Category Archives: VOM FELD INS MUSEUM

“depot number EO.0.0.0.7943” – A Strong Fetish in Tervuren – REVIEW updated

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September 7, 2018 | dvg   Original in German (Link)         A   R E V I E W  UPDATED !

The Way of the Object EO.0.0.0.7943 from Boma to Belgian Exile

For those who want to know the whole story, they have BMGN – Low Countries Historical Review, vol.133-2 (2018) pp. 79-90) in their June No. uploaded (LINK).

Good to read, vivid, not too long

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Deutsche Sammler sind eingeschüchtert, behaupte ich ‘mal.

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März 2019

Eingeklemmt zwischen Fälschung und Restitutionsdrohung

Dies ist eine späte Reaktion auf einen Vortrag von Hans-Jürgen Rielau (2008, Link zu „About Africa“) und einen Kommentar von  Ingo Barlovic „Unter Generalverdacht“ in der ZEIT (Nr. 1, 11.1.2019 S. 36)  (LINK)

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Lauter Fassaden in Deutschland – Unmoral und Unkultur

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Während einfallslose Medien uns einreden wollen, unsere zahnlose „Bundeswehr“ stelle eine reale Gefahr für unser Überleben dar und beeinträchtige überdies den dringend nötigen Beitrag Deutschlands zur Förderung von Frieden und Menschenrechten in der Welt, während Medien mit Klima (groß) und Mikrofeinstaub (klein) „die deutsche Angst“ noch größer und „deutscher“ reden und damit die letzten ‚wahren Männer’ im Lande der AfD zutreiben, versuchen sie womöglich bloß, ihr Publikum von der ärgerlichen und bitteren Erfahrung ablenken, die jeder alle Tage machen kann, dass Infrastruktur und gesellschaftliche Moral durch Betrug und Heuchelei jeden Tag weiter zerfallen. Weiterlesen…

  Was heißt “LUBA” zu sein – Was der Name gestern und heute bedeutet

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Bei meinen Recherchen zu einem erworbenen Miniaturhocker “Karyatide” ( Blogbeitrag „Frauen in tragender Stellung“ LINK) hatte die Suche nach ethnischen oder regionalen Merkmalen zunächst erste Priorität. Dann erst fesselten mich die unterschiedlichen Hock-Stellungen der Hocker-Trägerinnen. Weiterlesen…

Être “LUBA” – Ce que le nom signifie hier et aujourd’hui

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Dans mes recherches autour d’un tabouret miniature «Karyatide» (Blog en Allemand: “Frauen in tragender Stellung” ; LINK), des divers aspects ont fait surface, surtout celui de caractéristiques ethniques ou régionales supposées.

 

Francois Neyt

C’est tout à fait normal de recontrer la notion « lubaîsé » appliquée aux voisins des ‘Luba’, souvent pour signaliser une domination de leur style royal dans toute la sphère d’influence de l’ancien Royaume des Luba, peut-être censée trop évidente pour la remettre en question. Weiterlesen…

Francfort sur Main. Brocante en 2019 – Illumination spontanée du Moine

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Écrit le 12.2., rédigé le 8.3.2019  (2nd version d’un Allemand)   Original allemand :LINK

 

La pièce devant moi serait-il authentique? Incroyable.
Je ne comprends toujours pas le marché mondial. Comment les biens matériels peuvent-ils migrer si indétectables? La richesse, incroyablement concentrée dans notre région, les suce irrésistiblement.

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Flohmarkt ‚Museumsufer’ 2019 – Spontane Erleuchtung des Mönchs

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Verfasst am 12.2./ Zuletzt redigiert am 28.4.2019 – Eine fortgeschriebene Version auf Französisch: LINK

Eilmeldung: Ist die Verlegung der Anfang vom Ende? 26.1.2020 (Link)

 

Das angebotene Stück soll echt sein? Das wäre ja unglaublich.
Ich begreife immer noch nicht den Weltmarkt: Wie können materielle Güter so unentdeckt wandern? Der unverständlicherweise in unserer Region konzentrierte Reichtum saugt sie unwiderstehlich an.
Es ist ein Scherz voll Berechtigung, als ich den Frankfurter Flohmarkt als ‚brousse’, als ‚Busch’ bezeichne! Das hat natürlich mit dem mitteleuropäischen Winterwetter zu tun und der Unfähigkeit Frankfurts, eine ganz triviale Markthalle zu organisieren. Die Großmarkthalle musste ‚denkmalgeschützt’ überflüssiger Teil der EZB werden. Ein positiver Einfluss der feinen Frankfurter Kreise auf die Stadtkultur ist für mich nirgends erkennbar. Für den Verlust gibt es keine ‚Trittsteine’ im Pflaster.

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GEIL, DIESE FALLISCHEN MEGALITEN IN ETIOPIEN!

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THEMEN

  • Die schnell langweilende Dokumentation (92 Minuten) – Äthiopiens phallische Megalithen, die ARTE am 2.2.19 ausstrahlte (Verfügbar bis 9.April, LINK) – Bereits die eingesprochene Einleitung lässt erkennen, wohin der Hase läuft.
  • Die Popularisierung archäologischer Forschung (Fernsehen, Ausstellungen)
  •  Ein Forschungsansatz westlicher Archäologen in Afrika und sein Nutzen für die akademische afrikanische Geschichte. Was hat ein Sammler afrikanischer Kunst davon?
  • Verschiedene Kontexte archäologischer Grabungen im postkolonialen Afrika, etwa „Weltkulturerbe“
  • Buchempfehlung : John Iliffe: Geschichte Afrikas. Cambridge 1995, dt.Übersetzung im C.H..Beck Verlag, München 1997, 2000 – ein fesselndes Buch, mit dem die endlosen Weiten und Herausforderungen Afrikas über einen großen Zeitraum als Denkhorizont zu gewinnen sind.

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Offener Leserbrief zu journalistischer Stippvisite im “Quai Branly”

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Der Berliner Tagesspiegel veröffentlichte am 22.01.2019 die Impressionen seiner Ressortchefin Kultur im Musée Quai Branly in Paris unter dem Titel

Afrikanische Kunst in Paris Tausend Augen, aber kein Blickkontakt 

Frankreich bestimmt sein Verhältnis zu afrikanischer Kunst neu. Was merkt man davon im Museum? Ein Besuch im Pariser Musée du Quai Branly. Christiane Peitz      LINK

Für mich ist dies das Schlüsselzitat:

In dem von Jean Nouvel rund um die Artefakte geschaffenen Museumsbau ist jedes Werk ein von Aura umgebenes Kleinod, Kunst höchsten Ranges. Die Ritualkunst, magische Objekte, ist diskret in Nischen und hinter Vorhängen platziert – aus Ehrfurcht vor den Göttern der anderen. Respekt, Gleichrangigkeit, das war die Idee, als das Haus 2006 eröffnet wurde. Aber sie funktioniert nicht mehr. Denn Augenhöhe verlangt auch Blickkontakt, das Hin und Her der Geschichten, die ein Kunstwerk mit sich bringt. Vielleicht schauen sie einen deshalb so eindringlich an – weil der Westen dieses Hin und Her so lange verweigerte. Weil wir blind sind auf einem Auge, wie Savoy sagt. Weiterlesen…

Alles gut. Restitution? Ja bitte!

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Win-Win

Paris London

Berlin und Benin

 

Ich habe es in der New York Times gelesen und im Guardian: Jede Beunruhigung von Museen und Bürgern durch die Kulturgüter-Rückgabe-Debatte ist gegenstandslos! Weiterlesen…

Bei BERGGRUEN : „Afrikanische Werke“ in U-Haft

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PROVENIENZFORSCHUNG ALS GEWINN
Zuerst bin ich regelrecht animiert: der attraktive und unbezahlbare ‚Picasso’ im Eingangsbereich besitzt eine Rückseite voller Aufkleber.
Zweiter Eindruck: Die Bilder in den Räumen des Vorderhauses bekommen eine Geschichte, selbstverständlich eine lückenhafte. Sie hatten Menschen gehört, auch wenn die erst einmal nur Namen sind. ‚Alte Bekannte’ von früheren Besuchen erscheinen in neuem Licht, gewinnen an historischer Tiefe. Zwischen Entstehungsdatum und Depotnummer ließ man früher keinen Raum. Was im dickleibigen Katalog stand, war vor dem Bild nicht präsent.

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Restitution? Disput vor Benin-Bronze im Bode-Museum

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Im Schaukeller des Bode-Museum zu Berlin wird seit einem Jahr ein alter Bronze-Kopf aus dem ehemaligen Ethnologischen Museum in Dahlem ausgestellt und sachkundig erläutert.
Die drei Nigerianer mitte Dreißig, die bereits mit einem selbst geschriebenen Poster „Wollen Sie sich Raubkunst anschauen“ vor dem Gebäude gestanden hatten und anschließend drinnen mit dem Aufsichtspersonal vergeblich um freien Eintritt verhandelten, traf ich hier wieder. So entschlossen, wie sie auftraten, fragte ich mich bereits, ob sie das gute Stück gleich mitnehmen oder später abholen lassen wollten. Doch sie fotografierten sich nur wechselseitig mit der goldfarbenen Gefangenen. Einer strich ihr sogar über den Kopf, denn sie steht frei. Weiterlesen…

Die Alten sind nicht so ‘pink’ wie im Weltkulturenmuseum!

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In “Grey ist the New Pink” (Link) spendet das Weltkulturenmuseum, Mainhattan mit einem Augenzwinkern Trost.

Dies ist ein Offener Brief an die sprichwörtlichen “schrecklichen Enkel” des Vilém Flusser (Link: S.28/29), die überall das Ruder in die Hand genommen haben. Die setzen sogar eine ethnologische Ausstellung  über die Alten in die Welt und erzählen dabei etwas von ‚Momentaufnahmen des Alterns’.        Links: FAZ.net und SWR

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Das MAK K Frankfurt – 6 Jahre am Puls der Zeit sind genug

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Die Wolken ziehen flott über Frankfurt hinweg, es regnet selten. Wozu auch?

 

Sechs Jahre habe ich mich gegrämt über den massiven Substanzverlust im ehemaligen Museum für Kunsthandwerk. Was für ein gediegener Name, und so präzise!

Erst kamen Jahre der Bausanierung, dann die Kulturrevolution K, die die Säle leerfegte. Weiterlesen…

Charles Ratton et la Question de «Provenance»

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 Ma plus belle version francaise – Des citations en anglais en version originale!

La version originale du texte est en Allemand: (Link)

A l’occasion d’une exposition de laboratoire au Weltkulturenmuseum, Frankfurt/Main

 

 Les différentes voix, dans l’ordre de leur première apparition:

  1. Gesammelt Gekauft Geraubt – eine Laborausstellung 2018 im Weltkulturenmuseum, Frankfurt am Main, 15.8. 2018 bis 1.9.2019 (Link)
  2.  Anciens Senateurs IIIème République: Maurice de Rothschild“  (Link)
  3. Tribute to a Tastemaker: Charles Ratton raised the profile of tribal art and was ahead of his time in realising its commercial potential Gareth Harris, Financial Times July 19, 2013 (Link?) FT
  4. Charles Ratton – L’Invention des Arts Primitifs 2013 – numéro 586 hors-série très belle de „Connaissance des Arts“  avec le Musée Quai Branly: préface Stéphane Martin; „Un Regard Neuf“ – entretien avec Philippe Dagen et Maureen Murphy
  5. Les statues meurent aussi  film d’ Alain Resnais’ und Chris Marker 1951 (Link youtube 30′)
  6.  Primitivismus in der Kunst des zwanzigsten Jahrhundert N.Y. 1985, Einleitung (Introduction) du directeur William Rubin et l’article de Jean-Luis Paudrat „Aus Afrika“ (Prestel édition allemande)
  7.  Der Mann mit den Masken – Das Jahrhundertleben des Werner Muensterberger von Lisa Zeitz, Berlin-Verlag 2013 – W.M. (1913-2013), un ami de Charles Ratton (1897-1986) comme client et élève
  8. La Découverte différée des objets Kuyu von Anne-Marie Bénézech  49 S. abondamment illustrieré comme pdf du MEG (Link), Musée d’Ethnologie de Genève, connu pour son engagement  dans le récherche des provenances (Link)

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Ein starker Fetisch in Tervuren – Objekt-Recherche von Maarten Couttenier

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Der Weg des Objekts EO.0.0.0.7943 aus Boma ins belgische Exil

Wer die ganze Story kennen will, für den hat sie BMGN – Low Countries Historical Review,vol.133-2 (2018) pp. 79-90 ) in ihrer Juni-Nr. hochgeladen (LINK).  

Gut zu lesen, anschaulich, nicht zu lang
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Einfach Engel oder mögen Sie eine post-mittelalterliche Angelogie lieber?

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5.7.18

Cattin/ Faure „Die Engel und ihr Bild im Mittelalter“ (Zodiaque, dt. Schnell & Steiner 2000) nach dem Besuch von Auxerre betrachtet

Eins der spirituellen Bücher von Zodiaque will mir auf den zweiten Blick nicht mehr gefallen, nachdem ich es noch freudig ins Reisegepäck stopfte.
Der Philosoph Yves Cattin schwärmt, der Mediävist Philippe Faure schlägt die Bilder vor und erklärt sie. Die eindrücklichen Fotos stammen aus unterschiedlichen Quellen, teilweise von Zodiaque. Weiterlesen…

Charles Ratton – schlechte und gute Provenienz im Kunsthandel

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Zu einem Aspekt der Laborausstellung im Weltkulturenmuseum, Frankfurt/Main

 

 Die verschiedenen Stimmen, in der Reihenfolge ihres ersten Auftritts :

  • Gesammelt Gekauft Geraubt – eine Laborausstellung 2018 im Weltkulturenmuseum, Frankfurt am Main, 15.8. 2018 bis 1.9.2019 (Link)
  •  Anciens Senateurs IIIème République: Maurice de Rothschild“ (http://www.senat.fr/senateur-3eme-republique/de_rothschild_maurice   (Link)
  • Tribute to a Tastemaker: Charles Ratton raised the profile of tribal art and was ahead of his time in realising its commercial potential Gareth Harris, Financial Times July 19, 2013 (Link) FT
  • Charles Ratton – L’Invention des Arts Primitifs 2013 – Sondernummer der „Connaissance des Arts“ no. 586 hors série zur gleichnamigen Ausstellung im Musée Quai Branly: préface Stéphane Martin; „Un Regard Neuf“ – entretien avec Philippe Dagen et Maureen Murphy
  • Les statues meurent aussi  Film von Alain Resnais’ und Chris Marker 1951 (Link youtube 30′)
  •  Primitivismus in der Kunst des zwanzigsten Jahrhundert N.Y. 1985, daraus die Einleitung des Herausgebers William Rubin und der Beitrag von Jean-Luis Paudrat „Aus Afrika“ (Prestel dt. Ausg.)
  •  Der Mann mit den Masken – Das Jahrhundertleben des Werner Muensterberger von Lisa Zeitz, Berlin-Verlag 2013 – W.M. (1913-2013), als Schüler und Kunde Freund von Charles Ratton (1897-1986)
  • La Découverte différée des objets Kuyu von Anne-Marie Bénézech  49 S. reich illustriert als pdf von MEG (Link), Musée d’Ethnologie de Genève, das sich seit 2013 ausgesprochen für die Provenienzforschung stark macht (Link)

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Was ist eigentlich auf den Bildern im Archiv? “Essen sie Seele auf”?

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28. Mai 2018

Obwohl ich selber kein Facebooker bin, gebe ich hier den Link zur F….Seite dieser studentischen Initiative am Ethnologischen Institut der Uni Frankfurt. Ich war vergangenen Mittwoch um 18.00 im Raum IG.501 und finde die Initiative gut.

„Was ist eigentlich drauf, auf den Bildern in Ihrem Archiv?“   Die Frage aus dem Kreis der Studenten an den Bildarchivar des Frobenius-Instituts lässt mich nicht los. Thema des Treffens in „Boas Küche“ war „Bilddokumentation in der Ethnologie früher und heute“. Weiterlesen…

Asylrecht für die Dinge? – Nicht ohne Dingasylfunktion des Museums!

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Mit der Glosse „Die Indianer dürfen kommen, aber nichts anfassen“ (Link) zu einer Fernsehdokumentation meldete ich mich Dezember 2016 zum Thema. Von der tief schürfenden Tagung „Philosophie des Museums“ im November am Bode-Museum zu Berlin (Link) erfuhr ich erst durch den Artikel von Stefan Laube “Asylrecht für die Dinge – Berlin: Ansätze einer Museumsphilosophie vor dem Hintergrund des Humboldtforums” (FAZ, 4. Januar 2017, N3), worin die Kogi-Indianer sogar namentlich erwähnt wurden. Daraus entstandene weitere Überlegungen blieben liegen. Dabei wäre es geblieben, wenn das Thema nicht unverändert aktuell wäre, was mir zahlreiche Clics auf meine Glosse zeigen, ich nehme an, von Studenten für Hausarbeiten.  Ich bitte Stefan Laube um Verständnis, dass ich seinen engagierten Essay hier bloß als Zitatengeber benutze.        18.7.2018 Weiterlesen…

Song ? from ? the Forest ? – Louis Sarno und die BaAka – Der Film

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19.10.2014! Aber es gibt ja die DVD zu kaufen! (Link)

Der Film beginnt wie im richtigen Leben: mit der Fassade, zugeschnitten auf das Publikum von Programmkinos und Arte oder 3sat: also spirituell, in diesem Fall mit Lichtstrahlen, die wie eine Inszenierung wirken, obschon sie zwischen Regengüssen im Regenwald von Gabun auftreten. Begleitet von mittelalterlichem Chorgesang, der – wie wir später erfahren – vom batteriegetriebenen Kassettenrecorder in der Hütte des Musik-Forschers in die Umgebung ausstrahlt. Weiterlesen…

Eindrücke vom Schwälmer Dorfmuseum, 34637 Holzburg

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Wir waren zu Pfingsten 2018 da. Hier geht’s zur Homepage (Link)

 

Eine umgebaute Scheune !

 

IMG_8455 Frontansicht

 

Das fällt  gar nicht auf wegen authentischer Bauteile  aus abgebrochenen Bauernhäusern, ganz im Unterschied zu ‘modernen’ Museums-Einbauten wie im Historischen Museum, Frankfurt. (Link) Weiterlesen…

Picasso & Le Trocadero & 1907 & Les Demoiselles & Primitivismus & W. Rubin

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*   verfasst zwischen 7. und 31. Mai 2017   für  M.B.

 

„Picasso entdeckt Afrika im Trocadero 1907“ – Unter dieser Überschrift veröffentlichte ich im April 2016 einen Beitrag (Link)

Jean-Louis Paudrat schildert in seiner Rezeptionsgeschichte ‚Aus Afrika’ (in: Primitivismus in der Kunst des 20.Jahrhunderts, William Rubin (Hrsg.), Prestel 1984, S.151f.) eine starke Anekdote mit den Themen Wahrnehmung und Begreifen afrikanischer Kunst.

Von derselben Erfahrung gehen meine Interessen heute in eine andere Richtung, zu Picassos ehrgeizigem Ringen um ein Programmbild: „Les Demoiselles d’Arles“ (Die Fräuleins von Arles). Ich zitiere aus dem ersten Beitrag noch einmal Paudrat, wende mich dann aber der Darstellung von William Rubin in derselben Publikation zu. Weiterlesen…

Nok – eine archäologische Offensive (aktualisiert)

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Hochgeladen am 12. 01.2014

 Nigeria gegen Hellas:   1 : 1

Eine neue Hochkultur entdeckt?

Unser Korrespondent im Liebig-Haus verfolgte den ersten Frontbericht einer Archäologin im Ausgrabungsteam.   Aus der NOK.Z vom 8.11.2013

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Kuyu Tanzstäbe im Factory Outlet 1927

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MIT NEUEN ERGÄNZUNGEN zum Text vom 3.Mai 2016, plus LINK ZU 2 MODERNEN STÄBEN

Keith Nicklin (African Arts vol.17, no.1, Nov.1983) lässt Major P.H.G. Powell-Cotton erzählen, wie ein halbes Dutzend Tanzstäbe vom Kuyu-Fluss aus dem damals französischen Kongo nach England kamen. Im Winter 1926/27 jagte er dort den Gorilla und seltene Antilopen für sein eben gegründetes Privatmuseum, aber auch, was man Curiosa zu nennen pflegte. Die Gegend am Kuyufluss ist flach, sumpfig. Er reiste mit einem Einbaum. Aber hören wir den Text der Sammlungsliste im Original:

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Afrika in Paris : Louvre und Quai Branly. 2009 ist aktuell

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 5.3.2009  erstmals veröffentlicht, Im letzten Jahr nur achtmal angewählt. Schade! – Zweiter Versuch : nun bereits 44 x im Zusammenhang mit  “Unvergleichlich” in Berlin !

 

                       Louvre, im „Annex“ Afrika  –   Selbstgespräch

Der abgestürzte Traum des Jacques Kerchache… Im Gegensatz zu Quai Branly und Dapper unter dem kalten Licht einer  ‘Anatomie’, das verträgt der Traum aber nicht.

P1110087Dogon Weiterlesen…

“Unvergleichlich” – erzwungene Nachbarschaft im Bode-Museum

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Zitat aus dem Flyer (Signalfarbe original):

Fahne-IMG_4434Achtzig Hauptwerke afrikanischer Skulptur aus dem verblichenen Ethnologischen Museum sind zu Gast im Bode-Museum. Kunst aus West- und Zentralafrika trifft auf Meisterwerke aus Italien und Mitteleuropa. Im direkten Dialog geht es um die großen Themen der Menschheit: Macht und Tod, Schönheit und Identität, Gerechtigkeit und Erinnerung.         Amen.

In beiden Hauptetagen des Bode-Museums werden punktuell Skulpturen beider Kontinente gegenübergestellt. (…) Die experimentellen Gegenüberstellungen thematisieren mögliche Zusammenhänge auf verschiedenen Ebenen, beispielsweise historische Zeitgenossenschaft, inhaltliche und technische Gemeinsamkeiten oder künstlerische Strategien.(….) Weiterlesen…

Maske der Boa mit Flügelohren

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Die Masken der Boa im Westen des Ituri-Waldes waren für mich groteske schwarz-weiße Gesichter mit abstehenden Ringohren. Ihre Abbildung verlieh jedem Bildband afrikanischer Kunst eine heitere Note. Wie viele hatte ich eigentlich gesehen? Als Objekt in meiner Sammlung konnte ich sie mir bisher nicht vorstellen, so wenig wie irgendeine Faschingsmaske. So etwas würde ich nicht an die Wand hängen zwischen die ‚bedeutsamen’ Stücke. Weiterlesen…

Die Indianer dürfen kommen, aber nichts anfassen

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Vor einem Jahr (7.12.2015) machte eine Dokumentation auf 3-SAT die Anstrengungen Berliner Ethnolog(inn)en öffentlich, das Kulturerbe ausgewählter südamerikanischer Indios “ab 2019” in jeder Hinsicht korrekt für das großartige neue Humboldtforum aufzubereiten. Das Filmteam durfte die Forscher(innen) zu den heiligen Strohhütten der Kogi am Strand von Kolumbien begleiten und ebenso am Gegenbesuch in Berlin teilhaben. Ich fand das Ergebnis so zeittypisch, dass ich gleich diese gallige Notiz verfasste. Inzwischen fand ich auch den Link wieder, und er funktioniert immer noch. Bilden Sie sich selbst ein Urteil.

Am 2.2.17 war der Beitrag schon 37x angeklickt worden. Ich hatte inzwischen auch einen passenden Artikel gelesen, am 4.1. in der FAZ (Seite N3). Der befeuerte schon mit seinem Titel “Asylrecht für die Dinge” weitere Überlegungen. Ich stelle sie nun auch in den Blog, da meine ursprüngliche Notiz noch immer nachgefragt wird, Ich nehme an, von Studenten für Hausarbeiten. (Link)    18.7.2018

Der  erfahrene Kulturredakteur der ZEIT Thomas W. Schmidt hatte bereits am 6. Juni 2015 in der Nr. 21 einen sehr informativen Artikel zum Thema publiziert. (LINK)        3.3.2019  Weiterlesen…

Zweiter Blick auf „Kongo – Power and Majesty“

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Der erste Blick liest sich in einer Email vom 15.12.2015 so:

… “Kongo – Power and Majesty” ist eine großartig ausgestattete Neuerscheinung des Metropolitan Musum in NY von 2015, herausgegeben von Alisa Lagamma, über die Kulturgeschichte der Königreiche von Loango und Kongo und ihre Fortwirkung bis heute. Weiterlesen…

‘Sapeurs’ und ‘Designermode’ im Kongo als Problem der Theorie

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Kajsa Ekholm-Friedman Darstellung der Transformationen der Gesellschaften am Kongo, sowohl durch den Atlantikhandel wie durch die Kolonisierung. Deshalb interessieren mich ihre grundsätzlichen Überlegungen zu ‘Einfluss’ und ‘Aneignung’  im Sammelband Worlds-Apart-Modernity-Through-the-Prism-of-the-Local, den Daniel Miller 1995 herausgegeben hat.
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Wyatt MacGaffey und die ‘Fetische’ im Exil

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 ‘Kunst’ und ‘Fetisch’ Alles eins? – Bedeutung und Ästhetik in der Kongo-Kunst. Weiterlesen…

Marie-Alain Couturier (1897– 1954) und die zerstörten Fetische

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M.-A.Couturier : SACRED ART, Ausgewählte Texte, 1983 Menil Foundation Inc., amerikanische Ausgabe 1989 University of Texas Press, Austin.

Frère Couturier bedauert den Anteil der katholischen Mission an der Zerstörung vorkolonialer Kultur, aber hat mehr zu sagen. (2 Seiten Text in Englisch)


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Léo Bittremieux, Missionar und Forscher

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Pater Léo Bittremieux (1880 – 1946 in Boma) war ein namhafter früher Ethnograph und Linguist im Mayombe und  am Unteren Kongo. Weiterlesen…

‚A Conservator’s View of African Sculpture’ und der gewöhnliche Sammler

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Zum Beitrag von Leslie Bone: On and Below the Surface – A Conservator’s View of African Sculpture in Masterworks of African Figurative Sculpture, Embodiments (The Richard H. Scheller Collection) , Fine Arts Museum of San Francisco 2015 Weiterlesen…

PICASSO ENTDECKT AFRIKA IM TROCADÉRO 1907

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Jean-Louis Paudrat schildert in seiner Rezeptionsgeschichte ‚Aus Afrika’ (in: Primitivismus in der Kunst des 20.Jahrhunderts, William Rubin (Hrsg.), Prestel 1984, S.151f.) eine starke Anekdote mit den Themen Wahrnehmung und Begreifen afrikanischer Kunst:

Trocadero 1895 Fon,Rubin Ill.162

Trocadero 1895 Fon,Rubin Ill.162

“Welche Objekte Picasso vorher auch gesehen hat, man sollte die Bedeutung seines Besuchs im Trocadéro im Frühjahr 1907 nicht unterschätzen. Ohne im Widerspruch zu früheren Erfahrungen zu stehen, offenbarte sich Picasso durch diese neue Erfahrung die primitive Kunst in einer Bedeutung und Dimension, die er bis dahin nicht wahrgenommen hatte. Den Bericht, den er dreißig Jahre später André Malraux darüber gab, ist in dieser Hinsicht sehr erhellend. (A.M., La Tête obsédienne, p.17ff.) Als er allein die Räume des Trocadéro betrat, wünschte er sogleich der abstoßenden Atmosphäre des Ortes zu entfliehen, fühlte sich aber gleichzeitig unwiderstehlich angezogen: ‚Es war ekelhaft. Der Flohmarkt. Der Geruch… Ich wollte sofort wieder hinaus. Ich ging nicht. Ich blieb. Ich blieb.’ Er fühlte, daß ‚sich in ihm etwas ereignete, … daß es sehr wichtig war.’ Ihm wurde plötzlich / klar, ‚warum er Maler war’. Denn anders als Derain, Matisse und Braque, für die ‚Fetische’, ‚les nègres’, nur einfach ‚gute Plastiken … wie andere auch’ waren, hatte er erkannt, daß diese Masken vor allem ‚magische Dinge’, ‚Medien’, ‚Vermittler’ zwischen dem Menschen und den dunklen Mächten des Bösen waren, genau so mächtig wie die drohenden Geister auf der ganzen Welt, Werkzeuge und Waffen, mit denen man sich von den Gefahren und Ängsten, die die Menschheit bedrohen, befreien konnte. Weiterlesen…

Mit Frank Willett über den Gemeinplatz ‘Qualitätsverlust’ nachdenken

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Es ist ein Gemeinplatz, dass jüngere handwerkliche Produkte aus Afrika – vor allem für Schmuck, Fest und Kult – mit früher entstandenen qualitativ nicht mithalten können, dass sie an handwerklicher Qualität wie an ästhetischer Kraft verloren haben. Für die Lega im Osten des Kongo habe ich das bei Daniel Biebuyk gelesen. Weiterlesen…

‘Making History’ – Eine Fanfare!

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Sylvester Okwonudu Ogbechie: ‚Making History – African Collectors and the Canon of African Art’ (Five Continents 2011) – Den Beitrag vom 27. April habe ich neu konzipiert, unter demselben Titel, damit Google ihn findet und damit Sie ihn finden.  29.8.15     Ergänzung 3.9.2018 Weiterlesen…

‚Zeitmarken’ – ein romantisches Buch

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 Fritz W.Kramer und Gertraud Marx : ‚Zeitmarken – die Feste von Dimonko’ in der Reihe ‚Sudanesische Marginalien’ im Trickster Verlag, 189 Seiten, München 1993

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Theorie aus dem Süden?

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Rezension, seit 25.10.2013 bei Amazon unter Produktinformation : Kundenrezensionen “Der Süden als Vorreiter der Globalisierung” Weiterlesen…

Objekt Atlas – Feldforschung im Museum. Manöverkritik

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 Die Zeichen der Zeit 

Vor Weihnachten lag „Die Geschichte der Welt in 100 Objekten“ von Neil McGregor (British Museum/BBC) in den Buchhandlungen. Die Aneignung von Kultur(en) durch das Publikum der Museen tritt immer mehr in den Vordergrund. Das MAK Frankfurt zeigt eine neue Wertschätzung für den Sammler – nicht erst bei den „Chinesischen Dingen[1]. Mit der Museumspädagogik, mit den Kindern, hat es vor Jahren begonnen. Jetzt treten im Weltkulturenmuseum-„Labor“ Künstler in Aktion, die Gourmets u.s.w. folgen.

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Feldforschung im Museum? Die logische Konsequenz

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Anlass: Die festliche Vernissage der Ausstellung “Objekt Atlas – Feldforschung im Museum” vom 25. Januar bis 16. September 2012 im Weltkulturenmuseum in Frankfurt/Main. Eine Foto-Präsentationsmappe mit 39 Abzügen und diesem der Einstimmung dienenden Text habe ich dem Museum übergeben.

P1160273_2Schatten Weiterlesen…

Schnellgericht über ‘Snap Judgements’ (Enwesor)

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…New Positions in Contemporary Photography’  – Den Untertitel ignoriere ich erst einmal. (Klar, der Herausgeber ein Dokumenta-Kassel-Macher!) Doch „Urteile aus dem Augenwinkel“ – das ist fotografisch.

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Eine Lanze für René Gardi, Reiseschriftsteller!

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Dokumentation und Erörterung von drei Internetquellen zum Lebenswerk, anlässlich seines Todes im Jahr 2000 – verfasst im April 2009

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