Category Archives: VOM FELD INS MUSEUM

Kuyu Tanzstäbe im Factory Outlet 1927

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MIT NEUEN ERGÄNZUNGEN zum Text vom 3.Mai 2016, plus LINK ZU 2 MODERNEN STÄBEN

Keith Nicklin (African Arts vol.17, no.1, Nov.1983) lässt Major P.H.G. Powell-Cotton erzählen, wie ein halbes Dutzend Tanzstäbe vom Kuyu-Fluss aus dem damals französischen Kongo nach England kamen. Im Winter 1926/27 jagte er dort den Gorilla und seltene Antilopen für sein eben gegründetes Privatmuseum, aber auch, was man Curiosa zu nennen pflegte. Die Gegend am Kuyufluss ist flach, sumpfig. Er reiste mit einem Einbaum. Aber hören wir den Text der Sammlungsliste im Original:

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Afrika in Paris : Louvre und Quai Branly. 2009 ist aktuell

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 5.3.2009  erstmals veröffentlicht, Im letzten Jahr nur achtmal angewählt. Schade! – Zweiter Versuch im Zusammenhang mit  „Unvergleichlich“ in Berlin

 

                       Louvre, im „Annex“ Afrika  –   Selbstgespräch

Der abgestürzte Traum des Jacques Kerchache… Im Gegensatz zu Quai Branly und Dapper unter dem kalten Licht einer  ‚Anatomie‘, das verträgt der Traum aber nicht.

P1110087Dogon Weiterlesen…

„Unvergleichlich“ – erzwungene Nachbarschaft im Bode-Museum

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Zitat aus dem Flyer (Signalfarbe original):

Fahne-IMG_4434Achtzig Hauptwerke afrikanischer Skulptur aus dem verblichenen Ethnologischen Museum sind zu Gast im Bode-Museum. Kunst aus West- und Zentralafrika trifft auf Meisterwerke aus Italien und Mitteleuropa. Im direkten Dialog geht es um die großen Themen der Menschheit: Macht und Tod, Schönheit und Identität, Gerechtigkeit und Erinnerung.         Amen.

In beiden Hauptetagen des Bode-Museums werden punktuell Skulpturen beider Kontinente gegenübergestellt. (…) Die experimentellen Gegenüberstellungen thematisieren mögliche Zusammenhänge auf verschiedenen Ebenen, beispielsweise historische Zeitgenossenschaft, inhaltliche und technische Gemeinsamkeiten oder künstlerische Strategien.(….) Weiterlesen…

Die Indianer dürfen kommen, aber nichts anfassen

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Vor einem Jahr (7.12.2015) machte eine Dokumentation auf 3-SAT die Anstrengungen Berliner Ethnolog(inn)en öffentlich, das Kulturerbe ausgewählter südamerikanischer Indios „ab 2019“ in jeder Hinsicht korrekt für das großartige neue Humboldtforum aufzubereiten. Das Filmteam durfte die Forscher(innen) zu den heiligen Strohhütten der Kogi am Strand von Kolumbien begleiten und ebenso am Gegenbesuch in Berlin teilhaben. Ich fand das Ergebnis so zeittypisch, dass ich gleich diese gallige Notiz verfasste. Inzwischen fand ich auch den Link wieder, und er funktioniert (noch). Bilden Sie sich selbst ein Urteil.

Hinweis  2.2.17  :  37 x ist der Beitrag bisher angeklickt worden, auch aktuell, danke! Einen passenden Artikel vom 4.1. in der FAZ (Seite N3) werde ich am Ende kurz zitieren.

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Zweiter Blick auf „Kongo – Power and Majesty“

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Der erste Blick liest sich in einer Email vom 15.12.2015 so:

… „Kongo – Power and Majesty“ ist eine großartig ausgestattete Neuerscheinung des Metropolitan Musum in NY von 2015, herausgegeben von Alisa Lagamma, über die Kulturgeschichte der Königreiche von Loango und Kongo und ihre Fortwirkung bis heute. Weiterlesen…

‚Sapeurs‘ und ‚Designermode‘ im Kongo als Problem der Theorie

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Kajsa Ekholm-Friedman Darstellung der Transformationen der Gesellschaften am Kongo, sowohl durch den Atlantikhandel wie durch die Kolonisierung. Deshalb interessieren mich ihre grundsätzlichen Überlegungen zu ‚Einfluss‘ und ‚Aneignung‘  im Sammelband Worlds-Apart-Modernity-Through-the-Prism-of-the-Local, den Daniel Miller 1995 herausgegeben hat.
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Wyatt MacGaffey und die ‚Fetische‘ im Exil

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 ‚Kunst‘ und ‚Fetisch‘ Alles eins? – Bedeutung und Ästhetik in der Kongo-Kunst. Weiterlesen…

Marie-Alain Couturier (1897– 1954) und die zerstörten Fetische

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M.-A.Couturier : SACRED ART, Ausgewählte Texte, 1983 Menil Foundation Inc., amerikanische Ausgabe 1989 University of Texas Press, Austin.

Frère Couturier bedauert den Anteil der katholischen Mission an der Zerstörung vorkolonialer Kultur, aber hat mehr zu sagen. (2 Seiten Text in Englisch)


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Léo Bittremieux, Missionar und Forscher

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Pater Léo Bittremieux (1880 – 1946 in Boma) war ein namhafter früher Ethnograph und Linguist im Mayombe und  am Unteren Kongo. Weiterlesen…

‚A Conservator’s View of African Sculpture’ und der gewöhnliche Sammler

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Zum Beitrag von Leslie Bone: On and Below the Surface – A Conservator’s View of African Sculpture in Masterworks of African Figurative Sculpture, Embodiments (The Richard H. Scheller Collection) , Fine Arts Museum of San Francisco 2015 Weiterlesen…

PICASSO ENTDECKT AFRIKA IM TROCADÉRO 1907

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Jean-Louis Paudrat schildert in seiner Rezeptionsgeschichte ‚Aus Afrika’ (in: Primitivismus in der Kunst des 20.Jahrhunderts, William Rubin (Hrsg.), Prestel 1984, S.151f.) eine starke Anekdote mit den Themen Wahrnehmung und Begreifen afrikanischer Kunst:

Trocadero 1895 Fon,Rubin Ill.162

Trocadero 1895 Fon,Rubin Ill.162

„Welche Objekte Picasso vorher auch gesehen hat, man sollte die Bedeutung seines Besuchs im Trocadéro im Frühjahr 1907 nicht unterschätzen. Ohne im Widerspruch zu früheren Erfahrungen zu stehen, offenbarte sich Picasso durch diese neue Erfahrung die primitive Kunst in einer Bedeutung und Dimension, die er bis dahin nicht wahrgenommen hatte. Den Bericht, den er dreißig Jahre später André Malraux darüber gab, ist in dieser Hinsicht sehr erhellend. (A.M., La Tête obsédienne, p.17ff.) Als er allein die Räume des Trocadéro betrat, wünschte er sogleich der abstoßenden Atmosphäre des Ortes zu entfliehen, fühlte sich aber gleichzeitig unwiderstehlich angezogen: ‚Es war ekelhaft. Der Flohmarkt. Der Geruch… Ich wollte sofort wieder hinaus. Ich ging nicht. Ich blieb. Ich blieb.’ Er fühlte, daß ‚sich in ihm etwas ereignete, … daß es sehr wichtig war.’ Ihm wurde plötzlich / klar, ‚warum er Maler war’. Denn anders als Derain, Matisse und Braque, für die ‚Fetische’, ‚les nègres’, nur einfach ‚gute Plastiken … wie andere auch’ waren, hatte er erkannt, daß diese Masken vor allem ‚magische Dinge’, ‚Medien’, ‚Vermittler’ zwischen dem Menschen und den dunklen Mächten des Bösen waren, genau so mächtig wie die drohenden Geister auf der ganzen Welt, Werkzeuge und Waffen, mit denen man sich von den Gefahren und Ängsten, die die Menschheit bedrohen, befreien konnte. Weiterlesen…

Gemeinplatz ‚Qualitätsverlust‘ (Afrika)

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Es ist ein Gemeinplatz, dass jüngere handwerkliche Produkte aus Afrika – vor allem für Schmuck, Fest und Kult – mit früher entstandenen qualitativ nicht mithalten können, dass sie an handwerklicher Qualität wie an ästhetischer Kraft verloren haben. Für die Lega im Osten des Kongo habe ich das bei Daniel Biebuyk gelesen. Weiterlesen…

‚Making History‘ – Eine Fanfare!

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Sylvester Okwonudu Ogbechie: ‚Making History – African Collectors and the Canon of African Art’ (Five Continents 2011) – Den Beitrag vom 27. April habe ich neu konzipiert, unter demselben Titel, damit Google ihn findet und damit Sie ihn finden.  29.8.15 Weiterlesen…

Nok – eine archäologische Offensive

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WAHRHEITSSUCHE IN DREI AKTEN

  1. A K T

Unser Korrespondent im Liebig-Haus verfolgte den ersten Frontbericht von Gabriele Franke, Archäologin und Doktorandin im Ausgrabungsteam. Weiterlesen…

Theorie aus dem Süden?

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Rezension, seit 25.10.2013 bei Amazon unter Produktinformation : Kundenrezensionen „Der Süden als Vorreiter der Globalisierung“ Weiterlesen…

Objekt Atlas – Feldforschung im Museum. Manöverkritik

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 Die Zeichen der Zeit 

Vor Weihnachten lag „Die Geschichte der Welt in 100 Objekten“ von Neil McGregor (British Museum/BBC) in den Buchhandlungen. Die Aneignung von Kultur(en) durch das Publikum der Museen tritt immer mehr in den Vordergrund. Das MAK Frankfurt zeigt eine neue Wertschätzung für den Sammler – nicht erst bei den „Chinesischen Dingen[1]. Mit der Museumspädagogik, mit den Kindern, hat es vor Jahren begonnen. Jetzt treten im Weltkulturenmuseum-„Labor“ Künstler in Aktion, die Gourmets u.s.w. folgen.

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Feldforschung im Museum? Die logische Konsequenz

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Anlass: Die festliche Vernissage der Ausstellung “Objekt Atlas – Feldforschung im Museum” vom 25. Januar bis 16. September 2012 im Weltkulturenmuseum in Frankfurt/Main. Eine Foto-Präsentationsmappe mit 39 Abzügen und diesem der Einstimmung dienenden Text habe ich dem Museum übergeben.

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Schnellgericht über ‚Snap Judgements‘ (Enwesor)

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…New Positions in Contemporary Photography’  – Den Untertitel ignoriere ich erst einmal. (Klar, der Herausgeber ein Dokumenta-Kassel-Macher!) Doch „Urteile aus dem Augenwinkel“ – das ist fotografisch.

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Eine Lanze für René Gardi, Reiseschriftsteller!

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Dokumentation und Erörterung von drei Internetquellen zum Lebenswerk, anlässlich seines Todes im Jahr 2000 – verfasst im April 2009

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