Verlag, München 1997, 2000 – ein fesselndes Buch, mit dem die endlosen Weiten und Herausforderungen Afrikas über einen großen Zeitraum als Denkhorizont zu gewinnen sind.

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Offener Leserbrief zu journalistischer Stippvisite im “Quai Branly”

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Der Berliner Tagesspiegel veröffentlichte am 22.01.2019 die Impressionen seiner Ressortchefin Kultur im Musée Quai Branly in Paris unter dem Titel

Afrikanische Kunst in Paris Tausend Augen, aber kein Blickkontakt 

Frankreich bestimmt sein Verhältnis zu afrikanischer Kunst neu. Was merkt man davon im Museum? Ein Besuch im Pariser Musée du Quai Branly. Christiane Peitz      LINK

Für mich ist dies das Schlüsselzitat:

In dem von Jean Nouvel rund um die Artefakte geschaffenen Museumsbau ist jedes Werk ein von Aura umgebenes Kleinod, Kunst höchsten Ranges. Die Ritualkunst, magische Objekte, ist diskret in Nischen und hinter Vorhängen platziert – aus Ehrfurcht vor den Göttern der anderen. Respekt, Gleichrangigkeit, das war die Idee, als das Haus 2006 eröffnet wurde. Aber sie funktioniert nicht mehr. Denn Augenhöhe verlangt auch Blickkontakt, das Hin und Her der Geschichten, die ein Kunstwerk mit sich bringt. Vielleicht schauen sie einen deshalb so eindringlich an – weil der Westen dieses Hin und Her so lange verweigerte. Weil wir blind sind auf einem Auge, wie Savoy sagt. Weiterlesen…

Alles gut. Restitution? Ja bitte!

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Win-Win

Paris London

Berlin und Benin

 

Ich habe es in der New York Times gelesen und im Guardian: Jede Beunruhigung von Museen und Bürgern durch die Kulturgüter-Rückgabe-Debatte ist gegenstandslos! Weiterlesen…

Bei BERGGRUEN : „Afrikanische Werke“ in U-Haft

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PROVENIENZFORSCHUNG ALS GEWINN
Zuerst bin ich regelrecht animiert: der attraktive und unbezahlbare ‚Picasso’ im Eingangsbereich besitzt eine Rückseite voller Aufkleber.
Zweiter Eindruck: Die Bilder in den Räumen des Vorderhauses bekommen eine Geschichte, selbstverständlich eine lückenhafte. Sie hatten Menschen gehört, auch wenn die erst einmal nur Namen sind. ‚Alte Bekannte’ von früheren Besuchen erscheinen in neuem Licht, gewinnen an historischer Tiefe. Zwischen Entstehungsdatum und Depotnummer ließ man früher keinen Raum. Was im dickleibigen Katalog stand, war vor dem Bild nicht präsent.

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Restitution? Disput vor Benin-Bronze im Bode-Museum

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Im Schaukeller des Bode-Museum zu Berlin wird seit einem Jahr ein alter Bronze-Kopf aus dem ehemaligen Ethnologischen Museum in Dahlem ausgestellt und sachkundig erläutert.
Die drei Nigerianer mitte Dreißig, die bereits mit einem selbst geschriebenen Poster „Wollen Sie sich Raubkunst anschauen“ vor dem Gebäude gestanden hatten und anschließend drinnen mit dem Aufsichtspersonal vergeblich um freien Eintritt verhandelten, traf ich hier wieder. So entschlossen, wie sie auftraten, fragte ich mich bereits, ob sie das gute Stück gleich mitnehmen oder später abholen lassen wollten. Doch sie fotografierten sich nur wechselseitig mit der goldfarbenen Gefangenen. Einer strich ihr sogar über den Kopf, denn sie steht frei. Weiterlesen…

Was kann M.-A. Couturier Liebhaber afrikanischer Kunst lehren?

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Zwei Formulierungsansätze im Oktober 2018

94% ergibt 5 Druckseiten (3 Abb.)

A     EINE VORLÄUFIGE ANTWORT

Uns begegnet Couturier in einer unbefriedigenden Situation unverbundener Sichtweisen auf die Kunst Afrikas, in denen sich untergründig (unerkannt) die ererbten Diskriminierungen fortsetzen, in verschiedenen Abwehrhaltungen und der Angst vor ‚falschen’ Zuordnungen: Weiterlesen…

M.-A.Couturiers Notizen. Oder lieber »Braque, Matisse, Picasso« ?

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 Ist hier ein neuer oder wieder entdeckter Zugang zu verschütteten traditionellen Künsten?

Marie-Alain Couturier habe ich Autor von “L’Art Sacrébereits in zwei früheren Beiträgen vorgestellt:

Marie-Alain Couturier (1897– 1954) und die zerstörten Fetischeam 

und Eine arme Mbole-Figur inmitten Europas sakraler Kunst am 

Obschon afrikanische Künstler nicht im Zentrum seiner Kunstbetrachtung standen, will ich mir die Chance nicht entgehen lassen, aus seiner Perspektive Gewinn für dies Feld der Kunst zu ziehen. Als weitere Quelle bietet sich ein 1964  – kunstwissenschaftlich im Abseits – erschienenes Buch mit Notizen zwischen 1947 und 1954  an, als Couturier an legendären Bauprojekten im kirchlichen Raum Frankreichs engagiert war und den beteiligten Künstlern nahe stand.

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Charles Ratton et la Question de «Provenance»

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 Ma plus belle version francaise – Des citations en anglais en version originale!

La version originale du texte est en Allemand: (Link)

A l’occasion d’une exposition de laboratoire au Weltkulturenmuseum, Frankfurt/Main

 

 Les différentes voix, dans l’ordre de leur première apparition:

  1. Gesammelt Gekauft Geraubt – eine Laborausstellung 2018 im Weltkulturenmuseum, Frankfurt am Main, 15.8. 2018 bis 1.9.2019 (Link)
  2.  Anciens Senateurs IIIème République: Maurice de Rothschild“  (Link)
  3. Tribute to a Tastemaker: Charles Ratton raised the profile of tribal art and was ahead of his time in realising its commercial potential Gareth Harris, Financial Times July 19, 2013 (Link?) FT
  4. Charles Ratton – L’Invention des Arts Primitifs 2013 – numéro 586 hors-série très belle de „Connaissance des Arts“  avec le Musée Quai Branly: préface Stéphane Martin; „Un Regard Neuf“ – entretien avec Philippe Dagen et Maureen Murphy
  5. Les statues meurent aussi  film d’ Alain Resnais’ und Chris Marker 1951 (Link youtube 30′)
  6.  Primitivismus in der Kunst des zwanzigsten Jahrhundert N.Y. 1985, Einleitung (Introduction) du directeur William Rubin et l’article de Jean-Luis Paudrat „Aus Afrika“ (Prestel édition allemande)
  7.  Der Mann mit den Masken – Das Jahrhundertleben des Werner Muensterberger von Lisa Zeitz, Berlin-Verlag 2013 – W.M. (1913-2013), un ami de Charles Ratton (1897-1986) comme client et élève
  8. La Découverte différée des objets Kuyu von Anne-Marie Bénézech  49 S. abondamment illustrieré comme pdf du MEG (Link), Musée d’Ethnologie de Genève, connu pour son engagement  dans le récherche des provenances (Link)

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Charles Ratton – schlechte und gute Provenienz im Kunsthandel

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Zu einem Aspekt der Laborausstellung im Weltkulturenmuseum, Frankfurt/Main

 

 Die verschiedenen Stimmen, in der Reihenfolge ihres ersten Auftritts :

  • Gesammelt Gekauft Geraubt – eine Laborausstellung 2018 im Weltkulturenmuseum, Frankfurt am Main, 15.8. 2018 bis 1.9.2019 (Link)
  •  Anciens Senateurs IIIème République: Maurice de Rothschild“ (http://www.senat.fr/senateur-3eme-republique/de_rothschild_maurice   (Link)
  • Tribute to a Tastemaker: Charles Ratton raised the profile of tribal art and was ahead of his time in realising its commercial potential Gareth Harris, Financial Times July 19, 2013 (Link) FT
  • Charles Ratton – L’Invention des Arts Primitifs 2013 – Sondernummer der „Connaissance des Arts“ no. 586 hors série zur gleichnamigen Ausstellung im Musée Quai Branly: préface Stéphane Martin; „Un Regard Neuf“ – entretien avec Philippe Dagen et Maureen Murphy
  • Les statues meurent aussi  Film von Alain Resnais’ und Chris Marker 1951 (Link youtube 30′)
  •  Primitivismus in der Kunst des zwanzigsten Jahrhundert N.Y. 1985, daraus die Einleitung des Herausgebers William Rubin und der Beitrag von Jean-Luis Paudrat „Aus Afrika“ (Prestel dt. Ausg.)
  •  Der Mann mit den Masken – Das Jahrhundertleben des Werner Muensterberger von Lisa Zeitz, Berlin-Verlag 2013 – W.M. (1913-2013), als Schüler und Kunde Freund von Charles Ratton (1897-1986)
  • La Découverte différée des objets Kuyu von Anne-Marie Bénézech  49 S. reich illustriert als pdf von MEG (Link), Musée d’Ethnologie de Genève, das sich seit 2013 ausgesprochen für die Provenienzforschung stark macht (Link)

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“Unvergleichlich” – erzwungene Nachbarschaft im Bode-Museum

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Zitat aus dem Flyer (Signalfarbe original):

Fahne-IMG_4434Achtzig Hauptwerke afrikanischer Skulptur aus dem verblichenen Ethnologischen Museum sind zu Gast im Bode-Museum. Kunst aus West- und Zentralafrika trifft auf Meisterwerke aus Italien und Mitteleuropa. Im direkten Dialog geht es um die großen Themen der Menschheit: Macht und Tod, Schönheit und Identität, Gerechtigkeit und Erinnerung.         Amen.

In beiden Hauptetagen des Bode-Museums werden punktuell Skulpturen beider Kontinente gegenübergestellt. (…) Die experimentellen Gegenüberstellungen thematisieren mögliche Zusammenhänge auf verschiedenen Ebenen, beispielsweise historische Zeitgenossenschaft, inhaltliche und technische Gemeinsamkeiten oder künstlerische Strategien.(….) Weiterlesen…

Die falschen Dinge aus Afrika

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21.5.2017 (redigiert 12.10. 2018) – Danke für 78 Clicks.

Ich will heute meine Sammlung gegen bestimmte Ansichten verteidigen. Mir geht es um Figuren und Masken, die eine Eigenschaft haben, eine Pointe, ästhetischen Witz haben, der auch einem Fremden noch zugänglich ist, wenn er sich nur darauf einlässt.

Und das falsche Gerede darf nicht völlig die Oberhand gewinnen. Weiterlesen…

BOCCIO CRI-CRI ÀÀLÉ FETISH NKIS(H)I

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Suzanne Preston Blier und David T. Doris  zu einem beziehungsreichen Thema – Kurze Buchvorstellungen –

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Wyatt MacGaffey und die ‘Fetische’ im Exil

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 ‘Kunst’ und ‘Fetisch’ Alles eins? – Bedeutung und Ästhetik in der Kongo-Kunst. Weiterlesen…

Marie-Alain Couturier (1897– 1954) und die zerstörten Fetische

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M.-A.Couturier : SACRED ART, Ausgewählte Texte, 1983 Menil Foundation Inc., amerikanische Ausgabe 1989 University of Texas Press, Austin.

Frère Couturier bedauert den Anteil der katholischen Mission an der Zerstörung vorkolonialer Kultur, aber hat mehr zu sagen. (2 Seiten Text in Englisch)


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PICASSO ENTDECKT AFRIKA IM TROCADÉRO 1907

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Jean-Louis Paudrat schildert in seiner Rezeptionsgeschichte ‚Aus Afrika’ (in: Primitivismus in der Kunst des 20.Jahrhunderts, William Rubin (Hrsg.), Prestel 1984, S.151f.) eine starke Anekdote mit den Themen Wahrnehmung und Begreifen afrikanischer Kunst:

Trocadero 1895 Fon,Rubin Ill.162

Trocadero 1895 Fon,Rubin Ill.162

“Welche Objekte Picasso vorher auch gesehen hat, man sollte die Bedeutung seines Besuchs im Trocadéro im Frühjahr 1907 nicht unterschätzen. Ohne im Widerspruch zu früheren Erfahrungen zu stehen, offenbarte sich Picasso durch diese neue Erfahrung die primitive Kunst in einer Bedeutung und Dimension, die er bis dahin nicht wahrgenommen hatte. Den Bericht, den er dreißig Jahre später André Malraux darüber gab, ist in dieser Hinsicht sehr erhellend. (A.M., La Tête obsédienne, p.17ff.) Als er allein die Räume des Trocadéro betrat, wünschte er sogleich der abstoßenden Atmosphäre des Ortes zu entfliehen, fühlte sich aber gleichzeitig unwiderstehlich angezogen: ‚Es war ekelhaft. Der Flohmarkt. Der Geruch… Ich wollte sofort wieder hinaus. Ich ging nicht. Ich blieb. Ich blieb.’ Er fühlte, daß ‚sich in ihm etwas ereignete, … daß es sehr wichtig war.’ Ihm wurde plötzlich / klar, ‚warum er Maler war’. Denn anders als Derain, Matisse und Braque, für die ‚Fetische’, ‚les nègres’, nur einfach ‚gute Plastiken … wie andere auch’ waren, hatte er erkannt, daß diese Masken vor allem ‚magische Dinge’, ‚Medien’, ‚Vermittler’ zwischen dem Menschen und den dunklen Mächten des Bösen waren, genau so mächtig wie die drohenden Geister auf der ganzen Welt, Werkzeuge und Waffen, mit denen man sich von den Gefahren und Ängsten, die die Menschheit bedrohen, befreien konnte. Weiterlesen…

Mit Frank Willett über den Gemeinplatz ‘Qualitätsverlust’ nachdenken

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Es ist ein Gemeinplatz, dass jüngere handwerkliche Produkte aus Afrika – vor allem für Schmuck, Fest und Kult – mit früher entstandenen qualitativ nicht mithalten können, dass sie an handwerklicher Qualität wie an ästhetischer Kraft verloren haben. Für die Lega im Osten des Kongo habe ich das bei Daniel Biebuyk gelesen. Weiterlesen…

„Afrikanische Kunst“ von Frank Willett – Lesenotizen und Beobachtungen

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Am Ende der Lektüre bleibt keine griffige Formel zurück, aber dafür lehrreiche Korrekturbewegungen und viele Einzelhinweise aus Literatur oder eigenen Erfahrung, und der Eindruck eines sehr weiten Horizont. Es war ja auch ein fast unmögliches Projekt, es sei denn das einer praktischen Anleitung: Überblick, Geschichte, Betrachtung, Verstehen. Willett schreibt einen gelassenen entspannten Stil, ereifert sich an keiner Stelle, der richtige Begleiter, um in einer Sammlung neue Entdeckungen zu machen. Ansätze dazu finde ich immer wieder in den folgenden Notizen. Weiterlesen…